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Activate LSA: Wahlprogramme + ingest + frontend (#2) Brings Sachsen-Anhalt online as the second supported Bundesland after NRW. Closes the gap that issue #2 left open: with the PortalaAdapter already in place from c7242f8, this commit adds the reference data and flips the activation switch. Wahlprogramme (LTW Sachsen-Anhalt 06.06.2021) - Six PDFs added under app/static/referenzen/{cdu,spd,gruene,fdp,afd, linke}-lsa-2021.pdf, plus paged plain-text extractions under app/kontext/*.txt for the keyword fallback search. - Sources verified by hand: - CDU "Unsere Heimat. Unsere Verantwortung." (cdulsa.de, 82 pages) - SPD "Zusammenhalt und neue Chancen" (FES library, 77 pages) - GRÜNE "Verlässlich für Sachsen-Anhalt" (gruene-lsa.de, 164 pages) - FDP "Wahlprogramm zur Landtagswahl 2021" (Naumann-Stiftung, 76 pages) - AfD "Alles für unsere Heimat!" (klimawahlen.de mirror, 64 pages) - LINKE "Wahlprogramm zur Landtagswahl 2021" (dielinke-sachsen-anhalt.de, 88 pages) - The CDU PDF was the trickiest: KAS blocks bot downloads via Cloudflare; the cdulsa.de copy was located by an autonomous web search and verified to be byte-identical with the official document. Embeddings indexed (in production container, OpenAI-compatible DashScope embeddings via the existing index_programm pipeline): - CDU 134, SPD 145, GRÜNE 183, FDP 100, AfD 64, LINKE 143 chunks - Total LSA: 769 new chunks alongside the existing 775 NRW chunks and 335 federal Grundsatzprogramm chunks. wahlprogramme.py - WAHLPROGRAMME["LSA"] populated with all six parties (canonical fraction codes, original titles, page counts). embeddings.py - PROGRAMME extended with the six new "<partei>-lsa-2021" entries that the indexer pipeline expects. bundeslaender.py - LSA flipped to aktiv=True. The frontend dropdown will now offer Sachsen-Anhalt as a selectable bundesland and analyzer.get_bundesland_ context() will produce a real LSA prompt block (CDU/SPD/FDP as governing fractions, all six landtagsfraktionen). End-to-end smoke test (live in production container before commit) - Adapter: PortalaAdapter.search() returned current Anträge of März 2026 (LINKE + GRÜNE) with correct titles and PDF URLs. - Semantic search for an LSA "ÖPNV in der Altmark" sample antrag matched LINKE S.53, SPD S.68, FDP S.52 — all three with similarity > 0.6 and topical hits (Regionalisierungsmittel, ÖPNV-Förderprogramm, Wasserstoffnetz). Resolves issue #2. Co-Authored-By: Claude Sonnet 4.6 <noreply@anthropic.com>
2026-04-07 22:12:32 +02:00
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Alles für unsere
Heimat!
Programm der AfD-Sachsen-Anhalt zur
Landtagswahl 2021
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1
Vorwort
Vor fünf Jahren ist die Alternative für Deutschland mit 24,3%
der Stimmen erstmals in den Landtag von Sachsen-Anhalt
eingezogen,
und
dies
bei
einer
stark
gestiegenen
Wahlbeteiligung. Bürger, die jahrzehntelang nicht mehr zur Wahl
gegangen sind, haben im März 2016 Hoffnung geschöpft und sich
wieder beteiligt, weil sie erkannt haben: Dank der AfD haben sie
wieder eine Wahl!
Seit dem Einzug der AfD in den Landtag sind die Altparteien nicht
mehr unter sich. Seitdem müssen sie Widerspruch dulden. Seitdem
wird im Parlament wieder richtig debattiert. Die AfD hat die
Demokratie gestärkt.
Wenn man uns fragt, was wir denn in den letzten Jahren erreicht
haben, so sagen wir an erster Stelle: Eben dies, dass der Bürger
sich nicht mehr länger mit dem faden Einheitsbrei der Altparteien
abfinden muss, die sich kaum noch unterscheiden. Endlich hat der
Bürger ein Alternativangebot. Wir setzen der herrschenden
Politik, die gegen unsere Interessen gerichtet ist, eine Politik
für die Interessen unseres Volkes entgegen.
Wenn die Regierung nach dem Prinzip „Geld spielt keine Rolle“
zehntausende Wohlstandsmigranten ins Land holt, dann sind wir
die einzigen, die widersprechen!
Wenn die Regierung selbst Ausländer ohne Aufenthaltstitel nicht
abschiebt, fordern wir die konsequente Abschiebung aller
Ausländer, die sich illegal hier aufhalten. Dadurch haben wir
z.B. erreicht, dass der Gefährder Ayman N. aus Bitterfeld
abgeschoben wurde.
Wenn die Regierung zulässt, dass die Gewaltkriminalität durch
zügellose Masseneinwanderung steigt und Deutsche wie der
Wittenberger Marcus Hempel totgeschlagen werden, dann sorgt die
AfD für Aufklärung und unterstützt die Opfer und ihre
Hinterbliebenen.
Wenn die Regierung uns ein unnatürliches Familien- und
Gesellschaftsbild aufzwingen will und unsere Kinder schon in der
KITA
einer
perversen
Frühsexualisierung
unterzieht,
dann
entlarven wir die im Hintergrund stehende Ideologie des „Gender
Mainstreaming“ und klären auf, wieviel Steuergeld die Regierung
für diese Wahnidee herausschmeißt, nämlich im Schnitt pro Jahr
um die 300 Millionen Euro!
Wenn die Regierung die Klagen der Ausbildungsbetriebe und
Universitäten über die immer schlechter werdende Qualifikation
der Schulabgänger ignoriert, hört die AfD zu. Wir haben als
einzige im Landtag vertretene Partei immer wieder pädagogische
Fehlentwicklungen
angesprochen
und
angemahnt,
das
Leistungsniveau an unseren Schulen wieder anzuheben!
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2
Wenn die Regierung jeden Bürger, der grundsätzliche Kritik übt,
als
„Rechtsextremisten“
oder
„Verschwörungstheoretiker“
diffamiert und linke Programme fördert, die nichts anderes tun,
als Krieg gegen die eigene Bevölkerung zu führen, dann hält die
AfD als einzige politische Kraft dagegen. Wir verteidigen die
Meinungsfreiheit gegen linkes Denunziantentum und haben im
Landtag die linke Vereinsmafia unablässig unter Druck gesetzt.
Wenn die Regierung glaubt, in Deutschland und Sachsen-Anhalt das
Weltklima zu retten und dafür nicht nur die Bürger mit ständig
steigenden Preisen für Strom-, Sprit und Heizöl belastet,
sondern über den Kohleausstieg ganze Industriezweige auch und
gerade in Sachsen-Anhalt in den Ruin treibt, dann widerspricht
die AfD und fordert ein Ende der Abzocke bei Strom, Sprit und
Heizöl!
Und wenn die Regierung die Auswirkungen des neuen Corona-Virus
systematisch übertreibt, die Bürger einsperrt, ihnen einen
Maulkorb verpasst und die Wirtschaft an die Wand fährt, dann
widersprechen wir nicht nur im Landtag, sondern geben dem Bürger
auch auf der Straße eine Stimme! Die AfD hat als einzige Partei
im ganzen Land Demonstrationen
gegen
den
Corona-Irrsinn
durchgeführt.
Diese Aufzählung ließe sich noch lange fortsetzen, doch das
Muster ist immer das Gleiche: Während die Regierung in Kauf
nimmt, dass unser Wohlstand schwindet, unsere Sicherheit
verloren geht und das Leben in Sachsen-Anhalt schlechter wird,
stemmt sich die AfD mit aller Kraft dagegen. Auch wenn wir nur
wenige von unseren Anträgen durchgebracht haben: Allein durch
unseren Widerstand haben wir viel aufgehalten! Gäbe es uns nicht,
wäre die Regierung anders mit den Bürgern umgesprungen.
Wir sind unverzichtbar, denn die Linken bieten keine Opposition,
sondern nur eine noch radikalere Variante der Regierungspolitik.
Mit dem Linken würde der Niedergang noch beschleunigt. Deren
Politik würde zu noch mehr Einwanderung führen, zu noch höheren
Steuern, zu noch höheren Energiepreisen, zu noch mehr Verboten
- und die versprochenen höheren Sozialleistungen könnte niemand
bezahlen. Am Ende stünden Armut und Elend, Kriminalität und
Verfall - der totale Zusammenbruch.
Einzig und allein wir, die AfD in Sachsen-Anhalt, sind bereit,
mit der grundfalschen Politik gegen das eigene Volk auch
grundsätzlich zu brechen. Wir brauchen keine Politik, die unter
fadenscheinigen Vorwänden unsere Freiheit, unsere Sicherheit und
unseren Wohlstand vernichtet; eine Politik, die uns bevormundet
und uns vorschreibt, wie wir zu denken haben; eine Politik, die
gesunde Einstellungen wie Familiensinn und Nationalgefühl
bekämpft, als wären sie eine Gefahr; eine Politik, die
Wahnvorstellungen propagiert, Angst verbreitet und Panik schürt,
um ihre Maßnahmen zu rechtfertigen.
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3
Wir, die AfD-Sachsen-Anhalt, das sind normale Bürger mit
gesunden Ansichten aus allen Schichten des Volkes. Wir wollen,
dass unser Steuergeld wieder für unsere Interessen ausgegeben
wird! Also: Schulen statt Flüchtlingsheime, mehr Geld für die
Kommunen und für die Familien statt für Gender-Indoktrination
und Antirassismus-Programme, mehr Geld für unsere Sicherheit
statt für die Verfolgung unbescholtener Bürger. Wir können
selbst denken und brauchen keinen Staat, der uns dabei betreut.
Wir fordern unsere volle Meinungsfreiheit und all unsere
Bürgerrechte zurück!
Wir rufen Euch auf: Geht am 6.6.2021 zur Wahl und wählt AfD! Je
stärker die AfD in den Landtag einzieht, desto besser geht es
unseren Bürgern! Je stärker die Alternative für Deutschland ist,
desto mehr Politik für Deutschland wird möglich.
Was genau wir erreichen wollen, erklären wir in diesem Programm,
unserem Wahlprogramm zur Landtagswahl 2021. Es enthält die
Forderungen, die unsere Fachpolitiker zusammengetragen und im
Lichte unserer Erfahrungen der letzten Jahre entwickelt haben.
Uns eint der Wille, das, was die Minister der Regierung nur
schwören, aber nicht ernst meinen, Wirklichkeit werden zu
lassen: Pflichterfüllung, Gerechtigkeit und eine Politik zum
Wohle des eigenen Volkes!
Gez. Martin Reichardt, Vorsitzender der AfD-Sachsen-Anhalt
Gez. Oliver Kirchner, Spitzenkandidat der AfD-Sachsen-Anhalt zur
Landtagswahl 2021
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4
I Freiheit und Wohlstand verteidigen Corona-Irrsinn
stoppen!
1.
Fakten
statt
Panikmache
für
eine
rationale
Risikoabschätzung!
Seit Anfang 2020 breitet sich ein neuartiges Virus in Deutschland
aus. Während wir in den ersten Monaten noch nicht richtig
wussten, wie gefährlich genau dieses Virus ist, geben die Studien
und Statistiken mittlerweile ein deutliches Bild: Es ist kein
Killervirus! Seine Sterblichkeitsrate bewegt sich im Rahmen
einer schweren Grippewelle. Betroffen sind vor allem Alte und
Menschen mit Vorerkrankungen. Wer unter 70 und gesund ist, spürt
in den meisten Fällen nichts von der Infektion und läuft kaum
Gefahr, schwer zu erkranken oder gar zu versterben. Unbeirrt von
diesen Erkenntnissen aber schürt die Regierung Ängste und
übertreibt systematisch den Ernst der Lage und die von dem neuen
Virus ausgehenden Gefahren. Wir lehnen diese irrationale Politik
ab und fordern, eine rationale Risikoabschätzung auf breiter
Basis, bei der nicht nur die Analysen einiger weniger
Wissenschaftler und Institute herangezogen werden. Stimmen aus
den Kommunen wie die Amtsärztin des Landkreises Stendal oder der
Oberbürgermeister
von
Magdeburg,
die
mit
guten
und
wirklichkeitsbasierten
Argumenten
die
herrschende
Corona-
Politik hinterfragen, müssen gehört werden. Ebenso müssen der
Schaden
und
Nutzen
der
Maßnahmen
transparenter
und
in
nachvollziehbarer Weise gegeneinander abgewogen werden. Es kann
nicht sein, dass aus Angst vor einer hypothetischen Überlastung
des Gesundheitssystem hunderttausende Bürger überlastet und in
den Ruin getrieben werden.
2. Den Eindämmungswahnsinn eindämmen!
Angesichts der geringen Gefährlichkeit des Corona-Virus sind die
von der Landesregierung verfügten Einschränkungen, die die
gesamte Bevölkerung treffen, völlig unverhältnismäßig. Um die
Risikogruppen zu schützen, muss nicht das gesamte öffentliche
Leben heruntergefahren werden. Wir fordern daher, alle Corona-
Verordnungen der Landesregierung außer Kraft zu setzen! Schluss
mit den Corona-Sondergesetzen! Wir wollen unser normales Leben
zurück! Wer eine Ansteckung fürchtet, kann in Privatinitiative
Restaurants,
Kinos
oder
Sportstätten
meiden,
hygienische
Maßnahmen ergreifen oder sich zuhause isolieren. Es geht aber
nicht an, dass die Regierung die Bürger bevormundet und ihnen
untersagt, ins Restaurant, ins Kino oder ins Fitnessstudio zu
gehen oder sich mit anderen zu treffen. Was eingedämmt werden
muss, ist nicht die Ausbreitung des Corona-Virus, sondern die
Panikmache und der Eindämmungswahnsinn der Regierung!
3. Impfpflicht verhindern Die Impfentscheidung muss frei sein!
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5
Normalerweise benötigt die Entwicklung eines Impfstoffs mehrere
Jahre. Soviel Zeit ist nötig, um Nebenwirkungen und Spätfolgen
abschätzen
zu
können
und
alle
Genehmigungsverfahren
zu
durchlaufen. Die neuartigen Impfstoffe gegen das Corona-Virus
dagegen wurden in wenigen Monaten entwickelt. Von einer
ausreichenden Testung kann nicht die Rede sein. Hinzu kommt,
dass diese Impfstoffe anders als herkömmliche Impfstoffe nicht
auf einer Immunantwort auf abgeschwächte Erreger beruhen,
sondern völlig neuartige Verfahren einsetzen, um den Körper zur
Produktion von Antikörpern anzuregen. All das sollte uns
skeptisch stimmen. Erste Berichte von allergischen Reaktionen
und Todesfällen im Zusammenhang mit den Impfungen zeigen uns:
Der Impfstoff birgt ein nicht einschätzbares Risiko. Aufgrund
der geringen Gefährlichkeit des Corona-Virus ist es keinesfalls
klar, was der Gesundheit mehr schadet: die Impfung oder die
Infektion.
Wir lehnen deshalb eine Impfpflicht, und sei es auch nur für
einzelne Berufsgruppen, strikt ab. Die Risikoeinschätzung, ob
einem eher die Impfung oder die Infektion schaden könnte und die
daraus folgende Entscheidung für oder gegen eine Impfung hängt
von der individuellen Situation ab und muss deshalb jedem
Einzelnen überlassen bleiben. Eine staatlicherseits verordnete
Impfpflicht wäre ein unverantwortliches Menschenexperiment. Wir
werden deshalb allen Versuchen, landesgesetzlich die Impfung
gegen das Corona-Virus zur Pflicht zu machen, Widerstand
leisten. Ebenso werden wir, wo immer es möglich ist, verhindern,
dass in der Privatwirtschaft Bürger zu Impfungen gedrängt oder
gezwungen werden.
4.
Keine
Bevorzugung
von
Geimpften
Bürgerrechte
und
Grundrechte gelten für alle!
Statt einer strengen Impfpflicht fordern einige Vertreter der
Altparteien
Anreize
für
höhere
Impfquoten,
indem
die
Einschränkungen exklusiv für Geimpfte gelockert werden. Wir
lehnen es ab, in dieser Weise Druck auf die Bürger auszuüben.
Dies ist schon allein deshalb unsinnig, weil noch nicht einmal
klar ist, ob Geimpfte nicht auch ansteckend sind. Unabhängig
davon aber gelten Bürger- und Grundrechte für alle. Wir wenden
uns
nicht
nur
gegen
jeden
Versuch,
eine
solche
Ungleichbehandlung
staatlicherseits
einzuführen,
sondern
werden, wo immer es möglich ist, solche Versuche in der
Privatwirtschaft unterbinden.
5. Die Demokratie braucht die Urnenwahl!
Die Landesregierung hat unter Ausnutzung der Corona-Panik Ende
2020 ein Gesetz durchgebracht, das es ermöglicht, die komplette
Landtagswahl 2021 als Briefwahl durchzuführen. Die Entscheidung
darüber liegt in den Händen der Landeswahlleiterin. Wenn sie
befindet, dass eine sog. „pandemische Lage“ besteht, wird auf
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6
Briefwahl umgestellt. Das ist ein Bruch mit grundlegenden
Prinzipien unserer Demokratie! Nicht ohne Grund ist die
Urnenwahl im Wahllokal das unangefochtene Leitbild jeder
demokratischen Wahl. Die Öffentlichkeit gewährleistet, dass die
Wahlen geheim abgehalten werden, weil nur im Wahllokal
sichergestellt ist, dass der Wähler tatsächlich die Möglichkeit
hat, unbeobachtet zu wählen. Damit wird auch die Freiheit der
Wahl geschützt, denn nur, wer im Geheimen wählt, ist wirklich
frei in der Entscheidung. Die Transparenz der Urnenwahl im
Wahllokal wirkt zudem Manipulationen jeder Art entgegen. Die
Briefwahl dagegen öffnet Manipulationsversuchen Tür und Tor.
Findet die Abgabe der Wahl nicht zwischen Kabine und Urne statt,
sondern auf dem normalen Postweg, können Wahlbriefe verschwinden
oder Stimmen von Geisterwählern abgegeben werden. Aus diesen
Gründen bestehen schwere verfassungsrechtliche Bedenken dagegen,
eine ganze Landtagswahl als Briefwahl abzuhalten. Wir teilen
diese Bedenken und lehnen es deshalb nicht nur ab, die
Landtagswahl komplett als Briefwahl durchzuführen; wir wollen
zum Schutze unserer Demokratie die Möglichkeiten der Briefwahl
generell einschränken und dafür sorgen, dass künftig nur noch
derjenige per Briefwahl wählen kann, der glaubhaft macht, am
Wahltag aus triftigen Gründen verhindert zu sein. Briefwahl soll
nur demjenigen, der sonst nicht an der Wahl teilnehmen könnte,
eine Wahlmöglichkeit verschaffen, es darf aber nicht dazu
kommen, dass jeder Bürger nach Gutdünken entscheiden kann, ob er
per Brief oder im Wahllokal wählt.
6. Intensivkapazitäten ausbauen
Die Altparteien begründen die massiven Einschränkungen der
Corona-Verordnungen
damit,
dass
bei
einer
ungebremsten
Ausbreitung des Virus die Intensivstationen überlastet würden
und deshalb die Einschränkungen notwendig seien. Was sie
verschweigen: Schon bei der Grippewelle 2018 waren die
Intensivstationen überlastet, ohne dass die Politik damals
reagiert
hätte,
im
Gegenteil.
Intensivkapazitäten
wurden
weiterhin
systematisch
abgebaut.
Wenn
also
unser
Gesundheitssystem
durch
die
Corona-Infektionswelle
zusammenzubrechen
droht,
dann
liegt
das
nicht
an
der
Gefährlichkeit des Corona-Virus, sondern an den Altparteien, die
unser
Gesundheitswesen
kaputtsparen
und
einem
ungesunden
Profitdruck aussetzen.
Anstatt ganze Wirtschaftszweige zu vernichten, hätte ein
Bruchteil der so verursachten Schadenssumme genügt, um die
Intensivkapazitäten an unseren Krankenhäusern auszubauen. Für
die Zukunft wollen wir deshalb dafür sorgen, dass unsere
Krankenhäuser auf Epidemien aller Art besser vorbereitet sind.
Wir müssen uns von der Idee verabschieden, dass die Krankenhäuser
im Sinne des Profitgedankens immer maximal ausgelastet sein
müssen. Krankenhäuser müssen im Gegenteil während des
Normalbetriebs immer auch für den Krisenfall Überkapazitäten
vorhalten.
Hier
zeigt
sich
einmal
mehr,
dass
die
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7
betriebswirtschaftliche Logik für das Gesundheitswesen nicht
geeignet ist. Wir wollen deshalb mehr Personal in der
Intensivpflege aufbauen. Unter Normalbedingungen wird das zu
einem
höheren
Personalschlüssel,
einer
geringeren
Arbeitsbelastung und einer besseren Pflegequalität führen.
Unter Krisenbedingungen ist sichergestellt, dass das System
nicht zusammenbricht.
7. Risikogruppen schützen!
Während die Corona-Infektion bei jungen Menschen und Menschen
mittleren Alters kaum schwere Verläufe nimmt, steigt dieser
Anteil bei Personen über 80 Jahre stark an. Fast 90 % der positiv
getesteten Corona-Verstorbenen sind im Alten- und Pflegebereich
zu verzeichnen. Wir wollen uns deshalb darauf konzentrieren,
diese Gruppe besonders zu schützen, anstatt allen anderen
unsinnige Einschränkungen zuzumuten.
Dazu wollen wir die Betroffenen und ihre Angehörigen über
sinnvolle
Schutzmaßnahmen
aufklären.
An
Bedürftige
und
Niedrigrentner sollen auf Antrag Taxigutscheine für den Weg zum
Arzt oder zum wöchentlichen Einkauf ausgegeben werden, damit sie
eine Ansteckung im öffentlichen Nahverkehr vermeiden können.
