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Unser
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Land
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von
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morgen.
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Regierungsprogramm der SPD
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für Nordrhein-Westfalen zur
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Landtagswahl am 15. Mai 2022
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Für euch
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gewinnen wir
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das Morgen.
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DES AUSSERORDENTLICHEN, DIGITALEN
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LANDESPARTEITAGS
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DER NRWSPD AM 19.02.2022.
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Inhaltsverzeichnis
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1. Für euch gewinnen wir das Morgen 3
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2. Was für UNSER LAND VON MORGEN besonders wichtig ist 5
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2.1 Die gute Arbeit von morgen: sozial, digital, klimaneutral 5
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2.2 Zusammen aufwachsen in NRW – Starke Familien und ein gerechtes
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Bildungssystem für unsere Kinder und Jugendlichen 18
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2.3 Eine bessere und zukunftsfeste Gesundheits- und Pflegeversorgung 32
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2.4 Gutes und bezahlbares Wohnen für alle 40
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3. Ein moderner Staat der Bürgerinnen und Bürger:
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digital, handlungsfähig, verlässlich 48
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3.1 Wir modernisieren die Verwaltung und machen NRW digitaler 48
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3.2 Wir machen den öffentlichen Dienst attraktiver 50
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3.3 Demokratie von Grund auf stärken 52
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3.4 Handlungsfähige Kommunen garantieren lebenswerte Heimat 56
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3.5 Zukunftsinvestitionen und nachhaltige Finanzen 59
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4. Wie wir (miteinander) leben wollen 62
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4.1 Wir schaffen moderne Mobilität: verlässlich, bezahlbar, ökologisch 62
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4.2 Klima, Umwelt und Artenvielfalt schützen 67
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4.3 Den Agrarstrukturwandel gerecht gestalten – Gesunde Ernährung,
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Tierwohl, Landschafts- und Klimaschutz 71
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4.4 Sozialer Zusammenhalt durch sozialen Ausgleich 73
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4.5 Innere Sicherheit stärken, Leben in Freiheit schützen 77
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4.6 Die Justiz in NRW muss wieder einen Spitzenplatz einnehmen 85
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4.7 Vielfalt und Zusammenhalt, Flucht und Integration 88
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4.8 Wir fördern die Gleichstellung aller Geschlechter 91
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4.9 Für eine verlässliche Basis und mutige Entwicklung in der Kulturpolitik 93
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4.10 Vielfältige und unabhängige Medien stärken 95
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4.11 NRW als Sportland Nummer eins stärken 97
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4.12 NRW im Herzen Europas 99
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4.13 Eine Welt – Unsere globale Verantwortung 101
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gewinnen wir
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das Morgen.
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Thomas Kutschaty
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Ministerpräsidentenkandidat der SPD
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1. FÜR EUCH GEWINNEN WIR DAS MORGEN
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Guten Morgen Nordrhein-Westfalen!
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Der Wecker des neuen Jahrtausends klingelt sehr laut. Jetzt wird aufgewacht und
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aufgestanden. Fünf Jahre lang hat unsere Landesregierung die Trends der Zeit
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verschlafen. Dass das stimmt, merken Sie selbst ganz leicht, wenn Sie sich diese Fragen
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hier beantworten:
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Sind in den letzten Jahren Ausstattung und Organisation unserer Bildung besser
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geworden?
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Kam die Digitalisierung schnell genug voran?
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Haben wir genug beim Klimaschutz getan?
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Sind wir gut aufgestellt in Katastrophen und Pandemien?
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Gibt es genügend bezahlbaren Wohnraum?
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Funktioniert unser Gesundheitssystem?
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Ist der Stau auf unseren Straßen kürzer geworden?
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Sie sehen, wir haben wirklich viel zu tun. Mich stresst das nicht, ich mag Herausforderungen.
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Ich bin hellwach und motiviert für Nordrhein-Westfalen. 100.000 Wohnungen will ich jedes
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Jahr bauen und dafür sorgen, dass all unsere Krankenhäuser erhalten bleiben. Begrünte
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Dächer, neue Energie und grüner Stahl sollen Realität werden. Unsere Schulen will ich
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modernisieren in einem Tempo, das wir so in unserem Land noch nicht kannten. Deshalb
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mache ich Bildung wieder zur Chefsache. Wir wollen, dass aus den Hoffnungen der
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Menschen Wirklichkeit wird. Ihre Hoffnungen sind unser Plan.
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Ich habe keine Lust, mich an der noch amtierenden Landesregierung abzuarbeiten. Es
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reicht zu sagen, was wir alle wissen: So wie es lief, war’s nicht genug. Deshalb heißt es jetzt:
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Aufstehen, anfangen, besser machen.
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Genau so haben wir unser Wahlprogramm geschrieben: Nach vorne gerichtet mit Lust auf
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Morgen. Kein Klagen darüber, was nicht gut ist, sondern ein konkreter Plan, wie es besser
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wird. Ich hoffe, Sie haben Lust auf dieses Morgen. Gemeinsam gewinnen wir es!
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Deshalb bitte ich Sie um Ihre Stimme für die SPD und für mich als Ihren zukünftigen
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Ministerpräsidenten.
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Ihr Thomas Kutschaty
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Land von
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Morgen
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besonders
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wichtig ist
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2. WAS FÜR UNSER LAND VON MORGEN BESONDERS WICHTIG IST
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2.1 DIE GUTE ARBEIT VON MORGEN: SOZIAL, DIGITAL, KLIMANEUTRAL
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Die Arbeit von morgen wird besser.
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So einfach ist unser Ziel: Die Arbeit von morgen wird besser.
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Dieses Ziel erreichen wir, indem wir jede Veränderung zum Anlass nehmen, die Arbeitswelt
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zu gestalten. Wir lieben die Veränderung, weil sie Chancen mit sich bringt, noch mehr für
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das gute Leben zu erreichen. Selten war unsere Chance auf Verbesserung so groß wie
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genau jetzt, da sich in unserer Gesellschaft so viel verändert.
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Nehmen wir zum Beispiel die Digitalisierung und den Klimawandel. Unternehmen
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vernetzen sich weltweit, neue Technologien entstehen in Rekordtempo, neue
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Produktionsverfahren setzen sich durch. In diesem weltweit stattfindenden Prozess gibt es
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unendlich viel zu tun. Welches Land könnte mehr dazu beitragen und mehr davon
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profitieren als das Technologie- und Energieland NRW? An dieser Aufgabe wollen wir in
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Nordrhein-Westfalen arbeiten. Wir wollen eine Partnerschaft zwischen sozialem
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Unternehmertum, starken Beschäftigten und einem handlungsfähigen Staat auf
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Augenhöhe. Es entstehen neue Berufsbilder. Die Wirtschaft wächst. Genau diese
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Veränderung gestalten wir, indem wir darauf achten, dass neue Arbeit noch besser wird
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als alte. Wir fördern Technologie, die große Chancen mit sich bringt, damit die Arbeit
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besser bezahlt wird. Wir fördern Unternehmen, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
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gute Arbeit bieten. Wir stellen sicher, dass wir alle vom Wachstum durch Digitalisierung
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und Transformation profitieren.
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Das heißt für uns konkret:
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Wir werden dafür sorgen, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärker an den Gewinnen
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von Unternehmen beteiligt werden, sowohl durch höhere Löhne als auch durch
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gemeinschaftlich kontrollierte Kapitalanteile an ihren Unternehmen. Diese Form von
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Beteiligung ist für uns eine sinnvolle Ergänzung zu den auszuweitenden
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Mitbestimmungsmöglichkeiten auf Betriebs- und Unternehmensebene. So entsteht ein
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gemeinsamer Wille zum Gewinn und Unternehmenserfolg im ganzen Land. Das macht
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unsere Wirtschaft stärker.
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Wir werden dafür sorgen, dass Mitarbeitende und Gewerkschaften auch bei Themen wie
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betrieblicher Weiterbildung, Digitalisierung, Personalplanung und unternehmerischen
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Zukunftsstrategien in den Betrieben mitbestimmen. Denn oft haben nicht nur die
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Eigentümer, sondern gerade die Beschäftigten die besten und konkretesten Lösungen im
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Blick. Viele Unternehmen setzen deshalb auf das Know-how ihrer Beschäftigten. Das hat
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sich auch im Projekt Arbeit 2020 gezeigt, welches zum Ende des vergangenen Jahres
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ausgelaufen ist. Die guten Ansätze dieses Projektes wollen wir in einem umfassenden
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Programm auf weitere Unternehmen und Branchen ausweiten. Damit unterstützen wir den
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Erfolg unserer Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen.
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Ganz Nordrhein-Westfalen – ohne Ausnahme – wird in den kommenden fünf Jahren
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Zugang zu schnellstem Internet bekommen. 5G wird im ganzen Land Standard für den
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Mobilfunk werden.
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Wir wollen Veränderung aktiv vorantreiben, um nicht Getriebene der Veränderungen zu
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werden. Genau deshalb investieren wir im großen Stil. Wir werden in Nordrhein-Westfalen
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30 Milliarden Euro in einem Transformationsfonds zur Verfügung stellen. Der Fonds wird
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durch strategische, temporäre Unternehmensbeteiligungen das Eigenkapital der
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(mittelständischen) Unternehmen stärken, damit ihre Unabhängigkeit sichern sowie ihre
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Kreditwürdigkeit und somit ihre Investitionsfähigkeit und Stabilität deutlich erhöhen.
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Zielgruppen sind zum Beispiel Unternehmen und Betriebe, die auf Elektromobilität, auf
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Wasserstoffbasis oder auf zirkuläre Wertschöpfungskonzepte umstellen wollen. Zudem
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werden wir unter Beteiligung der jeweiligen Wirtschaftszweige, der Gewerkschaften, aber
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auch durch die Zivilgesellschaft eine Agentur gründen, die diese Transformation
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koordiniert, die Beteiligten berät und auf dem Weg zur Arbeit von morgen unterstützt.
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Gleichzeitig kurbeln wir die Nachfrage nach neuer Technologie hier im Land an, indem wir
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durch langfristige und verlässliche öffentliche Investitionen in Klimafreundlichkeit und
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Digitalisierung dafür sorgen, dass Unternehmen sich hier auf die großen
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Zukunftsaufgaben spezialisieren und entwickeln können. Damit diese Entwicklung auch
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zum Wohle aller Menschen ist, sorgen wir mit einem Tariftreue- und Vergabegesetz dafür,
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dass bei allen Investitionen des Landes auch faire Bezahlung der Arbeitnehmenden
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garantiert wird.
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Das ist eine wirksame Strategie für den wirtschaftlichen Erfolg des Landes, weil wir
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gleichzeitig Unternehmen stärken und den Markt schaffen, auf dem sie erfolgreich
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wirtschaften können.
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Was wir an Tempo der Wirtschaft abverlangen, das nehmen wir uns auch für die
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öffentliche Verwaltung vor. Wir werden sie schneller digitaler machen. Alle
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Bürgerdienstleistungen sollen in Zukunft online erledigt werden können. Alle Ämter sollen
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alles, was digital besser geht, auch digital lösen. Dabei unterstützen wir die Beschäftigten
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in den Kommunalverwaltungen bei Umsetzung und Umstellung. Genau wie der Bund
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wollen wir mehr Expertise für Daten in die öffentliche Verwaltung holen. Wir wollen open-
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source Lösungen im öffentlichen wie im privaten Bereich fördern. Außerdem werden wir
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die gemeinsame Entwicklung und Nutzung kooperativer oder kommunaler
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Plattformmodelle – etwa für den lokalen Einzelhandel oder alternative Service- oder
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Wohnungsportale – landesweit vernetzen und deren Aufbau vor Ort durch
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Förderprogramme des Landes unterstützen. Dabei sind wir nicht naiv. Wir wissen, dass
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eine digitalisierte Gesellschaft auch größeren Bedrohungen ausgesetzt ist, und genau
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deshalb werden wir massiv in IT-Sicherheitsforschung investieren.
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Viel Digitales passiert schon an ganz vielen Stellen, in den kommunalen Verwaltungen und
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Unternehmen, aber auch und gerade im lokalen Handel, bei Dienstleistern oder der
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örtlichen Wirtschaft. Die lokalen und örtlichen Netzwerke wollen wir vermehrt durch
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Beratung und maßgeschneiderte Programme fördern, um ein engmaschiges Netz über
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ganz Nordrhein-Westfalen spannen zu können.
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All das folgt einem einfachen Prinzip: Wir sind der Überzeugung, dass es für keine
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Herausforderung der Zukunft „die eine große Lösung“ gibt. Die Lösung liegt in vielen
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kleinen Lösungen, die zusammenwirken. Deshalb gestalten wir politisch den Rahmen so,
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dass viele Unternehmen und Ideen sich durchsetzen können. Konkret heißt das, dass wir
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Geld zur Verfügung stellen, damit auch kleinere und mittlere Unternehmen direkt mit
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Hochschulen zusammenarbeiten können. So wird Forschungs- und Entwicklungsarbeit
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zum Treiber für den gesamten Mittelstand. Wir sind die treibende Kraft, dass alle vom
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Wandel und Fortschritt profitieren. Wir wollen ihn so gestalten, dass in Nordrhein-
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Westfalen wieder Vollbeschäftigung mit guter Arbeit herrscht.
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Dabei behandeln wir Ungleiches nicht gleich. Die sehr unterschiedlichen Bedingungen in
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den verschiedenen Wirtschaftsregionen NRWs verlangen nach passgenauen Lösungen.
