1 00:00:00,020 --> 00:00:02,940 Speaker 1: Unsere Sicherheit ist aktuell von mehreren Krisen bedroht. 2 00:00:03,370 --> 00:00:05,140 Speaker 1: Da sind wir uns eigentlich alle einig. 3 00:00:05,850 --> 00:00:08,540 Speaker 1: Aber dann kommt natürlich die Frage: Wie verstehen wir Sicherheit? 4 00:00:08,810 --> 00:00:11,220 Speaker 1: Und was ist deshalb auch eine Prioritätensetzung? 5 00:00:11,350 --> 00:00:14,440 Speaker 1: Also worum sollte sich Politik am meisten kümmern heute? 6 00:00:14,950 --> 00:00:17,920 Speaker 1: Und da sehen wir natürlich, dass die Rüstung, die Militarisierung 7 00:00:18,130 --> 00:00:19,680 Speaker 1: die meiste Aufmerksamkeit bekommt. 8 00:00:20,180 --> 00:00:23,020 Speaker 1: Aber es gibt noch ganz andere Themen, die deshalb nicht verschwunden sind, 9 00:00:23,640 --> 00:00:24,960 Speaker 1: sondern weiter sich fortschreiben. 10 00:00:24,990 --> 00:00:27,380 Speaker 1: Und das ist natürlich genau die ökologische Krise. 11 00:00:28,020 --> 00:00:33,460 Speaker 1: die Frage, wie wollen Menschen in Zukunft noch sicher versorgt werden, wenn unsere Wasserzyklen 12 00:00:33,480 --> 00:00:37,520 Speaker 1: nicht mehr funktionieren, wenn unsere Böden ausgelaugt sind und wenn das Klima ständig 13 00:00:37,580 --> 00:00:41,420 Speaker 1: die Dächer abräumt, überflutet oder Dürren mit sich bringt oder eben gleich die ganze 14 00:00:41,700 --> 00:00:45,640 Speaker 1: Infrastruktur abräumt. Wir können also nicht das eine gegen das andere ausspielen, sondern 15 00:00:45,820 --> 00:00:50,220 Speaker 1: müssen mal ganzheitlich drauf schauen, damit wir auch in den Blick bekommen, wie Prioritäten 16 00:00:50,300 --> 00:00:55,400 Speaker 1: sich gegenseitig ergänzen können. Mein Name ist Maja Göpel, ihr hört Neudenken, den Podcast 17 00:00:55,420 --> 00:01:01,760 Speaker 1: von Mission Wertvoll. Heute zum Thema ökologische Sicherheit. Mein Gast ist Jennifer Morgan. Sie hat 18 00:01:01,820 --> 00:01:05,900 Speaker 1: nicht nur geforscht zum Thema, wie Ökosysteme funktionieren, insbesondere Klima ist ihre 19 00:01:06,040 --> 00:01:10,840 Speaker 1: Spezialität, sondern sich in den ganzen diplomatischen Prozessen, wie Staaten kooperieren 20 00:01:11,040 --> 00:01:17,180 Speaker 1: können, um sie zu schützen, immer wieder federführend eingebracht. Zuletzt offiziell beauftragt in 21 00:01:17,140 --> 00:01:18,500 Speaker 1: unserem Auswärtigen Amt. 22 00:01:24,260 --> 00:01:24,740 Speaker 1: Herzlich willkommen. 23 00:01:25,460 --> 00:01:26,740 Dankeschön, schön hier zu sein. 24 00:01:27,980 --> 00:01:34,020 Speaker 1: Jennifer, wenn man sich so deinen Werdegang anguckt, bist du ja eigentlich immer die Frau der Klimaverhandlungen gewesen, oder? 25 00:01:34,030 --> 00:01:41,000 Speaker 1: Du bist in den USA groß geworden, hast Politikwissenschaften studiert, hast dort schon zu Klimafragen angefangen zu arbeiten, 26 00:01:41,060 --> 00:01:49,680 Speaker 1: Du warst dann in Europa drüben, hast immer auch in der direkten Beratung, Tony Blair, dann die Bundesregierung mit Frau Merkel, da hast du die Reden geschrieben, habe ich gesehen. 27 00:01:49,770 --> 00:01:49,920 Speaker 1: Ja. 28 00:01:50,340 --> 00:02:02,520 Speaker 1: Auch spannend. Und dann natürlich auch im Rat nachhaltige Entwicklung, aber dann eben auch für NGOs gearbeitet, Zivilgesellschaft, vor allem Greenpeace jetzt die letzten Jahre, aber auch das Climate Action Network. 29 00:02:02,960 --> 00:02:18,040 Speaker 1: Da habe ich dich zum ersten Mal wahrgenommen bei einer der Klimakonferenzen. Was hat dich zu dem Thema Klima hingezogen und wieso ist dir so schnell klar geworden, dass das mit den internationalen Kooperationen zusammenhängt? Ob wir das in den Griff bekommen? 30 00:02:19,000 --> 00:02:36,420 Ja, ich glaube, das war eine Kombination zwischen Familie. Meine Schwester, meine ältere Schwester war Professorin in Ökologie und wir sind oft zelten gegangen und waren in die Natur und sie hat mich das ein bisschen beigebracht und hat das geliebt. 31 00:02:36,660 --> 00:02:45,120 und politik ich war eine austauschschülerin in der schweiz mit 17 und da war das erste mal wo 32 00:02:45,560 --> 00:02:52,320 andere 17 jährige mich gefragt haben was magst dein land nicaragor vertreiben schrecklich sachen 33 00:02:52,980 --> 00:03:03,299 ich als amerikanerin teenager hatte keine ahnung und dann habe ich mich weiterentwickelt und hab 34 00:03:03,140 --> 00:03:10,760 geguckt, okay, was ist die Rolle von Umwelt in die Wende in Ost- und Zentraleuropa, in 35 00:03:10,950 --> 00:03:13,700 Deutschland, in der DDR damals. 36 00:03:13,700 --> 00:03:17,980 Was für eine Rolle hat die Umwelt da gespielt für Bewegungen? 37 00:03:17,980 --> 00:03:24,700 Und dann kam eine Möglichkeit für einen Job bei Städten für Klimaschutz. 38 00:03:24,700 --> 00:03:31,640 Und da meine Interesse in Politik und diese Klima-Umwelt-Themen sind zusammengekommen. 39 00:03:32,600 --> 00:03:38,140 und ich bin ich habe außenpolitik studiert muss ich sagen also diese wahrnehmung in der schweiz 40 00:03:38,840 --> 00:03:44,060 was macht mein land und ich will irgendwie internationale zusammenarbeit verbessern und 41 00:03:44,140 --> 00:03:48,640 verständnis verbessern dann bin ich zu meiner ersten klimaverhandlung gegangen und dann war 42 00:03:48,700 --> 00:03:57,639 es vorbei es war so klar dass die klimapolitik und diese verhandlungen sie sind natürlich umwelt 43 00:03:57,780 --> 00:04:11,620 Aber es ist alles. Es ist Wirtschaft, es ist Sicherheit, es ist Sozialpolitik und man hatte politische Debatte von jedem Land und dann hat man das mal 195 Mal, weil so viele Staaten da sind. 44 00:04:12,460 --> 00:04:28,880 Und ich war dann total gefixt, weil das hat meine persönliche Liebe für die Umwelt und die Natur durch meine Schwester und diese Zeit zusammen mit meiner Neugier auf die Welt und Bereitschaft und Wille, was zu tun. 45 00:04:30,300 --> 00:04:47,320 Speaker 1: Ich glaube, das ist ja die spannende Suche eigentlich, weil die Perspektive klingt für mich, die sich auch mit den Fragen von wie bleibt Zukunft stabil und offen beschäftigt hat, ist ja so logisch zu sagen, dann sollte das Klima einigermaßen so bleiben, wie wir es gewohnt waren. 46 00:04:47,960 --> 00:05:06,140 Speaker 1: Also es hat so einen ganz klaren Erhaltungscharakter, einen Freiheitscharakter, auch was Konservatives. Und dann aber in der Art, wie wir oft drüber reden und auch jetzt ja immer wieder drüber reden müssen, ist so dieses, ihr wollt uns was wegnehmen, ihr wollt uns was verbieten und wir können uns das jetzt nicht leisten und wir müssen das jetzt alles wieder zurückdrehen. 47 00:05:06,860 --> 00:05:22,580 Speaker 1: Hast du im ganzen Lauf der Zeit für dich ein paar Schlüsselmomente gehabt oder Einsichten, wo du den Eindruck gehabt hast? Daher verstehe ich das, wieso man so eine Perspektive und so eine Perspektive auf das gleiche Thema entwickeln kann? 48 00:05:23,560 --> 00:05:44,040 Ja, ich muss es sein, negativ zu verstehen. Es war, als die Tea Party in den USA größer geworden ist und sie haben verstanden, dass das Klimathema denen helfen könnte, eine Initiative für weniger Regierung, weniger Staat schaffen könnte. 49 00:05:44,280 --> 00:06:05,540 Und sie haben angefangen, das Klimathema zu nutzen, um eine Gesellschaft zu polarisieren und ein Thema zu sagen, wir wollen kein mehr Staat und Klimaschutz braucht Gesetze und Staat. Und deswegen wollen wir kein Klimaschutz, weil der Staat wird kommen und sagen, was man zu tun hat und es wird Dinge wegnehmen und so weiter. 50 00:06:06,420 --> 00:06:30,540 Und das habe ich dann hier später in Deutschland leider auch erlebt, wo eine, sage ich mal, rechte, konservative, populistische, negative Sinn, weil es gibt auch, man kann populistisch sein und es kann auch nicht negativ sein, aber Gruppe oder Initiative auch finanziert von der Fossil-Lobby. 51 00:06:30,680 --> 00:06:42,480 Das muss man wirklich klar machen. Also wie viele Milliarden Exxon investiert hat, um Zweifel über die Wissenschaft zu schaffen in der amerikanischen Gesellschaft und auch global. 52 00:06:43,260 --> 00:07:02,480 Und diese Kombination zwischen einer neuen Partei, Tea Party, mit so viel Finanzierung, wo man diese Klimaleugner und das ist zusammengekommen und hat dann Schritt für Schritt dann wirklich viel Macht bekommen. 53 00:07:02,660 --> 00:07:28,500 Das war kein Zufall. Das ist eine Strategie von den Akteuren, die wollen keinen Klimaschutz, weil sie wollen weiter emittieren, weiter Profit machen wie vorher. Das ist ein Teil der Geschichte. Und als der Tea Party dann populär war und ich habe gesehen, wie sie von anderen Themen zu Klima gekommen sind. Es ging nicht um Klimaschutz, es ging um Klima zu nutzen, um ihre eigene Agenda zu fordern. 54 00:07:29,100 --> 00:07:51,620 Speaker 1: Ich glaube, der Punkt ist wahnsinnig wichtig, weil ich weiß nicht, wie es dir geht. Ich bin ständig mit dieser Frage konfrontiert. Ihr müsst jetzt mal aufhören mit dieser Klimapolitik. Ihr merkt doch, dass das den Populismus treibt. Ich denke so, nein, nein, die Populismusforschung ist total klar, dass dieses Antistaatliche der gemeinsame Nenner ist und dann ein Thema nach dem nächsten angegriffen wird. 55 00:07:51,740 --> 00:08:08,340 Speaker 1: Also sei es der Euro oder sei es die Migration oder eben jetzt die internationale Zusammenarbeit für Klimaschutz und einen Strukturwandel, um vom fossilen Energiesystem in ein anderes zu kommen, wo eben starkes staatliches Handeln nötig ist, weil man bestimmte Strukturen verändern möchte. 