Kostenfreie FFP-2 Masken sollten direkt per Post zugesendet
werden. Auch spezielle Einkaufszeiten für die betroffenen
Gruppen haben sich in anderen Ländern bewährt und sind ein
probates Mittel, um Infektionen bei Risikogruppen zu vermeiden.
8. Schluss mit dem Schnelltest-Irrsinn!
Bei den Corona-Massentests werden Menschen ohne jegliche
Symptome auf Corona getestet, wobei völlig symptomlose und also
unproblematische Infektionen nachgewiesen werden, was den
Infektionswert in die Höhe treibt und eine krisenhafte Situation
suggeriert, die in der Realität aber nicht vorliegt. Hinzu kommt
die hohe Fehlerquote von etwa 4% falsch-positiven Ergebnisse bei
den üblichen Schnelltests: Bei 10.000 Getesteten ohne Corona-
Infektion würden also 400
fälschlicherweise
als positiv
angezeigt. Auf diese Weise entsteht allein durch die Massentests
zwangsläufig der Eindruck einer gefährlichen Pandemie. Wir
lehnen deshalb solche Massenschnelltests ab. Testungen sollten
nur bei symptomatischen Patienten erfolgen, um eine Corona-
Infektion als Ursache der Beschwerden auszuschließen.
9. Keine Besuchsverbote!
Besuchsverbote in Altenheimen sind kein geeignetes Mittel, um
Risikogruppen zu schützen. Dauerhafte Isolation schwächt das
Immunsystem und sorgt dafür, dass alte Menschen anfälliger für
Infektionen werden. Der rege Kontakt mit Angehörigen ist für
viele ältere Menschen ein Lebenselixier. Der Familienbesuch
sollte deshalb verantwortungsvoll und geplant stattfinden. Bei
direktem Kontakt kann das Tragen einer FFP2 oder FFP3 Maske unter
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8
Berücksichtigung der Arbeitsschutzhinweise sinnvoll sein. Auch
die grundsätzlichen Hygieneregeln sollten Voraussetzung für den
Besuch sein.
10. Konzentrierter Schutz der Pflegeeinrichtungen
Im Interesse der Patienten, aber auch in ihrem eigenen Interesse,
müssen
die
Mitarbeiter
von
Pflegeeinrichtungen
besonders
geschützt werden. Die Belegung von Doppel- und Mehrbettzimmern
ist falls möglich zu reduzieren. Zusätzlich müssen Mitarbeiter
von Pflegeeinrichtungen mit den notwendigen Hygieneartikeln
versorgt sein. Ein unnötig häufiger Wechsel der Pfleger-
Patienten-Beziehung ist zu vermeiden. Durch eine landeseigene
Produktion
von
Schutzkleidung,
Medikamenten
und
Desinfektionsmitteln wären Lieferengpässe und Wucherpreise wie
im Frühjahr 2020 vermeidbar gewesen.
11. Schaden ersetzen!
Die
Regierung
hat
durch
die
unverhältnismäßigen
und
überflüssigen
Corona-Eindämmungsmaßnahmen
einen
enormen
wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Sie hat dabei ihre
Pflicht, Schaden vom Volk abzuwenden und seinen Nutzen zu mehren,
verletzt. Wir finden deshalb, dass die Regierung nach Art von
Schadensersatz umfassende Zahlungen an die Geschädigten leisten
muss. Diese Zahlungen sind keine „Hilfen“, die gnädigerweise
gewährt werden, sondern sollen den Schaden wieder gut machen,
den die Regierung selbst mit ihren Maßnahmen verursacht hat.
Diese Zahlung sind daher so zu bemessen, dass sie in jedem Fall
den Zustand herzustellen, der bestehen würde, wenn das
schädigende Ereignis nicht
eingetreten
wäre. Bei
länger
bestehenden
Unternehmen
ist
zur
Gewinnermittlung
ein
Durchschnittswert der letzten Jahre zu bilden. Bei Neugründungen
im Jahr 2019 oder 2020 sind branchenübliche Durchschnittswerte
zugrunde zu legen.
II Familien fördern
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9
1.
Bevölkerungsschwund als Problem begreifen!
Der sogenannte demographische Wandel ist ein Euphemismus für die
Vergreisung und das Aussterben der deutschen Bevölkerung. Diese
gesellschaftliche Fehlentwicklung ist der etablierten Politik
schon seit über vier Jahrzehnten bekannt, allein es fehlt der
Wille zur Lösung, und die Altparteien sind blind für die
Ursachen.
Kinder
gelten
in
unserer
Gesellschaft
als
verzichtbares Karrierehemmnis, als Belastung und Einschränkung
der persönlichen Freiheit. Dieser Eindruck wird durch eine
hedonistische Lebensweise und fehlende politische Rückendeckung
für Familien ebenso verstärkt, wie durch die nachweislich
falsche Darstellung, dass man die dramatischen Folgen des
Geburtenrückgangs durch Einwanderung ausgleichen könne.
Die Geburtenrate liegt in Deutschland seit Mitte der 70er Jahre
weit unterhalb des Niveaus zur Bestandserhaltung. Bei einer
Geburtenrate von 1,5 Kindern je Frau, ist jede Generation Kinder
um ca. 25% kleiner als die ihrer Eltern. In Sachsen-Anhalt liegt
die Geburtenrate bei 1,56 Kindern. Fehlende Kinder und
Abwanderung
machen
Sachsen-Anhalt
zum
demographischen
Krisengebiet.
Wir wollen dem durch klare Wertentscheidungen begegnen: Wir
werden das schleichende Aussterben der deutschen Bevölkerung
nicht länger als „demographischen Wandel“ beschönigen, sondern
als das bezeichnen, was es ist! Wir bekennen uns zur
traditionellen Familie bestehend aus Mutter, Vater und Kindern
und stellen uns damit entschieden gegen die herrschende
Familienfeindlichkeit. Einwanderung ist nicht in der Lage, den
Geburtenrückgang auszugleichen. Wir werden dies im öffentlichen
Diskurs verankern und werden uns bei der Ausrichtung unserer
Förderpolitik
und
unserer
sonstigen
sozialpolitischen
Entscheidungen daran orientieren.
2. Willkommenskultur für unsere Kinder!
Wir brauchen in Deutschland und vor allem in Sachsen-Anhalt eine
Willkommenskultur für Kinder, da gerade unser Flächenland unter
den Auswirkungen einer verfehlten Familienpolitik leidet. Damit
in
Sachsen-Anhalt
auch
künftig
die
Spielplätze
durch
Kinderlachen allen Altersgruppen Lebensfreude bereiten, müssen
staatliche Verwaltungsstrukturen mehr für Familien leisten.
Statt abertausende Euros an Steuergeld für ideologischen Unsinn
wie „Gleichstellungsbeauftragte“ auszugeben, soll diese Stelle
durch einen „Familienbeauftragten“ ersetzt werden. Dessen
Aufgabe soll die stetige Prüfung und Weiterentwicklung von
Familienfreundlichkeit sein.
Neue gesetzliche Regelungen und Verordnungen müssen dann durch
die Ministerien und Verwaltungsebenen daraufhin geprüft werden,
--- PAGE 11 ---
10
ob Familien dadurch benachteiligt oder stärker belastet werden.
Sachsen-Anhalt kann nur zum Familienland werden, wenn jegliche
Anstrengung unternommen wird, um Familien zu entlasten und zu
unterstützen. Dazu gehört auch die Überarbeitung bestehender
Gesetze,
um
die
Familienfreundlichkeit
dauerhaft
zu
gewährleisten.
3. Elternrechte in die Landesverfassung!
Befeuert durch die Vereinten Nationen wird zurzeit darüber
diskutiert, Kinderrechte in der Verfassung zu verankern. Das mag
gut klingen, dahinter verbirgt sich jedoch nichts anderes als
der Versuch des Staates, der dann als Sachwalter der Kinderrechte
auftritt, in das Familienleben einzugreifen und den Eltern die
Erziehungshoheit
streitig
zu
machen
bis
hin
zur
Kindesentziehung. Um die Rechte der Kinder gegen einen
übergriffigen Staat zu schützen, wollen wir deshalb die
Elternrechte in die Landesverfassung schreiben. Wir werden uns
für einen neuen Absatz 1a im Artikel 11 der Verfassung des Landes
Sachsen-Anhalt einsetzen, der da lauten soll: „Pflege und
Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und
die zuerst ihnen obliegende Pflicht.“
4. Freier Eintritt für Familien!
Sachsen-Anhalt ist reich an Kultur, ob Denkmäler, Burgen,
Schlösser oder Kirchen! Zum Erhalt unserer Kultur gehört es auch
die
nächste
Generation
an
unsere
historischen
Schätze
heranzuführen. In den Familien wird Geschichte erlebt und
weitergegeben. In der Familie werden Traditionen bewahrt. In den
Familien diskutiert man über die Vergangenheit. Viele Eltern
wollen ihren Kindern unsere kulturellen Errungenschaften vor Ort
erlebbar machen, werden dabei allerdings oftmals durch hohe
Eintrittspreise abgeschreckt. Wir fordern deshalb kostenlose
Kultur für unsere Familien mit dem Sachsen-Anhalt-Pass. Dieser
ermöglicht allen in Sachsen-Anhalt wohnhaften Familien mit
mindestens einem Kind die Kulturgüter (Burgen, Schlösser, Museen
usw.) kostenfrei zu besuchen und sich weiterzubilden. Weiterhin
fordern wir kostenlosen Eintritt für Schüler in öffentlichen
Bädern, da diese als Orte von Sport und Gemeinschaft gerade für
Jugendliche besonders wichtig sind.
5. Freie Fahrt für unsere Schüler!
Wir
werden
uns
für
die
Einführung
eines
landesweiten
Schülertickets
einsetzen.
Dieses
wird
Schülern
von
der
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11
Grundschule
über
die
Sekundarschulen
bis
zum
Gymnasium
ermöglichen, kostenlos den öffentlichen Personennahverkehr
einschließlich der Bahn in ganz Sachsen-Anhalt zu nutzen. Dieses
Ticket soll jedoch nicht nur der Schülerbeförderung dienen, auch
Teilnehmer der anerkannten Freiwilligendienste (FSJ, FÖJ, BFD,
IJFD u.a.) sollen dieses für ganz Sachsen-Anhalt geltende Ticket
nutzen dürfen. Mit diesem Ticket werden wir alle Eltern
gleichermaßen entlasten, unnötige Fahrten einsparen und den
Nahverkehr weiter stärken.
6. Linke Agitation gegen Familien und politische Beeinflussung
beenden!
Linke Parolen wie „Still loving Volkstod“, Aufrufe zum
„Geburtenstreik“, Werbung für einen Schwangerschaftsabbruch bis
zum neunten Monat oder gar die Diskreditierung und Umdeutung von
Lebensschützern als Fundamentalisten greifen immer mehr Raum.
In
einer
Sendung
von
„Funk“,
einem
Online-Angebot
des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks, kamen junge Frauen zu Wort,
die „keinen Bock“ auf Kinder haben. Zwei von ihnen nutzten die
öffentliche Plattform um von ihrer Sterilisation zu berichten.
Der linke Zeitgeist zersetzt mehr und mehr das tradierte Leitbild
von Familien und verunsichert Kinder bzw. Jugendliche. Um dem
entgegenzusteuern,
fordern
wir,
dass
Vereine,
die
dem
Gemeinwesen
schaden,
keine
steuerlichen
und
finanziellen
Vorteile
genießen
dürfen.
Der
Gesetzgeber
ist
aus
dem
Grundgesetz zum Schutz der Familie verpflichtet. Daher kommt dem
ungeborenem Leben und Familiengründungen für Verfassung, Staat
und Gesellschaft eine besondere Bedeutung zu. Wir fordern
deshalb weiterhin, dass der Programmauftrag des öffentlich-
rechtlichen
Rundfunks,
durch
Anpassung
des
Rundfunkstaatsvertrags der Länder, durch Hervorhebung der
Bedeutung von Familien gerecht wird.
Auch
deshalb
fordern
wir
die
strikte
Neutralität
von
Sozialarbeitern,
Erziehern
und
Lehrern
im
Rahmen
ihrer
Tätigkeit. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen soll deren
Schulung und Charakterbildung im Sinne einer selbstbestimmten
Persönlichkeit dienen. Hier ist kein Platz für politische
Einflussnahmen und Indoktrination.
7. Schluss mit der perversen Frühsexualisierung!
Unter dem Deckmantel der Toleranz nehmen linke Ideologen die
Seelen unserer Kinder ins Visier. So wird beispielsweise im
Rahmen eines Aktionsplanes der Landesregierung mittels eines
sogenannten Kita-Koffers der „Normalitätsbegriff der Familie ein
Stück weit hinterfragt“, wie die Verantwortlichen selbst
freimütig erklären.
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Ziel dieser Kampagnen ist es, mehr Akzeptanz für Homo- und
Transsexuelle
bei
den
Jüngsten
im
Kindergarten-
oder
Grundschulalter einzuwerben. Dies geht zu weit! Die Hoheit über
die Bewertung und Einordnung von Lebensmodellen und Formen der
Sexualität liegt so lange bei den Eltern, und bei niemandem
sonst, bis die Kinder ein eigenes Interesse an diesen Themen
entwickeln. Die AfD lehnt jede Form der Frühsexualisierung und
jedwede Agitation von Kleinkindern und Grundschülern im Sinne
devianter Formen von Sexualität ab. Deshalb werden wir alle
staatlichen Kampagnen und Programme einstellen, die eine
frühsexualisierte Vereinnahmung von Kindern zum Ziel haben.
8. Ungeborenes Leben schützen!
Eine unerwartete Schwangerschaft kann, je nach Lebenssituation,
schnell zu vielschichtigen Problemlagen von Frauen und werdenden
Müttern führen. Vor diesem Hintergrund werden in Deutschland
jährlich circa 100.000 Abtreibungen vorgenommen, wobei davon
über 3.000 auf Sachsen-Anhalt entfallen.
Trotz Konfliktberatungen entscheiden sich viele betroffene
Frauen aus einer Notsituation heraus für eine Abtreibung. Genau
diesen Frauen und Familien wollen wir helfen, die Entscheidung
nicht auf eben dieser Grundlage treffen zu müssen. Deshalb werden
wir eine breit aufgestellte Unterstützungsstruktur für ungewollt
Schwangere schaffen.
Soweit keine medizinischen oder kriminologischen Gründe für die
Beratung ursächlich sind, fordern wir, dass den zu beratenden
schwangeren Frauen das Angebot von Ultraschalluntersuchungen
ihres ungeborenen Kindes verpflichtend zu unterbreiten sind. Die
anerkannten
Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen
sind
weiterhin
gesetzlich
dazu
zu
verpflichten,
bei
jeder
Schwangerschaftskonfliktberatung den schwangeren Frauen ein
gesondertes schriftliches
Verzeichnis
der in ihrem Fall
individuell
möglichen
Unterstützungsleistungen
organisatorischer und finanzieller Art (einschließlich der
jeweiligen Anlaufstelle) zu übergeben.
9. Familiengründung auch in schwierigen Phasen unterstützen!
Viele Paare bleiben in Deutschland trotz Kinderwunsch ohne
eigenen Nachwuchs. Statistisch betrachtet waren noch nie so
viele Partner ungewollt kinderlos wie aktuell. Während die
Krankenkassen aktuell auch
bei
nicht
medizinischer
oder
kriminologischer Indikation Schwangerschaftsabbrüche bezahlen,
sobald die Frauen gewisse Einkommensgrenzen unterschreiten,
müssen Paare für reproduktionsmedizinische Maßnahmen wie etwa
eine künstliche Befruchtung die Hälfte der Kosten selbst tragen.
Das kann nicht sein! Wir fordern, dass die Krankenkassen
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13
sinnvolle
und
aussichtsreiche
reproduktionsmedizinische
Maßnahmen als Regelleistungen übernehmen. Weiterhin fordern wir,
kinderlosen Paaren die Adoption zu erleichtern und bei ungewollt
Schwangeren für die Möglichkeit der Adoption als Alternative zur
Abtreibung zu werben.
10. Sport frei für unsere Kinder!
In unserem Bundesland steigen die Zahlen der übergewichtigen
Kinder. Um dieser negativen Tendenz entgegenzuwirken, die
Familien finanziell zu entlasten und dem Vereinssport Nachwuchs
zu verschaffen, soll jedes Kind bis zur Vollendung des 25.
Lebensjahr die Möglichkeit erhalten in einem Sportverein seiner
Wahl
kostenfrei
mitzuwirken.
Die
Kosten
des
normalen
Mitgliedsbeitrags erstattet das Land dem Sportverein.
11. Eigener Herd ist Goldes wert
In
einem
Kennzahlenvergleich
der
Organisation
für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) landet
Deutschland bei der Wohneigentumsquote gerade mal auf dem
vorletzten Platz. Doch selbst dieses schlechte Ergebnis wird von
Sachsen-Anhalt
unterboten.
Dabei
handelt
es
sich
bei
selbstgenutztem Wohneigentum um einen wichtigen Baustein zur
Vorbeugung von Altersarmut und Vermögensungleichheit. Wir wollen
deshalb durch eine gezielte Förderung die Wohneigentumsquote der
deutschen Bevölkerung in Sachsen-Anhalt deutlich steigern. Wir
werden daher Förderinstrumente auflegen, um eine proaktive
Wohneigentumsquote einzuleiten.
Hierbei werden Ehepaare mit mindestens einem Kind, die das 40.
Lebensjahr noch nicht vollendet haben, einen zinsvergünstigten
Kredit bis zu einer Höhe von 300.000 € zum Bau oder Kauf von
selbstgenutztem Wohnraum zur Verfügung gestellt. Für das erste
nach Ausschüttung des Kredites geborene Kind, werden dem Ehepaar
10.000 € des Kredites erlassen und für jedes weitere 20.000 €.
12. Für kostenfreie Kitaplätze und kostenfreies Schulessen!
Egal ob Rente oder Gesundheitsumlage - ohne Kinder und damit
zukünftige Beitragszahler werden diese Solidarsysteme der
Vergangenheit angehören. Deshalb ist es unabdingbar, dass das
Gemeinwesen den Mehrwert von Kindern anerkennt und einen Rahmen
schafft, damit die einseitige finanzielle Belastung gerecht
verteilt wird. Wir fordern, dass Krippen und Kindergärten ab dem
ersten Kind kostenlos sind. Auch die Mittagsverpflegung muss für
alle Kinder selbstverständlich kostenfrei dazugehören. Für alle
Schulen ist die Mittagsverpflegung ebenfalls kostenfrei auf
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hoher
Qualität
vorzuhalten.
Schulessen
muss
ausgewogen,
schmackhaft und nahrhaft sein.
13. Geburten honorieren Baby-Willkommensgeld einführen!
In Sachsen-Anhalt wurden im Jahre 2019 gerade einmal 16.618
Kinder geboren. Das war der niedrigste Wert seit 1996 und gleicht
die Sterbefälle nur zur Hälfte aus. Dieses Geburtendefizit muss
dringend ausgeglichen werden, um unseren Wohlstand und unsere
Kulturtradition zu erhalten.
Als Anreiz für mehr Kinder werden wir ein Baby-Begrüßungsgeld in
Höhe von 2000 € für die ersten beiden Kinder und von 4000€ für
jedes weitere Kind einführen, um so diejenigen zu unterstützen,
die Mut zu Kindern und Verantwortung als Eltern beweisen. Die
Zugangsvoraussetzung
ist
die
deutsche
Staatsbürgerschaft
mindestens eines Elternteils und ein fester Erstwohnsitz beider
Eltern in Sachsen-Anhalt seit mindestens einem Jahr. Die Summe
wird in zwei Raten überwiesen. Die erste Hälfte des genannten
Geldbetrages wird nach der angezeigten Geburt und die andere
Hälfte zum vollendeten dritten Lebensjahr des Kindes ausbezahlt.
Im Sinne des Kindeswohls soll zudem Voraussetzung sein, dass
alle empfohlenen medizinischen Vorsorgeuntersuchungen bis zum
dritten Lebensjahr (U1 bis U7a) wahrgenommen wurden.
14. Erziehungsleistung würdigen!
Wir fordern ein landeseigenes Kindergeld! Dieses soll den Namen
Familiengeld tragen und wird insbesondere Mehr-Kinder-Familien
finanziell stärken. Ab Geburt des Kindes erhalten Eltern für ihr
erstgeborenes Kind 50 Euro, für ihr zweitgeborenes Kind
monatlich 150 Euro. Für jedes weitere Kind 250 Euro. Dabei
entsprechen
die
Zugangsvoraussetzungen
des
Bezuges
den
Voraussetzungen des Baby-Willkommensgeldes.
15. Rentengerechtigkeit für Ostdeutschland!
Nach inzwischen über 30 Jahren deutscher Einheit gibt es
weiterhin große Ungerechtigkeiten bei der Berücksichtigung
zusätzlicher Betriebsrenten von ehemaligen Ostbeschäftigten. Wir
fordern
daher
eine
angemessene
und
solidarische
Abfindungszahlung für die Renten- und Versorgungsansprüche die,
den 17 betroffenen Berufs- und Personengruppen der ehemaligen
DDR (u. a. Reichsbahner, Postbeschäftigte, Krankenschwestern
aber
auch
für
die
nach
DDR-Recht
geschiedenen
Frauen)
vorenthaltenen wurden. Im Rahmen einer Fondslösung sind den
Betroffenen pauschalisierte Einmalzahlungen in angemessener Höhe
zu gewähren. Bei der Bemessung dieser Zahlungen soll nach
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15
Möglichkeit
an
die
zurückgelegte
Betriebszugehörigkeit
angeknüpft werden.
Wir werden uns dafür einsetzen, dass Sachsen-Anhalt auf
Bundesratsebene eine Initiative startet, die darauf abzielt,
eine angemessene, der Lebensleistung entsprechende Lösung zu
finden und die Ungerechtigkeiten bei der Überleitung der
Ostrenten zu beseitigen!