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Gerade das Rheinische Revier steht vor einer rasanten und tiefgreifenden Umwälzung. Für
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uns bedeutet der Kohleausstieg nicht das Ende, sondern er ist der Start für neue
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Möglichkeiten. Konkret werden wir im Rheinischen Revier die Vergabe von Fördermitteln
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des Bundes massiv vereinfachen, damit Neues schneller entstehen kann. Gerade die
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Ansiedlung von neuem Gewerbe und neuer Industrie wollen wir fördern, indem wir dies bei
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der Landesplanung berücksichtigen und vereinfachte Verfahren für eine
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Sonderplanungszone schaffen. Maßnahmengesetze sind ein wichtiger Baustein. Wir wollen
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ein pulsierendes Revier als Industrieregion mit gut bezahlten und tariflich abgesicherten
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Arbeitsplätzen.
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Auch den von der Beendigung der Steinkohleverstromung betroffenen Städten im
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Ruhrgebiet wollen wir zur Umsetzung des „Fünf-Standorte-Programms“ solche
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Vereinfachungen bei der Fördermittelnutzung und der Landesplanung zur Verfügung
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stellen.
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Nicht nur im Rheinischen Revier und dem Ruhrgebiet, sondern im ganzen Land sind die
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Regionen und Kommunen starke Partner, damit die gute Arbeit von morgen durchgesetzt
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wird. Deshalb werden wir die Möglichkeit der Kommunen zur wirtschaftlichen Betätigung
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stärken und passgenaue Förderstrukturen und -programme auflegen. Der Wandel
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passiert vor Ort; dort sind die Menschen, die sich auskennen und wissen, wie der Wandel
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funktionieren kann und was dafür notwendig ist. Diese Expertise wollen wir bündeln, indem
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wir die Sozialpartner, die Zivilgesellschaft und die kommunalen und regionalen
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Entscheidungsträger in regionalen Transformationsräten zusammenbringen. Die
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regionalen Transformationsräte sorgen hier für einen Neustart, insbesondere für die
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Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.
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Unser Ziel der Vollbeschäftigung braucht nachhaltiges Wachstum. Wir sind nicht bereit, zu
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akzeptieren, dass unsere Wirtschaftsordnung für manche Menschen keine Perspektiven
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bietet. Menschen wollen Arbeit. Menschen wollen sich einbringen und sich entfalten.
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Wir wollen dafür sorgen, dass jede Arbeit – ehrenamtliche wie Lohnerwerbsarbeit – zu
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gesellschaftlicher Teilhabe, Stolz, Zufriedenheit und Erfüllung führt. Jede Tätigkeit hat
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Wertschätzung, Leistungsgerechtigkeit und Sicherheit verdient. Ein sicherer Job, besserer
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Lohn, mehr Wohlstand – das alles sind Ziele, die wir befördern wollen, egal ob die Arbeit
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digital geleistet wird oder ob man als Pflegekraft, am Fließband oder als Solo-
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Selbstständiger unterwegs ist.
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Für viele Unternehmen und Handwerksbetriebe ist gute Arbeit selbstverständlich. Leider
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ist das nicht überall so. Keine Chance soll deshalb die Ausbeutung bekommen. Wir werden
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1.000 neue Stellen beim Arbeitsschutz schaffen, um die Arbeitsschutzverwaltung NRW zu
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einer modernen, technisch gut ausgestatteten und wirksamen Eingreiftruppe auszubauen.
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Damit in ganz Nordrhein-Westfalen Arbeitsschutzverstöße mit allen Mitteln des
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Rechtsstaates besser verfolgt werden können, sorgen wir dafür, dass es in jeder
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Staatsanwaltschaft in Nordrhein-Westfalen eine speziell in Arbeitsschutz fortgebildete
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Staatsanwältin oder Staatsanwalt gibt.
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Mehr Wohlstand zu wollen, ist kein Widerspruch zu Arbeitszeitverkürzungen oder
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familienfreundlichen und inklusiven Arbeitszeitmodellen, zu fairen Löhnen, zur Aufwertung
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bislang unterbezahlter Dienstleistungsberufe, zur Forderung nach Abschaffung der
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sachgrundlosen Befristung oder gar zu einer breiten sozialen Absicherung. All dies gehört
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zu unserem Verständnis, dass Wohlstand nur gerecht werden kann, wenn respektvoll mit
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denen umgegangen wird, die ihn erwirtschaften. Unser Verständnis bedeutet konkret, dass
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wir im öffentlichen Dienst vorbildlich für die gesamte Wirtschaft, Anreize und Angebote
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schaffen, die eine gerechte Verteilung von unbezahlter Pflege- und Familienarbeit fördern,
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sowie ein Entgeltgleichheitsgesetz vorlegen. Darüber hinaus wollen wir die
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Kompetenzzentren Frau und Beruf zu zentralen Anlaufstellen für Arbeitnehmerinnen und
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Arbeitnehmer und Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber für eine familienfreundliche
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Gestaltung der Arbeitswelt weiterentwickeln.
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Wir unterstützen Menschen, die mehr vom Leben wollen. Wenn mehr Wohlstand entstehen
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soll, dann braucht es nachhaltiges Wachstum und gerechte Verteilung. Die Wirtschaft in
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Nordrhein-Westfalen soll produktiver werden, sie soll mehr Umsätze machen und mehr
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Gewinn, der allen zugutekommt. Den Luxus, kein Wachstum zu wollen, können sich nur
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diejenigen leisten, die bereits zu den Gewinnerinnen und Gewinnern unserer
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Wirtschaftsordnung zählen.
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Wachstum ist unser klares Ziel und gleichzeitig verschließen wir nicht die Augen davor,
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dass Wachstum in der Art, wie wir heute wirtschaften, nicht ohne Schaden zu erzielen ist.
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Ressourcen werden in der Wirtschaft verbraucht, das Klima wird belastet durch Industrie
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und Gewerbe. Diese Probleme des Wachstums können wir nicht ignorieren. Genau deshalb
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ist unser Grundsatz: Wachstum ohne Zerstörung.
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Wir wollen unsere Wirtschaft so schnell wie möglich zu einer Kreislaufwirtschaft („zirkuläre
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Wertschöpfung“ oder „cradle-to-cradle“) umbauen. Das heißt, dass wir Ressourcen nicht
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verbrauchen, sondern immer wieder neu nutzen. Kein Abfallprodukt mehr, das nicht an
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anderer Stelle neue Verwendung findet. Schon beim Produktdesign, der Herstellung und
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dem Vertrieb soll darauf geachtet werden, dass Wiederverwertung nach der Nutzung
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möglich ist. Wachstum bedeutet in diesem Zusammenhang, dass wir die
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Wiederverwendung beschleunigen, statt den Verbrauch. Wir wollen Rohstoffe an so vielen
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Stellen immer wieder in den Kreislauf einspeisen, dass mehr Wirtschaftskraft, mehr
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Arbeitsplätze und mehr Gewinne entstehen. Dazu benötigen wir eine
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Kreislaufwirtschaftsstrategie. In deren Rahmen wollen wir ein Kompetenzzentrum
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Zirkuläre Wertschöpfung aufbauen und die Forschungs- und Innovationsförderung
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verstärken. Wir sehen die Kommunen und Regionen als Treiber beim Zirkulären
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Wirtschaften. Mit ihren Netzwerken aus Politik und Verwaltung, Unternehmen, Hochschulen
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und Verbänden sowie unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wird der
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Strukturwandel hin zu einer abfallfreien Gesellschaft gelingen. So sind bei der Vergabe und
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im Beschaffungswesen kreislauffähige Produkte und Dienstleistungen zu berücksichtigen.
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Wir werden regionale Pläne und kommunale Konzepte zum Zirkulären Wirtschaften
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fördern, die bis 2025 zu erstellen sind. Durch intelligente Land-Stadt-Kooperationen
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können zahlreiche, qualifizierte Arbeitsplätze in der zirkulären Bioökonomie entstehen.
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Nordrhein-Westfalen ist Energie. Und Nordrhein-Westfalen muss Energieland bleiben!
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Der von Menschen verursachte Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit
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und eine existenzielle Bedrohung allen Lebens auf unserem Planeten. Die entscheidenden
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Weichen zur Lösung der Klimakrise werden in den nächsten Jahren gestellt. Als
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notwendigen Beitrag zur Überwindung dieser Krise werden wir unter Berücksichtigung der
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nationalen Klimaziele das NRW-Klimaschutzgesetz novellieren und abgeleitet von dem 1,5-
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Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens die Ziele, die Maßnahmen und das Monitoring zur
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Erreichung der Zielerreichung für NRW festschreiben.
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Energiewende und Klimaschutz sind eine Riesenchance für unser Land. Kein anderes
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Bundesland verfügt über so viel technologisches Know-how in der Energiewirtschaft wie
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Nordrhein-Westfalen. Deutschlands größte Energieversorger, aber auch größte
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industrielle Energieverbraucher, haben hier ihren Sitz, ebenso wie die wichtigsten
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Universitäten und Institute und vor allem hunderte mittelständische Champions im Bereich
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der Erneuerbaren Energien, neuen Antriebstechnologien und Energiespeicher. Für uns gilt
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unverändert der Grundsatz des Kohlekompromisses, dass der Kohleausstieg erfolgen
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wird, wenn die (jetzt beschleunigten) Ziele des Ausbaus der Erneuerbaren nachprüfbar
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erreicht sind. Der gleichzeitige Ausstieg aus Kernkraft und Kohle kann nur unter Wahrung
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der Versorgungssicherheit gelingen. Was über Jahrzehnte vor allem mit Kohle verbunden
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wurde, wird zukünftig mit Wind, Sonne, Wasserstoff verbunden sein. Denn Nordrhein-
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Westfalens Industrie ist angewiesen auf eine sichere, nachhaltige und bezahlbare
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Energieversorgung. Ebenso sind es die neun Millionen privaten Haushalte im Land, die vor
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solchen Preissteigerungen geschützt werden müssen, wie wir sie in diesem Winter
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aufgrund des Preisauftriebes von Erdgas, Erdöl und Importkohle erlebt haben. Gegenüber
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diesen Preisen senkt bereits heute jede Kilowattstunde aus Windenergie und Sonne den
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Strompreis. Wir müssen deshalb schleunigst den Rückstand aufholen, den das
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Ausbremsen der Erneuerbaren Energien der bisherigen Landesregierung verursacht hat.
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Dazu gehört für uns auch, dass wir die Kraft-Wärme-Kopplung stärker fördern, das
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Fernwärmenetz ausbauen und insgesamt den Energieinfrastrukturausbau vorantreiben.
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Dabei ist darauf zu achten, dass das Fernwärmenetz aus erneuerbaren Energien gespeist
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wird. Daher sind vor allem auch großtechnische Lösungen wie Großwärmepumpen, Groß-
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Solarthermie und Industrielle Abwärme zu forcieren. Dabei müssen wir realisieren:
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Irgendwo muss der Strom herkommen. Deswegen wird moderne Wind- und
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Solarenergienutzung zukünftig zu nahezu jedem Ort in Nordrhein-Westfalen
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selbstverständlich dazugehören. Das funktioniert aber nur, wenn die Menschen vor Ort
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auch direkt etwas davon haben. Hier gibt es exzellente Beispiele im Land, wo Bürgerinnen
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und Bürger beteiligt und Kommunalhaushalte durch Einnahmen aus der
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Energieerzeugung gestärkt werden. Dies flächendeckend proaktiv anzustoßen, ist unsere
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Aufgabe.
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Wir wollen den Klimaschutz zum Gewinn für alle machen. Um Widerstände aufzulösen und
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bessere Lebensbedingungen für alle zu schaffen, wollen wir die Beteiligung der
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Bevölkerung an den Gewinnen aus erneuerbarer Energie. Zum Beispiel soll die
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Bevölkerung in der Nähe von Windenergieanlagen von vergünstigten Strompreisen
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profitieren oder sich finanziell an den Anlagen beteiligen können. So schaffen wir es, dass
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Nordrhein-Westfalen seinen angemessenen Beitrag zu den bundesweit angestrebten zwei
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Prozent des Bundesgebietes für Windstrom bereitstellt, sei es in Wirtschaftswäldern oder
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durch Aufhebung der derzeitigen starren Abstandsflächen.
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Als ersten Schritt werden wir eine realistische Untersuchung aller Potenziale der
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erneuerbaren Energien und der zur Erreichung der Klimaschutzziele erforderlichen
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Kapazitäten für diese Energieträger in Auftrag geben. Auf dieser Grundlage werden wir
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die Energiestrategie des Landes vom Kopf auf die Füße stellen und alle erneuerbaren
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Energieträger stärker als bisher ausbauen.
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Insgesamt wird die Stromproduktion in Nordrhein-Westfalen dadurch steigen.
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Überschussmengen werden in grünen Wasserstoff umgesetzt und gespeichert. Für Zeiten
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witterungsbedingt geringerer Stromproduktion wird dieser wieder genutzt werden können,
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ebenso wie andere Speichertechnologien, in denen NRW durch die Bank führend ist. Das
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ist auch zwingend notwendig, denn zukünftig wird durch die Elektrifizierung des Heizens
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und der Mobilität mehr Strom gebraucht werden als heute. Durch die höhere Effizienz einer
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maßgeblich strombasierten Erzeugung verringert sich der Gesamtenergiebedarf aber
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erheblich. Die Erneuerbaren Energien wirken als Energiepreisbremse und ihre heimische
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Nutzung verringert gleichzeitig die Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern.
