neu-denken-analyse/audio/S2E3-Soziale-Sicherheit.srt

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00:00:00,120 --> 00:00:06,060
Wenn ihr euch umhört, welche Unsicherheiten die Menschen heute umtreiben, so ganz lebensweltlich,
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00:00:06,600 --> 00:00:08,160
dann sehen wir da viele soziale Themen.
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00:00:08,610 --> 00:00:12,180
Die Mieten steigen an, die Lebensmittelpreise, die Energiepreise.
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00:00:12,550 --> 00:00:15,540
Und habe ich überhaupt noch eine Rente oder eine Pension, wenn ich alt werde?
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00:00:16,160 --> 00:00:19,200
All diese Themen sind die sozialen Fragen in unserer Gesellschaft.
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00:00:19,860 --> 00:00:22,760
Und soziale Sicherheit ist oft eine Voraussetzung dafür,
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00:00:23,080 --> 00:00:27,440
dass wir uns auch kreativ, risikobereit und zukunftsorientiert einbringen wollen.
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00:00:28,020 --> 00:00:40,880
Es sind diese sozialen Themen, die in einer Gesellschaft dafür sorgen, ob sie sich zutraut, gemeinsam in eine positive Zukunft aufzubrechen oder vielmehr in der sorgenvollen Betrachtung dessen zu verharren, was es alles nicht mehr gibt.
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00:00:41,480 --> 00:00:46,360
Deshalb ist es so wichtig, den Diskurs immer mal wieder in diesem Alltag zu erden. Und das wollen wir heute machen.
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00:00:47,020 --> 00:00:51,440
Mein Name ist Maja Göpel, ihr hört Neudenken, den Podcast von Mission Wertvoll.
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00:00:51,920 --> 00:00:56,760
Heute geht es um das Thema soziale Sicherheit. Dafür eingeladen haben wir Silke Borgstedt.
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00:00:56,880 --> 00:01:03,900
Sie ist die Geschäftsführerin des Sinus-Instituts und damit absolute Versteherin der Deutschen, so heißt es in der Presse.
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00:01:04,680 --> 00:01:08,460
Wie sie durch Menschen befragt, was sie dabei lernt und was sie uns mitgibt,
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00:01:08,720 --> 00:01:15,440
wie soziale Sicherheit zu einem verbindenden Element für mehr Mut für Zukunftsgestaltung werden kann, das hören wir heute.
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00:01:20,280 --> 00:01:25,480
herzlich willkommen selke hallo liebe maja ich freue mich sehr über die einladung es ist wirklich
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00:01:25,620 --> 00:01:31,000
toll wenn man bei diesem bisschen rein guckt wo du herkommst du hast ja neben auch politik
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00:01:31,160 --> 00:01:36,680
wissenschaften und erziehungswissenschaften die musik als laufbahn tatsächlich auch überlegt gab
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00:01:36,780 --> 00:01:44,460
wie bist du dann abgebogen und was ist musik für dich heute also musik hat mich auch neben dem
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00:01:44,360 --> 00:01:50,380
Speaker 2: ästhetischen immer sehr vor dem sozialen hintergrund oder mit blick auf soziale beziehungen
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00:01:50,580 --> 00:01:55,940
Speaker 2: interessiert auch solche gerechtigkeits fragen wer spielt ein instrument wer spielt keins wer
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00:01:56,080 --> 00:02:00,420
Speaker 2: findet sich in konzert publika zusammen das heißt ich habe mich schon immer sehr mit diesen systemen
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00:02:00,480 --> 00:02:07,040
Speaker 2: beschäftigt dort und auch so musikalischer geschmack als kulturelle zugehörigkeitsentscheidung aber
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00:02:07,040 --> 00:02:11,239
Speaker 2: auch als was sehr individuell ist das hat mich schon immer fasziniert und ich mache eigentlich
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00:02:11,240 --> 00:02:17,840
Speaker 2: das gleiche wie in der musikanalytik früher auch ich war zu zu hören ist ein wichtiges stichwort
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00:02:17,940 --> 00:02:23,200
eigentlich wo wir sagen das findet viel zu wenig statt heute in unserer gesellschaft wie werde ich
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00:02:23,260 --> 00:02:30,840
denn professionelle zuhörerin wie hat sich dahin getrieben wurde jetzt bist ja also wie schon so ein
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00:02:30,840 --> 00:02:40,260
Speaker 2: bisschen beschrieben dass das zuhören als solches ist ja ein verstehensprozess also verstehen was
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00:02:40,240 --> 00:02:46,860
Speaker 2: menschen bewegt und wie wir sie bewegen können darum geht es ja gerade sehr viel geht aber auch
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00:02:46,980 --> 00:02:50,940
Speaker 2: davon aus dass wir meinen immer was bewegen zu müssen und wir stellen eben in unserer forschung
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00:02:51,000 --> 00:02:55,080
Speaker 2: auch fest dass sich da auch einiges bewegt und ich habe das gefühl dass es an vielen stellen
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00:02:55,710 --> 00:03:00,500
Speaker 2: in der öffentlichen debatte gar nicht so zum tragen kommt was eigentlich doch alles passiert
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00:03:00,740 --> 00:03:07,420
Speaker 2: wir sind sehr festgezurrt an dichotomien eigentlich nur also das heißt wenn wir über
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00:03:07,300 --> 00:03:11,400
Speaker 2: themen sprechen sprechen wir die neuerdings gar nicht mehr als zu bearbeitende themen an sondern
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00:03:11,560 --> 00:03:16,280
Speaker 2: als sorgen themen wir leben in sorgen rankings und wenn es darum geht die zu bearbeiten dann
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00:03:17,050 --> 00:03:24,700
Speaker 2: geht es immer darum likes dislikes links rechts wurst keine wurst und so weiter und unsere aufgabe
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00:03:24,700 --> 00:03:30,720
Speaker 2: ist sozusagen dahinter zu schauen und auch was bestimmte themen mit menschen machen ja und wie
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00:03:30,720 --> 00:03:36,720
Speaker 2: sie darauf zu gehen und deswegen bin ich auch so froh über diesen podcast weil ich ja verstanden
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00:03:36,740 --> 00:03:41,980
Speaker 2: habe da wollen wir das ein bisschen auflösen für einzelne themen also wenn du wir sagst ist ja das
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00:03:42,060 --> 00:03:49,460
sinus institut ich bin euren sogenannten kartoffel grafiken begegnet die du auch super auf linkedin
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00:03:49,460 --> 00:03:54,260
ja immer teilt mit anderen übersichts grafiken um so ein bisschen zu zeigen wie sieht die landschaft
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00:03:54,400 --> 00:04:00,300
eigentlich aus in unserer gesellschaft und was ihr macht ist ja vor allem auch mit milieus arbeiten
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00:04:00,320 --> 00:04:06,760
und die sind ja viel breiter als nur 12 schwarz weiß kannst du da noch ein bisschen einführen
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00:04:06,940 --> 00:04:10,120
dass die menschen das so etwas vor augen aber kartoffel grafiken sind diese bunten bubbles
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00:04:10,760 --> 00:04:15,560
die sich so ein bisschen dann über schneiden und einige sind in einer farbe kodiert anderen
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00:04:15,610 --> 00:04:21,620
Speaker 2: an ich glaube ihr habt neun unterschiedliche zehn unterschiedliche milieus aktuell und das soll die
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00:04:21,720 --> 00:04:26,100
Speaker 2: lebenswelten aus der binnensicht beschreiben das sind sozusagen gruppen gleichgesinnter menschen
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00:04:26,240 --> 00:04:30,640
Speaker 2: die mit Blick auf ihre Wertestrukturen ähnlicherweise ticken.
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00:04:31,070 --> 00:04:37,060
Speaker 2: Das heißt, es gibt natürlich zu bestimmten Themen Cluster, die ein bisschen mehr zusammengehen oder auseinandergehen.
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00:04:37,200 --> 00:04:41,100
Speaker 2: Deswegen halte ich auch nicht so viel von dieser übergeordneten Spaltungsthese,
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00:04:41,880 --> 00:04:46,540
Speaker 2: weil wir eher so sich wandelnde Allianzen und Konfliktlinien haben.
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00:04:47,380 --> 00:04:51,720
Speaker 2: Und natürlich bricht an manchen Stellen einiges auseinander, das ist ja nicht zu bestreiten.
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00:04:52,300 --> 00:05:04,760
Speaker 2: Aber wir haben auch Ansatzpunkte und es gibt eben auch Themen, wo Menschen näher beieinander sind, als sie das vielleicht gar nicht denken, weil es überschrieben ist mit potenzieller Parteizugehörigkeit oder was auch immer.
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00:05:04,820 --> 00:05:08,420
Speaker 2: Und ich glaube, wir müssen viele Themen grundsätzlicher verstehen.
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00:05:08,450 --> 00:05:12,140
Speaker 2: Wie werden sie gedacht? Und wir beschreiben eben aus der Milieuperspektive,
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00:05:12,420 --> 00:05:17,140
Speaker 2: wie wird Gerechtigkeit empfunden? Was zahlt auf das eigene Gerechtigkeitsempfinden ein?
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00:05:17,300 --> 00:05:21,300
Speaker 2: Oder eben auch beim Thema Sicherheit. Was gibt mir Sicherheit?
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00:05:21,490 --> 00:05:26,240
Speaker 2: Wie erlange ich ein Gefühl von Kontrolle, Stabilität, Verlässlichkeit?
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00:05:26,590 --> 00:05:28,780
Speaker 2: Und das sind jeweils unterschiedliche Dinge.
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00:05:30,180 --> 00:05:33,780
Und das ist ja so ein bisschen, wie würdest du soziale Sicherheit umreißen?
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00:05:34,680 --> 00:05:35,920
Also was sind da typische Zutaten?
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00:05:36,070 --> 00:05:38,980
Und vielleicht kannst du mal so zwei, drei Gruppen nennen
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00:05:39,010 --> 00:05:41,940
und wie die sich für dich unterscheiden oder was ihr da feststellt?
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00:05:42,750 --> 00:05:44,380
Ja, das ist eine interessante Frage.
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00:05:44,530 --> 00:05:45,700
Speaker 2: Was ist soziale Sicherheit?
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00:05:45,770 --> 00:05:49,100
Speaker 2: Das hatte ich mich nämlich gefragt, soziale Sicherheit.
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00:05:49,530 --> 00:05:52,080
Speaker 2: Denn Sicherheit ist ja eigentlich per se was Soziales.
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00:05:52,210 --> 00:05:55,360
Speaker 2: Also immer ein sozial konstruiertes Phänomen eigentlich.
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00:05:55,760 --> 00:06:01,480
Speaker 2: Also der Zustand oder ein Gefühl von Verlässlichkeit und Stabilität.
