Brings Sachsen-Anhalt online as the second supported Bundesland after
NRW. Closes the gap that issue #2 left open: with the PortalaAdapter
already in place from c7242f8, this commit adds the reference data and
flips the activation switch.
Wahlprogramme (LTW Sachsen-Anhalt 06.06.2021)
- Six PDFs added under app/static/referenzen/{cdu,spd,gruene,fdp,afd,
linke}-lsa-2021.pdf, plus paged plain-text extractions under
app/kontext/*.txt for the keyword fallback search.
- Sources verified by hand:
- CDU "Unsere Heimat. Unsere Verantwortung." (cdulsa.de, 82 pages)
- SPD "Zusammenhalt und neue Chancen" (FES library, 77 pages)
- GRÜNE "Verlässlich für Sachsen-Anhalt" (gruene-lsa.de, 164 pages)
- FDP "Wahlprogramm zur Landtagswahl 2021" (Naumann-Stiftung, 76 pages)
- AfD "Alles für unsere Heimat!" (klimawahlen.de mirror, 64 pages)
- LINKE "Wahlprogramm zur Landtagswahl 2021" (dielinke-sachsen-anhalt.de,
88 pages)
- The CDU PDF was the trickiest: KAS blocks bot downloads via
Cloudflare; the cdulsa.de copy was located by an autonomous web
search and verified to be byte-identical with the official document.
Embeddings indexed (in production container, OpenAI-compatible
DashScope embeddings via the existing index_programm pipeline):
- CDU 134, SPD 145, GRÜNE 183, FDP 100, AfD 64, LINKE 143 chunks
- Total LSA: 769 new chunks alongside the existing 775 NRW chunks
and 335 federal Grundsatzprogramm chunks.
wahlprogramme.py
- WAHLPROGRAMME["LSA"] populated with all six parties (canonical fraction
codes, original titles, page counts).
embeddings.py
- PROGRAMME extended with the six new "<partei>-lsa-2021" entries that
the indexer pipeline expects.
bundeslaender.py
- LSA flipped to aktiv=True. The frontend dropdown will now offer
Sachsen-Anhalt as a selectable bundesland and analyzer.get_bundesland_
context() will produce a real LSA prompt block (CDU/SPD/FDP as
governing fractions, all six landtagsfraktionen).
End-to-end smoke test (live in production container before commit)
- Adapter: PortalaAdapter.search() returned current Anträge of März 2026
(LINKE + GRÜNE) with correct titles and PDF URLs.
- Semantic search for an LSA "ÖPNV in der Altmark" sample antrag
matched LINKE S.53, SPD S.68, FDP S.52 — all three with similarity
> 0.6 and topical hits (Regionalisierungsmittel, ÖPNV-Förderprogramm,
Wasserstoffnetz).
Resolves issue #2.
Co-Authored-By: Claude Sonnet 4.6 <noreply@anthropic.com>
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150 KiB
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4830 lines
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Alles für unsere
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Heimat!
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Programm der AfD-Sachsen-Anhalt zur
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Landtagswahl 2021
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1
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Vorwort
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Vor fünf Jahren ist die Alternative für Deutschland mit 24,3%
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der Stimmen erstmals in den Landtag von Sachsen-Anhalt
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eingezogen,
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und
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dies
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bei
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einer
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stark
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gestiegenen
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Wahlbeteiligung. Bürger, die jahrzehntelang nicht mehr zur Wahl
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gegangen sind, haben im März 2016 Hoffnung geschöpft und sich
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wieder beteiligt, weil sie erkannt haben: Dank der AfD haben sie
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wieder eine Wahl!
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Seit dem Einzug der AfD in den Landtag sind die Altparteien nicht
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mehr unter sich. Seitdem müssen sie Widerspruch dulden. Seitdem
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wird im Parlament wieder richtig debattiert. Die AfD hat die
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Demokratie gestärkt.
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Wenn man uns fragt, was wir denn in den letzten Jahren erreicht
|
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haben, so sagen wir an erster Stelle: Eben dies, dass der Bürger
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sich nicht mehr länger mit dem faden Einheitsbrei der Altparteien
|
||
abfinden muss, die sich kaum noch unterscheiden. Endlich hat der
|
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Bürger ein Alternativangebot. Wir setzen der herrschenden
|
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Politik, die gegen unsere Interessen gerichtet ist, eine Politik
|
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für die Interessen unseres Volkes entgegen.
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Wenn die Regierung nach dem Prinzip „Geld spielt keine Rolle“
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zehntausende Wohlstandsmigranten ins Land holt, dann sind wir
|
||
die einzigen, die widersprechen!
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Wenn die Regierung selbst Ausländer ohne Aufenthaltstitel nicht
|
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abschiebt, fordern wir die konsequente Abschiebung aller
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||
Ausländer, die sich illegal hier aufhalten. Dadurch haben wir
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z.B. erreicht, dass der Gefährder Ayman N. aus Bitterfeld
|
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abgeschoben wurde.
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||
Wenn die Regierung zulässt, dass die Gewaltkriminalität durch
|
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zügellose Masseneinwanderung steigt und Deutsche wie der
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Wittenberger Marcus Hempel totgeschlagen werden, dann sorgt die
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||
AfD für Aufklärung und unterstützt die Opfer und ihre
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Hinterbliebenen.
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Wenn die Regierung uns ein unnatürliches Familien- und
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Gesellschaftsbild aufzwingen will und unsere Kinder schon in der
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KITA
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einer
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perversen
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Frühsexualisierung
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unterzieht,
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dann
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entlarven wir die im Hintergrund stehende Ideologie des „Gender
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Mainstreaming“ und klären auf, wieviel Steuergeld die Regierung
|
||
für diese Wahnidee herausschmeißt, nämlich im Schnitt pro Jahr
|
||
um die 300 Millionen Euro!
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Wenn die Regierung die Klagen der Ausbildungsbetriebe und
|
||
Universitäten über die immer schlechter werdende Qualifikation
|
||
der Schulabgänger ignoriert, hört die AfD zu. Wir haben als
|
||
einzige im Landtag vertretene Partei immer wieder pädagogische
|
||
Fehlentwicklungen
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angesprochen
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||
und
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angemahnt,
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das
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Leistungsniveau an unseren Schulen wieder anzuheben!
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2
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Wenn die Regierung jeden Bürger, der grundsätzliche Kritik übt,
|
||
als
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||
„Rechtsextremisten“
|
||
oder
|
||
„Verschwörungstheoretiker“
|
||
diffamiert und linke Programme fördert, die nichts anderes tun,
|
||
als Krieg gegen die eigene Bevölkerung zu führen, dann hält die
|
||
AfD als einzige politische Kraft dagegen. Wir verteidigen die
|
||
Meinungsfreiheit gegen linkes Denunziantentum und haben im
|
||
Landtag die linke Vereinsmafia unablässig unter Druck gesetzt.
|
||
Wenn die Regierung glaubt, in Deutschland und Sachsen-Anhalt das
|
||
Weltklima zu retten und dafür nicht nur die Bürger mit ständig
|
||
steigenden Preisen für Strom-, Sprit und Heizöl belastet,
|
||
sondern über den Kohleausstieg ganze Industriezweige auch und
|
||
gerade in Sachsen-Anhalt in den Ruin treibt, dann widerspricht
|
||
die AfD und fordert ein Ende der Abzocke bei Strom, Sprit und
|
||
Heizöl!
|
||
Und wenn die Regierung die Auswirkungen des neuen Corona-Virus
|
||
systematisch übertreibt, die Bürger einsperrt, ihnen einen
|
||
Maulkorb verpasst und die Wirtschaft an die Wand fährt, dann
|
||
widersprechen wir nicht nur im Landtag, sondern geben dem Bürger
|
||
auch auf der Straße eine Stimme! Die AfD hat als einzige Partei
|
||
im ganzen Land Demonstrationen
|
||
gegen
|
||
den
|
||
Corona-Irrsinn
|
||
durchgeführt.
|
||
Diese Aufzählung ließe sich noch lange fortsetzen, doch das
|
||
Muster ist immer das Gleiche: Während die Regierung in Kauf
|
||
nimmt, dass unser Wohlstand schwindet, unsere Sicherheit
|
||
verloren geht und das Leben in Sachsen-Anhalt schlechter wird,
|
||
stemmt sich die AfD mit aller Kraft dagegen. Auch wenn wir nur
|
||
wenige von unseren Anträgen durchgebracht haben: Allein durch
|
||
unseren Widerstand haben wir viel aufgehalten! Gäbe es uns nicht,
|
||
wäre die Regierung anders mit den Bürgern umgesprungen.
|
||
Wir sind unverzichtbar, denn die Linken bieten keine Opposition,
|
||
sondern nur eine noch radikalere Variante der Regierungspolitik.
|
||
Mit dem Linken würde der Niedergang noch beschleunigt. Deren
|
||
Politik würde zu noch mehr Einwanderung führen, zu noch höheren
|
||
Steuern, zu noch höheren Energiepreisen, zu noch mehr Verboten
|
||
- und die versprochenen höheren Sozialleistungen könnte niemand
|
||
bezahlen. Am Ende stünden Armut und Elend, Kriminalität und
|
||
Verfall - der totale Zusammenbruch.
|
||
Einzig und allein wir, die AfD in Sachsen-Anhalt, sind bereit,
|
||
mit der grundfalschen Politik gegen das eigene Volk auch
|
||
grundsätzlich zu brechen. Wir brauchen keine Politik, die unter
|
||
fadenscheinigen Vorwänden unsere Freiheit, unsere Sicherheit und
|
||
unseren Wohlstand vernichtet; eine Politik, die uns bevormundet
|
||
und uns vorschreibt, wie wir zu denken haben; eine Politik, die
|
||
gesunde Einstellungen wie Familiensinn und Nationalgefühl
|
||
bekämpft, als wären sie eine Gefahr; eine Politik, die
|
||
Wahnvorstellungen propagiert, Angst verbreitet und Panik schürt,
|
||
um ihre Maßnahmen zu rechtfertigen.
|
||
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||
3
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||
Wir, die AfD-Sachsen-Anhalt, das sind normale Bürger mit
|
||
gesunden Ansichten aus allen Schichten des Volkes. Wir wollen,
|
||
dass unser Steuergeld wieder für unsere Interessen ausgegeben
|
||
wird! Also: Schulen statt Flüchtlingsheime, mehr Geld für die
|
||
Kommunen und für die Familien statt für Gender-Indoktrination
|
||
und Antirassismus-Programme, mehr Geld für unsere Sicherheit
|
||
statt für die Verfolgung unbescholtener Bürger. Wir können
|
||
selbst denken und brauchen keinen Staat, der uns dabei betreut.
|
||
Wir fordern unsere volle Meinungsfreiheit und all unsere
|
||
Bürgerrechte zurück!
|
||
Wir rufen Euch auf: Geht am 6.6.2021 zur Wahl und wählt AfD! Je
|
||
stärker die AfD in den Landtag einzieht, desto besser geht es
|
||
unseren Bürgern! Je stärker die Alternative für Deutschland ist,
|
||
desto mehr Politik für Deutschland wird möglich.
|
||
Was genau wir erreichen wollen, erklären wir in diesem Programm,
|
||
unserem Wahlprogramm zur Landtagswahl 2021. Es enthält die
|
||
Forderungen, die unsere Fachpolitiker zusammengetragen und im
|
||
Lichte unserer Erfahrungen der letzten Jahre entwickelt haben.
|
||
Uns eint der Wille, das, was die Minister der Regierung nur
|
||
schwören, aber nicht ernst meinen, Wirklichkeit werden zu
|
||
lassen: Pflichterfüllung, Gerechtigkeit und eine Politik zum
|
||
Wohle des eigenen Volkes!
|
||
|
||
|
||
|
||
Gez. Martin Reichardt, Vorsitzender der AfD-Sachsen-Anhalt
|
||
|
||
Gez. Oliver Kirchner, Spitzenkandidat der AfD-Sachsen-Anhalt zur
|
||
Landtagswahl 2021
|
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4
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||
I Freiheit und Wohlstand verteidigen – Corona-Irrsinn
|
||
stoppen!
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||
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||
1.
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||
Fakten
|
||
statt
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||
Panikmache
|
||
–
|
||
für
|
||
eine
|
||
rationale
|
||
Risikoabschätzung!
|
||
|
||
Seit Anfang 2020 breitet sich ein neuartiges Virus in Deutschland
|
||
aus. Während wir in den ersten Monaten noch nicht richtig
|
||
wussten, wie gefährlich genau dieses Virus ist, geben die Studien
|
||
und Statistiken mittlerweile ein deutliches Bild: Es ist kein
|
||
Killervirus! Seine Sterblichkeitsrate bewegt sich im Rahmen
|
||
einer schweren Grippewelle. Betroffen sind vor allem Alte und
|
||
Menschen mit Vorerkrankungen. Wer unter 70 und gesund ist, spürt
|
||
in den meisten Fällen nichts von der Infektion und läuft kaum
|
||
Gefahr, schwer zu erkranken oder gar zu versterben. Unbeirrt von
|
||
diesen Erkenntnissen aber schürt die Regierung Ängste und
|
||
übertreibt systematisch den Ernst der Lage und die von dem neuen
|
||
Virus ausgehenden Gefahren. Wir lehnen diese irrationale Politik
|
||
ab und fordern, eine rationale Risikoabschätzung auf breiter
|
||
Basis, bei der nicht nur die Analysen einiger weniger
|
||
Wissenschaftler und Institute herangezogen werden. Stimmen aus
|
||
den Kommunen wie die Amtsärztin des Landkreises Stendal oder der
|
||
Oberbürgermeister
|
||
von
|
||
Magdeburg,
|
||
die
|
||
mit
|
||
guten
|
||
und
|
||
wirklichkeitsbasierten
|
||
Argumenten
|
||
die
|
||
herrschende
|
||
Corona-
|
||
Politik hinterfragen, müssen gehört werden. Ebenso müssen der
|
||
Schaden
|
||
und
|
||
Nutzen
|
||
der
|
||
Maßnahmen
|
||
transparenter
|
||
und
|
||
in
|
||
nachvollziehbarer Weise gegeneinander abgewogen werden. Es kann
|
||
nicht sein, dass aus Angst vor einer hypothetischen Überlastung
|
||
des Gesundheitssystem hunderttausende Bürger überlastet und in
|
||
den Ruin getrieben werden.
|
||
|
||
2. Den Eindämmungswahnsinn eindämmen!
|
||
|
||
Angesichts der geringen Gefährlichkeit des Corona-Virus sind die
|
||
von der Landesregierung verfügten Einschränkungen, die die
|
||
gesamte Bevölkerung treffen, völlig unverhältnismäßig. Um die
|
||
Risikogruppen zu schützen, muss nicht das gesamte öffentliche
|
||
Leben heruntergefahren werden. Wir fordern daher, alle Corona-
|
||
Verordnungen der Landesregierung außer Kraft zu setzen! Schluss
|
||
mit den Corona-Sondergesetzen! Wir wollen unser normales Leben
|
||
zurück! Wer eine Ansteckung fürchtet, kann in Privatinitiative
|
||
Restaurants,
|
||
Kinos
|
||
oder
|
||
Sportstätten
|
||
meiden,
|
||
hygienische
|
||
Maßnahmen ergreifen oder sich zuhause isolieren. Es geht aber
|
||
nicht an, dass die Regierung die Bürger bevormundet und ihnen
|
||
untersagt, ins Restaurant, ins Kino oder ins Fitnessstudio zu
|
||
gehen oder sich mit anderen zu treffen. Was eingedämmt werden
|
||
muss, ist nicht die Ausbreitung des Corona-Virus, sondern die
|
||
Panikmache und der Eindämmungswahnsinn der Regierung!
|
||
|
||
3. Impfpflicht verhindern – Die Impfentscheidung muss frei sein!
|
||
|
||
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|
||
|
||
5
|
||
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||
|
||
Normalerweise benötigt die Entwicklung eines Impfstoffs mehrere
|
||
Jahre. Soviel Zeit ist nötig, um Nebenwirkungen und Spätfolgen
|
||
abschätzen
|
||
zu
|
||
können
|
||
und
|
||
alle
|
||
Genehmigungsverfahren
|
||
zu
|
||
durchlaufen. Die neuartigen Impfstoffe gegen das Corona-Virus
|
||
dagegen wurden in wenigen Monaten entwickelt. Von einer
|
||
ausreichenden Testung kann nicht die Rede sein. Hinzu kommt,
|
||
dass diese Impfstoffe anders als herkömmliche Impfstoffe nicht
|
||
auf einer Immunantwort auf abgeschwächte Erreger beruhen,
|
||
sondern völlig neuartige Verfahren einsetzen, um den Körper zur
|
||
Produktion von Antikörpern anzuregen. All das sollte uns
|
||
skeptisch stimmen. Erste Berichte von allergischen Reaktionen
|
||
und Todesfällen im Zusammenhang mit den Impfungen zeigen uns:
|
||
Der Impfstoff birgt ein nicht einschätzbares Risiko. Aufgrund
|
||
der geringen Gefährlichkeit des Corona-Virus ist es keinesfalls
|
||
klar, was der Gesundheit mehr schadet: die Impfung oder die
|
||
Infektion.
|
||
Wir lehnen deshalb eine Impfpflicht, und sei es auch nur für
|
||
einzelne Berufsgruppen, strikt ab. Die Risikoeinschätzung, ob
|
||
einem eher die Impfung oder die Infektion schaden könnte und die
|
||
daraus folgende Entscheidung für oder gegen eine Impfung hängt
|
||
von der individuellen Situation ab und muss deshalb jedem
|
||
Einzelnen überlassen bleiben. Eine staatlicherseits verordnete
|
||
Impfpflicht wäre ein unverantwortliches Menschenexperiment. Wir
|
||
werden deshalb allen Versuchen, landesgesetzlich die Impfung
|
||
gegen das Corona-Virus zur Pflicht zu machen, Widerstand
|
||
leisten. Ebenso werden wir, wo immer es möglich ist, verhindern,
|
||
dass in der Privatwirtschaft Bürger zu Impfungen gedrängt oder
|
||
gezwungen werden.
|
||
|
||
4.
|
||
Keine
|
||
Bevorzugung
|
||
von
|
||
Geimpften
|
||
–
|
||
Bürgerrechte
|
||
und
|
||
Grundrechte gelten für alle!
|
||
|
||
Statt einer strengen Impfpflicht fordern einige Vertreter der
|
||
Altparteien
|
||
Anreize
|
||
für
|
||
höhere
|
||
Impfquoten,
|
||
indem
|
||
die
|
||
Einschränkungen exklusiv für Geimpfte gelockert werden. Wir
|
||
lehnen es ab, in dieser Weise Druck auf die Bürger auszuüben.
|
||
Dies ist schon allein deshalb unsinnig, weil noch nicht einmal
|
||
klar ist, ob Geimpfte nicht auch ansteckend sind. Unabhängig
|
||
davon aber gelten Bürger- und Grundrechte für alle. Wir wenden
|
||
uns
|
||
nicht
|
||
nur
|
||
gegen
|
||
jeden
|
||
Versuch,
|
||
eine
|
||
solche
|
||
Ungleichbehandlung
|
||
staatlicherseits
|
||
einzuführen,
|
||
sondern
|
||
werden, wo immer es möglich ist, solche Versuche in der
|
||
Privatwirtschaft unterbinden.
|
||
|
||
5. Die Demokratie braucht die Urnenwahl!
|
||
|
||
Die Landesregierung hat unter Ausnutzung der Corona-Panik Ende
|
||
2020 ein Gesetz durchgebracht, das es ermöglicht, die komplette
|
||
Landtagswahl 2021 als Briefwahl durchzuführen. Die Entscheidung
|
||
darüber liegt in den Händen der Landeswahlleiterin. Wenn sie
|
||
befindet, dass eine sog. „pandemische Lage“ besteht, wird auf
|
||
|
||
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|
||
|
||
6
|
||
|
||
Briefwahl umgestellt. Das ist ein Bruch mit grundlegenden
|
||
Prinzipien unserer Demokratie! Nicht ohne Grund ist die
|
||
Urnenwahl im Wahllokal das unangefochtene Leitbild jeder
|
||
demokratischen Wahl. Die Öffentlichkeit gewährleistet, dass die
|
||
Wahlen geheim abgehalten werden, weil nur im Wahllokal
|
||
sichergestellt ist, dass der Wähler tatsächlich die Möglichkeit
|
||
hat, unbeobachtet zu wählen. Damit wird auch die Freiheit der
|
||
Wahl geschützt, denn nur, wer im Geheimen wählt, ist wirklich
|
||
frei in der Entscheidung. Die Transparenz der Urnenwahl im
|
||
Wahllokal wirkt zudem Manipulationen jeder Art entgegen. Die
|
||
Briefwahl dagegen öffnet Manipulationsversuchen Tür und Tor.
|
||
Findet die Abgabe der Wahl nicht zwischen Kabine und Urne statt,
|
||
sondern auf dem normalen Postweg, können Wahlbriefe verschwinden
|
||
oder Stimmen von Geisterwählern abgegeben werden. Aus diesen
|
||
Gründen bestehen schwere verfassungsrechtliche Bedenken dagegen,
|
||
eine ganze Landtagswahl als Briefwahl abzuhalten. Wir teilen
|
||
diese Bedenken und lehnen es deshalb nicht nur ab, die
|
||
Landtagswahl komplett als Briefwahl durchzuführen; wir wollen
|
||
zum Schutze unserer Demokratie die Möglichkeiten der Briefwahl
|
||
generell einschränken und dafür sorgen, dass künftig nur noch
|
||
derjenige per Briefwahl wählen kann, der glaubhaft macht, am
|
||
Wahltag aus triftigen Gründen verhindert zu sein. Briefwahl soll
|
||
nur demjenigen, der sonst nicht an der Wahl teilnehmen könnte,
|
||
eine Wahlmöglichkeit verschaffen, es darf aber nicht dazu
|
||
kommen, dass jeder Bürger nach Gutdünken entscheiden kann, ob er
|
||
per Brief oder im Wahllokal wählt.
|
||
|
||
6. Intensivkapazitäten ausbauen
|
||
|
||
Die Altparteien begründen die massiven Einschränkungen der
|
||
Corona-Verordnungen
|
||
damit,
|
||
dass
|
||
bei
|
||
einer
|
||
ungebremsten
|
||
Ausbreitung des Virus die Intensivstationen überlastet würden
|
||
und deshalb die Einschränkungen notwendig seien. Was sie
|
||
verschweigen: Schon bei der Grippewelle 2018 waren die
|
||
Intensivstationen überlastet, ohne dass die Politik damals
|
||
reagiert
|
||
hätte,
|
||
im
|
||
Gegenteil.
|
||
Intensivkapazitäten
|
||
wurden
|
||
weiterhin
|
||
systematisch
|
||
abgebaut.
|
||
Wenn
|
||
also
|
||
unser
|
||
Gesundheitssystem
|
||
durch
|
||
die
|
||
Corona-Infektionswelle
|
||
zusammenzubrechen
|
||
droht,
|
||
dann
|
||
liegt
|
||
das
|
||
nicht
|
||
an
|
||
der
|
||
Gefährlichkeit des Corona-Virus, sondern an den Altparteien, die
|
||
unser
|
||
Gesundheitswesen
|
||
kaputtsparen
|
||
und
|
||
einem
|
||
ungesunden
|
||
Profitdruck aussetzen.
|
||
Anstatt ganze Wirtschaftszweige zu vernichten, hätte ein
|
||
Bruchteil der so verursachten Schadenssumme genügt, um die
|
||
Intensivkapazitäten an unseren Krankenhäusern auszubauen. Für
|
||
die Zukunft wollen wir deshalb dafür sorgen, dass unsere
|
||
Krankenhäuser auf Epidemien aller Art besser vorbereitet sind.
|
||
Wir müssen uns von der Idee verabschieden, dass die Krankenhäuser
|
||
im Sinne des Profitgedankens immer maximal ausgelastet sein
|
||
müssen. Krankenhäuser müssen – im Gegenteil – während des
|
||
Normalbetriebs immer auch für den Krisenfall Überkapazitäten
|
||
vorhalten.
|
||
Hier
|
||
zeigt
|
||
sich
|
||
einmal
|
||
mehr,
|
||
dass
|
||
die
|
||
|
||
--- PAGE 8 ---
|
||
|
||
7
|
||
|
||
betriebswirtschaftliche Logik für das Gesundheitswesen nicht
|
||
geeignet ist. Wir wollen deshalb mehr Personal in der
|
||
Intensivpflege aufbauen. Unter Normalbedingungen wird das zu
|
||
einem
|
||
höheren
|
||
Personalschlüssel,
|
||
einer
|
||
geringeren
|
||
Arbeitsbelastung und einer besseren Pflegequalität führen.
|
||
Unter Krisenbedingungen ist sichergestellt, dass das System
|
||
nicht zusammenbricht.
|
||
|
||
7. Risikogruppen schützen!
|
||
|
||
Während die Corona-Infektion bei jungen Menschen und Menschen
|
||
mittleren Alters kaum schwere Verläufe nimmt, steigt dieser
|
||
Anteil bei Personen über 80 Jahre stark an. Fast 90 % der positiv
|
||
getesteten Corona-Verstorbenen sind im Alten- und Pflegebereich
|
||
zu verzeichnen. Wir wollen uns deshalb darauf konzentrieren,
|
||
diese Gruppe besonders zu schützen, anstatt allen anderen
|
||
unsinnige Einschränkungen zuzumuten.
|
||
Dazu wollen wir die Betroffenen und ihre Angehörigen über
|
||
sinnvolle
|
||
Schutzmaßnahmen
|
||
aufklären.
|
||
An
|
||
Bedürftige
|
||
und
|
||
Niedrigrentner sollen auf Antrag Taxigutscheine für den Weg zum
|
||
Arzt oder zum wöchentlichen Einkauf ausgegeben werden, damit sie
|
||
eine Ansteckung im öffentlichen Nahverkehr vermeiden können.
|
||
Kostenfreie FFP-2 Masken sollten direkt per Post zugesendet
|
||
werden. Auch spezielle Einkaufszeiten für die betroffenen
|
||
Gruppen haben sich in anderen Ländern bewährt und sind ein
|
||
probates Mittel, um Infektionen bei Risikogruppen zu vermeiden.
|
||
|
||
8. Schluss mit dem Schnelltest-Irrsinn!
|
||
|
||
Bei den Corona-Massentests werden Menschen ohne jegliche
|
||
Symptome auf Corona getestet, wobei völlig symptomlose und also
|
||
unproblematische Infektionen nachgewiesen werden, was den
|
||
Infektionswert in die Höhe treibt und eine krisenhafte Situation
|
||
suggeriert, die in der Realität aber nicht vorliegt. Hinzu kommt
|
||
die hohe Fehlerquote von etwa 4% falsch-positiven Ergebnisse bei
|
||
den üblichen Schnelltests: Bei 10.000 Getesteten ohne Corona-
|
||
Infektion würden also 400
|
||
fälschlicherweise
|
||
als positiv
|
||
angezeigt. Auf diese Weise entsteht allein durch die Massentests
|
||
zwangsläufig der Eindruck einer gefährlichen Pandemie. Wir
|
||
lehnen deshalb solche Massenschnelltests ab. Testungen sollten
|
||
nur bei symptomatischen Patienten erfolgen, um eine Corona-
|
||
Infektion als Ursache der Beschwerden auszuschließen.
|
||
|
||
9. Keine Besuchsverbote!
|
||
|
||
Besuchsverbote in Altenheimen sind kein geeignetes Mittel, um
|
||
Risikogruppen zu schützen. Dauerhafte Isolation schwächt das
|
||
Immunsystem und sorgt dafür, dass alte Menschen anfälliger für
|
||
Infektionen werden. Der rege Kontakt mit Angehörigen ist für
|
||
viele ältere Menschen ein Lebenselixier. Der Familienbesuch
|
||
sollte deshalb verantwortungsvoll und geplant stattfinden. Bei
|
||
direktem Kontakt kann das Tragen einer FFP2 oder FFP3 Maske unter
|
||
|
||
--- PAGE 9 ---
|
||
|
||
8
|
||
|
||
Berücksichtigung der Arbeitsschutzhinweise sinnvoll sein. Auch
|
||
die grundsätzlichen Hygieneregeln sollten Voraussetzung für den
|
||
Besuch sein.
|
||
|
||
10. Konzentrierter Schutz der Pflegeeinrichtungen
|
||
|
||
Im Interesse der Patienten, aber auch in ihrem eigenen Interesse,
|
||
müssen
|
||
die
|
||
Mitarbeiter
|
||
von
|
||
Pflegeeinrichtungen
|
||
besonders
|
||
geschützt werden. Die Belegung von Doppel- und Mehrbettzimmern
|
||
ist falls möglich zu reduzieren. Zusätzlich müssen Mitarbeiter
|
||
von Pflegeeinrichtungen mit den notwendigen Hygieneartikeln
|
||
versorgt sein. Ein unnötig häufiger Wechsel der Pfleger-
|
||
Patienten-Beziehung ist zu vermeiden. Durch eine landeseigene
|
||
Produktion
|
||
von
|
||
Schutzkleidung,
|
||
Medikamenten
|
||
und
|
||
Desinfektionsmitteln wären Lieferengpässe und Wucherpreise wie
|
||
im Frühjahr 2020 vermeidbar gewesen.
|
||
|
||
11. Schaden ersetzen!
|
||
|
||
Die
|
||
Regierung
|
||
hat
|
||
durch
|
||
die
|
||
unverhältnismäßigen
|
||
und
|
||
überflüssigen
|
||
Corona-Eindämmungsmaßnahmen
|
||
einen
|
||
enormen
|
||
wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Sie hat dabei ihre
|
||
Pflicht, Schaden vom Volk abzuwenden und seinen Nutzen zu mehren,
|
||
verletzt. Wir finden deshalb, dass die Regierung nach Art von
|
||
Schadensersatz umfassende Zahlungen an die Geschädigten leisten
|
||
muss. Diese Zahlungen sind keine „Hilfen“, die gnädigerweise
|
||
gewährt werden, sondern sollen den Schaden wieder gut machen,
|
||
den die Regierung selbst mit ihren Maßnahmen verursacht hat.
|
||
Diese Zahlung sind daher so zu bemessen, dass sie in jedem Fall
|
||
den Zustand herzustellen, der bestehen würde, wenn das
|
||
schädigende Ereignis nicht
|
||
eingetreten
|
||
wäre. Bei
|
||
länger
|
||
bestehenden
|
||
Unternehmen
|
||
ist
|
||
zur
|
||
Gewinnermittlung
|
||
ein
|
||
Durchschnittswert der letzten Jahre zu bilden. Bei Neugründungen
|
||
im Jahr 2019 oder 2020 sind branchenübliche Durchschnittswerte
|
||
zugrunde zu legen.