56 00:08:08,620 --> 00:08:35,159 Speaker 1: Und damit sind wir natürlich bei der Besitzstandswahrung von denen, die das gar nicht möchten, weil sie ja so gut eingerichtet sind unter den heutigen Strukturen. Und das ist, glaube ich, ein ganz zentraler Punkt, sich nicht ständig damit angreifen zu lassen, es wäre angeblich die Klimapolitik, die den Populismus dreht. Nein, die Populismen suchen sich ein, nach dem anderen die Themen raus, wo sie wissen, dass sie diese Anti-Staat, Anti-Eliten, Anti-Die-Wollen-Euch-Was-Wegnehmen am besten mit durchdrücken können. 57 00:08:35,300 --> 00:08:37,000 Speaker 1: Absolut, das ist meine Erfahrung auch. 58 00:08:38,919 --> 00:08:59,060 Speaker 1: Das, was ich interessant finde, ist, also wir kommen ja aus der Perspektive der Sicherheit. Und in vielen dieser Bereiche, also auch gerade den ökologischen Themen, wissen wir, dass wir Sicherheit nur durch gutes staatliches Handeln und auch Kooperation zwischen den Staaten erhalten können. Das ist ja quasi das Phänomen der globalen Güter. 59 00:09:00,560 --> 00:09:16,600 Speaker 1: Kannst du da nochmal den Unterschied vielleicht für alle mitbringen, weil wir können sie ja nur für alle erhalten, wenn wir uns alle gleichzeitig ein Stück weit einschränken in der Art, wie intensiv wir auf sie zugreifen oder wie viel Müll wir in dem Fall als Emissionen in die Atmosphäre abgeben. 60 00:09:17,400 --> 00:09:27,240 Speaker 1: Und deshalb ist es ja trotzdem, ich will nochmal darauf hinaus, zukunftsöffnend, sichernd, stabilisierend, wenn wir uns gemeinsam einschränken in einem gewissen Ausmaß. 61 00:09:28,400 --> 00:09:51,560 Ja, also ich glaube, das ist, wenn man guckt, natürlich an die Auswirkungen von Klimawandel und wie wir abhängig voneinander sind, weil besonders die ärmere Länder, die nichts verursacht haben, sie leiden von der Klima Auswirkung, von den Emissionen von anderen. 62 00:09:51,660 --> 00:10:20,880 Und deswegen ist es auch, und wenn man das Wort Sicherheit hört, dann ist es klar, oft denkt man eher in einer Militärartenweise, aber für Klima, wir haben dann eigentlich eine interdisziplinäre nationale Klimasicherheitsstudien gemacht oder beantragt, das war von BND und von wissenschaftlichen Institutionen. 63 00:10:20,920 --> 00:10:34,180 Speaker 1: Nachrichtendienst, das war jetzt nicht, also ursprünglich warst du natürlich bei den Gruppen, die man schnell als grün irgendwie und die Umweltschützer, so Greenpeace, aber jetzt sind das ja Bundesnachrichtendienst Militär, die zu dem Thema anfangen zu sprechen. 64 00:10:34,460 --> 00:11:04,020 Genau, genau. Und BND hat selber gesagt, Klima ist eine von den fünf größten Risiken für Deutschland im Moment. Und das ist, glaube ich, weil sie haben geguckt und sehen, was für verschiedene, sie machen das ganz deutlich, zum Beispiel, wenn es Konflikte gibt über Ressourcen auf lokaler Ebene, zum Beispiel zwischen Hirten und Bauern in Nigerien. 65 00:11:04,100 --> 00:11:29,920 über Wasser. Dann kommen Konflikte und das kann dann sich verbreiten und es ist in Deutschlands Interesse, dass es weniger Konflikte weltweit gibt. Man kann das auch, einige, sie sind sehr vorsichtig damit, aber gucken nach Migration und was das bedeutet, für wie weit Leute gehen müssen, ob sie nach Europa kommen oder nicht, das ist ein heikles Thema, man muss glaube ich sehr genau hingucken. 66 00:11:30,840 --> 00:11:54,480 Oder in der Energiebereich, also was wir jetzt sehen für Energiesicherheit. Und wie Deutschland ist abhängig von anderen Ländern. Und wir sehen, wie verletzbar wir sind von der russischen Krieg bis zu dieser Bombe auf Iran, was Trump gemacht hat, dass die Ressourcen, die Gasressourcen, also wollen wir wirklich abhängig von Trump sein für Gas. 67 00:11:55,100 --> 00:12:02,140 Und deswegen, wie man erneuerbare Energien aufbauen soll, auf Energiesicherheitsgründen. 68 00:12:04,620 --> 00:12:23,660 Oder wie in NATO, war ich auch dabei, wie NATO wirklich Szenarien machen soll, zu wissen, was sind die verschiedenen Möglichkeiten, wenn es 2 Grad Temperaturerhöhung gibt, für die mögliche Auswirkungen, was sie erleben werden, wenn sie irgendwo unterwegs sind. 69 00:12:23,760 --> 00:12:40,000 Und was ist, wenn ein riesiger Sturm kommt und sie müssen damit umgehen. Und was ist es, dass vielleicht Solar für ein Militär zuverlässiger ist als Diesel, wenn sie eine Solar auf ihren Tanks haben. 70 00:12:40,460 --> 00:13:06,060 Also das ist, ich habe viel gelernt in diesen ganzen Sachen. Ich finde, das ist, wo Klima, das Thema ist wirklich in jedem Sektor präsent und man muss schon neu denken von diesen Communities, aber man muss in ihrer Sprache sprechen und sie muss selber irgendwie Schritt für Schritt das verstehen. 71 00:13:06,380 --> 00:13:24,280 Und dann kann sowas wie ein BND sowas sagen. Ich finde, es ist noch ein Grund, zusammenzuarbeiten, wie wir uns alle unsere Emissionen zusammen reduzieren müssen auch und anders denken, anders leben. 72 00:13:25,800 --> 00:13:41,400 Speaker 1: Ich glaube, die zwei Punkte sind ja total wichtig. Das eine ist, wie erhalten wir ein einigermaßen prognostizierbares Klima. Das sind ja diese Extremwetterereignisse, die einfach in der Frequenz und der Häufigkeit oder auch der Intensität zunehmen. 73 00:13:41,940 --> 00:13:56,660 Speaker 1: Und dann sind natürlich auch Infrastrukturen beispielsweise beeinträchtigt. Ich war in dem European Climate Risk Assessment, wo es ja wirklich auch darum ging, mal mit der Idee aufzuräumen, ach ja, das wird die armen Länder in Afrika treffen, aber wir in Europa kommen ganz gut davon. 74 00:13:57,580 --> 00:14:10,880 Speaker 1: Es sind ja eher so die Nachrichten der letzten Jahre, dass das hier der sich am schnellsten erwärmende Kontinent ist und dass das natürlich genau auf diese Grundversorgungen auch einen Einfluss hat auf diese Infrastrukturen, die dahinter liegen. 75 00:14:11,340 --> 00:14:12,960 Speaker 1: Und das ist ja wie so ein Co-Benefit. 76 00:14:13,380 --> 00:14:19,400 Speaker 1: Man sagt, was du sagtest, ein sichereres Energiesystem heißt auch, dass wir den Klimaschutz vorantreiben können. 77 00:14:20,120 --> 00:14:36,640 Speaker 1: Und der andere Punkt ist ja die Frage, wie können wir unsere Vorbereiten und Sicherheitsangebote trotz sich verändernden Klimas auch ein Stück weit aufrechterhalten, wenn ich dich richtig verstanden habe, wenn die sich vorbereiten auf eben Extremwetterverhältnisse oder veränderte Rahmenbedingungen. 78 00:14:36,920 --> 00:14:51,340 Ja, die sind zwei Bereiche. Ich glaube zu verstehen, dass Klimaschutz ein Co-Benefit ist von Energiesicherheit statt Energiesicherheit ist ein Co-Benefit von Klimaschutz. 79 00:14:51,500 --> 00:15:15,240 Ich glaube für Leute, die immer Klima denken, dann wir sehen diese Verbindungen. Aber der Trick ist und was ich gemerkt habe, besonders in den letzten drei, vier Jahren, als ich im Auswärtigen Amt war, dass wenn andere Communities, ob es Wirtschaft oder Sicherheit das verstehen, dann werden sie das auch in ihrer Sprache kommunizieren, was sehr wichtig ist. 80 00:15:15,420 --> 00:15:21,940 und dann zum Handeln. Handeln heißt ja Resilienz aufbauen. Natürlich man braucht humanitäre Hilfe, 81 00:15:22,040 --> 00:15:28,040 man braucht auch Entwicklungsgelder. Also diese Debatte finde ich ein klare Beispiel von was wir 82 00:15:28,160 --> 00:15:34,620 Speaker 1: gesagt haben. Dieses Fahrradwege in Peru Geschichte. Ja, das war so eine blöde Story. Das war eine blöde 83 00:15:34,840 --> 00:15:42,219 Story und das war irgendwie, weil wenn man weiß wie wichtig es ist, dass andere Länder ihre Stabilität 84 00:15:42,240 --> 00:15:49,820 und Resilienz aufbauen können von den Klima Auswirkungen, sodass sie nicht Konflikt haben, 85 00:15:50,620 --> 00:15:57,920 dann natürlich braucht man Entwicklungsgelder auch für unsere nationale Sicherheit. Also irgendwie 86 00:15:58,480 --> 00:16:07,539 diese, man muss alles zusammen denken, aber ich finde das sehr wichtig, jede Community ihre eigene 87 00:16:08,220 --> 00:16:14,840 sprache sprechen zu erlauben zu begrüßen und dann auch optimal dass sie sich engagieren in 88 00:16:15,400 --> 00:16:22,120 diese debate dass wir doch unsere emissionen runter also reduzieren müssen weil sonst kommen 89 00:16:22,260 --> 00:16:28,600 Speaker 1: mehr und mehr und mehr von diese extremwetterereignisse ja weil du es gerade ansprach das fand ich an 90 00:16:28,800 --> 00:16:37,520 Speaker 1: total interessante entwicklung als du dann berufen wurdest ins auswärtige amt als spezielle 91 00:16:37,540 --> 00:16:43,460 Speaker 1: für klimathemen damit wurde es ja aus dem abwes ja umweltministerium wo es typischerweise immer 92 00:16:43,720 --> 00:16:52,140 Speaker 1: war tatsächlich in dieses ganz klare außenpolitische und eben diplomatie orientierte ressort umgezogen 93 00:16:53,180 --> 00:16:58,660 Speaker 1: was hat es für dich verändert das hat ja auch eine framing also eine perspektiv veränderung mit sich 94 00:16:58,840 --> 00:17:04,040 Speaker 1: gebracht hast du das gemerkt oder war das schwer diese übersetzungsleistung erst zu machen die du 95 00:17:03,880 --> 00:17:09,760 Speaker 1: gerade beschreibst oder war das dort eh schon klar weil die klimadiplomatie ja schon ganz lange 96 00:17:09,980 --> 00:17:16,040 Speaker 1: etabliert war nur in deutschland irgendwie das noch nicht so verankert war ich habe oft probiert das 97 00:17:16,140 --> 00:17:20,620 zu machen ich bin seit jahrens in münchner sicherheitskonferenz zum beispiel gegangen als 98 00:17:20,720 --> 00:17:26,400 greenpeace als world resources institute weil ich finde dass es so wichtig war dass sie das verstehen 99 00:17:26,600 --> 00:17:33,240 aber natürlich das war ich denke vielleicht experten können das so so verstehen es gibt 100 00:17:33,100 --> 00:17:36,060 Es gibt internationale Klimapolitik, sehr wichtig. 101 00:17:36,200 --> 00:17:41,940 Das sind alle die Verhandlungen, alles was mit Klima zu tun haben als Hauptthema. 