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Wir werden einen transparenten und leicht zu verstehenden, öffentlichen Kostennavigator
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für die künftigen Energiepreise (Wasser, Strom, Heizung) entwickeln, damit sich alle
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Menschen auf die neuen Energiepreise einstellen können. Dieser Navigator zeigt auch an,
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welche Hilfen seitens des Staates zur Energieförderung, für welche Einkommensgruppen
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zur Verfügung stehen. Die hohen Energiepreise werden die Kaufkraft vieler Familien
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einschränken und auch die Nachfragekaufkraft schwächen. Könnte die erneuerbare
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Energie besser gespeichert werden, wären die Kosten für den Energieverbrauch für die
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Verbraucher langfristig stabiler und kalkulierbarer. Das erfordert allerdings ein großes
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Investment für die Speicherinfrastruktur.
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Das alles ist für uns kein theoretisches Unterfangen. Wir machen es ganz konkret:
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Nordrhein-Westfalen verfügt mit der „Innovation City Bottrop“ über ein einzigartiges
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Modellprojekt mit weltweiter Strahlkraft für den sozial-ökologischen Fortschritt. Wir
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werden nach diesem Vorbild einen Klimamasterplan „Innovation Cities NRW“ auflegen, der
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in 1.000 Quartieren in den NRW-Kommunen lokale Energiewendeansätze vorantreibt,
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insbesondere im Bereich der energetischen Sanierung von Gebäuden. Die Initiative ist auch
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ein großes Auftragsprogramm für Handwerk und Mittelstand vor Ort und stärkt die Städte
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und Gemeinden. Damit werden wir die Lebensqualität der Menschen verbessern, einen
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großen Beitrag zum Klimaschutz im Gebäudesektor leisten und dafür sorgen, dass
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Wohnen bezahlbar bleibt.
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Wir wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes an der Transformation
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mitwirken können. Genau deshalb schaffen wir ein Modellprojekt „Klimaneutraler
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Konsum“, um Menschen darüber aufzuklären, wie sie nachhaltig konsumieren können.
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Auch als Land möchten wir als Vorreiter vorangehen. Wir möchten in der Zukunft auf
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landeseigenen Flächen und Veranstaltungen auf Einwegmüll verzichten und
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Mehrwegbehältnisse priorisieren. Zudem setzen wir uns für Steuervorteile bei reinen
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Unverpackt-Läden ein und streben eine Verpflichtung für Unverpackt-Abteilungen bei
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Supermärkten und Discountern an. Die völlig kontraproduktive Beendigung der seit 30
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Jahren erfolgreichen Energieagentur NRW durch die aktuelle Landesregierung hat der
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Energiewende in Nordrhein-Westfalen geschadet. Wir wollen eine Energie- und
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Klimaagentur NRW, die Personal, Netzwerke und Know-how aus dieser erfolgreichen
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Arbeit nutzt und auf personelle und finanzielle Kapazitäten in vergleichbarem Umfang
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zurückgreifen kann.
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Ganz Nordrhein-Westfalen wird sich verändern. Wir wollen Solaranlagen auf jedes Dach
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bringen, auf dem das geht. Verpflichtend für jeden Neu- und Umbau von
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Gewerbeimmobilien. Gefördert für jedes bestehende Gebäude. Öffentliche Gebäude sollen
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hier Vorbildfunktion übernehmen. Das allein ist uns nicht genug. Wir denken weiter. Was
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heute Menschen vor Lärm schützt, kann zusätzlich unser Klima retten. Das heißt, dass wir
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möglichst jede Lärmschutzwand entlang von Autobahnen und Gleisen mit
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Photovoltaikpanels ausstatten werden. Für uns nur ein Beispiel dafür, wie wir das ganze
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Land systematisch nach Chancen für mehr erneuerbare Stromproduktion absuchen
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wollen.
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Zentral für den Erfolg der Energiewende ist Tempo. Teilweise über zehn Jahre gehende
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Planverfahren gefährden eine sichere und kostengünstige Versorgung mit Energie. Mit der
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Einrichtung von Beschleunigungszentren und Service-Centern für die kommunalen
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Genehmigungsbehörden wollen wir die Bearbeitung von Genehmigungsanträgen nach
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Bundesimmissionsschutzgesetz und die rechtssichere Ausweisung von Zonen für die
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Windenergienutzung erleichtern und deutlich schneller machen. Hier soll überregional
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Expertise zusammengezogen werden, um Behörden auf Gemeinde- und Kreisebene zu
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entlasten und Planung und Genehmigung zu unterstützen. Für die wichtigsten
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Infrastrukturprojekte unserer Zeit schaffen wir damit Beschleunigung und mehr
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Rechtssicherheit.
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Wir werden die Kommunen in NRW anhalten, innerhalb der nächsten drei Jahre einen
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kommunalen Wärmeplan zu erstellen, der ausgearbeitete Maßnahmen,
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Umsetzungsprioritäten und einen Zeitplan enthalten muss. Dieser umfasst drei
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Handlungsfelder, die abhängig von den örtlichen Rahmenbedingungen optimiert werden:
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Reduktion des Wärmebedarfs in Gebäuden, erneuerbare Wärme- und Kälteversorgung
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mit thermischen Netzen sowie mit erneuerbaren Energien betriebene Einzelheizungen.
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Dabei müssen alle verfügbaren technischen Lösungen einbezogen werden: Solarthermie,
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Wärmepumpen, Biomasse, Klärgase, Abwärmequellen und viele mehr. Dazu gehören auch
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stadtplanerische Maßnahmen wie Begrünung sowie eine langfristige Power2X Strategie
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für den Einsatz Grüner Gase.
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Eine nachhaltige Industriepolitik für NRW
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NRW ist das Land großer Industrien und wird es mit uns bleiben. Stahlwerke, Raffinerien
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und Grundstoffchemie im Ruhrgebiet genauso wie im Chemiegürtel um Köln. Grundstoffe
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bilden ein solides Fundament für Metallverarbeitung und Spezialchemikalien innovativer
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oft mittelständischer Unternehmen. Industrien werden grüner, wichtiger denn je ist die
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Versorgungssicherheit mit verlässlichen Lieferketten – vom Grundstoff zum hochwertigen
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innovativen Endprodukt.
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Der mit der Transformation einhergehende Strukturwandel muss mehr sein als ein
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„Reparaturbetrieb“. Er muss eingebettet sein in eine aktive Industrie- und Wirtschaftspolitik
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in Nordrhein-Westfalen, die auf Innovationen, Mittelstand, Investitionen und junge
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Gründerinnen und Gründer setzt sowie gleichzeitig Infrastrukturen aufbaut und
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Rationalisierungen sozial abfedert. Von unserer Konkurrenz unterscheidet uns, dass wir
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Klimaschutz beherzt angehen, ohne in Opposition zu Wirtschaftswachstum zu stehen. Es
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muss jetzt darum gehen, dass NRW nicht nur ein Industrieland bleibt, sondern klar
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Industrieland Nummer eins in Deutschland für moderne, zukunftsfähige
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Industrieunternehmen ist. Für diese Transformation braucht es einen starken Staat, der
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einen klaren politischen Korridor für die ökologisch nachhaltige Transformation der
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Industrie aufmacht. Dafür braucht es den Aufbau von Leitmärkten für klimaneutrale
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Grundstoffe unter anderem durch verbindliche Recyclingquoten, unabhängige Labels für
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klimaneutrale und sozialverträgliche Produkte und Verfahren sowie
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Innovationsausschreibungen, zum Beispiel bei öffentlichen Bauten oder bei
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Technikbeschaffung.
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In Europa ist Duisburg immer noch die Stahlstadt Nummer eins. In keiner anderen Region
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als in Nordrhein-Westfalen können derzeit in einem über Jahrzehnte etablierten
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räumlichen Verbund die Stahlproduktion, die Logistik und die nachgelagerte
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Metallverarbeitung effizient zusammenwirken. Die 47.600 Menschen, die heute in der
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Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen beschäftigt sind, stehen für Innovationskraft und
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Wettbewerbsfähigkeit. Ohne die Stahlindustrie in NRW könnten weite Teile des Automobil-
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und Maschinenbaus nicht mehr unabhängig von China, Russland oder Korea den
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Grundstoff Stahl für ihre Produkte einsetzen. Um notwendige Transformationen zu
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bewältigen und den Stahlstandort NRW abzusichern, bedarf es der regionalpolitischen
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Unterstützung und Beteiligung des Landes, des Bundes und der EU. Hierfür bieten sich
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Fonds und Stiftungsmodelle an.
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Tatsache ist, dass Stahl, egal wo auf der Welt, in Zukunft ohne Kohle produziert werden
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wird. Die Frage ist nur, wann und wer dabei am schnellsten ist. Damit wir vorn dabei sind,
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muss die Produktion bei uns gehalten werden, damit wir sie zügig umbauen können. Die
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Lösung dafür heißt Wasserstoff. Wasserstoff ist nicht nur Speichermedium, sondern kann
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in Produktionsprozessen wie der Direktreduktionsverfahren zur Stahlerzeugung und in der
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chemischen Industrie direkt als Rohstoff eingesetzt werden. Auch für die chemische
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Industrie birgt die Umstellung auf Wasserstoff große Chancen.
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Die Region Rhein-Ruhr ist schon heute ein Reallabor für die industrielle Anwendung von
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Wasserstoff und unter anderem Standort des neuen Technologie- und
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Innovationszentrums Wasserstoff (TIW) des Bundes. In keinem anderen Bundesland
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konzentriert sich derzeit die Wertschöpfungskette der Wasserstoff- und
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Brennstoffzellentechnologie in den Bereichen Mobilität (Logistik) und Industrie (Stahl) so,
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wie in Nordrhein-Westfalen. Die Region kann und sollte daher zum Wasserstoffzentrum
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für Deutschland werden. Deshalb brauchen wir auch ein Pipeline-Netz, durch das wir den
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Wasserstoff im ganzen Land leiten können, statt ihn nur mit LKWs, Binnenschiffen oder
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Zügen zu transportieren.
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Es geht bei der Transformation von Nordrhein-Westfalen zum Wasserstoffland Nummer
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eins aber nicht nur um technologische Fragen, sondern auch um die Bindung und
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Ausbildung von Fachkräften. Insofern ist die Schaffung eines Ausbildungszentrums zur
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Qualifizierung von Fachkräften für den Umgang mit H2-Technologien und den H2-
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Anwendungen und zur Qualifizierung von Solarteuren und Elektrikerinnen für den Ausbau
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der Solarenergie und Ladeinfrastruktur ein ebenso wichtiger weiterer Schritt.
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Der Umbau alter Industrien und Standorte braucht neue Energien. Strom aus
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erneuerbaren Quellen wird die Feuerung großer Petrochemie-Werke ersetzen – das sind
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Strommengen wie sie unsere Großstädte verbrauchen. Die vorhandenen
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Erdgasfernleitungen sollen für die Umnutzung für grünen Wasserstoff umgebaut werden.
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Unternehmen gründen und erfolgreich machen
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Die großen Veränderungen unserer Zeit sind die Spielfelder für neue Ideen, neue
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Unternehmen und neue Technologien. Wir wollen, dass dieses neue wirtschaftliche Spiel
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möglichst viele Gewinnerinnen und Gewinner hervorbringt. Nachhaltige Industriepolitik ist
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auch moderne Industriepolitik. Dies bedeutet, dass wir die Ansiedlung moderner Industrien,
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wie die Produktion von Mikrochips vorantreiben werden. Außerdem werden wir in ganz
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NRW moderne Infrastrukturen auch für die Industrie flächendeckend, beispielsweise durch
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Hyperscaler, ausbauen. Wir finden Unternehmergeist und Gründungswille ist unsere ganze
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Unterstützung wert. Start Ups sind gut, denn Unternehmerinnen und Unternehmer
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übernehmen Verantwortung für sich selbst und andere. Wann immer sie diese
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Verantwortung zum Wohle von Gesellschaft, Umwelt sowie Arbeitnehmerinnen und
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Arbeitnehmern einsetzen, ist unternehmerisches Engagement ein Gewinn für uns alle.
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In Nordrhein-Westfalen gibt es schon heute bewährte Finanzierungs- und Beratungshilfen,
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um den Erfolg junger Unternehmen zu unterstützen. Diese Unterstützung entlässt uns als
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Politik aber nicht aus der Verantwortung, die Startbahnen für unternehmerischen Erfolg
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freizuräumen. Wir wollen, dass junge Unternehmer und Unternehmerinnen starten können
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und wenn es mal zur Bruchlandung kommt, dann geben wir gerne eine zweite, dritte oder
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immer neue Chance.
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Viele Unternehmer und Unternehmerinnen wollen und müssen Verantwortung für die
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sozialen Folgen ihres Handelns übernehmen. Wir wollen die Verbindung von
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wirtschaftlichen und sozialen Zielsetzungen bei bestehenden Unternehmen, bei
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Gründungen und in neuen Rechtsformen stärker als bisher unterstützen und fördern
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(social entrepreneurship). Dazu gehört auch eine auf soziales Unternehmertum
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ausgerichtete Förderkulisse sowie die Berücksichtigung sozial-ökologischer Kriterien für
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öffentliche Ausschreibungen.
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Für Startups von Frauen werden wir ein spezielles Förderprogramm entwickeln und die
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vorhandenen Gründungsberatungs- und Gründungsförderprogramme geschlechter-
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gerechter gestalten.