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
II Familien fördern
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 10 ---
|
||
|
||
9
|
||
|
||
1.
|
||
Bevölkerungsschwund als Problem begreifen!
|
||
|
||
Der sogenannte demographische Wandel ist ein Euphemismus für die
|
||
Vergreisung und das Aussterben der deutschen Bevölkerung. Diese
|
||
gesellschaftliche Fehlentwicklung ist der etablierten Politik
|
||
schon seit über vier Jahrzehnten bekannt, allein es fehlt der
|
||
Wille zur Lösung, und die Altparteien sind blind für die
|
||
Ursachen.
|
||
Kinder
|
||
gelten
|
||
in
|
||
unserer
|
||
Gesellschaft
|
||
als
|
||
verzichtbares Karrierehemmnis, als Belastung und Einschränkung
|
||
der persönlichen Freiheit. Dieser Eindruck wird durch eine
|
||
hedonistische Lebensweise und fehlende politische Rückendeckung
|
||
für Familien ebenso verstärkt, wie durch die nachweislich
|
||
falsche Darstellung, dass man die dramatischen Folgen des
|
||
Geburtenrückgangs durch Einwanderung ausgleichen könne.
|
||
Die Geburtenrate liegt in Deutschland seit Mitte der 70er Jahre
|
||
weit unterhalb des Niveaus zur Bestandserhaltung. Bei einer
|
||
Geburtenrate von 1,5 Kindern je Frau, ist jede Generation Kinder
|
||
um ca. 25% kleiner als die ihrer Eltern. In Sachsen-Anhalt liegt
|
||
die Geburtenrate bei 1,56 Kindern. Fehlende Kinder und
|
||
Abwanderung
|
||
machen
|
||
Sachsen-Anhalt
|
||
zum
|
||
demographischen
|
||
Krisengebiet.
|
||
Wir wollen dem durch klare Wertentscheidungen begegnen: Wir
|
||
werden das schleichende Aussterben der deutschen Bevölkerung
|
||
nicht länger als „demographischen Wandel“ beschönigen, sondern
|
||
als das bezeichnen, was es ist! Wir bekennen uns zur
|
||
traditionellen Familie bestehend aus Mutter, Vater und Kindern
|
||
und stellen uns damit entschieden gegen die herrschende
|
||
Familienfeindlichkeit. Einwanderung ist nicht in der Lage, den
|
||
Geburtenrückgang auszugleichen. Wir werden dies im öffentlichen
|
||
Diskurs verankern und werden uns bei der Ausrichtung unserer
|
||
Förderpolitik
|
||
und
|
||
unserer
|
||
sonstigen
|
||
sozialpolitischen
|
||
Entscheidungen daran orientieren.
|
||
|
||
2. Willkommenskultur für unsere Kinder!
|
||
|
||
Wir brauchen in Deutschland und vor allem in Sachsen-Anhalt eine
|
||
Willkommenskultur für Kinder, da gerade unser Flächenland unter
|
||
den Auswirkungen einer verfehlten Familienpolitik leidet. Damit
|
||
in
|
||
Sachsen-Anhalt
|
||
auch
|
||
künftig
|
||
die
|
||
Spielplätze
|
||
durch
|
||
Kinderlachen allen Altersgruppen Lebensfreude bereiten, müssen
|
||
staatliche Verwaltungsstrukturen mehr für Familien leisten.
|
||
Statt abertausende Euros an Steuergeld für ideologischen Unsinn
|
||
wie „Gleichstellungsbeauftragte“ auszugeben, soll diese Stelle
|
||
durch einen „Familienbeauftragten“ ersetzt werden. Dessen
|
||
Aufgabe soll die stetige Prüfung und Weiterentwicklung von
|
||
Familienfreundlichkeit sein.
|
||
Neue gesetzliche Regelungen und Verordnungen müssen dann durch
|
||
die Ministerien und Verwaltungsebenen daraufhin geprüft werden,
|
||
|
||
--- PAGE 11 ---
|
||
|
||
10
|
||
|
||
ob Familien dadurch benachteiligt oder stärker belastet werden.
|
||
Sachsen-Anhalt kann nur zum Familienland werden, wenn jegliche
|
||
Anstrengung unternommen wird, um Familien zu entlasten und zu
|
||
unterstützen. Dazu gehört auch die Überarbeitung bestehender
|
||
Gesetze,
|
||
um
|
||
die
|
||
Familienfreundlichkeit
|
||
dauerhaft
|
||
zu
|
||
gewährleisten.
|
||
|
||
3. Elternrechte in die Landesverfassung!
|
||
|
||
Befeuert durch die Vereinten Nationen wird zurzeit darüber
|
||
diskutiert, Kinderrechte in der Verfassung zu verankern. Das mag
|
||
gut klingen, dahinter verbirgt sich jedoch nichts anderes als
|
||
der Versuch des Staates, der dann als Sachwalter der Kinderrechte
|
||
auftritt, in das Familienleben einzugreifen und den Eltern die
|
||
Erziehungshoheit
|
||
streitig
|
||
zu
|
||
machen
|
||
bis
|
||
hin
|
||
zur
|
||
Kindesentziehung. Um die Rechte der Kinder gegen einen
|
||
übergriffigen Staat zu schützen, wollen wir deshalb die
|
||
Elternrechte in die Landesverfassung schreiben. Wir werden uns
|
||
für einen neuen Absatz 1a im Artikel 11 der Verfassung des Landes
|
||
Sachsen-Anhalt einsetzen, der da lauten soll: „Pflege und
|
||
Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und
|
||
die zuerst ihnen obliegende Pflicht.“
|
||
|
||
4. Freier Eintritt für Familien!
|
||
|
||
Sachsen-Anhalt ist reich an Kultur, ob Denkmäler, Burgen,
|
||
Schlösser oder Kirchen! Zum Erhalt unserer Kultur gehört es auch
|
||
die
|
||
nächste
|
||
Generation
|
||
an
|
||
unsere
|
||
historischen
|
||
Schätze
|
||
heranzuführen. In den Familien wird Geschichte erlebt und
|
||
weitergegeben. In der Familie werden Traditionen bewahrt. In den
|
||
Familien diskutiert man über die Vergangenheit. Viele Eltern
|
||
wollen ihren Kindern unsere kulturellen Errungenschaften vor Ort
|
||
erlebbar machen, werden dabei allerdings oftmals durch hohe
|
||
Eintrittspreise abgeschreckt. Wir fordern deshalb kostenlose
|
||
Kultur für unsere Familien mit dem Sachsen-Anhalt-Pass. Dieser
|
||
ermöglicht allen in Sachsen-Anhalt wohnhaften Familien mit
|
||
mindestens einem Kind die Kulturgüter (Burgen, Schlösser, Museen
|
||
usw.) kostenfrei zu besuchen und sich weiterzubilden. Weiterhin
|
||
fordern wir kostenlosen Eintritt für Schüler in öffentlichen
|
||
Bädern, da diese als Orte von Sport und Gemeinschaft gerade für
|
||
Jugendliche besonders wichtig sind.
|
||
|
||
|
||
|
||
5. Freie Fahrt für unsere Schüler!
|
||
|
||
Wir
|
||
werden
|
||
uns
|
||
für
|
||
die
|
||
Einführung
|
||
eines
|
||
landesweiten
|
||
Schülertickets
|
||
einsetzen.
|
||
Dieses
|
||
wird
|
||
Schülern
|
||
von
|
||
der
|
||
|
||
--- PAGE 12 ---
|
||
|
||
11
|
||
|
||
Grundschule
|
||
über
|
||
die
|
||
Sekundarschulen
|
||
bis
|
||
zum
|
||
Gymnasium
|
||
ermöglichen, kostenlos den öffentlichen Personennahverkehr
|
||
einschließlich der Bahn in ganz Sachsen-Anhalt zu nutzen. Dieses
|
||
Ticket soll jedoch nicht nur der Schülerbeförderung dienen, auch
|
||
Teilnehmer der anerkannten Freiwilligendienste (FSJ, FÖJ, BFD,
|
||
IJFD u.a.) sollen dieses für ganz Sachsen-Anhalt geltende Ticket
|
||
nutzen dürfen. Mit diesem Ticket werden wir alle Eltern
|
||
gleichermaßen entlasten, unnötige Fahrten einsparen und den
|
||
Nahverkehr weiter stärken.
|
||
|
||
6. Linke Agitation gegen Familien und politische Beeinflussung
|
||
beenden!
|
||
|
||
Linke Parolen wie „Still loving Volkstod“, Aufrufe zum
|
||
„Geburtenstreik“, Werbung für einen Schwangerschaftsabbruch bis
|
||
zum neunten Monat oder gar die Diskreditierung und Umdeutung von
|
||
Lebensschützern als Fundamentalisten greifen immer mehr Raum.
|
||
In
|
||
einer
|
||
Sendung
|
||
von
|
||
„Funk“,
|
||
einem
|
||
Online-Angebot
|
||
des
|
||
öffentlich-rechtlichen Rundfunks, kamen junge Frauen zu Wort,
|
||
die „keinen Bock“ auf Kinder haben. Zwei von ihnen nutzten die
|
||
öffentliche Plattform um von ihrer Sterilisation zu berichten.
|
||
Der linke Zeitgeist zersetzt mehr und mehr das tradierte Leitbild
|
||
von Familien und verunsichert Kinder bzw. Jugendliche. Um dem
|
||
entgegenzusteuern,
|
||
fordern
|
||
wir,
|
||
dass
|
||
Vereine,
|
||
die
|
||
dem
|
||
Gemeinwesen
|
||
schaden,
|
||
keine
|
||
steuerlichen
|
||
und
|
||
finanziellen
|
||
Vorteile
|
||
genießen
|
||
dürfen.
|
||
Der
|
||
Gesetzgeber
|
||
ist
|
||
aus
|
||
dem
|
||
Grundgesetz zum Schutz der Familie verpflichtet. Daher kommt dem
|
||
ungeborenem Leben und Familiengründungen für Verfassung, Staat
|
||
und Gesellschaft eine besondere Bedeutung zu. Wir fordern
|
||
deshalb weiterhin, dass der Programmauftrag des öffentlich-
|
||
rechtlichen
|
||
Rundfunks,
|
||
durch
|
||
Anpassung
|
||
des
|
||
Rundfunkstaatsvertrags der Länder, durch Hervorhebung der
|
||
Bedeutung von Familien gerecht wird.
|
||
Auch
|
||
deshalb
|
||
fordern
|
||
wir
|
||
die
|
||
strikte
|
||
Neutralität
|
||
von
|
||
Sozialarbeitern,
|
||
Erziehern
|
||
und
|
||
Lehrern
|
||
im
|
||
Rahmen
|
||
ihrer
|
||
Tätigkeit. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen soll deren
|
||
Schulung und Charakterbildung im Sinne einer selbstbestimmten
|
||
Persönlichkeit dienen. Hier ist kein Platz für politische
|
||
Einflussnahmen und Indoktrination.
|
||
|
||
7. Schluss mit der perversen Frühsexualisierung!
|
||
|
||
Unter dem Deckmantel der Toleranz nehmen linke Ideologen die
|
||
Seelen unserer Kinder ins Visier. So wird beispielsweise im
|
||
Rahmen eines Aktionsplanes der Landesregierung mittels eines
|
||
sogenannten Kita-Koffers der „Normalitätsbegriff der Familie ein
|
||
Stück weit hinterfragt“, wie die Verantwortlichen selbst
|
||
freimütig erklären.
|
||
|
||
--- PAGE 13 ---
|
||
|
||
12
|
||
|
||
Ziel dieser Kampagnen ist es, mehr Akzeptanz für Homo- und
|
||
Transsexuelle
|
||
bei
|
||
den
|
||
Jüngsten
|
||
im
|
||
Kindergarten-
|
||
oder
|
||
Grundschulalter einzuwerben. Dies geht zu weit! Die Hoheit über
|
||
die Bewertung und Einordnung von Lebensmodellen und Formen der
|
||
Sexualität liegt so lange bei den Eltern, und bei niemandem
|
||
sonst, bis die Kinder ein eigenes Interesse an diesen Themen
|
||
entwickeln. Die AfD lehnt jede Form der Frühsexualisierung und
|
||
jedwede Agitation von Kleinkindern und Grundschülern im Sinne
|
||
devianter Formen von Sexualität ab. Deshalb werden wir alle
|
||
staatlichen Kampagnen und Programme einstellen, die eine
|
||
frühsexualisierte Vereinnahmung von Kindern zum Ziel haben.
|
||
|
||
8. Ungeborenes Leben schützen!
|
||
|
||
Eine unerwartete Schwangerschaft kann, je nach Lebenssituation,
|
||
schnell zu vielschichtigen Problemlagen von Frauen und werdenden
|
||
Müttern führen. Vor diesem Hintergrund werden in Deutschland
|
||
jährlich circa 100.000 Abtreibungen vorgenommen, wobei davon
|
||
über 3.000 auf Sachsen-Anhalt entfallen.
|
||
Trotz Konfliktberatungen entscheiden sich viele betroffene
|
||
Frauen aus einer Notsituation heraus für eine Abtreibung. Genau
|
||
diesen Frauen und Familien wollen wir helfen, die Entscheidung
|
||
nicht auf eben dieser Grundlage treffen zu müssen. Deshalb werden
|
||
wir eine breit aufgestellte Unterstützungsstruktur für ungewollt
|
||
Schwangere schaffen.
|
||
Soweit keine medizinischen oder kriminologischen Gründe für die
|
||
Beratung ursächlich sind, fordern wir, dass den zu beratenden
|
||
schwangeren Frauen das Angebot von Ultraschalluntersuchungen
|
||
ihres ungeborenen Kindes verpflichtend zu unterbreiten sind. Die
|
||
anerkannten
|
||
Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen
|
||
sind
|
||
weiterhin
|
||
gesetzlich
|
||
dazu
|
||
zu
|
||
verpflichten,
|
||
bei
|
||
jeder
|
||
Schwangerschaftskonfliktberatung den schwangeren Frauen ein
|
||
gesondertes schriftliches
|
||
Verzeichnis
|
||
der in ihrem Fall
|
||
individuell
|
||
möglichen
|
||
Unterstützungsleistungen
|
||
organisatorischer und finanzieller Art (einschließlich der
|
||
jeweiligen Anlaufstelle) zu übergeben.
|
||
|
||
9. Familiengründung auch in schwierigen Phasen unterstützen!
|
||
|
||
Viele Paare bleiben in Deutschland trotz Kinderwunsch ohne
|
||
eigenen Nachwuchs. Statistisch betrachtet waren noch nie so
|
||
viele Partner ungewollt kinderlos wie aktuell. Während die
|
||
Krankenkassen aktuell auch
|
||
bei
|
||
nicht
|
||
medizinischer
|
||
oder
|
||
kriminologischer Indikation Schwangerschaftsabbrüche bezahlen,
|
||
sobald die Frauen gewisse Einkommensgrenzen unterschreiten,
|
||
müssen Paare für reproduktionsmedizinische Maßnahmen wie etwa
|
||
eine künstliche Befruchtung die Hälfte der Kosten selbst tragen.
|
||
Das kann nicht sein! Wir fordern, dass die Krankenkassen
|
||
|
||
--- PAGE 14 ---
|
||
|
||
13
|
||
|
||
sinnvolle
|
||
und
|
||
aussichtsreiche
|
||
reproduktionsmedizinische
|
||
Maßnahmen als Regelleistungen übernehmen. Weiterhin fordern wir,
|
||
kinderlosen Paaren die Adoption zu erleichtern und bei ungewollt
|
||
Schwangeren für die Möglichkeit der Adoption als Alternative zur
|
||
Abtreibung zu werben.
|
||
|
||
10. Sport frei für unsere Kinder!
|
||
|
||
In unserem Bundesland steigen die Zahlen der übergewichtigen
|
||
Kinder. Um dieser negativen Tendenz entgegenzuwirken, die
|
||
Familien finanziell zu entlasten und dem Vereinssport Nachwuchs
|
||
zu verschaffen, soll jedes Kind bis zur Vollendung des 25.
|
||
Lebensjahr die Möglichkeit erhalten in einem Sportverein seiner
|
||
Wahl
|
||
kostenfrei
|
||
mitzuwirken.
|
||
Die
|
||
Kosten
|
||
des
|
||
normalen
|
||
Mitgliedsbeitrags erstattet das Land dem Sportverein.
|
||
|
||
11. Eigener Herd ist Goldes wert
|
||
|
||
In
|
||
einem
|
||
Kennzahlenvergleich
|
||
der
|
||
Organisation
|
||
für
|
||
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) landet
|
||
Deutschland bei der Wohneigentumsquote gerade mal auf dem
|
||
vorletzten Platz. Doch selbst dieses schlechte Ergebnis wird von
|
||
Sachsen-Anhalt
|
||
unterboten.
|
||
Dabei
|
||
handelt
|
||
es
|
||
sich
|
||
bei
|
||
selbstgenutztem Wohneigentum um einen wichtigen Baustein zur
|
||
Vorbeugung von Altersarmut und Vermögensungleichheit. Wir wollen
|
||
deshalb durch eine gezielte Förderung die Wohneigentumsquote der
|
||
deutschen Bevölkerung in Sachsen-Anhalt deutlich steigern. Wir
|
||
werden daher Förderinstrumente auflegen, um eine proaktive
|
||
Wohneigentumsquote einzuleiten.
|
||
Hierbei werden Ehepaare mit mindestens einem Kind, die das 40.
|
||
Lebensjahr noch nicht vollendet haben, einen zinsvergünstigten
|
||
Kredit bis zu einer Höhe von 300.000 € zum Bau oder Kauf von
|
||
selbstgenutztem Wohnraum zur Verfügung gestellt. Für das erste
|
||
nach Ausschüttung des Kredites geborene Kind, werden dem Ehepaar
|
||
10.000 € des Kredites erlassen und für jedes weitere 20.000 €.
|
||
|
||
12. Für kostenfreie Kitaplätze und kostenfreies Schulessen!
|
||
|
||
Egal ob Rente oder Gesundheitsumlage - ohne Kinder und damit
|
||
zukünftige Beitragszahler werden diese Solidarsysteme der
|
||
Vergangenheit angehören. Deshalb ist es unabdingbar, dass das
|
||
Gemeinwesen den Mehrwert von Kindern anerkennt und einen Rahmen
|
||
schafft, damit die einseitige finanzielle Belastung gerecht
|
||
verteilt wird. Wir fordern, dass Krippen und Kindergärten ab dem
|
||
ersten Kind kostenlos sind. Auch die Mittagsverpflegung muss für
|
||
alle Kinder selbstverständlich kostenfrei dazugehören. Für alle
|
||
Schulen ist die Mittagsverpflegung ebenfalls kostenfrei auf
|
||
|
||
--- PAGE 15 ---
|
||
|
||
14
|
||
|
||
hoher
|
||
Qualität
|
||
vorzuhalten.
|
||
Schulessen
|
||
muss
|
||
ausgewogen,
|
||
schmackhaft und nahrhaft sein.
|
||
|
||
13. Geburten honorieren – Baby-Willkommensgeld einführen!
|
||
|
||
In Sachsen-Anhalt wurden im Jahre 2019 gerade einmal 16.618
|
||
Kinder geboren. Das war der niedrigste Wert seit 1996 und gleicht
|
||
die Sterbefälle nur zur Hälfte aus. Dieses Geburtendefizit muss
|
||
dringend ausgeglichen werden, um unseren Wohlstand und unsere
|
||
Kulturtradition zu erhalten.
|
||
Als Anreiz für mehr Kinder werden wir ein Baby-Begrüßungsgeld in
|
||
Höhe von 2000 € für die ersten beiden Kinder und von 4000€ für
|
||
jedes weitere Kind einführen, um so diejenigen zu unterstützen,
|
||
die Mut zu Kindern und Verantwortung als Eltern beweisen. Die
|
||
Zugangsvoraussetzung
|
||
ist
|
||
die
|
||
deutsche
|
||
Staatsbürgerschaft
|
||
mindestens eines Elternteils und ein fester Erstwohnsitz beider
|
||
Eltern in Sachsen-Anhalt seit mindestens einem Jahr. Die Summe
|
||
wird in zwei Raten überwiesen. Die erste Hälfte des genannten
|
||
Geldbetrages wird nach der angezeigten Geburt und die andere
|
||
Hälfte zum vollendeten dritten Lebensjahr des Kindes ausbezahlt.
|
||
Im Sinne des Kindeswohls soll zudem Voraussetzung sein, dass
|
||
alle empfohlenen medizinischen Vorsorgeuntersuchungen bis zum
|
||
dritten Lebensjahr (U1 bis U7a) wahrgenommen wurden.
|
||
|
||
14. Erziehungsleistung würdigen!
|
||
|
||
Wir fordern ein landeseigenes Kindergeld! Dieses soll den Namen
|
||
Familiengeld tragen und wird insbesondere Mehr-Kinder-Familien
|
||
finanziell stärken. Ab Geburt des Kindes erhalten Eltern für ihr
|
||
erstgeborenes Kind 50 Euro, für ihr zweitgeborenes Kind
|
||
monatlich 150 Euro. Für jedes weitere Kind 250 Euro. Dabei
|
||
entsprechen
|
||
die
|
||
Zugangsvoraussetzungen
|
||
des
|
||
Bezuges
|
||
den
|
||
Voraussetzungen des Baby-Willkommensgeldes.
|
||
|
||
15. Rentengerechtigkeit für Ostdeutschland!
|
||
|
||
Nach inzwischen über 30 Jahren deutscher Einheit gibt es
|
||
weiterhin große Ungerechtigkeiten bei der Berücksichtigung
|
||
zusätzlicher Betriebsrenten von ehemaligen Ostbeschäftigten. Wir
|
||
fordern
|
||
daher
|
||
eine
|
||
angemessene
|
||
und
|
||
solidarische
|
||
Abfindungszahlung für die Renten- und Versorgungsansprüche die,
|
||
den 17 betroffenen Berufs- und Personengruppen der ehemaligen
|
||
DDR (u. a. Reichsbahner, Postbeschäftigte, Krankenschwestern
|
||
aber
|
||
auch
|
||
für
|
||
die
|
||
nach
|
||
DDR-Recht
|
||
geschiedenen
|
||
Frauen)
|
||
vorenthaltenen wurden. Im Rahmen einer Fondslösung sind den
|
||
Betroffenen pauschalisierte Einmalzahlungen in angemessener Höhe
|
||
zu gewähren. Bei der Bemessung dieser Zahlungen soll nach
|
||
|
||
--- PAGE 16 ---
|
||
|
||
15
|
||
|
||
Möglichkeit
|
||
an
|
||
die
|
||
zurückgelegte
|
||
Betriebszugehörigkeit
|
||
angeknüpft werden.
|
||
Wir werden uns dafür einsetzen, dass Sachsen-Anhalt auf
|
||
Bundesratsebene eine Initiative startet, die darauf abzielt,
|
||
eine angemessene, der Lebensleistung entsprechende Lösung zu
|
||
finden und die Ungerechtigkeiten bei der Überleitung der
|
||
Ostrenten zu beseitigen!
|
||
|
||
16. Volle Integration von Menschen mit Behinderung ermöglichen!
|
||
|
||
Ziel der AfD ist es, allen Menschen mit Behinderung ein freies
|
||
und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Hierzu soll die
|
||
nötige Barrierefreiheit überall dort hergestellt werden, wo es
|
||
heute noch mangelt. Auch hier müssen Öffentlicher Dienst und
|
||
Verwaltung mit bestem Beispiel vorangehen. Der Zugang zu
|
||
Behörden muss grundsätzlich genauso barrierefrei sein, wie
|
||
behördliche Informationen, Anträge und Formulare. Nachteile von
|
||
beispielsweise blinden, hochgradig sehbehinderten, gehörlosen
|
||
Menschen oder schwerstbehinderten Kindern müssen angemessen
|
||
finanziell
|
||
ausgeglichen
|
||
sein.
|
||
Da
|
||
die
|
||
hierzu
|
||
derzeit
|
||
ausgereichten Mittel nicht genügen, will die AfD ausreichende
|
||
Aufstockungen erwirken. Ferner möchte die AfD die Akzeptanz
|
||
gegenüber einer Beschäftigung
|
||
von
|
||
Menschen mit
|
||
schweren
|
||
Behinderungen weiter stärken. Hierzu sollen gemeinsam mit den
|
||
Arbeitgebern und den zuständigen Stellen weiterhin geeignete
|
||
Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden.
|
||
|
||
17. Modernes Trauern ermöglichen!
|
||
|
||
Die Bestattungsbranche entwickelt sich wie jede andere auch und
|
||
versucht die Trauer durch neue Formen für die Hinterbliebenen so
|
||
würdevoll wie nur möglich zu gestalten. Immer wieder kommt es
|
||
jedoch
|
||
zu
|
||
Einschränkungen
|
||
durch
|
||
nicht
|
||
zeitgemäße
|
||
Bestattungsgesetze. Wenn es der Wunsch des Verstorbenen war, den
|
||
Hinterbliebenen ein Erinnerungsstück anfertigen zu lassen, so
|
||
muss die individuelle Freiheit gewährleistet sein. Auch die
|
||
Bestattung von sogenannten Sternenkindern muss Einzug in die
|
||
Trauerkultur halten.