102 00:17:42,180 --> 00:17:44,080 Und dann gibt es Klima-Außenpolitik. 103 00:17:44,700 --> 00:17:50,760 Klima-Außenpolitik und wir haben eine Strategie entwickelt, was durch das Kabinett gegangen 104 00:17:51,120 --> 00:17:57,880 ist, ist zu schauen, wie jede Ministerium und jedes Thema, jede Abteilung in Auswärtiges 105 00:17:57,900 --> 00:18:03,840 haben natürlich aber jedes Ministerium Klima integriert in ihre Arbeit. 106 00:18:05,090 --> 00:18:11,100 Und so, ob es Handel ist, wie sollen wir Handel nutzen für Klimaschutz? 107 00:18:11,310 --> 00:18:15,340 Wie sollen wir Wirtschaftsförderung nützen für Klimaschutz? 108 00:18:15,630 --> 00:18:21,420 Wie können wir unsere Partnerschaften im Energiebereich oder im Wald nutzen für Klimaschutz? 109 00:18:21,420 --> 00:18:25,180 Wie müssen wir unsere humanitäre Hilfe-Strategie ändern, 110 00:18:25,800 --> 00:18:32,880 sodass wir die Auswirkungen verstehen und die verschiedenen Szenarien verstehen, weil Klimawandel passiert. 111 00:18:33,660 --> 00:18:39,560 Und das war für mich, ich fand das faszinierend und es war irgendwie viel, was ich vorher gelesen habe, 112 00:18:39,620 --> 00:18:54,540 dann wirklich mit den Kolleginnen und Kollegen zu diskutieren und dann umzusetzen und in eine Strategie eigentlich zusammenzumachen als Team Deutschland, 113 00:18:55,000 --> 00:18:59,800 weil das ist immer eine Überraschung, wie unabhängig die verschiedenen Ministerien manchmal sind. 114 00:19:00,760 --> 00:19:09,140 Und dann gemeinsame Ziele für alle diese Felder für Klima-Außenpolitik zu schaffen 115 00:19:09,380 --> 00:19:12,120 und dann auch Indikatoren zu jeder Ressortwüste, 116 00:19:12,220 --> 00:19:20,460 okay, was ist mein Beitrag als Wirtschaft und Klimaschutz oder auf Finanzministerium oder aus Gesundheitsministerium? 117 00:19:20,600 --> 00:19:29,460 ist das weil so ist es breiter glaube ich in meine in meine verstandes verständnis da als 118 00:19:30,200 --> 00:19:36,820 international klimapolitik was auch total wichtig ist die verhandlungen sind hoch wichtig aber ich 119 00:19:36,820 --> 00:19:42,040 glaube um dieses problem zu schaffen und in dieser geopolitisches moment dass es war genau 120 00:19:42,170 --> 00:19:49,580 eine richtige entscheidung ich bin immer noch fest überzeugt von von ministerin baerbock damals dass 121 00:19:49,600 --> 00:19:52,220 dass es in ein Außenministerium gehört. 122 00:19:53,040 --> 00:19:57,420 Weil die geopolitische Auswirkungen von all diesen Themen, 123 00:19:57,700 --> 00:20:00,080 ob es, wir haben kurz über Energie besprochen, 124 00:20:00,800 --> 00:20:04,240 über die Auswirkungen, über Dinge wie Geoengineering, 125 00:20:04,450 --> 00:20:05,600 sie sind bombastisch. 126 00:20:06,060 --> 00:20:09,200 Und man muss Klima auf dieser Ebene haben. 127 00:20:09,980 --> 00:20:13,360 Und dass ein Außenminister oder Außenministerin, 128 00:20:13,940 --> 00:20:19,540 optimal Stadtchef, das thematisiert in China, in USA, 129 00:20:19,560 --> 00:20:26,380 Speaker 1: in Brasilien finde ich total wichtig. Ja, das ist ja dieses Phänomen auch der globalen Gemeingüter, 130 00:20:27,000 --> 00:20:31,020 Speaker 1: die halten sich nicht an nationale Grenzen. Du kannst es nicht in den Griff bekommen mit einer 131 00:20:31,080 --> 00:20:36,360 Speaker 1: rein nationalen Strategie, sondern deswegen gibt es auch die nationalen Entwicklungspläne oder 132 00:20:37,260 --> 00:20:42,140 Speaker 1: Dekarbonisierungspläne, die dann in der Summe zu einem globalen Klimaschutzabkommen zusammen 133 00:20:42,480 --> 00:20:48,540 Speaker 1: gedacht werden und die einzelnen Staaten ja auch anteilig sich verpflichten zu bestimmten CO2-Zielen 134 00:20:48,560 --> 00:20:54,240 Speaker 1: und wie sie sie einhalten. Das ist ja dieses Aushandeln und sich dann auch darauf verlassen, 135 00:20:54,420 --> 00:21:00,080 Speaker 1: dass die anderen mitmachen. Das Diplomatische, das Völkerrechtliche, also es braucht ja auch 136 00:21:00,140 --> 00:21:05,740 Speaker 1: eine Argumentation, dass man solche tatsächlichen Abkommen schließt und Verträge schließt, 137 00:21:06,520 --> 00:21:12,600 Speaker 1: die mit Sicherheit ja auch Sicherheitsfragen involvieren müssen und sonst eben wirtschaftliche 138 00:21:12,780 --> 00:21:17,820 Speaker 1: Co-Benefits. Sonst würden wir ja gar nicht so einen großen Aufwand betreiben. Das heißt, 139 00:21:17,860 --> 00:21:23,540 Speaker 1: Im Grunde genommen ist es ja immer wieder die Frage, wie kann das sein, dass das jetzt wieder so wegrutscht? 140 00:21:23,830 --> 00:21:33,420 Speaker 1: Also wie kann das sein, dass diese Rückverbindung oder wie nimmst du das wahr, wenn wir jetzt die nationale Sicherheitsstrategie angucken, die jetzt ja auch mit einem Gremium besetzt wird? 141 00:21:34,120 --> 00:21:37,720 Speaker 1: Ich glaube 2023 die Strategie, da habt ihr wahrscheinlich mit reingewirkt. 142 00:21:37,750 --> 00:21:42,060 Speaker 1: Die hatte ja Nachhaltigkeit, Resilienz und Wehrhaftigkeit als drei Säulen. 143 00:21:43,140 --> 00:21:56,320 Speaker 1: Und jetzt fehlt jede Person, also eine einzige Person bräuchten wir mindestens, die dann mit der Klimaperspektive jetzt im Nationalen Sicherheitsrat auch darauf achten kann, dass das nicht diese Querbezüge, die du gerade stark gemacht hast, einfach wieder versacken. 144 00:21:56,340 --> 00:21:59,600 Speaker 1: Weil wir brauchen ja immer Menschen, die sie sehen können und kommunizieren können. 145 00:22:00,040 --> 00:22:03,360 Speaker 1: Wie guckst du da drauf? Also wie, da wurde doch viel erreicht. 146 00:22:03,800 --> 00:22:09,080 Speaker 1: Oder passiert da hinter den Kulissen mehr, als wir das in der öffentlichen Wahrnehmung gerade wahrnehmen? 147 00:22:09,360 --> 00:22:25,400 Also ich bin auch natürlich total besorgt, weil ich sehe, dass Klima irgendwie kein mehr, Klimaschutz, also die Auswirkungen, die Umsetzung, die Energiewende ist irgendwie in einer ganz negative oder fast wenig berichtet. 148 00:22:25,560 --> 00:22:41,540 Und in einem Moment, wo wir eigentlich die Auswirkungen mehr erleben als je. Die Kosten in Europa sind enorm und weltweit. Und ich finde, das ist auch Teil einer, es sind ein paar Faktoren. 149 00:22:42,040 --> 00:23:02,980 Es ist auch, dass leider sehe ich, dass es nicht so eine Priorität ist für diese Regierung wie die letzte. Und ich glaube, sie haben eine Chance zu zeigen, dass es doch eine Priorität ist durch diesen Nationalen Sicherheitsrat, wo sie optimal, der Umweltminister, auch dabei haben würden. 150 00:23:03,220 --> 00:23:17,420 Aber ich vermute, dass der Außenminister Klima thematisiert in der Nationale Sicherheitsrat. Klima ist immer noch ein Thema in Ausführungsamt. Es gibt immer noch Referate, die das umsetzen. 151 00:23:18,440 --> 00:23:41,200 Das Thema Sicherheit gibt es ein ganzes Referat, die Projekte vorantreibt, mit Initiativen mit Inselstaaten macht in Afrika und so weiter. Es gibt ein Energiereferat mit den Themen von Energiesicherheit. Was brauchen wir für neue Partnerschaften? Was bedeutet das für die Geopolitik und Partnerschaften? 152 00:23:42,160 --> 00:24:04,960 Also optimal würde beide das ansprechen, aber ich habe eine Erwartung und wenn ich Minister Wadelfühl zuhöre, er war in New York bei Climate Week, er versteht, wie wichtig das Thema ist und dass er das reinbringt. Aber natürlich hat er viele andere Themen und deswegen finde ich wichtig, dass der Umweltminister auch dabei ist. 153 00:24:05,900 --> 00:24:25,920 Speaker 1: Das war ja schon ein Zeichen. Also dein Job hätte ja verlängert werden können, wenn man das Signal setzen wollte. Dann ist es aus dem Wirtschaftsministerium wieder zurück ins Umweltministerium ja auch gezogen worden, die Klimafrage. Vorher hatten wir ja auch ein Wirtschafts- und Klimaministerium und da auch klar zu machen, die Energiewende sollte beides versuchen zusammenzudenken. 154 00:24:26,120 --> 00:24:31,500 Speaker 1: also die effekte auf die dekarbonisierung und die klimaveränderung wie auch die wirtschaftlichkeit 155 00:24:31,760 --> 00:24:41,120 Speaker 1: dahinter dieses neue verpacken hat ja immer diese signalwirkung hättest du also und es braucht ja 156 00:24:41,260 --> 00:24:44,960 Speaker 1: wirklich einfach menschen die dann sich da hinstellen und immer wieder aus dieser perspektive 157 00:24:45,060 --> 00:24:51,279 Speaker 1: sich stark machen hättest du den job gerne weiter gemacht hättest du das gefühl das wäre wichtig 158 00:24:51,320 --> 00:24:56,180 Speaker 1: gewesen ist das wirklich nur durch das umziehen gestanden oder ist das ein signal tatsächlich 159 00:24:56,900 --> 00:25:04,720 Speaker 1: dass dieses verständnis abgerutscht ist ich finde nummer eins dass diese integrations ansatz dieses 160 00:25:04,920 --> 00:25:11,660 mainstreaming in den anderen ministerium genau richtig war und ist es passiert auch in andere 161 00:25:11,860 --> 00:25:18,080 länder man sieht das in großbritannien zum beispiel dass es in außenministerium und in 162 00:25:17,880 --> 00:25:23,060 ein net zero ministerium ist und in der umweltministerium ist die internationale 163 00:25:23,080 --> 00:25:33,800 klima außenpolitik ich finde dass es schade war dass diese stelle nicht mehr gibt wir haben viel 164 00:25:33,880 --> 00:25:41,320 glück dass stadt staatssekretär jochen flasbach weiter macht und ist jetzt in der umweltministerium 165 00:25:42,080 --> 00:25:56,340 Er ist Profi, wir haben sehr eng zusammengearbeitet in der letzten Regierung und er war vorher in der Umweltministerium. So als Person, die das vorantreiben kann, habe ich voll Confidence. 166 00:25:57,200 --> 00:26:14,000 Aber ich finde, es ist schon ein Zeichen an andere Länder, dass es nicht mehr eine Person gibt auf dieser Staatssekretär- und Sonderbeauftragte-Ebene, die nur das macht. Also ich hatte über 50 Missionen in verschiedenen Ländern gemacht. 