16. Volle Integration von Menschen mit Behinderung ermöglichen!
Ziel der AfD ist es, allen Menschen mit Behinderung ein freies
und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Hierzu soll die
nötige Barrierefreiheit überall dort hergestellt werden, wo es
heute noch mangelt. Auch hier müssen Öffentlicher Dienst und
Verwaltung mit bestem Beispiel vorangehen. Der Zugang zu
Behörden muss grundsätzlich genauso barrierefrei sein, wie
behördliche Informationen, Anträge und Formulare. Nachteile von
beispielsweise blinden, hochgradig sehbehinderten, gehörlosen
Menschen oder schwerstbehinderten Kindern müssen angemessen
finanziell
ausgeglichen
sein.
Da
die
hierzu
derzeit
ausgereichten Mittel nicht genügen, will die AfD ausreichende
Aufstockungen erwirken. Ferner möchte die AfD die Akzeptanz
gegenüber einer Beschäftigung
von
Menschen mit
schweren
Behinderungen weiter stärken. Hierzu sollen gemeinsam mit den
Arbeitgebern und den zuständigen Stellen weiterhin geeignete
Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden.
17. Modernes Trauern ermöglichen!
Die Bestattungsbranche entwickelt sich wie jede andere auch und
versucht die Trauer durch neue Formen für die Hinterbliebenen so
würdevoll wie nur möglich zu gestalten. Immer wieder kommt es
jedoch
zu
Einschränkungen
durch
nicht
zeitgemäße
Bestattungsgesetze. Wenn es der Wunsch des Verstorbenen war, den
Hinterbliebenen ein Erinnerungsstück anfertigen zu lassen, so
muss die individuelle Freiheit gewährleistet sein. Auch die
Bestattung von sogenannten Sternenkindern muss Einzug in die
Trauerkultur halten.
III Illegale Zuwanderung stoppen - Einwanderung
einschränken!
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1. Aslyforderer zentral unterbringen!
Das Land Sachsen-Anhalt und die betroffenen Kommunen müssen
Asylforderer unterbringen und verpflegen. Die Unterbringung kann
zentral in Gemeinschaftsunterkünften oder dezentral in Wohnungen
erfolgen. Die AfD fordert eine Unterbringung von Asylforderern
in zentralen Unterkünften. Im Interesse von Bürgern und
Bewohnern der Unterkünfte, ist die Lage der Unterkünfte so zu
wählen,
dass
Konfliktpotentiale
vermieden
werden.
Von
Innenstadtlagen ist daher Abstand zunehmen. Bei der Auswahl der
Standorte, ist dem das Wohl der ansässigen Bürger höchste
Bedeutung beizumessen! Aslyforderern muss klar sein, dass sie
in Deutschland nur ein Gastrecht auf Zeit genießen. Nach der
Ablehnung eines Asylantrages sowie dem Wegfall der Fluchtursache
muss umgehend die Rückkehr in das jeweilige Heimatland erfolgen.
Insbesondere auch das geltende Recht sagt uns, dass Sachsen-
Anhalt nicht die Heimat für illegale und ausreisepflichtige
Einwanderer ist.
2. Asylforderer an den Kosten beteiligen!
Die
Unterbringung
und
Verpflegung
von
Asylantragstellern
verzehrt Jahr für Jahr Steuergelder in Millionenhöhe Geld, das
dann für die Belange der einheimischen Bevölkerung fehlt.
Während einheimische Harz-IV-Bezieher ihre Ersparnisse bis auf
einen kleinen Notgroschen aufzehren müssen, bevor sie staatliche
Gelder erhalten, werden Asylforderer für die von ihnen
verursachten Kosten nicht herangezogen. Wir wollen deshalb, dass
Bargeldbestände, die Asylforderer im Zuge einer illegalen
Einreise mit sich führen, vollständig festgestellt und für deren
Unterbringung und Verpflegung herangezogen werden. Erst danach
dürfen deutsche Steuergelder für diese Zwecke in Anspruch
genommen werden.
3. Sachleistungen statt Geldleistungen!
Der im Vergleich zu den Herkunftsländern gut ausgebaute deutsche
Sozialstaat lockt seit Jahrzehnten Millionen zumeist illegaler
Einwanderer
nach
Deutschland.
Besondere
Anziehungskraft
entfalten dabei die üppigen Geldleistungen für Asylforderer.
Deshalb fordern wir, dass in Sachsen-Anhalt im Einklang mit
dem
Asylbewerberleistungsgesetz
Geldleistungen
für
Asylforderer ausnahmslos durch Sachleistungen ersetzt werden.
Durch die konsequente Umsetzung des Sachleistungsprinzips und
die damit verbundene Abschaffung finanzieller Fehlanreize
beenden
wir
in
Sachsen-Anhalt
die
Sogwirkung
deutscher
Sozialleistungen für illegal eingewanderte Asylantragsteller.
Wir bieten wirklich politisch Verfolgten selbstverständlich
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17
Schutz, können aber keinesfalls jeden mit deutschem Wohlstand
versorgen, dem die Lebensumstände in seiner Heimat missfallen!
4. Gesundheitskarte für Asylforderer abschaffen!
Aslyforderer können nach ihrer Aufnahme eine elektronische
Gesundheitskarte beantragen, die ihnen kostenfreien Zugang zu
umfänglichen
Leistungen
im
deutschen
Gesundheitssystem
ermöglicht. Bei der Ausgabe elektronischer Gesundheitskarten
handelt es sich um eine Kann-Bestimmung, eine entsprechende
Rahmenvereinbarung zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und den
Landesverbänden der Krankenkassen ist also nicht zwingend
erforderlich. Aus diesem Grunde fordert die AfD eine Beendigung
der Ausgabe von Gesundheitskarten an Asylforderer in Sachsen-
Anhalt. Statt eines freien Zugangs zu allen Leistungen unseres
Gesundheitssystems soll eine kontrollierte, bedarfsgerechte
medizinische Versorgung vorgehalten werden, die den Status eines
zeitlich begrenzten Aufenthalts in Deutschland im Blick behält.
5. Flächendeckende Anschaffung von Passprüfgeräten
Die AfD fordert, dass die Meldestellen in Sachsen-Anhalt
flächendeckend mit Dokumentenprüfgeräten ausgerüstet werden.
Pässe,
die
von
Aslyforderern
vorgelegt
werden,
sollen
ausnahmslos auf Echtheit geprüft werden, um Passfälschungen und
damit verbundenen Asylbetrug aufzudecken und konsequent zu
ahnden.
Gleiches
gilt
für
vorgelegte
ausländische
EU-
Personaldokumente. Bislang nicht auf Echtheit geprüfte Pässe
sollen nach Anschaffung der Prüfgeräte nachträglich erneut
vorgelegt und untersucht werden.
6. Konsequente Altersfeststellung
Während bei der einheimischen Bevölkerung immer mehr gespart
wird, wird das von den Bürgern hart erarbeitete Steuergeld mit
vollen
Händen
für
sogenannte
„Unbegleitete
minderjährige
Flüchtlinge“ (UMA) ausgegeben. Allein in den Jahren 2016 bis
2021 liegen die von der Kenia-Koalition eingeplanten Ausgaben
für UMA in Sachsen-Anhalt bei etwa 210 Millionen Euro. Doch das
ist nur die Spitze des Eisbergs: Hinzu kommen weitere verdeckte
UMA-Kosten in Millionenhöhe. Die meisten UMA haben aufgrund
ihrer illegalen Einreise kein Asylantragsrecht und müssten
eigentlich umgehend abgeschoben werden. Viele dieser zumeist
jungen Männer machen bewusst falsche Altersangaben, um den
begehrten Schutzstatus als Minderjährige zu erlangen und in den
Genuss der UMA-Betreuungsleistungen zu kommen. Deshalb fordern
wir, dass alle zur Verfügung stehenden medizinischen Mittel
(u.a.
Zahnuntersuchung,
Röntgen
der
Handwurzel
und
des
Schlüsselbeins) genutzt werden, um das wahre Alter angeblicher
UMA festzustellen. Die medizinischen Untersuchungen müssen
verpflichtend durchgeführt werden.
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7. Asyl- und Integrationsindustrie den Geldhahn zudrehen!
EU- und nicht EU-Ausländer, die legal nach Deutschland einreisen
und sich in Sachsen-Anhalt ansiedeln, müssen sich den hiesigen
Verhältnissen anpassen. Illegale Einwanderer und vorübergehend
bleibeberechtigte Ausländer sollen dagegen nicht integriert
werden, weil sie Deutschland zeitnah verlassen müssen. Vor
diesem Hintergrund fordert die AfD die Streichung aller durch
das Land Sachsen-Anhalt finanzierten Maßnahmen der Asyl- und
Integrationsindustrie.
Im
Alternativen
Haushalt
der
AfD-
Landtagsfraktion wurden allein in den Jahren 2017 bis 2019 im
Bereich „Asyl und Integration“ Einsparmaßnahmen in Höhe von etwa
250 Millionen Euro gefordert. Gestrichen werden sollen auch
zukünftig
Integrationsmaßnahmen
im
Landeshaushalt
wie
„Verbesserung der Situation von Migrantinnen, Migranten und
Flüchtlingen
durch
Beratung,
Betreuung,
Integration
und
interkulturelle
Öffnung“
(4,5
Millionen
Euro)
oder
„Verkehrserziehung
für
Flüchtlinge“
(365.000
Euro).
Die
eingesparten Steuergelder sollen zum Wohle der einheimischen
Bevölkerung verwendet werden.
8. Ausreisepflichtige konsequent abschieben!
Illegale Einwanderer und rechtskräftig abgelehnte Asylbewerber
müssen unverzüglich abgeschoben werden. Wir lehnen die Praxis,
gegenüber
ausreisepflichtigen
Ausländern
großzügige
Duldungstatbestände
anzuwenden,
grundlegend
ab.
Unser
Aufenthaltsrecht
ist
so
liberal
und
kennt
so
viele
Verzögerungsmöglichkeiten für illegale Einwanderer, dass jeder,
der ausreisepflichtig abgeschoben werden muss, auch abgeschoben
werden sollte. Institutionen, Initiativen und Vereinen, die
Ausreisepflichtige
bei
der
Vereitelung
ihrer
Abschiebung
unterstützen, muss jegliche staatliche Förderung entzogen
werden.
Außerdem
muss
die
Zahl
der
Abschiebehaftplätze
signifikant erhöht werden. Aus diesem Grund hat die AfD
Landtagsfraktion bereits in ihrem Alternativen Haushaltsplan
2019
insgesamt
15
Millionen
Euro
zur
Durchführung
aufenthaltsbeendender Maßnahmen zur Verfügung gestellt.
9. Schluss mit der Willkommenspropaganda!
Das Land Sachsen-Anhalt braucht eine „Willkommenskultur“ für
deutsche Kinder und nicht für Asylforderer. Deshalb wollen wir
die
linksliberale
Willkommenspropaganda
beenden
und
die
entsprechenden Maßnahmen im Landeshaushalt wie etwa „Förderung
lokaler Willkommenskultur für Flüchtlinge und Neuzuwandernder“
(Haushalt 2017-2018: 3,2 Millionen Euro) oder „Willkommenskultur
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in Sachsen-Anhalt (Willkommensbehörden)“ (Haushalt 2017-2019:
1,4
Millionen
Euro)
streichen.
Anstelle
einer
„Willkommenskultur“
inklusive
„Willkommensbehörden“
und
multikultureller
Propaganda
braucht
Sachsen-Anhalt
die
konsequente Abschiebung aller nicht Asylberechtigten. Dies
geschieht auch mit dem Ziel, die notwendigen Mittel für die
Versorgung tatsächlich Asylberechtigter verfügbar zu haben.
10. EU-Armutseinwanderung stoppen!
Der deutsche Sozialstaat lockt zahlreiche Armutseinwanderer aus
EU-Ländern nach Sachsen-Anhalt. Bislang hat das Land Sachsen-
Anhalt die damit verbundenen gesellschaftlichen Probleme und
Konflikte und deren Ursachen nicht in den Griff bekommen. Wir
fordern die Erarbeitung und Umsetzung von Maßnahmen, die
geeignet sind, den finanziellen und gesellschaftlichen Druck auf
EU-Armutseinwanderer so weit zu erhöhen, dass sie Sachsen-Anhalt
verlassen und in die Länder zurückkehren, aus denen sie gekommen
sind. Alle rechtlich bestehenden Möglichkeiten sollen genutzt
werden, um Armutseinwanderung nach Sachsen-Anhalt soweit als
möglich zu verhindern.
11. Einbürgerung braucht hohe Hürden!
Die Landesregierung „begrüßt, unterstützt und ermutigt“ auf
ihrem Internetauftritt Ausländer zum Erwerb der deutschen
Staatsbürgerschaft und wirbt damit, dass eine Einbürgerung
„viele Vorteile“ mit sich bringe, unter anderem den Erhalt von
„Ausweisungs- und Auslieferungsschutz“. Die Einforderung von
kulturellen Anpassungsleistungen und Sprachkenntnissen als
Bringschuld
jedes
Ausländers
vor
der
Möglichkeit
einer
Einbürgerung findet sich auf den Netzseiten der Landesregierung
hingegen nicht. Die AfD wird sich nicht damit abfinden, dass
deutsche Pässe in Sachsen-Anhalt wie Ramschware feilgeboten
werden. Stattdessen sollen die Behörden angehalten werden, bei
beantragten Einbürgerungen den ihnen zustehenden jeweiligen
Ermessensspielraum maximal restriktiv zu nutzen, wenn die
Antragsteller
nicht
ausreichende
Integrationsleistungen
vorweisen.
Einbürgerungen
sollen
nicht
nach
Art
von
Vorschusslorbeeren am Beginn der Integration, sondern erst am
Abschluss einer erfolgreichen Integration stehen.
12. Nein zu Muezzin und Minarett!
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20
Der Islam gehört weder zu Sachsen-Anhalt noch zu Deutschland.
Der Islam hat unsere Geschichte und Kultur nicht geprägt und ist
als politische Religion mit seinem vormodernen Scharia-System
und
den
darin
enthaltenen
Rechtsregeln
mit
unserem
abendländischen Staatsverständnis nicht vereinbar. Die Glaubens-
und Gewissensfreiheit aus Art 4 Abs. 1 GG und die staatliche
Gewährleistung einer ungestörten Religionsausübung aus Art. 4
Abs. 2 GG gelten zwar auch für Moslems, sind jedoch in den
letzten Jahrzehnten durch fragwürdige Interpretation zu einem
Supergrundrecht
aufgebläht
worden.
Wir
wollen
die
Religionsfreiheit wieder auf angemessene Maßstäbe zurückführen.
Sie zwingt uns nicht, jeden Wunsch der Islamlobby zu erfüllen.
Moscheen müssen nicht als orientalische Prunkbauten weithin
erkennbar sein, ein Muezzinruf ist zur Gewährleistung der freien
Religionsausübung für Moslems auch nicht unabdingbar. Wir werden
alle
Möglichkeiten
ausschöpfen,
den
Einfluss
dieser
kulturfremden Religion in unserem Land zu beschränken, soweit
dies rechtlich zulässig ist. Wir sind nicht gezwungen, in unseren
Kantinen
halal-Essen
anzubieten,
die
Verstümmelung
von
Neugeborenen zu dulden oder die Unterdrückung von Frauen zu
akzeptieren.
IV Bildung statt Indoktrination!
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Bildung statt Indoktrination
1) Optimale Förderung für alle!
Aktuell herrscht eine starke Tendenz zur Nivellierung der
Bildungsstandards und zur Vereinheitlichung des Bildungssystems.
Eine Auswahl der Schüler nach Leistung ist zunehmend verpönt.
Die
Einführung
einer
gymnasialen
Oberstufe
an
Gemeinschaftsschulen bedeutet einen weiteren Schritt Richtung
Einheitsschule und Einheitsgymnasium. Die AfD tritt dagegen für
eine leistungsdifferenziertes mehrgliedriges Schulsystem ein.
Wir wollen das Gymnasium stärken und wieder zu dem machen, was
es war: Die Schulform, die zur Universität führt und nicht von
mehr als 25% eines Jahrgangs besucht werden muss. Weiterhin
wollen wir in der nächsten Legislatur die Wiedereinführung von
Hauptschule und Realschule prüfen. Die Förderung unserer Kinder
gelingt am besten, wenn sie entsprechend ihren Neigungen und
Fähigkeiten in möglichst homogenen Klassenverbänden unterrichtet
werden.
2) Keine Inklusions-Experimente an unseren Kindern!
Das Experiment „Inklusion“, also der gemeinsame Unterricht von
behinderten Kindern mit normal begabten Kindern und die
Abschaffung der herkömmlichen Förderschulen, ist auf ganzer
Linie gescheitert. Die behinderten Kinder erhalten nicht die
Aufmerksamkeit,
die
sie
benötigen,
finden
unter
ihren
Mitschülern keinen Anschluss, lähmen den Unterrichtsfortgang und
bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Gerade behinderte
Kinder benötigen eine speziell auf ihre Situation abgestimmte
Pädagogik, wie sie nur an Förderschulen möglich ist. Allein die
AfD will die Bildungspolitik der Inklusion unverzüglich beenden
und die Förderschulen ausbauen.
3) Leistung muss sich wieder lohnen!
Unser gesamtes Bildungssystem krankt daran, dass schon seit
Jahrzehnten das Leistungsniveau kontinuierlich absinkt. Das
Abitur befähigt immer seltener zu einem akademischen Studium,
Realschulabsolventen können immer häufiger nur unzureichend
lesen, schreiben und rechnen, der Hauptschulabschluss ist nur
noch Ausdruck pädagogischer Gnade, aber kaum noch Nachweis
irgendeiner
Qualifikation.
Universitäten
und
Lehrbetriebe
schlagen Alarm die Altparteien aber ignorieren das Problem.
Die AfD will durch Einführung landesweiter Mathematikolympiaden,
Sprachenwettbewerbe
und
naturwissenschaftliche
Forschungswettbewerbe unsere Schüler zu Ehrgeiz und harter
Arbeit an sich selbst anregen. Auch herausragende Leistungen bei
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regulären Prüfungen wollen wir durch Preise und Belobigungen
besser auszeichnen und herausstellen. Der gute Schüler muss
wieder zum Vorbild für seine Klassenkameraden werde.
4) Sonderklassen für Flüchtlingskinder
Kinder gehören in die Schule! Auch Flüchtlingskinder, die ihre
Heimat verlassen mussten, sollten nicht gezwungen sein, die Zeit
ihres Aufenthalts in Deutschland ohne Schulbildung vergeuden zu
müssen. Deshalb ist die AfD aus Gründen der Humanität dafür,
Kindern von vorerst - nicht ausreisepflichtigen Flüchtlingen
Schulunterricht
zu
erteilen,
dies
sollte
allerdings
in
Sonderklassen erfolgen. Erstens soll den Flüchtlingskindern so
die Botschaft vermittelt werden, dass Ihr Aufenthalt in
Deutschland nur ein vorübergehender ist, so lange die Flucht-
und
Verfolgungsgründe
bestehen.
Zweitens
sollen
den
Flüchtlingskindern
Lehrinhalte
ihrer
heimischen
Schulen
vermittelt werden, um ihnen den Wiedereinstieg ins heimische
Schulsystem zu erleichtern. Drittens gilt es, unsere Kinder von
den vielfältigen Belastungen freizuhalten, die sich beim
gemeinsamen Unterricht mit Kindern aus völlig fremden Kulturen
ergeben würden. Die Lehrkräfte für diese Klassen sind, wenn
möglich, auch aus dem Kreis der Flüchtlinge zu rekrutieren.
5) Mehr Sport- und Schwimmunterricht!
Sport bietet einen Ausgleich zur schulischen Kopfarbeit und
vermittelt die Erfahrung, sich selbst überwinden und leistungs-
und wettkampforientiert an Herausforderungen wachsen zu können.
Bewegung und der Gewinn an Koordination, Ausdauer und Kraft
vitalisieren
die
Gesamtpersönlichkeit
und
wirken
Aufmerksamkeitsdefiziten
sowie
der
durch
Reizüberflutung
bedingten Nervosität entgegen. Nirgendwo erprobt ein Kind seine
natürliche Körperlichkeit so intensiv wie in den vielfältigen
Disziplinen des Sports. Mannschaftssport bildet zudem das
Miteinander
und
Zusammenspiel
aus
und
stärkt
das
Gemeinschaftsempfinden. Deshalb wollen wir den Sportunterricht
auf ganzer Linie fördern! Wir wollen sicherstellen, dass in jeder
Jahrgangsstufe in jeder Schulform pro Woche mindestens vier
Stunden Sportunterricht stattfinden. In jeder Jahrgangsstufe in
jeder Schulform muss Schwimmen ein fester Bestandteil des
Sportunterrichts
sein.
Angesichts
des
besorgniserregenden
Rückgangs der Schwimmfähigkeit werden wir uns dafür einsetzen,
dass bereits in der Kita Schwimmkurse erteilt werden.
6) Pensionierte Lehrer einstellen!
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Unser Schulsystem krankt an Lehrermangel. Während sich nach wie
vor allzu wenige Abiturienten für ein Lehrerstudium entscheiden,
verfügen
pensionierte
Lehrer
über
einen
immensen
Erfahrungsschatz im Unterricht ihrer Fächer und über hohe
Erziehungskompetenz.
Zudem
profitierten
junge
Lehrer
von
gestandenen älteren Mentoren, die aus einem reichen und
praktisch erprobten Fundus schöpfen. Fühlen sie sich belastbar
und fit genug, sollte ihnen die Möglichkeit gewährt werden, in
Ganz- oder Teilzeit weiterhin an Schulen zu arbeiten. Wir wollen
alle innerhalb der letzten drei Jahre pensionierten Lehrer und
alle Lehrer, die innerhalb der nächsten drei Jahre pensioniert
werden, kontaktieren und ihnen anbieten, auf freiwilliger Basis
entweder wieder in den Schuldienst einzusteigen oder später in
Pension zu gehen.