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
III Illegale Zuwanderung stoppen - Einwanderung
|
||
einschränken!
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 17 ---
|
||
|
||
16
|
||
|
||
1. Aslyforderer zentral unterbringen!
|
||
|
||
Das Land Sachsen-Anhalt und die betroffenen Kommunen müssen
|
||
Asylforderer unterbringen und verpflegen. Die Unterbringung kann
|
||
zentral in Gemeinschaftsunterkünften oder dezentral in Wohnungen
|
||
erfolgen. Die AfD fordert eine Unterbringung von Asylforderern
|
||
in zentralen Unterkünften. Im Interesse von Bürgern und
|
||
Bewohnern der Unterkünfte, ist die Lage der Unterkünfte so zu
|
||
wählen,
|
||
dass
|
||
Konfliktpotentiale
|
||
vermieden
|
||
werden.
|
||
Von
|
||
Innenstadtlagen ist daher Abstand zunehmen. Bei der Auswahl der
|
||
Standorte, ist dem das Wohl der ansässigen Bürger höchste
|
||
Bedeutung beizumessen! Aslyforderern muss klar sein, dass sie
|
||
in Deutschland nur ein Gastrecht auf Zeit genießen. Nach der
|
||
Ablehnung eines Asylantrages sowie dem Wegfall der Fluchtursache
|
||
muss umgehend die Rückkehr in das jeweilige Heimatland erfolgen.
|
||
Insbesondere auch das geltende Recht sagt uns, dass Sachsen-
|
||
Anhalt nicht die Heimat für illegale und ausreisepflichtige
|
||
Einwanderer ist.
|
||
|
||
2. Asylforderer an den Kosten beteiligen!
|
||
|
||
Die
|
||
Unterbringung
|
||
und
|
||
Verpflegung
|
||
von
|
||
Asylantragstellern
|
||
verzehrt Jahr für Jahr Steuergelder in Millionenhöhe – Geld, das
|
||
dann für die Belange der einheimischen Bevölkerung fehlt.
|
||
Während einheimische Harz-IV-Bezieher ihre Ersparnisse bis auf
|
||
einen kleinen Notgroschen aufzehren müssen, bevor sie staatliche
|
||
Gelder erhalten, werden Asylforderer für die von ihnen
|
||
verursachten Kosten nicht herangezogen. Wir wollen deshalb, dass
|
||
Bargeldbestände, die Asylforderer im Zuge einer illegalen
|
||
Einreise mit sich führen, vollständig festgestellt und für deren
|
||
Unterbringung und Verpflegung herangezogen werden. Erst danach
|
||
dürfen deutsche Steuergelder für diese Zwecke in Anspruch
|
||
genommen werden.
|
||
|
||
3. Sachleistungen statt Geldleistungen!
|
||
|
||
Der im Vergleich zu den Herkunftsländern gut ausgebaute deutsche
|
||
Sozialstaat lockt seit Jahrzehnten Millionen zumeist illegaler
|
||
Einwanderer
|
||
nach
|
||
Deutschland.
|
||
Besondere
|
||
Anziehungskraft
|
||
entfalten dabei die üppigen Geldleistungen für Asylforderer.
|
||
Deshalb fordern wir, dass in Sachsen-Anhalt – im Einklang mit
|
||
dem
|
||
Asylbewerberleistungsgesetz
|
||
–
|
||
Geldleistungen
|
||
für
|
||
Asylforderer ausnahmslos durch Sachleistungen ersetzt werden.
|
||
Durch die konsequente Umsetzung des Sachleistungsprinzips und
|
||
die damit verbundene Abschaffung finanzieller Fehlanreize
|
||
beenden
|
||
wir
|
||
in
|
||
Sachsen-Anhalt
|
||
die
|
||
Sogwirkung
|
||
deutscher
|
||
Sozialleistungen für illegal eingewanderte Asylantragsteller.
|
||
Wir bieten wirklich politisch Verfolgten selbstverständlich
|
||
|
||
--- PAGE 18 ---
|
||
|
||
17
|
||
|
||
Schutz, können aber keinesfalls jeden mit deutschem Wohlstand
|
||
versorgen, dem die Lebensumstände in seiner Heimat missfallen!
|
||
|
||
4. Gesundheitskarte für Asylforderer abschaffen!
|
||
|
||
Aslyforderer können nach ihrer Aufnahme eine elektronische
|
||
Gesundheitskarte beantragen, die ihnen kostenfreien Zugang zu
|
||
umfänglichen
|
||
Leistungen
|
||
im
|
||
deutschen
|
||
Gesundheitssystem
|
||
ermöglicht. Bei der Ausgabe elektronischer Gesundheitskarten
|
||
handelt es sich um eine ‚Kann-Bestimmung‘, eine entsprechende
|
||
Rahmenvereinbarung zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und den
|
||
Landesverbänden der Krankenkassen ist also nicht zwingend
|
||
erforderlich. Aus diesem Grunde fordert die AfD eine Beendigung
|
||
der Ausgabe von Gesundheitskarten an Asylforderer in Sachsen-
|
||
Anhalt. Statt eines freien Zugangs zu allen Leistungen unseres
|
||
Gesundheitssystems soll eine kontrollierte, bedarfsgerechte
|
||
medizinische Versorgung vorgehalten werden, die den Status eines
|
||
zeitlich begrenzten Aufenthalts in Deutschland im Blick behält.
|
||
|
||
5. Flächendeckende Anschaffung von Passprüfgeräten
|
||
|
||
|
||
Die AfD fordert, dass die Meldestellen in Sachsen-Anhalt
|
||
flächendeckend mit Dokumentenprüfgeräten ausgerüstet werden.
|
||
Pässe,
|
||
die
|
||
von
|
||
Aslyforderern
|
||
vorgelegt
|
||
werden,
|
||
sollen
|
||
ausnahmslos auf Echtheit geprüft werden, um Passfälschungen und
|
||
damit verbundenen Asylbetrug aufzudecken und konsequent zu
|
||
ahnden.
|
||
Gleiches
|
||
gilt
|
||
für
|
||
vorgelegte
|
||
ausländische
|
||
EU-
|
||
Personaldokumente. Bislang nicht auf Echtheit geprüfte Pässe
|
||
sollen nach Anschaffung der Prüfgeräte nachträglich erneut
|
||
vorgelegt und untersucht werden.
|
||
|
||
6. Konsequente Altersfeststellung
|
||
|
||
Während bei der einheimischen Bevölkerung immer mehr gespart
|
||
wird, wird das von den Bürgern hart erarbeitete Steuergeld mit
|
||
vollen
|
||
Händen
|
||
für
|
||
sogenannte
|
||
„Unbegleitete
|
||
minderjährige
|
||
Flüchtlinge“ (UMA) ausgegeben. Allein in den Jahren 2016 bis
|
||
2021 liegen die von der Kenia-Koalition eingeplanten Ausgaben
|
||
für UMA in Sachsen-Anhalt bei etwa 210 Millionen Euro. Doch das
|
||
ist nur die Spitze des Eisbergs: Hinzu kommen weitere verdeckte
|
||
UMA-Kosten in Millionenhöhe. Die meisten UMA haben aufgrund
|
||
ihrer illegalen Einreise kein Asylantragsrecht und müssten
|
||
eigentlich umgehend abgeschoben werden. Viele dieser zumeist
|
||
jungen Männer machen bewusst falsche Altersangaben, um den
|
||
begehrten Schutzstatus als Minderjährige zu erlangen und in den
|
||
Genuss der UMA-Betreuungsleistungen zu kommen. Deshalb fordern
|
||
wir, dass alle zur Verfügung stehenden medizinischen Mittel
|
||
(u.a.
|
||
Zahnuntersuchung,
|
||
Röntgen
|
||
der
|
||
Handwurzel
|
||
und
|
||
des
|
||
Schlüsselbeins) genutzt werden, um das wahre Alter angeblicher
|
||
UMA festzustellen. Die medizinischen Untersuchungen müssen
|
||
verpflichtend durchgeführt werden.
|
||
|
||
--- PAGE 19 ---
|
||
|
||
18
|
||
|
||
|
||
7. Asyl- und Integrationsindustrie den Geldhahn zudrehen!
|
||
|
||
EU- und nicht EU-Ausländer, die legal nach Deutschland einreisen
|
||
und sich in Sachsen-Anhalt ansiedeln, müssen sich den hiesigen
|
||
Verhältnissen anpassen. Illegale Einwanderer und vorübergehend
|
||
bleibeberechtigte Ausländer sollen dagegen nicht integriert
|
||
werden, weil sie Deutschland zeitnah verlassen müssen. Vor
|
||
diesem Hintergrund fordert die AfD die Streichung aller durch
|
||
das Land Sachsen-Anhalt finanzierten Maßnahmen der Asyl- und
|
||
Integrationsindustrie.
|
||
Im
|
||
Alternativen
|
||
Haushalt
|
||
der
|
||
AfD-
|
||
Landtagsfraktion wurden allein in den Jahren 2017 bis 2019 im
|
||
Bereich „Asyl und Integration“ Einsparmaßnahmen in Höhe von etwa
|
||
250 Millionen Euro gefordert. Gestrichen werden sollen auch
|
||
zukünftig
|
||
Integrationsmaßnahmen
|
||
im
|
||
Landeshaushalt
|
||
wie
|
||
„Verbesserung der Situation von Migrantinnen, Migranten und
|
||
Flüchtlingen
|
||
durch
|
||
Beratung,
|
||
Betreuung,
|
||
Integration
|
||
und
|
||
interkulturelle
|
||
Öffnung“
|
||
(4,5
|
||
Millionen
|
||
Euro)
|
||
oder
|
||
„Verkehrserziehung
|
||
für
|
||
Flüchtlinge“
|
||
(365.000
|
||
Euro).
|
||
Die
|
||
eingesparten Steuergelder sollen zum Wohle der einheimischen
|
||
Bevölkerung verwendet werden.
|
||
|
||
8. Ausreisepflichtige konsequent abschieben!
|
||
|
||
Illegale Einwanderer und rechtskräftig abgelehnte Asylbewerber
|
||
müssen unverzüglich abgeschoben werden. Wir lehnen die Praxis,
|
||
gegenüber
|
||
ausreisepflichtigen
|
||
Ausländern
|
||
großzügige
|
||
Duldungstatbestände
|
||
anzuwenden,
|
||
grundlegend
|
||
ab.
|
||
Unser
|
||
Aufenthaltsrecht
|
||
ist
|
||
so
|
||
liberal
|
||
und
|
||
kennt
|
||
so
|
||
viele
|
||
Verzögerungsmöglichkeiten für illegale Einwanderer, dass jeder,
|
||
der ausreisepflichtig abgeschoben werden muss, auch abgeschoben
|
||
werden sollte. Institutionen, Initiativen und Vereinen, die
|
||
Ausreisepflichtige
|
||
bei
|
||
der
|
||
Vereitelung
|
||
ihrer
|
||
Abschiebung
|
||
unterstützen, muss jegliche staatliche Förderung entzogen
|
||
werden.
|
||
Außerdem
|
||
muss
|
||
die
|
||
Zahl
|
||
der
|
||
Abschiebehaftplätze
|
||
signifikant erhöht werden. Aus diesem Grund hat die AfD
|
||
Landtagsfraktion bereits in ihrem Alternativen Haushaltsplan
|
||
2019
|
||
insgesamt
|
||
15
|
||
Millionen
|
||
Euro
|
||
zur
|
||
Durchführung
|
||
aufenthaltsbeendender Maßnahmen zur Verfügung gestellt.
|
||
|
||
9. Schluss mit der Willkommenspropaganda!
|
||
|
||
Das Land Sachsen-Anhalt braucht eine „Willkommenskultur“ für
|
||
deutsche Kinder und nicht für Asylforderer. Deshalb wollen wir
|
||
die
|
||
linksliberale
|
||
Willkommenspropaganda
|
||
beenden
|
||
und
|
||
die
|
||
entsprechenden Maßnahmen im Landeshaushalt wie etwa „Förderung
|
||
lokaler Willkommenskultur für Flüchtlinge und Neuzuwandernder“
|
||
(Haushalt 2017-2018: 3,2 Millionen Euro) oder „Willkommenskultur
|
||
|
||
--- PAGE 20 ---
|
||
|
||
19
|
||
|
||
in Sachsen-Anhalt (Willkommensbehörden)“ (Haushalt 2017-2019:
|
||
1,4
|
||
Millionen
|
||
Euro)
|
||
streichen.
|
||
Anstelle
|
||
einer
|
||
„Willkommenskultur“
|
||
inklusive
|
||
„Willkommensbehörden“
|
||
und
|
||
multikultureller
|
||
Propaganda
|
||
braucht
|
||
Sachsen-Anhalt
|
||
die
|
||
konsequente Abschiebung aller nicht Asylberechtigten. Dies
|
||
geschieht auch mit dem Ziel, die notwendigen Mittel für die
|
||
Versorgung tatsächlich Asylberechtigter verfügbar zu haben.
|
||
|
||
10. EU-Armutseinwanderung stoppen!
|
||
|
||
Der deutsche Sozialstaat lockt zahlreiche Armutseinwanderer aus
|
||
EU-Ländern nach Sachsen-Anhalt. Bislang hat das Land Sachsen-
|
||
Anhalt die damit verbundenen gesellschaftlichen Probleme und
|
||
Konflikte und deren Ursachen nicht in den Griff bekommen. Wir
|
||
fordern die Erarbeitung und Umsetzung von Maßnahmen, die
|
||
geeignet sind, den finanziellen und gesellschaftlichen Druck auf
|
||
EU-Armutseinwanderer so weit zu erhöhen, dass sie Sachsen-Anhalt
|
||
verlassen und in die Länder zurückkehren, aus denen sie gekommen
|
||
sind. Alle rechtlich bestehenden Möglichkeiten sollen genutzt
|
||
werden, um Armutseinwanderung nach Sachsen-Anhalt soweit als
|
||
möglich zu verhindern.
|
||
|
||
11. Einbürgerung braucht hohe Hürden!
|
||
|
||
Die Landesregierung „begrüßt, unterstützt und ermutigt“ auf
|
||
ihrem Internetauftritt Ausländer zum Erwerb der deutschen
|
||
Staatsbürgerschaft und wirbt damit, dass eine Einbürgerung
|
||
„viele Vorteile“ mit sich bringe, unter anderem den Erhalt von
|
||
„Ausweisungs- und Auslieferungsschutz“. Die Einforderung von
|
||
kulturellen Anpassungsleistungen und Sprachkenntnissen als
|
||
Bringschuld
|
||
jedes
|
||
Ausländers
|
||
vor
|
||
der
|
||
Möglichkeit
|
||
einer
|
||
Einbürgerung findet sich auf den Netzseiten der Landesregierung
|
||
hingegen nicht. Die AfD wird sich nicht damit abfinden, dass
|
||
deutsche Pässe in Sachsen-Anhalt wie Ramschware feilgeboten
|
||
werden. Stattdessen sollen die Behörden angehalten werden, bei
|
||
beantragten Einbürgerungen den ihnen zustehenden jeweiligen
|
||
Ermessensspielraum maximal restriktiv zu nutzen, wenn die
|
||
Antragsteller
|
||
nicht
|
||
ausreichende
|
||
Integrationsleistungen
|
||
vorweisen.
|
||
Einbürgerungen
|
||
sollen
|
||
nicht
|
||
nach
|
||
Art
|
||
von
|
||
Vorschusslorbeeren am Beginn der Integration, sondern erst am
|
||
Abschluss einer erfolgreichen Integration stehen.
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
12. Nein zu Muezzin und Minarett!
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 21 ---
|
||
|
||
20
|
||
|
||
Der Islam gehört weder zu Sachsen-Anhalt noch zu Deutschland.
|
||
Der Islam hat unsere Geschichte und Kultur nicht geprägt und ist
|
||
als politische Religion mit seinem vormodernen Scharia-System
|
||
und
|
||
den
|
||
darin
|
||
enthaltenen
|
||
Rechtsregeln
|
||
mit
|
||
unserem
|
||
abendländischen Staatsverständnis nicht vereinbar. Die Glaubens-
|
||
und Gewissensfreiheit aus Art 4 Abs. 1 GG und die staatliche
|
||
Gewährleistung einer ungestörten Religionsausübung aus Art. 4
|
||
Abs. 2 GG gelten zwar auch für Moslems, sind jedoch in den
|
||
letzten Jahrzehnten durch fragwürdige Interpretation zu einem
|
||
Supergrundrecht
|
||
aufgebläht
|
||
worden.
|
||
Wir
|
||
wollen
|
||
die
|
||
Religionsfreiheit wieder auf angemessene Maßstäbe zurückführen.
|
||
Sie zwingt uns nicht, jeden Wunsch der Islamlobby zu erfüllen.
|
||
Moscheen müssen nicht als orientalische Prunkbauten weithin
|
||
erkennbar sein, ein Muezzinruf ist zur Gewährleistung der freien
|
||
Religionsausübung für Moslems auch nicht unabdingbar. Wir werden
|
||
alle
|
||
Möglichkeiten
|
||
ausschöpfen,
|
||
den
|
||
Einfluss
|
||
dieser
|
||
kulturfremden Religion in unserem Land zu beschränken, soweit
|
||
dies rechtlich zulässig ist. Wir sind nicht gezwungen, in unseren
|
||
Kantinen
|
||
halal-Essen
|
||
anzubieten,
|
||
die
|
||
Verstümmelung
|
||
von
|
||
Neugeborenen zu dulden oder die Unterdrückung von Frauen zu
|
||
akzeptieren.
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
IV Bildung statt Indoktrination!
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 22 ---
|
||
|
||
21
|
||
|
||
Bildung statt Indoktrination
|
||
|
||
1) Optimale Förderung für alle!
|
||
|
||
Aktuell herrscht eine starke Tendenz zur Nivellierung der
|
||
Bildungsstandards und zur Vereinheitlichung des Bildungssystems.
|
||
Eine Auswahl der Schüler nach Leistung ist zunehmend verpönt.
|
||
Die
|
||
Einführung
|
||
einer
|
||
gymnasialen
|
||
Oberstufe
|
||
an
|
||
Gemeinschaftsschulen bedeutet einen weiteren Schritt Richtung
|
||
Einheitsschule und Einheitsgymnasium. Die AfD tritt dagegen für
|
||
eine leistungsdifferenziertes mehrgliedriges Schulsystem ein.
|
||
Wir wollen das Gymnasium stärken und wieder zu dem machen, was
|
||
es war: Die Schulform, die zur Universität führt und nicht von
|
||
mehr als 25% eines Jahrgangs besucht werden muss. Weiterhin
|
||
wollen wir in der nächsten Legislatur die Wiedereinführung von
|
||
Hauptschule und Realschule prüfen. Die Förderung unserer Kinder
|
||
gelingt am besten, wenn sie entsprechend ihren Neigungen und
|
||
Fähigkeiten in möglichst homogenen Klassenverbänden unterrichtet
|
||
werden.
|
||
|
||
2) Keine Inklusions-Experimente an unseren Kindern!
|
||
|
||
Das Experiment „Inklusion“, also der gemeinsame Unterricht von
|
||
behinderten Kindern mit normal begabten Kindern und die
|
||
Abschaffung der herkömmlichen Förderschulen, ist auf ganzer
|
||
Linie gescheitert. Die behinderten Kinder erhalten nicht die
|
||
Aufmerksamkeit,
|
||
die
|
||
sie
|
||
benötigen,
|
||
finden
|
||
unter
|
||
ihren
|
||
Mitschülern keinen Anschluss, lähmen den Unterrichtsfortgang und
|
||
bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Gerade behinderte
|
||
Kinder benötigen eine speziell auf ihre Situation abgestimmte
|
||
Pädagogik, wie sie nur an Förderschulen möglich ist. Allein die
|
||
AfD will die Bildungspolitik der Inklusion unverzüglich beenden
|
||
und die Förderschulen ausbauen.
|
||
|
||
3) Leistung muss sich wieder lohnen!
|
||
|
||
Unser gesamtes Bildungssystem krankt daran, dass schon seit
|
||
Jahrzehnten das Leistungsniveau kontinuierlich absinkt. Das
|
||
Abitur befähigt immer seltener zu einem akademischen Studium,
|
||
Realschulabsolventen können immer häufiger nur unzureichend
|
||
lesen, schreiben und rechnen, der Hauptschulabschluss ist nur
|
||
noch Ausdruck pädagogischer Gnade, aber kaum noch Nachweis
|
||
irgendeiner
|
||
Qualifikation.
|
||
Universitäten
|
||
und
|
||
Lehrbetriebe
|
||
schlagen Alarm – die Altparteien aber ignorieren das Problem.
|
||
Die AfD will durch Einführung landesweiter Mathematikolympiaden,
|
||
Sprachenwettbewerbe
|
||
und
|
||
naturwissenschaftliche
|
||
Forschungswettbewerbe unsere Schüler zu Ehrgeiz und harter
|
||
Arbeit an sich selbst anregen. Auch herausragende Leistungen bei
|
||
|
||
--- PAGE 23 ---
|
||
|
||
22
|
||
|
||
regulären Prüfungen wollen wir durch Preise und Belobigungen
|
||
besser auszeichnen und herausstellen. Der gute Schüler muss
|
||
wieder zum Vorbild für seine Klassenkameraden werde.
|
||
|
||
4) Sonderklassen für Flüchtlingskinder
|
||
|
||
Kinder gehören in die Schule! Auch Flüchtlingskinder, die ihre
|
||
Heimat verlassen mussten, sollten nicht gezwungen sein, die Zeit
|
||
ihres Aufenthalts in Deutschland ohne Schulbildung vergeuden zu
|
||
müssen. Deshalb ist die AfD aus Gründen der Humanität dafür,
|
||
Kindern von – vorerst - nicht ausreisepflichtigen Flüchtlingen
|
||
Schulunterricht
|
||
zu
|
||
erteilen,
|
||
dies
|
||
sollte
|
||
allerdings
|
||
in
|
||
Sonderklassen erfolgen. Erstens soll den Flüchtlingskindern so
|
||
die Botschaft vermittelt werden, dass Ihr Aufenthalt in
|
||
Deutschland nur ein vorübergehender ist, so lange die Flucht-
|
||
und
|
||
Verfolgungsgründe
|
||
bestehen.
|
||
Zweitens
|
||
sollen
|
||
den
|
||
Flüchtlingskindern
|
||
Lehrinhalte
|
||
ihrer
|
||
heimischen
|
||
Schulen
|
||
vermittelt werden, um ihnen den Wiedereinstieg ins heimische
|
||
Schulsystem zu erleichtern. Drittens gilt es, unsere Kinder von
|
||
den vielfältigen Belastungen freizuhalten, die sich beim
|
||
gemeinsamen Unterricht mit Kindern aus völlig fremden Kulturen
|
||
ergeben würden. Die Lehrkräfte für diese Klassen sind, wenn
|
||
möglich, auch aus dem Kreis der Flüchtlinge zu rekrutieren.
|
||
|
||
5) Mehr Sport- und Schwimmunterricht!
|
||
|
||
Sport bietet einen Ausgleich zur schulischen Kopfarbeit und
|
||
vermittelt die Erfahrung, sich selbst überwinden und leistungs-
|
||
und wettkampforientiert an Herausforderungen wachsen zu können.
|
||
Bewegung und der Gewinn an Koordination, Ausdauer und Kraft
|
||
vitalisieren
|
||
die
|
||
Gesamtpersönlichkeit
|
||
und
|
||
wirken
|
||
Aufmerksamkeitsdefiziten
|
||
sowie
|
||
der
|
||
durch
|
||
Reizüberflutung
|
||
bedingten Nervosität entgegen. Nirgendwo erprobt ein Kind seine
|
||
natürliche Körperlichkeit so intensiv wie in den vielfältigen
|
||
Disziplinen des Sports. Mannschaftssport bildet zudem das
|
||
Miteinander
|
||
und
|
||
Zusammenspiel
|
||
aus
|
||
und
|
||
stärkt
|
||
das
|
||
Gemeinschaftsempfinden. Deshalb wollen wir den Sportunterricht
|
||
auf ganzer Linie fördern! Wir wollen sicherstellen, dass in jeder
|
||
Jahrgangsstufe in jeder Schulform pro Woche mindestens vier
|
||
Stunden Sportunterricht stattfinden. In jeder Jahrgangsstufe in
|
||
jeder Schulform muss Schwimmen ein fester Bestandteil des
|
||
Sportunterrichts
|
||
sein.
|
||
Angesichts
|
||
des
|
||
besorgniserregenden
|
||
Rückgangs der Schwimmfähigkeit werden wir uns dafür einsetzen,
|
||
dass bereits in der Kita Schwimmkurse erteilt werden.
|
||
|
||
|
||
6) Pensionierte Lehrer einstellen!