167 00:26:14,200 --> 00:26:39,680 Also um dieses Vertrauen aufzubauen, ist es so wichtig, dass man reisen kann, dass man nur das macht, auch innerhalb der Regierung, dass man Leute zusammenbringt. Dafür braucht man Zeit. Und ich glaube, die Regierung muss noch mehr machen, um das Verständnis von anderen Ländern da aufzubauen, dass es immer noch eine große Priorität für Deutschland ist. 168 00:26:39,860 --> 00:27:00,000 Und das kommt mit, wie sie die Energiewende vorantreiben und die Klimaneutralitätsziel von 2045. Es kommt darauf an, wie sie mit Klimafinanzierung vorangehen an eine COP, sodass sie wirklich von den Maßnahmen, was sie tun, werden sie dann beurteilt. 169 00:27:00,580 --> 00:27:15,420 Und ich finde, da gibt es noch eine Chance da. Aber natürlich, wir sehen durch diese Entscheidung, müssen wir das, glaube ich, so lesen, dass es nicht so eine Priorität war für diese Regierung als für die letzte. 170 00:27:16,220 --> 00:27:34,540 Und für mich, also ich schaue immer, wo kann ich den größten Unterschied machen. Bevor ich Frau Baerbock zugesagt habe, habe ich einen Koalitionsvertrag fünf oder zehnmal gelesen, zu sehen, kann ich Deutschland jetzt vertreten. 171 00:27:35,680 --> 00:27:50,320 Es war eine unglaubliche Zeit. Ich finde, jetzt ist es Zeit, mit dieser Regierung für jemand anderes, für einen Herr Flassback, das zu machen. Und ich bin sehr, sehr dankbar. Das war ein großes Privileg, dass ich das machen könnte. 172 00:27:51,540 --> 00:28:08,780 Speaker 1: Ja, weil das ist ja interessant. Du hast ja quasi die Rolle gewechselt von dem Watchdogging. Also das ist ja typischerweise die Rolle der NGOs im Bereich Umweltthemen. Die Expertise ist da ja meist total tief. Das ist ja auch fies, wie das in der Debatte oft dargestellt wird. 173 00:28:08,880 --> 00:28:31,240 Speaker 1: Als würde die Expertise dann nur aus irgendwelchen Auftragsstudien kommen, die die Regierung rausgibt oder aus den Unis. Und irgendwie die Zivilgesellschaft wäre so ein bisschen die normativ sagen, ihr müsst aber. Dabei ist ja wirklich, wenn man sich 20 Jahre, 25, 30 Jahre mit dem Thema beschäftigt, ist die Expertise ja mindestens so tief wie in so einigen der Universitäten. 174 00:28:32,180 --> 00:28:49,120 Speaker 1: Und dann aber zu merken, ah okay, ich habe natürlich andere Strategien gehabt. Also Thema, ich darf normativ argumentieren, ich darf Druck aufbauen und dann das Diplomatische. Wie würdest du den Unterschied beschreiben zwischen diesen beiden Formen Verhandlungen zu führen? 175 00:28:49,200 --> 00:28:54,080 Speaker 1: weil im endeffekt möchte man ja trotzdem das kooperiert wird für eine sache von der dann ja 176 00:28:54,160 --> 00:28:59,120 Speaker 1: auch alle profitieren das ist ja das interessante bei den gemeingütern und trotzdem muss man aus 177 00:28:59,220 --> 00:29:03,580 Speaker 1: diesem gefühl von nullsummen spiel und du willst mir was mehr wenig nehmen als ich dir geben kann 178 00:29:04,120 --> 00:29:09,220 Speaker 1: diese übersetzungsleistung was ist leichter oder wie würdest du den unterschied beschreiben wenn 179 00:29:09,320 --> 00:29:16,020 Speaker 1: man versucht zu sagen wir sehen danach geht es wirklich allen besser leute wie kommen wir dahin 180 00:29:15,960 --> 00:29:29,660 Ich bin die Meinung, dass wir alles brauchen und dass NGOs in der Zivilgesellschaft wirklich eine Menge von Fähigkeiten haben, was oft nicht in den Medien berichtet worden ist. 181 00:29:30,300 --> 00:29:49,320 Also zum Beispiel vor Paris habe ich bei World Resources Institute gearbeitet. Wir haben mit Experten weltweit einen Entwurf für einen Vertrag geschrieben. Wir haben Convenings weltweit mit Entscheidungsträger, Regierungen, Business, Gewerkschaften und so weiter überall gemacht. 182 00:29:49,940 --> 00:30:17,840 Und wir haben sehr pragmatisch, es war ambitioniert, aber irgendwie Ideen basiert auf Wissen von Unis und Thinktanks und NGOs zusammengebracht und damit den Prozess beeinflusst. Auch diplomatisch kann man sagen, durch Gespräche. Aber man braucht auch, wie du sagst, natürlich der öffentliche Druck und das ist ein großer Teil der Arbeit. Aber auch, dass Leute mitkommen. 183 00:30:18,640 --> 00:30:26,240 Ich habe das so erlebt, dass alle diese Fähigkeiten, was ich in der Zivilgesellschaft gelernt habe, habe ich in der Regierung benutzt. 184 00:30:27,260 --> 00:30:37,260 Weil letztendlich, wenn man eine Aktivistin ist, es geht um ein Ziel zu haben und dann alle Hebeln, was man hat, zu nutzen, um dieses Ziel zu erreichen. 185 00:30:37,920 --> 00:30:41,580 Die Hebeln sind aber in einer Regierung ein bisschen anders, natürlich. 186 00:30:42,380 --> 00:31:02,460 Und ich finde, der größte Unterschied ist letztendlich, muss man in einer Regierung eine Entscheidung treffen, das für deine Bevölkerung, für dein Land passt. Das ist eigentlich nicht nur, was man will, aber man muss Kompromisse schaffen. 187 00:31:03,780 --> 00:31:18,560 Und die Verantwortung ist viel höher. Ich habe diese Verantwortung wirklich wahrgenommen, weil ich habe gedacht, ich bin da, also wir sind gewählt worden, also ich bin parteilos, aber diese Regierung ist gewählt worden und ich muss dann das Beste machen. 188 00:31:18,780 --> 00:31:34,120 Und ich habe mich mit allen getroffen, mit Unternehmen, mit Jugendlichen, mit NGOs, mit Bürgermeistern und so weiter. Und dann habe ich mit anderen in der Regierung natürlich Positionen und Entscheidungen getroffen. Das ist der Hauptunterschied. 189 00:31:34,160 --> 00:32:03,360 Aber wir brauchen alles. Wir brauchen diesen öffentlichen Druck. Aber ich will auch sagen, dass die Zivilgesellschaft nicht nur öffentlichen Druck ist. Das ist auch Lösungen vorschlagen. Das ist auch Leute zusammenbringen. Und wir müssen mehr und mehr davon machen, dass Leute, wie schaffen wir leistbare Energie. Das ist eine Rolle, wo die Zivilgesellschaft total aktiv ist. Und auch, dass wir mit anderen Bewegungen zusammenarbeiten. 190 00:32:04,160 --> 00:32:05,960 Aber letztendlich muss man eine Entscheidung treffen. 191 00:32:07,120 --> 00:32:10,400 Und man muss hinter einem Deutschland-Schild sitzen und wissen, 192 00:32:10,680 --> 00:32:13,280 okay, ich habe das ganze Regierung hinter mir, 193 00:32:13,760 --> 00:32:17,060 wenn ich für Deutschland wie China oder Saudi-Arabien spreche. 194 00:32:17,720 --> 00:32:20,300 Und das ist eine ganz andere Verantwortung. 195 00:32:22,700 --> 00:32:25,380 Speaker 1: Vielleicht gehen wir da einmal hin, weil ja viele das Gefühl haben, 196 00:32:25,400 --> 00:32:28,600 Speaker 1: auch die internationale Klimapolitik, jetzt wo Donald Trump sich auch noch 197 00:32:29,080 --> 00:32:31,660 Speaker 1: wirklich in die Vereinten Nationen gesetzt hat, 198 00:32:31,880 --> 00:32:36,640 Speaker 1: jetzt bei der generalversammlung um zu sagen sag mal das mit dem klimawandel ist ja der letzte hoax 199 00:32:37,400 --> 00:32:41,560 Speaker 1: und das mit dem migrationsgedanken dass man das friedlich organisieren könnte und so was lasst 200 00:32:41,560 --> 00:32:46,000 Speaker 1: doch mal macht man die grenzen zu lasst euch nicht so in haft nehmen das ist ja im grunde 201 00:32:46,070 --> 00:32:50,940 Speaker 1: genommen ziemliche frontalattacke gegen genau diese institutionen die ja angetreten ist die 202 00:32:51,180 --> 00:32:58,500 Speaker 1: vereinten nationen nach zwei weltkriegen zu sagen wir können besser kooperieren wenn wir uns austauschen 203 00:32:58,520 --> 00:33:03,740 Speaker 1: und diplomatisch dinge lösen vielleicht durch handel durch kooperationsabkommen und ziel dessen 204 00:33:03,820 --> 00:33:10,200 Speaker 1: ist ja genau auch friedenssichernd miteinander zu wirken und jetzt zu sagen ja gut das könnte 205 00:33:10,320 --> 00:33:16,820 Speaker 1: einfach alles mal lassen wieder ihr trottel so klang das ja ein bisschen durch was hat das dahinter 206 00:33:17,120 --> 00:33:21,640 Speaker 1: lassen und auf wen schaust du jetzt wenn du jetzt kannst sagt china mit denen hat es viel zu tun da 207 00:33:21,700 --> 00:33:25,820 Speaker 1: schauen ja glaube ich gerade alle hin in dem klimabereich bis auf in deutschland da denkt 208 00:33:25,820 --> 00:33:31,840 Speaker 1: man immer noch die chinesen machen ja nichts also hängen wir auch hinter dem her was tatsächlich 209 00:33:32,080 --> 00:33:39,140 Speaker 1: stattfindet wie würdest du das gerade einschätzen natürlich ist es alarmierend und und sehr schlimm 210 00:33:39,340 --> 00:33:49,900 was präsident trump macht und wie er eigentlich die interesse von den fossilen unternehmen nicht 211 00:33:49,940 --> 00:33:59,160 nur für dritt, aber er nutzt alle Hebeln, ob es durch Zülle oder andere Maßnahmen, dass 212 00:33:59,360 --> 00:34:07,780 das fossil vorangeht weltweit, in den USA, aber weltweit und nicht erneuerbar. Also das ist eine 213 00:34:07,820 --> 00:34:14,820 sehr klare, ist eine neue Situation. Letztes Mal würde ich sagen, er war nicht, die USA war nicht 214 00:34:14,740 --> 00:34:19,639 mehr in paris in der prise abkommen aber sie waren nicht so aktiv dieses mal ist es anders 215 00:34:20,639 --> 00:34:28,540 und er seine administration versucht alles um eine so dass man weniger macht also das waren mehr 216 00:34:28,679 --> 00:34:32,419 Speaker 1: fossil weniger erneuerbaren ganz platz das musste glaube ich noch mal wirklich auf den punkt bringen 217 00:34:32,500 --> 00:34:37,179 Speaker 1: ich habe den eindruck haben auch nicht alle mitgekriegt also aussteigen und die anderen machen 218 00:34:37,379 --> 00:34:41,720 Speaker 1: lassen wie sie wollen ist ja das eine sagt mich interessiert es nicht mehr aber was er tut ist 219 00:34:42,000 --> 00:34:46,780 Speaker 1: dass Bedingungen, wie auch bei der Europäischen Union, an die Zölle, die abgemacht sind, zu knüpfen, 220 00:34:46,860 --> 00:34:51,460 Speaker 1: dass wir, ich glaube, 750 Milliarden Euro in drei Jahren ausgeben müssen, 221 00:34:51,700 --> 00:34:54,860 Speaker 1: um von ihm halt eben fossile Energieträger einzukaufen. 