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00:06:01,720 --> 00:06:06,820
Speaker 2: das kann eben sowohl auf individueller wie gesellschaftlicher und auch institutioneller
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00:06:07,080 --> 00:06:14,160
Speaker 2: ebene gedacht werden und ja gesellschaftlich geht es dann vielleicht um in sicherheit gestört ist
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00:06:14,160 --> 00:06:20,600
Speaker 2: um bestimmte bedrohungslagen ja und wird gesagt das ist die bestimmte bedrohungslage die wir hier
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00:06:20,700 --> 00:06:26,359
Speaker 2: skizzieren und damit ist das auch die bedrohungslage für die menschen wir sehen aber dass menschen das
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00:06:26,380 --> 00:06:32,380
Speaker 2: eben unterschiedlich erleben ja was für sie jeweils das ist was ihre sicherheit bedroht das
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00:06:32,540 --> 00:06:37,240
Speaker 2: ist also zum beispiel auch in diesen rankings man kann zwar sagen okay wir haben irgendwie alles
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00:06:37,740 --> 00:06:43,320
Speaker 2: omni multi stapel krisen aber wenn wir das mal in den jeweiligen jedem lebenswelten ein bisschen
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00:06:43,680 --> 00:06:50,780
Speaker 2: renken dann sehen wir das in manchen milieus eben das thema verteuerung der lebensverhältnisse sehr
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00:06:50,900 --> 00:06:55,739
Speaker 2: viel stärker auf das sicherheitsgefühl einspielt bei anderen ist die angst vor klimawandel deutlich
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00:06:55,760 --> 00:07:01,220
Speaker 2: stärker ausgeprägt die angst vor rechtsextremismus oder aber auch die angst vor migration also das
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00:07:01,320 --> 00:07:07,160
Speaker 2: heißt wir sehen das eben auch aus diesen unterschiedlichen perspektiven und was wir
80
00:07:07,860 --> 00:07:14,320
Speaker 2: beobachten und messen ist sozusagen dass das subjektive sicherheitsempfinden ja und wie
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00:07:14,460 --> 00:07:18,680
Speaker 2: unterscheidet sich das von dem was vielleicht auch übergeordnet aufgezeichnet wird und das
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00:07:18,740 --> 00:07:24,859
Speaker 2: ist eben insbesondere das ist ja das interessante bei sicherheit dass diese übergeordneten bedrohungslagen
83
00:07:24,880 --> 00:07:32,200
Speaker 2: zwar einspielen aber es also das ist so großräumig gedacht wird aber sicherheit sehr lokal erlebt
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00:07:32,400 --> 00:07:37,540
Speaker 2: wird für die menschen das ist ja manchmal ganz überraschend dass das schon an einer kaputten
85
00:07:37,820 --> 00:07:41,680
Speaker 2: straße wird das fest gemacht das hört man ja häufig in den medien das ist ja teilweise auch
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00:07:41,820 --> 00:07:48,460
Speaker 2: so und es gibt eben in der sozialwissenschaft auch zum beispiel so ein broken windows effekt ja dort
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00:07:48,680 --> 00:07:53,240
Speaker 2: wo vernachlässigung ist und so weiter habe ich das gefühl da besteht nicht genug kontrolle da
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00:07:53,220 --> 00:07:59,860
Speaker 2: fühle ich mich dann unsicher oder dieses thema defensible space also wenn ich irgendwo lebe wo
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00:07:59,980 --> 00:08:05,820
Speaker 2: zum beispiel mein privater raum direkt in der breiten öffentlichkeit endet also ich komme aus
90
00:08:05,860 --> 00:08:11,220
Speaker 2: meiner wohnungstür und bin auf einer vierspurigen straße nicht gut also gute übergänge von privaten
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00:08:11,400 --> 00:08:18,039
Speaker 2: zu öffentlichen räumen dass das sehr viel ausmacht und es ist also sehr viel so die vorhersehbarkeit
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00:08:18,060 --> 00:08:25,840
Speaker 2: der sozialen physischen umwelt die verlässlichkeit sozialer beziehungen also soziale kohäsion und
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00:08:25,920 --> 00:08:30,420
Speaker 2: natürlich so ein vertrauen in kontinuität das wird wohl so weitergehen wie es ist und das ist
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00:08:30,700 --> 00:08:35,080
Speaker 2: natürlich auch gerade total angekratzt und das eben insbesondere in der mitte der bevölkerung
95
00:08:35,760 --> 00:08:44,919
Speaker 2: die eben sehr stark in wohlstands progression denkt es ging doch irgendwie immer positiv vorwärts
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00:08:44,940 --> 00:08:49,620
Speaker 2: weiter die kinder sollen es besser haben als man es selber hatte früher und so weiter und da hat
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00:08:49,620 --> 00:08:54,680
Speaker 2: man das gefühl dieser fortschrittszug ist in teilen der gesellschaft ist zumindest der eindruck dass
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00:08:56,000 --> 00:09:02,100
Speaker 2: das ja eigentlich so zum stoppen gekommen ist der arbeitsplatz ist nicht mehr sicher und dass dieses
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00:09:02,340 --> 00:09:07,620
Speaker 2: also dieses vertrauen in kontinuitäten ist erschüttert und für viele auch und das ist glaube ich noch
100
00:09:07,780 --> 00:09:14,900
Speaker 2: fast stärker als das materielle diese gefühlte normalität hoheit die man mal dachte die man hat
101
00:09:14,920 --> 00:09:19,920
Speaker 2: normal und jetzt soll ich irgendwie permanent irgendwie anders sein ich würde mit dir gleich
102
00:09:20,100 --> 00:09:25,740
noch mal in diese mitte eintauchen für mich waren also thema sorgen rankings und die habe ich mir
103
00:09:25,880 --> 00:09:31,180
auch angeguckt und da war es für mich eben auffällig dass diese sozialen versorgungsfragen sehr hoch
104
00:09:31,280 --> 00:09:36,120
gerutscht sind also mit dem zugang zu wohnraum kann ich mir das leisten wird das immer so teuer
105
00:09:36,200 --> 00:09:41,000
habe ich gerade bei jungen menschen überhaupt noch eine rente später oder eben wird die rente reichen
106
00:09:41,020 --> 00:09:45,900
wenn die lebensmittelpreise und energiepreise weiter steigen und das war ja schon ein shift
107
00:09:46,060 --> 00:09:50,880
wo wir glaube ich ja auch im wahlkampf gemerkt haben dass dann eben auch eine linke partei die
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00:09:50,920 --> 00:09:56,200
das direkt angesprochen hat diese alltagssaugen sozusagen auch zuspruch gewonnen hat weil die
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00:09:56,220 --> 00:10:01,000
konkreter ausformuliert hat vielleicht ist das so dieses lebensweltliche worum müssen wir uns
110
00:10:01,140 --> 00:10:06,660
kümmern und nicht nur das wachstum ist hoch und dann wird das alles irgendwie magic und das ist
111
00:10:06,660 --> 00:10:13,020
Speaker 2: ja auch dort so das hauptthema dass die eigentlichen probleme die man im alltag hat
112
00:10:13,140 --> 00:10:19,360
Speaker 2: nicht genügend adressiert werden und wir hatten das wirklich das begann so 20 18 20 19 wir haben
113
00:10:19,420 --> 00:10:23,360
Speaker 2: bestimmte themenstellungen es geht zum beispiel um das thema familienfreundlichkeit was heißt denn
114
00:10:23,360 --> 00:10:28,280
Speaker 2: für die menschen eigentlich familienfreundlichkeit dann versucht man das zu explorieren und natürlich
115
00:10:28,440 --> 00:10:33,080
Speaker 2: gibt es da bestimmte arbeitshypothesen was da wohl alles einzahlt die dichte der betreuungs
116
00:10:35,180 --> 00:10:42,720
Speaker 2: infrastrukturen zugänge zum zum arbeitsmarkt nach dem wiedereinstieg etc und dann kam eben ständig
117
00:10:42,880 --> 00:10:46,960
Speaker 2: dieses thema wohnen auf und das hat mir in vielen anderen zusammenhängen wir wollten eigentlich über
118
00:10:47,060 --> 00:10:51,100
Speaker 2: ein anderes thema sprechen und gesagt aber das thema ist thema ist eigentlich wohnen und dass ich
119
00:10:51,160 --> 00:10:58,020
Speaker 2: mir bestimmte dinge nicht mehr leisten kann und so was und das heißt also man kommt mit einem thema
120
00:10:58,040 --> 00:11:02,980
Speaker 2: und die sagen aber das thema ist eigentlich ein anderes oder da steckt was anderes dahinter das
121
00:11:02,980 --> 00:11:06,900
ist glaube ich noch mal ganz kurz wichtig ihr arbeitet viel mit fokusgruppen und mit richtigen
122
00:11:07,080 --> 00:11:11,920
längeren gesprächen mit menschen ich versuche das immer in der öffentlichkeit klar zu machen dass
123
00:11:11,920 --> 00:11:16,160
ein unterschied gibt zwischen der civi umfrage wo ich mal eben kurz klicke finde ich doof finde ich
124
00:11:16,160 --> 00:11:20,740
nicht doof oder so und dann sagen wir die bevölkerung sagt was eine ganz andere qualität
125
00:11:21,060 --> 00:11:25,920
die ihr macht ihr seid ja im gespräch und über einen zeitraum hinweg und hört eben auch zu also
126
00:11:25,940 --> 00:11:30,060
Also wie du gerade beschreibst, ihr kommt mit einer Hypothese und dann sagen die, wir wollen über etwas anderes sprechen.
127
00:11:30,540 --> 00:11:39,620
Also wie stelle ich mir so ein Format vor, weil ich glaube, dass das zentral ist, um zu verstehen, warum ihr auch die Verstehenden genannt werdet und nicht nur die Soundbites abholenden.
128
00:11:40,000 --> 00:11:48,340
Speaker 2: Ja, wobei wir alle Aspekte brauchen. Wir brauchen auch zeitnahes Feedback aus der Bevölkerung. Das ist ja genauso legitim und wichtig.
129
00:11:49,060 --> 00:11:51,720
Speaker 2: Aber wir müssen dann eben auch weiter eintauchen.
130
00:11:51,800 --> 00:11:54,940
Speaker 2: Also wir arbeiten sowohl quantitativ wie auch qualitativ,
131
00:11:55,880 --> 00:11:59,060
Speaker 2: weil eben im Qualitativen diese ganzen Warum-Hebel sind.
132
00:11:59,240 --> 00:12:01,440
Speaker 2: Und auch die Wie-Kommen-wir-Da-Wieder-Raus-Hebel.
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00:12:01,760 --> 00:12:03,940
Speaker 2: Und nach denen suchen wir dann.
134
00:12:04,440 --> 00:12:08,100
Speaker 2: Und wir halten uns eben teilweise an Einzelzahlen manchmal zu sehr fest.
135
00:12:08,300 --> 00:12:13,520
Speaker 2: Oder wir gucken ja quasi schon so ein bisschen in Kaninchenstarre-Modus darauf,
136
00:12:13,640 --> 00:12:16,660
Speaker 2: gehen die Kurven jetzt immer noch weiter runter oder geht das mal bald wieder hoch.
137
00:12:17,220 --> 00:12:18,500
Speaker 2: Und als würden wir auf etwas warten.
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00:12:18,520 --> 00:12:23,540
Speaker 2: Und wir sehen aber ja sehr stark auch, dass sich bestimmte Dinge auseinander dividieren.
139
00:12:23,660 --> 00:12:26,260
Speaker 2: Oder dass manche sagen, bei mir ist es aber eigentlich ganz gut.
140
00:12:26,460 --> 00:12:31,800
Speaker 2: Wir haben eben schon Gruppen, die sind weiter sehr zukunftsoptimistisch.
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00:12:31,820 --> 00:12:35,180
Speaker 2: Und bestimmte Gruppen, denen geht es auch gut.
142
00:12:35,280 --> 00:12:38,260
Speaker 2: Die sagen, aber in Zukunft wird es mir nicht mehr so gut gehen.
143
00:12:38,280 --> 00:12:45,380
Speaker 2: Und das ist eigentlich auch gerade so dieses Thema, dass man denkt, in der Gegenwart funktioniert einiges ja noch.
144
00:12:45,540 --> 00:12:51,040
Speaker 2: ich glaube es wird eher schlechter als besser wie verteilt sich das also wir haben ja ganz
145
00:12:51,460 --> 00:12:57,720
unterschiedliche muster wieder mal oft in dichotomien also in 12 gedacht stadt versus land ost versus
146
00:12:58,140 --> 00:13:02,840
west oder hohe einkommen niedrige einkommen bildungsstand geschlecht sind ja so die typischen
147
00:13:02,980 --> 00:13:08,980
binärcodes wenn du an deine milieus denkst würdest du sagen manchmal schneidet sich das aber auch
148
00:13:08,860 --> 00:13:19,080
Speaker 2: ganz anders also genau dort wo es eigentlich um modernisierung geht wo so ein bisschen auch unser
149
00:13:19,340 --> 00:13:27,620
Speaker 2: selbstverständnis als wirtschaftlich erfolgreiches land mit guter bildung mit aufstiegsmobilität also
150
00:13:27,780 --> 00:13:33,959
Speaker 2: diese vorstellung in den milieus die eben sagen das ist eigentlich das worum es mir geht dass
151
00:13:33,880 --> 00:13:38,940
Speaker 2: ist das also stabilität sicherheit wirtschaftlicher erfolg ist sich materiell was leisten zu können
152
00:13:40,740 --> 00:13:49,780
Speaker 2: dass das gerade dort eben aktuell sehr stark diese haltung gibt dass sich genau das was meine wertewelt
153
00:13:49,880 --> 00:13:54,700
Speaker 2: ausmacht und das heißt eben ich habe einen guten beruf ich arbeite mir idealerweise ein häuschen
154
00:13:55,280 --> 00:14:01,220
Speaker 2: fahr einmal im jahr mit meiner familie in urlaub und das wird mir jetzt entweder durch ganz viel
155
00:14:01,180 --> 00:14:06,580
Speaker 2: böse ökologie kaputt gemacht oder dadurch dass wir jetzt wirtschaftlich nicht mehr performen oder
156
00:14:06,700 --> 00:14:11,420
Speaker 2: dass viele andere menschen kommen mit denen wir das jetzt teilen müssen das sind eben die sorgen
157
00:14:12,580 --> 00:14:17,160
Speaker 2: die da dann vorherrschen und das ist eben gerade ich sag mal in der mitte und ich meine jetzt nicht
158
00:14:17,800 --> 00:14:22,840
Speaker 2: diese rein sozioökonomische mitte dann wird dann immer einfach nur nach einkommenslagen geschaut
159
00:14:22,980 --> 00:14:28,100
Speaker 2: und es ist mehr als das ist wirklich diese soziokulturelle mitte die sagt das ist doch
160
00:14:28,120 --> 00:14:32,780
aber eigentlich das was uns ausmacht und leitkulturen solche sachen würden damit reinfallen oder noch ja
161
00:14:32,980 --> 00:14:38,520
Speaker 2: also die mitte ist schon grundsätzlich durch diese aufstiegs orientierung immer darauf bedacht gewesen
162
00:14:38,720 --> 00:14:43,860
Speaker 2: so ein bisschen zu gucken was machen die diesen tuken mehr haben als ich oder die vielleicht ein
163
00:14:44,000 --> 00:14:49,440
Speaker 2: bisschen in manchen feldern kompetenter sind und da hat sich aber die blickrichtung so ein bisschen
164
00:14:49,660 --> 00:14:56,780
Speaker 2: verändert man schaut weniger nach wo könnten wir eigentlich hin oder wie könnte die zukunft sein
165
00:14:56,800 --> 00:15:02,640
Speaker 2: sondern was kann ich tun damit ich nicht weiter abrutsche also diese blickrichtung hat sich ein
166
00:15:02,780 --> 00:15:09,180
Speaker 2: stück weit auch verändert haben und das wird auch in manchen teilen dazu dass man eben also
167
00:15:09,180 --> 00:15:16,500
Speaker 2: in der mitte wirklich ganz interessant das spielt sehr stark rein dass die individualisierung am
168