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 24 ---
|
||
|
||
23
|
||
|
||
Unser Schulsystem krankt an Lehrermangel. Während sich nach wie
|
||
vor allzu wenige Abiturienten für ein Lehrerstudium entscheiden,
|
||
verfügen
|
||
pensionierte
|
||
Lehrer
|
||
über
|
||
einen
|
||
immensen
|
||
Erfahrungsschatz im Unterricht ihrer Fächer und über hohe
|
||
Erziehungskompetenz.
|
||
Zudem
|
||
profitierten
|
||
junge
|
||
Lehrer
|
||
von
|
||
gestandenen älteren Mentoren, die aus einem reichen und
|
||
praktisch erprobten Fundus schöpfen. Fühlen sie sich belastbar
|
||
und fit genug, sollte ihnen die Möglichkeit gewährt werden, in
|
||
Ganz- oder Teilzeit weiterhin an Schulen zu arbeiten. Wir wollen
|
||
alle innerhalb der letzten drei Jahre pensionierten Lehrer und
|
||
alle Lehrer, die innerhalb der nächsten drei Jahre pensioniert
|
||
werden, kontaktieren und ihnen anbieten, auf freiwilliger Basis
|
||
entweder wieder in den Schuldienst einzusteigen oder später in
|
||
Pension zu gehen.
|
||
|
||
7) Lehrerberuf attraktiver machen!
|
||
|
||
Die tiefere Ursache des Lehrermangels liegt darin, dass der
|
||
Lehrerberuf in den letzten Jahrzehnten massiv an Attraktivität
|
||
verloren hat. Die sozialpolitische Überforderung der Institution
|
||
Schule schlägt sich in einer massiven Mehrbelastung der Lehrer
|
||
nieder, die dann als die neuen Buhmänner der Nation für das
|
||
Scheitern der Bildungspolitik verantwortlich gemacht werden. Dem
|
||
will die AfD zielgerichtet entgegenwirken. Neben der Entlastung
|
||
der Schule von sozialpolitischen Forderungen, der Beendigung der
|
||
Inklusion und der Bildung von Sonderklassen für Flüchtlingen,
|
||
wollen
|
||
wir
|
||
den
|
||
Schulbetrieb
|
||
entbürokratisieren
|
||
und
|
||
zur
|
||
Bewältigung
|
||
von
|
||
Verwaltungsaufgaben
|
||
Schulassistenten
|
||
einstellen, damit die Lehrer sich wieder voll und ganz dem widmen
|
||
können, wofür sie diesen Beruf ergriffen haben: jungen Menschen
|
||
etwas beibringen.
|
||
|
||
8) Schulen erhalten!
|
||
|
||
Während in den letzten Jahren in Sachsen-Anhalt kaum Schulen
|
||
geschlossen wurden, droht in den kommenden Jahren eine neue
|
||
Schulschließungswelle. Die Schulschließungen in Gerbstedt sind
|
||
nur ein Vorbote dessen, was auf uns zukommt. Wenn die Vorgaben
|
||
der Verordnung zur Schulentwicklungsplanung beibehalten werden
|
||
und die Bevölkerungsentwicklung so verläuft, wie in der
|
||
aktuellen Prognose vorhergesagt, werden in einigen Kreisen in
|
||
den nächsten 10 Jahren bis zur Hälfte der Grundschulen
|
||
bestandsgefährdet sein. Die AfD will deshalb die Verordnung zur
|
||
Schulentwicklungsplanung
|
||
überarbeiten
|
||
und
|
||
die
|
||
Mindestschülerzahlen absenken. Der Bestand einer Grundschule
|
||
soll nicht bis 60, sondern bis 40 Schülern gesichert sein. Der
|
||
Schulverbund muss flexibler werden: Bis zu drei Schulen, bei
|
||
einer Gesamtschülerzahl von
|
||
mindestens
|
||
100 ohne weitere
|
||
|
||
--- PAGE 25 ---
|
||
|
||
24
|
||
|
||
Vorgaben. Es stimmt nicht, dass an kleinen Schulen kein guter
|
||
Unterricht möglich sein soll, im Gegenteil. In Kleingruppen
|
||
lernt es sich besser. Auch jahrgangsübergreifender Unterricht
|
||
darf kein Tabu sein, wenn wir kleine Schulen erhalten und dem
|
||
Absterben des ländlichen Raums entgegenwirken wollen.
|
||
|
||
9) Echte Bildung statt linker Indoktrination
|
||
|
||
Das Programm „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ ist
|
||
entgegen seinem Titel kein Programm, das den Mut der Schüler
|
||
fördert und gegen echten Rassismus eintritt. Abgesehen davon,
|
||
dass es echten Rassismus kaum noch gibt und es deshalb wenig
|
||
Sinn macht, ihn mit großangelegten Programmen zu bekämpfen,
|
||
verbirgt sich hinter diesem Programm etwas anderes. Unter dem
|
||
Deckmantel, Rassismus zu bekämpfen, wird gegen legitime rechte
|
||
und patriotische Einstellungen vorgegangen. Schüler werden unter
|
||
Druck gesetzt, sich der Vorherrschaft linker Ideen zu beugen. So
|
||
fördert das Programm keinen Mut, sondern Duckmäusertum und
|
||
Konformismus. Wir denken, dass Schule die Schüler dazu erziehen
|
||
muss, dass sie sich im demokratischen Spektrum selbst eine
|
||
Meinung bilden. Eine einseitige Agitation für oder gegen
|
||
bestimmte politische Richtungen lehnen wir ab und fordern
|
||
deshalb, die Landesförderung des Programms „Schule gegen
|
||
Rassismus – Schule mit Courage“ ersatzlos einzustellen.
|
||
|
||
10) Bildungspflicht statt Schulzwang!
|
||
|
||
Eltern ist grundsätzlich die Wahlfreiheit zwischen Schul- und
|
||
Hausunterricht für ihre Kinder einzuräumen. Die Schulpflicht ist
|
||
durch eine Bildungspflicht zu ersetzen. Voraussetzung für
|
||
Hausunterricht ist, dass der Hausunterricht durch Privatlehrer
|
||
gleiche Qualitätsstandards erfüllt wie der Schulunterricht und
|
||
dabei die gleichen Prüfungen abgelegt werden müssen. Das Recht
|
||
auf Hausunterricht ist als Elternrecht zu begreifen, die Bildung
|
||
der Kinder als Pflicht, der Schulbesuch jedoch lediglich als
|
||
freiwilliges Angebot, welches im Ermessen der Eltern mit Blick
|
||
auf das Kindeswohl wahrgenommen werden kann.
|
||
|
||
11) Heimatkunde – Schulbildung nah am echten Leben!
|
||
|
||
Nur wer weiß wie seine Lebensmittel hergestellt werden, wird
|
||
diese Lebensmittel zu schätzen wissen. Viele aktuelle Debatten
|
||
zeigen, dass das Bewusstsein für Lebensmittel durch die großen
|
||
Handelsketten aus dem Blick der Gesellschaft gerückt wurde. Wir
|
||
wollen, dass jedes Kind weiß, dass hinter der Wurst beim
|
||
Fleischer der Schlachter, der Landwirt und ein Tier steht. Zu
|
||
diesem Zweck soll sowohl die Heilpflanzenpädagogik als auch der
|
||
Heimatkundeunterricht mit Praxisbezug gefördert werden. Außerdem
|
||
|
||
--- PAGE 26 ---
|
||
|
||
25
|
||
|
||
fordern wir eine Zusammenarbeit mit der Schutzgemeinschaft
|
||
„Deutscher
|
||
Wald“
|
||
(Förderung
|
||
von
|
||
Waldlandheimen
|
||
und
|
||
Bauernverbänden) um der Jugend einen Praxisbezug zu land- und
|
||
forstwirtschaftlichen Prozessen zu ermöglichen.
|
||
|
||
Kultur statt Multikulti
|
||
|
||
12) Patriotismus fördern - Kein Staatsgeld für antideutsche
|
||
Kunst und Kultur!
|
||
|
||
Die vornehmste Aufgabe aller Kunst besteht darin, kulturelle
|
||
Identität zu pflegen. Die deutsche Identität ist so auch das
|
||
Resultat deutscher Kunst, vor allem der sich im öffentlichen
|
||
Raum vollziehenden Bühnenkunst. Leider wird die Kunst unserer
|
||
Tage dieser ihrer Verantwortung kaum noch gerecht – im Gegenteil.
|
||
Tanztheaterstücke wie „Das Fremde so nah“ (Theater Dessau)
|
||
wollen uns den Sinn für die Unterscheidung zwischen der eigenen
|
||
und fremden Kultur systematisch aberziehen. Noch plumper hetzen
|
||
Stücke wie „Fear“ (Berliner Schaubühne) unverhohlen gegen die
|
||
AfD und Pegida. Bestenfalls wird auf unseren Bühnen noch
|
||
nichtssagende Unterhaltung, Abseitiges oder Internationales ohne
|
||
Bezug zu unserem Land gezeigt. Das Grundgesetz verpflichtet
|
||
uns, auch solche „Kunst“ zu akzeptiert. Das Grundgesetz
|
||
verpflichtet uns aber nicht, solche Kunst zu fördern. Die
|
||
Kunstfreiheit ist kein Anspruch, jeden Schund gefördert zu
|
||
bekommen. Deshalb will die AfD mit Staats- und Steuergeld nur
|
||
noch solche Kunst fördern, die ihrer eigenen deutschen Kultur
|
||
grundsätzlich bejahend gegenübersteht. Wir sind, wie unsere
|
||
Haushaltsanträge
|
||
gezeigt
|
||
haben,
|
||
gewillt,
|
||
auch
|
||
massive
|
||
Einschnitte zu vertreten. Wir wollen die Förderung des „Impuls-
|
||
Festivals“
|
||
für
|
||
neue
|
||
Musik
|
||
komplett
|
||
streichen
|
||
und
|
||
die
|
||
Landesförderung für die Theater mindestens halbieren. Eine
|
||
Agitation gegen das eigene Volk muss nicht durch den Staat, der
|
||
aus diesem Volk besteht, finanziert werden. In dieser Hinsicht
|
||
wie auch in weiteren Punkten der kulturpolitischen Ausrichtung
|
||
ist uns die kulturpolitische Wende, die Ungarn unter Viktor Orban
|
||
vollzieht, Vorbild und Inspiration.
|
||
|
||
13) Landeszentrale für politische Bildung gründlich
|
||
reformieren!
|
||
|
||
Die Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-
|
||
Anhalt hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer
|
||
linken Indoktrinationsanstalt entwickelt. Das zeigt sich an den
|
||
Partnern und Vereinen, die von ihnen protegiert und mit
|
||
öffentlichen Geldern ausgestattet werden. Vom „Miteinander e.V.“
|
||
über das Netzwerk „Schule ohne Rassismus“ bis hin zu diversen
|
||
Initiativen für mehr Demokratie und Toleranz, die auf das genaue
|
||
|
||
--- PAGE 27 ---
|
||
|
||
26
|
||
|
||
Gegenteil von Demokratie und Toleranz hinwirken, steht die
|
||
Landeszentrale wie die Spinne in einem Netz linker bis
|
||
linksextremer Institutionen. Unter der Fahne des „Kampfes gegen
|
||
rechts“ beteiligt sich die Landeszentrale an der Verunglimpfung
|
||
konservativer Einstellungen und Werte und diskreditiert legitime
|
||
patriotische Positionen. Somit lässt die Landeszentrale für
|
||
politische Bildung die Neutralität vermissen, die man von einer
|
||
Landesbehörde erwarten dürfte. Sie ist nicht einmal ansatzweise
|
||
in der Lage, eine politische Bildung zu vermitteln, die zur
|
||
Stabilisierung und Funktionalität unseres Staatswesens beiträgt.
|
||
Aus diesem Grund will die AfD die Landeszentrale für politische
|
||
Bildung in der aktuellen Form abschaffen und als Alternative ein
|
||
Landesinstitut für staatspolitische Bildung und kulturelle
|
||
Identität aufbauen.
|
||
|
||
14) Brauchtum im ländlichen Raum erhalten!
|
||
|
||
Die AfD bekennt sich zur kulturellen Identität unserer Heimat.
|
||
Statt einer Landeszentrale für politische Bildung, die linken
|
||
Ungeist verbreitet, wollen wir Aktivitäten fördern, die das
|
||
Heimatgefühl und die Nationalidentität stärken. Dazu gehört,
|
||
dass Brauchtum und Traditionen erhalten werden müssen. Zu diesem
|
||
Zweck sollen Ortschaften 5 € pro Einwohner und Jahr als
|
||
ungebundene Schlüsselzuweisung für Brauchtum und Tradition vom
|
||
Land erhalten. Wofür genau innerhalb des breiten Rahmens der
|
||
Brauchtums- und Traditionspflege diese Zuweisung verwendet wird,
|
||
hat der Ortschaftsrat per Abstimmung zu beschließen.
|
||
|
||
15) Vernünftiges Deutsch durchsetzen!
|
||
|
||
Die Gendersprache mit dem großen Binnen-I („StudentIn“), x-
|
||
Endungen (Professex), Partizipialformen („Studierende“ statt
|
||
Studenten) und anderem Unsinn strebt danach, das Geschlecht aus
|
||
der Sprache zu verbannen. Die Sprache wird so dem Anliegen des
|
||
Gender mainstreaming unterstellt, eine geschlechtslose Welt zu
|
||
schaffen. Das Geschlecht soll sprachlich nicht mehr sichtbar
|
||
sein. Solchen Visionen erteilt die AfD eine klare Absage. Wir
|
||
halten an den tradierten Formen und Schreibweisen unserer
|
||
Sprache fest, weil sich darin unser Denken und unsere Identität
|
||
niedergeschlagen hat. Geschlechterrollen, auch und gerade in der
|
||
Sprache, machen unser kulturelles Leben vielfältig und spannend.
|
||
Die Genderformen erschweren außerdem das Lesen und Schreiben.
|
||
Wir wollen deshalb der Gendersprache entgegenwirken, indem wir
|
||
den amtlichen Sprachgebrauch von allen Formen befreien, die
|
||
durch feministische Ideologie oder Genderideologie motiviert
|
||
sind, und eine Richtlinie zu gutem Deutsch erlassen. An Schulen,
|
||
Gerichten, Ministerien, in der Kommunalverwaltung und im Landtag
|
||
sollen nur die bewährten traditionellen Schreibweisen der
|
||
deutschen Sprache akzeptiert werden.
|
||
|
||
--- PAGE 28 ---
|
||
|
||
27
|
||
|
||
|
||
Wissenschaft statt Ideologie!
|
||
|
||
16) Gleichberechtigung statt Gleichstellung!
|
||
|
||
Die AfD bekennt sich zur Gleichberechtigung der Geschlechter.
|
||
Die
|
||
aktuell
|
||
an
|
||
den
|
||
Universitäten
|
||
gepflegte
|
||
Gleichstellungspolitik aber ist das genaue Gegenteil von
|
||
Gleichberechtigung, denn sie arbeitet mit der systematischen
|
||
Privilegierung von Frauen und diskriminiert gezielt Männer.
|
||
Männer werden entmutigt, eine akademische Karriere zu verfolgen.
|
||
Nicht mehr allein die Leistung, sondern vor allem das Geschlecht
|
||
entscheidet über den beruflichen Erfolg. Das Niveau der
|
||
akademischen Leistung sinkt, die Wissenschaft nimmt Schaden. Die
|
||
AfD hält gegen diesen Trend daran fest, dass bei der Vergabe von
|
||
Stipendien, bei der Besetzung von Universitätsstellen und
|
||
Lehrstühlen einzig und allein die fachliche Qualifikation den
|
||
Ausschlag geben soll. Alle Programme zur Förderung speziell von
|
||
Frauen sind einzustellen, alle Frauenquoten sind außer Kraft zu
|
||
setzen. Das Ziel der Gleichstellung ist aus dem Hochschulgesetz
|
||
zu streichen und durch Gleichberechtigung zu ersetzen. Ebenso
|
||
ist die Funktion der Gleichstellungsbeauftragten aus dem
|
||
Hochschulgesetz zu streichen.
|
||
|
||
17) Ausstieg aus dem Bologna-Prozess!
|
||
|
||
Der sog. Bologna-Prozess, also die Einführung von BA/MA-
|
||
Studienabschlüssen
|
||
nach
|
||
angelsächsischem
|
||
Modell
|
||
und
|
||
die
|
||
europaweite Angleichung der Universitätssysteme, bleibt ein
|
||
wissenschaftspolitischer Irrsinn. Die deutsche Universität gibt
|
||
von den Diplomstudiengängen im Ingenieurswesen bis hin zur
|
||
akademischen Freiheit beim Studium der Geisteswissenschaft alles
|
||
auf,
|
||
was
|
||
ihre
|
||
Stärke
|
||
ausgemacht
|
||
hat.
|
||
Statt
|
||
deutscher
|
||
akademischer Kultur bieten unsere Universitäten nur noch einen
|
||
billigen
|
||
Abklatsch
|
||
des
|
||
angelsächsischen
|
||
Originals.
|
||
Die
|
||
Universitäten müssen, gerade um international attraktiv zu sein,
|
||
original und authentisch sein. Deshalb strebt die AfD den
|
||
Ausstieg aus dem Bologna-Prozess an. Da die meisten Bologna-
|
||
Vorgaben EU-rechtlich nicht verbindlich sind, ist dies auch
|
||
möglich. Wir wollen zuerst in Sachsen-Anhalt auf das bewährte
|
||
System umstellen und dann im Rahmen einer Bundesratsinitiative
|
||
erreichen, dass ganz Deutschland aus dem sog. Bologna-Prozess
|
||
aussteigt.
|
||
Die
|
||
internationale
|
||
Vergleichbarkeit
|
||
der
|
||
Studienabschlüsse lässt sich einfacher herstellen.
|
||
|
||
|
||
18) Eliten bilden – Landesstipendium auflegen!
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 29 ---
|
||
|
||
28
|
||
|
||
Viel zu viele auch gute und sehr gute Studenten müssen neben
|
||
ihrem Studium arbeiten, weil das herrschende Bafög-System
|
||
versagt hat. Nach Gießkannenprinzip, völlig unabhängig von der
|
||
Studienleistung
|
||
und
|
||
dafür
|
||
abhängig
|
||
von
|
||
sachfremden
|
||
Voraussetzungen wie dem Elterneinkommen wird Steuergeld falsch
|
||
eingesetzt. Wir wollen deshalb alternativ zu dem Bafög-System
|
||
eine Landesförderung aufbauen, die Stipendium für Promotion und
|
||
Studium
|
||
vergibt.
|
||
Die
|
||
Stipendien
|
||
werden
|
||
nach
|
||
einem
|
||
Auswahlverfahren, das einzig und allein auf die fachliche
|
||
Leistung abstellt, elternunabhängig gewährt, und setzen ständige
|
||
Leistungsnachweise voraus.
|
||
|
||
19) Die Universität ist keine Räterepublik!
|
||
|
||
Die 68er haben gegen die damalige Universität, deren Geschicke
|
||
von
|
||
der
|
||
Professorenschaft
|
||
gelenkt
|
||
wurde,
|
||
die
|
||
Idee
|
||
der
|
||
Gruppenuniversität ins Spiel gebracht, wonach alle Gruppen vom
|
||
Mittelbau über die Studenten bis hin zu den Reinigungskräften
|
||
mitbestimmen sollten. Diese Idee ist grundfalsch und dem Wesen
|
||
der universitären Bildung nicht angemessen. Die Universität
|
||
vermittelt Erkenntnis und Bildung und damit etwas, was nicht
|
||
demokratisch verhandelt werden kann, und wo der am meisten zu
|
||
sagen hat, der über die größte Erfahrung verfügt: die
|
||
Professoren. Der Niedergang unseres Bildungswesens hängt auch
|
||
damit zusammen, dass die schädliche Idee der Gruppenuniversität
|
||
sich über die Jahre mehr und mehr durchgesetzt hat. Die vielen
|
||
Gremien belasten Lehre und Forschung mit unsinniger Bürokratie
|
||
und
|
||
falschen
|
||
Entscheidungen.
|
||
Wir
|
||
wollen
|
||
deshalb
|
||
eine
|
||
Universitätsreform durchsetzen, die all diese Fehlentwicklungen
|
||
beseitigt und insbesondere den Einfluss der Studentenräte
|
||
zurückdrängt. Der Einfluss dieser Gremien beruht darauf, dass
|
||
eine kleine Schicht von hyperaktiven und zumeist linksradikalen
|
||
bis linksextremen Studenten sich anmaßt, für alle Studenten zu
|
||
sprechen. Diesem Treiben wollen wir ein Ende bereiten!
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
V Sicherheit bieten, Recht durchsetzen!
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 30 ---
|
||
|
||
29
|
||
|
||
Sicherheit bieten!
|
||
|
||
1. Polizei stärken!
|
||
|
||
Sicherheit ist die Grundvoraussetzung für alles: bürgerliche
|
||
Freiheit, ökonomische Entfaltungsmöglichkeiten, demokratische
|
||
Beteiligung. Sicherheit darf deshalb nicht zu seinem Luxusgut
|
||
werden. Sie ist keine Privatsache, sondern ein Grundrecht und
|
||
Grundbedürfnis des Bürgers. Der Staat ist in der Pflicht,
|
||
Sicherheit zu bieten.
|
||
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, will die AfD die
|
||
Landespolizei mittelfristig auf mindestens 7.500 Vollzugsbeamte
|
||
aufstocken. Der volkswirtschaftliche Schaden, der insbesondere
|
||
durch
|
||
Einbruchskriminalität
|
||
und
|
||
organisierte
|
||
Kriminalität
|
||
verursacht wird, überwiegt die Personalkosten, die im Zuge der
|
||
Aufstockung anfallen, bei weitem. Zudem soll die technische
|
||
Ausrüstung verbessert werden. Die Polizei muss im gesamten Land
|
||
präsent sein und, wenn sie gerufen wird, muss sie schneller am
|
||
Tatort eintreffen. Polizeibeamte sind von Verwaltungstätigkeiten
|
||
zu entlasten ist, damit diese sich auf rein polizeiliche
|
||
Maßnahmen konzentrieren können.
|
||
|
||
2. Verdienst anerkennen – Befördern mit System!
|
||
|
||
Um
|
||
die
|
||
Zufriedenheit
|
||
und
|
||
damit
|
||
Leistungsfähigkeit
|
||
der
|
||
Polizeibeamten zu steigern, fordert die AfD die Einführung eines
|
||
nachhaltigen,
|
||
zukunftsfähigen
|
||
Beförderungsmodells
|
||
für
|
||
die
|
||
Polizei. Der vorhandene Beförderungsstau ist aufzulösen. Dazu
|
||
sind Regelbeförderungen für die Eingangsämter einzuführen und,
|
||
soweit notwendig, entsprechende Stellenhebungen vorzunehmen. Die
|
||
fehlende Übernahme der Kosten für Dienstunfähigkeits- und
|
||
Diensthaftpflichtversicherungen ist ein Fehler im System. Im
|
||
Rahmen der Fürsorgepflicht sind diese Kosten vom Dienstherrn zu
|
||
tragen.
|
||
|
||
3. Gewalttäter verfolgen!
|
||
|
||
Die AfD hat sich dem entschiedenen Kampf gegen Kriminalität und
|
||
Erosion des Rechtsstaats verschrieben. Dieses setzt neben einer
|
||
handlungsfähigen Polizei eine die rasche und konsequente
|
||
Sanktionierung von Straftätern durch die Justiz voraus. Im
|
||
Bereich
|
||
der
|
||
Sexual-
|
||
sowie
|
||
Rohheitsdelikte
|
||
stiegen
|
||
die
|
||
polizeilich registrierten Fallzahlen von 2018 zu 2019 teilweise
|
||
um bis zu 25 Prozent an. Ein besonderes Problem stellt die
|
||
grassierende Messerkriminalität dar. Wir wollen die Methoden zur
|
||
Kriminalitätsbekämpfung
|
||
und
|
||
Kriminalprävention
|
||
weiterentwickeln, die Rasterfahndung nach Straftätern auf
|
||
richterlichen
|
||
Beschluss
|
||
zulassen
|
||
und
|
||
Dunkelfeldstudien
|
||
|
||
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|
||
|
||
30
|
||
|
||
durchführen, um die tatsächliche Kriminalitätsbelastung richtig
|
||
einzuschätzen zu können. Besondere Schwerpunkte bilden dabei die
|
||
Bekämpfung von Kindesmissbrauch, Messerkriminalität, Clan-
|
||
Kriminalität und von politisch motivierten Straftaten.
|
||
|
||
4. Kriminelle Ausländer ausweisen!
|
||
|
||
Auf den Deliktfeldern der Sexual- und Rohheitsdelikte treten
|
||
nichtdeutsche
|
||
Personen
|
||
überproportional
|
||
häufig
|
||
als
|
||
Tatverdächtige
|
||
in
|
||
Erscheinung.
|
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Der
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||
Anteil
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||
nichtdeutscher
|
||
Tatverdächtiger
|
||
an
|
||
der
|
||
Gesamtzahl
|
||
aller
|
||
ermittelten
|
||
Tatverdächtigen stieg von 21,5 Prozent in 2018 auf 23,2 % im
|
||
Jahr 2019 an. Die AfD will deshalb die Herkunft und Nationalität
|
||
von Straftätern veröffentlichen. Wir wollen weiterhin, dass
|
||
Ausländer bei einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von
|
||
mindestens
|
||
einem
|
||
Jahr
|
||
generell
|
||
ausgewiesen
|
||
werden
|
||
und
|
||
Wiedereinreiseverbot erhalten.
|
||
|
||
5. Politischen Gewalttätern Grenzen aufzeigen!
|
||
|
||
Der Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner
|
||
Gedächtniskirche im Jahr 2016 war die finale Kriegserklärung
|
||
islamistischer Terroristen an unsere freiheitliche Gesellschaft.
|
||
Der Islamismus zielt auf die Destabilisierung unseres Staates
|
||
durch Terror- und Gewaltakte. Dem stellen wir uns entschieden
|
||
entgegen.
|
||
Damit
|
||
Deutschland
|
||
nicht
|
||
zum
|
||
Auffanglager
|
||
für
|
||
Terroristen aus aller Welt wird, sind als Gefährder eingestufte
|
||
Ausländer
|
||
konsequent
|
||
abzuschieben
|
||
und
|
||
bis
|
||
dahin
|
||
in
|
||
Sicherungshaft zu nehmen. Eine wiederholte Einreise dieser
|
||
Personen muss dauerhaft untersagt werden und an der Außengrenze
|
||
Deutschlands enden.
|
||
Die überbordende Kriminalität linksextremer Fanatiker und
|
||
insbesondere der sog. Antifa stellt unsere Gesellschaft und
|
||
Demokratie vor große Herausforderungen. Der aktuelle Fall einer
|
||
überregional agierenden linksextremen Terrorzelle aus Leipzig
|
||
zeigt, dass in diesem Bereich die Ermittlungen und generell der
|
||
polizeiliche Verfolgungsdruck forciert werden müssen.
|
||
|
||
6. Freiwillige Bürgerwacht einführen!
|
||
|
||
Die AfD will, dass unsere Kommunen wieder die Sauberkeit und
|
||
Ordnung ausstrahlen, für die unser Land einst berühmt war, und
|
||
dass unsere Bürger sich in ihrem Nahbereich sicher fühlen. Zu
|
||
diesem Zweck wollen wir die Kommunen ermächtigen, eine
|
||
freiwillige Bürgerwacht aufzubauen.
|
||
Die freiwillige Bürgerwacht soll dem Ordnungsamt unterstehen.
|
||
Sie unterstützt die Arbeit des Ordnungsamtes und der Polizei mit
|
||
Hilfstätigkeiten. Angehörige der freiwilligen Bürgerwacht müssen
|
||
|
||
--- PAGE 32 ---
|
||
|
||
31
|
||
|
||
auf Zuverlässigkeit überprüft werden. Sie erhalten eine geringe,
|
||
im
|
||
Rahmen
|
||
der
|
||
Übungsleiterpauschale
|
||
steuerfreie
|
||
Aufwandsentschädigung.
|
||
Die
|
||
freiwillige
|
||
Bürgerwacht
|
||
dient
|
||
ausdrücklich nicht der Entlastung des Haushaltes, sondern der
|
||
Verbesserung der Sicherheitslage bei gleichbleibenden Mitteln.
|
||
Sie darf keine regulären Polizei- oder Ordnungsamtsstellen
|
||
ersetzen. Eine solche kommunale Bürgerwacht wird zu mehr
|
||
Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung beitragen.