222 00:34:55,080 --> 00:34:58,840 Speaker 1: Also erstens sind das Volumina und Größenordnungen, die ungesehen sind, hatten wir noch nie. 223 00:34:58,900 --> 00:35:00,480 Speaker 1: Zweitens ist die Frage, wo soll das herkommen? 224 00:35:00,960 --> 00:35:03,380 Speaker 1: Und drittens ist das ja genau das, was du sagst. 225 00:35:03,540 --> 00:35:08,220 Speaker 1: Damit kann ich natürlich, da fehlt mir das Geld, um die erneuerbare Energiewende voranzutreiben. 226 00:35:08,940 --> 00:35:16,400 Speaker 1: Das heißt, das ist ja eine Erpressung, die so weit geht, dass ich sage, ich steige nicht nur aus dem Abkommen aus und mache mein Ding, sondern ich will, dass die anderen auch nicht vorwärts kommen. 227 00:35:16,980 --> 00:35:31,180 Genau. Und er will, dass amerikanische Unternehmen profitieren davon und nicht andere Unternehmen. Und er blockiert auch aktiv große Erneuerbarprojekte. 228 00:35:31,850 --> 00:35:33,160 Die dänische Windgeschichte. 229 00:35:33,160 --> 00:35:37,120 Genau. Das ist eine neue Situation. 230 00:35:38,280 --> 00:36:07,460 Meine Wahrnehmung jetzt ist, dass auf Staatschefebene es gibt ein Verständnis, also es gibt ein bisschen, seine Rede bei UNO hat ihm nicht so geholfen, weil es war so klar, dass er alles macht dagegen, dass er eigentlich total unwissenschaftlich redet und geht gegen die Interesse von so vielen Millionen, 231 00:36:07,540 --> 00:36:14,460 milliarden menschen weltweit und das bringt ein bisschen zusammenheit glaube ich auf politische 232 00:36:14,610 --> 00:36:22,200 ebene es gab in new york bei new york climate week vor zwei wochen ein gipfel wo der generalsekretär 233 00:36:22,400 --> 00:36:29,080 die länder zusammengerufen hat um ihre nationale pläne und ziele zu erklären und da hat man das 234 00:36:29,260 --> 00:36:36,780 gehört also man man hat nur ein paar hat direkt auf auf president trump reagiert aber es war 235 00:36:36,640 --> 00:36:43,600 irgendwie wir gehen weiter wir setzen das um das ist wirtschaftlich richtig und profitabel für uns 236 00:36:43,960 --> 00:36:50,900 wir wollen in afrika es gab eine afrikanische klimagipfel auch afrika als lösungskontinent 237 00:36:51,760 --> 00:37:00,680 darstellen für investitionen und wir bleiben zusammen gleichzeitig glaube ich muss diese wörter 238 00:37:00,700 --> 00:37:07,800 in taten jetzt passieren und ich finde dass besonders die europäische union hat jetzt eine 239 00:37:08,760 --> 00:37:18,800 chance wo klima und geopolitik zusammenkommen durch neue partnerschaften mit ländern weltweit kann kann 240 00:37:18,960 --> 00:37:27,040 und muss würde ich sagen die eu tiefere zusammenarbeit haben zum beispiel wir brauchen in europa mehr 241 00:37:28,140 --> 00:37:34,300 kritische rohstoffe wie wäre es wenn es partnerschaften gibt mit ländern die diese 242 00:37:34,440 --> 00:37:41,520 rohstoffe haben in afrika in südamerika wo das land profitiert auch es gibt lokale wertschöpfung 243 00:37:41,700 --> 00:37:49,180 und jobs in diesem land und europa dann bekommt die kritischen rohstoffe im moment ist es immer 244 00:37:49,720 --> 00:37:56,820 eine sagt man so extra extra extra wirst wir holen uns das was wir brauchen der rest interessiert 245 00:37:56,840 --> 00:38:08,400 Genau. Aber jetzt, die EU, glaube ich, muss realisieren, sie arbeiten jetzt mit Bricsland, wo sie viel Selbstbewusstsein haben und wirklich globale große Player, ich komme gleich zu China, sind. 246 00:38:09,220 --> 00:38:14,540 und deswegen jetzt aktiv machen sie auch ein bisschen mit handel mit indien mit indonesien 247 00:38:14,820 --> 00:38:22,520 mit mercosur zusammenkommen für wirtschaftliche zusammenarbeit aber auch dieser klimaziel zusammen 248 00:38:22,920 --> 00:38:31,040 mit erneuerbar rohstoffe stabilität sicherheit zusammen denken bringen in konkrete sagen wir 249 00:38:31,140 --> 00:38:37,720 Speaker 1: deals da gab es ja neulich schon bixen also brasilien russland indien china südafrika dafür 250 00:38:37,640 --> 00:38:41,480 Speaker 1: steht ja BRICS und wenn Russland jetzt sagt wir gehen auch Petro war ja so ein bisschen die 251 00:38:41,600 --> 00:38:46,960 Speaker 1: Fantasie kann man die BICS als wirkliche einflussreiche Kräfte doch in diesen anderen 252 00:38:47,340 --> 00:38:53,900 Kurs mit reinnehmen. Ja absolut es gibt auch Basic das ist Brasilien, Südafrika, Indien und China 253 00:38:54,680 --> 00:39:01,840 das ist in der Klimaverhandlung eine aktive Gruppe und das sind genau die Länder die die wollen auch 254 00:39:02,100 --> 00:39:08,400 sich weil es geht um energiesicherheit und china also leute müssen verstehen was china geschafft 255 00:39:08,640 --> 00:39:20,280 hat in erneuerbarer energie und elektrik und autos ist bombastisch also sie jetzt in china 51 prozent 256 00:39:20,440 --> 00:39:28,660 von der nationale markt ist autos oder new energy vehicles das ist aber sauber sagen wir so obwohl 257 00:39:28,680 --> 00:39:32,300 sie müssen mehr und mehr von erneuerbarer Energie ihre Strom bekommen und nicht von Kohle. 258 00:39:32,370 --> 00:39:33,760 Speaker 1: Ja, das wäre der nächste Move. 259 00:39:34,210 --> 00:39:44,000 Genau. China kontrolliert oder exportiert also über 90 Prozent von den ganzen kritischen Rohstoffen für erneuerbar, 260 00:39:44,010 --> 00:39:49,080 was man braucht für erneuerbare Energie. Der Solarmarkt ist komplett dominiert von China. 261 00:39:49,230 --> 00:39:57,480 Und sie haben, glaube ich, gesehen vor zehn Jahren im Autobereich, wir werden nie wettbewerbsfähig in der Vibrenomotor 262 00:39:57,600 --> 00:40:23,180 Und deswegen fangen wir an, mit E-Autos das zu entwickeln. Und jetzt, das ist kein Billigschrott. Also das ist Hochtechnik. Es ist ein ganz anderer Moment, glaube ich, für die EU, für Deutschland zu verstehen. Sie haben eine richtige Konkurrenz jetzt in dieser Hightech-Sachen. Und für China, das ist ihr Wachstumsplan. 263 00:40:23,760 --> 00:40:29,940 Speaker 1: 10 Prozent des BIP sind jetzt irgendwie in den Green Tax und 30 Prozent des Zuwachses, in den verrückten Zahlen. 264 00:40:30,200 --> 00:40:41,180 Genau. Und das wirklich zu verstehen und dann zu gucken, wie kann die EU mit China besser zusammenarbeiten. 265 00:40:41,300 --> 00:40:59,440 Mit unserer Sicherheit natürlich klar im Auge, ob es Cyber Security ist oder ob es, wir sollen wissen, was für grüne Produkte wollen wir produzieren, was sind die Bedingungen für Europa, da zusammenzuarbeiten. 266 00:40:59,620 --> 00:41:16,060 Aber wir können nicht weg davon. Sie sind so dominant im Moment. Aber dann gleichzeitig zu schauen, diese anderen Länder wie Brasilien, wie Sudafrika, wie Indien, sie wollen auch mehr Unabhängigkeit von China bekommen, wie wir mit denen zusammenarbeiten können. 267 00:41:16,740 --> 00:41:28,360 Also es gab, grüner Wasserstoff ist jetzt nicht so der Hype im Moment, aber da gibt es viele Möglichkeiten, wo ein Land auch wie Kenia 100 Prozent erneuerbar hat. 268 00:41:29,780 --> 00:41:44,300 Und oder Marokko ist noch ein besseres Beispiel, wo sie eine Zusammenarbeit mit Europa schaffen können für grüner Wasserstoff, statt mehr Gas, LNG zu importieren. 269 00:41:45,000 --> 00:42:10,800 So mein Punkt ist, China macht viel. China hat leider in der UN-Gipfel ein Nationalziel, was nicht Anspruch genug ist, was sie machen können. Das ist eine typische Art und Weise wie China, sie under promise over deliver. Und man muss natürlich deswegen dran bleiben. 270 00:42:11,260 --> 00:42:16,620 Speaker 1: ist das taktik zu sagen wir sagen euch gar nicht was wir erreichen könnten und sind dann doch besser 271 00:42:16,860 --> 00:42:21,180 Speaker 1: oder ist das eher so eine stolzfrage oder wir wollen nicht dass ihr uns dann fest mageln dürft 272 00:42:21,260 --> 00:42:25,840 Speaker 1: was ja interessant andere sagen immer ziele und dann haben wir so einen europäischen effekt naja 273 00:42:26,160 --> 00:42:29,240 Speaker 1: also ziele muss man ja nicht aufrechterhalten wenn es irgendwie nicht realistisch ist und 274 00:42:29,300 --> 00:42:32,800 Speaker 1: denkst du bist na ja werden auch erst mal richtig konsequent versuchen können sie einzuhalten 275 00:42:33,020 --> 00:42:40,860 Speaker 1: bevor sie sagen sie sind unrealistisch ist ein ganz anderer ansatz ist es taktik ist das gesichtswahn 276 00:42:40,900 --> 00:42:46,960 Speaker 1: ist das wir lassen uns nicht festnageln würde das einschätzen ich glaube es ist teilweise ist 277 00:42:47,040 --> 00:42:54,380 sehr national gedacht das ist kultur und geschichte auch es ist wir entscheiden was unsere ziele sind 278 00:42:54,500 --> 00:43:01,540 nummer eins und wir würden lieber ein wir wollen unsere gesicht nicht verlieren wenn wir das nicht 279 00:43:01,600 --> 00:43:10,140 schaffen und wir würden lieber realistische ziele setzen die uns nicht irgendwie in eine ecke stecken 280 00:43:10,200 --> 00:43:29,480 wo wir Kritik bekommen können, wenn wir das nicht erreichen. Aber ich finde, hoffentlich, also ich glaube, es gibt eine Möglichkeit, dass über die nächsten Jahre, dass China, sie werden unbedingt diese Ziele über erreichen. 281 00:43:29,500 --> 00:43:45,980 Ja, also dass sie dann sagen, okay, wir werden das nach oben steuern. Aber es gibt Länder, die von der, wenn man denkt international, national und wie diese Beziehung ist zwischen diesen beiden Ebenen. 