00:15:16,600 --> 00:15:21,720
Speaker 2: anfang wie so ein segen empfunden wurde ja wir können uns immer mehr aussuchen auch diese
169
00:15:22,340 --> 00:15:29,300
Speaker 2: akademisierungswelle der 80er und 90er jahre alle wege stehen uns offen und das dann aber auch das
170
00:15:29,400 --> 00:15:33,920
Speaker 2: gefühl entstand hey wir haben immer mehr privatisierung von lebensrisiken wir müssen
171
00:15:34,040 --> 00:15:39,460
Speaker 2: uns um immer mehr kümmern und wenn ich irgendwo nicht gut bin dann ist das meine persönliche schuld
172
00:15:39,580 --> 00:15:43,500
Speaker 2: wenn ich nicht fürs alter vorgesorgt habe ich den falschen handyvertrag abgeschlossen hat das sieht
173
00:15:43,540 --> 00:15:50,040
Speaker 2: da geht ja bei ganz banalen dingen schon los ja das heißt also ich versuche da irgendwie gegen
174
00:15:50,060 --> 00:15:54,120
Speaker 2: zu halten wir haben in den nuller jahren sehr viel über bildungswettrüsten oder private
175
00:15:54,720 --> 00:16:00,360
Speaker 2: investitionen in alles mögliche gesprochen und irgendwann starteten diese milieus in der mitte
176
00:16:00,520 --> 00:16:06,180
Speaker 2: halt damit immer mehr ressourcen zusammenzuhalten zu sagen wie kann ich jetzt das bewahren was ist
177
00:16:06,260 --> 00:16:11,940
Speaker 2: die waren nicht mehr so modernisierungsoffen wie sie eigentlich normalerweise sind und aktuell sind
178
00:16:12,060 --> 00:16:18,540
Speaker 2: wir in der phase wo das was vorher mal so ein bisschen vorbildhaft war oder doch doch das könnte
179
00:16:18,560 --> 00:16:24,980
Speaker 2: auch ganz interessant sein er richtig abgelehnt wird also im sinne von warum soll das jetzt gut
180
00:16:25,240 --> 00:16:29,760
Speaker 2: sein und da sind irgendwelche akademischen eliten die uns was vorschreiben wollen und die politiker
181
00:16:29,760 --> 00:16:35,780
Speaker 2: die verdienen ganz viel geld und deswegen haben wir so wenig also das sind manchmal so verschobene
182
00:16:36,280 --> 00:16:44,400
Speaker 2: verhältnisse und das führt dazu dass das eben so eine gewisse zukunftslosigkeit entstanden ist und
183
00:16:45,240 --> 00:16:50,160
Speaker 2: um wieder zum sicherheitsthema zu kommen sicherheit ist ja bei allem was ich auch so benannt habe
184
00:16:50,240 --> 00:16:55,660
Speaker 2: verlässlichkeit vorhersehbarkeit ist ja eigentlich alles zukunftsvertrauen auch ein stück weiter also
185
00:16:55,920 --> 00:17:01,060
Speaker 2: sicherheit ist ja eigentlich ein sehr zukunftsgerichteter blick ja also es ist ja nicht nur ich glaube das
186
00:17:01,060 --> 00:17:06,260
Speaker 2: ist auch so ein problem wir definieren das sehr gegenwärtsbezogen und wie sicher sind wir und
187
00:17:06,260 --> 00:17:11,280
Speaker 2: dann muss man irgendwie vielleicht mauern aufbauen es hat nichts mit rausgehen oder wie gestalte ich
188
00:17:13,260 --> 00:17:18,360
Speaker 2: rahmenbedingungen die positiv auf ein sicherheitsgefühl einzahlen und auch sicherheit mich verändern zu
189
00:17:18,540 --> 00:17:22,900
Speaker 2: können und es wird schon irgendwas gutes bei rumkommen und das führt eben zu diesem festhalten
190
00:17:22,980 --> 00:17:27,579
Speaker 2: und das festhalten bringt dann natürlich auch nicht weiter also ich habe da gerade so ein paar
191
00:17:28,100 --> 00:17:32,620
parallelen mit der lebensqualitätsforschung also die wohlstand lebensqualität die habe ich mir mal
192
00:17:32,800 --> 00:17:37,680
angeguckt und da geht es auch viel also gerade bei dem subjektiven empfinden eine gewisse kontrolle
193
00:17:37,700 --> 00:17:42,540
über das eigene leben zu erhalten das ist dann so recht pauschal formuliert aber da gehört ja
194
00:17:42,660 --> 00:17:46,720
vieles von dem rein dass ich davon ausgehe ich werde zugang zu wohnraum finden ich werde mich
195
00:17:46,920 --> 00:17:51,420
vielleicht verändern können sowohl beruflich das bedeutet nicht unbedingt dass mein lebensstandort
196
00:17:51,420 --> 00:17:57,980
sich komplett verändern muss meine kinder werden zugang zu einem guten bildungssystem finden und
197
00:17:57,980 --> 00:18:04,500
dann auch ihren eigenen weg gehen können und ist das jetzt nur dass in den umbruchzeiten die wir
198
00:18:04,400 --> 00:18:09,220
sehen dass alles sehr wackelig geworden ist ich meine wir haben ja auch faktischen thema wenn wir
199
00:18:09,220 --> 00:18:15,760
uns angucken wie momentan die gesundheits- oder vor allem bildungseinrichtungen aussehen und die
200
00:18:15,760 --> 00:18:20,860
mietpreisen sind ja auch tatsächlich sehr stark angestiegen und trotzdem machst du ja immer auch
201
00:18:20,860 --> 00:18:25,780
diesen gegriff der gefühlten sicherheit auf also wie viel ist gefühlt vielleicht beschleunigt also
202
00:18:25,780 --> 00:18:29,400
zumindest dass politiker in unserem land wahnsinnig viel geld verdienen das sind nur die die noch zig
203
00:18:29,400 --> 00:18:33,600
nebenjobs machen und wenig im parlament rumhängen aber die achten ja das war empirisch beschrieben
204
00:18:33,620 --> 00:18:42,660
Speaker 2: und interessant ist ja auch dass das feindbild sozusagen die besser verdienenden lohnabhängigen
205
00:18:42,860 --> 00:18:48,360
Speaker 2: sind sind nicht mehr pauschal so antwort ist es nicht es ist nicht dort wo das ganz große
206
00:18:48,520 --> 00:18:54,520
Speaker 2: vermögen ist weil das gar nicht vorstellbar ist im eigenen umfeld geht er darum die haben mehr als
207
00:18:54,660 --> 00:19:00,480
Speaker 2: ich und und warum und ich glaube auch nicht dass das weg ist ich glaube was im moment fehlt ist
208
00:19:00,440 --> 00:19:04,780
Speaker 2: halt so ein bisschen diese planungssicherheit das sind planer in der mitte der gesellschaft die
209
00:19:04,860 --> 00:19:09,860
Speaker 2: sagen hey ich bin total bereit zu investieren dann lerne ich halt was neues und so weiter aber in
210
00:19:09,980 --> 00:19:15,840
Speaker 2: welche richtung soll es denn jetzt gehen ich fand ja interessant so 20 21 hatten wir so ein großes
211
00:19:16,400 --> 00:19:23,300
Speaker 2: so ein open window für so eine sage ich sag mal sozial ökologische transformation light also im
212
00:19:23,400 --> 00:19:27,420
Speaker 2: sinne von hey da sind eigentlich ziemlich viele gute sachen drin wenn ich mir so vorstelle okay
213
00:19:28,100 --> 00:19:35,900
Speaker 2: unabhängig zu sein von bestimmten energieformen mehr partnerschaftliche vereinbarkeit und so weiter
214
00:19:36,140 --> 00:19:42,460
Speaker 2: und man hatte so ein bisschen dass wir sind in viele häuser gegangen wo es dann hieß ich werde
215
00:19:42,560 --> 00:19:45,860
Speaker 2: zwar nicht grün aber bestimmte dinge finde ich jetzt eigentlich ganz gut aber ich möchte bitte
216
00:19:45,960 --> 00:19:51,919
Speaker 2: dass das mit meinem normalen leben irgendwie so weiter läuft und dann war ja auch so ein bisschen
217
00:19:51,740 --> 00:19:58,280
Speaker 2: eine positive einlassung und dann kam aber sehr schnell dieses gefühl ja aber morgen ist die kita
218
00:19:58,380 --> 00:20:02,180
Speaker 2: wieder zu wir haben den kredit für das haus nicht bekommen wir können uns das wahrscheinlich alles
219
00:20:02,320 --> 00:20:05,940
Speaker 2: gar nicht leisten und das sind vermutlich irgendwie versprechungen bei denen wir nicht
220
00:20:06,120 --> 00:20:13,880
Speaker 2: mithalten können aber andere können mithalten ohne verluste zu spüren und ja daran scheitert das dann
221
00:20:13,980 --> 00:20:18,559
Speaker 2: so ein bisschen oder auch dann kommt eben dieser rückzug und im moment merken wir sehr stark je mehr
222
00:20:18,500 --> 00:20:26,140
Speaker 2: krisen von außen auf einen eintrommel desto stärker sucht man persönliche mikrosicherheiten
223
00:20:26,690 --> 00:20:30,940
Speaker 2: und das ist eben genau das woran es aber dann leider auch in der funktionsfähigkeit hakt und
224
00:20:30,940 --> 00:20:37,000
Speaker 2: du hast ja auch gesagt es ist ja nun auch objektiv so dass wir da vieles haben schleifen lassen oder
225
00:20:37,120 --> 00:20:42,980
Speaker 2: dass eben vieles im bildungssystem überhaupt nicht gut funktioniert und das de facto tatsächlich eine
226
00:20:43,000 --> 00:20:50,000
Speaker 2: bahn häufiger nicht fährt ganz empirisch auf jeden fall bestätigen können nach nach diesem
227
00:20:50,220 --> 00:20:55,260
Speaker 2: sommer aber das sind eben indikatoren die dann sehr schwer einwiegen aber an dem muss natürlich
228
00:20:55,460 --> 00:21:00,760
Speaker 2: gearbeitet werden ja ich habe ja auch sehr produktiv hier mitgearbeitet in dieser initiative für einen
229
00:21:00,860 --> 00:21:05,500
Speaker 2: handlungsfähigen start und das fand ich eben so toll dass wir dort auch gesagt haben wir müssen
230
00:21:05,540 --> 00:21:10,740
Speaker 2: jetzt wirklich aufpassen nicht noch mal diese probleme alle wieder aus zu baldowern das wissen
231
00:21:10,760 --> 00:21:14,620
Speaker 2: wir ja eigentlich wir benennen blockaden und man muss aber zu jeder blockade auch eine
232
00:21:14,700 --> 00:21:19,360
Speaker 2: gelingensbedingung finden und suchen weil sonst kommt man da einfach nicht rein beschreibt man
233
00:21:19,360 --> 00:21:27,100
Speaker 2: sich weiter probleme was wären so die drei wichtigsten take aways aus dem bericht für
234
00:21:27,300 --> 00:21:32,500
Speaker 2: mich ist es der vertrauensvorschuss in die bevölkerung der war mir sehr wichtig also
235
00:21:32,680 --> 00:21:37,380
Speaker 2: dass wir eben nicht immer nur sagen können die menschen müssen dem staat jetzt einfach
236
00:21:37,400 --> 00:21:40,980
Speaker 2: mal vertrauen verdammt noch mal wir machen die unsere arbeit und die sollen jetzt mal vertrauen
237
00:21:42,320 --> 00:21:46,700
Speaker 2: dann erleben die menschen aber häufig dass sie sich für alles mögliche rechtfertigen müssen dass
238
00:21:46,800 --> 00:21:53,600
Speaker 2: sie leistungsempfänger innen sind oder dass sie irgendwie um natürlich muss man sich dinge
239
00:21:53,860 --> 00:22:02,260
Speaker 2: erarbeiten und so weiter aber dass dieses dieses gefühl ich muss mich erst mal erklären warum ich
240
00:22:02,280 --> 00:22:08,140
Speaker 2: vielleicht was bekomme oder die ewigen formulare und so weiter da hängt dann ja sehr sehr vieles
241
00:22:08,240 --> 00:22:15,940
Speaker 2: dran dann finde ich auch sehr wichtig mögliche gesetze zu verproben diese experimentierklauseln
242
00:22:16,130 --> 00:22:22,720
Speaker 2: also bestimmte dinge mal zu ende zu denken ja also dass ja häufig etwas entsteht und man dann sagt
243
00:22:22,730 --> 00:22:26,820
Speaker 2: das wird schon ganz gut sein und dann nach einem jahr auch diese retouren permanent ach nee es war
244
00:22:26,880 --> 00:22:30,400
Speaker 2: jetzt doch nicht so und wir müssen da doch noch mal ran und wir waren noch nicht ganz fertig damit
245
00:22:30,420 --> 00:22:36,540
Speaker 2: und so weiter dass dass man manche dinge ja auch schon hätte vorher sehen können und manchmal sind
246
00:22:36,620 --> 00:22:42,300
Speaker 2: es auch einfach die benamungen von von bestimmten dingen oder so und eben gut dann geht es in einzelne
247
00:22:42,400 --> 00:22:46,520
Speaker 2: details ich hatte auch ein thema was mir noch persönlich wichtig war weil ich das auch so
248
00:22:46,700 --> 00:22:52,380
Speaker 2: vielen diskussionsrunden haben wir uns auch um dieses thema leistung muss ich lohnen geht das
249
00:22:52,840 --> 00:23:01,340
Speaker 2: glaube ich an vielen stellen gar nicht so bewusst ist wie schwer dieser übergang ist von von der
250
00:23:01,520 --> 00:23:06,840
Speaker 2: phase wo ich noch einiges an unterstützung aus dem system bekomme dann in die ersten
251
00:23:07,639 --> 00:23:12,380
Speaker 2: sozialversicherungspflichtigen jobs gehe und dann dadurch natürlich verschiedene zugänge verliere und
252
00:23:12,440 --> 00:23:19,539
Speaker 2: das heißt dann wirklich wenig unterschied ist sozusagen in meiner finanziellen lage aber sehr
253
00:23:19,400 --> 00:23:24,200
Speaker 2: viel mehr arbeit also gerade auch dort wo kinder oder pflege angehörige sind und so weiter das
254
00:23:24,260 --> 00:23:30,740
Speaker 2: was man so als transferentzugsrate benennt ja dass man dass es so sensible korridore gibt und
255
00:23:30,960 --> 00:23:37,840
Speaker 2: natürlich dass auch menschen ohne erwerbstätigkeit häufig zeitnot haben und dass man da eben auch gute
256
00:23:37,940 --> 00:23:45,840
Speaker 2: ansatzpunkte braucht aber dieses leistungsthema ist auch ein zentrales was auch viele glaube ich
257
00:23:45,920 --> 00:23:51,280
Speaker 2: aufgebracht hat also zum einen weil man das ja eigentlich will und auch gerade in der mitte gehört
258
00:23:51,360 --> 00:23:59,640
Speaker 2: das zum absoluten selbstverständnis zu sagen natürlich ich bin doch diejenige derjenige der
259
00:23:59,700 --> 00:24:05,100
Speaker 2: hier genau was leistet und ich mache ja so gut ich kann und so weiter und das ist glaube ich
260
00:24:05,280 --> 00:24:13,740
Speaker 2: auch empfindlich also diese diese kommunikation ist was sehr sensibles und und politische kommunikation
261
00:24:13,780 --> 00:24:18,320
Speaker 2: ist ja eben nicht nur eine bestimmte informations erwartung sondern das ist auch eine beziehungs
262
00:24:18,520 --> 00:24:25,000
Speaker 2: erwarten also es geht auch darum wie stark resoniert das mit dem was ich auch bereit
263
00:24:25,030 --> 00:24:30,020
Speaker 2: bin zu tun und wenn jemand sagt hier guck mal du hast doch schon das und das dann macht doch
264
00:24:30,030 --> 00:24:35,180
Speaker 2: noch mal das und dann geht es aber dafür braucht es natürlich auch die strukturen die einem das
265
00:24:35,260 --> 00:24:40,500
Speaker 2: ermöglichen also klar das familienthema ist dann natürlich auch noch mal groß also gerade unter
266
00:24:40,460 --> 00:24:46,140
frauen ist das glaube ich auch ein großes thema gewesen ja eine begriffe der mich echt auch auf
267
00:24:46,140 --> 00:24:52,760
die palme geschossen weil die stille reserve die teilzeit unter die leute macht ihr mal zwei kinder
268
00:24:52,820 --> 00:25:03,100
unter 10 und dann sei total still in der teilzeit reserve kommt man hause ja also diese lebensweltliche
269
00:25:03,180 --> 00:25:08,900
rückbindung also das haben wir ja wirklich viel dass das ein bisschen verlustig gegangen ist bei
270
00:25:08,780 --> 00:25:13,400
denen die dann die großen entscheidungen treffen oder zumindest darüber sprechen was angeblich im
271
00:25:13,560 --> 00:25:19,000
land gerade nicht mehr läuft ich glaube in dieser leistungssebatte ist auch viel gespürt dass da auch
272
00:25:19,040 --> 00:25:22,980
sehr viel unverständnis war also vieles von dem was wir jetzt aber schreiben ist diese unbezahlte
273
00:25:23,080 --> 00:25:28,000
care arbeit die du ja die ganze zeit leistet und wo es auch zwischen männern und frauen immer noch
274
00:25:28,080 --> 00:25:33,520
statistisch betrachtet riesige unterschiede gibt und bis zu 30 stunden die woche noch unbezahlte
275
00:25:33,540 --> 00:25:37,100
Kehrarbeit, ja da ist weder irgendwas still, noch habe ich wirklich viel Reserve.