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Lebenslang Karriere durch berufliche Bildung
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Wir wollen, dass alle Menschen mit ihrem Berufsweg zufrieden sein können. Das bedeutet,
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dass man sich im Leben verändern können muss. Nicht für jeden passt der immergleiche
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Beruf für das ganze Leben. Viele Menschen wollen im Lauf des Lebens noch etwas Neues
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lernen. Genau dafür schaffen wir das passende Angebot. Mit Industrie- und
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Handelskammern, Handwerkskammern, Gewerkschaften, Volkshochschulen,
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Berufskollegs und der Agentur für Arbeit wollen wir dafür sorgen, dass Weiterbildung und
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berufliche Neuorientierung jederzeit möglich sind.
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Außerdem wollen wir die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen systematisch für beruflich
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Qualifizierte öffnen und eine Ausweitung des berufsbegleitenden Weiterbildungsangebots
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durch die nordrhein- westfälischen Hochschulen anstoßen. Gerade die verstärkte
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Einbindung von erfahrenen Berufstätigen bringt auch Chancen für einen engeren Praxis-
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und Anwendungsbezug in Forschung und Lehre mit sich.
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Die handwerkliche Meisterausbildung, als zentralen Bestandteil der Sicherung von Qualität
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und des beruflichen Aufstiegs, werden wir deshalb stärken und gemeinsam mit dem
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Handwerk Wege erarbeiten, bestehende Zugangshürden abzubauen. Die
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Meisterausbildung soll wie der Master an der Hochschule kostenfrei werden. Das Land wird
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deshalb die Kosten übernehmen, die Meisterinnen und Meistern bei ihrer Ausbildung nach
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Abzug des bewährten Meister-BAföG und anderer Förderungen entstehen. Gleichzeitig
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werden wir die Einrichtungen der gemeinwohlorientierten Weiterbildung finanziell
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verlässlich ausstatten. Dazu wollen wir die jährliche Etatsteigerung von zwei Prozent der
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Weiterbildungsmittel im Gesetz verankern. Darüber hinaus wollen wir die
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Entwicklungspauschale und den Innovationsfond nun nach der Probephase genau in
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seinen Wirkungen auswerten und, falls dieser gehalten hat, was er verspricht, auch
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entfristen und finanziell stärker ausstatten.
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Wirtschaftlicher Vorsprung durch gute Ausbildung
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Nicht nur die Weiterentwicklung im Beruf, sondern auch der Einstieg ins Berufsleben soll
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glücklich machen. Der Start ins Berufsleben soll motivieren und Ansporn bieten, mehr
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erreichen zu wollen. Die erste Erfahrung junger Menschen mit dem Arbeitsmarkt soll es
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sein, gebraucht und gewollt zu sein.
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Wir werden die duale Ausbildung attraktiver machen. Das beginnt damit, dass wir den
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Übergang von der Schule in den Beruf noch besser begleiten. Kein junger Mensch wird auf
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der Strecke bleiben. Das Erfolgsprogramm „KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss“, das
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wir als SPD gemeinsam mit den Grünen eingeführt haben, wollen wir stärken und
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weiterentwickeln. Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss brauchen auch zweite, dritte
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oder immer neue Chance.
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Jugendliche, die im Schul- und Ausbildungssystem scheitern, fangen wir konsequent auf.
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Wer trotzdem keinen Ausbildungsplatz finden kann, erhält die Chance zur
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Nachqualifizierung und ersten beruflichen Erfahrungen. Hierfür werden wir das Konzept
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der Produktionsschulen wiederaufnehmen und finanziell langfristig absichern. Hier können
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Schulabschlüsse nachgeholt werden, Praxiserfahrung gesammelt und ein
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Ausbildungsabschluss erzielt werden. Kein junger Mensch bleibt in Nordrhein-Westfalen
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ohne Abschluss zurück.
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Eine gute Ausbildung ist ein überzeugender Weg zu einem Leben in Zufriedenheit. Deshalb
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werden wir eine Ausbildungsplatzgarantie in Nordrhein-Westfalen einführen. Finanziert
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wird diese, indem Betriebe, die ausbilden unterstützt werden und Betriebe, die nicht
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ausbilden, die Kosten tragen. So schaffen wir Anreize für mehr Ausbildungsplätze und
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stellen sicher, dass die Unternehmen, die in die Ausbildung von Fachkräften investieren,
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nicht allein das Risiko tragen. Alle Unternehmen brauchen Fachkräfte, aber nur einige
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bilden sie aus. Daher stärken wir die Konkurrenzfähigkeit ausbildender Betriebe und helfen
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ihnen beim wirtschaftlichen Erfolg. Ein erster Schritt dahin wird die subsidiäre Finanzierung
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außerbetrieblicher Ausbildung sein, mit der Perspektive des Übergangs in betriebliche
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Ausbildung, wie es in Österreich bereits seit Jahren erfolgreich stattfindet.
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Ergänzend wollen wir die Gründung einer gemeinnützigen GmbH des Landes vorbereiten,
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die in Regionen als Ausbildungsverbund agiert, wo bisher keine Verbünde existieren. Denn
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Digitalisierung und ökologische Transformation werden nur real, wenn sie von gut
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ausgebildeten Fachkräften umgesetzt werden.
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Überall in Deutschland herrscht Fachkräftemangel. Deshalb ist es eine Chance für
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Nordrhein-Westfalen, sich mit höheren Ausbildungsquoten und besserer
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Ausbildungsqualität wirtschaftliche Vorteile zu erarbeiten. Wir wissen, dass Regionen in
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Deutschland in Konkurrenz zueinanderstehen und setzen alles daran, dass Nordrhein-
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Westfalen dabei gut abschneidet. Deshalb investieren wir in attraktive Berufskollegs als
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Lehr- und Lernorte.
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Die Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen werden wir bestmöglich technisch wie personell
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ausstatten. Mit unserem Programm „Gute Berufskollegs 2030“ werden wir binnen weniger
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Jahre alle Berufskollegs sanieren, modernisieren und digitalisieren können. Berufskollegs
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sollen Transformationszentren werden. Orte, an denen man als Azubi stolz ist, zu lernen
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und die eingestellt sind auf immer neu entstehende Berufsbilder.
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Für die beste Ausbildung brauchen wir auch die besten Lehrkräfte. Ganz Deutschland wirbt
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um Lehrerinnen und Lehrer, und wir wollen mit Qualität überzeugen. Wir werden die Zahl
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der Studienstandorte für das Lehramt an Berufskollegs erhöhen. Auch die Hochschulen für
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angewandte Wissenschaften sollen Lehrerinnen und Lehrer ausbilden. An neuen und alten
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Studienorten wollen wir die Studieninhalte praxisnäher ausrichten, damit die Abbruchquote
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unter den Studierenden für das Lehramt an Berufskollegs sinkt. Gleichzeitig verbessern wir
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die Arbeitsbedingungen an den Berufskollegs durch mehr Familienfreundlichkeit und
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durch eine Abkehr von starren Laufbahn-Mustern.
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Nicht zuletzt werden wir dafür sorgen, dass Auszubildende Studierenden gleichgestellt
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werden. Wir werden ein günstigeres Azubiticket mit besserer Leistung einführen. Junge
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Auszubildende sollen genau wie Studierende im Land mobil sein zu fairen Preisen. Dazu
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beseitigen wir versteckte Ausbildungskosten und fördern den Bau von barrierefreien
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Azubiwohnheimen.
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Wir finden eine berufliche Ausbildung sehr wertvoll. Sie ist für viele junge Menschen der
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passende Anschluss an die Schulzeit. Das trifft auch auf Jugendliche mit Abitur zu. Deshalb
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werden wir dafür sorgen, dass Schulen im Sinne der Profilbildung einen handwerklichen
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Zweig in der gymnasialen Oberstufe einführen können.
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Die öffentliche Anerkennung für handwerkliche Berufsausbildungen werden wir weiter
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befördern, indem wir den Bachelor Professional ausbauen und modular erworbene
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Qualifikationen zusätzlich anerkennen.
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Weil Eltern und Lehrerinnen und Lehrer wichtige Ansprechpersonen für die Berufswahl
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sind, werden wir Informationskampagnen durchführen, die das Wissen dieser Gruppen um
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neue Berufsbilder und die Chancen des Ausbildungsmarktes erhöht.
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Uns freut, dass sehr viele junge Menschen mit Einwanderungsgeschichte erfolgreich in
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unserem Handwerk sind. Sie sind eine wichtige Stütze des Erfolges der Betriebe im Land.
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Für viele ist das Berufskolleg und die Ausbildung der wichtigste Integrationsort und genau
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deshalb nutzen wir eine Veränderung der Berufsschulpflicht, um diese Integrationsleistung
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weiter zu unterstützen.
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Wir stärken den sozialen und den inklusiven Arbeitsmarkt
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Die Arbeit von morgen wird besser. Das bleibt unser Ziel und es soll für alle gelten. Auch
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für Menschen, die heute noch arbeitslos sind oder wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt
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haben. Wir wollen die Teilhabechancen von Arbeitslosen auf dem allgemeinen und dem
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sozialen Arbeitsmarkt stärken. Wir wollen mehr dafür tun, dass Menschen, die
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Unterstützung aus der Grundsicherung für Arbeitssuchende erhalten, Arbeit finden und
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auch langfristig behalten. Dafür ist Qualifizierung der Schlüssel. Deshalb soll für diejenigen,
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die keinen Abschluss haben, Qualifizierung den Vorrang vor Vermittlung in Arbeit
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bekommen.
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Wir werden neben den Bundesprogrammen zusätzlich mit einem eigenen
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Landesprogramm in Höhe von acht Millionen Euro den Sozialen Arbeitsmarkt, in den
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besonders vom Strukturwandel und hoher Arbeitslosigkeit betroffenen Regionen
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Nordrhein-Westfalens, stärken. So geben wir dort Anschubfinanzierung, wo sich noch viel
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entwickeln muss. Dabei denken wir Hilfen zusammen, indem wir die Schuldnerberatung in
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Nordrhein-Westfalen konsequent, niederschwellig und aufsuchend ausbauen, um auch
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den Menschen, die in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung durch Schulden
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gehemmt sind, einen Ausweg zu ermöglichen.
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Wir werden den inklusiven Arbeitsmarkt mit eigenen landesweiten Programmen
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unterstützen und ausbauen. Dazu gehört insbesondere die vermehrte Vergabe an
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Unternehmen, die inklusive Arbeitsplätze anbieten und in denen diese schon bestehen. Das
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bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch, dass wir von diesen Unternehmen erwarten,
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dass ihre Mitarbeiter*innen einen ordentlichen Lohn erhalten. Wir solidarisieren uns
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deshalb mit der Forderung nach der konsequenten Umsetzung des Mindestlohns in
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Werkstätten für Behinderte.
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Erwerbslosenberatungsstellen und Arbeitslosenzentren leisten einen wichtigen Betrag zur
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wirtschaftlichen Stabilisierung von Arbeitsuchenden, zur beruflichen Neuorientierung und
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zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit. Auch ihren Beitrag zur Bekämpfung
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ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse unterstützen wir. Die Arbeit der
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Erwerbslosenberatungsstellen und Arbeitslosenzentren werden wir deshalb weiter
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bedarfsgerecht finanzieren.
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Wir stärken den Wirtschaftsstandort „ländlicher Raum“
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Rund sechs Millionen Menschen bzw. ein Drittel der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen
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leben auf dem Land. Und das Leben auf dem Land gewinnt weiter an Attraktivität. Der
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Trend hat sich seit Beginn der Corona-Pandemie nochmal verstärkt. Auch weil sich die
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ländlichen Räume in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert haben. Zwar prägen
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Land- und Forstwirtschaft noch immer das landschaftliche Bild, sie dominieren aber nicht
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mehr das wirtschaftliche und soziale Leben vor Ort.
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Die ländlichen Räume in Nordrhein-Westfalen sind heute wichtige Industriestandorte, in
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denen viele Weltmarktführer für industrielle Produkte zuhause sind. Auch die gewerbliche
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Wirtschaft ist hier in den letzten Jahrzehnten um ca. 50 Prozent gewachsen, in den nicht
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ländlichen Räumen lediglich um ca. 30 Prozent. Dörfer und kleine Städte in NRW boomen
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– es wird daher Zeit, dass die Landespolitik diese Entwicklung aktiv befördert!
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Wir als SPD verstehen uns als starker Partner des ländlichen Raums. Wir sind nicht allein
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auf die Großstädte fokussiert, sondern erkennen auch die Stärken des Dorfs für die
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wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes.
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Wir wollen den Wirtschaftsstandort ländlicher Raum mit seinem Leistungsvermögen und
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mit seinen Innovationspotenzialen stärken. Deshalb setzen wir darauf, regionale
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Förderprogramme aufzusetzen. Wir wissen ganz genau, dass nicht jede Gegend in
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Nordrhein-Westfalen die gleichen Dinge braucht, und deshalb organisieren wir Förderung
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passgenau statt landeseinheitlich. Vor diesem Hintergrund werden wir ein
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Forschungsinstitut für Sozio-Informatik gründen, dass sich insbesondere mit der
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Förderung von Lebensqualität und Daseinsvorsorge in ländlich industrialisierten Räumen
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beschäftigt.
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Der wirtschaftliche Boom des ländlichen Raums sorgt für einen wachsenden Bedarf an
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Fachkräften. Genau deshalb fördern wir die Ausbildung flächendeckend in NRW. Genau
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deshalb setzen wir auf Fachkräfteprogramme. Genau deshalb werden wir Hochschulen
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und Unternehmen im ländlichen Raum vernetzen. Genau deshalb wollen wir regionale
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Kooperationen fördern und werden dafür sorgen, dass ländliche Räume enger mit den
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Ballungszentren vernetzt werden.