282 00:43:46,540 --> 00:44:01,200 Es gibt Europa, die eigentlich das International ist total wichtig und man nützt fast das, um eine nationale Debatte nicht zu beeinflussen, aber es gehört zusammen und man schätzt das. 283 00:44:01,840 --> 00:44:10,300 Es gibt, und Brasilien würde ich sagen, ist auch so ein Land, wo die multilateral, die international, diese Zusammenarbeit ist sehr wichtig. 284 00:44:10,360 --> 00:44:24,560 Es gibt andere Länder wie China und USA, die so hochnationalistisch sind, dass sie nicht wollen, dass ein international oder irgendjemand anders kommt und sagt, was sie machen sollen. 285 00:44:25,160 --> 00:44:42,740 Und das ist eine tiefe Kultursache, glaube ich, auch in dieser Länder. Und deswegen kommen sie oft mit Zielen, wo sie nicht auf Druck von außen reagieren, aber die so realistisch sind oder nicht so emotioniert sind. 286 00:44:44,160 --> 00:44:58,380 Speaker 1: Ja, und hat vielleicht auch mit Größe zu tun und mit einer Möglichkeit, also wenn wir nochmal über Klima hinausdenken, Thema Rohstoffe und Ressourcen, was Donald Trump ja auch relativ unschamlos deklariert ist. 287 00:44:58,900 --> 00:45:14,160 Speaker 1: Na, ihr müsst ja verstehen, wir brauchen das, was bei euch unterm Boden liegt. Entweder ihr verkauft uns Grönland oder eben bei Kanada war es ja auch irgendwie die Bäume, das Holz, das Wasser oder wir nehmen es uns halt. Also das ist ja nochmal der Punkt, den du auch gemacht hast. 288 00:45:14,220 --> 00:45:19,520 Speaker 1: geopolitik hat ja immer was mit territorien zu tun und dem was in oder auf den territorien 289 00:45:19,680 --> 00:45:24,280 Speaker 1: stattfindet was dann wirtschaftlich und damit eben für die versorgungssicherheit von einer 290 00:45:24,420 --> 00:45:29,840 Speaker 1: bevölkerung in wert gesetzt werden kann und deshalb ist ja diese dieser umkehrschluss wir 291 00:45:29,960 --> 00:45:35,220 Speaker 1: lassen das jetzt mal wieder mit dem ressourcenschutz thema biodiversität strategien oder andere dinge 292 00:45:35,230 --> 00:45:39,080 Speaker 1: die im green deal vielleicht ja auch einfach in komplett falschen namen bekommen haben also 293 00:45:39,060 --> 00:45:44,620 Speaker 1: sind eingestiegen mit dem das ist der moonshot das ist muss ich gerade dran denken wir wollen 294 00:45:44,620 --> 00:45:51,240 Speaker 1: im internationalen raum jetzt so eine vorreiterrolle hatte die eu ja auch wirklich viel auch zeigen dass 295 00:45:51,360 --> 00:45:55,560 Speaker 1: wir die annehmen und die zielsetzung war ja unser wachstumsmodell der wirtschaftsmodell wird 296 00:45:55,700 --> 00:46:02,340 Speaker 1: dekarbonisierung und zirkularität beinhalten es sind ja aber auch beides sicherheitsgedanken 297 00:46:02,460 --> 00:46:07,320 Speaker 1: absolut weil wir tatsächlich diese schnellste erwärmung haben und die konsequenzen und natürlich 298 00:46:07,340 --> 00:46:12,360 Speaker 1: kontinent sind wo nicht viele ressourcen darunter liegen im verhältnis zu der anzahl der menschen 299 00:46:12,420 --> 00:46:18,580 Speaker 1: also ja sehr dicht bevölkert wenn man es mal vorsichtig formulieren will ist das der moment 300 00:46:18,880 --> 00:46:24,640 Speaker 1: wo man noch mal also es ja versucht worden mit dem competitiveness ansatz also wettbewerbsfähigkeits 301 00:46:24,800 --> 00:46:30,620 Speaker 1: ansatz für mario draghi diese risk reports gehen ja in die richtung und sagen lass uns die risiken 302 00:46:30,760 --> 00:46:36,320 Speaker 1: minimieren wie könnten wir das jetzt hinbekommen dass dieses diese zusammenhänge verstanden werden 303 00:46:36,340 --> 00:46:45,460 Speaker 1: Weil das Einzige, was wir momentan hören, ist, alles Grüne weg, das können wir uns jetzt nicht leisten. War das das schlimme Vergehen, das Grün zu nennen? Kommen wir da jemals wieder raus? 304 00:46:46,260 --> 00:47:04,200 Wir müssen daraus kommen. Ich glaube, es gibt einen Versuch. Ich glaube, man muss, also der Draghi-Bericht und Wettbewerbsfähigkeit, ich glaube, ist ein Versuch. Also man muss aber aufpassen, dass die Grundlage der Wissenschaft, der Klimawissenschaft bleibt. 305 00:47:05,700 --> 00:47:22,660 Es ist jetzt so weit, dass wirtschaftlich, wie wir besprochen haben, durch Energiesicherheit und wirtschaftliche Chancen von der Energiewende und so weiter, dass man das Klimathema, einige würden sagen, überhaupt nicht erwähnen soll. Ich bin nicht dieser Meinung. 306 00:47:24,180 --> 00:47:41,320 Aber ich finde, mit dem Thema zu integrieren, wo ein anderes Thema, Thema Nummer eins ist, ob es Wettbewerbsfähigkeit ist oder Energiesicherheit, aber mit dem Klimathema eng verbunden. 307 00:47:42,780 --> 00:47:56,120 Ich war in so vieler Debatte in München bei der Sicherheitskonferenz, wo sie über Energiesicherheit reden, aber sie reden nur über fossilen Energien. Und sie reden nicht, dass es ein Klimaproblem gibt. Und man muss aufpassen. 308 00:47:56,800 --> 00:48:19,960 Aber ich finde zum Beispiel, irgendwie wir sehen, dass erneuerbare Energie so billig geworden ist. Also es kann wirklich und hat geholfen, Energiepreisen runterzuschaffen, zu reduzieren in verschiedenen Ländern. Aber wir reden über erneuerbare Klimaschutz, nicht als Maßnahme für leistbare Energie. 309 00:48:21,880 --> 00:48:50,540 Und so ich würde das in der Tat, also vielleicht Green Deal, das ist jetzt Wasser unter die Brücke oder wie man so sagt, aber ich finde mit verschiedenen Akteuren, nicht Klimaakteuren, traditionell Klima-Bubble-Akteuren zusammenarbeiten wie Wirtschaft, wie Sicherheit, wie Energiesicherheit, so mit Wissenschaftlern, mit Fakten, sodass sie diese Verbindung sehen. 310 00:48:50,680 --> 00:48:58,760 und dann sie selber verstehen. Das ist das ist das meisten wirksame Sache finde ich, wenn eine Person, 311 00:48:58,820 --> 00:49:05,500 die nichts mit Klima wirklich nicht so viel darüber nachgedacht hat, plötzlich versteht das. Also ich 312 00:49:05,640 --> 00:49:10,720 habe nur als kleine Anekdote vor viele, viele Jahren habe ich ein Meeting mit Governor Jeb Bush 313 00:49:10,880 --> 00:49:17,860 gehabt in Florida und als ein Wissenschaftler aus Florida erzählt hat, was da passieren wird in 314 00:49:17,700 --> 00:49:25,080 florida er hat sofort und innerhalb von zehn sekunden das verstanden es war nicht über 315 00:49:25,260 --> 00:49:30,980 klimamodellen es war über überschwemmung es war über alle diese probleme wahrscheinlich 316 00:49:31,400 --> 00:49:37,280 hausversicherung die kosten für menschen und er ist sofort in lösungsmodus gegangen zuerst 317 00:49:37,300 --> 00:49:42,500 vor anpassung und dann haben wir dann auch über fossilen gesprochen und wie wir auch 318 00:49:42,480 --> 00:49:49,180 emissionen reduzieren müssen aber solche leute die wirklich es gibt so viele intelligente leute 319 00:49:49,520 --> 00:49:58,820 irgendwie erreichen mit botschafter und wisst die sie vertrauen und sie hören das und lernen das und 320 00:49:58,900 --> 00:50:12,440 dann integrieren das in ihre arbeit und dann optimal darüber sprechen weil wir es gibt zum beispiel 321 00:50:12,560 --> 00:50:18,620 Vorteile geschafft, so viele Chancen für Unternehmen, für Bürgermeister und Bürgermeisterinnen. 322 00:50:18,810 --> 00:50:24,680 Und diese Beispiele und Geschichten sind nicht Teil unserer nationalen Debatte. 323 00:50:24,940 --> 00:50:34,400 So irgendwie eine nationale Debatte in Europa, die weg von, okay, das ist ein Klimathema, wir haben keine Zeit mehr dafür. 324 00:50:35,050 --> 00:50:40,440 Also das ist ein Jobsthema, das ist ein Wohlstandsthema, das ist ein Sicherheitsthema zu schaffen. 325 00:50:40,540 --> 00:50:51,020 Und ich finde das kein Betrug auf Klima. Ich finde das eine moderne, also wirklich aktuelle Wahrnehmung von dem Thema. 326 00:50:52,820 --> 00:51:14,880 Speaker 1: Ja, im Prinzip ist es ja auch ein gleichbleibendes Verständnis der Zusammenhänge. Das ist nur, wo steigst du ein? Weil im Prinzip war es ja der Zeitkeis zu dem 2019, 2020 und wann der Green Deal kam oder auch eben eine Ampelregierung, die Klimaschutz eben mit Wirtschaft integriert hat, mit Außenpolitik integriert hat, zu sagen, wir haben es kapiert. 327 00:51:15,560 --> 00:51:23,980 Speaker 1: Und spätestens seit die junge Bevölkerung auf den Straßen steht und sagt, hey, das ist unsere Zukunft, unsere Sicherheit, mit der ihr hier gerade hantiert. 328 00:51:24,210 --> 00:51:43,640 Speaker 1: Nicht nur die Freiheit, auch wie das Bundesverfassungsgericht dann ja geurteilt hat, zu sagen, die Freiheit für zukünftige Generationen, dann noch bestimmte Mobilitätsformen zu wählen oder bestimmte emissionsintensive Lebensweisen, ist im Verhältnis zu dem, was die aktuelle Generation macht, viel, viel kleiner ist ungerecht. 329 00:51:43,700 --> 00:51:57,960 Speaker 1: Ja. Also zum ersten Mal auch zu sagen, wir müssen umdrehen mit dem Gedanken, wie frühzeitig wir handeln müssen. Und gleichzeitig diese ganze Kalkulation, die Schaden und die Schäden werden viel größer werden, wenn wir weiter nicht handeln. Das war ja alles dort. 330 00:51:58,280 --> 00:52:15,520 Speaker 1: Und deshalb war für mich das Schöne eigentlich auch an der Bewegung, dass wir zum ersten Mal das Gefühl hatten, da gehen viele für etwas auf die Straße, was nicht nur ihr Partikularinteresse ist, natürlich auch als Generationenfrage, aber auch die älteren Menschen profitieren davon. 331 00:52:16,400 --> 00:52:21,700 Speaker 1: insbesondere profitieren dafür natürlich menschen in ländern wo nicht das geld da ist um sich anzupassen 332 00:52:21,700 --> 00:52:27,040 Speaker 1: an die veränderung oder natürlich in ländern thema sicherheitsfrage die nicht mehr da seien also in 333 00:52:27,040 --> 00:52:33,140 Speaker 1: die meeresspiegel steigen was ist das nationale sicherheitsthematik und das ist ja im grunde 334 00:52:33,250 --> 00:52:37,540 Speaker 1: genommen deshalb vielleicht so dieses menschheitsthema was du am anfang auch noch mal gesagt hast klar 335 00:52:37,640 --> 00:52:43,500 Speaker 1: zu machen das könnte uns zusammenbringen ja weil wir wissen durch die veränderung wird etwas erhalten 336 00:52:43,520 --> 00:52:49,520 Speaker 1: erhalten, von dem wir wissen, Risiken werden reduziert werden. Konflikte werden reduziert werden. 