276
00:25:37,410 --> 00:25:45,300
Speaker 2: Ja, es ist das eine und dort, wo Arbeitszeit reduziert wird, unabhängig davon jetzt zum Beispiel,
277
00:25:45,560 --> 00:25:48,520
Speaker 2: ist ja so, dass es etwas ist, was man sich leisten können muss.
278
00:25:48,670 --> 00:25:56,640
Speaker 2: Also diejenigen arbeiten weniger, die einen besser bezahlten Job haben, bei dem das eben auch mal geht, auf 80 Prozent zu gehen.
279
00:25:56,710 --> 00:26:01,400
Speaker 2: Ja, das kommt ja auch noch dazu. Also das muss man sich leisten können, weniger zu arbeiten.
280
00:26:01,560 --> 00:26:04,640
Speaker 2: Und das fehlte mir auch ein Stück weit in der Debatte.
281
00:26:05,480 --> 00:26:10,280
Jetzt auch bei Ehrenamt und Freiwilliges, Soziales oder Ökologisches, ja, sehen wir da auch die Verteilung.
282
00:26:10,800 --> 00:26:16,580
Bei denjenigen, wo das Elternhaus vielleicht noch unterstützen kann oder die von ihren Bildungsinstitutionen da überhaupt hingeführt werden.
283
00:26:16,780 --> 00:26:25,000
Also dieses, ich zeige dir die sozialen Möglichkeiten eben auch auf und gebe dir die Ermutigung, irgendwo anzuklopfen und zu sagen, ich könnte hier doch auch mitmachen,
284
00:26:25,640 --> 00:26:30,840
ist ja auch etwas, was mit dem Selbstverständnis und dem Habitus zu tun hat, der nicht allen geschenkt wird.
285
00:26:31,420 --> 00:26:36,180
zu hause weshalb ja die bildungsinstitutionen thema soziale sicherheit und chancengerechtigkeit
286
00:26:36,340 --> 00:26:44,820
Speaker 2: eigentlich so wahnsinnig relevant sind heute eben auch ja absolut ich glaube da da hängt sehr sehr
287
00:26:44,960 --> 00:26:50,700
Speaker 2: viel dran also welche welche resonanz das jeweils erzeugt und wieder wieder genau kommuniziert wird
288
00:26:50,700 --> 00:26:55,000
Speaker 2: geht nicht nur um das wie es ist schon aber wir haben jetzt eben auch also ich habe jetzt viel
289
00:26:55,160 --> 00:27:01,220
Speaker 2: im rahmen dieser initiative auch darüber nachgedacht ist das problem gelöst wenn der start funktioniert
290
00:27:01,480 --> 00:27:06,040
Speaker 2: Und deswegen waren ja eben auch einige Hebel ein bisschen übergeordneter formuliert.
291
00:27:06,270 --> 00:27:11,940
Speaker 2: Die haben eben auch was mit dieser Beziehung zu Bürgerinnen und Bürgern zu tun und die Themen ernst zu nehmen.
292
00:27:12,200 --> 00:27:17,080
Speaker 2: Und ich glaube auch gar nicht, dass Teilhabe immer nur meint, dass alle überall mitwirken wollen.
293
00:27:17,130 --> 00:27:23,040
Speaker 2: Ich meine, klar, an Bürgerbeteiligung kann man sicherlich sehr vieles machen, aber es wollen auch nicht alle in dieser Form mitmachen.
294
00:27:23,180 --> 00:27:30,460
Speaker 2: sind auch alle nicht so verbal unterwegs aber viele tun etwas was eben nicht gesehen wird und
295
00:27:30,500 --> 00:27:33,800
Speaker 2: nicht gemacht wird das haben wir in verschiedenen bereichen haben wir auch im klimaschutz zum beispiel
296
00:27:34,080 --> 00:27:39,080
Speaker 2: also stichwort bürgerlicher klimaschutz das sind ja auch viele die sagen ich mache was aber das
297
00:27:39,120 --> 00:27:46,900
Speaker 2: wird eigentlich immer nur belächelt wenn ich mich um bienenfreundliche blumen und ich reiß halt nicht
298
00:27:46,960 --> 00:27:51,940
Speaker 2: so viel und so weiter aber das ist ja nicht das was eigentlich mit der großen thematik gemeint
299
00:27:51,960 --> 00:28:00,920
Speaker 2: ist also diese diese dinge im kleinen auch ernst zu nehmen und eben das gefühl zu haben informiert
300
00:28:01,000 --> 00:28:05,620
Speaker 2: zu sein und dass die die relevanten themen bearbeitet werden das ist sicherlich eine sache
301
00:28:07,039 --> 00:28:13,000
Speaker 2: und ja und dass es eben weitergeht also ich glaube es ist auch sehr frustrierend dieses man muss zwar
302
00:28:13,050 --> 00:28:19,720
Speaker 2: sagen okay das gehört halt dazu dass wir die dinge aushandeln aber diese diese verlässlichkeit dass
303
00:28:19,840 --> 00:28:25,720
Speaker 2: irgendetwas dann auch mit einem bestimmten ziel hin verfolgt wird ja also den menschen ist ja klar
304
00:28:25,990 --> 00:28:31,600
Speaker 2: wir können jetzt nicht wir sind in vielleicht unsicheren zeiten aber ich kann ja sagen okay
305
00:28:32,120 --> 00:28:38,440
Speaker 2: wo wollen wir hin und wie kommen wir dann da auch hin ja wie kann das gut gelingen und nicht da habe
306
00:28:38,440 --> 00:28:43,680
ich ein zitat waren ja auch noch gefunden vor der bundestagswahl dass die menschen sich führungsstärke
307
00:28:43,880 --> 00:28:49,700
wünschen so dieses rauskommen aus der krisenhaften situation und jetzt suchen wir natürlich kann
308
00:28:49,720 --> 00:28:55,540
diese Führungsstärke aus einem Team kommen oder brauchst du diese eine harte Hand, die irgendwann so durchgreift?
309
00:28:55,780 --> 00:28:59,260
Speaker 2: Ja, und das ist, glaube ich, auch ein ganz großes Thema.
310
00:28:59,440 --> 00:29:04,320
Speaker 2: Das war mir auch immer wichtig mit Blick auf die, ich meine, wir müssen natürlich auch mal die Frage beantworten,
311
00:29:04,420 --> 00:29:08,880
Speaker 2: warum wählen Menschen AfD, warum sind sie mit der Demokratie nicht zufrieden und so weiter.
312
00:29:08,960 --> 00:29:10,560
Speaker 2: Das ist ja auch immer so ein Themenfeld.
313
00:29:11,180 --> 00:29:18,340
Speaker 2: Und lange Zeit wurde dann ja gesagt, naja, die sind irgendwie ein bisschen frustriert und gucken jetzt einfach nach irgendwie was anderem.
314
00:29:18,500 --> 00:29:22,380
Speaker 2: Das ist reiner Protest. Aber da steckt ja schon mehr dahinter.
315
00:29:22,760 --> 00:29:27,740
Speaker 2: Wie du angesprochen hast, das Thema Führung ist schon relevant.
316
00:29:28,200 --> 00:29:34,500
Speaker 2: Also wir hatten mal diese schöne Arbeitsfrage, woher kommen autoritäre Sehnsüchte?
317
00:29:35,100 --> 00:29:39,740
Speaker 2: Also ein bisschen ist das ja so. Ich will wieder Kontrolle und nicht Ohnmacht.
318
00:29:41,880 --> 00:29:44,920
Speaker 2: Und da soll jetzt mal einer ein bisschen stärker durchgreifen.