|
||
|
||
7. Für einen Verfassungsschutz, der die Verfassung schützt!
|
||
|
||
Der Auftrag des Verfassungsschutzes besteht darin, Bestrebungen,
|
||
die sich gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung
|
||
richten, zu erkennen und aufzuklären. Dieser Auftrag wird jedoch
|
||
mehr und mehr als Vorwand genutzt, um die Opposition, vor allem
|
||
die patriotische Opposition, zu diskreditieren und zu schwächen.
|
||
Bürgerliche
|
||
Proteste
|
||
und
|
||
friedliche,
|
||
demokratische
|
||
Meinungsäußerungen
|
||
werden
|
||
willkürlich
|
||
als
|
||
„extremistisch“
|
||
gebrandmarkt, sobald sie mit den zunehmend linksradikalen
|
||
Kerndogmen der Altparteien nicht mehr vereinbar sind. Jeder, der
|
||
Masseneinwanderung,
|
||
Ausländerkriminalität
|
||
oder
|
||
die
|
||
multikulturelle Gesellschaft kritisiert, läuft Gefahr, vom
|
||
Verfassungsschutz verfolgt zu werden. Gegen diesen Missbrauch
|
||
des Verfassungsschutzes als Regierungsschutz wehren wir uns mit
|
||
allen demokratischen Mitteln.
|
||
Wir fordern daher, den Verfassungsschutz in eine unabhängige
|
||
Landesbehörde umzuwandeln. Weiterhin darf der Verfassungsschutz
|
||
sich für die Beurteilung verfassungsfeindlicher Bestrebungen
|
||
nur noch auf harte, objektiv feststellbare Kriterien stützten
|
||
wie etwa die Bereitschaft, Gewalt anzuwenden oder Gesetze zu
|
||
brechen.
|
||
Die
|
||
Praxis
|
||
der
|
||
Verdachtsberichterstattung
|
||
ist
|
||
einzustellen. Ebenso ist das Konzept der Kontaktschuld, wonach
|
||
jeder, der mit einem Extremisten Umgang pflegt, selbst des
|
||
Extremismus verdächtig wird, als einer freiheitlichen Demokratie
|
||
unwürdig aufzugeben.
|
||
|
||
8. Bundeswehr ehren - Bundeswehrstandorte erhalten!
|
||
|
||
Die Bundeswehr ist in Sachsen-Anhalt an mehreren Standorten mit
|
||
insgesamt über 6.500 Soldaten und Zivilbeschäftigten vertreten.
|
||
Wir freuen uns über die Präsenz unserer Soldaten und werden uns
|
||
dafür einsetzen, dass das Land Sachsen-Anhalt sich zur
|
||
Bundeswehr als Ganzem bekennt und sich im Bundesrat und gegenüber
|
||
der Bundesregierung gegen eine Verkleinerung unserer Truppe und
|
||
ihrer Präsenz im Land einsetzt. Die AfD wendet sich außerdem
|
||
entschieden gegen Beleidigungen oder Verunglimpfungen deutscher
|
||
Soldaten. Wir verurteilen jegliche Sachbeschädigungen oder
|
||
Zerstörungen an militärischen Geräten und Liegenschaften. Die
|
||
|
||
--- PAGE 33 ---
|
||
|
||
32
|
||
|
||
Verteidigungsfähigkeit unseres Landes muss uneingeschränkt
|
||
aufrechterhalten werden. Deutsche Streitkräfte müssen unter
|
||
deutschem Befehl stehen.
|
||
|
||
9. Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz – unsere
|
||
Freunde und Helfer!
|
||
|
||
Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz müssen als Teil
|
||
der gesamtstaatlichen Sicherheitsfürsorge wieder mehr im Fokus
|
||
der Landespolitik stehen. Die AfD will aus diesem Grund den
|
||
Bevölkerungsschutz sowie den Rettungsdienst weiter stärken und
|
||
das ehrenamtliche Engagement als eine der tragenden Säulen im
|
||
Brand- und Katastrophenschutz nachhaltig anerkennen.
|
||
Die Ausstattung der Wehren mit modernster Technik ist von großer
|
||
Bedeutung. Gerade im ländlichen Bereich muss die Zugehörigkeit
|
||
zur Feuerwehr besser honoriert werden. Dazu zählt neben einer
|
||
Erhöhung der Entschädigungen der Feuerwehrleute auch ein
|
||
entsprechender Anreiz für die Arbeitgeber, die bei einem Einsatz
|
||
mitunter für Stunden auf diese Mitarbeiter verzichten. Die
|
||
Aufgabe muss sein, die Sicherheit der Bürger nicht nur in den
|
||
Ballungsräumen, sondern auch im ländlichen Raum nicht nur auf
|
||
jetzigem Niveau zu halten, sondern zu verbessern. Die Einnahmen
|
||
aus der Feuerschutzsteuer sind vollständig an die Kommunen
|
||
auszuzahlen, damit diese Mittel vor Ort zweckgebunden für den
|
||
Brandschutz zur Verfügung stehen.
|
||
|
||
10. Waffenbesitz ist gut und recht!
|
||
|
||
Bedingt durch die linksalternative Diskursherrschaft werden
|
||
Waffen
|
||
zunehmend
|
||
tabuisiert.
|
||
Waffenbesitzer
|
||
müssen
|
||
sich
|
||
rechtfertigen,
|
||
Waffenliebhaber
|
||
werden
|
||
nur
|
||
noch
|
||
als
|
||
„Waffennarren“ angesprochen, das Waffengesetz wird, ohne dass
|
||
dafür noch stichhaltige Begründungen gefordert werden, stetig
|
||
verschärft. Damit wird uns ein Stück bürgerlicher Freiheit
|
||
genommen! Die AfD bekannt sich dagegen ausdrücklich zum Recht,
|
||
Waffen zu besitzen.
|
||
Betroffen von den zunehmend sinnfreien Verschärfungen eines im
|
||
Weltvergleich ohnehin schon hochrestriktiven Waffenrechts sind
|
||
vor allem legale Waffenbesitzer, Sportschützen, Jäger und
|
||
Waffensammler. Die illegalen Waffen, die für Straftaten bis hin
|
||
zu terroristischen Anschlägen benutzt werden, werden davon nicht
|
||
erfasst. Eine weitere Verschärfung des Waffenrechts lehnt die
|
||
AfD deshalb ab.
|
||
Wir wollen – im Gegenteil
|
||
–
|
||
sogar
|
||
auf eine
|
||
maßvolle
|
||
Liberalisierung des Waffenrechts hinwirken. Schreckschusswaffen
|
||
sind wieder freizugeben. Der sog. Kleine Waffenschein ist
|
||
abzuschaffen. In dieser Hinsicht ist die Rechtslage von vor 2003
|
||
wieder herzustellen. Kontrollen der Behörden bei legalen
|
||
|
||
--- PAGE 34 ---
|
||
|
||
33
|
||
|
||
Waffenbesitzern müssen gebührenfrei sein. Außerdem muss es für
|
||
besonders gefährdete Bürger möglich sein, zum Selbstschutz einen
|
||
Waffenschein zu erhalten. Durch eine überstrenge Beurteilung der
|
||
Anträge ist dieses auf dem Papier nach wie vor bestehende Recht
|
||
de facto abgeschafft worden.
|
||
|
||
Recht durchsetzen!
|
||
|
||
11. Justiz braucht Vollzug!
|
||
|
||
Die
|
||
Richterschaft,
|
||
der
|
||
Justizvollzugsdienst
|
||
und
|
||
andere
|
||
Berufsgruppen in der Justizverwaltung stehen aufgrund der
|
||
Altersstruktur
|
||
in
|
||
den
|
||
nächsten
|
||
Jahren
|
||
vor
|
||
einer
|
||
Pensionierungswelle.
|
||
Zudem
|
||
gestaltet
|
||
sich
|
||
besonders
|
||
im
|
||
Justizvollzugsdienst die Nachwuchsgewinnung als schwierig.
|
||
Die
|
||
AfD
|
||
setzt
|
||
sich
|
||
deshalb
|
||
für
|
||
einen
|
||
vorübergehenden
|
||
Stellenaufwuchs im Bereich der Justizverwaltung ein, damit das
|
||
Fach- und Erfahrungswissen der ausscheidenden Bedienteten
|
||
möglichst verlustfrei an
|
||
die
|
||
neu
|
||
eingestellten
|
||
Kollegen
|
||
weitergegeben werden kann. Für den Justizvollzugsdienst ist eine
|
||
wahrnehmbare Einstellungsoffensive durchzuführen sowie die
|
||
Attraktivität dieses Berufes durch finanzielle Anreize zu
|
||
steigern.
|
||
|
||
12. Staatsanwälte unabhängiger machen!
|
||
|
||
Justizminister haben, anders als bei Richtern, gegenüber
|
||
Staatsanwälten
|
||
ein
|
||
Einzelweisungsrecht.
|
||
Damit
|
||
ist
|
||
eine
|
||
Einflussnahme auf das rechtsstaatliche Verfahren gegeben und dem
|
||
politischen Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Die AfD hält daher
|
||
auch zur Wahrung der Gewaltenteilung eine weitestgehende
|
||
Einschränkung der politischen Einflussmöglichkeiten auf die
|
||
Justiz für erforderlich. Wir wollen des Einzelweisungsrecht des
|
||
Justizministers
|
||
gegenüber
|
||
den
|
||
Staatsanwälten
|
||
abschaffen.
|
||
Staatsanwälte dürfen nur an Recht und Gesetz gebunden sein und
|
||
an ihren Auftrag, die Interessen der Allgemeinheit zu vertreten.
|
||
|
||
13. Richterstellen allein nach Qualifikation besetzen!
|
||
|
||
Die Vergabe von Richterstellen muss sich am Leistungsprinzip
|
||
orientieren. Eignung, Befähigung und fachliche Leistung dürfen
|
||
die alleinigen Kriterien für die Besetzung einer Richterstelle
|
||
sein. Die derzeitige Form der Besetzungsverfahren über das
|
||
Justizministerium ermöglicht die Vergabe nach parteipolitischen
|
||
Gesichtspunkten. Einer Ämterpatronage ist somit Tür und Tor
|
||
geöffnet. Werden "Vertrauensleute der Regierung" systematisch
|
||
bevorzugt, befördert das eine dem Staat geneigte Judikatur. Die
|
||
AfD will, um einer solchen Entwicklungen entgegenzuwirken, dass
|
||
|
||
--- PAGE 35 ---
|
||
|
||
34
|
||
|
||
die Auswahlentscheidung für die Besetzung von Richterstellen
|
||
durch ein Gremium erfolgt, in welchem überwiegend Richter
|
||
vertreten sind.
|
||
|
||
14. Justizvollzugsanstalt Volkstedt erhalten!
|
||
|
||
In den zurückliegenden Jahren kam es in den Gefängnissen des
|
||
Landes temporär zu Überbelegungen, so dass teilweise Zellen
|
||
aufgebettet
|
||
und
|
||
Gemeinschaftsräume
|
||
zur
|
||
Unterbringung
|
||
von
|
||
Häftlingen genutzt werden mussten. Entschärft hat sich die
|
||
Situation im Jahr 2020, weil bedingt durch die Corona-Krise
|
||
vorübergehend weniger Haftbefehle vollstreckt wurden. Das führte
|
||
dazu, dass die Anzahl nicht vollstreckter Haftbefehle, welche in
|
||
den letzten Jahren tendenziell zugenommen hat, Mitte 2020 bei
|
||
über 2.000 lag. Es ist absehbar, dass mit einem Personalaufwuchs
|
||
in der Polizei eine größere Zahl von gesuchten Personen dingfest
|
||
gemacht bzw. Haftbefehle vollstreckt werden. Gleichzeitig droht
|
||
der mit über 200 Haftplätzen ausgestatteten JVA Volkstedt die
|
||
Schließung. Diese Entwicklung wird ohne Gegenmaßnahmen zu einem
|
||
Belegungskollaps in den Gefängnissen führen. Es wird jeder
|
||
einzelne Haftplatz benötig. Die AfD will daher die im Jahr 2012
|
||
beschlossene Schließung der JVA Volkstedt aufzuheben und die
|
||
Anstalt weiter nutzen.
|
||
|
||
15. Strafen von Ausländern in ihrem Heimatländern vollziehen!
|
||
|
||
Ausländische Gefangene stellen das Gefängnispersonal aufgrund
|
||
der Sprachbarriere und der kulturellen Eigenheiten vor besondere
|
||
Herausforderungen. Von den im März 2020 in den Haftanstalten des
|
||
Landes einsitzenden 1.678 Gefangenen waren 242 nichtdeutsche
|
||
Personen. Dies entspricht einem Ausländeranteil unter den
|
||
Gefangenen von 14,42 Prozent. Außerdem wird der Strafvollzug in
|
||
Deutschland von Ausländern oftmals überhaupt nicht als Strafe
|
||
empfunden wird, weil er verglichen mit dem Strafvollzug in ihren
|
||
Herkunftsländern eher einem angenehmen Hotelaufenthalt gleicht.
|
||
Wir wollen deshalb zur Entlastung des Justizvollzugsdienstes und
|
||
des
|
||
Landeshaushaltes,
|
||
aber
|
||
auch
|
||
zur
|
||
Steigerung
|
||
der
|
||
Abschreckungswirkung von Gefängnisaufenthalten, dafür sorgen,
|
||
dass ausländische Straftäter ihre Haftstrafe grundsätzlich in
|
||
ihren jeweiligen Heimatländern absitzen. Um die Herkunftsländer
|
||
zur Kooperation zu bewegen, wollen wir pro Gefangenem eine
|
||
Pauschale bezahlen, die unterhalb der Kosten liegt, die ein
|
||
Gefangener im deutschen Strafvollzug erzeugt. Für die armen
|
||
Herkunftsländer dürfte diese Pauschale immer noch einen starken
|
||
Anreiz zur Zusammenarbeit darstellen, wir aber entledigen uns so
|
||
nicht nur der kriminellen Ausländer, sondern sparen auch noch
|
||
Steuergeld.
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 36 ---
|
||
|
||
35
|
||
|
||
16. Meinungs- und Versammlungsfreiheit schützen!
|
||
|
||
Die Meinungs- und die Versammlungsfreiheit sind Abwehrrechte der
|
||
Bürger gegen den Staat. Ohne diese beiden Freiheitsrechte sind
|
||
alle anderen Grundrechte wertlos, denn nur diese ermöglichen es,
|
||
Kritik an der Regierung öffentlich vorzubringen. Deshalb tritt
|
||
die AfD gegen jedwede Einschränkung der Meinungs- und der
|
||
Versammlungsfreiheit ein.
|
||
Wer friedlich demonstriert und so sein demokratisches Recht
|
||
wahrnimmt, benötigt keine Form der Vermummung. Er will und soll
|
||
also auch für sein Anliegen Gesicht zeigen. Wir treten dafür
|
||
ein, das bestehende Vermummungsverbot bei allen öffentlichen
|
||
Aufzügen durchzusetzen. Der Sinn politischer Demonstrationen
|
||
setzt voraus, dass die Botschaften, für die demonstriert wird,
|
||
der Öffentlichkeit verständlich sind. Meinungsäußerungen auf
|
||
öffentlichen Aufzügen haben deshalb grundsätzlich nur in
|
||
deutscher Sprache zu erfolgen.
|
||
|
||
17. Vereinsförderung nur mit Demokratieerklärung
|
||
|
||
Die Demokratie zu festigen und zu fördern, ist vornehmste Aufgabe
|
||
staatlichen Handelns. Wenn sich staatliche Organe nicht um die
|
||
Demokratie sorgen, verliert der Staat die Demokratie aus den
|
||
Händen. Die AfD will deshalb, dass künftig keine Förderung an
|
||
Vereine, Initiativen oder Gruppierungen etc. erfolgt, ohne dass
|
||
ein konkretes Bekenntnis mittels öffentlicher Erklärung zu
|
||
unserem Staat und unserer Verfassungsordnung abgelegt wird.
|
||
Damit soll eine Förderung von Staats- und Verfassungsfeinden
|
||
vermieden werden.
|
||
|
||
18. Demokratische Entscheidungen
|
||
brauchen Reife
|
||
–
|
||
Keine
|
||
Absenkung des Wahlalters!
|
||
|
||
Wählen
|
||
gehen
|
||
bedeutet
|
||
Verantwortung
|
||
übernehmen.
|
||
Die
|
||
Wahlentscheidung ist eine bedeutende Entscheidung. Die Bürger
|
||
entscheiden, wen sie mit der Vertretung ihrer Interessen
|
||
beauftragen. Diese Entscheidung
|
||
setzt
|
||
ein
|
||
Mindestmaß
|
||
an
|
||
geistiger Reife voraus, wie es in etwa der Erlangung der vollen
|
||
Geschäftsfähigkeit mit 18 Jahren entspricht. Wir wehren uns
|
||
deshalb strikt gegen eine Absenkung des Wahlalters auf 16 oder
|
||
gar 14 Jahren bei Bundestags- und Landtagswahlen oder auf 14 bei
|
||
Kommunalwahlen. Solche Forderungen werden zumeist von linken
|
||
Parteien erhoben, die sich unter den Jugendlichen hohe
|
||
Zustimmungswerte erhoffen. Obwohl Umfragen zeigen, dass weniger
|
||
die linken Parteien, sondern eher die AfD sich unter den
|
||
Jugendlichen einer hohen und stetig wachsenden Zustimmung
|
||
erfreut, lehnen wir eine solche Absenkung aus staatspolitischer
|
||
Verantwortung ab.
|
||
|
||
--- PAGE 37 ---
|
||
|
||
36
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
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||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
VI Das Land entwickeln, den Verkehr ausbauen!
|
||
|
||
Den Verkehr ausbauen!
|
||
|
||
--- PAGE 38 ---
|
||
|
||
37
|
||
|
||
|
||
1. In die Infrastruktur investieren!
|
||
|
||
Für eine stabile Wirtschaft und deren weitere Entwicklung muss
|
||
die Verkehrsinfrastruktur weiter ausgebaut und unterhalten
|
||
werden. Nur eine stabile und verlässliche Infrastruktur ist der
|
||
Garant für Wirtschaftswachstum und sichere Arbeitsplätze. Doch
|
||
gerade ein Blick auf den bestehenden Investitionsstau der
|
||
Straßen- und Verkehrsinfrastruktur in Milliardenhöhe (siehe KfW-
|
||
Kommunalpanel 2019) offenbart finanzielle Schieflagen und
|
||
weitere Herausforderungen.
|
||
Das Investitionsdefizit betrifft nicht nur die Straßen in
|
||
öffentlicher Trägerschaft, sondern auch Brückenbauwerke. Der
|
||
Investitionsstau muss unverzüglich abgebaut werden, schließlich
|
||
führen ausbleibende Unterhaltungsmaßnahmen zwangsläufig zu
|
||
grundhaften Erneuerungen und damit zu deutlichen höheren Kosten.
|
||
Wir wollen deshalb ein Gesamtkonzept zur Sicherstellung der
|
||
Refinanzierung erstellen, damit langfristig ein Abbau des
|
||
Investitionsstaus erfolgen kann.
|
||
|
||
2. Tempo im Straßenbau!
|
||
|
||
„Freie Fahrt für freie Bürger“ ist das Leitprinzip unserer
|
||
Verkehrspolitik. Das beginnt
|
||
schon
|
||
beim
|
||
Straßenbau. Die
|
||
Baumaßnahmen dauern immer noch zu lange. Zu viel Zeit vergeht
|
||
bis zum Baubeginn und die Baumaßnahmen selbst werden nicht
|
||
schnell genug erledigt. Hier ist mehr Tempo nötig! Wir wollen
|
||
die Straßensanierung und den Bau notwendiger Autobahnen und
|
||
Bundestraßen beschleunigen und Vorkehrungen dafür treffen, dass
|
||
Baustopps durch unnötige Klagen vor Gericht vermieden werden.
|
||
Beispielgebend sind die A14, die A143 und die B6n! Hinzu kommen
|
||
zu viel Bürokratie und Fehlplanungen der verantwortlichen
|
||
Behörden.
|
||
Ein
|
||
Beispiel
|
||
dafür
|
||
wäre
|
||
die
|
||
Nordumgehung
|
||
Griebo/Wittenberg. Aber auch Ortsumfahrungen müssen schneller
|
||
realisiert werden, um die Ortskerne zu entlasten. Zu nennen wäre
|
||
hier u.a. die B107 als Ortsumfahrung Oranienbaum-Wörlitz.
|
||
|
||
3. Fährverbindungen erhalten!
|
||
|
||
Fährverbindungen haben im ländlichen Raum eine herausgehobene
|
||
verkehrspolitische Bedeutung. Sie kommen zum Einsatz, wo
|
||
Brückenverbindungen fehlen und schaffen einen sinnvollen Ersatz,
|
||
um lange Umwege zu vermeiden. Für die Unterhaltung dieser
|
||
landesbedeutsamen Fährverbindungen kommen mehrheitlich die
|
||
Kommunen auf, was als freiwillige Aufgabe gilt und somit andere
|
||
freiwillige Aufgaben wie Bibliotheken und Schwimmbäder belastet.
|
||
Wir finden: Das kann nicht sein! Hier ist das Land gefragt! Um
|
||
die Fährverbindungen im Land langfristig zu erhalten, wollen wir
|
||
|
||
--- PAGE 39 ---
|
||
|
||
38
|
||
|
||
die
|
||
Finanzierung
|
||
insbesondere
|
||
im
|
||
ländlichen
|
||
Raum
|
||
durch
|
||
Gesetzesänderungen dem Land übertragen.
|
||
|
||
4. Bus und Bahn stärken!
|
||
|
||
Die AfD-Sachsen-Anhalt bekennt sich ohne Wenn und Aber zum
|
||
klassischen Automobil mit Verbrennungsmotor als Grundlage
|
||
unserer Mobilität. Gleichwohl wollen wir nicht als Ersatz, aber
|
||
als sinnvolle Ergänzung zum privaten PKW den öffentlichen
|
||
Nahverkehr weiter ausbauen und die Kommunen dabei unterstützen.
|
||
Der Rückbau von Bahnhöfen wie zum Beispiel dem Bahnhof Jütrichau
|
||
zwischen Zerbst und Roßlau muss gestoppt werden. Parallel müssen
|
||
stillgelegte Bahngleise, wo immer es möglich und sinnvoll ist,
|
||
wiederbelebt werden. Die Heidebahn zwischen der Lutherstadt
|
||
Wittenberg und Eilenburg muss länderübergreifend (Sachsen-Anhalt
|
||
und Sachsen) in den öffentlichen Nahverkehr übernommen und
|
||
regelmäßig befahren werden.
|
||
|
||
5. Schluss mit dem LKW-Chaos an Autobahnen!
|
||
|
||
Bis 2030 wird der LKW-Verkehr auf Deutschlands Straßen,
|
||
insbesondere Autobahnen, massiv zunehmen. Doch bereits jetzt
|
||
besteht
|
||
in
|
||
Sachsen-Anhalt
|
||
ein
|
||
Mangel
|
||
an
|
||
ausreichenden
|
||
Stellmöglichkeiten auf Fernstraßen.
|
||
Die Folgen sind
|
||
ein
|
||
steigendes Unfallrisiko durch falsch abgestellte LKWs. Um
|
||
Strafzettel zu vermeiden, suchen viele LKW-Fahrer alternative
|
||
Parkmöglichkeiten in angrenzenden Gewerbeparks oder Gemeinden.
|
||
Dies verursacht Müll und zusätzliche Straßenschäden, sehr zum
|
||
Leidwesen der örtlichen Bevölkerung und der Gewerbetreibenden.
|
||
Sachsen-Anhalt gilt zudem als Transitland, sodass bei einer
|
||
prognostischen Zunahme des LKW-Verkehrs um ein geschätztes
|
||
Drittel, der zukünftige Bedarf an Parkständen deutlich höher
|
||
ausfallen
|
||
wird.
|
||
Deshalb
|
||
werden
|
||
wir
|
||
die
|
||
vorhandenen
|
||
Parkkapazitäten bedarfsorientiert ausbauen und dafür sorgen,
|
||
dass in einem halbjährlichen Monitoring über den Umsetzungsstand
|
||
berichtet wird.
|
||
|
||
6. Behindertenparkplätze nach Bedarf!
|
||
|
||
Jedem Autofahrer ist die Situation bekannt, dass er verzweifelt
|
||
einen Parkplatz sucht und keinen findet, weil alles belegt ist,
|
||
aber
|
||
immer
|
||
mehrere
|
||
Behindertenparkplätze
|
||
frei
|
||
bleiben.
|
||
Offensichtlich existieren anteilig mehr Behindertenplätze als
|
||
von berechtigten Nutzern mit Behindertenausweis nachgefragt
|
||
werden. Wir wollen deshalb landesweit die Auslastung der
|
||
Behindertenparkplätze überprüfen und, wenn Überkapazitäten
|
||
langfristig ungenutzt bleiben, diese reduzieren bzw. die
|
||
Kommunen anregen und dabei unterstützten, in diesem Sinne zu
|
||
|
||
--- PAGE 40 ---
|
||
|
||
39
|
||
|
||
handeln. Wir wollen Behinderten nicht zumuten, zusammen mit
|
||
Nichtbehinderten um die gleichen Parkplätze konkurrieren zu
|
||
müssen;
|
||
es
|
||
darf
|
||
aber
|
||
auch
|
||
nicht
|
||
sein,
|
||
dass
|
||
sinnfreie
|
||
Überkapazitäten vorgehalten werden.
|
||
|
||
7. Wir brauchen keine Lastenräder!
|
||
|
||
Das Land Sachsen-Anhalt hat zur Anschaffung von Lastenrädern
|
||
eine
|
||
Förderrichtlinie
|
||
erlassen.
|
||
Hierbei
|
||
können
|
||
neben
|
||
Privatpersonen auch Verbände oder Vereine in den Genuss einer
|
||
Förderung in Höhe von bis zu 1.500 Euro kommen. Diese einseitige
|
||
Bevorzugung
|
||
von
|
||
Verkehrsteilnehmern
|
||
im
|
||
Zeichen
|
||
der
|
||
Klimaideologie lehnen wir entschieden ab. Individualverkehr ist
|
||
reine Privatangelegenheit und sollte nicht vom Steuerzahler
|
||
alimentiert werden. Wir werden uns dafür einsetzen, derartige
|
||
Förderprogramme ersatzlos einzustellen.
|
||
|
||
8. Der Verbrennungsmotor - eine deutsche Zukunftstechnologie!
|
||
|
||
Die EU-Kommission will bis Ende 2021 für eine radikale
|
||
Verschärfung der Abgasnorm bei Verbrennungsmotoren sorgen.
|
||
Bereits ab 2025 könnte mit der Einführung der EU-Abgasnorm 7 die
|
||
Neuzulassung von Benzin- und Diesel-Fahrzeugen unmöglich sein.
|
||
Experten halten die damit einhergehenden Anforderungen für
|
||
physikalisch nicht durchführbar, sodass es das Aus für den
|
||
Verbrennungsmotor bedeuten würde.