7) Lehrerberuf attraktiver machen!
Die tiefere Ursache des Lehrermangels liegt darin, dass der
Lehrerberuf in den letzten Jahrzehnten massiv an Attraktivität
verloren hat. Die sozialpolitische Überforderung der Institution
Schule schlägt sich in einer massiven Mehrbelastung der Lehrer
nieder, die dann als die neuen Buhmänner der Nation für das
Scheitern der Bildungspolitik verantwortlich gemacht werden. Dem
will die AfD zielgerichtet entgegenwirken. Neben der Entlastung
der Schule von sozialpolitischen Forderungen, der Beendigung der
Inklusion und der Bildung von Sonderklassen für Flüchtlingen,
wollen
wir
den
Schulbetrieb
entbürokratisieren
und
zur
Bewältigung
von
Verwaltungsaufgaben
Schulassistenten
einstellen, damit die Lehrer sich wieder voll und ganz dem widmen
können, wofür sie diesen Beruf ergriffen haben: jungen Menschen
etwas beibringen.
8) Schulen erhalten!
Während in den letzten Jahren in Sachsen-Anhalt kaum Schulen
geschlossen wurden, droht in den kommenden Jahren eine neue
Schulschließungswelle. Die Schulschließungen in Gerbstedt sind
nur ein Vorbote dessen, was auf uns zukommt. Wenn die Vorgaben
der Verordnung zur Schulentwicklungsplanung beibehalten werden
und die Bevölkerungsentwicklung so verläuft, wie in der
aktuellen Prognose vorhergesagt, werden in einigen Kreisen in
den nächsten 10 Jahren bis zur Hälfte der Grundschulen
bestandsgefährdet sein. Die AfD will deshalb die Verordnung zur
Schulentwicklungsplanung
überarbeiten
und
die
Mindestschülerzahlen absenken. Der Bestand einer Grundschule
soll nicht bis 60, sondern bis 40 Schülern gesichert sein. Der
Schulverbund muss flexibler werden: Bis zu drei Schulen, bei
einer Gesamtschülerzahl von
mindestens
100 ohne weitere
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Vorgaben. Es stimmt nicht, dass an kleinen Schulen kein guter
Unterricht möglich sein soll, im Gegenteil. In Kleingruppen
lernt es sich besser. Auch jahrgangsübergreifender Unterricht
darf kein Tabu sein, wenn wir kleine Schulen erhalten und dem
Absterben des ländlichen Raums entgegenwirken wollen.
9) Echte Bildung statt linker Indoktrination
Das Programm „Schule gegen Rassismus Schule mit Courage“ ist
entgegen seinem Titel kein Programm, das den Mut der Schüler
fördert und gegen echten Rassismus eintritt. Abgesehen davon,
dass es echten Rassismus kaum noch gibt und es deshalb wenig
Sinn macht, ihn mit großangelegten Programmen zu bekämpfen,
verbirgt sich hinter diesem Programm etwas anderes. Unter dem
Deckmantel, Rassismus zu bekämpfen, wird gegen legitime rechte
und patriotische Einstellungen vorgegangen. Schüler werden unter
Druck gesetzt, sich der Vorherrschaft linker Ideen zu beugen. So
fördert das Programm keinen Mut, sondern Duckmäusertum und
Konformismus. Wir denken, dass Schule die Schüler dazu erziehen
muss, dass sie sich im demokratischen Spektrum selbst eine
Meinung bilden. Eine einseitige Agitation für oder gegen
bestimmte politische Richtungen lehnen wir ab und fordern
deshalb, die Landesförderung des Programms „Schule gegen
Rassismus Schule mit Courage“ ersatzlos einzustellen.
10) Bildungspflicht statt Schulzwang!
Eltern ist grundsätzlich die Wahlfreiheit zwischen Schul- und
Hausunterricht für ihre Kinder einzuräumen. Die Schulpflicht ist
durch eine Bildungspflicht zu ersetzen. Voraussetzung für
Hausunterricht ist, dass der Hausunterricht durch Privatlehrer
gleiche Qualitätsstandards erfüllt wie der Schulunterricht und
dabei die gleichen Prüfungen abgelegt werden müssen. Das Recht
auf Hausunterricht ist als Elternrecht zu begreifen, die Bildung
der Kinder als Pflicht, der Schulbesuch jedoch lediglich als
freiwilliges Angebot, welches im Ermessen der Eltern mit Blick
auf das Kindeswohl wahrgenommen werden kann.
11) Heimatkunde Schulbildung nah am echten Leben!
Nur wer weiß wie seine Lebensmittel hergestellt werden, wird
diese Lebensmittel zu schätzen wissen. Viele aktuelle Debatten
zeigen, dass das Bewusstsein für Lebensmittel durch die großen
Handelsketten aus dem Blick der Gesellschaft gerückt wurde. Wir
wollen, dass jedes Kind weiß, dass hinter der Wurst beim
Fleischer der Schlachter, der Landwirt und ein Tier steht. Zu
diesem Zweck soll sowohl die Heilpflanzenpädagogik als auch der
Heimatkundeunterricht mit Praxisbezug gefördert werden. Außerdem
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25
fordern wir eine Zusammenarbeit mit der Schutzgemeinschaft
„Deutscher
Wald“
(Förderung
von
Waldlandheimen
und
Bauernverbänden) um der Jugend einen Praxisbezug zu land- und
forstwirtschaftlichen Prozessen zu ermöglichen.
Kultur statt Multikulti
12) Patriotismus fördern - Kein Staatsgeld für antideutsche
Kunst und Kultur!
Die vornehmste Aufgabe aller Kunst besteht darin, kulturelle
Identität zu pflegen. Die deutsche Identität ist so auch das
Resultat deutscher Kunst, vor allem der sich im öffentlichen
Raum vollziehenden Bühnenkunst. Leider wird die Kunst unserer
Tage dieser ihrer Verantwortung kaum noch gerecht im Gegenteil.
Tanztheaterstücke wie „Das Fremde so nah“ (Theater Dessau)
wollen uns den Sinn für die Unterscheidung zwischen der eigenen
und fremden Kultur systematisch aberziehen. Noch plumper hetzen
Stücke wie „Fear“ (Berliner Schaubühne) unverhohlen gegen die
AfD und Pegida. Bestenfalls wird auf unseren Bühnen noch
nichtssagende Unterhaltung, Abseitiges oder Internationales ohne
Bezug zu unserem Land gezeigt. Das Grundgesetz verpflichtet
uns, auch solche „Kunst“ zu akzeptiert. Das Grundgesetz
verpflichtet uns aber nicht, solche Kunst zu fördern. Die
Kunstfreiheit ist kein Anspruch, jeden Schund gefördert zu
bekommen. Deshalb will die AfD mit Staats- und Steuergeld nur
noch solche Kunst fördern, die ihrer eigenen deutschen Kultur
grundsätzlich bejahend gegenübersteht. Wir sind, wie unsere
Haushaltsanträge
gezeigt
haben,
gewillt,
auch
massive
Einschnitte zu vertreten. Wir wollen die Förderung des „Impuls-
Festivals“
für
neue
Musik
komplett
streichen
und
die
Landesförderung für die Theater mindestens halbieren. Eine
Agitation gegen das eigene Volk muss nicht durch den Staat, der
aus diesem Volk besteht, finanziert werden. In dieser Hinsicht
wie auch in weiteren Punkten der kulturpolitischen Ausrichtung
ist uns die kulturpolitische Wende, die Ungarn unter Viktor Orban
vollzieht, Vorbild und Inspiration.
13) Landeszentrale für politische Bildung gründlich
reformieren!
Die Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-
Anhalt hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer
linken Indoktrinationsanstalt entwickelt. Das zeigt sich an den
Partnern und Vereinen, die von ihnen protegiert und mit
öffentlichen Geldern ausgestattet werden. Vom „Miteinander e.V.“
über das Netzwerk „Schule ohne Rassismus“ bis hin zu diversen
Initiativen für mehr Demokratie und Toleranz, die auf das genaue
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26
Gegenteil von Demokratie und Toleranz hinwirken, steht die
Landeszentrale wie die Spinne in einem Netz linker bis
linksextremer Institutionen. Unter der Fahne des „Kampfes gegen
rechts“ beteiligt sich die Landeszentrale an der Verunglimpfung
konservativer Einstellungen und Werte und diskreditiert legitime
patriotische Positionen. Somit lässt die Landeszentrale für
politische Bildung die Neutralität vermissen, die man von einer
Landesbehörde erwarten dürfte. Sie ist nicht einmal ansatzweise
in der Lage, eine politische Bildung zu vermitteln, die zur
Stabilisierung und Funktionalität unseres Staatswesens beiträgt.
Aus diesem Grund will die AfD die Landeszentrale für politische
Bildung in der aktuellen Form abschaffen und als Alternative ein
Landesinstitut für staatspolitische Bildung und kulturelle
Identität aufbauen.
14) Brauchtum im ländlichen Raum erhalten!
Die AfD bekennt sich zur kulturellen Identität unserer Heimat.
Statt einer Landeszentrale für politische Bildung, die linken
Ungeist verbreitet, wollen wir Aktivitäten fördern, die das
Heimatgefühl und die Nationalidentität stärken. Dazu gehört,
dass Brauchtum und Traditionen erhalten werden müssen. Zu diesem
Zweck sollen Ortschaften 5 € pro Einwohner und Jahr als
ungebundene Schlüsselzuweisung für Brauchtum und Tradition vom
Land erhalten. Wofür genau innerhalb des breiten Rahmens der
Brauchtums- und Traditionspflege diese Zuweisung verwendet wird,
hat der Ortschaftsrat per Abstimmung zu beschließen.
15) Vernünftiges Deutsch durchsetzen!
Die Gendersprache mit dem großen Binnen-I („StudentIn“), x-
Endungen (Professex), Partizipialformen („Studierende“ statt
Studenten) und anderem Unsinn strebt danach, das Geschlecht aus
der Sprache zu verbannen. Die Sprache wird so dem Anliegen des
Gender mainstreaming unterstellt, eine geschlechtslose Welt zu
schaffen. Das Geschlecht soll sprachlich nicht mehr sichtbar
sein. Solchen Visionen erteilt die AfD eine klare Absage. Wir
halten an den tradierten Formen und Schreibweisen unserer
Sprache fest, weil sich darin unser Denken und unsere Identität
niedergeschlagen hat. Geschlechterrollen, auch und gerade in der
Sprache, machen unser kulturelles Leben vielfältig und spannend.
Die Genderformen erschweren außerdem das Lesen und Schreiben.
Wir wollen deshalb der Gendersprache entgegenwirken, indem wir
den amtlichen Sprachgebrauch von allen Formen befreien, die
durch feministische Ideologie oder Genderideologie motiviert
sind, und eine Richtlinie zu gutem Deutsch erlassen. An Schulen,
Gerichten, Ministerien, in der Kommunalverwaltung und im Landtag
sollen nur die bewährten traditionellen Schreibweisen der
deutschen Sprache akzeptiert werden.
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27
Wissenschaft statt Ideologie!
16) Gleichberechtigung statt Gleichstellung!
Die AfD bekennt sich zur Gleichberechtigung der Geschlechter.
Die
aktuell
an
den
Universitäten
gepflegte
Gleichstellungspolitik aber ist das genaue Gegenteil von
Gleichberechtigung, denn sie arbeitet mit der systematischen
Privilegierung von Frauen und diskriminiert gezielt Männer.
Männer werden entmutigt, eine akademische Karriere zu verfolgen.
Nicht mehr allein die Leistung, sondern vor allem das Geschlecht
entscheidet über den beruflichen Erfolg. Das Niveau der
akademischen Leistung sinkt, die Wissenschaft nimmt Schaden. Die
AfD hält gegen diesen Trend daran fest, dass bei der Vergabe von
Stipendien, bei der Besetzung von Universitätsstellen und
Lehrstühlen einzig und allein die fachliche Qualifikation den
Ausschlag geben soll. Alle Programme zur Förderung speziell von
Frauen sind einzustellen, alle Frauenquoten sind außer Kraft zu
setzen. Das Ziel der Gleichstellung ist aus dem Hochschulgesetz
zu streichen und durch Gleichberechtigung zu ersetzen. Ebenso
ist die Funktion der Gleichstellungsbeauftragten aus dem
Hochschulgesetz zu streichen.
17) Ausstieg aus dem Bologna-Prozess!
Der sog. Bologna-Prozess, also die Einführung von BA/MA-
Studienabschlüssen
nach
angelsächsischem
Modell
und
die
europaweite Angleichung der Universitätssysteme, bleibt ein
wissenschaftspolitischer Irrsinn. Die deutsche Universität gibt
von den Diplomstudiengängen im Ingenieurswesen bis hin zur
akademischen Freiheit beim Studium der Geisteswissenschaft alles
auf,
was
ihre
Stärke
ausgemacht
hat.
Statt
deutscher
akademischer Kultur bieten unsere Universitäten nur noch einen
billigen
Abklatsch
des
angelsächsischen
Originals.
Die
Universitäten müssen, gerade um international attraktiv zu sein,
original und authentisch sein. Deshalb strebt die AfD den
Ausstieg aus dem Bologna-Prozess an. Da die meisten Bologna-
Vorgaben EU-rechtlich nicht verbindlich sind, ist dies auch
möglich. Wir wollen zuerst in Sachsen-Anhalt auf das bewährte
System umstellen und dann im Rahmen einer Bundesratsinitiative
erreichen, dass ganz Deutschland aus dem sog. Bologna-Prozess
aussteigt.
Die
internationale
Vergleichbarkeit
der
Studienabschlüsse lässt sich einfacher herstellen.
18) Eliten bilden Landesstipendium auflegen!
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28
Viel zu viele auch gute und sehr gute Studenten müssen neben
ihrem Studium arbeiten, weil das herrschende Bafög-System
versagt hat. Nach Gießkannenprinzip, völlig unabhängig von der
Studienleistung
und
dafür
abhängig
von
sachfremden
Voraussetzungen wie dem Elterneinkommen wird Steuergeld falsch
eingesetzt. Wir wollen deshalb alternativ zu dem Bafög-System
eine Landesförderung aufbauen, die Stipendium für Promotion und
Studium
vergibt.
Die
Stipendien
werden
nach
einem
Auswahlverfahren, das einzig und allein auf die fachliche
Leistung abstellt, elternunabhängig gewährt, und setzen ständige
Leistungsnachweise voraus.
19) Die Universität ist keine Räterepublik!
Die 68er haben gegen die damalige Universität, deren Geschicke
von
der
Professorenschaft
gelenkt
wurde,
die
Idee
der
Gruppenuniversität ins Spiel gebracht, wonach alle Gruppen vom
Mittelbau über die Studenten bis hin zu den Reinigungskräften
mitbestimmen sollten. Diese Idee ist grundfalsch und dem Wesen
der universitären Bildung nicht angemessen. Die Universität
vermittelt Erkenntnis und Bildung und damit etwas, was nicht
demokratisch verhandelt werden kann, und wo der am meisten zu
sagen hat, der über die größte Erfahrung verfügt: die
Professoren. Der Niedergang unseres Bildungswesens hängt auch
damit zusammen, dass die schädliche Idee der Gruppenuniversität
sich über die Jahre mehr und mehr durchgesetzt hat. Die vielen
Gremien belasten Lehre und Forschung mit unsinniger Bürokratie
und
falschen
Entscheidungen.
Wir
wollen
deshalb
eine
Universitätsreform durchsetzen, die all diese Fehlentwicklungen
beseitigt und insbesondere den Einfluss der Studentenräte
zurückdrängt. Der Einfluss dieser Gremien beruht darauf, dass
eine kleine Schicht von hyperaktiven und zumeist linksradikalen
bis linksextremen Studenten sich anmaßt, für alle Studenten zu
sprechen. Diesem Treiben wollen wir ein Ende bereiten!
V Sicherheit bieten, Recht durchsetzen!
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Sicherheit bieten!
1. Polizei stärken!
Sicherheit ist die Grundvoraussetzung für alles: bürgerliche
Freiheit, ökonomische Entfaltungsmöglichkeiten, demokratische
Beteiligung. Sicherheit darf deshalb nicht zu seinem Luxusgut
werden. Sie ist keine Privatsache, sondern ein Grundrecht und
Grundbedürfnis des Bürgers. Der Staat ist in der Pflicht,
Sicherheit zu bieten.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, will die AfD die
Landespolizei mittelfristig auf mindestens 7.500 Vollzugsbeamte
aufstocken. Der volkswirtschaftliche Schaden, der insbesondere
durch
Einbruchskriminalität
und
organisierte
Kriminalität
verursacht wird, überwiegt die Personalkosten, die im Zuge der
Aufstockung anfallen, bei weitem. Zudem soll die technische
Ausrüstung verbessert werden. Die Polizei muss im gesamten Land
präsent sein und, wenn sie gerufen wird, muss sie schneller am
Tatort eintreffen. Polizeibeamte sind von Verwaltungstätigkeiten
zu entlasten ist, damit diese sich auf rein polizeiliche
Maßnahmen konzentrieren können.
2. Verdienst anerkennen Befördern mit System!
Um
die
Zufriedenheit
und
damit
Leistungsfähigkeit
der
Polizeibeamten zu steigern, fordert die AfD die Einführung eines
nachhaltigen,
zukunftsfähigen
Beförderungsmodells
für
die
Polizei. Der vorhandene Beförderungsstau ist aufzulösen. Dazu
sind Regelbeförderungen für die Eingangsämter einzuführen und,
soweit notwendig, entsprechende Stellenhebungen vorzunehmen. Die
fehlende Übernahme der Kosten für Dienstunfähigkeits- und
Diensthaftpflichtversicherungen ist ein Fehler im System. Im
Rahmen der Fürsorgepflicht sind diese Kosten vom Dienstherrn zu
tragen.
3. Gewalttäter verfolgen!
Die AfD hat sich dem entschiedenen Kampf gegen Kriminalität und
Erosion des Rechtsstaats verschrieben. Dieses setzt neben einer
handlungsfähigen Polizei eine die rasche und konsequente
Sanktionierung von Straftätern durch die Justiz voraus. Im
Bereich
der
Sexual-
sowie
Rohheitsdelikte
stiegen
die
polizeilich registrierten Fallzahlen von 2018 zu 2019 teilweise
um bis zu 25 Prozent an. Ein besonderes Problem stellt die
grassierende Messerkriminalität dar. Wir wollen die Methoden zur
Kriminalitätsbekämpfung
und
Kriminalprävention
weiterentwickeln, die Rasterfahndung nach Straftätern auf
richterlichen
Beschluss
zulassen
und
Dunkelfeldstudien
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30
durchführen, um die tatsächliche Kriminalitätsbelastung richtig
einzuschätzen zu können. Besondere Schwerpunkte bilden dabei die
Bekämpfung von Kindesmissbrauch, Messerkriminalität, Clan-
Kriminalität und von politisch motivierten Straftaten.
4. Kriminelle Ausländer ausweisen!
Auf den Deliktfeldern der Sexual- und Rohheitsdelikte treten
nichtdeutsche
Personen
überproportional
häufig
als
Tatverdächtige
in
Erscheinung.
Der
Anteil
nichtdeutscher
Tatverdächtiger
an
der
Gesamtzahl
aller
ermittelten
Tatverdächtigen stieg von 21,5 Prozent in 2018 auf 23,2 % im
Jahr 2019 an. Die AfD will deshalb die Herkunft und Nationalität
von Straftätern veröffentlichen. Wir wollen weiterhin, dass
Ausländer bei einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von
mindestens
einem
Jahr
generell
ausgewiesen
werden
und
Wiedereinreiseverbot erhalten.
5. Politischen Gewalttätern Grenzen aufzeigen!
Der Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner
Gedächtniskirche im Jahr 2016 war die finale Kriegserklärung
islamistischer Terroristen an unsere freiheitliche Gesellschaft.
Der Islamismus zielt auf die Destabilisierung unseres Staates
durch Terror- und Gewaltakte. Dem stellen wir uns entschieden
entgegen.
Damit
Deutschland
nicht
zum
Auffanglager
für
Terroristen aus aller Welt wird, sind als Gefährder eingestufte
Ausländer
konsequent
abzuschieben
und
bis
dahin
in
Sicherungshaft zu nehmen. Eine wiederholte Einreise dieser
Personen muss dauerhaft untersagt werden und an der Außengrenze
Deutschlands enden.
Die überbordende Kriminalität linksextremer Fanatiker und
insbesondere der sog. Antifa stellt unsere Gesellschaft und
Demokratie vor große Herausforderungen. Der aktuelle Fall einer
überregional agierenden linksextremen Terrorzelle aus Leipzig
zeigt, dass in diesem Bereich die Ermittlungen und generell der
polizeiliche Verfolgungsdruck forciert werden müssen.
6. Freiwillige Bürgerwacht einführen!
Die AfD will, dass unsere Kommunen wieder die Sauberkeit und
Ordnung ausstrahlen, für die unser Land einst berühmt war, und
dass unsere Bürger sich in ihrem Nahbereich sicher fühlen. Zu
diesem Zweck wollen wir die Kommunen ermächtigen, eine
freiwillige Bürgerwacht aufzubauen.
Die freiwillige Bürgerwacht soll dem Ordnungsamt unterstehen.
Sie unterstützt die Arbeit des Ordnungsamtes und der Polizei mit
Hilfstätigkeiten. Angehörige der freiwilligen Bürgerwacht müssen
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31
auf Zuverlässigkeit überprüft werden. Sie erhalten eine geringe,
im
Rahmen
der
Übungsleiterpauschale
steuerfreie
Aufwandsentschädigung.
Die
freiwillige
Bürgerwacht
dient
ausdrücklich nicht der Entlastung des Haushaltes, sondern der
Verbesserung der Sicherheitslage bei gleichbleibenden Mitteln.
Sie darf keine regulären Polizei- oder Ordnungsamtsstellen
ersetzen. Eine solche kommunale Bürgerwacht wird zu mehr
Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung beitragen.