319
00:29:45,220 --> 00:29:50,420
Speaker 2: das ist noch auf einem relativ geringen niveau aber wir sehen schon so auch kasse aussagen wie
320
00:29:51,080 --> 00:29:57,080
Speaker 2: da müsste jetzt mal einmal jemand hart durchgreifen und sich nicht immer um parlament und sonstiges
321
00:29:57,220 --> 00:30:02,100
Speaker 2: scheren sondern einfach mal so ein bisschen durch regieren dann gibt es eben schon bei denen die
322
00:30:02,220 --> 00:30:07,620
Speaker 2: eben diesen kontrollverlust spüren auch einen starken wunsch und sehnsucht danach und das ist
323
00:30:07,750 --> 00:30:14,440
Speaker 2: eben schon sehr schwierig wenn eben so eine partei zum beispiel zukunft plötzlich bespielt und viele
324
00:30:14,460 --> 00:30:19,220
Speaker 2: menschen haben das gefühl das sind die die zukunft bespielen und dann kriege ich immer ganz kritische
325
00:30:19,380 --> 00:30:25,220
Speaker 2: kommentare wenn ich sowas sage das ist doch alles hier traditionalisierung und redwives und so weiter
326
00:30:25,380 --> 00:30:30,580
Speaker 2: und es ist alles backlash und aber wir haben eine backlash brille auf oder eben in diesen kontexten
327
00:30:30,580 --> 00:30:36,360
Speaker 2: wo ich unterwegs bin in parteien zum beispiel und eine organisationen und ihr müsst mal genau schauen
328
00:30:36,460 --> 00:30:41,420
Speaker 2: was ihr backlash nennt ist aus deren perspektive was anderes also ich nenne das immer die die
329
00:30:41,340 --> 00:30:47,140
Speaker 2: schubumkehr der narrative die haben so ein bisschen die zukunft dafür sich so in die hand genommen hat
330
00:30:47,160 --> 00:30:52,140
Speaker 2: ja das ist jetzt das ist es jetzt nahe es ist gemeinschaft und nicht so individualisierte
331
00:30:53,279 --> 00:30:57,400
Speaker 2: selbstverwirklichung das ist irgendwie das kann auch sogar mit blick auf ökologie so sein es ist
332
00:30:57,420 --> 00:31:03,960
Speaker 2: jetzt natur und natürlichkeit das ist jetzt irgendwie normalität und das ist jetzt mal was
333
00:31:04,040 --> 00:31:09,419
Speaker 2: frisches und das andere das diskutiert so vor sich hin und da geht nichts voran ist es frisch oder ist
334
00:31:09,420 --> 00:31:13,940
es so ein bisschen auch sicherheit durch gewohnt ist weil es ist ja schon wenn man so überlegt
335
00:31:14,060 --> 00:31:18,020
deshalb backlash bei denen diejenigen auch ein paar mehr rechte für die frauen war nicht schlecht
336
00:31:18,200 --> 00:31:23,740
und auch mit den führungspositionen die besser zu teilen oder eben zu sagen migration ist längst
337
00:31:23,840 --> 00:31:28,420
bestandteil von unserer gesellschaft und deshalb verändert sich so was viele leitkultur eben auch
338
00:31:28,620 --> 00:31:36,780
mit der bevölkerung also es wirkt aber gleichzeitig ist ja etwas wo einige sagen naja das hatten wir
339
00:31:36,720 --> 00:31:43,420
Speaker 2: eigentlich und wollten woanders hin ja auf jeden fall das spart so ein bisschen
340
00:31:43,600 --> 00:31:49,280
Speaker 2: aushandlungszeit vermuten viele menschen also dass man sagt okay wenn wir wenn wir
341
00:31:49,280 --> 00:31:53,480
Speaker 2: uns auf gewohntes besinnen dann müssen wir nicht permanent darüber streiten dann
342
00:31:53,640 --> 00:31:57,880
Speaker 2: gucken wir mal wie wir da einigermaßen sie durchkommen merkt aber ja natürlich
343
00:31:58,140 --> 00:32:03,760
Speaker 2: auch dass man mit diesen dingen nicht weiterkommt ja das ist immer sozusagen
344
00:32:03,780 --> 00:32:07,480
Speaker 2: sagen sagt sich eigentlich funktioniert ja ganz gut so wie es ist ich habe es zwar ein bisschen
345
00:32:07,640 --> 00:32:11,860
Speaker 2: weit mit meinem auto dann dahin und deswegen brauche ich das und aber eigentlich und der
346
00:32:11,960 --> 00:32:17,460
Speaker 2: gastank steht auch aber jedes mal in den zwei wochen nachdem der gasmann wieder da war und
347
00:32:17,500 --> 00:32:22,360
Speaker 2: das für teuer geld aufgefüllt hat sagt man sich na ja vielleicht kann man ja zukünftig doch irgendwann
348
00:32:22,460 --> 00:32:28,600
Speaker 2: woanders hingucken war jetzt nur so ein beispiel bei dieses man man will eigentlich dass das so
349
00:32:28,540 --> 00:32:33,660
Speaker 2: weiter funktioniert wie es funktioniert hat und es ist auch vielen glaube ich noch nicht gut genug
350
00:32:33,840 --> 00:32:39,260
Speaker 2: beantwortet warum das an welchen stellen nicht mehr geht also da wo man sagt man möchte vielleicht
351
00:32:39,360 --> 00:32:43,840
Speaker 2: unabhängig von irgendetwas sein oder man möchte wieder aus sich selbst heraus da funktioniert das
352
00:32:43,920 --> 00:32:49,060
Speaker 2: glaube ich ganz gut also wenn man so sagt europa muss jetzt zusammenhalten und so weiter das sind
353
00:32:49,140 --> 00:32:56,000
Speaker 2: zum beispiel positive impulse ja auch so was so was zu setzen oder in den und den bereichen sind
354
00:32:56,020 --> 00:33:02,660
Speaker 2: wir ganz gut das wir wie wichtig ist da dass wir weil das wäre wichtig dass das wir es wichtig und
355
00:33:02,720 --> 00:33:07,580
Speaker 2: da hat man da haben viele eben auch gerade wieder in dieser vielbeschworenen mitte das gefühl dass
356
00:33:07,640 --> 00:33:13,420
Speaker 2: sich einige abgekoppelt haben ich glaube das ein bisschen dass das hast du in deinem buch ja
357
00:33:13,660 --> 00:33:19,500
Speaker 2: angesprochen mit diesem auschecken also da habe ich dran dran gedacht dass viele menschen die sagen
358
00:33:19,600 --> 00:33:24,200
Speaker 2: ich will jetzt dass das irgendwie funktioniert und wir müssen wieder wirtschaftswachstum und so weiter
359
00:33:24,780 --> 00:33:29,540
Speaker 2: aber da gibt es halt leute die haben sich da abgekoppelt und ausgecheckt und die machen so ihr
360
00:33:29,720 --> 00:33:33,440
Speaker 2: eigenes ding die sind vielleicht auch kosmopolitisch unterwegs die sagen sich nach wenn das nicht wird
361
00:33:33,500 --> 00:33:38,140
Speaker 2: mal etwas anderes soll ich ein anderes land oder dann gehe ich mit meinem unternehmen woanders hin
362
00:33:38,340 --> 00:33:42,300
Speaker 2: und wir haben das gefühl wir selbst können nicht aus checken und wollten das eigentlich auch gar
363
00:33:42,500 --> 00:33:51,080
nicht aber wir können nicht erfolgreich partizipieren ich finde also thema noch mal dieses der zusammenhalt
364
00:33:51,100 --> 00:33:56,380
schwingt da ja mit und das ist ja ein teil dieser sozialen sicherheit also auch in sozialstaat ja
365
00:33:56,780 --> 00:34:01,240
angelegt zu sagen wenn du gerade nicht kannst dann hilft dir jemand ich fand das auch spannend ihr
366
00:34:01,280 --> 00:34:06,120
habt ja im wirtschaftsdienst mal angeguckt wie die verteilungswirkungen auch relevant sind für die
367
00:34:06,200 --> 00:34:10,360
akzeptanz von bestimmten politischen maßnahmen das kenne ich aus der klimapolitikforschung auch ihr
368
00:34:10,419 --> 00:34:16,859
hattet euch angeguckt mit den entlastungszahlungen als wir die energiekrise haben und da war ja ein
369
00:34:16,780 --> 00:34:23,440
wichtiges merkmal schon dass die die am wenigsten haben davon also so gepuffert werden sollten dass
370
00:34:23,440 --> 00:34:28,360
es für sie nicht existenziell wird und dann war der zweite teil aber schon dieser fairness gedanke
371
00:34:28,620 --> 00:34:33,720
irgendwie müssen trotzdem alle gesehen werden aber das heißt ja erstmal dass ich mich schon in
372
00:34:33,870 --> 00:34:39,639
dem kollektiv wahrnehme und dieser relative vergleich dann sehr wichtig ist um vielleicht
373
00:34:39,669 --> 00:34:43,620
diese sicherheit aus einer positionierung da drin auch ein stück weit zu finden das kenne ich wieder
374
00:34:43,540 --> 00:34:48,560
aus der wohlstands- und lebensqualitätsforschung die relativen vergleiche sind fast wichtiger als
375
00:34:48,560 --> 00:34:53,139
dieses immer mehr zu gewinnen wenn ich das gefühl habe ich ja alle so ungefähr auf einem ähnlichen
376
00:34:53,139 --> 00:34:58,780
niveau dann ist okay also mich ja teil dieser gruppe also der pier so wenn sich die anderen
377
00:34:58,780 --> 00:35:03,740
so wegziehen und verabschieden dann kriege ich so sorgen und guckst du links und rechts ja das
378
00:35:03,740 --> 00:35:09,680
Speaker 2: ist interessant also bei diesem entlastungsthema sind plötzlich große teile der bevölkerung
379
00:35:09,700 --> 00:35:15,060
Speaker 2: bedürftig und auf der anderen seite wenn es um belastung geht dann sind alle mittelschicht also
380
00:35:15,060 --> 00:35:20,280
Speaker 2: ich meine wir haben das oben und unten jeweils dass das so gesehen wird aber ich glaube ist ein
381
00:35:20,440 --> 00:35:30,620
Speaker 2: ganz starkes gefühl deswegen also ich finde schon auch wir sollten den sozialstaat auch auch durchaus
382
00:35:30,760 --> 00:35:34,619
Speaker 2: ein bisschen positiver darstellen mit dem was er hat oder kann er ist ja sicherlich auch in vielen
383
00:35:34,640 --> 00:35:39,800
Speaker 2: stellen verbesserungswürdig aber mir fällt auch das immer auf auch gerade wenn man so mit quasi
384
00:35:39,980 --> 00:35:45,720
Speaker 2: den ganz normalen leuten so spricht dass denen wichtig ist dass irgendwie alle auch ein stück
385
00:35:45,920 --> 00:35:52,600
Speaker 2: teilhaben und alle dabei sind ich habe das vor jahren mal aber so als die pausenbrot schwelle
386
00:35:52,720 --> 00:35:56,780
Speaker 2: bezeichnet das haben kann man häufig so in diskussionsrunden was familien zum beispiel
387
00:35:57,220 --> 00:36:03,140
Speaker 2: eltern häufig angesprochen hatten war dieses so und wir sind jetzt hier in einem wohlhabenden land
388
00:36:03,160 --> 00:36:08,100
Speaker 2: und wenn ich sehe, dass da manche Kinder einfach nicht anständig ihr Frühstück dabei haben
389
00:36:08,200 --> 00:36:12,060
Speaker 2: oder nicht mitfahren können auf die Klassenfahrt, so will ich hier nicht sein.
390
00:36:12,380 --> 00:36:14,900
Speaker 2: Und da muss dann irgendwie geholfen werden.
391
00:36:16,060 --> 00:36:22,380
Speaker 2: Das sind ja übrigens auch alles Menschen, die eigentlich traditionell sehr stark vor Ort engagiert sind.
392
00:36:22,540 --> 00:36:32,180
Speaker 2: Also viel mehr als zum Beispiel Milieus, die sich vielleicht sehr viel mit dem Thema soziale Gerechtigkeit und so weiter beschäftigen.
393
00:36:33,660 --> 00:36:40,660
Speaker 2: viel weniger aktiv vor ort dann da vielleicht auch dabei sind oder sonntags früh um halb acht die
394
00:36:40,740 --> 00:36:44,640
Speaker 2: sporthalle aufschließen oder am kuchenbuffet rumstehen und so weiter und bei diesen dingen
395
00:36:44,800 --> 00:36:51,060
Speaker 2: fängt es ja eigentlich an und eben auch in diesen dingen gesehen zu werden ich würde noch mal also
396
00:36:51,280 --> 00:36:56,140
thema du hast ja das mitgebracht was dich fasziniert thema sehen und gesehen werden wie wir uns selbst
397
00:36:56,340 --> 00:37:02,360
wahrnehmen und wie die zukunft der gesellschaft aber von vielen wahrgenommen wird magst du das
398
00:37:02,380 --> 00:37:07,120
kurz reinbringen warum ich diese grafik hast du uns mitgebracht mit zwei auseinanderklaffenden kurven
399
00:37:07,740 --> 00:37:13,260
warum sie dich so beschäftigt ja ich kann ich kann da mal was zu erzählen ich würde sagen ich habe
400
00:37:13,460 --> 00:37:17,920
Speaker 2: einen das habe ich mitgebracht ein möglichkeits vakuum dann kann man sich vielleicht sogar auf
401
00:37:17,960 --> 00:37:23,800
Speaker 2: der tonspur irgendwie einigermaßen vorstellen also in der tat wenn wir das ist jetzt quantitativ
402
00:37:23,940 --> 00:37:27,740
Speaker 2: gemessen wenn wir ich kann das irgendwo rein halten aber ich beschreibe das natürlich für
403
00:37:27,760 --> 00:37:36,200
Speaker 2: alle zuhörer innen wir messen persönlichen zukunftsoptimismus im sinne von wie optimistisch
404
00:37:36,260 --> 00:37:40,220
Speaker 2: blickst du in die nächsten jahre wie sich das so für dich entwickelt und dann kann man das ja so
405
00:37:40,220 --> 00:37:46,560
Speaker 2: ein bisschen in so die die top two bereiche und sehr optimistisch und weniger und gar nicht
406
00:37:46,760 --> 00:37:52,140
Speaker 2: optimistisch unterteilen und dann sehen wir auch wenn das medial ja nicht so richtig durchdringt
407
00:37:52,240 --> 00:37:57,720
Speaker 2: dieser persönliche zukunftsoptimismus der ist relativ hoch also im sommer geht es uns immer
408
00:37:57,740 --> 00:38:01,580
Speaker 2: als im winter sieht man und so weiter es bewegt sich so ein bisschen aber wenn wir dann fragen
409
00:38:02,040 --> 00:38:08,120
Speaker 2: wie optimistisch bist du fürs land also für deutschland jetzt in diesem fall dann haben wir
410
00:38:08,120 --> 00:38:13,740
Speaker 2: da eine ganz große lücke und diese lücke wird er größer als kleiner wir war zum beispiel 2020
411
00:38:14,720 --> 00:38:21,000
Speaker 2: waren wir dann noch so bei 67 prozent persönlichem zukunftsoptimismus 55 prozent deutschland optimismus
412
00:38:21,020 --> 00:38:30,720
Speaker 2: so relativ beieinander und jetzt zum beispiel september ganz aktuell 64 prozent zukunftsoptimismus
413
00:38:30,960 --> 00:38:35,760
Speaker 2: und nur noch 30 prozent deutschland optimismus und das ist doch eigentlich total komisch oder
414
00:38:36,200 --> 00:38:42,240
Speaker 2: dass wir selber für uns optimistisch sind aber für das land nicht also entweder halten wir uns
415
00:38:42,380 --> 00:38:48,800
Speaker 2: für zu cool zu gut und das land für zu schlecht oder warum lässt sich das nicht aktivieren was
416
00:38:48,700 --> 00:38:55,820
wir persönlich als optimismus haben warum kann das nicht fruchtbar sein fürs land insgesamt hat
417
00:38:55,820 --> 00:38:59,700
es mit der medienberichterstattung zu tun wie die ganze zeit ja nur erzählt wie alles schlimm ist
418
00:38:59,760 --> 00:39:04,460
also das kling war der neulich gesagt das schlimmste bei uns ist ja eigentlich die stimmung ja so
419
00:39:04,560 --> 00:39:08,540
wenn man sich den ganzen tag erzählt wie mies hier alles ist und dass wir keine chance mehr
420
00:39:09,279 --> 00:39:13,620
kommt das daher und dann sieht man in seinem persönlichen umfeld da geht doch noch einiges
421
00:39:13,710 --> 00:39:17,200
und ich habe auch noch ein paar ideen was ich anders machen könnte also kann das damit zu tun
422
00:39:17,080 --> 00:39:22,020
Speaker 2: haben ja also wir sprechen ja ein bisschen viel über stimmung früher war das immer nur dachte
423
00:39:22,020 --> 00:39:28,460
Speaker 2: ich immer so genau karneval und war vor wahlen ist natürlich stimmung klar aber daran halten wir
424
00:39:28,460 --> 00:39:36,340
Speaker 2: uns sehr stark fest also dieses genau wie wie geht es uns denn jetzt und so weiter und die gesellschaft
425
00:39:36,600 --> 00:39:44,040
Speaker 2: hier für die gesellschaft ja und ich glaube auch dieses aufspringen auf ständige buzzwords also man
426
00:39:43,960 --> 00:39:48,900
Speaker 2: sagt das ist es jetzt und das da gibt es nur die eine oder die andere lösung und dann kämpfen sich
427
00:39:50,790 --> 00:39:56,460
Speaker 2: alle so wieder sehr dichotom damit ab wie ich das ja schon am anfang so ein bisschen versucht habe
428
00:39:56,540 --> 00:40:01,240
Speaker 2: zu beschreiben und dann kommt irgendwie nichts raus und dann denkt man jetzt okay wie gehen wir
429
00:40:01,340 --> 00:40:08,240
Speaker 2: jetzt damit weiter und wie schaffen wir das eigentlich wieder diese themen auszuhandeln und
430
00:40:08,260 --> 00:40:17,580
Speaker 2: Und ich glaube ja, dieses Möglichkeitsvakuum, das ist wirklich in dem lokalen, zwischenräumlichen Bereich,
431
00:40:18,180 --> 00:40:23,960
Speaker 2: also in Kleinsystemen, die vielleicht vorher auch sehr stark durch Vereine, Ehrenamt gefestigt waren.