337 00:52:49,880 --> 00:52:53,740 Speaker 1: Also Fluchtursachen ist ja etwas, was du auch angesprochen hast. Wenn ganze Regionen nicht 338 00:52:53,740 --> 00:52:57,420 Speaker 1: mehr bewohnbar werden, dann können wir nicht sagen, es sind Wirtschaftsflüchtlinge, die kommen zu uns, 339 00:52:57,600 --> 00:53:02,160 Speaker 1: weil sie es hier besser haben wollen. Da ist keine Existenz mehr möglich. Das ist ja forced migration, 340 00:53:02,600 --> 00:53:07,900 Speaker 1: also erzwungene Migration. Die würden ja da bleiben, aber es gibt dort nichts mehr. Und wer hat dafür 341 00:53:07,920 --> 00:53:15,200 Speaker 1: die verantwortung getragen und diese zusammenhänge waren so da und deshalb ist ja die ausgangsthematik 342 00:53:15,260 --> 00:53:19,540 Speaker 1: wo wir waren aus meiner sicht zu irre wichtig dass wir wirklich verstehen dass diejenigen die das jetzt 343 00:53:20,180 --> 00:53:24,700 Speaker 1: kaputt schießen wollen auch das versprechen des 20 jahrhunderts kaputt schießen dass wir uns 344 00:53:24,840 --> 00:53:31,000 Speaker 1: gemeinsam bemühen lösungen und entwicklungsmodelle zu finden wo alle einen platz finden sollen und 345 00:53:31,060 --> 00:53:35,520 Speaker 1: das ist ja die geburtsstunde eigentlich sei es einer europäischen union als der vereinten nationen 346 00:53:35,280 --> 00:53:40,460 Speaker 1: zu sagen die anderen sind uns nicht total egal wir machen nicht einfach der recht recht des stärkeren 347 00:53:40,600 --> 00:53:46,160 Speaker 1: zieht durch sondern wir finden bessere lösungen wir sind doch klug und das ist ja das eigentlich 348 00:53:46,440 --> 00:53:52,000 Speaker 1: für mich so drin angelegte durch kooperationen durch erfinder geist durch die bereitwilligkeit 349 00:53:53,380 --> 00:53:58,500 Speaker 1: neue dinge in die welt zu bringen können wir im 21 jahrhundert eine ähnliche versorgungssicherheit 350 00:53:58,520 --> 00:54:07,540 Speaker 1: aufrechterhalten dass alle ihren platz finden was wünschst du dir wenn ich dich doch mal einfach so 351 00:54:08,780 --> 00:54:12,540 Speaker 1: fragen darf wenn du so überlegt was werden aus deiner sicht die wichtigsten machen wir 352 00:54:12,660 --> 00:54:20,280 Speaker 1: mehrfach über die narrative aber auch über die akteure die das am tisch braucht ich finde wie 353 00:54:20,340 --> 00:54:26,520 du beschreibst ich stimme komplett zu und ich finde es gibt das noch aber es ist nicht sichtbar 354 00:54:27,440 --> 00:54:38,080 und leute sind ein geschichten also und das ist auch taktik von von den bremser und auch 355 00:54:38,280 --> 00:54:47,700 müssen wir sagen es gibt so viele themen heutzutage es gibt so viele krisen es gibt und und deswegen 356 00:54:48,040 --> 00:54:55,260 ich will auch menschen kein schlechtes gewissen geben dass sie nicht mehr klima als top thema 357 00:54:55,260 --> 00:55:03,180 haben also und wir wissen von verschiedenen umfrage dass es gibt wirklich eine mehrheit von menschen 358 00:55:03,260 --> 00:55:10,160 weltweit die das verstehen und wollen und würden was tun sogar mehr bezahlen ja das ist erstaunlich 359 00:55:10,220 --> 00:55:18,160 Speaker 1: trotz der ganzen abschreibung oder negativen berichte aber wir wissen auch dass weil das 360 00:55:18,180 --> 00:55:25,360 narrativ jetzt so negativ ist über klima das ist also dass diese misinformation würde ich sagen 361 00:55:25,480 --> 00:55:30,620 disinformation kampagne funktioniert von verschiedenen ecken die sehr gut finanziert ist 362 00:55:31,620 --> 00:55:38,940 dann fühlen sich leute sehr alleine so was ich mir wünschen würde ist dass ich glaube wir haben 363 00:55:39,340 --> 00:55:46,420 champions überall für klimaschutz also ich habe so viele unglaubliche menschen weltweit getroffen 364 00:55:46,460 --> 00:55:57,360 die aktiv sind in ihr Leben in verschiedenen Arten und Weise. Und dass in verschiedenen Ländern ungewöhnliche Gruppen zusammenkommen. 365 00:55:58,759 --> 00:56:08,540 Und das muss auf Vertrauen gegründet sein. Das stimmt, dass eine CEO zusammen mit einem Bürgermeister, zusammen mit einem Chef von einer, 366 00:56:08,640 --> 00:56:12,640 oder Chefin von einer Umweltorganisation kommt oder ein Aktivistin, 367 00:56:13,140 --> 00:56:18,100 ein Jugendlicher Aktivist und sie kommen zusammen und sagen, 368 00:56:18,200 --> 00:56:21,620 wir wollen alle, wir wissen alle, wir brauchen mehr Klimaschutz. 369 00:56:22,380 --> 00:56:26,600 Was können wir tun? Wir müssen uns nicht aus Koalition zeigen, 370 00:56:27,460 --> 00:56:31,040 aber wir bauen auf in jede von unseren Communities 371 00:56:31,800 --> 00:56:34,160 und sprechen mehr in der Öffentlichkeit drüber. 372 00:56:34,380 --> 00:56:47,660 Aber ich weiß als Geschäftsfrau, dass diese Wissenschaftler ist auch dabei und dass diese Bürgermeisterin macht was in ihrer Community und irgendwie verschiedene Kreise zusammenbringen. 373 00:56:47,750 --> 00:56:59,300 Ich glaube, das passiert, aber dass es nicht nur passiert, aber dass sie das davon erzählen, diese Geschichte erzählen, warum sie was machen, was Positives rausgekommen ist. 374 00:57:00,880 --> 00:57:05,720 Und auch nicht nur erzählen, aber aktiv in politischen Debatten sind. 375 00:57:06,340 --> 00:57:12,840 Weil wir sehen, wir wissen, wir haben sehr erfahrene Lobbygruppen in der Politik. 376 00:57:13,380 --> 00:57:17,100 Und sie können das sehr schnell und einfach dominieren. 377 00:57:18,220 --> 00:57:21,120 Und deswegen brauchen wir andere Stimmen in dieser Politik. 378 00:57:21,560 --> 00:57:28,060 Und das ist auch ein Wissenschaft, wie man Politik und Entscheidungen beeinflusst. 379 00:57:28,940 --> 00:57:43,360 Und so Schritt für Schritt, also durch diese verschiedenen Stimmen und Gruppen, die nicht koordiniert sind, aber gehen alle in eine Richtung für mehr Klimaschutz, dass sie aktiver sind, dass sie den Mut finden. 380 00:57:44,500 --> 00:57:56,760 Dass sie wissen, dass sie nicht alleine sind, aber bereit sind, in eine öffentliche Debatte zu gehen und sagen, nee, das ist jetzt das Thema unserer Zeiten und wir machen das und das, weil es bringt uns mehr Jobs. 381 00:57:57,000 --> 00:58:02,720 Und ja, es ist nicht einfach. Also wir müssen ehrlich sein. Das ist eine riesige Herausforderung, die wir haben. 382 00:58:03,420 --> 00:58:06,620 Das würde mir wünschen. Ich sehe das in der Klimaverhandlung. 383 00:58:06,780 --> 00:58:12,400 Deswegen habe ich so viel länger weitergemacht, weil es gibt diese Gruppen in Klimaverhandlungen. 384 00:58:13,920 --> 00:58:20,600 Also Individuals, Personen. Denkt nicht an Labels. Ist dieser eine Geschäftsmannung? 385 00:58:22,220 --> 00:58:46,300 Was für eine Person ist das? Versteht diese Person die Wissenschaft? Versteht diese Person die Chancen und die Herausforderungen? Und ich bin bereit, mit diesen Personen zu arbeiten, um einen Ausstieg aus den fossilen Energien zu bekommen in eine Klimaverhandlung oder eine Beschleunigung der Energiewende in Deutschland zu bekommen. Und da würde ich mir mehr wünschen, dass wir das überall in jedem Land schaffen. 386 00:58:48,560 --> 00:59:10,960 Speaker 1: Ja, ich nehme für mich mit, also vor allem Schutz wirklich dieser Evidenzbasis. Das wird nicht angefasst, nur weil es unbequem ist. Also wir hatten die Begründung für völkerrechtliche Abkommen, für ja auch Klagen, wo wir gesagt haben, wenn jetzt nicht gehandelt wird, ist nachweislich der Effekt für andere Menschen so groß, dass man jetzt Schadensersatz fordern darf. 387 00:59:11,200 --> 00:59:30,260 Speaker 1: Also das sind ja alles Prozesse, die kann ich nur mit dieser Evidenzbasis ableiten. Und nur weil Donald Trump sagt, wir gehen zurück ins Mittelalter und das ist uns alles egal, wir gucken nicht mehr hin, Naturwissenschaften ist jetzt zu Voodoo erklärt, kann das ja nicht die Antwort sein für einen Kontinent, der aufgeklärt gestartet ist. 388 00:59:30,680 --> 00:59:35,280 Speaker 1: Und natürlich schon gar nicht für die Länder, die die ganzen Konsequenzen tragen. 389 00:59:35,740 --> 00:59:42,620 Speaker 1: Dieses Trauen hinzuschauen und neugierig zu werden, weil das ist ja auch das Schöne, wenn du hinschaust, kannst du erst die Lösungen sehen. 390 00:59:43,320 --> 00:59:51,760 Speaker 1: Und dann zu wissen, der letzte Punkt, den du gemacht hast, glaube ich, so ganz, ganz, ganz zentral, den anderen signalisieren, dass dir das gar nicht egal ist. 391 00:59:51,920 --> 00:59:55,240 Speaker 1: Da kämpfen wir ja auch gegen so ein Narrativ an, also im Journalismus. 392 00:59:55,520 --> 00:59:59,260 Speaker 1: Das interessiert die Leute nicht mehr, was sagen sie denn dazu, wie wollen sie denn jetzt ihr Thema? 