|
||
Insbesondere wir Deutschen, die wir in der Technologie des
|
||
Verbrennungsmotors federführend ist, werden durch die uns von
|
||
Brüssel aufgelegten Deindustrialisierung schwer getroffen. Die
|
||
Folgen wären für Sachsen-Anhalt fatal. Zuliefererbetriebe würden
|
||
in ihrer Existenz gefährdet, viele Beschäftigte würden durch
|
||
Arbeitslosigkeit bedroht. Wir setzen uns daher mit aller Kraft
|
||
für eine weitere Nutzung von Verbrennungsmotoren ein und lassen
|
||
nicht zu, dass tausende Arbeitsplätze und der darauf beruhende
|
||
Wohlstand gefährdet wird.
|
||
|
||
9. Elektromobilität ist keine Alternative.
|
||
|
||
Die Elektromobilität wird den Ansprüchen, die klimaneutrale
|
||
Alternative zum Verbrennungsmotor darzustellen, in keiner Weise
|
||
gerecht. Unter Einfluss der CO2-Ideologie werden klima- und
|
||
umweltschädliche Erzeugerprozesse ebenso ausgeblendet wie die
|
||
Förderbedingungen der Arbeiter in afrikanischen Minen zum Erhalt
|
||
des
|
||
benötigten
|
||
Kobalt.
|
||
Eine
|
||
vollständige
|
||
Umrüstung
|
||
der
|
||
Ladeinfrastruktur bis hin zur erforderlichen Ausrüstung der
|
||
speziellen Löschtechnik für die Freiwilligen Feuerwehren zur
|
||
Bekämpfung von Bränden bei E-Autos, stellt einen ungeheuren
|
||
materiellen Aufwand dar. Diese und weitere Aspekte finden in
|
||
|
||
--- PAGE 41 ---
|
||
|
||
40
|
||
|
||
keiner CO2-Bilanz zur Elektromobilität Erwähnung und verzerren
|
||
so den öffentlichen Diskurs über Elektromobilität. Zukünftig
|
||
wird die Elektromobilität in urbanen städtischen Nischen ihre
|
||
Anwendung finden, für den flächendeckenden Einsatz im Land wird
|
||
sie jedoch nicht taugen. Daher lehnen wir jedwede Förderung von
|
||
E-Autos und jede gegen die Nutzung von Verbrennungsmotoren
|
||
gerichtete Maßnahme entschieden ab.
|
||
|
||
10. Motorradkultur erhalten, Fahrverbote verhindern!
|
||
|
||
Der Bundesrat hat am 15.Mai 2020 einer Entschließung „zur
|
||
wirksamen Minderung und Kontrolle von Motoradlärm“ zugestimmt
|
||
(BR 125/20). Dieses Papier ist eine Kampfangsage an alle
|
||
Motorfahrer.
|
||
Es
|
||
fordert
|
||
u.a.
|
||
strenge
|
||
Grenzwerte
|
||
für
|
||
Lärmemissionen, strengere Strafen für Veränderungen am Auspuff,
|
||
ein
|
||
Verbot
|
||
Motorsteuerungen,
|
||
die
|
||
einen
|
||
eigenen
|
||
„Sound“
|
||
produzieren, Fahrverbote für Motorräder, mehr Kontrollen und
|
||
eine verschuldensunabhängige Haftung von Motorradfahrern.
|
||
Bund und Länder haben bei den avisierten Maßnahmen jedes Maß
|
||
verloren. Insbesondere die geplante bauliche Lärmreduzierung von
|
||
Motorrädern wird bei Zweirädern auf Verbrenner-Basis nicht
|
||
möglich sein, sodass der Vorstoß von Motorradverbänden mit
|
||
Nachdruck kritisiert bzw. abgelehnt wurde. Die AfD Sachsen-
|
||
Anhalt steht an der Seite der Motorradliebhaber. Wir werden uns
|
||
wie bisher so auch zukünftig gegen jeden Versuch werden, das
|
||
Motorrad-Hobby einzuschränken oder verbieten. Die Umsetzung der
|
||
erwähnten Bundesratsentschließungen werden wir mit allen Mitteln
|
||
bekämpfen.
|
||
|
||
Das Land entwickeln!
|
||
|
||
11. Räder müssen rollen!
|
||
|
||
Die Nutzung von Zwei-Rädern gewinnt als Verkehrsmittel eine
|
||
immer größere Relevanz. Radfahren ist eine Fortbewegungsform,
|
||
welche nicht nur der Gesundheit dient und umweltfreundlich ist,
|
||
es etabliert sich auch zunehmend ein Radtourismus. Dieser Trend
|
||
ist weiter zu entwickeln und Grundlage hierfür ist ein gut
|
||
ausgebautes Radwegenetz. Die aktuelle Landesregierung steht sich
|
||
jedoch mit der Radwegeplanung selbst im Weg und setzt eher auf
|
||
unnötige Wasserköpfe, wie z.B. Radkoordinatoren und Rad-
|
||
Netzwerke.
|
||
Diese
|
||
Selbstbeschäftigung
|
||
dient
|
||
weder
|
||
dem
|
||
Steuerzahler noch dem Radwegeausbau.
|
||
Um Radtourismus und Radfahrer die notwendige Infrastruktur zu
|
||
ermöglichen sind insbesondere die Planungsverfahren für Radwege
|
||
zu vereinfachen und zu beschleunigen. Ferner sollen Radwege
|
||
bereits in die Planung neuer Landesstraßen miteinfließen. Ebenso
|
||
|
||
--- PAGE 42 ---
|
||
|
||
41
|
||
|
||
sind die Fördermittel des Landes zur Unterstützung des
|
||
kommunalen Radverkehrsnetzes deutlich zu erhöhen.
|
||
|
||
12. Wasserstraßen-Tourismus entdecken!
|
||
|
||
Flüsse durchziehen unser Bundesland wie Lebensadern. Sie dienen
|
||
Wirtschaft, Natur und Mensch gleichermaßen. Es überrascht daher
|
||
nicht,
|
||
dass
|
||
sich
|
||
diese
|
||
Lebensadern
|
||
immer
|
||
mehr
|
||
zu
|
||
Anziehungsmagneten für Touristen entwickeln. Die Landesregierung
|
||
muss deshalb dem Wasserstraßen-Tourismus mehr Aufmerksamkeit
|
||
widmen. Wir wollen uns deshalb u.a. dafür einsetzen, dass der
|
||
Bund den Elster-Saale-Kanal fertigstellt.
|
||
|
||
13. Sanierungsgebiete ja, aber nicht auf Kosten der Bürger!
|
||
|
||
Städtebauliche Sanierungsgebiete sind ein wirksames Instrument
|
||
zur Aufwertung von städtebaulichen Regionen und Quartieren. Zur
|
||
anteiligen Finanzierung werden neben Land und Bund jedoch auch
|
||
die im Sanierungsgebiet wohnhaften Bürger herangezogen. Hier
|
||
möchten
|
||
wir
|
||
an
|
||
den
|
||
Erfolg
|
||
zur
|
||
Abschaffung
|
||
der
|
||
Straßenausbaubeiträge anknüpfen und im Sinne unserer Bürger für
|
||
eine Entlastung sorgen. Es ist nicht tragbar, dass Anwohner zur
|
||
Quartiersaufwertung
|
||
mit
|
||
teils
|
||
fünfstelligen
|
||
Beträgen
|
||
herangezogen werden. Das Land Sachsen-Anhalt muss hier eine
|
||
Vorreiterrolle einnehmen und sich im Bundesrat für eine
|
||
Neuregelung einsetzen. Zukünftig sollen insbesondere private
|
||
Eigentümer
|
||
und
|
||
Genossenschaften
|
||
durch
|
||
deutlich
|
||
höhere
|
||
steuerliche
|
||
Abschreibungsmöglichkeiten
|
||
zu
|
||
Investitionen
|
||
angeregt werden. Die bisherigen Fördermittelanteile durch Land
|
||
und Bund sind zu erhöhen.
|
||
|
||
14. Der ländliche Raum braucht Perspektive, keine Phrasen!
|
||
|
||
Die Altparteien bekennen sich zu Wahlkampfzeiten zwar immer
|
||
gebetsmühlenartig zur Stärkung des ländlichen Raums, tun aber,
|
||
sobald die Wahlen vorbei sind, nicht nur nichts für den
|
||
ländlichen Raum, sie betreiben sogar eine Politik gegen den
|
||
ländlichen Raum. Die Altparteien hungern die Kommunen aus.
|
||
Vergreisung, sterbende Innenstädte und verfallende Infrastruktur
|
||
sind die Folge.
|
||
Wir wollen dem ein Ende bereiten. Die Kommunen dürfen nicht
|
||
allein gelassen werden, sie brauchen mehr Unterstützung.
|
||
Fördermittel werden von der Landes- bis zur EU-Ebene für
|
||
zweckgebundene kommunale Projekte bereitgestellt, die Haken sind
|
||
jedoch die zu erbringenden Eigenmittel und mehr noch der damit
|
||
einhergehende bürokratische Aufwand. Wir wollen zumindest im
|
||
Verhältnis zwischen Land und Kommunen Bürokratie abbauen, auf
|
||
Bundesebene auf weitern Bürokratieabbau hinwirken und eine
|
||
|
||
--- PAGE 43 ---
|
||
|
||
42
|
||
|
||
Stelle schaffen, die Kommunen bei der Bearbeitung von EU-
|
||
Fördermittelanträgen unterstützt. Abgesehen davon halten wir das
|
||
Fördermittelkonzept wegen der geschilderten Schwierigkeiten für
|
||
ein Auslaufmodell und setzen mehr auf projektbezogene, freie
|
||
Budgets, die durch das Land bereitgestellt und von den Kommunen
|
||
auf Antrag abgerufen werden können.
|
||
|
||
15. In die Zukunft investieren – digitale Infrastruktur
|
||
ausbauen!
|
||
|
||
Die Digitalisierung durchzieht inzwischen alle Lebenszweige. Ob
|
||
privat, beruflich oder wirtschaftlich – ohne eine gelungene
|
||
Politik der neuen Technologien wird Deutschland langfristig ins
|
||
Hintertreffen geraten. Zu den Gewinnern gehören dann ehemalige
|
||
Entwicklungsländer wie China, in denen Künstliche Intelligenz
|
||
und
|
||
Vernetzung
|
||
zur
|
||
Staatsräson
|
||
gehören
|
||
und
|
||
mit
|
||
einer
|
||
Geschwindigkeit umgesetzt werden, die in Deutschland unter der
|
||
Herrschaft einer verkrusteten Ökodiktatur niemals umzusetzen
|
||
ist. Wir sehen die Digitalisierung generell als Chance,
|
||
Deutschland, und damit auch Sachsen-Anhalt, für die nächsten 100
|
||
Jahre zu einem der wichtigsten globalen Innovationstreiber zu
|
||
machen. Jedoch müssen wir dabei Zulieferer neuer Technologien
|
||
und nicht nur Abnehmer werden. Es kann nicht sein, dass wir immer
|
||
noch
|
||
nicht
|
||
während
|
||
einer
|
||
Bahnfahrt
|
||
unterbrechungsfrei
|
||
telefonieren können und das Internet in vielen Gegenden immer
|
||
noch zu langsam für die Bedürfnisse der Wirtschaft ist.
|
||
Wir wollen deshalb den Breitbandausbau vorantreiben und streben
|
||
einen 100%-Ausbau mit mindestens 50Mbit/S in ganz Sachsen-Anhalt
|
||
an. Auch ein landesweiter netzunabhängiger Mobilfunkausbau mit
|
||
100% Erreichbarkeit ist zu gewährleisten, egal, um welchen
|
||
Anbieter es sich letztlich handelt.
|
||
Um gegen IT-Angriffe und
|
||
Wirtschaftsspionage besser gewappnet zu sein, fordern wir, dass
|
||
das Land digitale Schutzstrategien für Wirtschaft und Verwaltung
|
||
entwickelt.
|
||
|
||
16. Digitale Verwaltung im Sinne der Bürger!
|
||
|
||
Digitalisierung kann das Leben und vor allem die Verwaltung
|
||
leichter machen. Wir fordern, alle Verwaltungsdienstleistungen
|
||
digital anzubieten. Dabei ist allerdings darauf zu achten, dass
|
||
die Vorgänge für den Bürger nicht komplizierter, sondern
|
||
einfacher werden. Die Internetseiten der Behörden müssen
|
||
benutzerfreundlich gestaltet sein und sich selbst erklären. Eine
|
||
rasche Bearbeitung der digitalen Vorgänge ist sicherzustellen,
|
||
denn jeder mit der Digitalisierung verbundene Zeitgewinn ist
|
||
vergeblich, wenn der Bürger trotzdem lange auf die erwünschten
|
||
Ergebnisse warten muss.
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 44 ---
|
||
|
||
43
|
||
|
||
17. Öffentliche Verwaltung auf Kernaufgaben beschränken!
|
||
|
||
Die öffentliche Hand muss dem Bürger durch die verlässliche
|
||
Erledigung ihrer Aufgaben dienen, anstatt ihn mit unsinniger
|
||
Bürokratie zu belasten. Dazu soll die staatliche Verwaltung sich
|
||
auf die Erledigung ihr Kernaufgaben konzentrieren. Die AfD will
|
||
ein
|
||
modernes
|
||
Personal-
|
||
und
|
||
Verfahrensmanagement
|
||
in
|
||
die
|
||
öffentliche Verwaltung einführen, um Kosten zu sparen und
|
||
gleichzeitig die Effizienz des Verwaltungshandelns zu erhöhen.
|
||
Das Landesverwaltungsamt ist in seiner Funktion zu stärken, da
|
||
es
|
||
unterhalb
|
||
der
|
||
Ministerialebene
|
||
eine
|
||
unerlässliche
|
||
Bündelungsfunktion wahrnimmt und ein verlässliches Element der
|
||
Rechtsstaatlichkeit ist.
|
||
|
||
18. Genug GEZahlt – Schluss mit der Abzocke!
|
||
|
||
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk entwickelt sich zunehmend zu
|
||
einem Fass ohne Boden. Die Einnahmen aus den Zwangsgebühren
|
||
werden für üppige Pensionen und Gehälter, aber auch für Gutachten
|
||
zu
|
||
Sprachmanipulation
|
||
oder
|
||
unnötige
|
||
Doppelstrukturen
|
||
herausgeschmissen.
|
||
Hinzu
|
||
kommt
|
||
eine
|
||
von
|
||
linkem
|
||
Ungeist
|
||
bestimmte, einseitige Berichterstattung über politische Themen.
|
||
Deshalb fordern wir
|
||
eine
|
||
grundlegende
|
||
Neugestaltung des
|
||
öffentlich-rechtlichen Rundfunks und eine komplette Abschaffung
|
||
des Rundfunkbeitrages.
|
||
Den Grundbedarf des Bürgers an politischer Information soll
|
||
perspektivisch ein Hauptsender im Bereich Fernsehen abdecken.
|
||
Darüber hinaus soll der öffentliche Rundfunk abgespeckte
|
||
Regionalsender umfassen, deren Aufgabe darin besteht, ein
|
||
Programm aus den Bereichen Lokalnachrichten, lokale Kultur und
|
||
Brauchtum, regionalen Sportereignissen sowieso Landespolitik zu
|
||
bieten.
|
||
|
||
19. Für unser Dasein vorsorgen!
|
||
|
||
Ver- und Entsorgungsaufgaben mit Monopolcharakter müssen auf
|
||
kommunaler Ebene grundsätzlich durch die öffentliche Hand
|
||
übernommen werden. Die kommunale Daseinsvorsorge gewährleistet
|
||
u.a.
|
||
die
|
||
Versorgung
|
||
der
|
||
Bevölkerung
|
||
mit
|
||
Trinkwasser,
|
||
Elektrizität und Gas sowie die Entsorgung von Abwasser und
|
||
Abfällen jeder Art. Diese Aufgaben dürfen nicht dem freien Spiel
|
||
der Märkte überlassen werden. Wir wollen, dass Netzleitungen,
|
||
die im Eigentum der Allgemeinheit stehen und von dieser
|
||
finanziert wurden, grundsätzlich nicht veräußert oder verpachtet
|
||
werden dürfen. Bereits erfolgte derartige Privatisierungen sind
|
||
rückabzuwickeln.
|
||
|
||
|
||
20. Verbesserung der Infrastruktur auf dem Lande
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 45 ---
|
||
|
||
44
|
||
|
||
Die Landes- und Regionalplanung Sachsen-Anhalts muss künftig auf
|
||
eine deutlich verbesserte Infrastruktur auf dem Lande abzielen.
|
||
Die Planungshoheit der Gemeinden ist zu stärken. Dezentrale und
|
||
eigenverantwortliche
|
||
Lösungen
|
||
der
|
||
Energieversorgung,
|
||
der
|
||
Trinkwasserversorgung und der Abwasserbeseitigung sind zu
|
||
begünstigen. Dazu zählen
|
||
zum
|
||
Beispiel
|
||
Möglichkeiten der
|
||
Einrichtung und Nutzung privater Brunnen für die lokale
|
||
Trinkwasserversorgung und die Lockerung des Anschluss- und
|
||
Benutzungszwangs. Wir sprechen uns gegen den Zwangseinbau von
|
||
vollbiologischen
|
||
Kläranlagen
|
||
und
|
||
für
|
||
Elementarpflichtversicherungen bei Hochwassergefahr aus und
|
||
befürworten eine Innenstadtsanierungsgewinnbeteiligung
|
||
nach
|
||
Naturkatastrophen. In diesem Zusammenhang fordern wir für
|
||
künftige
|
||
Hochwasser
|
||
mehr
|
||
Überflutungsflächen
|
||
und
|
||
weniger
|
||
Versiegelungen oder Einengungen entlang der Flussläufe in
|
||
Sachsen-Anhalt
|
||
und
|
||
den
|
||
Nachbarländern.
|
||
Die
|
||
in
|
||
Planung
|
||
befindlichen bzw. bereits begonnenen Hochwasserschutzmaßnahmen
|
||
sind zügig fortzuführen und zu vollenden.
|
||
Zur Verbesserung der Infrastruktur auf dem Lande gehören auch
|
||
der Ausbau des Straßennetzes. Als Beispiel hierfür soll die
|
||
sogenannte ‚Hosenträgervariante‘ in der Altmark genannt werden,
|
||
die schnellstens umgesetzt werden muss. Mittels der B190n muss
|
||
es einen Lückenschluss zwischen der A14 und A39 geben, damit
|
||
auch die dortigen ländlichen Räume erschlossen werden.
|
||
Der Hafen in Roßlau an der Elbe wird saniert. Dazu gehört
|
||
ebenfalls eine funktionierende Infrastruktur. Wir fordern eine
|
||
schnellere Umsetzung der B184 als Ortsumgehung von Roßlau. Nur
|
||
so kann sich die Hafenwirtschaft gut entwickeln. Diese Planungen
|
||
dürfen nicht länger verschoben werden.
|
||
|
||
21. Zuzug in den ländlichen Raum fördern
|
||
|
||
Im ländlichen Raum finden wegen des Bevölkerungsrückgangs viele
|
||
Immobilien keine Käufer mehr. Dadurch verlieren die Orte immer
|
||
schneller an Attraktivität. Andererseits interessiert sich aber
|
||
eine wachsende Zahl von Städtern in den letzten Jahren für den
|
||
ländlichen Lebensstil abseits von Enge und Hektik. Die Motive
|
||
sind dabei vielschichtig und die AfD will Wege aufzeigen, wie
|
||
die Ansiedlung von Städtern im ländlichen Raum gefördert werden
|
||
kann. Dafür müssen die Verfügbarkeit von Immobilien im
|
||
ländlichen Raum sichtbarer gemacht, Siedlungsinteressenten über
|
||
verschiedenste
|
||
Foren
|
||
vernetzt
|
||
und
|
||
informiert
|
||
sowie
|
||
die
|
||
Selbstorganisation
|
||
der
|
||
Siedlungsinteressenten
|
||
in
|
||
Baugemeinschaften und -genossenschaften gefördert werden.
|
||
|
||
22. Lokale Gemeinschaft stärken
|
||
|
||
Hohe
|
||
Mobilität,
|
||
Internet
|
||
sowie
|
||
allseits
|
||
verfügbare
|
||
Telekommunikation begünstigen die Bildung von Gruppen und
|
||
Netzwerken, die keinen lokalen Bezug mehr haben. Die Bindungen
|
||
und Verbindungen zu Menschen im eigenen Umfeld verlieren damit
|
||
|
||
--- PAGE 46 ---
|
||
|
||
45
|
||
|
||
an Bedeutung mit der Folge, dass sich die städtische Anonymität
|
||
immer mehr auch in den Vororten und im ländlichen Raum
|
||
ausbreitet. Wenn sich die lokalen Gemeinschaften aufzulösen
|
||
beginnen, wird die Gesellschaft zunehmend von staatlich-
|
||
politischen sowie wirtschaftlichen Akteuren dominiert und vermag
|
||
ihre Interessen nicht mehr ausreichend zu artikulieren. Eine
|
||
freiheitlich
|
||
verfasste
|
||
Gesellschaft
|
||
braucht
|
||
eine
|
||
starke
|
||
Bürgerschaft. Nur eine Gesellschaft mit Zusammenhalt ist auch
|
||
eine humane Gesellschaft. Die Lebensqualität hängt hier nicht
|
||
zuletzt vom emotionalen Bezug zum Wohnort, zu den Menschen im
|
||
eigenen Lebensumfeld, vom Heimatgefühl ab. Fehlt solch ein
|
||
Bezug, ist der Weg zu Isolierung und Vereinsamung nicht weit. Es
|
||
gilt, die lokalen Gemeinschaften und deren Zusammenhalt zu
|
||
fördern und zu stärken. Die AfD Sachsen-Anhalt fordert daher:
|
||
Mehr
|
||
Begegnungsorte
|
||
zu
|
||
schaffen,
|
||
um
|
||
der
|
||
Anonymität
|
||
im
|
||
öffentlichen Raum entgegen zu wirken und das ehrenamtliche
|
||
Engagement
|
||
der
|
||
Bürger
|
||
in
|
||
Feuerwehren,
|
||
Kirchengemeinden,
|
||
Sportvereinen und anderen Gemeinschaften zu fördern.
|
||
|
||
23. Ehrenamt würdigen, Vereine bewahren!
|
||
|
||
Der ehrenamtliche Dienst, sei es in der Feuerwehr oder als
|
||
Übungsleiter in einem Verein, ist ein wichtiger Faktor für den
|
||
gesellschaftlichen
|
||
Zusammenhalt
|
||
und
|
||
die
|
||
Entwicklung
|
||
der
|
||
Gemeinden. Für die AfD ist das Ehrenamt maßgebliche Säule einer
|
||
intakten Gemeinschaft vor allem im ländlichen Raum. Die AfD
|
||
Sachsen-Anhalt erkennt auch ehrenamtliche politische Tätigkeit
|
||
in besonderem Maße an und stellt sich voll hinter die Forderung
|
||
des Städte- und Gemeindebundes, dass für Aufwandsentschädigungen
|
||
ehrenamtlich Tätiger keine Sozialabgaben zu entrichten sind. Wir
|
||
unterstützen
|
||
ebenso
|
||
die
|
||
Forderung,
|
||
wonach
|
||
ehrenamtliche
|
||
Rettungskräfte für ihre Tätigkeit Rentenpunkte erhalten.
|
||
In einigen Kommunen gibt es bereits konkrete Ansätze, um
|
||
ehrenamtliches Engagement durch Ehrenamtskarten stärker zu
|
||
würdigen. Diese Initiativen sind durch das Land zu fördern, damit
|
||
die Stärkung des Ehrenamtes vor Ort nicht am Geld scheitert. Die
|
||
vielen gemeinnützigen Vereine sind darüber hinaus von der
|
||
zunehmenden Bürokratie zu befreien. Wir wollen auf Kreisebene
|
||
einen Vereinskoordinator installieren, der den Vereinen bei der
|
||
Erledigung der bürokratischen Hürden behilflich ist.