7. Für einen Verfassungsschutz, der die Verfassung schützt!
Der Auftrag des Verfassungsschutzes besteht darin, Bestrebungen,
die sich gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung
richten, zu erkennen und aufzuklären. Dieser Auftrag wird jedoch
mehr und mehr als Vorwand genutzt, um die Opposition, vor allem
die patriotische Opposition, zu diskreditieren und zu schwächen.
Bürgerliche
Proteste
und
friedliche,
demokratische
Meinungsäußerungen
werden
willkürlich
als
„extremistisch“
gebrandmarkt, sobald sie mit den zunehmend linksradikalen
Kerndogmen der Altparteien nicht mehr vereinbar sind. Jeder, der
Masseneinwanderung,
Ausländerkriminalität
oder
die
multikulturelle Gesellschaft kritisiert, läuft Gefahr, vom
Verfassungsschutz verfolgt zu werden. Gegen diesen Missbrauch
des Verfassungsschutzes als Regierungsschutz wehren wir uns mit
allen demokratischen Mitteln.
Wir fordern daher, den Verfassungsschutz in eine unabhängige
Landesbehörde umzuwandeln. Weiterhin darf der Verfassungsschutz
sich für die Beurteilung verfassungsfeindlicher Bestrebungen
nur noch auf harte, objektiv feststellbare Kriterien stützten
wie etwa die Bereitschaft, Gewalt anzuwenden oder Gesetze zu
brechen.
Die
Praxis
der
Verdachtsberichterstattung
ist
einzustellen. Ebenso ist das Konzept der Kontaktschuld, wonach
jeder, der mit einem Extremisten Umgang pflegt, selbst des
Extremismus verdächtig wird, als einer freiheitlichen Demokratie
unwürdig aufzugeben.
8. Bundeswehr ehren - Bundeswehrstandorte erhalten!
Die Bundeswehr ist in Sachsen-Anhalt an mehreren Standorten mit
insgesamt über 6.500 Soldaten und Zivilbeschäftigten vertreten.
Wir freuen uns über die Präsenz unserer Soldaten und werden uns
dafür einsetzen, dass das Land Sachsen-Anhalt sich zur
Bundeswehr als Ganzem bekennt und sich im Bundesrat und gegenüber
der Bundesregierung gegen eine Verkleinerung unserer Truppe und
ihrer Präsenz im Land einsetzt. Die AfD wendet sich außerdem
entschieden gegen Beleidigungen oder Verunglimpfungen deutscher
Soldaten. Wir verurteilen jegliche Sachbeschädigungen oder
Zerstörungen an militärischen Geräten und Liegenschaften. Die
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32
Verteidigungsfähigkeit unseres Landes muss uneingeschränkt
aufrechterhalten werden. Deutsche Streitkräfte müssen unter
deutschem Befehl stehen.
9. Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz unsere
Freunde und Helfer!
Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz müssen als Teil
der gesamtstaatlichen Sicherheitsfürsorge wieder mehr im Fokus
der Landespolitik stehen. Die AfD will aus diesem Grund den
Bevölkerungsschutz sowie den Rettungsdienst weiter stärken und
das ehrenamtliche Engagement als eine der tragenden Säulen im
Brand- und Katastrophenschutz nachhaltig anerkennen.
Die Ausstattung der Wehren mit modernster Technik ist von großer
Bedeutung. Gerade im ländlichen Bereich muss die Zugehörigkeit
zur Feuerwehr besser honoriert werden. Dazu zählt neben einer
Erhöhung der Entschädigungen der Feuerwehrleute auch ein
entsprechender Anreiz für die Arbeitgeber, die bei einem Einsatz
mitunter für Stunden auf diese Mitarbeiter verzichten. Die
Aufgabe muss sein, die Sicherheit der Bürger nicht nur in den
Ballungsräumen, sondern auch im ländlichen Raum nicht nur auf
jetzigem Niveau zu halten, sondern zu verbessern. Die Einnahmen
aus der Feuerschutzsteuer sind vollständig an die Kommunen
auszuzahlen, damit diese Mittel vor Ort zweckgebunden für den
Brandschutz zur Verfügung stehen.
10. Waffenbesitz ist gut und recht!
Bedingt durch die linksalternative Diskursherrschaft werden
Waffen
zunehmend
tabuisiert.
Waffenbesitzer
müssen
sich
rechtfertigen,
Waffenliebhaber
werden
nur
noch
als
„Waffennarren“ angesprochen, das Waffengesetz wird, ohne dass
dafür noch stichhaltige Begründungen gefordert werden, stetig
verschärft. Damit wird uns ein Stück bürgerlicher Freiheit
genommen! Die AfD bekannt sich dagegen ausdrücklich zum Recht,
Waffen zu besitzen.
Betroffen von den zunehmend sinnfreien Verschärfungen eines im
Weltvergleich ohnehin schon hochrestriktiven Waffenrechts sind
vor allem legale Waffenbesitzer, Sportschützen, Jäger und
Waffensammler. Die illegalen Waffen, die für Straftaten bis hin
zu terroristischen Anschlägen benutzt werden, werden davon nicht
erfasst. Eine weitere Verschärfung des Waffenrechts lehnt die
AfD deshalb ab.
Wir wollen im Gegenteil
sogar
auf eine
maßvolle
Liberalisierung des Waffenrechts hinwirken. Schreckschusswaffen
sind wieder freizugeben. Der sog. Kleine Waffenschein ist
abzuschaffen. In dieser Hinsicht ist die Rechtslage von vor 2003
wieder herzustellen. Kontrollen der Behörden bei legalen
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Waffenbesitzern müssen gebührenfrei sein. Außerdem muss es für
besonders gefährdete Bürger möglich sein, zum Selbstschutz einen
Waffenschein zu erhalten. Durch eine überstrenge Beurteilung der
Anträge ist dieses auf dem Papier nach wie vor bestehende Recht
de facto abgeschafft worden.
Recht durchsetzen!
11. Justiz braucht Vollzug!
Die
Richterschaft,
der
Justizvollzugsdienst
und
andere
Berufsgruppen in der Justizverwaltung stehen aufgrund der
Altersstruktur
in
den
nächsten
Jahren
vor
einer
Pensionierungswelle.
Zudem
gestaltet
sich
besonders
im
Justizvollzugsdienst die Nachwuchsgewinnung als schwierig.
Die
AfD
setzt
sich
deshalb
für
einen
vorübergehenden
Stellenaufwuchs im Bereich der Justizverwaltung ein, damit das
Fach- und Erfahrungswissen der ausscheidenden Bedienteten
möglichst verlustfrei an
die
neu
eingestellten
Kollegen
weitergegeben werden kann. Für den Justizvollzugsdienst ist eine
wahrnehmbare Einstellungsoffensive durchzuführen sowie die
Attraktivität dieses Berufes durch finanzielle Anreize zu
steigern.
12. Staatsanwälte unabhängiger machen!
Justizminister haben, anders als bei Richtern, gegenüber
Staatsanwälten
ein
Einzelweisungsrecht.
Damit
ist
eine
Einflussnahme auf das rechtsstaatliche Verfahren gegeben und dem
politischen Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Die AfD hält daher
auch zur Wahrung der Gewaltenteilung eine weitestgehende
Einschränkung der politischen Einflussmöglichkeiten auf die
Justiz für erforderlich. Wir wollen des Einzelweisungsrecht des
Justizministers
gegenüber
den
Staatsanwälten
abschaffen.
Staatsanwälte dürfen nur an Recht und Gesetz gebunden sein und
an ihren Auftrag, die Interessen der Allgemeinheit zu vertreten.
13. Richterstellen allein nach Qualifikation besetzen!
Die Vergabe von Richterstellen muss sich am Leistungsprinzip
orientieren. Eignung, Befähigung und fachliche Leistung dürfen
die alleinigen Kriterien für die Besetzung einer Richterstelle
sein. Die derzeitige Form der Besetzungsverfahren über das
Justizministerium ermöglicht die Vergabe nach parteipolitischen
Gesichtspunkten. Einer Ämterpatronage ist somit Tür und Tor
geöffnet. Werden "Vertrauensleute der Regierung" systematisch
bevorzugt, befördert das eine dem Staat geneigte Judikatur. Die
AfD will, um einer solchen Entwicklungen entgegenzuwirken, dass
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die Auswahlentscheidung für die Besetzung von Richterstellen
durch ein Gremium erfolgt, in welchem überwiegend Richter
vertreten sind.
14. Justizvollzugsanstalt Volkstedt erhalten!
In den zurückliegenden Jahren kam es in den Gefängnissen des
Landes temporär zu Überbelegungen, so dass teilweise Zellen
aufgebettet
und
Gemeinschaftsräume
zur
Unterbringung
von
Häftlingen genutzt werden mussten. Entschärft hat sich die
Situation im Jahr 2020, weil bedingt durch die Corona-Krise
vorübergehend weniger Haftbefehle vollstreckt wurden. Das führte
dazu, dass die Anzahl nicht vollstreckter Haftbefehle, welche in
den letzten Jahren tendenziell zugenommen hat, Mitte 2020 bei
über 2.000 lag. Es ist absehbar, dass mit einem Personalaufwuchs
in der Polizei eine größere Zahl von gesuchten Personen dingfest
gemacht bzw. Haftbefehle vollstreckt werden. Gleichzeitig droht
der mit über 200 Haftplätzen ausgestatteten JVA Volkstedt die
Schließung. Diese Entwicklung wird ohne Gegenmaßnahmen zu einem
Belegungskollaps in den Gefängnissen führen. Es wird jeder
einzelne Haftplatz benötig. Die AfD will daher die im Jahr 2012
beschlossene Schließung der JVA Volkstedt aufzuheben und die
Anstalt weiter nutzen.
15. Strafen von Ausländern in ihrem Heimatländern vollziehen!
Ausländische Gefangene stellen das Gefängnispersonal aufgrund
der Sprachbarriere und der kulturellen Eigenheiten vor besondere
Herausforderungen. Von den im März 2020 in den Haftanstalten des
Landes einsitzenden 1.678 Gefangenen waren 242 nichtdeutsche
Personen. Dies entspricht einem Ausländeranteil unter den
Gefangenen von 14,42 Prozent. Außerdem wird der Strafvollzug in
Deutschland von Ausländern oftmals überhaupt nicht als Strafe
empfunden wird, weil er verglichen mit dem Strafvollzug in ihren
Herkunftsländern eher einem angenehmen Hotelaufenthalt gleicht.
Wir wollen deshalb zur Entlastung des Justizvollzugsdienstes und
des
Landeshaushaltes,
aber
auch
zur
Steigerung
der
Abschreckungswirkung von Gefängnisaufenthalten, dafür sorgen,
dass ausländische Straftäter ihre Haftstrafe grundsätzlich in
ihren jeweiligen Heimatländern absitzen. Um die Herkunftsländer
zur Kooperation zu bewegen, wollen wir pro Gefangenem eine
Pauschale bezahlen, die unterhalb der Kosten liegt, die ein
Gefangener im deutschen Strafvollzug erzeugt. Für die armen
Herkunftsländer dürfte diese Pauschale immer noch einen starken
Anreiz zur Zusammenarbeit darstellen, wir aber entledigen uns so
nicht nur der kriminellen Ausländer, sondern sparen auch noch
Steuergeld.
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16. Meinungs- und Versammlungsfreiheit schützen!
Die Meinungs- und die Versammlungsfreiheit sind Abwehrrechte der
Bürger gegen den Staat. Ohne diese beiden Freiheitsrechte sind
alle anderen Grundrechte wertlos, denn nur diese ermöglichen es,
Kritik an der Regierung öffentlich vorzubringen. Deshalb tritt
die AfD gegen jedwede Einschränkung der Meinungs- und der
Versammlungsfreiheit ein.
Wer friedlich demonstriert und so sein demokratisches Recht
wahrnimmt, benötigt keine Form der Vermummung. Er will und soll
also auch für sein Anliegen Gesicht zeigen. Wir treten dafür
ein, das bestehende Vermummungsverbot bei allen öffentlichen
Aufzügen durchzusetzen. Der Sinn politischer Demonstrationen
setzt voraus, dass die Botschaften, für die demonstriert wird,
der Öffentlichkeit verständlich sind. Meinungsäußerungen auf
öffentlichen Aufzügen haben deshalb grundsätzlich nur in
deutscher Sprache zu erfolgen.
17. Vereinsförderung nur mit Demokratieerklärung
Die Demokratie zu festigen und zu fördern, ist vornehmste Aufgabe
staatlichen Handelns. Wenn sich staatliche Organe nicht um die
Demokratie sorgen, verliert der Staat die Demokratie aus den
Händen. Die AfD will deshalb, dass künftig keine Förderung an
Vereine, Initiativen oder Gruppierungen etc. erfolgt, ohne dass
ein konkretes Bekenntnis mittels öffentlicher Erklärung zu
unserem Staat und unserer Verfassungsordnung abgelegt wird.
Damit soll eine Förderung von Staats- und Verfassungsfeinden
vermieden werden.
18. Demokratische Entscheidungen
brauchen Reife
Keine
Absenkung des Wahlalters!
Wählen
gehen
bedeutet
Verantwortung
übernehmen.
Die
Wahlentscheidung ist eine bedeutende Entscheidung. Die Bürger
entscheiden, wen sie mit der Vertretung ihrer Interessen
beauftragen. Diese Entscheidung
setzt
ein
Mindestmaß
an
geistiger Reife voraus, wie es in etwa der Erlangung der vollen
Geschäftsfähigkeit mit 18 Jahren entspricht. Wir wehren uns
deshalb strikt gegen eine Absenkung des Wahlalters auf 16 oder
gar 14 Jahren bei Bundestags- und Landtagswahlen oder auf 14 bei
Kommunalwahlen. Solche Forderungen werden zumeist von linken
Parteien erhoben, die sich unter den Jugendlichen hohe
Zustimmungswerte erhoffen. Obwohl Umfragen zeigen, dass weniger
die linken Parteien, sondern eher die AfD sich unter den
Jugendlichen einer hohen und stetig wachsenden Zustimmung
erfreut, lehnen wir eine solche Absenkung aus staatspolitischer
Verantwortung ab.
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VI Das Land entwickeln, den Verkehr ausbauen!
Den Verkehr ausbauen!
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1. In die Infrastruktur investieren!
Für eine stabile Wirtschaft und deren weitere Entwicklung muss
die Verkehrsinfrastruktur weiter ausgebaut und unterhalten
werden. Nur eine stabile und verlässliche Infrastruktur ist der
Garant für Wirtschaftswachstum und sichere Arbeitsplätze. Doch
gerade ein Blick auf den bestehenden Investitionsstau der
Straßen- und Verkehrsinfrastruktur in Milliardenhöhe (siehe KfW-
Kommunalpanel 2019) offenbart finanzielle Schieflagen und
weitere Herausforderungen.
Das Investitionsdefizit betrifft nicht nur die Straßen in
öffentlicher Trägerschaft, sondern auch Brückenbauwerke. Der
Investitionsstau muss unverzüglich abgebaut werden, schließlich
führen ausbleibende Unterhaltungsmaßnahmen zwangsläufig zu
grundhaften Erneuerungen und damit zu deutlichen höheren Kosten.
Wir wollen deshalb ein Gesamtkonzept zur Sicherstellung der
Refinanzierung erstellen, damit langfristig ein Abbau des
Investitionsstaus erfolgen kann.
2. Tempo im Straßenbau!
„Freie Fahrt für freie Bürger“ ist das Leitprinzip unserer
Verkehrspolitik. Das beginnt
schon
beim
Straßenbau. Die
Baumaßnahmen dauern immer noch zu lange. Zu viel Zeit vergeht
bis zum Baubeginn und die Baumaßnahmen selbst werden nicht
schnell genug erledigt. Hier ist mehr Tempo nötig! Wir wollen
die Straßensanierung und den Bau notwendiger Autobahnen und
Bundestraßen beschleunigen und Vorkehrungen dafür treffen, dass
Baustopps durch unnötige Klagen vor Gericht vermieden werden.
Beispielgebend sind die A14, die A143 und die B6n! Hinzu kommen
zu viel Bürokratie und Fehlplanungen der verantwortlichen
Behörden.
Ein
Beispiel
dafür
wäre
die
Nordumgehung
Griebo/Wittenberg. Aber auch Ortsumfahrungen müssen schneller
realisiert werden, um die Ortskerne zu entlasten. Zu nennen wäre
hier u.a. die B107 als Ortsumfahrung Oranienbaum-Wörlitz.
3. Fährverbindungen erhalten!
Fährverbindungen haben im ländlichen Raum eine herausgehobene
verkehrspolitische Bedeutung. Sie kommen zum Einsatz, wo
Brückenverbindungen fehlen und schaffen einen sinnvollen Ersatz,
um lange Umwege zu vermeiden. Für die Unterhaltung dieser
landesbedeutsamen Fährverbindungen kommen mehrheitlich die
Kommunen auf, was als freiwillige Aufgabe gilt und somit andere
freiwillige Aufgaben wie Bibliotheken und Schwimmbäder belastet.
Wir finden: Das kann nicht sein! Hier ist das Land gefragt! Um
die Fährverbindungen im Land langfristig zu erhalten, wollen wir
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die
Finanzierung
insbesondere
im
ländlichen
Raum
durch
Gesetzesänderungen dem Land übertragen.
4. Bus und Bahn stärken!
Die AfD-Sachsen-Anhalt bekennt sich ohne Wenn und Aber zum
klassischen Automobil mit Verbrennungsmotor als Grundlage
unserer Mobilität. Gleichwohl wollen wir nicht als Ersatz, aber
als sinnvolle Ergänzung zum privaten PKW den öffentlichen
Nahverkehr weiter ausbauen und die Kommunen dabei unterstützen.
Der Rückbau von Bahnhöfen wie zum Beispiel dem Bahnhof Jütrichau
zwischen Zerbst und Roßlau muss gestoppt werden. Parallel müssen
stillgelegte Bahngleise, wo immer es möglich und sinnvoll ist,
wiederbelebt werden. Die Heidebahn zwischen der Lutherstadt
Wittenberg und Eilenburg muss länderübergreifend (Sachsen-Anhalt
und Sachsen) in den öffentlichen Nahverkehr übernommen und
regelmäßig befahren werden.
5. Schluss mit dem LKW-Chaos an Autobahnen!
Bis 2030 wird der LKW-Verkehr auf Deutschlands Straßen,
insbesondere Autobahnen, massiv zunehmen. Doch bereits jetzt
besteht
in
Sachsen-Anhalt
ein
Mangel
an
ausreichenden
Stellmöglichkeiten auf Fernstraßen.
Die Folgen sind
ein
steigendes Unfallrisiko durch falsch abgestellte LKWs. Um
Strafzettel zu vermeiden, suchen viele LKW-Fahrer alternative
Parkmöglichkeiten in angrenzenden Gewerbeparks oder Gemeinden.
Dies verursacht Müll und zusätzliche Straßenschäden, sehr zum
Leidwesen der örtlichen Bevölkerung und der Gewerbetreibenden.
Sachsen-Anhalt gilt zudem als Transitland, sodass bei einer
prognostischen Zunahme des LKW-Verkehrs um ein geschätztes
Drittel, der zukünftige Bedarf an Parkständen deutlich höher
ausfallen
wird.
Deshalb
werden
wir
die
vorhandenen
Parkkapazitäten bedarfsorientiert ausbauen und dafür sorgen,
dass in einem halbjährlichen Monitoring über den Umsetzungsstand
berichtet wird.
6. Behindertenparkplätze nach Bedarf!
Jedem Autofahrer ist die Situation bekannt, dass er verzweifelt
einen Parkplatz sucht und keinen findet, weil alles belegt ist,
aber
immer
mehrere
Behindertenparkplätze
frei
bleiben.
Offensichtlich existieren anteilig mehr Behindertenplätze als
von berechtigten Nutzern mit Behindertenausweis nachgefragt
werden. Wir wollen deshalb landesweit die Auslastung der
Behindertenparkplätze überprüfen und, wenn Überkapazitäten
langfristig ungenutzt bleiben, diese reduzieren bzw. die
Kommunen anregen und dabei unterstützten, in diesem Sinne zu
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handeln. Wir wollen Behinderten nicht zumuten, zusammen mit
Nichtbehinderten um die gleichen Parkplätze konkurrieren zu
müssen;
es
darf
aber
auch
nicht
sein,
dass
sinnfreie
Überkapazitäten vorgehalten werden.
7. Wir brauchen keine Lastenräder!
Das Land Sachsen-Anhalt hat zur Anschaffung von Lastenrädern
eine
Förderrichtlinie
erlassen.
Hierbei
können
neben
Privatpersonen auch Verbände oder Vereine in den Genuss einer
Förderung in Höhe von bis zu 1.500 Euro kommen. Diese einseitige
Bevorzugung
von
Verkehrsteilnehmern
im
Zeichen
der
Klimaideologie lehnen wir entschieden ab. Individualverkehr ist
reine Privatangelegenheit und sollte nicht vom Steuerzahler
alimentiert werden. Wir werden uns dafür einsetzen, derartige
Förderprogramme ersatzlos einzustellen.
8. Der Verbrennungsmotor - eine deutsche Zukunftstechnologie!
Die EU-Kommission will bis Ende 2021 für eine radikale
Verschärfung der Abgasnorm bei Verbrennungsmotoren sorgen.
Bereits ab 2025 könnte mit der Einführung der EU-Abgasnorm 7 die
Neuzulassung von Benzin- und Diesel-Fahrzeugen unmöglich sein.
Experten halten die damit einhergehenden Anforderungen für
physikalisch nicht durchführbar, sodass es das Aus für den
Verbrennungsmotor bedeuten würde.
