gwoe-wahlpruefsteine/output/01_pressemitteilung.md

86 lines
3.5 KiB
Markdown
Raw Permalink Normal View History

# Pressemitteilung
**Gemeinwohl-Ökonomie Bayern e.V.**
München, 29. März 2026
---
## GWÖ-Wahlprüfsteine: Große Unterschiede zwischen Bürgermeister-Kandidat:innen — Parteilabel wenig aussagekräftig
**Auswertung der Kommunalwahl-Befragung zeigt: Nur 3 von 27 Kandidat:innen mit überzeugenden GWÖ-Konzepten — Hohe Zustimmung, aber wenig konkrete Maßnahmen**
---
Die Gemeinwohl-Ökonomie Bayern hat die Antworten von 27 Bürgermeister-Kandidat:innen auf ihre Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl 2026 systematisch ausgewertet. Das Ergebnis ist ernüchternd — und überraschend zugleich.
### Viel Zustimmung, wenig Substanz
„Die gute Nachricht: 85 bis 100 Prozent der Kandidat:innen bekennen sich grundsätzlich zu GWÖ-Themen wie Bürgerbeteiligung, nachhaltiger Beschaffung oder Gemeinwohl-Bilanzierung", erklärt [Name], Sprecher:in der GWÖ Bayern. „Die schlechte Nachricht: Auf Nachfrage fehlen meist konkrete Umsetzungsideen."
Im Durchschnitt erreichten die Kandidat:innen nur 2,2 von 10 möglichen Punkten auf der GWÖ-Bewertungsskala. Der Substanz-Score — der misst, ob konkrete Maßnahmen genannt werden — lag bei nur 0,9 von 3 Punkten.
### Parteilabel sagt wenig aus
Die vielleicht wichtigste Erkenntnis: Die Unterschiede *innerhalb* der Parteien sind oft größer als *zwischen* den Parteien.
- Bei den **Grünen** reicht die Spanne von 0,3 bis 5,8 Punkte
- Bei der **ÖDP** von 0,9 bis 5,8 Punkte
- Bei den **Freien Wählern** von 0,0 bis 4,9 Punkte
„Wer gemeinwohlorientierte Kommunalpolitik wählen will, muss die einzelnen Kandidat:innen prüfen — das Parteilogo allein reicht nicht", so [Name].
### Die GWÖ-Vorreiter:innen
Drei Kandidat:innen stechen mit einem Durchschnitt von 5,8 Punkten heraus:
1. **Heiko Helmbrecht** (ÖDP, Landshut)
2. **Dominik Krause** (Grüne, München)
3. **Nicole Kreußel** (ÖDP, Bad Rodach)
Sie überzeugten mit konkreten Maßnahmen wie Pilotprojekten zur Gemeinwohl-Bilanzierung, nachhaltigen Vergaberichtlinien und verbindlichen Beteiligungsformaten.
### Keine pauschale Wahlempfehlung
„Wir können für Bayern keine übergreifende Parteiempfehlung geben", betont [Name]. „Aber wir können sagen: Fragen Sie Ihre lokalen Kandidat:innen nach konkreten Plänen. Ein Ja' ohne Umsetzungsidee ist wenig wert."
Die vollständige Auswertung mit allen 27 Kandidat:innen im Ranking ist auf der Website der GWÖ Bayern veröffentlicht.
---
### Hintergrund: Die Wahlprüfsteine
Die GWÖ Bayern hat im Vorfeld der Kommunalwahlen 2026 rund 200 Bürgermeister-Kandidat:innen angeschrieben. 34 nahmen teil, 27 stimmten einer Veröffentlichung zu. Die sechs Fragen bezogen sich auf:
1. Integration von GWÖ-Werten in kommunale Leitlinien
2. Anreize für gemeinwohlorientiertes Wirtschaften
3. Berücksichtigung der Gemeinwohl-Bilanz bei öffentlichen Aufträgen
4. Transparente Kommunikation über Gemeinwohl-Auswirkungen
5. Stärkere Bürgerbeteiligung
6. Bekanntmachung der GWÖ
Die Antworten wurden anhand der GWÖ-Matrix 2.0 für Gemeinden bewertet.
---
### Kontakt
Gemeinwohl-Ökonomie Bayern e.V.
[Adresse]
[E-Mail]
[Telefon]
Pressekontakt: [Name], [E-Mail]
---
### Anhang
- 03_kandidaten-ranking.md — Vollständiges Kandidat:innen-Ranking
- 04_partei-auswertung.md — Partei-Auswertung mit Zitaten
- 06_methodik.md — Bewertungskriterien und Vorgehen
---
*Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ein Wirtschaftsmodell, das auf gemeinwohlfördernden Werten aufbaut. Über 1.000 Unternehmen, Gemeinden und Organisationen weltweit erstellen bereits Gemeinwohl-Bilanzen. Mehr Informationen: germany.econgood.org*