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
VII Klug Wirtschaften, sparsam Haushalten!
|
||
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 47 ---
|
||
|
||
46
|
||
|
||
Sparsam Haushalten
|
||
|
||
1. Keine neuen Schulden!
|
||
|
||
Wir lehnen die Finanzierung von Landesaufgaben durch Aufnahme
|
||
immer weiterer Schulden an Kapitalmärkten ab. Wie in jedem
|
||
gesunden Haushalt muss der Grundsatz gelten, dass nur das wieder
|
||
ausgegeben werden kann, was vorher eingenommen wurde. Der
|
||
Haushalt des Landes muss somit tragfähig und ausgeglichen sein.
|
||
Die Einführung der Schuldenbremse halten wir grundsätzlich für
|
||
sinnvoll. Umso sträflicher ist es seitens der Landesregierung,
|
||
die
|
||
Neuschuldenaufnahme
|
||
auf
|
||
öffentliche
|
||
Einrichtungen
|
||
zu
|
||
verschieben
|
||
und
|
||
so
|
||
Schattenhaushalte
|
||
zur
|
||
Umgehung
|
||
der
|
||
Schuldenbremse im ersten Jahr ihres Inkrafttretens zu schaffen.
|
||
In den vergangenen Legislaturperioden wurden darüber hinaus die
|
||
konsumtiven Ausgaben auf ein dauerhaft nicht tragfähiges Niveau
|
||
erhöht und die tatsächlich für investive Zwecke eingesetzten
|
||
Mittel kontinuierlich heruntergefahren. Dies muss grundlegend
|
||
geändert werden.
|
||
|
||
2. Steuergeldverschwendung eindämmen!
|
||
|
||
Landesmittel sollten nur für Projekte verwendet werden dürfen,
|
||
die einen messbaren Nutzen für das Gemeinwohl erzielen. Das
|
||
enorme Ausmaß an sinnloser Steuergeldverschwendung legt ein
|
||
gewaltiges Potenzial an Einsparungen frei, die vorgenommen
|
||
werden können, ohne dass die Bürger davon überhaupt etwas merken
|
||
würden. Zur Kostensenkung wollen wir deshalb den Eigenbedarf des
|
||
Landes
|
||
für
|
||
die
|
||
Verwaltung
|
||
und
|
||
das
|
||
Parlament
|
||
auf
|
||
das
|
||
kleinstmögliche Maß reduzieren. Wir wollen jedes der einzelnen
|
||
Förderprogramme des Landes auf ihren gesellschaftlichen Nutzen
|
||
und ihre Effektivität prüfen, und um den Verwaltungsaufwand zu
|
||
reduzieren, die große Anzahl kleinerer Programme auf wenige,
|
||
aber dafür gut ausgearbeitete große Programme reduzieren.
|
||
|
||
3. Beraterverträge reduzieren und kontrollieren!
|
||
|
||
Wiederholt ist die Landesregierung in den vergangenen Jahren
|
||
wegen der missbräuchlichen Vergabe von Beraterverträgen in die
|
||
Schlagzeilen
|
||
geraten.
|
||
Beratung
|
||
zur
|
||
Genderpolitik
|
||
für
|
||
Stundenhonorar von bis zu 480€ brauchen wir nicht! Wir wollen
|
||
systematisch gegen die überhandnehmende, unnötige und sogar
|
||
missbräuchliche Vergabe von Beraterverträgen vorgehen. Bevor ein
|
||
Beratervertrag vergeben wird, muss geprüft werden, ob das
|
||
jeweilige Ministerium die Aufgabe nicht selbst erledigen kann.
|
||
Beraterverträge sind auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.
|
||
Bei der Vergabe von Beraterverträgen muss mehr Transparenz
|
||
herrschen, um Günstlingswirtschaft zu vermeiden.
|
||
|
||
4. Steuerverschwendung bestrafen!
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 48 ---
|
||
|
||
47
|
||
|
||
Der nachlässige Umgang mit dem hart erarbeiteten Steuergeld
|
||
unserer Bürger ist kein Kavaliersdelikt. Wir wollen deshalb alle
|
||
landesgesetzlichen
|
||
Möglichkeiten
|
||
ausschöpfen,
|
||
um
|
||
die
|
||
nachweisliche
|
||
Verschwendung
|
||
von
|
||
Steuermitteln
|
||
des
|
||
Landeshaushaltes durch empfindliche Sanktionen zu ahnden.
|
||
|
||
5. Mehr Geld fürs Land!
|
||
|
||
Unabhängig von der fehlgeleiteten bisherigen Haushaltspolitik
|
||
leidet
|
||
Sachsen-Anhalt
|
||
unter
|
||
einer
|
||
unzureichenden
|
||
Finanzausstattung. Allein für das Jahr 2022 ergibt sich aus der
|
||
mittelfristigen Finanzplanung eine Finanzierungslücke von über
|
||
einer Milliarde Euro. Dieses strukturelle Defizit wächst mit
|
||
jedem Jahr weiter an und geht maßgeblich auf steigende
|
||
Pensionslasten zurück. Dieses strukturelle Defizit steht in
|
||
keinem Zusammenhang mit dem Wirtschaftseinbruch vom Frühjahr
|
||
2020. Ab 2022 kann kein ausgeglichener Haushalt ohne massivste
|
||
Ausgabenkürzungen mehr erreicht werden. Wir werden uns deshalb
|
||
dafür einsetzen, über den Länderfinanzausgleich aber auch direkt
|
||
vom Bund mehr Finanzmittel für unser Land zu erhalten. Es kann
|
||
nicht sein, dass sich beim Bund eine Asyl-Rücklage im
|
||
zweistelligen Milliardenbereich auftürmt, während viele Kommunen
|
||
am Bettelstab gehen müssen.
|
||
|
||
6. Mehr Geld für die Kommunen!
|
||
|
||
Aus der chronischen Unterfinanzierung Sachsen-Anhalts folgt die
|
||
Unterfinanzierung der Kommunen. Gut zwei Drittel der kommunalen
|
||
Sozialausgaben werden aktuell durch Aufwendungen der Sozialhilfe
|
||
(SGB XII) bzw. der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II)
|
||
sowie durch die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)
|
||
gebunden.
|
||
Hinzu
|
||
kommen
|
||
überproportional
|
||
steigenden
|
||
Sozialausgaben, die zum großen Teil auf sogenannte Flüchtlinge
|
||
zurückzuführen
|
||
sind
|
||
und
|
||
letztlich
|
||
zu
|
||
untragbar
|
||
hohen
|
||
Kreisumlagen
|
||
oder
|
||
zu
|
||
kommunaler
|
||
Neuverschuldung
|
||
führen.
|
||
Temporäre
|
||
Investitionsprogramme
|
||
oder
|
||
Altschuldenprogramme
|
||
helfen kurzfristig, ändern jedoch nichts an der grundsätzlichen
|
||
Unterfinanzierung. Stattdessen müssen die Schlüsselzuweisungen
|
||
innerhalb des FAGs deutlich erhöht werden. Bei der längst
|
||
überfälligen Neuorganisation der Bund-Länder-Finanzbeziehungen
|
||
muss das Subsidiaritätsprinzip wesentlich stärker als heute
|
||
Beachtung finden und der kommunale Ausschüttungsanteil am
|
||
Gesamtsteueraufkommen deutlich vergrößert werden.
|
||
|
||
7. Gewerbesteuer wirtschaftsfreundlich ausgestalten!
|
||
|
||
Kommunen, die unter Konsolidierungsdruck stehen, werden aktuell
|
||
durch das Land und die Aufsichtsbehörden dazu gezwungen, zur
|
||
Erhöhung der Einnahmen u.a. die Gewerbesteuer zu erhöhen. Dies
|
||
belastet
|
||
die
|
||
Wirtschaft
|
||
und
|
||
stellt
|
||
zumeist
|
||
auch
|
||
keine
|
||
nachhaltige Lösung für die Finanzprobleme der betroffenen
|
||
Kommune dar. Höhere Gewerbesteuern vertreiben die Unternehmen
|
||
|
||
--- PAGE 49 ---
|
||
|
||
48
|
||
|
||
aus dem Gebiet der Kommune, verringern die Steuereinnahmen und
|
||
münden so in einen Teufelskreis. Die AfD will deshalb die
|
||
Landesgesetze
|
||
anpassen,
|
||
dass
|
||
auch
|
||
Kommunen
|
||
unter
|
||
Konsolidierungsdruck
|
||
nicht
|
||
mehr
|
||
gezwungen
|
||
werden,
|
||
die
|
||
Gewerbesteuer anzuheben.
|
||
|
||
8. Finanzströme entflechten!
|
||
|
||
Innerhalb
|
||
der
|
||
gegenwärtigen
|
||
Bund-Länder-Finanzbeziehungen
|
||
sorgen die unübersichtlichen Umverteilungsmechanismen dafür,
|
||
dass die Bürger kaum noch erkennen können, welche Leistungen
|
||
ihres Landes sie für welche Steuerzahlungen erhalten. Sie sind
|
||
unnötig
|
||
kompliziert
|
||
und
|
||
führen
|
||
zu
|
||
einer
|
||
bürgerfernen
|
||
Intransparenz des Systems. Es muss für den Bürger klarer werden,
|
||
welche Steuern er für welche Ebene entrichtet. Wir wollen uns
|
||
deshalb über den Bundesrat dafür einsetzen, die Finanzströme in
|
||
dieser Republik zu entflechten.
|
||
|
||
Klug Wirtschaften
|
||
|
||
9. Handel und Freundschaft mit Russland!
|
||
|
||
Durch
|
||
die
|
||
Sanktionspolitik
|
||
der
|
||
Bundesregierung
|
||
gegenüber
|
||
Russland ist der Osthandel dramatisch eingebrochen. Experten
|
||
gehen davon aus, dass in Deutschland ca. 500.000 Arbeitsplätze
|
||
gefährdet sind und sich die Wirtschaftsbeziehungen zu Russland
|
||
nachhaltig verschlechtern. In Sachsen-Anhalt sind die ersten
|
||
Firmenpleiten zu verzeichnen. Wir fordern daher die sofortige
|
||
Aufhebung
|
||
der
|
||
Wirtschaftssanktionen
|
||
gegen
|
||
Russland,
|
||
die
|
||
politisch falsch sowie effektlos sind und in erster Linie unsere
|
||
heimische Wirtschaft schädigen.
|
||
|
||
10. Wirtschaftsförderung, die uns nützt!
|
||
|
||
Wir wollen die Wirtschaftsförderung umstrukturieren, weg von der
|
||
modischen Fokussierung auf Start-ups, hin zu solchen Betrieben,
|
||
die am meisten zur Sicherung vorhandener bzw. Schaffung neuer
|
||
Vollzeitarbeitsplätze beitragen. Anstatt nach den Sternen zu
|
||
greifen, wollen wir den ländlichen Raum erhalten, indem wir auch
|
||
kleine
|
||
mittelständische
|
||
Betriebe
|
||
vor
|
||
Ort
|
||
in
|
||
unsere
|
||
Förderkonzepte einbeziehen. Zu diesem Zweck wollen wir uns auch
|
||
dafür einsetzen, dass entgegen der EU-Gesetzgebung Aufträge
|
||
wieder bevorzugt an ortsansässige Unternehmen vergeben werden
|
||
können.
|
||
Weiterhin
|
||
muss
|
||
im
|
||
Wirtschaftsministerium
|
||
eine
|
||
Arbeitsgruppe
|
||
geschaffen
|
||
werden,
|
||
um
|
||
Unternehmen,
|
||
die
|
||
Fördermittelanträge stellen wollen, kostenfrei zu beraten.
|
||
Grundsätzlich dürfen nur noch Unternehmen mit Niederlassungen in
|
||
Sachsen-Anhalt und keine Fördermittelnomaden mehr gefördert
|
||
werden. Die AfD Sachsen-Anhalt sieht in einem gesunden
|
||
Mittelstand
|
||
die
|
||
Grundlage
|
||
einer
|
||
leistungsfähigen
|
||
und
|
||
erfolgreichen Wirtschaft. Wirtschaftspolitik ist in erster Linie
|
||
eine gute Mittelstandspolitik.
|
||
|
||
--- PAGE 50 ---
|
||
|
||
49
|
||
|
||
|
||
11. Bürokratie minimieren!
|
||
|
||
Ein überhandnehmender Steuerungswille der Politik und ein
|
||
ausuferndes staatliches Informationsbedürfnis führen dazu, dass
|
||
die Bürokratie explodiert und unsere Unternehmen sinnlos
|
||
belastet und in ihrer Produktivität hemmt. Nahezu alle
|
||
Unternehmen leiden beträchtlich unter einer Vielzahl nationaler
|
||
und europäischer Vorschriften und Gesetze, die ihre Tätigkeiten
|
||
regulieren. Diese Gesetzesflut belastet insbesondere kleinere
|
||
Unternehmen. Der Staat soll generelle Richtlinien zur Sicherung
|
||
der Wettbewerbsordnung erlassen und auf etwaige Detailregelungen
|
||
verzichten. Den Unternehmern und Bürgern muss hier mehr
|
||
Eigenverantwortung
|
||
zugestanden
|
||
werden.
|
||
Wir
|
||
wollen
|
||
die
|
||
staatlichen Eingriffe in das Leben der Wirtschaft radikal
|
||
minimieren.
|
||
|
||
12. Transparenz bei Sparkassen und Beteiligungsgesellschaften!
|
||
|
||
Wir
|
||
fordern
|
||
eine
|
||
Transparenzoffensive
|
||
für
|
||
Beteiligungsgesellschaften
|
||
und
|
||
Sparkassen.
|
||
|
||
Landeseigene
|
||
Unternehmen
|
||
und
|
||
Sparkassen
|
||
sollen
|
||
künftig
|
||
durch
|
||
den
|
||
Landesrechnungshof geprüft werden. Immer wieder stehen Vorwürfe
|
||
von
|
||
Miss-
|
||
und
|
||
Vetternwirtschaft
|
||
im
|
||
Raum.
|
||
Um
|
||
die
|
||
Kontrollierbarkeit und das Vertrauen zu gewährleisten, sollen
|
||
fortan jene Institutionen durch den Landesrechnungshof geprüft
|
||
werden.
|
||
Hierzu
|
||
wird
|
||
eine
|
||
entsprechende
|
||
Anpassung
|
||
des
|
||
Landesrechnungshofgesetzes
|
||
sowie
|
||
des
|
||
Sparkassengesetzes
|
||
angestrebt.
|
||
|
||
13. Arbeitsplätze fördern!
|
||
|
||
Die herkömmliche Wirtschaftsförderung leidet daran, dass sie
|
||
sich oftmals nicht in der Neuschaffung von Arbeitsplätzen
|
||
niederschlägt, sondern wirkungslos verpufft. Wir wollen eine
|
||
Prämie
|
||
von
|
||
25.000€
|
||
pro
|
||
Arbeitsplatz
|
||
zahlen,
|
||
die
|
||
aber
|
||
zurückgezahlt werden muss, wenn der Arbeitsplatz drei Jahre nach
|
||
Schaffung
|
||
nicht
|
||
mehr
|
||
als
|
||
sozialversicherungspflichtiges
|
||
Arbeitsverhältnis besteht.
|
||
|
||
14. Handwerksmeister stärken!
|
||
|
||
Mit der ständigen negativen Nivellierung von Bildungs- und
|
||
Erfahrungsvoraussetzungen wie etwa der Abschaffung des Diploms
|
||
oder dem Verzicht auf den Handwerksmeister als Voraussetzung zum
|
||
Führen
|
||
von
|
||
Handwerksbetrieben
|
||
verlieren
|
||
die
|
||
deutsche
|
||
Berufsbildung und die Produktqualität ihren guten Ruf in der
|
||
Welt. Das gefährdet unseren wirtschaftlichen Vorsprung vor
|
||
anderen Industrienationen. Wir setzen uns deshalb dafür ein, den
|
||
Meisterabschluss zu erhalten und durch Gleichstellung mit dem
|
||
Bachelor aufzuwerten.
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 51 ---
|
||
|
||
50
|
||
|
||
15. Meisterprämie einführen!
|
||
|
||
Aufgrund
|
||
einer
|
||
fehlgeleiteten
|
||
Akademisierungspolitik
|
||
und
|
||
schlechter
|
||
Bezahlung
|
||
in
|
||
den
|
||
Anfangsjahren
|
||
erleben
|
||
die
|
||
klassischen Ausbildungsberufe seit Jahrzehnten einen Rückgang,
|
||
der mittlerweile zu einem schädlichen Fachkräftemangel im
|
||
Handwerk geführt hat. Kommen dann noch die Kosten für die
|
||
Meisterschule hinzu, braucht man sich über ein mangelhaftes
|
||
Interesse an diesen so wichtigen Führungspositionen im Handwerk
|
||
nicht zu wundern.
|
||
Um dem entgegenzuwirken, fordern wir bei erfolgreichem Abschluss
|
||
einer Meisterausbildung bis zum 25. Lebensjahr jedem neuen
|
||
Meister eine Prämie von 5000 Euro zu zahlen. Bei erfolgreichem
|
||
Abschluss bis zum 30. Lebensjahr erhält er eine Prämie in Höhe
|
||
von 2500 Euro. Vom 30. Bis 35. Lebensjahr sollen ihm 1000 Euro
|
||
ausgezahlt werden. Dadurch soll eine Gegenposition zu den
|
||
jahrelangen Fehlanreizen der Politik der Altparteien geschaffen
|
||
werden. Wir wollen Meister finanziell unterstützen und zugleich
|
||
ihre wichtige gesellschaftliche und wirtschaftliche Stellung
|
||
betonen. Mit der finanziellen Staffelung sollen junge Menschen
|
||
animiert werden, so schnell wie möglich ihren Meisterabschluss
|
||
zu machen, damit aus aufgeschoben nicht später noch aufgehoben
|
||
wird.
|
||
|
||
16. Die Kommunen sollen freier entscheiden, was sie fördern
|
||
wollen!
|
||
|
||
Angestellte kommunaler Fachämter verbrauchen einen zu großen
|
||
Teil ihrer Arbeitszeit für Antragstellung, Nachweisführung und
|
||
Abrechnung von Fördermittelanträgen. Geplant und entwickelt wird
|
||
dabei auch nicht immer was für die Stadt notwendig ist, sondern
|
||
was gerade in laufende Förderprogramme passt. Dadurch wird dann
|
||
wiederum wertvolles Steuergeld verschwendet. Wir wollen deshalb
|
||
die
|
||
Eigenverantwortlichkeit
|
||
der
|
||
Kommunen
|
||
für
|
||
sämtliche
|
||
Entwicklungsziele erhöhen. Fördermittel müssen mit weniger
|
||
Bürokratie abgerufen und freier eingesetzt werden können.
|
||
|
||
17. Qualifikation statt Quote – überall!
|
||
|
||
Bei Stellenbesetzungen muss in erster Linie die persönliche
|
||
Qualifikation,
|
||
nicht
|
||
aber
|
||
das
|
||
Geschlecht
|
||
oder
|
||
sonstige
|
||
genetische Merkmale, den Ausschlag geben. Dies gilt für den
|
||
Öffentlichen Dienst wie auch für die Wirtschaft. Wir wollen
|
||
deshalb die Einstellungspraxis der Landesbehörden dahingehend
|
||
reformieren, dass das Geschlecht und sonstige sachfremde
|
||
Merkmale
|
||
der
|
||
Bewerber
|
||
keine
|
||
Rolle
|
||
mehr
|
||
spielen
|
||
und
|
||
selbstverständlich werden wir uns auch dafür einsetzen, dass der
|
||
Staat sich aus der Einstellungspraxis in der Privatwirtschaft
|
||
heraushält. Wir unterstützen die Unternehmen des Landes bei
|
||
ihrem Widerstand gegen obligatorische Frauenquoten z.B. in
|
||
Aufsichtsräten.
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 52 ---
|
||
|
||
51
|
||
|
||
18. Aus dem Kohleausstieg aussteigen!
|
||
|
||
Deutschland fördert mehr Braunkohle als jedes andere Land der
|
||
Welt und verfügt nach Russland und Australien über die größten
|
||
Braunkohlereserven.
|
||
Bei
|
||
konstanter
|
||
Förderung
|
||
würden
|
||
die
|
||
deutschen Vorräte noch knapp 200 Jahre reichen. Mit dem Ausstieg
|
||
aus der Braunkohle verzichtet das an Rohstoffen arme Deutschland
|
||
freiwillig und ohne sachlichen Grund auf die wichtigste
|
||
heimische
|
||
(Energie-)
|
||
Ressource.
|
||
Zudem
|
||
gehört
|
||
die
|
||
Kohleverstromung neben der
|
||
Atomkraft
|
||
gegenwärtig zu den
|
||
günstigsten Formen der Stromerzeugung. Sachsen-Anhalt wird dabei
|
||
von dem Kohleausstieg besonders hart getroffen. Rund 20.000
|
||
gutbezahlte
|
||
Industriearbeitsplätze
|
||
drohen
|
||
ersatzlos
|
||
wegzubrechen. Ausgleichsprogramme sind keine Alternative, weil
|
||
keinesfalls sicher ist, dass sie Erfolg bringen, und dafür
|
||
wiederum finanzielle Ressourcen, die an anderer Stelle fehlen,
|
||
aufgewendet werden müssen. Die AfD-Sachsen-Anhalt fordert
|
||
deshalb den Ausstieg aus dem Kohleausstieg.
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
VIII Das Land bewirtschaften, die Umwelt erhalten, die
|
||
Bürger versorgen!
|
||
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 53 ---
|
||
|
||
52
|
||
|
||
Das Land bewirtschaften!
|
||
|
||
1. Vor Ort produziert – vor Ort konsumiert
|
||
|
||
Unsere Landwirtschaft soll in die Lage versetzt werden, ihre
|
||
hochwertigen Produkte direkt vor Ort zu verkaufen. Durch die
|
||
Aussparung von Zwischenhandel und Transportkosten können so
|
||
faire Preise sowohl für die Konsumenten als auch für die
|
||
Produzenten garantiert werden. Zugleich werden wir unabhängiger
|
||
von Exporten und können zur Entflechtung schädlicher globaler
|
||
Handelsstrukturen beitragen. Deshalb lehnen wir auch den Import
|
||
von Gülle aus dem Ausland und von außerhalb eines Radius von 300
|
||
Kilometern grundsätzlich ab. Der Import von Billiglebensmitteln
|
||
muss zur Not auch durch Strafzölle etwa bei schlechten
|
||
Qualitätsstandards der Importware zurückgedrängt werden. Ebenso
|
||
lehnen wir Futterimporte ab. Wir setzen uns dafür ein, dass
|
||
Futtermittel in Sachsen-Anhalt wieder produziert werden können.
|
||
Unser Leitbild bei der Landwirtschaft ist nationale Autarkie
|
||
statt internationaler Vernetzung. Sowohl die konventionelle als
|
||
auch die biologische Landwirtschaft sollen beide zu gleichen
|
||
Teilen gefördert werden.
|
||
|
||
2. Bauern, Bewahrer unsere Kulturlandschaft!
|
||
|
||
Der Schutz von Flora, Fauna und Boden gehört zum ureigensten
|
||
konservativen Denken. Ein guter Ansatz ist die Wiederherrichtung
|
||
von Feldrandstreifen, Landmarken, Hecken und Baumreihen. Auch im
|
||
Acker selbst können wieder Bäume gepflanzt werden, um der
|
||
Bodenerosion
|
||
entgegen
|
||
zu
|
||
wirken
|
||
und
|
||
natürlichen
|
||
Schädlingsbekämpfern einen Unterschlupf zu geben. Eine amtliche
|
||
Enteignung durch vorgeschriebene Stilllegungsflächen lehnt die
|
||
AfD
|
||
ab.
|
||
Eine
|
||
Umwandlung
|
||
landwirtschaftlicher
|
||
Flächen
|
||
beispielsweise
|
||
für
|
||
landschaftszerstörende
|
||
Solarparks
|
||
ist
|
||
inakzeptabel. Wir fordern die Anerkennung des Bauernstandes als
|
||
Bewahrer
|
||
von
|
||
Kulturlandschaften
|
||
–
|
||
des
|
||
gleichberechtigten
|
||
Lebensraums von Mensch, Tier und Pflanze.
|
||
|
||
3. Gen-Forschung erlauben - historisches Saatgut und heimische
|
||
Nutztierrassen fördern!
|
||
|
||
Aufgrund nicht abschätzbarer Risiken lehnen wir genmanipulierte
|
||
Nahrungs- und Futtermittel ab, befürworten jedoch die Forschung
|
||
auf diesem Gebiet, damit Deutschland als Hochtechnologiestandort
|
||
nicht ins Hintertreffen gerät. Die Nutzung von gentechnologisch
|
||
verändertem Saatgut muss allerdings streng reglementiert und
|
||
überwacht
|
||
werden.
|
||
Eine
|
||
Abhängigkeit
|
||
von
|
||
multinationalen
|
||
Konzernen (z.B. durch Patentierungen von Genomsequenzen, oder
|
||
Saatgut) muss verhindert werden. Neben der zukunftsorientierten
|
||
Genforschung, die uns neue, ungeahnte Möglichkeiten eröffnet,
|
||
wollen wir uns aber auch auf das Bewährte besinnen und die
|
||
Kultivierung historischer, vergessener oder vom Aussterben
|
||
bedrohter Pflanzen- und Tierarten fördern. Das Harzer Höhenvieh
|
||
|
||
--- PAGE 54 ---
|
||
|
||
53
|
||
|
||
erlebte in den vergangenen Jahren eine Renaissance, weitere
|
||
heimische Nutztierrassen warten darauf, wieder entdeckt zu
|
||
werden.
|
||
|
||
4. Einsatz von Dünger und Pflanzenschutz nach unseren Regeln!
|
||
|
||
Die
|
||
Europäische
|
||
Union
|
||
hat
|
||
die
|
||
BRD
|
||
verpflichtet,
|
||
die
|
||
Grundwasserqualität durch weniger Nitrateintrag durch die
|
||
Landwirtschaft
|
||
zu
|
||
verbessern.
|
||
Dazu
|
||
wurde
|
||
ein
|
||
Messnetz
|
||
eingerichtet und sog. Rote
|
||
Gebiete
|
||
(mit eingeschränkter
|
||
Bewirtschaftung) definiert. Die Landesregierung hat im Bundesrat
|
||
dafür
|
||
gesorgt,
|
||
dass
|
||
die
|
||
Verordnung
|
||
durch
|
||
Enthaltung
|
||
durchgewunken wurde. Wir setzten uns für ein Moratorium der Roten
|
||
Gebiete und der Düngeverordnung ein. Einer auf das Notwendigste
|
||
reduzierten Düngung dieser Gebiete ist nichts entgegenzusetzen.
|
||
Neue Gülleverwertungsprozesse zur Nitratminimierung sind auch in
|
||
Deutschland zu fördern und anzuwenden. Das umstrittene Glyphosat
|
||
wiederum darf nicht zur Reifung eingesetzt werden. Glyphosat zur
|
||
Vorbehandlung und als Notfalleinsatzmittel bei Befall muss so
|
||
lange, bis ein Alternativmittel vorliegt, möglich sein. Eine
|
||
heimliche Enteignung der Landeigentümer ist mit der AfD nicht zu
|
||
machen.
|
||
Außerdem fordern wir eine Änderung des Genossenschaftsrechtes
|
||
(Agrarstrukturgesetz/Ansässigkeitsprinzip).
|
||
|
||
5. Tiere artgerecht halten – Schächten verbieten!
|
||
|
||
Schächten ist eine der qualvollsten Arten, ein Tier zu töten.
|
||
Deshalb wollen wir diese archaische Ritualpraxis in Sachsen-
|
||
Anhalt
|
||
verbieten.
|
||
Wir
|
||
wollen
|
||
eine
|
||
zukunftssichere
|
||
und
|
||
gesellschaftsfähige Art der Tierhaltung in Sachsen-Anhalt.
|
||
Tiere brauchen Auslauf und Platz, sie brauchen Geselligkeit und
|
||
Sauberkeit, sie brauchen Beachtung und Wertschätzung. Dafür
|
||
wollen wir Maßnahmen umsetzen, damit den Tieren mehr Platz im
|
||
Stall zur Verfügung steht, Tiere wieder in Ruhe auf die Weiden
|
||
können und Tierhalter von ihrer Arbeit leben und investieren
|
||
können. Auch eine für das Tier möglichst schmerzfreie Tötung im
|
||
Rahmen der Schlachtung gehört dazu, genauso wie die Festlegung
|
||
eines Höchstradius für Tiertransporte.
|
||
|
||
Die Umwelt erhalten!
|
||
|
||
6. Wir sind nicht die Müllhalde der Nation!
|
||
|
||
Sachsen-Anhalt entwickelte sich in der Vergangenheit zunehmend
|
||
zum Müllimportland. Flächendeckend entstanden überall neue
|
||
Deponien, obwohl der Bedarf nach aktuellem Abfallwirtschaftsplan
|
||
gar nicht existiert. Müll wird auch innerhalb Sachsen-Anhalts
|
||
oft nicht dort entsorgt, wo er anfällt, sondern quer durchs Land
|
||
zu einer der vielen Müllverbrennungsanlagen gefahren. Dieses
|
||
unökologische Verfahren möchten wir beenden. Wir möchten unsere
|
||
Bürger vor Müll, Gestank und Gift schützen. Müll muss vermieden
|
||
|
||
--- PAGE 55 ---
|
||
|
||
54
|
||
|
||
werden, wenn möglich wiederverwertet werden, und nur wenn das
|
||
nicht möglich ist, muss er dort entsorgt werden, wo er anfällt.
|
||
|
||
7. Nachwachsende Rohstoffe sind die Zukunft!
|
||
|
||
Wenn
|
||
wir
|
||
auch
|
||
die
|
||
herrschende
|
||
Politik
|
||
der
|
||
künstlichen
|
||
Verteuerung fossiler Energieträger ablehnen, so gilt doch, dass
|
||
die Vorkommen an Erdöl und Kohle endlich sind. Ersatzgrundstoffe
|
||
und neue Energieformen müssen mit der natürlichen Verknappung
|
||
von Öl und Kohle von der freien Wirtschaft entwickelt werden und
|
||
sich auf dem freien Markt von allein durchsetzen, wir wollen
|
||
diese Entwicklung aber mit staatlichen Maßnahmen unterstützen
|
||
und fördern. Dabei verfolgen wir auch das Ziel, uns unabhängig
|
||
von Ölimporten zu machen, und so die Souveränität unseres Landes
|
||
zu sichern.
|
||
|
||
8. Wasser ist Leben
|
||
|
||
Entsprechend sorgsam ist mit unseren Grundwasserreservoiren und
|
||
Flüssen umzugehen. Fischsterben durch Gewässerverunreinigungen
|
||
sind zu ahnden, die Angler für Extraaufwand finanziell zu
|
||
entschädigen und in ihren Hegeverpflichtungen zu unterstützen.