432
00:40:23,960 --> 00:40:27,740
Speaker 2: Das gibt es ja auch weiterhin, da gibt es ja auch quasi eine Renaissance in vielen Bereichen,
433
00:40:27,880 --> 00:40:30,140
Speaker 2: dass da eher wieder viel mehr passiert.
434
00:40:30,300 --> 00:40:35,380
Speaker 2: Aber wir haben eben gleichzeitig auch diese Auflösung von Verständigungsräumen sehr stark.
435
00:40:35,920 --> 00:40:41,880
Speaker 2: das ist eigentlich auch das was menschen häufig sagen dass eben dieses problem ist nicht mehr
436
00:40:41,960 --> 00:40:46,460
Speaker 2: miteinander zu sprechen oder wenn man schon spricht dann darf man wieder bestimmte sachen
437
00:40:46,600 --> 00:40:53,260
Speaker 2: nicht sagen es kommt dann sehr schnell also dieses gefühl nicht sprechen zu können ich
438
00:40:53,280 --> 00:41:00,440
Speaker 2: habe noch überlegt beim mitbringen habe ich gedacht ich kann auch eine situation mitbringen
439
00:41:00,620 --> 00:41:05,360
Speaker 2: und was mich letzter zeit so beschäftigt hat das ist aber wirklich eine alltagsszenerie ich war
440
00:41:05,240 --> 00:41:10,400
Speaker 2: jetzt ein paar mal in köln die letzten monate und dann kam ich da immer aus dem bahnhof aus
441
00:41:10,400 --> 00:41:14,140
Speaker 2: und dachte ich okay wie viel zeit habe ich noch geht es jetzt los und so weiter und ich weiß nicht
442
00:41:14,140 --> 00:41:19,520
Speaker 2: ob das eine stadt bekannte persönlichkeit ist oder ob das einfach nur ein zufall ist aber an der einem
443
00:41:19,580 --> 00:41:26,800
Speaker 2: einen ausgang vom kölner hauptbahnhof war also habe ich jetzt schon dreimal gesehen ein mann der der
444
00:41:26,800 --> 00:41:33,300
Speaker 2: einmal stand gesagt hat könnt ihr mal deutsch sprechen keiner spricht hier deutsch ich erkenne
445
00:41:33,320 --> 00:41:36,880
Speaker 2: überhaupt mein land nicht mehr ich meine da kommt wird er die halbe welt ausgespuckt und gucken dann
446
00:41:36,980 --> 00:41:44,300
Speaker 2: auf den dom eigentlich so und und er ist dann da quasi halb verzweifelt rumgelaufen und hat sich
447
00:41:44,460 --> 00:41:52,300
Speaker 2: eben darüber beklagt dass dass er sich sozusagen nicht mehr nicht mehr wohl fühlt und das absurde
448
00:41:52,380 --> 00:41:56,220
Speaker 2: ist dann ja dass dann auch alle irgendwie irritiert sind und erst mal weitergehen und er dann sozusagen
449
00:41:56,240 --> 00:42:04,700
Speaker 2: doppelt nicht gesehen ist und dadurch noch lauter wurde und dieses das ist vielleicht jetzt sehr
450
00:42:04,740 --> 00:42:10,600
Speaker 2: übertrieben aber dieses der hat das sehr laut rausgerufen wie er sich eigentlich da fühlt dann
451
00:42:10,600 --> 00:42:13,960
Speaker 2: kann man sagen okay das doch die leute sprechen wie sie wollen sie reden ja auch gerade nicht mit
452
00:42:14,100 --> 00:42:21,200
Speaker 2: dir und so weiter aber er hat das so so so stark auf den auch den punkt gebracht eigentlich also
453
00:42:21,280 --> 00:42:25,599
Speaker 2: jetzt anhand der sprache aber auch so dieses gefühl nicht nicht dazu zu gehören und dann für diesen
454
00:42:25,620 --> 00:42:31,520
Speaker 2: ausspruch auch noch doppelt ignoriert zu werden und sowas fühlen viele menschen sie sagen ich
455
00:42:31,640 --> 00:42:35,100
Speaker 2: wollte eigentlich und dann da wie dann jemand gesagt nicht so kannst du das ja auch nicht
456
00:42:35,280 --> 00:42:41,860
Speaker 2: machen oder eben auch da musst du an die arbeiten oder könnte man auch sagen ja kann man auch machen
457
00:42:42,100 --> 00:42:46,780
aber da ist irgendwie kannst du auch ein bisschen großzügig mit mir sein und trotzdem können wir
458
00:42:46,880 --> 00:42:51,280
erstmal gewann das war ja auch spannend mit diesen großzügigkeit das wäre eigentlich auch noch was
459
00:42:51,560 --> 00:43:14,320
Ja, oder vielleicht auch erstmal so eine Vermutung einer guten Intention. Also wir sind ja nicht besonders freundlich miteinander. Also wir hängen in den Verunmöglichungsritualen. Die können auf keinen Fall mit denen zusammen, weil dann hat man die Lager verteilt. Also da hast du ja auch im Gang, vorhin als wir reingelaufen sind, erzählt, wie schwer das für einige ist, die sich schon umweltgerecht verhalten möchten, aber auf keinen Fall dieses grüne Label dann dafür kriegen müssen.
460
00:43:14,520 --> 00:43:23,340
Also wie stark wir uns eigentlich mit dieser Labelitis und mit dem immer so bestimmte Identitätsgruppen zuordnen, diese Zwischenräume eigentlich verunmöglichen.
461
00:43:23,600 --> 00:43:28,080
Dann musst du entweder all in sein und dann gehörst du dann auch dazu und kriegst auch alles ab.
462
00:43:29,180 --> 00:43:32,240
Oder eben du bist total draußen und dann musst du auch wirklich auf der anderen Seite sein.
463
00:43:32,240 --> 00:43:35,360
Und wir sehen ja in den USA, wie doll das inzwischen wird.
464
00:43:35,570 --> 00:43:41,660
Also dass du tatsächlich ganze Lebensstilfragen ja nach einer Kodierung einer Parteifarbe im Prinzip entscheiden musst.
465
00:43:42,080 --> 00:43:54,920
Und dieser große Raum der Zwischentöne, der Kompromisse, der Grauzonen, da geht es weiter, weil alle sich bewegen, die werden dann so irgendwie wie Tabuzonen im Grunde genommen deklariert.
466
00:43:54,970 --> 00:43:59,680
Also du kannst ja gar nicht mehr in der Mitte stehen oder kannst du schon, dann bist du von beiden Seiten angeschossen.
467
00:44:00,240 --> 00:44:01,160
Sehr unangenehm inzwischen.
468
00:44:01,870 --> 00:44:07,420
Ist das was, was ihr beobachtet oder gibt es da jetzt Thema auch, wie können wir damit umgehen?
469
00:44:08,340 --> 00:44:14,320
Speaker 2: so ein paar empfehlungen vielleicht die dir ja ja diese sorge vor positionierung sehen wir in
470
00:44:14,440 --> 00:44:18,820
Speaker 2: manchen feldern wenn sie eben medial stark aufgeladen sind möchte man sich eigentlich
471
00:44:19,020 --> 00:44:26,220
Speaker 2: immer weniger positionieren das führt dann ja interessanterweise dazu dass man dann am besten
472
00:44:26,220 --> 00:44:32,420
Speaker 2: die begriffe nicht mehr verwendet also in dem was wir tun ist es dann zum beispiel so nimmt
473
00:44:32,440 --> 00:44:37,840
Speaker 2: etwas wie nachhaltigkeit dass wir sagen okay also dass das wort kann man es nicht benutzt also in
474
00:44:38,520 --> 00:44:43,520
Speaker 2: kommunikationsworkshops zum thema nachhaltigkeit wird an vorschlägen gearbeitet die das wort auf
475
00:44:43,530 --> 00:44:48,860
Speaker 2: jeden fall schon mal vermeiden also das heißt man man adressiert die jeweiligen bedürfnisse
476
00:44:48,860 --> 00:44:55,440
Speaker 2: die dahinter stecken ja das kann dann eher gesundheit sein das kann effizient sein das
477
00:44:55,480 --> 00:45:00,140
Speaker 2: das kann qualität lebensqualität sein und so weiter was ist es jeweils acht pionier gedanken
478
00:45:00,160 --> 00:45:14,040
Speaker 2: Wir hatten ein Projekt zu Photovoltaikanlagen, da ging es dann eher darum, ich bin der Erste in der Siedlung, der das hat, also bei manchen muss man das adressieren und so weiter. Und dann denkt man, das ist jetzt auch ein bisschen anstrengend, aber sowas funktioniert.
479
00:45:14,160 --> 00:45:19,960
Speaker 2: also die die bedürfnisse dahinter zu kennen und die zu adressieren bei vielen themen ja also dass
480
00:45:19,960 --> 00:45:24,740
Speaker 2: ich eben auch beim thema sicherheit nicht sagt wir ziehen jetzt hier mauernhof oder wir rüsten auf
481
00:45:24,810 --> 00:45:30,960
Speaker 2: und dann fühlen sich alle sicher sondern was sind tatsächlich die indikatoren die in größeren
482
00:45:31,100 --> 00:45:35,480
Speaker 2: gesellschaftlichen gruppen auf sicherheit einzahlen und wenn wir da was übereinstimmendes nehmen dann
483
00:45:35,540 --> 00:45:41,680
Speaker 2: ist das eben sehr stark dieses thema sozialer kohäsion und sozialen zusammenhalt was da einzahlt
484
00:45:41,700 --> 00:45:46,620
Speaker 2: und bei denen was man tun kann also ich hatte ja schon so ein bisschen über diese resonanz
485
00:45:46,860 --> 00:45:53,020
Speaker 2: potenziale gesprochen also es müssen tatsächlich die dinge auch so benannt werden wie sie eben als
486
00:45:54,480 --> 00:45:59,940
Speaker 2: benannt werden und bearbeitet werden wie sie eben auch von der bevölkerung angesprochen werden und
487
00:46:00,120 --> 00:46:05,200
Speaker 2: da kann man natürlich sagen okay vielleicht jetzt interessiert nicht nicht jeden im eigentum dass
488
00:46:05,280 --> 00:46:09,700
Speaker 2: ich mit der mietin probleme habe aber wieder schon gesagt dass wer das anspricht hat ja auch sofort
489
00:46:09,720 --> 00:46:16,780
Speaker 2: eine gewisse aufmerksamkeit aber die menschen haben schon verständnis dafür dass nicht alle
490
00:46:16,920 --> 00:46:21,820
Speaker 2: ihre persönlichen agenda punkte abgearbeitet werden aber sie haben dann das gefühl aha aber
491
00:46:21,840 --> 00:46:27,740
Speaker 2: für diese wurst thema ist jetzt so viel zeit oder für was hatten wir davor also für bestimmte themen
492
00:46:28,040 --> 00:46:34,380
Speaker 2: wird dann sehr viel zeit und auch viel sehr viel mediale aufmerksamkeit ja diese kulturkampf themen
493
00:46:34,460 --> 00:46:38,520
Speaker 2: da sagen die menschen ist auch wirklich so ein hauptthema die politik beschäftigt sich mit
494
00:46:38,400 --> 00:46:43,380
Speaker 2: nebenschauplätzen das problem ist aber leider dass viele dieser so bezeichneten nebenschauplätzen
495
00:46:43,920 --> 00:46:49,540
Speaker 2: häufig doch gar keine sind also man sagt das ist jetzt alles was die machen und wir wollen jetzt
496
00:46:49,640 --> 00:46:55,080
Speaker 2: mal was für uns dann wird nämlich auch schon ukraine konflikt zum nebenschauplatz weil man
497
00:46:55,180 --> 00:46:59,020
Speaker 2: sagt das ist auch nichts für uns also da driftet es dann wieder in das aber man sagt nee okay da
498
00:46:59,140 --> 00:47:05,620
Speaker 2: muss man aber auch sagen bestimmte dinge sind hier auch für uns relevant also diese resonanz
499
00:47:05,660 --> 00:47:13,340
Speaker 2: potenziale zu erzeugen und eben diese ja diese verständigungs räume zu schaffen und da wird
500
00:47:13,340 --> 00:47:17,800
Speaker 2: zwar auch sehr viel gemacht aber ich habe immer noch das gefühl auch bei diesen jetzt müssen wir
501
00:47:17,800 --> 00:47:23,620
Speaker 2: wieder leute zusammenbringen an einen tisch bringen dass das sind so viele formate also die sind alle
502
00:47:23,720 --> 00:47:28,740
Speaker 2: in sich toll aber es sind halt irgendwie formate sind nicht die natürlichen formen wo man wo man
503
00:47:28,620 --> 00:47:36,560
Speaker 2: so irgendwie aufeinander trifft sondern ja wie gesagt es gibt alle möglichen begegnungstinder
504
00:47:36,740 --> 00:47:41,700
Speaker 2: oder sonst wie sachen aber eigentlich haben wir das ja mal aus unserem natürlichen alltag heraus
505
00:47:42,040 --> 00:47:49,060
Speaker 2: erlebt dass wir mit unterschiedlichem konfrontiert waren und das hat man natürlich weniger und liegt
506
00:47:49,160 --> 00:47:55,060
Speaker 2: natürlich auch dran ist glaube ich auch ganz wichtig noch dieses thema wissenskrise also dass jeder auch
507
00:47:55,080 --> 00:48:00,060
Speaker 2: schon so seine wirklichkeitsdefinition so ein bisschen hat da habe ich mich auch gerade so ein
508
00:48:00,120 --> 00:48:04,000
Speaker 2: bisschen mit beschäftigt weil wir das eben auch häufig in gesprächen erleben dass man erst mal
509
00:48:04,160 --> 00:48:11,440