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Zudem wollen wir den Breitbandausbau beschleunigen, Infrastrukturen und
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Daseinsvorsorge weiterentwickeln sowie die Gesundheitsversorgung vor Ort sichern.
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Mehrfunktionshäuser sowie Räume zur gemeinschaftlichen Nutzung, wie Co-Working-
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Spaces, wollen wir fördern. Wir wollen außerdem attraktive Lebensbedingungen für
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Familien mit Kindern, für junge und ältere Menschen schaffen – von guten
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Nahverkehrsmöglichkeiten über frühkindliche Bildung bis hin zu guten Pflegeangeboten –
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, die gerade in den ländlichen Räumen Nordrhein-Westfalens dringend gebraucht werden.
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Der ländliche Raum in Nordrhein-Westfalen mausert sich zum zweiten industriellen Herz
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unseres Landes. Wir rechnen damit, dass starke Unternehmen in Dörfern und kleinen
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Städten zunehmend die Attraktivität dieser Kommunen steigern, und deshalb braucht es
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auch die passende Infrastruktur. Genau deshalb werden wir die Schließung von
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Krankenhäusern vor Ort beenden. Der ländliche Raum muss attraktiv sein, damit er weiter
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den wirtschaftlichen Erfolg des Landes vorantreiben kann.
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2.2 ZUSAMMEN AUFWACHSEN IN NORDRHEIN-WESTFALEN – STARKE FAMILIEN UND
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EIN GERECHTES BILDUNGSSYSTEM FÜR UNSERE KINDER UND JUGENDLICHEN
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Haben Sie schon einmal ein Kind beobachtet, wie es lernt? So neugierig erkundet es die
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ganze Welt. Alles ist von Interesse, alles will verstanden werden. Genau diese
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Wissbegierigkeit wollen wir erhalten und fördern. Lernen in NRW soll lehrreich sein und
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glücklich machen.
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Das Lernen ist ein lebenslanger Prozess und er verläuft bei jedem Menschen anders. Es ist
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wie beim „Laufen lernen“: jedes Kind hat sein eigenes Tempo und seine eigene Taktik.
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Einige stehen gleich wie eine eins und laufen los, andere krabbeln vor und zurück, und
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wiederum andere brauchen eine Hand, die sie hält, damit sie nicht hinfallen.
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Genauso muss auch unser Bildungssystem funktionieren. Ein System, in dem jedem Kind
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die Hand gereicht wird und in dem jedes Kind die passende Begleitung zum erfolgreichen
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Schulabschluss findet. Dieses Ziel wollen wir mit unserer Bildungspolitik erreichen: Dass es
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jedes Kind schafft.
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Alle Kinder verdienen, unabhängig von ihrer familiären Herkunft oder ihrer Postleitzahl, auf
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ihrem Bildungsweg Unterstützung dabei, ihren individuellen Weg zu finden, ob mit oder
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ohne Umweg. Das gilt erst recht für Menschen mit Behinderungen. Da, wo Kinder nicht fit
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genug sind, verdienen sie Unterstützung, um den Anschluss nicht zu verlieren. Und da, wo
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sie besonders fit sind, und besondere Talente haben, müssen sie gefördert werden, damit
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diese Talente nicht verloren gehen. Jedes Kind ist ein Individuum und jedes Kind verdient,
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dass wir all seine Facetten betrachten und das Bildungssystem an seinen individuellen
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Bedürfnissen ausrichten. Wir werden allen Kindern ein Sprungbrett für ihr Leben bauen
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und gleichzeitig ein Sprungtuch spannen, damit sie aufgefangen werden.
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Viel in der Bildung entscheidet sich in der Familie, und deshalb wollen wir Bildung
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ganzheitlicher angehen. Das an Kitas erfolgreiche Konzept der Familienzentren wollen wir
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auch an Schulen aufbauen und ausbauen. Dort sollen alle Angebote der Familienbildung
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und alle Unterstützungsprogramme gebündelt werden. Das erleichtert es Eltern, den
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Bildungserfolg ihrer Kinder zu unterstützen.
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Damit jedes Kind sein volles Potenzial entfalten kann, schaffen wir einen Anspruch auf
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einen Bildungslotsen ab der Geburt. Eine Person, die mit Rat und Tat zur Seite steht, um
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das Erreichen der eigenen Ziele zu unterstützen. Ein zufriedenes Leben für jedes Kind ist
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unser Maßstab. Wir werden Kommunen auch weiterhin dabei unterstützen, Kommunale
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Präventionsketten auf- und auszubauen und eine kommunale Gesamtstrategie mit Blick
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auf das Wohlergehen aller Kinder, Jugendlichen und Familien zu entwickeln. Denn hierin
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sehen wir eine Voraussetzung dafür, dass die verschiedenen Systeme wie Jugendhilfe,
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Schulen oder Soziales zusammenarbeiten und Familien frühzeitig erreichen.
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Familien Zeit füreinander ermöglichen
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Für uns sind Familien dort, wo Kinder sind. Wir wollen alle Familien, egal in welcher
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Konstellation, stärken und ihnen mehr gemeinsame Zeit geben. Gleichzeitig wollen wir
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Eltern ermöglichen, persönlichen beruflichen Erfolg und eine glückliche Kindheit für ihr
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Kind übereinzubringen.
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Mit einer Familienarbeitszeit wollen wir Familien ermöglichen, Arbeitszeiten zu reduzieren
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und dennoch nicht auf Einkommen verzichten zu müssen.
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Dabei geht es uns vor allem darum, partnerschaftliche Aufteilungen in der Betreuungs-
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Arbeit zu unterstützen. Viele Eltern benötigen in den Randzeiten und zu früher oder später
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Stunde weitere Betreuung für die Kinder. Diese soll im häuslichen Umfeld und zum Wohle
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des Kindes stattfinden. Modelle, wie beispielsweise die Angebote des Verbands
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alleinerziehender Mütter und Väter in Essen zur ergänzenden Kindertagesbetreuung,
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zeigen, dass dadurch auch das Armutsrisiko, vor allem von Alleinerziehenden, spürbar
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gesenkt werden kann.
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Damit Familien nach der Geburt eines Kindes ausreichend Zeit zum Kennenlernen und
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Zusammenwachsen haben, führen wir eine Partnerfreistellung nach der Geburt ein. Um
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den Papierkram in den ersten Wochen des Elternseins zu reduzieren, zum Beispiel beim
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Elterngeld, wollen wir Familienbüros einführen, die sich um die Antragstellung in den ersten
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Lebenswochen kümmern und Familien auch später bei der Beantragung von Leistungen
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und dem Finden passender Angebote unterstützen. Das Angebot der Familienbüros kann
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auch bei den neu an den Schulen geschaffenen Familienzentren angedockt sein – damit
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Familien mehr Zeit für ihre Bedarfe und Bedürfnisse haben.
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Bildung von Beginn an – Tagespflege und Kitas
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Länder, die im Bildungsvergleich sehr erfolgreich und in der Familienpolitik sehr
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fortschrittlich sind, haben eines gemeinsam: Die Strategie, dass man in die kleinsten Kinder
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am meisten investiert. Das heißt, dass der Staat besonders viel Geld für die
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Unterstützungsleistungen für junge Familien bereitstellt. Gerade für junge Familien gibt es
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viele Herausforderungen, mit denen sie so nicht allein gelassen werden.
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Die ersten Lebensjahre sind für die Entwicklung eines Menschen besonders wichtig. Was in
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diesen frühen Jahren nicht gefördert wird, kann in der Schule nur mit einem hohen
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Ressourcenaufwand wieder aufgeholt werden. Bildung, und somit Chancengleichheit,
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beginnt also schon in der frühkindlichen Bildung.
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Damit wir allen Kindern schon in frühen Lebensjahren einen Anschub für ein gelingendes
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Leben geben, braucht es den Ausbau von Frühförderstellen sowie ein Gesetz für die
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frühkindliche Bildung, das die Finanzierung von Kitas und Kindertagespflege sowie einen
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verbesserten Kind-Fachkraft-Schlüssel beinhaltet. Bisherige Erfahrungen haben gezeigt,
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dass Alltagshelferinnen und -helfer für nichtpädagogische Aufgaben in der Kita eine
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wichtige Unterstützung sind und Mitarbeitende aus anderen Professionen für die
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Entwicklung der Kinder förderlich sind. Kinder, deren Elternhäuser dies nicht leisten können,
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erhalten nachhaltige Unterstützung bei der Sprachbildung. Daher muss der derzeitige
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Sozialindex so weiterentwickelt werden, dass es in Kitas, in denen besonders viel
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Unterstützungsbedarf besteht, mehr Personal gibt.
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Eltern fragen sich, wie sie ihre Kinder bestmöglich fördern können, und suchen nach
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passenden Antworten. Deshalb wollen wir gute Familienbildung in Nordrhein-Westfalen
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weiter ausbauen.
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Auch der bedarfsgerechte Ausbau der Kitas ist ein zentrales Element dafür, dass Kinder
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einen guten Start ins Leben haben. Das heißt, dass wir den Negativrekord der aktuellen
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Landesregierung auf den Kopf stellen wollen. Statt wie zuletzt nur 3.349 neue Plätze für
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Unterdreijährige durch die Landesregierung, werden wir für jedes Kind das passende
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Angebot schaffen. Dazu gehört es auch, die unterjährige Aufnahme von Kindern passend
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zum Ablauf von Elterngeld oder Elternzeit sicherzustellen. Das Wunsch- und Wahlrecht von
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Eltern bei der Wahl eines Betreuungsplatzes ist uns wichtig. Dafür muss die Trägervielfalt
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in Nordrhein-Westfalen weiterhin Bestand haben und gestärkt werden. Dieses Ziel werden
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wir im Dialog mit den Trägergruppen und den Kommunen weiterverfolgen. Es gilt: Jedes
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Kind braucht eine faire Chance. Diese Chance für jedes Kind ist es wert; darf aber niemals
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einen Preis haben. Für uns ist es selbstverständlich, dass Bildung nicht vom jeweiligen
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Geldbeutel oder vom jeweiligen Wohnort abhängen darf. Wir wollen, dass Eltern bei der
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Entscheidung, ob und wie lange sie einen Kita-Platz für ihr Kind in Anspruch nehmen, nicht
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als Erstes an die Gebühren denken müssen. Mit uns wird es eine umfängliche
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Gebührenfreiheit geben.
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Nur wenn in den Kitas genug Personal zur Verfügung steht, können sie ihre wichtige Arbeit
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zur Zufriedenheit aller leisten. Deshalb stellen wir die Kita-Finanzierung neu auf. Statt
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Pauschalen für Belegungs- und Buchungszeiten statten wir Kitas durch eine auskömmliche
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Sockelfinanzierung so aus, dass sie keinen enormen bürokratischen Aufwand mehr haben,
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um Geld zu beantragen und abzurechnen. So bleibt mehr Zeit für jedes Kind.
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Nötig ist ein Kita-Zukunftsgesetz für Nordrhein-Westfalen, das das Kindeswohl in den
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Mittelpunkt stellt. Wir wollen eine Einrichtungsfinanzierung mit einem verbesserten
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Personalschlüssel, der sich an realen Öffnungszeiten orientiert, Erzieherinnen und Erzieher
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entlastet und die Betreuungsqualität deutlich verbessert. Dabei werden wir
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Kindertageseinrichtungen mit einem hohen Anteil von Kindern mit besonderem
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Unterstützungsbedarf zusätzlich fördern und damit den Ansatz der plusKitas
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weiterverfolgen. Um das Berufsbild der Erziehungsberufe weiter zu stärken, wollen wir im
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System mehr Aufstiegsmöglichkeiten schaffen. Dies kann über weitere Funktionsstellen,
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beispielsweise für Sprachförderung oder Kinderschutz geschehen. Um mehr Menschen für
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die Ausbildung als Erzieherin und Erzieher zu begeistern, werden wir die praxisorientierte
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Ausbildung ausbauen. Mehr pädagogisches Personal pro Gruppe ermöglicht eine bessere
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individuelle Förderung der Kinder und sorgt so für mehr Chancengleichheit und sozialen
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Aufstieg. Daneben brauchen wir Kita-Helferinnen und -Helfer und Kita-Kaufleute. Letztere
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entlasten die Leitung bei der administrativen. nicht pädagogischen Arbeit. Erstere knüpfen
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an die Alltagshelferinnen und Alltagshelfer an und unterstützen auf der einen Seite die
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Einrichtungen, auf der anderen Seite sind sie auch Sprungbrett für die Ausbildung zur
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pädagogischen Fachkraft und damit eine gute Chance zur Überwindung des
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Fachkräftemangels.
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Die Schuleingangsphase ist flexibel zu gestalten. Der Stichtag soll nicht mehr das einzige
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Kriterium für eine verfrühte oder insbesondere verspätete Einschulung sein. Eltern und
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Kinderärztinnen sowie Erzieher und ggf. Psychologinnen sollen mit ihren Beurteilungen
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ernst genommen werden und somit bei gegebenen Voraussetzungen auch eine spätere
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Einschulung möglich machen. Somit wird der Individualität Rechnung getragen.
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Guter Ganztag bedeutet gute Bildung
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Ab 2026 kommt der Rechtsanspruch auf einen Offenen Ganztagsschulplatz (OGS). Wir
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haben dafür gekämpft, weil dieser Rechtsanspruch wichtig ist für Familien. Er macht das
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Leben für Familien leichter, befördert die berufliche Entwicklung von Eltern und ist gut für
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das Lernen der Kinder. Eine große Aufgabe, die alle Mühe wert ist!