Insbesondere wir Deutschen, die wir in der Technologie des
Verbrennungsmotors federführend ist, werden durch die uns von
Brüssel aufgelegten Deindustrialisierung schwer getroffen. Die
Folgen wären für Sachsen-Anhalt fatal. Zuliefererbetriebe würden
in ihrer Existenz gefährdet, viele Beschäftigte würden durch
Arbeitslosigkeit bedroht. Wir setzen uns daher mit aller Kraft
für eine weitere Nutzung von Verbrennungsmotoren ein und lassen
nicht zu, dass tausende Arbeitsplätze und der darauf beruhende
Wohlstand gefährdet wird.
9. Elektromobilität ist keine Alternative.
Die Elektromobilität wird den Ansprüchen, die klimaneutrale
Alternative zum Verbrennungsmotor darzustellen, in keiner Weise
gerecht. Unter Einfluss der CO2-Ideologie werden klima- und
umweltschädliche Erzeugerprozesse ebenso ausgeblendet wie die
Förderbedingungen der Arbeiter in afrikanischen Minen zum Erhalt
des
benötigten
Kobalt.
Eine
vollständige
Umrüstung
der
Ladeinfrastruktur bis hin zur erforderlichen Ausrüstung der
speziellen Löschtechnik für die Freiwilligen Feuerwehren zur
Bekämpfung von Bränden bei E-Autos, stellt einen ungeheuren
materiellen Aufwand dar. Diese und weitere Aspekte finden in
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40
keiner CO2-Bilanz zur Elektromobilität Erwähnung und verzerren
so den öffentlichen Diskurs über Elektromobilität. Zukünftig
wird die Elektromobilität in urbanen städtischen Nischen ihre
Anwendung finden, für den flächendeckenden Einsatz im Land wird
sie jedoch nicht taugen. Daher lehnen wir jedwede Förderung von
E-Autos und jede gegen die Nutzung von Verbrennungsmotoren
gerichtete Maßnahme entschieden ab.
10. Motorradkultur erhalten, Fahrverbote verhindern!
Der Bundesrat hat am 15.Mai 2020 einer Entschließung „zur
wirksamen Minderung und Kontrolle von Motoradlärm“ zugestimmt
(BR 125/20). Dieses Papier ist eine Kampfangsage an alle
Motorfahrer.
Es
fordert
u.a.
strenge
Grenzwerte
für
Lärmemissionen, strengere Strafen für Veränderungen am Auspuff,
ein
Verbot
Motorsteuerungen,
die
einen
eigenen
„Sound“
produzieren, Fahrverbote für Motorräder, mehr Kontrollen und
eine verschuldensunabhängige Haftung von Motorradfahrern.
Bund und Länder haben bei den avisierten Maßnahmen jedes Maß
verloren. Insbesondere die geplante bauliche Lärmreduzierung von
Motorrädern wird bei Zweirädern auf Verbrenner-Basis nicht
möglich sein, sodass der Vorstoß von Motorradverbänden mit
Nachdruck kritisiert bzw. abgelehnt wurde. Die AfD Sachsen-
Anhalt steht an der Seite der Motorradliebhaber. Wir werden uns
wie bisher so auch zukünftig gegen jeden Versuch werden, das
Motorrad-Hobby einzuschränken oder verbieten. Die Umsetzung der
erwähnten Bundesratsentschließungen werden wir mit allen Mitteln
bekämpfen.
Das Land entwickeln!
11. Räder müssen rollen!
Die Nutzung von Zwei-Rädern gewinnt als Verkehrsmittel eine
immer größere Relevanz. Radfahren ist eine Fortbewegungsform,
welche nicht nur der Gesundheit dient und umweltfreundlich ist,
es etabliert sich auch zunehmend ein Radtourismus. Dieser Trend
ist weiter zu entwickeln und Grundlage hierfür ist ein gut
ausgebautes Radwegenetz. Die aktuelle Landesregierung steht sich
jedoch mit der Radwegeplanung selbst im Weg und setzt eher auf
unnötige Wasserköpfe, wie z.B. Radkoordinatoren und Rad-
Netzwerke.
Diese
Selbstbeschäftigung
dient
weder
dem
Steuerzahler noch dem Radwegeausbau.
Um Radtourismus und Radfahrer die notwendige Infrastruktur zu
ermöglichen sind insbesondere die Planungsverfahren für Radwege
zu vereinfachen und zu beschleunigen. Ferner sollen Radwege
bereits in die Planung neuer Landesstraßen miteinfließen. Ebenso
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sind die Fördermittel des Landes zur Unterstützung des
kommunalen Radverkehrsnetzes deutlich zu erhöhen.
12. Wasserstraßen-Tourismus entdecken!
Flüsse durchziehen unser Bundesland wie Lebensadern. Sie dienen
Wirtschaft, Natur und Mensch gleichermaßen. Es überrascht daher
nicht,
dass
sich
diese
Lebensadern
immer
mehr
zu
Anziehungsmagneten für Touristen entwickeln. Die Landesregierung
muss deshalb dem Wasserstraßen-Tourismus mehr Aufmerksamkeit
widmen. Wir wollen uns deshalb u.a. dafür einsetzen, dass der
Bund den Elster-Saale-Kanal fertigstellt.
13. Sanierungsgebiete ja, aber nicht auf Kosten der Bürger!
Städtebauliche Sanierungsgebiete sind ein wirksames Instrument
zur Aufwertung von städtebaulichen Regionen und Quartieren. Zur
anteiligen Finanzierung werden neben Land und Bund jedoch auch
die im Sanierungsgebiet wohnhaften Bürger herangezogen. Hier
möchten
wir
an
den
Erfolg
zur
Abschaffung
der
Straßenausbaubeiträge anknüpfen und im Sinne unserer Bürger für
eine Entlastung sorgen. Es ist nicht tragbar, dass Anwohner zur
Quartiersaufwertung
mit
teils
fünfstelligen
Beträgen
herangezogen werden. Das Land Sachsen-Anhalt muss hier eine
Vorreiterrolle einnehmen und sich im Bundesrat für eine
Neuregelung einsetzen. Zukünftig sollen insbesondere private
Eigentümer
und
Genossenschaften
durch
deutlich
höhere
steuerliche
Abschreibungsmöglichkeiten
zu
Investitionen
angeregt werden. Die bisherigen Fördermittelanteile durch Land
und Bund sind zu erhöhen.
14. Der ländliche Raum braucht Perspektive, keine Phrasen!
Die Altparteien bekennen sich zu Wahlkampfzeiten zwar immer
gebetsmühlenartig zur Stärkung des ländlichen Raums, tun aber,
sobald die Wahlen vorbei sind, nicht nur nichts für den
ländlichen Raum, sie betreiben sogar eine Politik gegen den
ländlichen Raum. Die Altparteien hungern die Kommunen aus.
Vergreisung, sterbende Innenstädte und verfallende Infrastruktur
sind die Folge.
Wir wollen dem ein Ende bereiten. Die Kommunen dürfen nicht
allein gelassen werden, sie brauchen mehr Unterstützung.
Fördermittel werden von der Landes- bis zur EU-Ebene für
zweckgebundene kommunale Projekte bereitgestellt, die Haken sind
jedoch die zu erbringenden Eigenmittel und mehr noch der damit
einhergehende bürokratische Aufwand. Wir wollen zumindest im
Verhältnis zwischen Land und Kommunen Bürokratie abbauen, auf
Bundesebene auf weitern Bürokratieabbau hinwirken und eine
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Stelle schaffen, die Kommunen bei der Bearbeitung von EU-
Fördermittelanträgen unterstützt. Abgesehen davon halten wir das
Fördermittelkonzept wegen der geschilderten Schwierigkeiten für
ein Auslaufmodell und setzen mehr auf projektbezogene, freie
Budgets, die durch das Land bereitgestellt und von den Kommunen
auf Antrag abgerufen werden können.
15. In die Zukunft investieren digitale Infrastruktur
ausbauen!
Die Digitalisierung durchzieht inzwischen alle Lebenszweige. Ob
privat, beruflich oder wirtschaftlich ohne eine gelungene
Politik der neuen Technologien wird Deutschland langfristig ins
Hintertreffen geraten. Zu den Gewinnern gehören dann ehemalige
Entwicklungsländer wie China, in denen Künstliche Intelligenz
und
Vernetzung
zur
Staatsräson
gehören
und
mit
einer
Geschwindigkeit umgesetzt werden, die in Deutschland unter der
Herrschaft einer verkrusteten Ökodiktatur niemals umzusetzen
ist. Wir sehen die Digitalisierung generell als Chance,
Deutschland, und damit auch Sachsen-Anhalt, für die nächsten 100
Jahre zu einem der wichtigsten globalen Innovationstreiber zu
machen. Jedoch müssen wir dabei Zulieferer neuer Technologien
und nicht nur Abnehmer werden. Es kann nicht sein, dass wir immer
noch
nicht
während
einer
Bahnfahrt
unterbrechungsfrei
telefonieren können und das Internet in vielen Gegenden immer
noch zu langsam für die Bedürfnisse der Wirtschaft ist.
Wir wollen deshalb den Breitbandausbau vorantreiben und streben
einen 100%-Ausbau mit mindestens 50Mbit/S in ganz Sachsen-Anhalt
an. Auch ein landesweiter netzunabhängiger Mobilfunkausbau mit
100% Erreichbarkeit ist zu gewährleisten, egal, um welchen
Anbieter es sich letztlich handelt.
Um gegen IT-Angriffe und
Wirtschaftsspionage besser gewappnet zu sein, fordern wir, dass
das Land digitale Schutzstrategien für Wirtschaft und Verwaltung
entwickelt.
16. Digitale Verwaltung im Sinne der Bürger!
Digitalisierung kann das Leben und vor allem die Verwaltung
leichter machen. Wir fordern, alle Verwaltungsdienstleistungen
digital anzubieten. Dabei ist allerdings darauf zu achten, dass
die Vorgänge für den Bürger nicht komplizierter, sondern
einfacher werden. Die Internetseiten der Behörden müssen
benutzerfreundlich gestaltet sein und sich selbst erklären. Eine
rasche Bearbeitung der digitalen Vorgänge ist sicherzustellen,
denn jeder mit der Digitalisierung verbundene Zeitgewinn ist
vergeblich, wenn der Bürger trotzdem lange auf die erwünschten
Ergebnisse warten muss.
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17. Öffentliche Verwaltung auf Kernaufgaben beschränken!
Die öffentliche Hand muss dem Bürger durch die verlässliche
Erledigung ihrer Aufgaben dienen, anstatt ihn mit unsinniger
Bürokratie zu belasten. Dazu soll die staatliche Verwaltung sich
auf die Erledigung ihr Kernaufgaben konzentrieren. Die AfD will
ein
modernes
Personal-
und
Verfahrensmanagement
in
die
öffentliche Verwaltung einführen, um Kosten zu sparen und
gleichzeitig die Effizienz des Verwaltungshandelns zu erhöhen.
Das Landesverwaltungsamt ist in seiner Funktion zu stärken, da
es
unterhalb
der
Ministerialebene
eine
unerlässliche
Bündelungsfunktion wahrnimmt und ein verlässliches Element der
Rechtsstaatlichkeit ist.
18. Genug GEZahlt Schluss mit der Abzocke!
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk entwickelt sich zunehmend zu
einem Fass ohne Boden. Die Einnahmen aus den Zwangsgebühren
werden für üppige Pensionen und Gehälter, aber auch für Gutachten
zu
Sprachmanipulation
oder
unnötige
Doppelstrukturen
herausgeschmissen.
Hinzu
kommt
eine
von
linkem
Ungeist
bestimmte, einseitige Berichterstattung über politische Themen.
Deshalb fordern wir
eine
grundlegende
Neugestaltung des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks und eine komplette Abschaffung
des Rundfunkbeitrages.
Den Grundbedarf des Bürgers an politischer Information soll
perspektivisch ein Hauptsender im Bereich Fernsehen abdecken.
Darüber hinaus soll der öffentliche Rundfunk abgespeckte
Regionalsender umfassen, deren Aufgabe darin besteht, ein
Programm aus den Bereichen Lokalnachrichten, lokale Kultur und
Brauchtum, regionalen Sportereignissen sowieso Landespolitik zu
bieten.
19. Für unser Dasein vorsorgen!
Ver- und Entsorgungsaufgaben mit Monopolcharakter müssen auf
kommunaler Ebene grundsätzlich durch die öffentliche Hand
übernommen werden. Die kommunale Daseinsvorsorge gewährleistet
u.a.
die
Versorgung
der
Bevölkerung
mit
Trinkwasser,
Elektrizität und Gas sowie die Entsorgung von Abwasser und
Abfällen jeder Art. Diese Aufgaben dürfen nicht dem freien Spiel
der Märkte überlassen werden. Wir wollen, dass Netzleitungen,
die im Eigentum der Allgemeinheit stehen und von dieser
finanziert wurden, grundsätzlich nicht veräußert oder verpachtet
werden dürfen. Bereits erfolgte derartige Privatisierungen sind
rückabzuwickeln.
20. Verbesserung der Infrastruktur auf dem Lande
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Die Landes- und Regionalplanung Sachsen-Anhalts muss künftig auf
eine deutlich verbesserte Infrastruktur auf dem Lande abzielen.
Die Planungshoheit der Gemeinden ist zu stärken. Dezentrale und
eigenverantwortliche
Lösungen
der
Energieversorgung,
der
Trinkwasserversorgung und der Abwasserbeseitigung sind zu
begünstigen. Dazu zählen
zum
Beispiel
Möglichkeiten der
Einrichtung und Nutzung privater Brunnen für die lokale
Trinkwasserversorgung und die Lockerung des Anschluss- und
Benutzungszwangs. Wir sprechen uns gegen den Zwangseinbau von
vollbiologischen
Kläranlagen
und
für
Elementarpflichtversicherungen bei Hochwassergefahr aus und
befürworten eine Innenstadtsanierungsgewinnbeteiligung
nach
Naturkatastrophen. In diesem Zusammenhang fordern wir für
künftige
Hochwasser
mehr
Überflutungsflächen
und
weniger
Versiegelungen oder Einengungen entlang der Flussläufe in
Sachsen-Anhalt
und
den
Nachbarländern.
Die
in
Planung
befindlichen bzw. bereits begonnenen Hochwasserschutzmaßnahmen
sind zügig fortzuführen und zu vollenden.
Zur Verbesserung der Infrastruktur auf dem Lande gehören auch
der Ausbau des Straßennetzes. Als Beispiel hierfür soll die
sogenannte Hosenträgervariante in der Altmark genannt werden,
die schnellstens umgesetzt werden muss. Mittels der B190n muss
es einen Lückenschluss zwischen der A14 und A39 geben, damit
auch die dortigen ländlichen Räume erschlossen werden.
Der Hafen in Roßlau an der Elbe wird saniert. Dazu gehört
ebenfalls eine funktionierende Infrastruktur. Wir fordern eine
schnellere Umsetzung der B184 als Ortsumgehung von Roßlau. Nur
so kann sich die Hafenwirtschaft gut entwickeln. Diese Planungen
dürfen nicht länger verschoben werden.
21. Zuzug in den ländlichen Raum fördern
Im ländlichen Raum finden wegen des Bevölkerungsrückgangs viele
Immobilien keine Käufer mehr. Dadurch verlieren die Orte immer
schneller an Attraktivität. Andererseits interessiert sich aber
eine wachsende Zahl von Städtern in den letzten Jahren für den
ländlichen Lebensstil abseits von Enge und Hektik. Die Motive
sind dabei vielschichtig und die AfD will Wege aufzeigen, wie
die Ansiedlung von Städtern im ländlichen Raum gefördert werden
kann. Dafür müssen die Verfügbarkeit von Immobilien im
ländlichen Raum sichtbarer gemacht, Siedlungsinteressenten über
verschiedenste
Foren
vernetzt
und
informiert
sowie
die
Selbstorganisation
der
Siedlungsinteressenten
in
Baugemeinschaften und -genossenschaften gefördert werden.
22. Lokale Gemeinschaft stärken
Hohe
Mobilität,
Internet
sowie
allseits
verfügbare
Telekommunikation begünstigen die Bildung von Gruppen und
Netzwerken, die keinen lokalen Bezug mehr haben. Die Bindungen
und Verbindungen zu Menschen im eigenen Umfeld verlieren damit
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an Bedeutung mit der Folge, dass sich die städtische Anonymität
immer mehr auch in den Vororten und im ländlichen Raum
ausbreitet. Wenn sich die lokalen Gemeinschaften aufzulösen
beginnen, wird die Gesellschaft zunehmend von staatlich-
politischen sowie wirtschaftlichen Akteuren dominiert und vermag
ihre Interessen nicht mehr ausreichend zu artikulieren. Eine
freiheitlich
verfasste
Gesellschaft
braucht
eine
starke
Bürgerschaft. Nur eine Gesellschaft mit Zusammenhalt ist auch
eine humane Gesellschaft. Die Lebensqualität hängt hier nicht
zuletzt vom emotionalen Bezug zum Wohnort, zu den Menschen im
eigenen Lebensumfeld, vom Heimatgefühl ab. Fehlt solch ein
Bezug, ist der Weg zu Isolierung und Vereinsamung nicht weit. Es
gilt, die lokalen Gemeinschaften und deren Zusammenhalt zu
fördern und zu stärken. Die AfD Sachsen-Anhalt fordert daher:
Mehr
Begegnungsorte
zu
schaffen,
um
der
Anonymität
im
öffentlichen Raum entgegen zu wirken und das ehrenamtliche
Engagement
der
Bürger
in
Feuerwehren,
Kirchengemeinden,
Sportvereinen und anderen Gemeinschaften zu fördern.
23. Ehrenamt würdigen, Vereine bewahren!
Der ehrenamtliche Dienst, sei es in der Feuerwehr oder als
Übungsleiter in einem Verein, ist ein wichtiger Faktor für den
gesellschaftlichen
Zusammenhalt
und
die
Entwicklung
der
Gemeinden. Für die AfD ist das Ehrenamt maßgebliche Säule einer
intakten Gemeinschaft vor allem im ländlichen Raum. Die AfD
Sachsen-Anhalt erkennt auch ehrenamtliche politische Tätigkeit
in besonderem Maße an und stellt sich voll hinter die Forderung
des Städte- und Gemeindebundes, dass für Aufwandsentschädigungen
ehrenamtlich Tätiger keine Sozialabgaben zu entrichten sind. Wir
unterstützen
ebenso
die
Forderung,
wonach
ehrenamtliche
Rettungskräfte für ihre Tätigkeit Rentenpunkte erhalten.
In einigen Kommunen gibt es bereits konkrete Ansätze, um
ehrenamtliches Engagement durch Ehrenamtskarten stärker zu
würdigen. Diese Initiativen sind durch das Land zu fördern, damit
die Stärkung des Ehrenamtes vor Ort nicht am Geld scheitert. Die
vielen gemeinnützigen Vereine sind darüber hinaus von der
zunehmenden Bürokratie zu befreien. Wir wollen auf Kreisebene
einen Vereinskoordinator installieren, der den Vereinen bei der
Erledigung der bürokratischen Hürden behilflich ist.
VII Klug Wirtschaften, sparsam Haushalten!
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Sparsam Haushalten
1. Keine neuen Schulden!
Wir lehnen die Finanzierung von Landesaufgaben durch Aufnahme
immer weiterer Schulden an Kapitalmärkten ab. Wie in jedem
gesunden Haushalt muss der Grundsatz gelten, dass nur das wieder
ausgegeben werden kann, was vorher eingenommen wurde. Der
Haushalt des Landes muss somit tragfähig und ausgeglichen sein.
Die Einführung der Schuldenbremse halten wir grundsätzlich für
sinnvoll. Umso sträflicher ist es seitens der Landesregierung,
die
Neuschuldenaufnahme
auf
öffentliche
Einrichtungen
zu
verschieben
und
so
Schattenhaushalte
zur
Umgehung
der
Schuldenbremse im ersten Jahr ihres Inkrafttretens zu schaffen.
In den vergangenen Legislaturperioden wurden darüber hinaus die
konsumtiven Ausgaben auf ein dauerhaft nicht tragfähiges Niveau
erhöht und die tatsächlich für investive Zwecke eingesetzten
Mittel kontinuierlich heruntergefahren. Dies muss grundlegend
geändert werden.
2. Steuergeldverschwendung eindämmen!
Landesmittel sollten nur für Projekte verwendet werden dürfen,
die einen messbaren Nutzen für das Gemeinwohl erzielen. Das
enorme Ausmaß an sinnloser Steuergeldverschwendung legt ein
gewaltiges Potenzial an Einsparungen frei, die vorgenommen
werden können, ohne dass die Bürger davon überhaupt etwas merken
würden. Zur Kostensenkung wollen wir deshalb den Eigenbedarf des
Landes
für
die
Verwaltung
und
das
Parlament
auf
das
kleinstmögliche Maß reduzieren. Wir wollen jedes der einzelnen
Förderprogramme des Landes auf ihren gesellschaftlichen Nutzen
und ihre Effektivität prüfen, und um den Verwaltungsaufwand zu
reduzieren, die große Anzahl kleinerer Programme auf wenige,
aber dafür gut ausgearbeitete große Programme reduzieren.
3. Beraterverträge reduzieren und kontrollieren!
Wiederholt ist die Landesregierung in den vergangenen Jahren
wegen der missbräuchlichen Vergabe von Beraterverträgen in die
Schlagzeilen
geraten.
Beratung
zur
Genderpolitik
für
Stundenhonorar von bis zu 480€ brauchen wir nicht! Wir wollen
systematisch gegen die überhandnehmende, unnötige und sogar
missbräuchliche Vergabe von Beraterverträgen vorgehen. Bevor ein
Beratervertrag vergeben wird, muss geprüft werden, ob das
jeweilige Ministerium die Aufgabe nicht selbst erledigen kann.
Beraterverträge sind auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.
Bei der Vergabe von Beraterverträgen muss mehr Transparenz
herrschen, um Günstlingswirtschaft zu vermeiden.