Speaker 2: gucken muss so auf eine auf er in eine ebene zu kommen ja das war die neue wirklichkeit konstruktion
510
00:48:11,520 --> 00:48:17,020
hast du das genannte geteilte wirklichheiten oder nicht und dass es eben unterschiedliche strategien
511
00:48:17,180 --> 00:48:23,920
gibt ja um sich die welt anzueignen die dann aber nicht unbedingt zu einer ähnlich erscheinenden
512
00:48:24,560 --> 00:48:30,440
Speaker 2: interpretationen führen ja genau und wir haben glaube ich im moment das gefühl also objektiv
513
00:48:30,520 --> 00:48:35,360
Speaker 2: kann man ja sagen wir konnten noch nie so viel wissen wie wir jetzt wissen es gibt alle möglichen
514
00:48:35,420 --> 00:48:40,460
Speaker 2: dingen und das führt ja auch bei vielen menschen dazu eher mehr medien und mehr informationen
515
00:48:40,720 --> 00:48:45,600
Speaker 2: parallel und gleichzeitig zu verarbeiten wenn ich das sage mit diesem thema und die leute ziehen sich
516
00:48:45,740 --> 00:48:51,760
Speaker 2: auf ihre eigenen rückkopplung schleifen über irgendwelche vereine und nahräume zurück und
517
00:48:51,780 --> 00:48:57,620
Speaker 2: so weiter gesagt nee hier guck mal viel mehr zeit abonnements viel mehr vertrauen in öffentlich
518
00:48:57,820 --> 00:49:02,780
Speaker 2: rechtlichen rundfunk und so weiter aber das sind eben das trifft nämlich auf alle zu es gibt im
519
00:49:03,000 --> 00:49:07,940
Speaker 2: bestimmten bereich und auch einen größeren bereich in der gesellschaft die schon in dieser neuen
520
00:49:08,540 --> 00:49:14,380
Speaker 2: wirklichkeitskonstruktion sind und sagen also ich nehme eher das was ich finde als verlässliche
521
00:49:14,520 --> 00:49:19,520
Speaker 2: rückkopplung für meinen blick auf die welt und vertraue einfach nicht mehr dem was da von oben
522
00:49:19,860 --> 00:49:25,140
Speaker 2: mir entsprechend gesagt wird und da muss man sicherlich auch an und diese nicht mehr selbstverständlich
523
00:49:25,260 --> 00:49:30,580
Speaker 2: geteilten wirklichkeiten über die man sich schwerer verständigen kann das ist auch eine erhebliche
524
00:49:30,860 --> 00:49:36,620
hürde habe ich ja das höre ich viel also dass personen sagen sogar in meiner familie bekommen
525
00:49:37,380 --> 00:49:42,820
da nicht mehr auf eine gemeinsame interpretation dessen was wirklich stattgefunden hat weil man
526
00:49:43,000 --> 00:49:47,000
Speaker 2: soll man will man will eigentlich diskutieren und sagt okay jetzt halten wir das mal aus dass jeder
527
00:49:47,020 --> 00:49:54,320
Speaker 2: eine unterschiedliche meinung hat aber dazu muss man erst mal sagen was was ist ja dann ist ja nicht
528
00:49:54,440 --> 00:49:58,540
mehr die möglichkeit sich auf eine ähnliche faktenbasis überhaupt so einigen bei allen sagen
529
00:49:58,660 --> 00:50:02,420
das war aber so und die anderen sagen die was nicht bezahlen durch diesen ganzen die pfäckentwicklung
530
00:50:02,520 --> 00:50:07,400
überhaupt nichts auf ein wie wir das da jetzt ja mit slop und sowas bei der entwicklung von
531
00:50:07,600 --> 00:50:13,040
kai fürs internet auch diskutieren dass du in einer unfassbar rasanten inflationären geschwindigkeit
532
00:50:13,060 --> 00:50:19,020
lauter neues zeug reinladen kannst videos die wirklich ja nur für geschulte augen noch
533
00:50:19,220 --> 00:50:24,380
unterscheidbar sind von von dem realen ja und auch bewusstes data poisoning sogar das ist ja nicht
534
00:50:24,380 --> 00:50:30,760
Speaker 2: nur also es ist ja richtig ein spiel auch damit diese diese verwirrung noch weiter voranzutreiben
535
00:50:30,940 --> 00:50:35,380
Speaker 2: noch gar nicht unbedingt eine andere alternative wahrheit das war glaube ich mal vor zwei drei
536
00:50:35,520 --> 00:50:39,380
Speaker 2: jahren und im moment glaube ich geht es eigentlich nur noch um die maximale verwirrung
537
00:50:40,640 --> 00:50:47,040
Speaker 2: orientierungslosigkeit schon fast zu zu schaffen und das ist das ist sicherlich ein echter challenge
538
00:50:47,380 --> 00:50:54,640
Speaker 2: und ich glaube so vielleicht jetzt auch hier in dem publikum da wird vielleicht erst mal so gedacht
539
00:50:54,800 --> 00:50:58,660
Speaker 2: im moment ist eigentlich sind wir doch jetzt sehr viel kompetenter und haben viel aber ich glaube
540
00:50:59,570 --> 00:51:05,600
Speaker 2: wir brauchen eben diesen gesamtgesellschaftlichen blick und müssen verstehen dass manche
541
00:51:05,620 --> 00:51:10,320
Speaker 2: bevölkerungsgruppen sich sehr stark eben in ihr nahe umfeld gerade zurückziehen und
542
00:51:16,119 --> 00:51:20,960
Speaker 2: und überhaupt das sind ja alles obrigkeits induzierte informationen und heute kann gott
543
00:51:21,060 --> 00:51:25,900
Speaker 2: zeit dank jeder selber auch informationen produzieren und dass man dann aber auch
544
00:51:26,940 --> 00:51:32,900
Speaker 2: widerspruch akzeptieren muss das ist dann auch nicht immer auch nicht immer so also man möchte
545
00:51:32,900 --> 00:51:38,840
Speaker 2: aushandeln aber dafür braucht man eine gemeinsame wirklichkeit und ja bei den lösungen also ich ich
546
00:51:38,880 --> 00:51:43,440
Speaker 2: denke auch wie du über werte nach sehr viel war das natürlich auch so ein bisschen die basis ist
547
00:51:43,500 --> 00:51:48,620
Speaker 2: wie wir wie wir arbeiten und bei sicherheit ist es ja eigentlich auch so dass wir das auch sehr
548
00:51:48,840 --> 00:51:54,880
Speaker 2: starr und als zustand den man haben muss der sich irgendwie durch bestimmte bedrohungslagen der
549
00:51:55,000 --> 00:51:59,100
Speaker 2: dadurch gefährdet ist und den man aber haben muss aber auch sicherheit kann man ja mit blick auf
550
00:51:59,020 --> 00:52:05,340
Speaker 2: dieses zukunftsvertrauen auch auch mal als wert also im sinne von konzeptionen von wünschenswertem
551
00:52:05,710 --> 00:52:11,040
Speaker 2: so bezeichnen wir das ja eigentlich auch im marketing also was man spricht nicht bestimmte
552
00:52:11,640 --> 00:52:16,300
Speaker 2: likes oder irgendwas an sondern man möchte so dahinter liegende bedürfnisse ansprechen was
553
00:52:16,400 --> 00:52:20,460
Speaker 2: wie möchte ich mich denn fühlen wenn ich das habe oder wie möchte ich dann aussehen wenn ich das und
554
00:52:20,500 --> 00:52:29,580
Speaker 2: das tour und und sicherheit könnte eben auch viel proaktiver eigentlich gestaltet werden meines
555
00:52:29,780 --> 00:52:35,880
Speaker 2: erachtens und nicht so als nicht so rückwärts gewandt und nur auf verteidigung ausgerichtet
556
00:52:36,080 --> 00:52:41,100
Speaker 2: sondern wie kann ich eben proaktiv auch diese rahmenbedingungen gestalten und zu sagen ja
557
00:52:41,260 --> 00:52:46,100
Speaker 2: dass das gibt mir jetzt auch sicherheit und das also dieser bottom-up gedanke auch wenn ich eben
558
00:52:46,120 --> 00:52:51,080
Speaker 2: in meiner gemeinschaft also in allen kommunalen projekten in denen ich arbeite ist die stimmung
559
00:52:51,200 --> 00:52:56,340
Speaker 2: gar nicht so schlecht also wenn man konkret an einer sache arbeitet und ob es jetzt im kontext
560
00:52:57,719 --> 00:53:02,020
Speaker 2: stadtentwicklung wärmeplanung und so weiter geht wenn dann alle wissen darauf soll es hinauslaufen
561
00:53:02,200 --> 00:53:07,380
Speaker 2: dann dann geht es ganz gut aber dann sagt man sich ja das ist halt so hier hier bei uns vor
562
00:53:07,480 --> 00:53:12,040
Speaker 2: ort und dann mache ich die tagesschau an und dann ist wieder nicht so aber das ist ja ein thema
563
00:53:11,980 --> 00:53:16,520
kohärenzen aber wir auch noch mal spaß von sozialer kohärenz als sicherheit empfinden das ja auch die
564
00:53:16,760 --> 00:53:23,080
eigene resilienzerfahrung wenn du diese verständnis wissen handlungsoptionen und sinnhaftigkeit gegeben
565
00:53:23,440 --> 00:53:27,200
sind also ich habe die zusammenhänge verstanden und auch die notwendigkeit des handelns oder das
566
00:53:27,300 --> 00:53:32,200
wünschenswerte am ende und dann haben wir unterschiedliche optionen und wählen eben aus
567
00:53:32,400 --> 00:53:36,160
und diese sinnhaftigkeit kann entweder so eine intrinsische motivation ja sein ich möchte mich
568
00:53:36,240 --> 00:53:41,440
dafür wirklich verwenden oder das andere ist ich weiß genug andere machen mit also das ist ja ganz
569
00:53:41,320 --> 00:53:44,880
häufig das finde ich total spannend auch mal so eine studie mit der friedrich ebert stiftung zu
570
00:53:47,060 --> 00:53:50,060
klimaverhaltensänderungen gemacht und da kam bei 70 prozent was ich würde noch viel mehr machen
571
00:53:50,200 --> 00:53:55,020
wenn ich wüsste dass alle anderen das auch tun und das macht ja sinn weil die einzelnen kleinen
572
00:53:55,180 --> 00:53:58,740
aktivitäten erst in der summe wirklich das problem in den griff bekommen und sonst habe ich das für
573
00:53:59,440 --> 00:54:04,780
ich mache hier das risiko ich zahle hier mehr ich schränke mich ein aber das problem kriegen wir
574
00:54:04,860 --> 00:54:11,280
nicht gelöst und die anderen fröhnen fröhlich dem alten und denen ist es eben egal aber das
575
00:54:11,300 --> 00:54:16,560
Speaker 2: ja auch ein bisschen so also ich meine dass das sehr häufig das problem das heißt das problem an
576
00:54:16,680 --> 00:54:23,340
Speaker 2: manchen ist ja auch ist ja auch fast dran also ich spüre halt den verlust stärker oder wenn also wenn
577
00:54:23,540 --> 00:54:28,620
Speaker 2: diese diese materiellen herausforderungen de facto größer werden und sie aber für andere nicht
578
00:54:28,880 --> 00:54:34,180
Speaker 2: größer werden dann haben die auch halt mehr handlungsoptionen verhalten zu verändern also
579
00:54:34,250 --> 00:54:40,260
Speaker 2: schon allein neuen beruf zu erlernen oder anders damit umzugehen oder skalieren einfach nur ein
580
00:54:40,280 --> 00:54:48,820
Speaker 2: stückchen runter ja und und dieser wunsch dass alle mitmachen müssen fängt ja auch nicht nur
581
00:54:48,940 --> 00:54:52,940
Speaker 2: und das ist glaube ich auch dass das in der mitte sehr stark dieses gefühl war warum fängt es jetzt
582
00:54:53,160 --> 00:54:59,780
Speaker 2: bei uns an warum müssen wir jetzt als erster eigentlich warum nicht die die viel mehr machen
583
00:54:59,880 --> 00:55:03,940
Speaker 2: oder viel mehr verbrauchen ja das sehen wir ja auch übrigens in der miliölandschaft wir haben
584
00:55:03,920 --> 00:55:14,580
Speaker 2: auch mal vor jahren mit dem pic zusammen co2 footprints nach milieus angeschaut und gerade
585
00:55:14,880 --> 00:55:22,080
Speaker 2: dort wo der footprint sehr gering war war eine maximale distanz zur partei der grünen und
586
00:55:22,540 --> 00:55:30,520
Speaker 2: überhaupt zum ökologischen denken es ist sozusagen er aus dem aspekt von bescheidenheit anstand auch
587
00:55:30,540 --> 00:55:35,120
Speaker 2: was kann ich mir leisten und sinnhaftigkeit ich brauche das da nicht ich brauche nicht ständig
588
00:55:35,280 --> 00:55:40,060
Speaker 2: ein neues handy ich muss nicht in die welt reisen hier ist schön ich gestalt mir das so ja aber wegen
589
00:55:40,180 --> 00:55:48,640
Speaker 2: ökologie macht jetzt nicht so und aber wenn die jetzt damit kommen dann bin ich glaube ich nicht
590
00:55:48,650 --> 00:55:53,300
Speaker 2: die erste die jetzt anfangen das finde ich auch interessant und da wird das wird auch sehr schnell
591
00:55:53,480 --> 00:55:58,780
Speaker 2: abgebogen und abgelenkt so also da habe ich das gefühl haben wir auch so eine gewisse gesprächsstörung
592