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Dieser Anspruch muss vorbereitet werden. Schätzungen gehen davon aus, dass
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Nordrhein-Westfalen bis zu 200.000 zusätzliche OGS-Plätze inklusive Räume und Personal
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braucht. Außerdem müssen wir die Ausgestaltung des Ganztags diskutieren, und zwar in
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einem Dialogprozess mit den Kommunen, den Trägern, den Schulen, den Beschäftigten,
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den Eltern sowie natürlich den Schülerinnen und Schülern. In jedem Fall muss deutlich mehr
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Geld in den Ganztag investiert werden.
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Fast alle Grundschulen in Nordrhein-Westfalen sind Offene Ganztagsschulen, aber OGS
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wird nicht überall als ganzheitliches Schulangebot betrachtet und gelebt. In vielen Köpfen
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und Einrichtungen gibt es nach wie vor eine Trennung zwischen Schule und OGS, die wir
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endlich aufheben müssen.
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Der Ganztag muss verlässlicher werden. Zurzeit sind die Unterschiede von Schule zu Schule
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enorm, und das kann nur durch verbindliche Standards gelöst werden. Genau deshalb
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führen wir diese ein. Bis heute ist der Ganztag nicht klar als Bildungsangebot definiert. Das
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werden wir ändern. Wir schaffen ein Ganztagsgesetz mit Mindeststandards für die Qualität
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des Personals, der Räume, der Angebote wie auch des Mittagessens. Es muss
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selbstverständlich werden, dass der Ganztag im ganzen Land ein Bildungsangebot auf
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gleichem, hohem Niveau ist.
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Schulen – und damit auch Ganztagsschulen – müssen gute Arbeitsplätze sein. Wir
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brauchen ein Fachkräftegebot, müssen dabei aber sicherstellen, dass das
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Bestandspersonal fortgebildet werden kann. Die Beschäftigten müssen gute, sichere und
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unbefristete Arbeitsverträge erhalten. Sie brauchen Arbeitsplätze in der Schule und Zeit
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zur Vor- und Nachbereitung sowie für Besprechungen. Diese Arbeitsplätze müssen auch
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als Vollzeitstellen möglich sein. Der Ganztag funktioniert dort am besten, wo es einen guten
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Wechsel zwischen Anstrengung und Entspannung, zwischen Ruhe und Bewegung,
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zwischen Konzentration und Zerstreuung gibt und wo Beschäftigte aller Professionen an
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einem Strang ziehen, weil sie sich als Team verstehen. Guter Ganztag wirkt über das
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Schulgebäude hinaus. Ideal ist die Zusammenarbeit mit Vereinen und Einrichtungen, zum
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Beispiel aus dem Sportbereich und der Kultur. Diese Ausrichtung werden wir fördern und
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zum Standard machen.
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Die Interessen der Familien sind wichtig, denn es geht um ihre Kinder. Um für Familien eine
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Entlastung zu sein, muss der Ganztag in seinen Kernzeiten kostenfrei werden. Im weiteren
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Beratungsprozess müssen die Erwartungen der Eltern und Schülerinnen und Schüler an
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einen guten Ganztag eine zentrale Rolle spielen.
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Wir wollen Schule, Ganztag und Familienzentrum zusammendenken und so Bildung,
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Erziehung und Betreuung miteinander verknüpfen.
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Kinder schützen und stärken
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Kinder haben unseren Schutz verdient. Deshalb sorgen wir für einheitliche Strukturen für
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den Kinderschutz. Jugendämter werden landesweit gleich ausgestattet sein. Die
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Zusammenarbeit zwischen Behörden wird einheitlich geregelt und der Kinderschutz wird
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fester Bestandteil bei Aus- und Fortbildungen in entsprechenden Berufsgruppen. Das ist
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ein großer Wurf für besseren Kinderschutz.
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Wir wollen die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Kinderschutzes abbilden und uns
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dabei deutlich von einer Fokussierung allein auf die Jugendhilfe distanzieren. Dazu gehört
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auch die gemeinsame Entwicklung von Schutzkonzepten mit den Kindern und
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Jugendlichen in den Einrichtungen und Bildungsinstitutionen. Das wollen wir in einem
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Kinderschutzgesetz fortlaufend weiterentwickeln.
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Freiräume und politische Mitbestimmung für Kinder und Jugendliche
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Kindheit und Jugend sind für uns eigenständige Lebensphasen. Diese müssen folgerichtig
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auch eigenständige Politikbereiche haben. Deshalb entwickeln wir eine einmischende
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Kinder- und Jugendpolitik. Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, ihre Interessen
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einzubringen und an Entscheidungsprozessen beteiligt zu werden. Die Bedürfnisse von
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Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben für uns oberste Priorität.
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Junge Menschen brauchen Freiräume. Sie benötigen freie Zeit, um selbstbestimmt
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Erfahrungen zu sammeln, sich eine eigene Meinung zu bilden und sich zu engagieren.
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Jugendliche und junge Erwachsene sind eben nicht nur Schülerinnen und Schüler, Azubis
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oder Studierende. Bildung findet auch außerhalb dieser institutionellen Kontexte statt. Die
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Kinder- und Jugendverbände, die Freie Wohlfahrt und die offene Kinder- und
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Jugendarbeit sind für uns wichtige Partner, wenn es darum geht, jungen Menschen diese
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Freiräume zu ermöglichen. Dies haben sie zuletzt eindrucksvoll in der Corona-Pandemie
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und bei der Arbeit mit jungen Geflüchteten unter Beweis gestellt.
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Wir werden den Kinder- und Jugendförderplan in diesem Sinne weiterentwickeln und
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besser finanziell ausstatten. Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf
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Augenhöhe zu begegnen, ist elementar für ihre positive Entwicklung. Altersgerechte
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Mitsprache und Teilhabe in allen Belangen und Bildungsinstitutionen stärkt ihren
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Selbstwert und ihre Resilienz. Gleichzeitig ist Kinder- und Jugendbeteiligung ein Weg,
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demokratische Teilhabe von Anfang an zu leben. Das gilt insbesondere auch für unsere
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Schulen. Wir werden deshalb in der nächsten Legislaturperiode gemeinsam mit den
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Jugendverbänden eine Strategie für eine einmischende Kinder- und Jugendpolitik auf
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Landesebene verwirklichen und als Querschnittsaufgabe strukturell, krisenfest und
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verbindlich verankern. Dazu gehören für uns niedrigschwellige Beteiligungsformate sowie
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ein Kinder- und Jugendcheck in Gesetzgebungsverfahren. Wir wissen: Echte Partizipation
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funktioniert nur, wenn wir jungen Menschen auch Gestaltungsmacht geben.
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Guter Start ins Leben für alle Kinder
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Jedes Kind soll sein volles Potenzial entfalten können. Dabei darf Herkunft nicht länger
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über Zukunft entscheiden. Hürden, die aus den verschiedenen Ausgangssituationen von
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Kindern resultieren, räumen wir beiseite. Hier leisten Familienzentren hervorragende
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Arbeit. Familienzentren sind Orte, an denen Familien gebündelt Informationen und
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Angebote bereitgestellt bekommen. Sie fördern Kinder individuell und unterstützen
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Familien umfassend. Viele Kitas gehen hier schon mit gutem Beispiel voran. Wir wollen
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dieses Konzept an allen Grundschulen ermöglichen.
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An diesen Grundschulen sollen Förder- und Hilfsangebote unter einem Dach vereint
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werden. Auch die Eltern sollen gut begleitet werden. Ein wichtiges Instrument dafür ist die
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Familienbildung, dazu gehören unter anderem niedrigschwellige Formate des Austauschs,
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Spielgruppen, Forschungsprojekte oder Familienfreizeiten. Zur Stärkung der
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Familienbildung im Sozialraum ist nicht nur eine sichere Förderung der Maßnahmen,
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sondern auch eine gute Verzahnung der Arbeit der einzelnen Träger und der
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Familienzentren notwendig. Das hilft auch Kommunen und Quartieren, die besonders stark
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von Bildungs- und Einkommensarmut betroffen sind: Kein Kind soll aufgrund des
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Wohnorts oder der finanziellen Situation der Eltern benachteiligt sein. Alle Kinder starten
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mit uns gut ins Leben.
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Schülerinnen und Schüler können nur dort erfolgreich lernen, wo sie sich geborgen und
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sicher fühlen. Wir wollen, dass alle Schulen die Möglichkeit haben, ihre Schülerinnen und
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Schüler individuell zu fördern und zu einem Abschluss zu führen. Wir brauchen eine Kultur
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des Auffangens und Behaltens. Jede Schule muss das Ziel haben, die aufgenommenen
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Kinder auch zu behalten. Wenn ein Kind die Schule verlassen muss – wenn es abgeschult
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wird –, hinterlässt das Narben auf der Seele. Wir brauchen eine neue Schulkultur, in der das
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einzelne Kind im Mittelpunkt steht. Wir wollen uns bei der Förderung nicht an den Defiziten
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orientieren. Wir müssen Stärken stärken und Schwächen schwächen. Die ausführliche
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Beschreibung von erworbenen Kompetenzen jenseits von Schulnoten, die an einigen
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Schulen in Nordrhein-Westfalen die Zeugnisse ergänzen, sind ein richtiger Beitrag, um eine
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fördernde Lernkultur zu schaffen.
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Wir wollen jedes Kind mit seinen Talenten fördern und fordern. Deshalb werden wir
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kommunale Bildungslotsinnen und Bildungslotsen überall vor Ort einführen. Sie sollen
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dabei helfen, Schulabbrüche aktiv und frühzeitig zu verhindern. Vor allem aber sollen die
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Bildungslotsinnen und Bildungslotsen unseren Kindern und Jugendlichen helfen, ihren Kurs
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zu halten und zu ihrem selbst gesetzten Ziel zu finden: Mit uns wird künftig jedes Kind einen
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Anspruch auf ein Bildungslotsen-Angebot haben!
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Wir nehmen die Herausforderungen an. Deshalb wollen wir Bildungseinrichtungen, die in
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besonders herausfordernden Lagen sind, besonders helfen. Dort, wo die Lern- und
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Lebenssituation der Kinder instabil ist, müssen Bildungseinrichtungen ein stabiler
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Lebensraum sein und bedürfen daher mehr personeller Unterstützung durch Fachkräfte
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und multiprofessionelle Teams (bestehend aus verschiedenen pädagogischen
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Fachkräften). Dafür braucht es deutlich mehr Geld. Wir wollen daher einen Sozialindex für
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unsere Bildungseinrichtungen einführen, der den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort und
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der Lebenswirklichkeit der Kinder entspricht. Wir schaffen gleiche Chancen für alle durch
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Schwerpunktsetzung, wo es sie braucht.
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Für den schulischen Bereich werden wir 1.000 Schulen in besonders herausfordernden
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sozioökonomischen Lagen in einem ersten Schritt mit zusätzlichen personellen und
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sachlichen Mitteln ausstatten.
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Ein gehaltvolles Mittagsessen für die gesundheitliche Entwicklung unserer Kinder sehr
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wichtig und darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Deshalb sollen Mittagsessen
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in den Bildungseinrichtungen nach Standard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung
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gekocht werden. Für die Kinder, deren Eltern es sich nicht leisten können: kostenfrei. In
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einem ersten Schritt wollen wir hier die Bildungseinrichtungen an Standorten mit
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besonderen Herausforderungen berücksichtigen. Im Rahmen eines pädagogischen
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Konzepts und der eigenen Schwerpunktsetzung wollen wir diesen Kitas und Schulen die
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Möglichkeit geben, hier einen Schwerpunkt zu setzen.
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Zur gesundheitlichen Entwicklung zählt aber natürlich noch viel mehr als nur das
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Mittagessen anzupassen. Um die Gesundheit von Beginn an zu fördern, wollen wir
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Schulgesundheitspflegerinnen und -pfleger an den Schulen einführen. Mit der
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perspektivischen Einsetzung wollen wir eine geregelte Gesundheitsversorgung und -
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förderung für Kinder, Jugendliche und das Schulpersonal an dem Lernort Schule anbieten.
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Jedes Kind, das in eine Bibliothek geht, macht etwas richtig. Jedes Engagement im Verein
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stärkt Kinder. Deshalb brauchen Kinder Zugänge zu Vereinen und Bibliotheken, und zwar
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ohne finanzielle Hürden. Damit jedes Kind unabhängig von der finanziellen Ausgangslage
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Zugang zu Wissen erhält, sei es in Form eines Buchs oder auch digitaler Medien, wird jedes
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Kind einen kostenfreien Büchereiausweis bis zum Ende der Schulzeit erhalten.
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Zu einer gerechten Welt gehört auch, dass wir Gesetze nicht nur daran messen, welche
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Bürokratiekosten durch sie entstehen, sondern auch, ob und in welcher Weise unsere
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Kinder davon betroffen sind. Die Auswirkungen von Gesetzgebungsvorhaben wollen wir
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daher zukünftig einer Bewertung unterziehen, inwieweit das Vorhaben sich auf Kinder und
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Jugendliche auswirkt.