|
||
Produktionsabwässer dürfen nicht ungeklärt in die Flüsse
|
||
eingeleitet werden. Hierzu gehört auch, dass ein Mindestabstand
|
||
von 10 m zwischen landwirtschaftlicher Nutzfläche und den
|
||
Gewässern eingehalten wird.
|
||
Wir wollen unsere Flüsse fischpassierbar machen, um die
|
||
Artenvielfalt zu erhöhen. Wir stehen für den Erhalt und die
|
||
Rückgewinnung von Auenlandschaften, die gleichzeitig einem
|
||
natürlichen Hochwasserschutz bieten.
|
||
|
||
9. Raumfremde Arten bekämpfen!
|
||
|
||
Tiere und Pflanzen, die hier nicht beheimatet sind, aber im Zuge
|
||
internationaler Waren- und Wanderungsströmen eingeschleppt
|
||
wurden, sog. Neozoen und Neophyten, bringen unser Ökosystem
|
||
durcheinander.
|
||
Ohne
|
||
natürliche
|
||
Fressfeinde
|
||
gefährden
|
||
sie
|
||
heimische Tierarten, die ohnehin schon vom Aussterben bedroht
|
||
sind und richten einen immensen Schaden an. Wir fordern deshalb
|
||
höhere Abschussprämien beispielsweise für Waschbären und wollen
|
||
die Bekämpfung von Neophyten wie dem Bärenklau weiterhin durch
|
||
Förderprogramme unterstützen.
|
||
|
||
10. Naturschutz mit Augenmaß!
|
||
|
||
Die Naturschutzmaßnahmen im Land sind oft verfehlt, unzureichend
|
||
oder gehen schlicht am tatsächlichen Bedarf vorbei. Das wollen
|
||
wir ändern. In diesem Sinn fordern wir, das Natura-2000-Netzwerk
|
||
zu
|
||
überarbeiten,
|
||
Bauern-,
|
||
Forst-
|
||
und
|
||
Fischereiverbände
|
||
einzubeziehen
|
||
und
|
||
eine
|
||
solide
|
||
Notwendigkeitsanalyse
|
||
zu
|
||
erstellen. Wir wollen Moore pflegen und erhalten. Touristische
|
||
und
|
||
wirtschaftliche
|
||
Erschließungsprojekte,
|
||
bei
|
||
denen
|
||
|
||
--- PAGE 56 ---
|
||
|
||
55
|
||
|
||
Naturgebiete wie z.B. Hochmoore beschädigt werden, dürfen nicht
|
||
mehr unterstützt werden. Sanfter und naturerhaltender Tourismus
|
||
ist zu fördern. Ebenso lehnen wir Mega-Stromtrassen ab und wollen
|
||
die
|
||
dezentrale
|
||
Stromproduktion
|
||
fördern.
|
||
Mega-Stromtrassen
|
||
bringen nur Gewinn für die Hersteller der Materialien. Am Ende
|
||
stehen hohe Strompreise, die durch die Bürger getragen werden
|
||
müssen. In Ballungsgebieten sollten statt Hochtrassen Erdkabel
|
||
genutzt werden.
|
||
|
||
Die Bürger mit Energie versorgen!
|
||
|
||
11. Energie bezahlbar machen!
|
||
|
||
Die herrschende Politik ist geprägt von einer rücksichtslosen
|
||
künstlichen
|
||
Verteuerung
|
||
der
|
||
Energiepreise
|
||
im
|
||
Dienste
|
||
fragwürdiger Ideologien. Wir wollen mit dieser Politik brechen
|
||
und dafür sorgen, dass Energie wieder bezahlbar wird. Es muss
|
||
Schluss sein, mit der Entwicklung fragwürdiger Energieformen
|
||
unter der Maßgabe „koste es, was es wolle“. Wir stehen
|
||
alternativen Energieerzeugungen aufgeschlossen über, wenn sie
|
||
preisgünstiger sind, und wollen auch eine Forschung fördern, die
|
||
danach fragt, wie die Energieversorgung billiger werden kann.
|
||
Wir
|
||
denken
|
||
dabei
|
||
z.B.
|
||
an
|
||
hocheffizient
|
||
arbeitende
|
||
Blockheizkraftwerke an Wasserkraft oder auch an Atomkraft.
|
||
Prinzipiell soll die Energie dort erzeugt werden, so sie
|
||
gebraucht wird.
|
||
|
||
12. Unabhängigkeit von Energielieferanten fördern!
|
||
|
||
Entsprechend unserem Leitbild des freien Bürgers wollen wir die
|
||
Energieselbstversorgung, die einen von großen Energiekonzernen
|
||
unabhängig macht, besser fördern. In diesem Sinn lehnen wir
|
||
Quadratmeter-/
|
||
oder
|
||
Leistungsbeschränkungen
|
||
bei
|
||
der
|
||
Einmalförderung zum Aufbau von Solaranlagen auf dem eigenen Dach
|
||
ab. Andererseits aber muss sich die Einspeisevergütung für
|
||
Solarstrom am Marktpreis orientieren und darf nicht künstlich
|
||
erhöht werden. Die Anbringung von Solarpanels auf Agrarflächen
|
||
ist zu verbieten. Agrarflächen sind zur Lebensmittelproduktion
|
||
zu nutzen. Außerdem wird das Mikroklima durch großflächige
|
||
Solaranlagen aufgeheizt.
|
||
|
||
13. Kein Fracking in Sachsen-Anhalt!
|
||
|
||
Das sog. Fracking, also die Methode, Energieträger zu gewinnen,
|
||
indem Erdschichten mit Hochdruck aufgebrochen werden, kann
|
||
schwerste
|
||
Umweltschäden
|
||
verursachen.
|
||
Es
|
||
drohen
|
||
eine
|
||
Verunreinigung des Oberflächenwassers und des Grundwassers,
|
||
Erdbeben
|
||
und
|
||
Gesteinsverschiebungen
|
||
mit
|
||
verheerenden
|
||
Auswirkungen.
|
||
|
||
14. Keine Landschaftsverschandelung durch Windräder!
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 57 ---
|
||
|
||
56
|
||
|
||
Windparks zerstören unsere Kulturlandschaft, gefährden die
|
||
Artenvielfalt, beeinflussen das Mikroklima negativ und treiben
|
||
die
|
||
Energiekosten
|
||
durch
|
||
Anschaffungs-,
|
||
Wartungs-
|
||
und
|
||
Entsorgungskosten in die Höhe. Wir lehnen deshalb einen Neubau
|
||
von Windradanlagen grundlegend ab. Bereits bestehende Windräder
|
||
können bei nachgewiesener Wirtschaftlichkeit weiter betrieben
|
||
werden.
|
||
|
||
Wald und Waid pflegen und hegen!
|
||
|
||
15. Die Leistung der Jäger und Angler anerkennen!
|
||
|
||
Vor dem Hintergrund eines linken Weltbildes, das die Tötung von
|
||
Tieren und den Umgang mit Waffen zu Unrecht problematisiert,
|
||
werden Jäger leider immer öfter in einem schlechten Licht
|
||
dargestellt. Wir distanzieren uns davon, bekennen uns mit
|
||
Nachdruck zur Jagd und erkennen die hohe Leistung der Jäger beim
|
||
Naturschutz und der Pflege unserer Kulturlandschaft an. Ebenso
|
||
schätzen wir den Beitrag der Fischereibetriebe und der in
|
||
Vereinen organisierten Angler zum Umweltschutz, Artenschutz und
|
||
zur
|
||
Bewahrung
|
||
der
|
||
natürlichen
|
||
Gewässerlandschaften.
|
||
Das
|
||
Wiedereinsetzen von zu kleinen, oder zu großen Fischen muss bei
|
||
lösbaren Haken im Maulbereich wieder erlaubt werden.
|
||
|
||
16. Mehr Artenvielfalt im Wald!
|
||
|
||
Forstliche Monokulturen sind nicht nur von geringem ästhetischem
|
||
Reiz, sie sind auch empfindlicher für Schädlingsbefall und
|
||
sonstige Schädigungen, und dies vor allem angesichts der
|
||
aktuellen natürlichen Erderwärmung. Mischwälder sind deshalb
|
||
Monokulturen vorzuziehen. Dazu gehört auch die Nachzucht alter
|
||
Wildtierrassen, z.B. die Förderung von Waldbienenprojekten, die
|
||
Ansiedlung von Auerochsen oder Wisenten, die auf das verbesserte
|
||
Mikroklima von Mischwäldern angewiesen sind. Außerdem fordern
|
||
wir mehr Unterstützung für die Forstwirtschaft in Sachsen-Anhalt
|
||
als Träger von Arbeitsplätzen, Rohstoffproduktion und Bewahrer
|
||
eines guten Klimas.
|
||
|
||
17. Mehr Förster für Sachsen-Anhalt!
|
||
|
||
Wir verstehen den Beruf des Försters als Wald- und Klimaschützer.
|
||
Försterstellen dürfen nicht gestrichen werden, stattdessen sind
|
||
mehr Försterstellen einzurichten. Die Forststrukturreform, wie
|
||
sie momentan vorliegt, lehnen wir kategorisch ab. Dem Wald kommt
|
||
dabei auch eine nicht zu unterschätzende Bedeutung als
|
||
identitätsstiftendes Kulturgut im Sinne des deutschen Waldes zu.
|
||
Deshalb wollen wir auch forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse
|
||
fördern. Genossenschaften können auf kritische Ereignisse und
|
||
sich verändernde Rahmenbedingungen besser reagieren.
|
||
|
||
18. Traditionelle Waldbauern unterstützen!
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 58 ---
|
||
|
||
57
|
||
|
||
Die kleinen und privaten Waldbesitzer tragen die größte Last der
|
||
verfehlten Waldpolitik. Sie stemmen sich mit aller Macht gegen
|
||
die ihnen auferlegten Auflagen und Regeln. Sie planen und
|
||
gestalten die Entwicklung ihrer Wälder nicht in Wahlperioden,
|
||
sondern in Generationen. Diese Menschen verdienen unsere
|
||
Unterstützung. So wollen wir uns dafür einsetzen, dass die
|
||
Gewässerumlage von Waldbesitzern nicht mehr gezahlt werden muss,
|
||
denn Waldboden speichert Wasser. Wir wollen, dass Förderungen
|
||
des Landes für kleine Waldbesitzer ohne Eigenanteil vom Land
|
||
gefördert werden können. In der derzeitigen Lage können aus den
|
||
Wäldern keine Gelder gewonnen werden, um diese in Aufforstungen
|
||
zu investieren. Es besteht die Gefahr, dass die traditionellen
|
||
Waldbesitzer ihren kleinen privaten Wald an große ausländische
|
||
Fonds verkaufen müssen.
|
||
|
||
19. Den Wolf schützen und vor dem Wolf schützen!
|
||
|
||
Die Regierung hat auf die Rückkehr des Wolfes in unsere Wälder
|
||
nicht in angemessener Weise reagiert. Wir fordern, Herdentiere
|
||
und Menschen besser vor dem Wolf zu schützen, als es im Moment
|
||
geschieht. Hierzu sind Abschussquoten, besonders in dicht
|
||
besiedelten Kulturlandschaften von Nöten. Gleichzeitig wollen
|
||
wir den Wolf, der in vergangenen Jahrhunderten ein nicht
|
||
wegzudenkender
|
||
Teil
|
||
unseres
|
||
Waldes
|
||
war,
|
||
in
|
||
abgelegenen
|
||
Naturbereichen schützen.
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
IX Gute Gesundheit, menschliche Pflege!
|
||
|
||
|
||
Gute Gesundheit
|
||
|
||
|
||
--- PAGE 59 ---
|
||
|
||
58
|
||
|
||
1. Gesundheit ist keine Ware!
|
||
|
||
Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen; sie zu schützen
|
||
muss das oberste Gebot einer guten Gesundheitspolitik sein. Bei
|
||
der Ausrichtung gesundheitspolitischer Maßnahmen muss das
|
||
Patientenwohl immer im Mittelpunkt stehen. Wirtschaftliche
|
||
Interessen müssen hintangestellt werden. Gesundheit kann und
|
||
darf kein Geschäft sein. Angesichts der in den letzten
|
||
Jahrzehnten
|
||
zunehmenden
|
||
Profitorientierung
|
||
des
|
||
Gesundheitswesens fordern wir ein grundsätzliches Umdenken weg
|
||
von Privatisierungsbestreben und betriebswirtschaftlicher Logik
|
||
hin zur Annahme der Gesundheitsversorgung als einer zu 100%
|
||
öffentlichen Aufgabe. Der Verkauf kommunaler Krankenhäuser an
|
||
gewinnorientierte private Klinikkonzerne hat sich als Fehler
|
||
herausgestellt. Die AfD fordert, die wirtschaftliche Lage der
|
||
Krankenhäuser durch Abbau des Investitionsstaus zu verbessern.
|
||
Ziel ist, das Investitionsvolumen von 180 Millionen Euro aus dem
|
||
Jahr 2005 wieder zu erreichen. Wir setzen uns mit Nachdruck dafür
|
||
ein, die Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung in
|
||
ländlichen Gebieten in kommunale Hände zurückzuführen und zu
|
||
erhalten.
|
||
|
||
2. Umstrukturierungen nur im Sinne des Patienten!
|
||
|
||
Wir wollen uns wirtschaftlichen Realitäten nicht verschließen.
|
||
Entwicklungen müssen jedoch ergebnisoffen geprüft werden und
|
||
gesundheitspolitische Fehlentscheidungen, die nicht im Sinne der
|
||
Patienten sind, müssen abgewendet werden. Daher stehen wir einer
|
||
notwendigen
|
||
Umstrukturierung
|
||
ineffizienter
|
||
kleiner
|
||
Krankenhäuser
|
||
in
|
||
Praxiskliniken
|
||
unter
|
||
Führung
|
||
von
|
||
niedergelassenen Ärzten zum Wohle und zur flächendeckenden
|
||
Versorgung
|
||
der
|
||
Patienten
|
||
nicht
|
||
im
|
||
Weg,
|
||
sofern
|
||
die
|
||
Versorgungsqualität
|
||
der
|
||
Region
|
||
hierdurch
|
||
nicht
|
||
abnimmt.
|
||
Umstrukturierungen
|
||
müssen
|
||
grundsätzlich
|
||
mit
|
||
einer
|
||
gleichbleibenden oder verbesserten medizinischen Versorgung
|
||
einhergehen.
|
||
|
||
3. Mehr lokale Gesundheitszentren!
|
||
|
||
Neben der niedergelassenen und freiberuflichen Ärzteschaft als
|
||
einer tragenden Säule der Gesundheitsversorgung begrüßen wir
|
||
auch
|
||
alternative
|
||
Versorgungsformen
|
||
wie
|
||
lokale
|
||
Gesundheitszentren. Lokale Gesundheitszentren versammeln ein
|
||
breites
|
||
Spektrum
|
||
an
|
||
Fachrichtungen,
|
||
können
|
||
moderne
|
||
Arbeitszeitmodelle anbieten und sich somit auf die neuen
|
||
Anforderungen junger Absolventen anpassen. Das erprobte Modell
|
||
der
|
||
Polykliniken
|
||
wird
|
||
hierin
|
||
in
|
||
Ansätzen
|
||
erfolgreich
|
||
weitergeführt.
|
||
Die
|
||
Führung
|
||
der
|
||
Gesundheitszentren
|
||
durch
|
||
Klinikkonzerne sehen wir kritisch, da diese ein Teil der
|
||
Daseinsvorsorge darstellen und der Patient nicht nur noch als
|
||
Objekt
|
||
in
|
||
einer
|
||
auf
|
||
Gewinnmaximierung
|
||
gedrillten
|
||
Krankenhausmaschinerie betrachtet werden darf.
|
||
|
||
--- PAGE 60 ---
|
||
|
||
59
|
||
|
||
|
||
4. Abrechnungssystem patientenfreundlich reformieren!
|
||
|
||
Die gesetzliche Regelung des DRG Systems (Abrechnungssystem der
|
||
Krankenhäuser) hat dazu beigetragen, dass einst rentable
|
||
wohnortnahe Kliniken in wirtschaftliche Schieflage geraten sind.
|
||
Hierbei steht nur noch der Abrechnungsfall und nicht der Mensch
|
||
im Mittelpunkt. Die AfD Sachsen-Anhalt fordert, das DRG System
|
||
zu
|
||
überdenken.
|
||
Es
|
||
sichert
|
||
offenbar
|
||
keine
|
||
bedarfs-
|
||
und
|
||
leistungsgerechte Versorgung für den Patienten.
|
||
|
||
5. Den Rettungsdienst wieder zur schnellen medizinischen Hilfe
|
||
machen!
|
||
|
||
Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes stehen Tag für Tag das Leben
|
||
und die Gesundheit der Bürger. Der Rettungsdienst leistet einen
|
||
unschätzbar
|
||
wertvollen
|
||
Beitrag
|
||
zu
|
||
Gesundheitssorge
|
||
und
|
||
Gefahrenabwehr. Die Hilfsfrist in Sachsen-Anhalt kann aber durch
|
||
den Rettungsdienst schon seit langem nicht mehr flächendenkend
|
||
eingehalten werden.
|
||
Die AfD setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass die Hilfsfrist
|
||
durch den Rettungsdienst eingehalten werden kann. Das bedeutet
|
||
mehr Dezentralisierung der Rettungswachen und eine Ausweitung
|
||
der Luftrettung. Das Sicherheitsempfinden der Bürger hängt nicht
|
||
nur davon ab, wie schnell die Polizei vor Ort sein kann, sondern
|
||
auch davon, wie schnell in medizinischen Notfällen geholfen
|
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werden kann. Für den Patienten zählt jede Sekunde. Wir fordern
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daher weiterhin, mobile Ersthelfer (First Responder) flankierend
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zum Rettungsdienst auf freiwilliger Basis in das Notrufsystem
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aufzunehmen. Der mögliche Einsatz von Sonderwarneinrichtungen
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für Ersthelfer ist hierbei ebenfalls zu prüfen. Auf Initiative
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der AfD ist diese Forderung bereits in zwei Landkreisen und einer
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Kreisfreien Stadt erfolgreich umgesetzt worden.
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6. Besser Vorsorgen!
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Das beste Gesundheitssystem ist eines, das so wenig wie möglich
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in Anspruch genommen wird. In Deutschland besteht Einigkeit
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darüber, dass Prävention neben der kurativen Medizin, der
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Rehabilitation und der Pflege zu einer vierten Säule im
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Gesundheitswesen ausgebaut werden soll. Prävention vermeidet
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nicht nur Krankheiten, sondern steigert auch die Lebensqualität
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und die Lebensdauer. Durch entsprechende Förderprogramme und
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Angebote in Schulen wollen wir erreichen, dass Kinder und junge
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Erwachsene von vornherein über die Risiken einer ungesunden
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Lebensführung aufgeklärt werden und dieses zu einer gesunden
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Lebensführung anregt. Wir möchten die allgemein verbreitete
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Fragestellung: „Ich bin erkrankt, was mache ich jetzt?“ durch
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die Fragestellung „Wie werde ich gar nicht erst krank?“ ersetzen.
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Die Rahmenvereinbarung zum Präventionsgesetz in Sachsen-Anhalt,
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die im Jahr 2016 unterzeichnet wurden ist, verpflichtet das Land,
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dafür Sorge zu tragen, dass alle Kommunen und Kreise in die Lage
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versetzt werden, diese Mittel abzurufen und zu verwenden. Wir
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unterstützen ebenso den Schul- und Vereinssport, da diese
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Bereiche einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit darstellen. Wir
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möchten
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kostenfreies
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Schulessen
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nach
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DGE-Zertifizierungen
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anbieten, sodass unseren Kindern unabhängig vom Einkommen der
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Eltern ein gesundes Wachstum ermöglicht wird.
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7. Mehr Unabhängigkeit von Importen – auch in der Medizin!
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Die erste Auseinandersetzung mit dem neuen Corona-Virus im
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Frühjahr 2020 hat uns gezeigt, dass in einer solchen Lage allein
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die Nationalstaaten handlungsfähig und in der Lage sind,
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Schutzmaßnahmen zu organisieren. Auch für den Fall, dass wir
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einmal mit einem gefährlicheren Virus als dem Covid-19-Erreger
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konfrontiert werden, müssen wir sicherstellen, dass Deutschland
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sich in einer solchen Krise medizinisch versorgen kann.
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Wir fordern deshalb, die Produktion medizinischer Güter in
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Deutschland gezielt darauf auszurichten, dass wir unabhängiger
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von instabilen Regierungen oder von fragwürdigen Interessen
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Dritter
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werden.
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Einheimische
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Unternehmen
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sollen
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stärker
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eingebunden werden. Eine gemeinsame Produktstrategie und
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Konzeption müssen flankierend begleitet werden. Angesichts der
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Dimension und der Kosten der Abhängigkeit von fernen Märkten,
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lohnt sich ein solches Konzept auch für die Volkswirtschaft. Wie
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in der Landwirtschaft und damit bei der Ernährung unserer
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Bevölkerung so streben wir auch bei versorgungsrelevanten
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Medikamenten nach größtmöglicher Unabhängigkeit vom Weltmarkt.
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8. Ärzte aufs Land holen!
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Wir wollen die medizinische Versorgung, auch in den ländlichen
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Gebieten Sachsen-Anhalts flächendeckend sicherstellen. Durch den
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Landarzt-, Facharzt- und Notarztmangel sowie eine älter werdende
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Gesellschaft, stehen die ländlichen Regionen schon jetzt vor
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großen Herausforderungen. Um regionale Versorgungslücken zu
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schließen, wollen wir ein neuartiges Landarztstipendienmodell
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entwickeln. Medizinstudenten verpflichten sich gegenüber einer
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Kommune, nach der Zulassung als Arzt eine gewisse Zeit im Gebiet
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dieser Kommune zu arbeiten. Im Gegenzug erhalten sie während
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ihrer Studienzeit ein Stipendium. Um eine Mehrbelastung der
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Kommunen zu vermeiden, soll das Programm durch das Land
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finanziert werden. Die Kommunen können die zweckgebundenen
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Mittel abrufen.
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9. Mehr Medizinstudenten!
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Die AfD fordert, den weiteren Ausbau der Studienkapazitäten an
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den Universitäten des Landes. Der Aufwuchs an Studienplätzen
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sollte mindestens 25 % betragen. Das Potential an Studenten ist
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gegeben. Wir wollen auch dafür Sorge tragen, dass unsere
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Universitäten unabhängig von dem bürokratischen und oft nicht
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fachgerechten NC-System mehr engagierte Studienbewerber direkt
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annehmen.
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Menschliche Pflege
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10. Pflegeberufe aufwerten – Pflegenotstand beheben!
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Sachsen-Anhalts
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Pflegebranche
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leidet
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unter
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akutem
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Fachkräftemangel. Die Zahl alter und pflegebedürftiger Menschen
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steigt ständig an, während die Zahl der Fachkräfte stagniert.
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Wir
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wollen
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uns
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dafür
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einsetzen,
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dass
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der
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zukünftige
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Pflegepersonalbedarf auf Basis der Ermittlung des individuellen
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Pflegebedarfs der Patienten und Bewohner abgeleitet wird und so
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Pflegepersonaluntergrenzen für alle medizinischen Bereiche
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festgelegt werden.
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Angesichts der enormen Belastungen, die mit Pflegeberufen
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verbunden sind, wollen wir die finanziellen Rahmenbedingungen
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verbessern und uns unter anderem dafür einsetzen, dass die
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Gehälter zwischen Ost und West angeglichen werden. Um der Pflege
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eine Stimme zu verleihen und die Rechte der Pflege zu stärken,
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fordern wir, dass die Pfleger selbst darüber abstimmen können,
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ob sie die Errichtung einer Pflegekammer für Sachsen-Anhalt
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wünschen.
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11. Pflege zuhause fördern – Familienzusammenhalt stärken!
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Die Pflege zuhause hat gegenüber der Pflege im Heim entscheidende
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Vorteile. Der alte Mensch verbleibt in seiner gewohnten
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Umgebung, die Kosten für die Allgemeinheit bleiben überschaubar
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und der Sinn von Familie, nämlich Solidarität zu spenden, wird
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wieder deutlich. Wir sehen den herrschenden Trend, mehr und mehr
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Aufgaben der Familie dem Staat aufzubürden, kritisch und wollen
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deshalb auch auf dem Gebiet der Pflege dafür sorgen, dass
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umgekehrt die Familie wieder mehr von dem übernimmt, was sie
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schon immer geleistet hat und was sie auch besser leisten kann
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als der Staat.
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Deshalb wollen wir die häusliche Pflege besser honorieren und
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Anreize setzten, Angehörige zuhause zu pflegen. Angesichts der
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hohen Kosten, die ein Pflegeplatz im Heim erzeugt, sind die
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Vergütungen für pflegende Familienangehörige noch zu niedrig.
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Wir fordern auch eine höhere Anrechnung von Pflegeleistungen
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innerhalb der Familie auf die Lebensleistung und somit auf die
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spätere Rentenzahlung. Außerdem muss die Eigenbeteiligung in der
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stationären Pflege begrenzt werden. Im Bereich des Wohnungs- und
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Städtebaues muss der demografische Wandel berücksichtigt werden,
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um der alternden Bevölkerung den individuellen Zugang zum
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gesellschaftlichen Leben so lange es geht zu ermöglichen.
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12. Ein Lebensende in Würde - Palliativmedizin ausbauen!
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Schwerstkranke Menschen und Sterbende haben Anspruch auf eine
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spezialisierte palliative Versorgung. Die Palliativmedizin hat
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das Ziel, die Folgen einer Erkrankung zu lindern, wenn keine
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Aussicht auf Heilung mehr besteht. Jeder Bürger hat das Recht,
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sein Leben in Würde und ohne Schmerzen beenden zu können. Um
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dies für jeden schwerstkranken Menschen in Sachsen-Anhalt
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gewährleisten zu können, setzen wir uns für eine flächendeckende
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ganzheitliche
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palliativmedizinische
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Versorgung
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ein.
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Der
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spezialisierte Bedarf wie die Unterbringung in Hospizen oder auf
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Palliativstationen, selbst eine palliative Versorgung Zuhause,
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kann in Sachsen-Anhalt momentan noch nicht gedeckt werde. Wir
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werden daher das palliativmedizinische Angebot nachhaltig
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ausbauen.
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Inhaltsverzeichnis
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Vorwort……………………………………………………………..……………………………………………………………..…………S. 1-3
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63
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I Corona………………………………………………………………………………………………………………………………….……S. 4-8
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II Familien & Soziales………………………………………………………………………………………………………………….S. 9-15
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||
III Einwanderung & Integration…………………………………………………………………………………………..……S. 16-20
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||
IV Bildung, Kultur & Wissenschaft………………………………………………………………………………….………..S. 21-28
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||
V Inneres & Recht………………………………………………………………………………………………………….………..S. 29-36
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||
VI Landesentwicklung & Verkehr………………………………………………………………………………..…………...S. 37-45
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VII Wirtschaft & Finanzen…………………………………………………………………………………….…………..….….S. 46-51
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||
VIII Energie, Umweltschutz & Landwirtschaft………………………………………………….……………….…..…S. 52-57
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||
IX Gesundheit……………………………………………………………………………………………………………..…………..S. 58-62
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