4. Steuerverschwendung bestrafen!
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Der nachlässige Umgang mit dem hart erarbeiteten Steuergeld
unserer Bürger ist kein Kavaliersdelikt. Wir wollen deshalb alle
landesgesetzlichen
Möglichkeiten
ausschöpfen,
um
die
nachweisliche
Verschwendung
von
Steuermitteln
des
Landeshaushaltes durch empfindliche Sanktionen zu ahnden.
5. Mehr Geld fürs Land!
Unabhängig von der fehlgeleiteten bisherigen Haushaltspolitik
leidet
Sachsen-Anhalt
unter
einer
unzureichenden
Finanzausstattung. Allein für das Jahr 2022 ergibt sich aus der
mittelfristigen Finanzplanung eine Finanzierungslücke von über
einer Milliarde Euro. Dieses strukturelle Defizit wächst mit
jedem Jahr weiter an und geht maßgeblich auf steigende
Pensionslasten zurück. Dieses strukturelle Defizit steht in
keinem Zusammenhang mit dem Wirtschaftseinbruch vom Frühjahr
2020. Ab 2022 kann kein ausgeglichener Haushalt ohne massivste
Ausgabenkürzungen mehr erreicht werden. Wir werden uns deshalb
dafür einsetzen, über den Länderfinanzausgleich aber auch direkt
vom Bund mehr Finanzmittel für unser Land zu erhalten. Es kann
nicht sein, dass sich beim Bund eine Asyl-Rücklage im
zweistelligen Milliardenbereich auftürmt, während viele Kommunen
am Bettelstab gehen müssen.
6. Mehr Geld für die Kommunen!
Aus der chronischen Unterfinanzierung Sachsen-Anhalts folgt die
Unterfinanzierung der Kommunen. Gut zwei Drittel der kommunalen
Sozialausgaben werden aktuell durch Aufwendungen der Sozialhilfe
(SGB XII) bzw. der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II)
sowie durch die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)
gebunden.
Hinzu
kommen
überproportional
steigenden
Sozialausgaben, die zum großen Teil auf sogenannte Flüchtlinge
zurückzuführen
sind
und
letztlich
zu
untragbar
hohen
Kreisumlagen
oder
zu
kommunaler
Neuverschuldung
führen.
Temporäre
Investitionsprogramme
oder
Altschuldenprogramme
helfen kurzfristig, ändern jedoch nichts an der grundsätzlichen
Unterfinanzierung. Stattdessen müssen die Schlüsselzuweisungen
innerhalb des FAGs deutlich erhöht werden. Bei der längst
überfälligen Neuorganisation der Bund-Länder-Finanzbeziehungen
muss das Subsidiaritätsprinzip wesentlich stärker als heute
Beachtung finden und der kommunale Ausschüttungsanteil am
Gesamtsteueraufkommen deutlich vergrößert werden.
7. Gewerbesteuer wirtschaftsfreundlich ausgestalten!
Kommunen, die unter Konsolidierungsdruck stehen, werden aktuell
durch das Land und die Aufsichtsbehörden dazu gezwungen, zur
Erhöhung der Einnahmen u.a. die Gewerbesteuer zu erhöhen. Dies
belastet
die
Wirtschaft
und
stellt
zumeist
auch
keine
nachhaltige Lösung für die Finanzprobleme der betroffenen
Kommune dar. Höhere Gewerbesteuern vertreiben die Unternehmen
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aus dem Gebiet der Kommune, verringern die Steuereinnahmen und
münden so in einen Teufelskreis. Die AfD will deshalb die
Landesgesetze
anpassen,
dass
auch
Kommunen
unter
Konsolidierungsdruck
nicht
mehr
gezwungen
werden,
die
Gewerbesteuer anzuheben.
8. Finanzströme entflechten!
Innerhalb
der
gegenwärtigen
Bund-Länder-Finanzbeziehungen
sorgen die unübersichtlichen Umverteilungsmechanismen dafür,
dass die Bürger kaum noch erkennen können, welche Leistungen
ihres Landes sie für welche Steuerzahlungen erhalten. Sie sind
unnötig
kompliziert
und
führen
zu
einer
bürgerfernen
Intransparenz des Systems. Es muss für den Bürger klarer werden,
welche Steuern er für welche Ebene entrichtet. Wir wollen uns
deshalb über den Bundesrat dafür einsetzen, die Finanzströme in
dieser Republik zu entflechten.
Klug Wirtschaften
9. Handel und Freundschaft mit Russland!
Durch
die
Sanktionspolitik
der
Bundesregierung
gegenüber
Russland ist der Osthandel dramatisch eingebrochen. Experten
gehen davon aus, dass in Deutschland ca. 500.000 Arbeitsplätze
gefährdet sind und sich die Wirtschaftsbeziehungen zu Russland
nachhaltig verschlechtern. In Sachsen-Anhalt sind die ersten
Firmenpleiten zu verzeichnen. Wir fordern daher die sofortige
Aufhebung
der
Wirtschaftssanktionen
gegen
Russland,
die
politisch falsch sowie effektlos sind und in erster Linie unsere
heimische Wirtschaft schädigen.
10. Wirtschaftsförderung, die uns nützt!
Wir wollen die Wirtschaftsförderung umstrukturieren, weg von der
modischen Fokussierung auf Start-ups, hin zu solchen Betrieben,
die am meisten zur Sicherung vorhandener bzw. Schaffung neuer
Vollzeitarbeitsplätze beitragen. Anstatt nach den Sternen zu
greifen, wollen wir den ländlichen Raum erhalten, indem wir auch
kleine
mittelständische
Betriebe
vor
Ort
in
unsere
Förderkonzepte einbeziehen. Zu diesem Zweck wollen wir uns auch
dafür einsetzen, dass entgegen der EU-Gesetzgebung Aufträge
wieder bevorzugt an ortsansässige Unternehmen vergeben werden
können.
Weiterhin
muss
im
Wirtschaftsministerium
eine
Arbeitsgruppe
geschaffen
werden,
um
Unternehmen,
die
Fördermittelanträge stellen wollen, kostenfrei zu beraten.
Grundsätzlich dürfen nur noch Unternehmen mit Niederlassungen in
Sachsen-Anhalt und keine Fördermittelnomaden mehr gefördert
werden. Die AfD Sachsen-Anhalt sieht in einem gesunden
Mittelstand
die
Grundlage
einer
leistungsfähigen
und
erfolgreichen Wirtschaft. Wirtschaftspolitik ist in erster Linie
eine gute Mittelstandspolitik.
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11. Bürokratie minimieren!
Ein überhandnehmender Steuerungswille der Politik und ein
ausuferndes staatliches Informationsbedürfnis führen dazu, dass
die Bürokratie explodiert und unsere Unternehmen sinnlos
belastet und in ihrer Produktivität hemmt. Nahezu alle
Unternehmen leiden beträchtlich unter einer Vielzahl nationaler
und europäischer Vorschriften und Gesetze, die ihre Tätigkeiten
regulieren. Diese Gesetzesflut belastet insbesondere kleinere
Unternehmen. Der Staat soll generelle Richtlinien zur Sicherung
der Wettbewerbsordnung erlassen und auf etwaige Detailregelungen
verzichten. Den Unternehmern und Bürgern muss hier mehr
Eigenverantwortung
zugestanden
werden.
Wir
wollen
die
staatlichen Eingriffe in das Leben der Wirtschaft radikal
minimieren.
12. Transparenz bei Sparkassen und Beteiligungsgesellschaften!
Wir
fordern
eine
Transparenzoffensive
für
Beteiligungsgesellschaften
und
Sparkassen.
Landeseigene
Unternehmen
und
Sparkassen
sollen
künftig
durch
den
Landesrechnungshof geprüft werden. Immer wieder stehen Vorwürfe
von
Miss-
und
Vetternwirtschaft
im
Raum.
Um
die
Kontrollierbarkeit und das Vertrauen zu gewährleisten, sollen
fortan jene Institutionen durch den Landesrechnungshof geprüft
werden.
Hierzu
wird
eine
entsprechende
Anpassung
des
Landesrechnungshofgesetzes
sowie
des
Sparkassengesetzes
angestrebt.
13. Arbeitsplätze fördern!
Die herkömmliche Wirtschaftsförderung leidet daran, dass sie
sich oftmals nicht in der Neuschaffung von Arbeitsplätzen
niederschlägt, sondern wirkungslos verpufft. Wir wollen eine
Prämie
von
25.000€
pro
Arbeitsplatz
zahlen,
die
aber
zurückgezahlt werden muss, wenn der Arbeitsplatz drei Jahre nach
Schaffung
nicht
mehr
als
sozialversicherungspflichtiges
Arbeitsverhältnis besteht.
14. Handwerksmeister stärken!
Mit der ständigen negativen Nivellierung von Bildungs- und
Erfahrungsvoraussetzungen wie etwa der Abschaffung des Diploms
oder dem Verzicht auf den Handwerksmeister als Voraussetzung zum
Führen
von
Handwerksbetrieben
verlieren
die
deutsche
Berufsbildung und die Produktqualität ihren guten Ruf in der
Welt. Das gefährdet unseren wirtschaftlichen Vorsprung vor
anderen Industrienationen. Wir setzen uns deshalb dafür ein, den
Meisterabschluss zu erhalten und durch Gleichstellung mit dem
Bachelor aufzuwerten.
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15. Meisterprämie einführen!
Aufgrund
einer
fehlgeleiteten
Akademisierungspolitik
und
schlechter
Bezahlung
in
den
Anfangsjahren
erleben
die
klassischen Ausbildungsberufe seit Jahrzehnten einen Rückgang,
der mittlerweile zu einem schädlichen Fachkräftemangel im
Handwerk geführt hat. Kommen dann noch die Kosten für die
Meisterschule hinzu, braucht man sich über ein mangelhaftes
Interesse an diesen so wichtigen Führungspositionen im Handwerk
nicht zu wundern.
Um dem entgegenzuwirken, fordern wir bei erfolgreichem Abschluss
einer Meisterausbildung bis zum 25. Lebensjahr jedem neuen
Meister eine Prämie von 5000 Euro zu zahlen. Bei erfolgreichem
Abschluss bis zum 30. Lebensjahr erhält er eine Prämie in Höhe
von 2500 Euro. Vom 30. Bis 35. Lebensjahr sollen ihm 1000 Euro
ausgezahlt werden. Dadurch soll eine Gegenposition zu den
jahrelangen Fehlanreizen der Politik der Altparteien geschaffen
werden. Wir wollen Meister finanziell unterstützen und zugleich
ihre wichtige gesellschaftliche und wirtschaftliche Stellung
betonen. Mit der finanziellen Staffelung sollen junge Menschen
animiert werden, so schnell wie möglich ihren Meisterabschluss
zu machen, damit aus aufgeschoben nicht später noch aufgehoben
wird.
16. Die Kommunen sollen freier entscheiden, was sie fördern
wollen!
Angestellte kommunaler Fachämter verbrauchen einen zu großen
Teil ihrer Arbeitszeit für Antragstellung, Nachweisführung und
Abrechnung von Fördermittelanträgen. Geplant und entwickelt wird
dabei auch nicht immer was für die Stadt notwendig ist, sondern
was gerade in laufende Förderprogramme passt. Dadurch wird dann
wiederum wertvolles Steuergeld verschwendet. Wir wollen deshalb
die
Eigenverantwortlichkeit
der
Kommunen
für
sämtliche
Entwicklungsziele erhöhen. Fördermittel müssen mit weniger
Bürokratie abgerufen und freier eingesetzt werden können.
17. Qualifikation statt Quote überall!
Bei Stellenbesetzungen muss in erster Linie die persönliche
Qualifikation,
nicht
aber
das
Geschlecht
oder
sonstige
genetische Merkmale, den Ausschlag geben. Dies gilt für den
Öffentlichen Dienst wie auch für die Wirtschaft. Wir wollen
deshalb die Einstellungspraxis der Landesbehörden dahingehend
reformieren, dass das Geschlecht und sonstige sachfremde
Merkmale
der
Bewerber
keine
Rolle
mehr
spielen
und
selbstverständlich werden wir uns auch dafür einsetzen, dass der
Staat sich aus der Einstellungspraxis in der Privatwirtschaft
heraushält. Wir unterstützen die Unternehmen des Landes bei
ihrem Widerstand gegen obligatorische Frauenquoten z.B. in
Aufsichtsräten.
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51
18. Aus dem Kohleausstieg aussteigen!
Deutschland fördert mehr Braunkohle als jedes andere Land der
Welt und verfügt nach Russland und Australien über die größten
Braunkohlereserven.
Bei
konstanter
Förderung
würden
die
deutschen Vorräte noch knapp 200 Jahre reichen. Mit dem Ausstieg
aus der Braunkohle verzichtet das an Rohstoffen arme Deutschland
freiwillig und ohne sachlichen Grund auf die wichtigste
heimische
(Energie-)
Ressource.
Zudem
gehört
die
Kohleverstromung neben der
Atomkraft
gegenwärtig zu den
günstigsten Formen der Stromerzeugung. Sachsen-Anhalt wird dabei
von dem Kohleausstieg besonders hart getroffen. Rund 20.000
gutbezahlte
Industriearbeitsplätze
drohen
ersatzlos
wegzubrechen. Ausgleichsprogramme sind keine Alternative, weil
keinesfalls sicher ist, dass sie Erfolg bringen, und dafür
wiederum finanzielle Ressourcen, die an anderer Stelle fehlen,
aufgewendet werden müssen. Die AfD-Sachsen-Anhalt fordert
deshalb den Ausstieg aus dem Kohleausstieg.
VIII Das Land bewirtschaften, die Umwelt erhalten, die
Bürger versorgen!
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Das Land bewirtschaften!
1. Vor Ort produziert vor Ort konsumiert
Unsere Landwirtschaft soll in die Lage versetzt werden, ihre
hochwertigen Produkte direkt vor Ort zu verkaufen. Durch die
Aussparung von Zwischenhandel und Transportkosten können so
faire Preise sowohl für die Konsumenten als auch für die
Produzenten garantiert werden. Zugleich werden wir unabhängiger
von Exporten und können zur Entflechtung schädlicher globaler
Handelsstrukturen beitragen. Deshalb lehnen wir auch den Import
von Gülle aus dem Ausland und von außerhalb eines Radius von 300
Kilometern grundsätzlich ab. Der Import von Billiglebensmitteln
muss zur Not auch durch Strafzölle etwa bei schlechten
Qualitätsstandards der Importware zurückgedrängt werden. Ebenso
lehnen wir Futterimporte ab. Wir setzen uns dafür ein, dass
Futtermittel in Sachsen-Anhalt wieder produziert werden können.
Unser Leitbild bei der Landwirtschaft ist nationale Autarkie
statt internationaler Vernetzung. Sowohl die konventionelle als
auch die biologische Landwirtschaft sollen beide zu gleichen
Teilen gefördert werden.
2. Bauern, Bewahrer unsere Kulturlandschaft!
Der Schutz von Flora, Fauna und Boden gehört zum ureigensten
konservativen Denken. Ein guter Ansatz ist die Wiederherrichtung
von Feldrandstreifen, Landmarken, Hecken und Baumreihen. Auch im
Acker selbst können wieder Bäume gepflanzt werden, um der
Bodenerosion
entgegen
zu
wirken
und
natürlichen
Schädlingsbekämpfern einen Unterschlupf zu geben. Eine amtliche
Enteignung durch vorgeschriebene Stilllegungsflächen lehnt die
AfD
ab.
Eine
Umwandlung
landwirtschaftlicher
Flächen
beispielsweise
für
landschaftszerstörende
Solarparks
ist
inakzeptabel. Wir fordern die Anerkennung des Bauernstandes als
Bewahrer
von
Kulturlandschaften
des
gleichberechtigten
Lebensraums von Mensch, Tier und Pflanze.
3. Gen-Forschung erlauben - historisches Saatgut und heimische
Nutztierrassen fördern!
Aufgrund nicht abschätzbarer Risiken lehnen wir genmanipulierte
Nahrungs- und Futtermittel ab, befürworten jedoch die Forschung
auf diesem Gebiet, damit Deutschland als Hochtechnologiestandort
nicht ins Hintertreffen gerät. Die Nutzung von gentechnologisch
verändertem Saatgut muss allerdings streng reglementiert und
überwacht
werden.
Eine
Abhängigkeit
von
multinationalen
Konzernen (z.B. durch Patentierungen von Genomsequenzen, oder
Saatgut) muss verhindert werden. Neben der zukunftsorientierten
Genforschung, die uns neue, ungeahnte Möglichkeiten eröffnet,
wollen wir uns aber auch auf das Bewährte besinnen und die
Kultivierung historischer, vergessener oder vom Aussterben
bedrohter Pflanzen- und Tierarten fördern. Das Harzer Höhenvieh
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erlebte in den vergangenen Jahren eine Renaissance, weitere
heimische Nutztierrassen warten darauf, wieder entdeckt zu
werden.
4. Einsatz von Dünger und Pflanzenschutz nach unseren Regeln!
Die
Europäische
Union
hat
die
BRD
verpflichtet,
die
Grundwasserqualität durch weniger Nitrateintrag durch die
Landwirtschaft
zu
verbessern.
Dazu
wurde
ein
Messnetz
eingerichtet und sog. Rote
Gebiete
(mit eingeschränkter
Bewirtschaftung) definiert. Die Landesregierung hat im Bundesrat
dafür
gesorgt,
dass
die
Verordnung
durch
Enthaltung
durchgewunken wurde. Wir setzten uns für ein Moratorium der Roten
Gebiete und der Düngeverordnung ein. Einer auf das Notwendigste
reduzierten Düngung dieser Gebiete ist nichts entgegenzusetzen.
Neue Gülleverwertungsprozesse zur Nitratminimierung sind auch in
Deutschland zu fördern und anzuwenden. Das umstrittene Glyphosat
wiederum darf nicht zur Reifung eingesetzt werden. Glyphosat zur
Vorbehandlung und als Notfalleinsatzmittel bei Befall muss so
lange, bis ein Alternativmittel vorliegt, möglich sein. Eine
heimliche Enteignung der Landeigentümer ist mit der AfD nicht zu
machen.
Außerdem fordern wir eine Änderung des Genossenschaftsrechtes
(Agrarstrukturgesetz/Ansässigkeitsprinzip).
5. Tiere artgerecht halten Schächten verbieten!
Schächten ist eine der qualvollsten Arten, ein Tier zu töten.
Deshalb wollen wir diese archaische Ritualpraxis in Sachsen-
Anhalt
verbieten.
Wir
wollen
eine
zukunftssichere
und
gesellschaftsfähige Art der Tierhaltung in Sachsen-Anhalt.
Tiere brauchen Auslauf und Platz, sie brauchen Geselligkeit und
Sauberkeit, sie brauchen Beachtung und Wertschätzung. Dafür
wollen wir Maßnahmen umsetzen, damit den Tieren mehr Platz im
Stall zur Verfügung steht, Tiere wieder in Ruhe auf die Weiden
können und Tierhalter von ihrer Arbeit leben und investieren
können. Auch eine für das Tier möglichst schmerzfreie Tötung im
Rahmen der Schlachtung gehört dazu, genauso wie die Festlegung
eines Höchstradius für Tiertransporte.
Die Umwelt erhalten!
6. Wir sind nicht die Müllhalde der Nation!
Sachsen-Anhalt entwickelte sich in der Vergangenheit zunehmend
zum Müllimportland. Flächendeckend entstanden überall neue
Deponien, obwohl der Bedarf nach aktuellem Abfallwirtschaftsplan
gar nicht existiert. Müll wird auch innerhalb Sachsen-Anhalts
oft nicht dort entsorgt, wo er anfällt, sondern quer durchs Land
zu einer der vielen Müllverbrennungsanlagen gefahren. Dieses
unökologische Verfahren möchten wir beenden. Wir möchten unsere
Bürger vor Müll, Gestank und Gift schützen. Müll muss vermieden
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werden, wenn möglich wiederverwertet werden, und nur wenn das
nicht möglich ist, muss er dort entsorgt werden, wo er anfällt.
7. Nachwachsende Rohstoffe sind die Zukunft!
Wenn
wir
auch
die
herrschende
Politik
der
künstlichen
Verteuerung fossiler Energieträger ablehnen, so gilt doch, dass
die Vorkommen an Erdöl und Kohle endlich sind. Ersatzgrundstoffe
und neue Energieformen müssen mit der natürlichen Verknappung
von Öl und Kohle von der freien Wirtschaft entwickelt werden und
sich auf dem freien Markt von allein durchsetzen, wir wollen
diese Entwicklung aber mit staatlichen Maßnahmen unterstützen
und fördern. Dabei verfolgen wir auch das Ziel, uns unabhängig
von Ölimporten zu machen, und so die Souveränität unseres Landes
zu sichern.
8. Wasser ist Leben
Entsprechend sorgsam ist mit unseren Grundwasserreservoiren und
Flüssen umzugehen. Fischsterben durch Gewässerverunreinigungen
sind zu ahnden, die Angler für Extraaufwand finanziell zu
entschädigen und in ihren Hegeverpflichtungen zu unterstützen.
Produktionsabwässer dürfen nicht ungeklärt in die Flüsse
eingeleitet werden. Hierzu gehört auch, dass ein Mindestabstand
von 10 m zwischen landwirtschaftlicher Nutzfläche und den
Gewässern eingehalten wird.
Wir wollen unsere Flüsse fischpassierbar machen, um die
Artenvielfalt zu erhöhen. Wir stehen für den Erhalt und die
Rückgewinnung von Auenlandschaften, die gleichzeitig einem
natürlichen Hochwasserschutz bieten.
9. Raumfremde Arten bekämpfen!
Tiere und Pflanzen, die hier nicht beheimatet sind, aber im Zuge
internationaler Waren- und Wanderungsströmen eingeschleppt
wurden, sog. Neozoen und Neophyten, bringen unser Ökosystem
durcheinander.
Ohne
natürliche
Fressfeinde
gefährden
sie
heimische Tierarten, die ohnehin schon vom Aussterben bedroht
sind und richten einen immensen Schaden an. Wir fordern deshalb
höhere Abschussprämien beispielsweise für Waschbären und wollen
die Bekämpfung von Neophyten wie dem Bärenklau weiterhin durch
Förderprogramme unterstützen.