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Frühe Entscheidungen über Bildungskarrieren führen in die Irre. Schulen, die die
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Begegnung und den Austausch zwischen unterschiedlichen Milieus fördern und längeres
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gemeinsames Lernen ermöglichen sind hilfreich, den Bildungserfolg vom Status der Eltern
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abzukoppeln. Unsere Gesamtschulen haben in den letzten 50 Jahren Zusammenhalt
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gefördert und beeindruckende Erfolge für den Bildungsaufstieg und die Chancengleichheit
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in Nordrhein-Westfalen vorzuweisen. Wir wollen allen Schülerinnen und Schülern den
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sozialen Aufstieg über ein Abitur oder eine duale Ausbildung ermöglichen.
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Mehr Personal für mehr Chancengleichheit
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Unterricht ist gut, wenn er stattfindet. Deshalb machen wir Schluss mit dem
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Unterrichtsausfall! Dafür ist gutes und zufriedenes Personal das Fundament. Wir brauchen
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dringend mehr multiprofessionelle Teams in Form von: Lehrerinnen und Lehrern,
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Erzieherinnen und Erziehern, Kinderpflegerinnen und Kinderpflegern,
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Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern, Sonderpädagoginnen und
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Sonderpädagogen, Pädagoginnen und Pädagogen, Kindheitspädagoginnen und
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Kindheitspädagogen, Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, Gesundheits- und
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Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern sowie Therapeutinnen und Therapeuten. Diese
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können sich gegenseitig unterstützen und Kindern und Jugendlichen erweiterte
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Bildungschancen bieten. In diesem Zusammenhang muss die Schulsozialarbeit gesichert
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und verstetigt werden. Gutes Personal bekommt man nur, wenn die Rahmenbedingungen
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stimmen. Dafür wollen wir Ungerechtigkeiten im System beseitigen und zeitgemäße
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Voraussetzungen schaffen: Frühkindliche Bildung wird mit uns aufgewertet werden, die
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praxisintegrierte Ausbildung, die Fort- und Weiterbildung wird verbessert und ausgebaut
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werden. Es sind neue Aufgabenfelder in Kita und Schule entstanden. Die Aus-, Fort- und
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Weiterbildung für pädagogisches Personal muss den gesellschaftlichen
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Herausforderungen wie Vielfalt, Antidiskriminierung, Digitalisierung und
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Verbraucherschutz lebensnah Rechnung tragen. Insbesondere die Anerkennung von
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Berufserfahrungen für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger werden wir
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überarbeiten. Für das gesamte Personal bedarf es einer Chance auf einen beruflichen
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Aufstieg und einer guten Bezahlung.
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Wir brauchen jetzt eine Personaloffensive. Diese muss gemeinschaftlich von den
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Berufskollegs und den Hochschulen gestaltet werden. Es gilt, alle Schulen entsprechend
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ihren Bedarfen mit engagiertem und qualifiziertem Personal für die zukünftigen
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Herausforderungen auszustatten. Dazu gehören auch beispielsweise die
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Werkstattlehrkräfte, die Expertise aus dem Handwerk mit pädagogischen Kompetenzen
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verbinden. Für die Zukunft wollen wir berufliche Kompetenzen und Abschlüsse bei der
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Anerkennung für den Lehrberuf stärker berücksichtigen. Alle Lehrkräfte müssen den
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gleichen Lohn beim Eingangsgehalt verdienen. Zudem werden wir die Studienplätze für
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Lehramt, Sonderpädagogik und Sozialpädagogik massiv ausbauen und die
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Zugangsvoraussetzungen sinnvoll anpassen, um mehr Lehrkräfte und pädagogisches
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Fachpersonal ausbilden zu können.
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Schulen, in denen Kinder keine Probleme sind
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Wir wollen Schulen, in denen Kinder mit körperlichen, geistigen oder emotionalen
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Herausforderungen jederzeit willkommen sind. Nicht die Kinder und ihre Eltern sind das
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Problem, sondern die aktuellen Rahmenbedingungen. Genau deshalb wollen wir diese
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ändern. Eine gute Schule ist eine, die weder den Lehrkräften noch Kindern oder Eltern
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Probleme bereitet, sondern sie löst. Eines ist klar: Die UN-Behindertenrechtskonvention gilt.
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Das ist für uns unverhandelbar und das bedeutet, dass es der Auftrag der Politik ist, dafür
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zu sorgen, dass sie eingehalten werden kann.
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Das Wichtigste dabei ist, sich jetzt zu kümmern und die Familien und Lehrkräfte zu
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unterstützen. Inklusion soll Teil jeder Schule sein. Dafür schaffen wir die passenden
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Voraussetzungen.
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Wir wollen daher an jeder Schule in Nordrhein-Westfalen ein pädagogisches Zentrum mit
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Expertinnen und Experten einrichten. Dabei ist uns wichtig, dass diese Zentren keine
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Parallelstruktur werden. Hier der Lehrbetrieb und da das pädagogische Zentrum.
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Stattdessen wollen wir eine inklusiv arbeitende Schule mit einem gemeinsamen Kollegium
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aus verschiedenen Professionen. Ein pädagogisches Zentrum bündelt die pädagogische
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und sonderpädagogische Expertise zu Unterricht und inklusiver Schulentwicklung. Es
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unterstützt die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer, die Fachlehrerinnen und Fachlehrer
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und die unterrichtenden Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen und steht zur
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schulinternen Beratung zur Verfügung. Es koordiniert die Zusammenarbeit mit Externen
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von der Schulpsychologie über Therapeutinnen und Therapeuten bis zur Jugendhilfe. Hier
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gibt es zusätzliche Angebote und Auszeitangebote in Zusammenarbeit mit der
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Jugendhilfe, auch für Schülerinnen und Schüler, die in Konflikte geraten oder
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Verhaltensprobleme bearbeiten müssen.
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Zusätzlich soll es zukünftig eine Art „Schnelle Unterstützungsgruppe“ in jedem Schulbezirk
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geben, die bei akuten Herausforderungen mit Rat und verbindlicher Hilfestellung den
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Familien und Schulen zur Seite steht. Das bedeutet eine echte Entlastung für Eltern und
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Lehrkräfte.
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Wir wollen mit den Lehrerinnen und Lehrern, den anderen pädagogischen Fachkräften,
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den Eltern, den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, aber auch Ärztinnen und
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Ärzten und Therapeutinnen und Therapeuten in Ruhe und vor allem mit Bedacht diese
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Unterstützungssysteme gemeinsam entwickeln und die Inklusion in unseren Schulen
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ordentlich weiterentwickeln.
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Schulen auf der Höhe der Zeit
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Wir werden unser Bildungssystem so weiterentwickeln, dass es den Anforderungen einer
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veränderten und digitalisierten Lebens- und Berufswelt gerecht wird. Dabei werden wir
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genau prüfen, was sich bewährt hat und was wir verbessern müssen. Wichtig ist, dass
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Bildungsinhalte und zu erwerbende Kompetenzen allen Schülerinnen und Schülern auch in
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Zukunft gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Dafür
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werden wir eine Bildungskommission mit Expertinnen und Experten einrichten.
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Die Bildungskommission wird sich neben den Bildungsinhalten auch mit der
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Bildungsfinanzierung befassen. Wir brauchen mehr Geld für bessere und wirkungsvollere
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Bildungsangebote und ein verbindlicheres Zusammenwirken aller Beteiligten vor Ort. Die
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gegenwärtigen Zuständigkeiten sind weder für Familien noch für Schulen durchschaubar
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und Strukturen sind so angelegt, dass sie Prozesse eher lähmen als Lösungen auf akute
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Probleme bereitstellen. Das werden wir anpacken und das Finanzierungsgeflecht
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entwirren. Eine klare und verbindlich geregelte Finanzierung der staatlichen
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Bildungsaufgaben zwischen Land und Kommunen muss auskömmlich sein für die
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notwendige Qualität des Angebots, die sächliche Ausstattung in den Schulen, den
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Gebäudeunterhalt und für Investitionen in den Schulneubau. Damit das gleichermaßen in
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finanzstarken wie finanzschwachen Kommunen gelingt, greifen wir finanziell mit unserem
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Sonderprogramm „Schulneubau und Schulsanierung“ dort unter die Arme, wo es
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gebraucht wird.
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So zielgerichtet, wie wir bei der Schulsanierung helfen, wollen wir es auch bei einzelnen
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Kindern tun. Mit einer Potenzialanalyse werden wir die Begabungen und Talente der Kinder
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einschätzen, um die Kinder gezielt in ihren Stärken anzusprechen.
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Auch die Digitalisierung im Kita- und Schulwesen muss vorangetrieben werden. Wir
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brauchen mehr Geld für eine bessere Infrastruktur und Ausstattung. Diese digitale
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Infrastruktur muss von IT-Expertinnen und Experten verwaltet und gepflegt werden. Das
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entlastet die Lehrkräfte, die sich darauf konzentrieren können, den Kindern die nötige
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Medienkompetenz zu vermitteln, damit sie zu mündigen Mediennutzerinnen und
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Mediennutzern werden, indem sie reflektiert, kreativ und verantwortungsvoll digitale
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Medien nutzen. Weil Medienkompetenz uns besonders wichtig ist, werden wir das Budget
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für Fortbildungen pro Lehrkraft anheben. Daneben müssen wir die Digitalkompetenzen
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der Schülerinnen und Schüler in den Blick nehmen und in allen Schulformen die Grundlagen
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der Informationstechnologie unterrichten.
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Wir wollen uns dafür einsetzen, dass unsere Bildungsinstitutionen diskriminierungsfrei
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werden. Dafür wollen wir Schutzstrukturen für betroffene Schülerinnen und Schüler sowie
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für Lehrkräfte etablieren.
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Berufliche Bildung früher in den Blick nehmen
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Schulen auf der Höhe der Zeit müssen auch Übergänge in eine akademische und
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handwerkliche Berufslaufbahn gleichermaßen ermöglichen und früh vorbereiten. Wir
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brauchen zum Beispiel gute Ingenieure, die nachhaltige Energien planen und gute
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Handwerker, die diese in die Tat umsetzen.
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Hierfür müssen alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I gute strukturelle
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Voraussetzungen haben, um eine duale Ausbildung mit ihrem jeweiligen Abschluss
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antreten zu können. Insbesondere mit dem Haupt- und dem Realschulabschluss soll auch
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eine gute berufliche Lebensplanung möglich sein. Diese Abschlüsse müssen wieder mehr
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wert sein und wertgeschätzt werden.
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Damit alle einen Abschluss bekommen, werden wir – wie im Kapitel Arbeit und Wirtschaft
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ausgeführt – das Erfolgsprogramm „KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss“ stärken,
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ausbauen und eine Ausbildungsplatzgarantie in Nordrhein-Westfalen einführen. Zudem
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werden wir an allen Schulformen praktische Unterrichtsinhalte in der Sekundarstufe I
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erhöhen und die starken Angebote der Berufsorientierung an den Berufskollegs bereits in
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die Sekundarstufe I ziehen. Hierzu werden wir, orientiert an der individuellen Ausgangslage
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der Schülerinnen und Schüler, Möglichkeiten des Langzeitpraktikums stärken und
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ausbauen. Hiermit spannen wir ein Sprungtuch, damit niemand ohne Anschluss die Schule
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verlässt.
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Wir wollen alle jungen Menschen in eine Arbeitswelt bringen – sei sie handwerklich oder
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akademisch ausgerichtet – die sie mit einer hohen Berufszufriedenheit ausfüllt.
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Für uns bedeutet schulische Bildung das Lernen für das Leben, damit jeder die
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Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes und zufriedenes (Berufs-)Leben erlangen kann.
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Akademische Bildung und Wissenschaft
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Wissenschaft und Forschung sind entscheidend, um den künftigen Herausforderungen für
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unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft erfolgreich begegnen zu können und die
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Zukunft unseres Landes souverän zu gestalten. Wir benötigen eine starke
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Grundlagenforschung, um den Wissensspeicher mit neuen Ideen und Technologien zu
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füllen. Von gleicher Bedeutung ist die angewandte Forschung, die die Brücke schlägt, um
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wissenschaftliche Erkenntnisse in Wirtschaft und Gesellschaft nutzen zu können. Unsere
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Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) in der dichtesten
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Hochschul- und Forschungslandschaft Europas werden wir als Herz des
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Wissenschaftssystems stärken. Neben einer Fokussierung auf unsere Hochschulen werden
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wir auch die Ansiedlung weiterer außeruniversitärer Forschungsinstitute offensiv fördern
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und begleiten. Ihre Zusammenarbeit mit den Hochschulen werden wir unterstützen. Wir
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werden erstklassige Bedingungen für Forschung schaffen, um im nationalen und
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internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen zu können. Die
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anwendungsorientierte Forschung wollen wir stärken, unter anderem, indem wir die
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Lehrverpflichtung an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften reduzieren, das
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Promotionskolleg NRW verlässlich unterstützen und die Mittel für Forschung an den HAWs
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gemeinsam mit dem Bund steigern. Auch das Potenzial der anwendungsnahen
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Forschungseinrichtungen der Forschungsgemeinschaft des Landes, der Johannes-Rau-
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Forschungsgemeinschaft werden wir heben, indem wir die Förderung des Landes
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aufstocken und die Institute von Bürokratie entlasten. Geschlechtergerechtigkeit und
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Vielfalt in all ihren Dimensionen sind dabei Qualitätsmerkmale und Wettbewerbsfaktoren
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im Wissenschaftssystem.
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Wir werden uns dafür einsetzen, dass gute Arbeitsbedingungen und verlässliche
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Karrierewege für unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geschaffen werden.