393 00:59:59,520 --> 01:00:05,980 Speaker 1: wieso eigentlich meins das sind ja ganz komische fragestellungen und das wichtige weil das angesprochen 394 01:00:06,080 --> 01:00:11,880 Speaker 1: hast aus der forschung ist wann ist klimapolitik wird unterstützt das ist das ziel wird unterstützt 395 01:00:12,200 --> 01:00:16,600 Speaker 1: und das ist nicht weg also habe ich bei dir die umfragen zeigen das ganz deutlich platz vier 396 01:00:16,940 --> 01:00:21,320 Speaker 1: obwohl der diskurs sagt sicherheit migration wirtschaft und wenn soziale fragen ist das 397 01:00:21,500 --> 01:00:26,080 Speaker 1: allerwichtigste ist es immer noch da oben drin das heißt die zusammenhänge sind ja viel tiefer 398 01:00:27,120 --> 01:00:32,280 Speaker 1: eingebaut und dann ist natürlich die frage habe ich handlungsoptionen also habe ich das verständnis 399 01:00:32,420 --> 01:00:37,900 Speaker 1: wissen habe ich das handlungswissen und da sind glaube ich eher die verzweiflung momentan wenn die 400 01:00:37,920 --> 01:00:41,100 Speaker 1: anderen nicht mehr mitmachen dann reicht das ja auch nicht wenn ich was mache wenn die nicht mehr 401 01:00:41,300 --> 01:00:46,000 Speaker 1: wollen dann verzichte ich auf dinge oder macht anders aber wir kommen überhaupt nicht in schwung 402 01:00:46,320 --> 01:00:49,700 Speaker 1: also ich habe auf auto zu fahren aber es gibt ja gar keine investitionen in den öffentlichen 403 01:00:49,740 --> 01:00:54,339 Speaker 1: nahverkehr weil angeblich die leute das nicht wollen das heißt meine alternative wird ja gar 404 01:00:54,300 --> 01:00:58,940 Speaker 1: nicht vorangetrieben und dann komme ich irgendwann in diese negativen konsequenzen für mein eigenes 405 01:00:59,080 --> 01:01:02,640 Speaker 1: leben aber es liegt gar nicht daran dass ich gar nicht bereit gewesen wäre mich zu ändern sondern 406 01:01:03,260 --> 01:01:07,620 Speaker 1: dass der umbau nicht vonstatten geht mit denen dann ja ein klimaneutrales leben auch viel einfacher 407 01:01:07,800 --> 01:01:13,000 Speaker 1: und möglich ist aber diese zukunftsvision dieses so kann es ausgehen und die anderen machen schon 408 01:01:13,120 --> 01:01:18,540 Speaker 1: was ich glaube auch dass das ganz ganz ganz zentrales und sicherheit empfinden wir in krisen ja 409 01:01:18,480 --> 01:01:23,320 Speaker 1: tatsächlich auch dann wenn wir eine wirksamkeit antwort finden und sei es 410 01:01:23,320 --> 01:01:27,300 Speaker 1: die selbstwirksamkeit in meinem kleinen kosmos zu sagen ich kann etwas tun 411 01:01:28,340 --> 01:01:32,400 Speaker 1: anstatt dass ich mich den ganzen tag darüber aufregen muss was andere nicht 412 01:01:32,540 --> 01:01:35,420 machen genau ja finde ich auch ich finde dass 413 01:01:36,280 --> 01:01:43,240 auch dass menschen nummer eins dass sie ich sage immer sie sollen eine wichtige 414 01:01:43,260 --> 01:01:53,940 thema für sich aussuchen ob es fahrradwege für eine dorf oder eine stadt ist oder ob es naja es 415 01:01:53,980 --> 01:02:04,340 kann auch in der preisbare saubere energie sein und dann sich dafür engagieren ein ein ding und 416 01:02:04,380 --> 01:02:13,340 das kann sein ja was zu tun selber aber auch sich in der in der debate zu engagieren und 417 01:02:13,540 --> 01:02:19,580 irgendwie dieses mut zu haben weil man ist sicher dass andere nutzen diese öffentliche 418 01:02:19,720 --> 01:02:26,400 raum um diese verschiedene meinungen positionen reinzubringen und dann auch das ich wünsche mir 419 01:02:26,540 --> 01:02:32,540 dass wir ich weiß nicht vielleicht jetzt mit ki ist es möglich dass irgendwie leute sehen könnten 420 01:02:32,560 --> 01:02:39,540 wie viele Millionen Menschen weltweit aktiv sind. Weil ich habe den Privileg, in meinen verschiedenen 421 01:02:39,800 --> 01:02:50,980 Jobs mit so vielen unglaublich engagierten Menschen zu sprechen und zu hören, was sie machen in ihrem Dorf 422 01:02:51,120 --> 01:02:57,640 oder in ihrer, ich kann tausend Beispiele nennen, aber das zu sehen, zu wissen, ich sitze hier in 423 01:02:57,440 --> 01:03:05,840 deutschland ich mache was und ich bin nicht alleine guck mal es gibt alle diese verschiedene menschen 424 01:03:05,840 --> 01:03:11,320 die sich bewegen und ich glaube brasilien bei dieser cop dieses jahr sie haben ein konzept das 425 01:03:11,320 --> 01:03:19,480 heißt mutterau und dieses konzept ist eigentlich man kommt und zusammen ein problem löst es kann 426 01:03:19,600 --> 01:03:24,900 in einer nachbarschaft sein wo eine person eine kaputte auto hat und die nachbarn kommen und helfen 427 01:03:24,920 --> 01:03:33,620 mit der reparatur und hier ist es der planet ist und jede macht was und durch dieses machen und 428 01:03:33,760 --> 01:03:40,340 wissen dass andere was machen dann kommen wir zusammen mit genug kraft mit genug macht weil 429 01:03:40,340 --> 01:03:50,760 es geht letztendlich auch um macht für eine friedliche sichere zu hause also ich nehme mit 430 01:03:50,800 --> 01:03:54,900 Speaker 1: Du hast mitgebracht, auch die Klimaaußenpolitikstrategie. Es lohnt sich da einzugucken. 431 01:03:55,120 --> 01:04:01,280 Speaker 1: Und vielleicht jetzt auch wirklich, und es war ja auch schön zu sehen, dass sowohl ein CDU-Präsidentiker mit Herrn Kiesel-Wetter als auch ein Grünen-Politiker gesagt haben, 432 01:04:01,440 --> 01:04:06,540 Speaker 1: Leute in dem Sicherheitsgremium, was wir jetzt berufen haben, Sicherheitsrat für die deutsche Sicherheitsstrategie, 433 01:04:06,740 --> 01:04:12,100 Speaker 1: muss auch jemand mit ökologischem, idealerweise auch Klimawissen vertreten sein, damit es sichtbar ist. 434 01:04:12,700 --> 01:04:17,740 Speaker 1: Damit wir diese Verbindung nicht wieder verlernen. Also es rutscht ja auch weg, wenn nicht aktiv das gemacht wird. 435 01:04:18,180 --> 01:04:35,020 Und du hast noch was abschließend mitgebracht. Ja, das ist etwas aus Aserbaidschan. Das ist ein Schneekügel, aber in der Mitte ist ein, wie sagt man das, eine kleine Ölpumpe. 436 01:04:35,160 --> 01:04:36,560 Ja, so sieht es aus. 437 01:04:37,300 --> 01:04:49,900 Und für mich, also ich habe das mittendrin in der Kampf, in der Klimaverhandlung von einer grünen Abgeordneten bekommen, als wir verhandelt haben, wie wir eine Abkehr von fossilen Energien bekommen, um mehr Kraft zu geben. 438 01:04:50,560 --> 01:05:03,600 Aber für mich, es bedeutet, ja, wie wir wirklich verstehen müssen, auch als Leute, die vorangehen mit Klimaschutz, dass es gibt Kulturen und Geschichten, die was mit fossilen Energien zu tun haben. 439 01:05:03,760 --> 01:05:24,520 Also Aserbaidschan ist sehr stolz über ihre fossilen Ressourcen und Leute, die in einer Kohleindustrie arbeiten, sind stolz auf ihre Community, die ewig dabei waren, um Strom für ihre Community zu schaffen und dass wir das auch mitnehmen müssen und Lösungen für sie finden müssen. 440 01:05:25,320 --> 01:05:48,760 Also ich bin zweimal nach Saudi-Arabien gefahren, weil sie müssen auch Lösungen finden, sie müssen sich diversifizieren. Aber wenn ich nicht zuhöre und denke, okay, was sind ihre Probleme und wie können wir denen helfen aus ihrer, ja, dieser tief wirtschaftlichen Abhängigkeit und Kulturabhängigkeit, dann kommen wir nicht voran. 441 01:05:51,220 --> 01:06:07,640 Speaker 1: Letzter Watz dazu, weil ich finde so viel bei Energiesicherheit, die Lösungen sind häufig auch welche, die dort der Bevölkerung ja auch im Breiteren zugutekommen können. Es sind ja nicht viele von den Petrostaaten sehr gut darin, den dadurch entstandenen Reichtum eher an der Spitze zu konzentrieren. 442 01:06:08,600 --> 01:06:27,680 Speaker 1: Und erneuerbare, rurale Versorgung in ländlichen Räumen, das war ja auch das große Geschenk der Energiewende, zu sagen, sichere, saubere, ich muss nicht meine Atemwege riskieren, unverlässliche Energie, kann Licht bringen, kann Wärme bringen und kann damit ganz, ganz viel Lebensqualität nach vorne tragen, ohne die schädigenden Nebenwirkungen. 443 01:06:27,770 --> 01:06:36,580 Speaker 1: Ich glaube auch die Co-Benefits. Und dann ist das vielleicht auch nicht mehr ganz so schwer, die Moleküle sich vorstellen zu sollen, die man nicht so gut greifen kann. 444 01:06:37,300 --> 01:06:58,160 Absolut. Und ich finde auch, dass diese erneuerbar, dezentralisiert oder zentralisiert. Es gibt neue Länder Chancen, die sie nie vorher gehabt hätte. Also Länder, die viel Sonne haben in Afrika, Kolumbien mit viel Wind, Brasilien mit viel Wind und plötzlich Brasilien. 445 01:06:58,200 --> 01:07:12,440 Sie sind beide Beispiele, die beides haben. Aber Länder wie Kenia, sie haben jetzt eine Chance für Jobs und Wohlstand für ihre Menschen durch erneuerbare Energien, was sie nie vorher gehabt hätte. 446 01:07:12,680 --> 01:07:18,040 Und das ist auch ein riesiges geopolitisches Sicherheitsthema, das man verstehen muss. 447 01:07:18,430 --> 01:07:24,920 Weil aus dieser Chance von diesen Ländern kann man viel Partnerschaften und Zusammenarbeit aufbauen. 448 01:07:25,480 --> 01:07:36,560 Und dann in eine größere geopolitische Welt, wo wir jetzt leben, neue Koalitionen für Zusammenarbeit, Multilateralismus schaffen, wo wir alle verbunden sind. 449 01:07:36,810 --> 01:07:39,760 Für eine positive Sache, nicht für negative. 450 01:07:40,540 --> 01:07:45,620 Speaker 1: ja und damit hast du noch mal die studien angesprochen letzter satz zur sicherheit die 451 01:07:45,800 --> 01:07:50,180 Speaker 1: größte sorge die menschen gerade umtreibt ist der wachsende egoismus wir fühlen uns sicher 452 01:07:50,290 --> 01:07:54,660 Speaker 1: bei den gedanken dass die anderen auch lust haben links und rechts zu gucken und nicht nur sich 453 01:07:54,780 --> 01:08:05,039 Speaker 1: selbst zu sehen jennifer vielen vielen herzlichen dank ja viel dabei ist danke auch so vielen 454 01:08:05,060 --> 01:08:09,600 Speaker 1: herzlichen dank fürs zuhören neu denken ist ein projekt von mission wertvoll einem sein 455 01:08:09,700 --> 01:08:15,160 Speaker 1: society netzwerk dass sich den chancen und wegen eine nachhaltige zukunft verschrieben hat wie wir 456 01:08:15,280 --> 01:08:19,480 Speaker 1: dahin kommen das werden wir gemeinsam herausfinden und deshalb freuen wir uns über eure aufmerksamkeit 457 01:08:19,569 --> 01:08:24,460 Speaker 1: aber auch über feedback oder wünsche welche themen ihr mal neu denken möchtet oder welche 458 01:08:24,620 --> 01:08:29,440 Speaker 1: gäste dafür besonders prädestiniert findet wir haben dafür eine e mail adresse eingerichtet die 459 01:08:29,420 --> 01:08:33,920 Speaker 1: die heißt neudenken at mission-wertvoll.org. 460 01:08:34,520 --> 01:08:36,160 Speaker 1: Hoffentlich bis auf ein nächstes Mal.