00:55:59,840 --> 00:56:04,400
und wenn du uns jetzt mitgeben würde dass ich mache jetzt mal die drei großen stellschrauben
593
00:56:04,410 --> 00:56:09,280
ich so gehört habe einmal wirklich diese wirklichkeits übereinkunft wie kommen wir da
594
00:56:09,520 --> 00:56:15,840
wieder in mehr sicherheit dass wir uns als gemeinsame gegenüber in einer welt bewegen
595
00:56:16,740 --> 00:56:21,080
und dann vielleicht als nächstes wurde gesagt hast also politisch könnte man dieses thema
596
00:56:21,340 --> 00:56:28,040
soziale sicherheit auch anders adressieren und dann vielleicht ganz zum schluss wie können wir
597
00:56:27,920 --> 00:56:32,120
ja alle ein stück weiter zu beitragen aber du kannst ja vielleicht erstmal die ersten beiden
598
00:56:32,260 --> 00:56:36,500
Speaker 2: aufmachen ja die sind ja auch nicht ganz leicht zu lösen aber ich glaube es sind ganz so sehr
599
00:56:37,160 --> 00:56:44,580
Speaker 2: genau da muss man auch weiter knuseln aber dieses vertrauen in oder dieses wirklichkeit verständnis
600
00:56:46,320 --> 00:56:51,620
Speaker 2: das schauen wir uns übrigens gerade auf kommunaler ebene an also kommunale kommunikationsinfrastrukturen
601
00:56:51,940 --> 00:56:56,940
Speaker 2: und wie stark die eben auch darauf einwirken und wenn das nämlich ganz interessant es ist ja nicht
602
00:56:56,940 --> 00:57:02,060
Speaker 2: so alles ist irgendwie push und jeder lebt in seinen kulturen und da zieht man sich was raus
603
00:57:02,060 --> 00:57:06,600
Speaker 2: aber die menschen möchten information ziehen sie sagen ich möchte gerne ich habe eine frage und
604
00:57:06,660 --> 00:57:11,580
Speaker 2: möchte dann so eine verlässliche quelle haben sie haben wunsch nach zentralisierung und bündelung
605
00:57:11,680 --> 00:57:17,080
Speaker 2: von informationen wenigstens vor ort und das würde glaube ich auch schon sehr stark helfen das kann
606
00:57:17,100 --> 00:57:21,760
Speaker 2: man dann ja individuell auch weiter ziehen aber auch da sehen wir eben dass es vor ort durchaus
607
00:57:21,980 --> 00:57:25,900
Speaker 2: funktionieren kann im moment auch am bröckeln ist aber da kann man ziemlich gut ansetzen da kann man
608
00:57:25,840 --> 00:57:32,840
noch vor ort kann man anziehen ja auch ein riesenthema also diese versteppung der medienlandschaft vor
609
00:57:32,940 --> 00:57:37,060
Speaker 2: ort und so weiter und gleichzeitig der wunsch der menschen verlässlich bescheid wissen zu wollen
610
00:57:37,160 --> 00:57:44,840
Speaker 2: also auch das muss man glaube ich das denken ja ich würde mit blick auf adressieren anders
611
00:57:45,140 --> 00:57:51,320
Speaker 2: adressieren eben diesen aspekt des proaktiven gestalten ist also eben auch sicherheit als
612
00:57:52,680 --> 00:57:56,680
Speaker 2: zukunftsvertrauen stärker denken also das kann ich gestalten das ist nicht etwas was gegeben
613
00:57:56,810 --> 00:58:01,660
Speaker 2: ist oder was der staat jetzt für mich macht ist nicht teil der lieferant demokratie sondern ist
614
00:58:01,820 --> 00:58:08,160
Speaker 2: irgendwie teil dessen was wir alle mitdenken müssen aber das eben dann auch der dritte punkt
615
00:58:08,160 --> 00:58:15,440
Speaker 2: bei selbstwirksamkeit ist eben die sache dass das die sehr sehr unterschiedlich verwirklicht wird
616
00:58:15,620 --> 00:58:20,340
Speaker 2: also selbstwirksamkeit heißt eben nicht einfach nur wir haben hier so ein format da kannst du auch
617
00:58:20,220 --> 00:58:25,540
Speaker 2: noch mal kurz deinen senf dazu geben sondern das ist eigentlich das was menschen aktuell auch tun
618
00:58:25,700 --> 00:58:31,840
Speaker 2: wo sie selber das gefühl haben hier trage ich was bei und das auch wertzuschätzen und als potenzial
619
00:58:32,000 --> 00:58:40,160
Speaker 2: zu sehen und einzubringen und ich glaube da gibt es schon viel ungenutztes potenzial was was da ist
620
00:58:40,240 --> 00:58:44,320
Speaker 2: also ich bin eigentlich immer manche sagen auch hast du da vorstelle bist du doch eigentlich
621
00:58:44,460 --> 00:58:49,180
Speaker 2: depressiv abends aber das ist ja nicht so also es ist ja das gegenteil also ich kann entspannter
622
00:58:49,200 --> 00:58:53,800
Speaker 2: glaube ich diese talkshow debatten angucken weil ich denke hoffentlich hat das jetzt niemand zu
623
00:58:53,980 --> 00:58:59,640
Speaker 2: ernst genommen denn den menschen geht es gar nicht so schlecht und sie haben auch nicht nur schlechte
624
00:58:59,780 --> 00:59:06,700
laune ich nehme noch mal ein zitat und vielleicht das so wichtig finde eben auch in dieser suche und
625
00:59:06,760 --> 00:59:12,560
in dem wir können vielleicht anders sprechen von dir wenn wir die menschen fragen wie sieht das
626
00:59:12,760 --> 00:59:18,240
ideale deutschland 2040 aus dann sieht das ziemlich ähnlich aus alle wünschen sich gesundheit eine
627
00:59:18,180 --> 00:59:23,080
funktionierende wirtschaft materialen wohlstand eine schöne natur frieden und gerechtigkeit dabei
628
00:59:23,080 --> 00:59:28,120
ist es tragisch dass über diese einen den ziele selten gesprochen wird und stattdessen sehr viel
629
00:59:28,220 --> 00:59:34,540
über konflikte und das trende was dagegen laut borgstedt helfen kann sind gemeinsame räume in
630
00:59:34,540 --> 00:59:38,660
den menschen zusammenkommen die sonst nicht viel miteinander zu tun haben da hatten wir eben die
631
00:59:38,720 --> 00:59:44,620
kommunen die arbeitsplätze sind ja auch nicht arbeitsplätze total klar und auch so ganz ganz
632
00:59:44,640 --> 00:59:49,200
Speaker 2: banale dinge wir sehen zum beispiel dass sich auch bestimmten also sport ist auch so ein themenfeld
633
00:59:49,240 --> 00:59:53,400
Speaker 2: da treffen ja auch sehr viele unterschiedliche menschen aufeinander und das hat mir auch mal
634
00:59:53,500 --> 00:59:57,980
Speaker 2: mit mit milieu zu ordnung wie angeschaut ist leute die sich sonst wirklich nichts zu sagen haben aber
635
00:59:58,040 --> 01:00:02,780
Speaker 2: die kommen da eben zusammen und wir haben diese räume und dann sollte man sie nicht noch kaputt
636
01:00:02,920 --> 01:00:06,920
Speaker 2: machen also ich finde eben wir bauen teilweise künstliche räume irgendwo auf wo wir meinen das
637
01:00:07,020 --> 01:00:12,720
Speaker 2: müssen wir da wieder zusammenbringen und lassen aber die die wir eigentlich haben verlottern oder
638
01:00:12,720 --> 01:00:18,800
Speaker 2: Oder schließen die oder kürzen das, was irgendwie zusammenhält.
639
01:00:19,020 --> 01:00:24,560
Speaker 2: Oder eben streichen Klassenfahrten, weil man die Übernachtung gerade mal nicht bezahlen kann.
640
01:00:24,780 --> 01:00:28,420
Speaker 2: Das ist ja auch alles für sich genommen, sind das einzelne Dinge, wo man sagt,
641
01:00:28,520 --> 01:00:30,860
Speaker 2: okay, das ist jetzt gerade eine Maßnahme, die muss nötig sein oder so.
642
01:00:30,920 --> 01:00:36,320
Speaker 2: Aber das zahlt an so vielen Stellen da ein, dass man sagt, okay, das ist jetzt nicht so wichtig,
643
01:00:36,380 --> 01:00:37,860
Speaker 2: dann machen die im nächsten Jahr eine Klassenfahrt.
644
01:00:37,940 --> 01:00:41,360
Speaker 2: Das sind auch so überschneidende Begegnungsformen.
645
01:00:41,600 --> 01:00:49,340
Speaker 2: Und ich habe das Gefühl, wir schneiden noch viel zu viel rum an dem, was wir eigentlich da haben und lassen das nicht einfach mal weiter bestehen und fördern das.
646
01:00:49,540 --> 01:00:56,820
Speaker 2: Und dann hätte man auch viel mehr Sprungbretter. Und dann müsste man auch gar nicht so viel sozialstaatlich fördern, weil das die Menschen dann auch besser alleine schaffen.
647
01:00:57,000 --> 01:01:03,500
Speaker 2: Es geht ja eigentlich auch darum, es will ja keiner. Keiner will von Unterstützung abhängig sein.
648
01:01:03,700 --> 01:01:08,560
Speaker 2: Die meisten Menschen, dazu kommt auch jetzt eine Studie von uns raus zur ökonomischen Eigenständigkeit.
649
01:01:10,500 --> 01:01:16,380
Speaker 2: das ist für fast alle menschen ein total wichtiges thema und menschen möchten eigenständig sein und
650
01:01:16,460 --> 01:01:23,960
Speaker 2: selbstwirksam niemand möchte permanent unterstützt werden aber dass ihm jemand hilft wenn ja irgendwie
651
01:01:24,100 --> 01:01:29,680
Speaker 2: unverschuldete notlagen sind sollte auch selbstverständlich sein ich glaube wenn ich versuche
652
01:01:29,740 --> 01:01:34,220
so eine bottom line aus unserem gespräch herauszunehmen dann kann man das mit der wachsenden sorge
653
01:01:34,240 --> 01:01:39,640
vor egoismus sehr weit verbreitet vielleicht spiegeln mit lasst uns um das menschenbild ringen
654
01:01:39,890 --> 01:01:44,240
also diese erzählung dass das normal wäre dass alle auschecken und nicht mehr mitmachen wollen
655
01:01:45,200 --> 01:01:49,300
findet sich ja nicht in euren daten sondern es braucht eher die einladung und eine andere form
656
01:01:49,400 --> 01:01:54,600
darüber zu sprechen was jetzt eine normale reaktion auf eine situation ist und da eben
657
01:01:54,780 --> 01:01:58,360
nicht immer mit wut sagen klar dass die leute jetzt alle auf die will ist ja die blödeste
658
01:01:59,260 --> 01:02:04,200
kapitulationsrhetorik von demokratischen parteien die ich gehört habe also bei jedem thema was ich
659
01:02:04,220 --> 01:02:07,340
ich persönlich nicht mag sage ich das logisch dass die leute jetzt auf dem
660
01:02:07,440 --> 01:02:10,260
überhaupt nicht logisch es gibt ein breites spektrum demokratischer
661
01:02:10,520 --> 01:02:14,240
parteien die ich auch wählen kann oder ich kann mich in dieser partei engagieren
662
01:02:14,240 --> 01:02:17,620
und sagen wir hätten es gern bisschen anders also diese vermeintlichen
663
01:02:17,880 --> 01:02:22,640
umkehrschlüsse und diese vermeintlichen da ist nichts mehr aufzulösen also das
664
01:02:23,070 --> 01:02:29,180
nehme ich somit sagen hey leute also zuhören hilft total und dann sehen wir
665
01:02:29,220 --> 01:02:34,180
auch mehr die übereinstimmung und man darf auch erst mal mit dieser idee dass
666
01:02:34,200 --> 01:02:39,200
voller guter intention sein könnte loslaufen ohne naiv zu sein aber man darf das würde ich
667
01:02:39,320 --> 01:02:45,020
so unterschreiben ich danke dir herzlich und wenn wir jetzt diesen datensatz alle ein bisschen
668
01:02:45,220 --> 01:02:49,040
motivierter ins weg gehen verstehe ich auch warum du deinen job so gerne hast ja den liebe ich
669
01:02:51,940 --> 01:02:56,920
Speaker 2: sehr gut ja hat mich auch sehr gefreut das ist ja auch der vorteil von dem job man kann so tolle
670
01:02:56,940 --> 01:03:01,000
Speaker 2: gespräche führen wie dieses also vielen dank danke dir
671
01:03:05,400 --> 01:03:09,760
so vielen herzlichen dank fürs zuhören neu denken ist ein projekt von mission wertvoll
672
01:03:09,920 --> 01:03:14,600
ein science society netzwerk dass sich den chancen und wegen eine nachhaltige zukunft
673
01:03:14,860 --> 01:03:19,360
verschrieben hat wie wir dahin kommen das werden wir gemeinsam herausfinden und deshalb freuen wir
674
01:03:19,360 --> 01:03:23,620
uns über eure aufmerksamkeit aber auch über feedback oder wünsche welche themen ihr mal
675
01:03:23,440 --> 01:03:28,880
neu denken möchtet oder welche gäste dafür besonders prädestiniert findet wir haben dafür
676
01:03:29,000 --> 01:03:34,680
eine e mail adresse eingerichtet die heißt neu denken mission bindestrich wertvoll dot org
677
01:03:35,400 --> 01:03:37,020
hoffentlich bis auf ein nächstes mal