10. Naturschutz mit Augenmaß!
Die Naturschutzmaßnahmen im Land sind oft verfehlt, unzureichend
oder gehen schlicht am tatsächlichen Bedarf vorbei. Das wollen
wir ändern. In diesem Sinn fordern wir, das Natura-2000-Netzwerk
zu
überarbeiten,
Bauern-,
Forst-
und
Fischereiverbände
einzubeziehen
und
eine
solide
Notwendigkeitsanalyse
zu
erstellen. Wir wollen Moore pflegen und erhalten. Touristische
und
wirtschaftliche
Erschließungsprojekte,
bei
denen
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55
Naturgebiete wie z.B. Hochmoore beschädigt werden, dürfen nicht
mehr unterstützt werden. Sanfter und naturerhaltender Tourismus
ist zu fördern. Ebenso lehnen wir Mega-Stromtrassen ab und wollen
die
dezentrale
Stromproduktion
fördern.
Mega-Stromtrassen
bringen nur Gewinn für die Hersteller der Materialien. Am Ende
stehen hohe Strompreise, die durch die Bürger getragen werden
müssen. In Ballungsgebieten sollten statt Hochtrassen Erdkabel
genutzt werden.
Die Bürger mit Energie versorgen!
11. Energie bezahlbar machen!
Die herrschende Politik ist geprägt von einer rücksichtslosen
künstlichen
Verteuerung
der
Energiepreise
im
Dienste
fragwürdiger Ideologien. Wir wollen mit dieser Politik brechen
und dafür sorgen, dass Energie wieder bezahlbar wird. Es muss
Schluss sein, mit der Entwicklung fragwürdiger Energieformen
unter der Maßgabe „koste es, was es wolle“. Wir stehen
alternativen Energieerzeugungen aufgeschlossen über, wenn sie
preisgünstiger sind, und wollen auch eine Forschung fördern, die
danach fragt, wie die Energieversorgung billiger werden kann.
Wir
denken
dabei
z.B.
an
hocheffizient
arbeitende
Blockheizkraftwerke an Wasserkraft oder auch an Atomkraft.
Prinzipiell soll die Energie dort erzeugt werden, so sie
gebraucht wird.
12. Unabhängigkeit von Energielieferanten fördern!
Entsprechend unserem Leitbild des freien Bürgers wollen wir die
Energieselbstversorgung, die einen von großen Energiekonzernen
unabhängig macht, besser fördern. In diesem Sinn lehnen wir
Quadratmeter-/
oder
Leistungsbeschränkungen
bei
der
Einmalförderung zum Aufbau von Solaranlagen auf dem eigenen Dach
ab. Andererseits aber muss sich die Einspeisevergütung für
Solarstrom am Marktpreis orientieren und darf nicht künstlich
erhöht werden. Die Anbringung von Solarpanels auf Agrarflächen
ist zu verbieten. Agrarflächen sind zur Lebensmittelproduktion
zu nutzen. Außerdem wird das Mikroklima durch großflächige
Solaranlagen aufgeheizt.
13. Kein Fracking in Sachsen-Anhalt!
Das sog. Fracking, also die Methode, Energieträger zu gewinnen,
indem Erdschichten mit Hochdruck aufgebrochen werden, kann
schwerste
Umweltschäden
verursachen.
Es
drohen
eine
Verunreinigung des Oberflächenwassers und des Grundwassers,
Erdbeben
und
Gesteinsverschiebungen
mit
verheerenden
Auswirkungen.
14. Keine Landschaftsverschandelung durch Windräder!
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Windparks zerstören unsere Kulturlandschaft, gefährden die
Artenvielfalt, beeinflussen das Mikroklima negativ und treiben
die
Energiekosten
durch
Anschaffungs-,
Wartungs-
und
Entsorgungskosten in die Höhe. Wir lehnen deshalb einen Neubau
von Windradanlagen grundlegend ab. Bereits bestehende Windräder
können bei nachgewiesener Wirtschaftlichkeit weiter betrieben
werden.
Wald und Waid pflegen und hegen!
15. Die Leistung der Jäger und Angler anerkennen!
Vor dem Hintergrund eines linken Weltbildes, das die Tötung von
Tieren und den Umgang mit Waffen zu Unrecht problematisiert,
werden Jäger leider immer öfter in einem schlechten Licht
dargestellt. Wir distanzieren uns davon, bekennen uns mit
Nachdruck zur Jagd und erkennen die hohe Leistung der Jäger beim
Naturschutz und der Pflege unserer Kulturlandschaft an. Ebenso
schätzen wir den Beitrag der Fischereibetriebe und der in
Vereinen organisierten Angler zum Umweltschutz, Artenschutz und
zur
Bewahrung
der
natürlichen
Gewässerlandschaften.
Das
Wiedereinsetzen von zu kleinen, oder zu großen Fischen muss bei
lösbaren Haken im Maulbereich wieder erlaubt werden.
16. Mehr Artenvielfalt im Wald!
Forstliche Monokulturen sind nicht nur von geringem ästhetischem
Reiz, sie sind auch empfindlicher für Schädlingsbefall und
sonstige Schädigungen, und dies vor allem angesichts der
aktuellen natürlichen Erderwärmung. Mischwälder sind deshalb
Monokulturen vorzuziehen. Dazu gehört auch die Nachzucht alter
Wildtierrassen, z.B. die Förderung von Waldbienenprojekten, die
Ansiedlung von Auerochsen oder Wisenten, die auf das verbesserte
Mikroklima von Mischwäldern angewiesen sind. Außerdem fordern
wir mehr Unterstützung für die Forstwirtschaft in Sachsen-Anhalt
als Träger von Arbeitsplätzen, Rohstoffproduktion und Bewahrer
eines guten Klimas.
17. Mehr Förster für Sachsen-Anhalt!
Wir verstehen den Beruf des Försters als Wald- und Klimaschützer.
Försterstellen dürfen nicht gestrichen werden, stattdessen sind
mehr Försterstellen einzurichten. Die Forststrukturreform, wie
sie momentan vorliegt, lehnen wir kategorisch ab. Dem Wald kommt
dabei auch eine nicht zu unterschätzende Bedeutung als
identitätsstiftendes Kulturgut im Sinne des deutschen Waldes zu.
Deshalb wollen wir auch forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse
fördern. Genossenschaften können auf kritische Ereignisse und
sich verändernde Rahmenbedingungen besser reagieren.
18. Traditionelle Waldbauern unterstützen!
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57
Die kleinen und privaten Waldbesitzer tragen die größte Last der
verfehlten Waldpolitik. Sie stemmen sich mit aller Macht gegen
die ihnen auferlegten Auflagen und Regeln. Sie planen und
gestalten die Entwicklung ihrer Wälder nicht in Wahlperioden,
sondern in Generationen. Diese Menschen verdienen unsere
Unterstützung. So wollen wir uns dafür einsetzen, dass die
Gewässerumlage von Waldbesitzern nicht mehr gezahlt werden muss,
denn Waldboden speichert Wasser. Wir wollen, dass Förderungen
des Landes für kleine Waldbesitzer ohne Eigenanteil vom Land
gefördert werden können. In der derzeitigen Lage können aus den
Wäldern keine Gelder gewonnen werden, um diese in Aufforstungen
zu investieren. Es besteht die Gefahr, dass die traditionellen
Waldbesitzer ihren kleinen privaten Wald an große ausländische
Fonds verkaufen müssen.
19. Den Wolf schützen und vor dem Wolf schützen!
Die Regierung hat auf die Rückkehr des Wolfes in unsere Wälder
nicht in angemessener Weise reagiert. Wir fordern, Herdentiere
und Menschen besser vor dem Wolf zu schützen, als es im Moment
geschieht. Hierzu sind Abschussquoten, besonders in dicht
besiedelten Kulturlandschaften von Nöten. Gleichzeitig wollen
wir den Wolf, der in vergangenen Jahrhunderten ein nicht
wegzudenkender
Teil
unseres
Waldes
war,
in
abgelegenen
Naturbereichen schützen.
IX Gute Gesundheit, menschliche Pflege!
Gute Gesundheit
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58
1. Gesundheit ist keine Ware!
Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen; sie zu schützen
muss das oberste Gebot einer guten Gesundheitspolitik sein. Bei
der Ausrichtung gesundheitspolitischer Maßnahmen muss das
Patientenwohl immer im Mittelpunkt stehen. Wirtschaftliche
Interessen müssen hintangestellt werden. Gesundheit kann und
darf kein Geschäft sein. Angesichts der in den letzten
Jahrzehnten
zunehmenden
Profitorientierung
des
Gesundheitswesens fordern wir ein grundsätzliches Umdenken weg
von Privatisierungsbestreben und betriebswirtschaftlicher Logik
hin zur Annahme der Gesundheitsversorgung als einer zu 100%
öffentlichen Aufgabe. Der Verkauf kommunaler Krankenhäuser an
gewinnorientierte private Klinikkonzerne hat sich als Fehler
herausgestellt. Die AfD fordert, die wirtschaftliche Lage der
Krankenhäuser durch Abbau des Investitionsstaus zu verbessern.
Ziel ist, das Investitionsvolumen von 180 Millionen Euro aus dem
Jahr 2005 wieder zu erreichen. Wir setzen uns mit Nachdruck dafür
ein, die Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung in
ländlichen Gebieten in kommunale Hände zurückzuführen und zu
erhalten.
2. Umstrukturierungen nur im Sinne des Patienten!
Wir wollen uns wirtschaftlichen Realitäten nicht verschließen.
Entwicklungen müssen jedoch ergebnisoffen geprüft werden und
gesundheitspolitische Fehlentscheidungen, die nicht im Sinne der
Patienten sind, müssen abgewendet werden. Daher stehen wir einer
notwendigen
Umstrukturierung
ineffizienter
kleiner
Krankenhäuser
in
Praxiskliniken
unter
Führung
von
niedergelassenen Ärzten zum Wohle und zur flächendeckenden
Versorgung
der
Patienten
nicht
im
Weg,
sofern
die
Versorgungsqualität
der
Region
hierdurch
nicht
abnimmt.
Umstrukturierungen
müssen
grundsätzlich
mit
einer
gleichbleibenden oder verbesserten medizinischen Versorgung
einhergehen.
3. Mehr lokale Gesundheitszentren!
Neben der niedergelassenen und freiberuflichen Ärzteschaft als
einer tragenden Säule der Gesundheitsversorgung begrüßen wir
auch
alternative
Versorgungsformen
wie
lokale
Gesundheitszentren. Lokale Gesundheitszentren versammeln ein
breites
Spektrum
an
Fachrichtungen,
können
moderne
Arbeitszeitmodelle anbieten und sich somit auf die neuen
Anforderungen junger Absolventen anpassen. Das erprobte Modell
der
Polykliniken
wird
hierin
in
Ansätzen
erfolgreich
weitergeführt.
Die
Führung
der
Gesundheitszentren
durch
Klinikkonzerne sehen wir kritisch, da diese ein Teil der
Daseinsvorsorge darstellen und der Patient nicht nur noch als
Objekt
in
einer
auf
Gewinnmaximierung
gedrillten
Krankenhausmaschinerie betrachtet werden darf.
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59
4. Abrechnungssystem patientenfreundlich reformieren!
Die gesetzliche Regelung des DRG Systems (Abrechnungssystem der
Krankenhäuser) hat dazu beigetragen, dass einst rentable
wohnortnahe Kliniken in wirtschaftliche Schieflage geraten sind.
Hierbei steht nur noch der Abrechnungsfall und nicht der Mensch
im Mittelpunkt. Die AfD Sachsen-Anhalt fordert, das DRG System
zu
überdenken.
Es
sichert
offenbar
keine
bedarfs-
und
leistungsgerechte Versorgung für den Patienten.
5. Den Rettungsdienst wieder zur schnellen medizinischen Hilfe
machen!
Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes stehen Tag für Tag das Leben
und die Gesundheit der Bürger. Der Rettungsdienst leistet einen
unschätzbar
wertvollen
Beitrag
zu
Gesundheitssorge
und
Gefahrenabwehr. Die Hilfsfrist in Sachsen-Anhalt kann aber durch
den Rettungsdienst schon seit langem nicht mehr flächendenkend
eingehalten werden.
Die AfD setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass die Hilfsfrist
durch den Rettungsdienst eingehalten werden kann. Das bedeutet
mehr Dezentralisierung der Rettungswachen und eine Ausweitung
der Luftrettung. Das Sicherheitsempfinden der Bürger hängt nicht
nur davon ab, wie schnell die Polizei vor Ort sein kann, sondern
auch davon, wie schnell in medizinischen Notfällen geholfen
werden kann. Für den Patienten zählt jede Sekunde. Wir fordern
daher weiterhin, mobile Ersthelfer (First Responder) flankierend
zum Rettungsdienst auf freiwilliger Basis in das Notrufsystem
aufzunehmen. Der mögliche Einsatz von Sonderwarneinrichtungen
für Ersthelfer ist hierbei ebenfalls zu prüfen. Auf Initiative
der AfD ist diese Forderung bereits in zwei Landkreisen und einer
Kreisfreien Stadt erfolgreich umgesetzt worden.
6. Besser Vorsorgen!
Das beste Gesundheitssystem ist eines, das so wenig wie möglich
in Anspruch genommen wird. In Deutschland besteht Einigkeit
darüber, dass Prävention neben der kurativen Medizin, der
Rehabilitation und der Pflege zu einer vierten Säule im
Gesundheitswesen ausgebaut werden soll. Prävention vermeidet
nicht nur Krankheiten, sondern steigert auch die Lebensqualität
und die Lebensdauer. Durch entsprechende Förderprogramme und
Angebote in Schulen wollen wir erreichen, dass Kinder und junge
Erwachsene von vornherein über die Risiken einer ungesunden
Lebensführung aufgeklärt werden und dieses zu einer gesunden
Lebensführung anregt. Wir möchten die allgemein verbreitete
Fragestellung: „Ich bin erkrankt, was mache ich jetzt?“ durch
die Fragestellung „Wie werde ich gar nicht erst krank?“ ersetzen.
Die Rahmenvereinbarung zum Präventionsgesetz in Sachsen-Anhalt,
die im Jahr 2016 unterzeichnet wurden ist, verpflichtet das Land,
dafür Sorge zu tragen, dass alle Kommunen und Kreise in die Lage
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versetzt werden, diese Mittel abzurufen und zu verwenden. Wir
unterstützen ebenso den Schul- und Vereinssport, da diese
Bereiche einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit darstellen. Wir
möchten
kostenfreies
Schulessen
nach
DGE-Zertifizierungen
anbieten, sodass unseren Kindern unabhängig vom Einkommen der
Eltern ein gesundes Wachstum ermöglicht wird.
7. Mehr Unabhängigkeit von Importen auch in der Medizin!
Die erste Auseinandersetzung mit dem neuen Corona-Virus im
Frühjahr 2020 hat uns gezeigt, dass in einer solchen Lage allein
die Nationalstaaten handlungsfähig und in der Lage sind,
Schutzmaßnahmen zu organisieren. Auch für den Fall, dass wir
einmal mit einem gefährlicheren Virus als dem Covid-19-Erreger
konfrontiert werden, müssen wir sicherstellen, dass Deutschland
sich in einer solchen Krise medizinisch versorgen kann.
Wir fordern deshalb, die Produktion medizinischer Güter in
Deutschland gezielt darauf auszurichten, dass wir unabhängiger
von instabilen Regierungen oder von fragwürdigen Interessen
Dritter
werden.
Einheimische
Unternehmen
sollen
stärker
eingebunden werden. Eine gemeinsame Produktstrategie und
Konzeption müssen flankierend begleitet werden. Angesichts der
Dimension und der Kosten der Abhängigkeit von fernen Märkten,
lohnt sich ein solches Konzept auch für die Volkswirtschaft. Wie
in der Landwirtschaft und damit bei der Ernährung unserer
Bevölkerung so streben wir auch bei versorgungsrelevanten
Medikamenten nach größtmöglicher Unabhängigkeit vom Weltmarkt.
8. Ärzte aufs Land holen!
Wir wollen die medizinische Versorgung, auch in den ländlichen
Gebieten Sachsen-Anhalts flächendeckend sicherstellen. Durch den
Landarzt-, Facharzt- und Notarztmangel sowie eine älter werdende
Gesellschaft, stehen die ländlichen Regionen schon jetzt vor
großen Herausforderungen. Um regionale Versorgungslücken zu
schließen, wollen wir ein neuartiges Landarztstipendienmodell
entwickeln. Medizinstudenten verpflichten sich gegenüber einer
Kommune, nach der Zulassung als Arzt eine gewisse Zeit im Gebiet
dieser Kommune zu arbeiten. Im Gegenzug erhalten sie während
ihrer Studienzeit ein Stipendium. Um eine Mehrbelastung der
Kommunen zu vermeiden, soll das Programm durch das Land
finanziert werden. Die Kommunen können die zweckgebundenen
Mittel abrufen.
9. Mehr Medizinstudenten!
Die AfD fordert, den weiteren Ausbau der Studienkapazitäten an
den Universitäten des Landes. Der Aufwuchs an Studienplätzen
sollte mindestens 25 % betragen. Das Potential an Studenten ist
gegeben. Wir wollen auch dafür Sorge tragen, dass unsere
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Universitäten unabhängig von dem bürokratischen und oft nicht
fachgerechten NC-System mehr engagierte Studienbewerber direkt
annehmen.
Menschliche Pflege
10. Pflegeberufe aufwerten Pflegenotstand beheben!
Sachsen-Anhalts
Pflegebranche
leidet
unter
akutem
Fachkräftemangel. Die Zahl alter und pflegebedürftiger Menschen
steigt ständig an, während die Zahl der Fachkräfte stagniert.
Wir
wollen
uns
dafür
einsetzen,
dass
der
zukünftige
Pflegepersonalbedarf auf Basis der Ermittlung des individuellen
Pflegebedarfs der Patienten und Bewohner abgeleitet wird und so
Pflegepersonaluntergrenzen für alle medizinischen Bereiche
festgelegt werden.
Angesichts der enormen Belastungen, die mit Pflegeberufen
verbunden sind, wollen wir die finanziellen Rahmenbedingungen
verbessern und uns unter anderem dafür einsetzen, dass die
Gehälter zwischen Ost und West angeglichen werden. Um der Pflege
eine Stimme zu verleihen und die Rechte der Pflege zu stärken,
fordern wir, dass die Pfleger selbst darüber abstimmen können,
ob sie die Errichtung einer Pflegekammer für Sachsen-Anhalt
wünschen.
11. Pflege zuhause fördern Familienzusammenhalt stärken!
Die Pflege zuhause hat gegenüber der Pflege im Heim entscheidende
Vorteile. Der alte Mensch verbleibt in seiner gewohnten
Umgebung, die Kosten für die Allgemeinheit bleiben überschaubar
und der Sinn von Familie, nämlich Solidarität zu spenden, wird
wieder deutlich. Wir sehen den herrschenden Trend, mehr und mehr
Aufgaben der Familie dem Staat aufzubürden, kritisch und wollen
deshalb auch auf dem Gebiet der Pflege dafür sorgen, dass
umgekehrt die Familie wieder mehr von dem übernimmt, was sie
schon immer geleistet hat und was sie auch besser leisten kann
als der Staat.
Deshalb wollen wir die häusliche Pflege besser honorieren und
Anreize setzten, Angehörige zuhause zu pflegen. Angesichts der
hohen Kosten, die ein Pflegeplatz im Heim erzeugt, sind die
Vergütungen für pflegende Familienangehörige noch zu niedrig.
Wir fordern auch eine höhere Anrechnung von Pflegeleistungen
innerhalb der Familie auf die Lebensleistung und somit auf die
spätere Rentenzahlung. Außerdem muss die Eigenbeteiligung in der
stationären Pflege begrenzt werden. Im Bereich des Wohnungs- und
Städtebaues muss der demografische Wandel berücksichtigt werden,
um der alternden Bevölkerung den individuellen Zugang zum
gesellschaftlichen Leben so lange es geht zu ermöglichen.
12. Ein Lebensende in Würde - Palliativmedizin ausbauen!
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Schwerstkranke Menschen und Sterbende haben Anspruch auf eine
spezialisierte palliative Versorgung. Die Palliativmedizin hat
das Ziel, die Folgen einer Erkrankung zu lindern, wenn keine
Aussicht auf Heilung mehr besteht. Jeder Bürger hat das Recht,
sein Leben in Würde und ohne Schmerzen beenden zu können. Um
dies für jeden schwerstkranken Menschen in Sachsen-Anhalt
gewährleisten zu können, setzen wir uns für eine flächendeckende
ganzheitliche
palliativmedizinische
Versorgung
ein.
Der
spezialisierte Bedarf wie die Unterbringung in Hospizen oder auf
Palliativstationen, selbst eine palliative Versorgung Zuhause,
kann in Sachsen-Anhalt momentan noch nicht gedeckt werde. Wir
werden daher das palliativmedizinische Angebot nachhaltig
ausbauen.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort……………………………………………………………..……………………………………………………………..…………S. 1-3
--- PAGE 64 ---
63
I Corona………………………………………………………………………………………………………………………………….……S. 4-8
II Familien & Soziales………………………………………………………………………………………………………………….S. 9-15
III Einwanderung & Integration…………………………………………………………………………………………..……S. 16-20
IV Bildung, Kultur & Wissenschaft………………………………………………………………………………….………..S. 21-28
V Inneres & Recht………………………………………………………………………………………………………….………..S. 29-36
VI Landesentwicklung & Verkehr………………………………………………………………………………..…………...S. 37-45
VII Wirtschaft & Finanzen…………………………………………………………………………………….…………..….….S. 46-51
VIII Energie, Umweltschutz & Landwirtschaft………………………………………………….……………….…..…S. 52-57
IX Gesundheit……………………………………………………………………………………………………………..…………..S. 58-62