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Wir bekennen uns dazu, dass Daueraufgaben auch Dauerstellen brauchen: Unsere
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Forschenden und Lehrenden sollen sich keine Sorgen machen müssen, ob sie im
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kommenden Semester noch eine Arbeitsstelle haben. Darum wollen wir die Entfristung von
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promoviertem wissenschaftlichem Personal zur Regel machen. Wir werden uns für eine
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verlässliche Grundfinanzierung der Hochschulen sowie für neue und dauerhafte
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Beschäftigungsmöglichkeiten unterhalb der Professur einsetzen. Die schwierige Situation
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von Promovierenden ist uns bewusst. Wir wollen dafür sorgen, dass sich die
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Arbeitsverträge von Promovierenden an der tatsächlich zu erwartenden Promotionszeit
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orientieren, und dass 100 Prozent Arbeit auch zu 100 Prozent entlohnt wird. Wir wollen
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außerdem dafür sorgen, dass studentische Hilfskräfte an Universitäten grundsätzlich dem
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Tarifvertrag der Länder unterliegen und sie unbefristete Arbeitsverträge erhalten, wenn
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sie für Daueraufgaben eingesetzt werden. Zur Verbesserung der studentischen
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Arbeitsbedingungen gehört auch die Abschaffung der Optionalisierung von SHK-Räten als
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einzige studentische Personalvertretung und stattdessen deren verpflichtende Einführung.
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Die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht, was an den Hochschulen und im
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Wissenschaftssystem falsch läuft. Viele Studierende haben seit Beginn ihres Studiums noch
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nie eine Hochschule, eine Mensa oder die Bibliothek von innen gesehen, geschweige denn
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ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen außerhalb von Videokonferenzen. Digitale Lehre,
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psychische Belastungen und fehlender Ausgleich waren und sind auch nach zwei Jahren
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Pandemie Alltag an den Hochschulen. Dabei soll das Studium für Studierende zu den
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glücklichsten Phasen ihres Lebens gehören. Neues Wissen wird erworben, man feiert,
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erkundet die Welt, politisiert und qualifiziert sich. Alles das trägt dazu bei, den eigenen
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Horizont zu erweitern und Netzwerke zu knüpfen. Dieses Glück soll nicht an Organisations-
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oder Finanzierungsfragen scheitern.
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Wir wollen deshalb die Studierendenwerke so finanzieren, dass diese ihre Aufgabe
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sachgerecht durchführen können und Semesterbeiträge gesenkt werden können. Eine
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auskömmliche Finanzierung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die
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Studierendenwerke ihrer sozialen Verantwortung nachkommen und die nötige
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Infrastruktur eines sozialen Campus schaffen können. Die Stärkung von Angeboten der
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preisgünstigen Hochschulgastronomie, der Kinderbetreuung und der psychosozialen
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Fürsorge für Studierende steht dabei für uns im Fokus. Weniger finanzielle Sorgen bringen
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mehr Bildungserfolg und machen die Hochschule für alle jungen Menschen leichter
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zugänglich. Mit dem Semesterbeitrag allein ist es nicht getan. Die finanziellen Belastungen
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von Studierenden entstehen nämlich nicht allein durch die Semesterbeiträge. Insbesondere
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die Kosten für notwendige (digitale) Ausstattung und die steigenden
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Lebenshaltungskosten in den Universitätsstädten führen zu wachsenden finanziellen
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Unsicherheiten bei Studierenden. Wer heute in einer Unistadt leben will, braucht auch
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bezahlbaren Wohnraum. Deshalb investieren wir als Land in den Neubau und die
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Sanierung von Studierendenwohnanlagen. Am Mietmarkt soll die Bildung nicht scheitern.
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Das BaföG muss ein Studium ohne wirtschaftliche Existenzsorgen ermöglichen und genau
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deshalb hat die SPD dies mit den Koalitionspartnern im Bund für die kommende
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Legislaturperiode verhandelt.
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Die Hochschulen zu öffnen für alle jungen Menschen, auch wenn die Eltern wenig Geld
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haben, ist unser Ziel. Dafür setzen wir an allen bekannten Problemen an und lösen sie.
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Dabei steht für uns die Garantie eines gebührenfreien Studiums an erster Stelle. Neben
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materieller Unterstützung in Sachen Studienfinanzierung und Wohnen wollen wir dabei
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auch die ideelle Förderung an den Hochschulen hinsichtlich der Bedürfnisse insbesondere
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von Erstakademikerinnen, Studienanfängern mit Migrationsgeschichte und Frauen in den
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Blick nehmen. Zur Wissenschaft gehört aber auch, zu wissen, dass man noch nicht alles
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weiß. Wir wollen soziale Ungerechtigkeiten an den Hochschulen und in der Gesellschaft
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überwinden und deshalb investieren wir in Forschung, die uns die Augen öffnet. Beim
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Thema soziale Gerechtigkeit an Hochschulen ist noch viel zu tun: Drei von vier Professuren
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in Deutschland sind mit Männern besetzt, in den Spitzenpositionen wie dem Vorsitz einer
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Forschungsgesellschaft, sind sogar nur 8,1 Prozent weiblich. Um Frauen zu fördern, wollen
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wir ein eigenes Landesprogramm zur Stärkung junger Akademikerinnen in der
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Wissenschaft und an Hochschulen einführen. Mit Blick auf das Sozialprofil der Wissenselite
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wird klar, auch hier gibt es noch viel zu tun: Zwei von drei Spitzenpositionen sind in Familien
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aufgewachsen, die zu den obersten 3,5 Prozent der Gesellschaft gehören. Deshalb müssen
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wir auch verstärkt Faktoren wie Klassismus und Rassismus in der Wissenschaft in den Blick
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nehmen und uns erneut fragen, wer forscht und lehrt eigentlich an unseren Hochschulen
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und Einrichtungen? Wir setzen uns dafür ein, dass Wissenschaft von sozialer Herkunft
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entkoppelt wird und nicht Privileg einiger weniger ist. Dazu wollen wir auch einen
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interdisziplinären Forschungsverbund zu Aspekten der sozialen Ungleichheit und
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gesellschaftlichem Zusammenhalt gründen.
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Die Hochschulen werden besser, wenn sie gemeinsam gestaltet werden. Deshalb stehen
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wir für das Modell der demokratischen Hochschule und führen die Viertelparität in allen
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Hochschulgremien ein. Alle vier Statusgruppen (Professorinnen und Professoren,
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Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Technik und Verwaltung sowie
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Studierende) sollen zu gleichen Teilen in den Hochschulgremien vertreten sein.
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Die Studierendenschaft an deutschen Hochschulen ist divers und vielfältig. Studierende
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befinden sich in unterschiedlichen Lebensmodellen und -situationen. Das Studium sollte
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daher selbstbestimmt und eigenverantwortlich gestaltet werden können.
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Anwesenheitspflichten und eine Höchststudiendauer lehnen wir ab, da sie die
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unterschiedlichen Lebensrealitäten der Studierenden verkennen und einen erfolgreichen
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Studienabschluss erschweren. Insbesondere Studierende mit Kind, pflegende und
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chronisch kranke Studierende benötigen daher flexible Optionen der Studiengestaltung
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und angemessene Unterstützungssysteme. Dies betrifft unter anderem die auskömmliche
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digitale Ausstattung der Infrastruktur, die Entbürokratisierung und Entlastung durch
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vollständig digitalisierte Administrationen sowie die nachhaltige Förderung von Daten
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getriebener Forschung sowie deren Forschungsdaten in allen Disziplinen – von
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Altertumskunde bis Zoologie. Wir wollen zudem die Entwicklung nachhaltiger Lehr- und
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Lernkonzepte zur Stärkung der „digital literacy“ sowohl der Studierenden als auch der
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Beschäftigen in Forschung und Lehre sowie Technik und Verwaltung fördern. Auf diese
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Weise unterstützen wir die Aus- und Weiterbildung (digital) selbstbestimmter
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Mitbürgerinnen und Mitbürger und machen sie stark für gesellschaftliche Umbrüche und
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die Herausforderungen eines von digitaler Transformation geprägten Arbeitsmarktes.
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Den Entwicklungs- und Bildungsfreiraum eines Studiums angesichts der immensen
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Erwartungen des Arbeitsmarktes bezüglich Flexibilität, Mobilität und Qualifikation
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freizuhalten – das stellt alle Beteiligten im Hochschulwesen vor enorme
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Herausforderungen. Durch eine möglichst frühe Zertifizierung der vielen sozialen,
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fachlichen, methodischen und digitalen Kompetenzen, die im Laufe eines Studiums
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erworben werden, wollen wir diesen Freiraum stärken, um faire Übergänge in andere Aus-
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und Weiterbildungsformen zu schaffen – etwa im Falle eines Studienfachwechsels oder
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Abbruchs. Wir werden Hochschulen dabei unterstützen, solche Angebote einzurichten und
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über den Europäischen bzw. den Deutschen Qualifikationsrahmen abzusichern.
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Alle, für die wir die Hochschulen weiter öffnen, sollen gute Arbeits- und Studienorte
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vorfinden. Deshalb werden wir die Hochschulgebäude sanieren und energetisch
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modernisieren, barrierefrei bauen oder umbauen. Dass wir gleichzeitig im Seminarraum
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mit Studierenden die Auswirkungen des Klimawandels wissenschaftlich betrachten und
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dabei das Fenster undicht ist, darf nicht so bleiben.
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Wir wollen nicht nur sanieren, sondern auch einen qualitativen Zugewinn für unsere
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Hochschulen erzielen. Lehre verändert sich, es wird interdisziplinärer gearbeitet und mehr
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Praxisbezüge werden hergestellt. Das begrüßen wir und erkennen daraus auch neue
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räumliche Notwendigkeiten. Deshalb wollen wir die Weiterentwicklung der Campus an den
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Hochschulen dauerhaft fördern. Eine qualitativ hochwertige und funktionierende bauliche
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Infrastruktur der Hochschulen und deren Integration in das Stadtbild, die Stadtinfrastruktur
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und die übergeordnete Verkehrsinfrastruktur sind für die Städte von morgen essenziell.
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Diese komplexe Aufgabe wollen wir exemplarisch mit ganzheitlichen Handlungskonzepten
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und neuen Finanzierungswegen angehen. Der Campus soll urbaner Lern-, Arbeits- und
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Lebensort werden. Diese pulsierenden Herzen des Hochschullebens und der Städte
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müssen dazu aber infrastrukturell ertüchtigt werden.
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Hochschulen sind jedoch nicht nur Lern-, Arbeits- und Lebensorte, sondern auch
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Impulsgeber und Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung, der Identität sowie des
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strukturellen Wandels von Städten und Regionen. Nordrhein-Westfalen ist mit seinen
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zahlreichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen der dichteste Wissenschaftsraum
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Europas. Hochschulkooperationen wie zum Beispiel die Universitätsallianz Ruhr geben
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Ballungsräumen Innovationskraft und sind unersetzlich für ihre Entwicklung zu einer
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Wissensregion. Solche Kooperationen von Hochschulen, aber auch die enge Vernetzung
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mit Städten und Regionen werden wir weiter unterstützen.
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Wir werden uns für die Neugründung eines Nationalen Bildungsrats einsetzen. Dieser soll
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als dauerhaftes Gremium mit Akteurinnen und Akteuren aus Praxis und Wissenschaft,
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regelmäßig und unabhängig von der Kultusministerkonferenz, an gemeinsamen Zielen
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und Maßnahmen für das deutsche Bildungssystem arbeiten und diese auch
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veröffentlichen.
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2.3 EINE BESSERE UND ZUKUNFTSFESTE GESUNDHEITS- UND PFLEGEVERSORGUNG
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Gesundheit ist Voraussetzung für Wohlbefinden. Nur, wer weiß, dass man im Krankheitsfall
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gut versorgt ist, kann frei leben. Deshalb ist Gesundheit einer unserer politischen
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Schwerpunkte. Wir stehen für die Freiheit von Sorge und Angst. Wir wollen Gewissheit für
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alle Menschen, dass sie die bestmögliche gesundheitliche Versorgung erhalten.
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Dienstleistungen, Produktion und Forschung für Gesundheit sind aber auch zu einem
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maßgeblichen Faktor für Beschäftigung und Wirtschaftskraft in Nordrhein-Westfalen
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herangewachsen. Wir wollen konkrete Projekte in den Regionen unterstützen und damit
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dazu beitragen, dass die Kompetenzen Nordrhein-Westfalens in der
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Gesundheitsversorgung, -technik und -forschung auch über die Grenzen des Landes
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hinaus wahrgenommen, genutzt und dadurch weiter gestärkt werden.
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Wir betrachten Gesundheit nicht nur im Lichte der aktuellen Corona-Krise, sondern weit
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darüber hinaus. Wir wollen eine Gesundheitspolitik, die immer überzeugt: Im
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Katastrophenfall genauso wie im Alltag. Dafür treten wir an.
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Außerdem treten wir für die Stärkung der personellen, finanziellen und digitalen
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Ausstattung der kommunalen Gesundheitsämter ein.
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Wir stellen sicher, dass Menschen, die krank werden, chronisch erkrankt sind oder eine
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Behinderung haben, gut versorgt sind. Wir können dafür sorgen, dass die Angehörigen
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Zeit für ihre erkrankten Lieben haben, anstatt herumzutelefonieren, um einen Platz im
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Krankenhaus oder einen Termin beim Facharzt zu bekommen. Und wir können dafür
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sorgen, dass das Gesundheitswesen ein Arbeitsplatz mit hoher Arbeitszufriedenheit wird.
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Das alles können wir tun und deshalb werden wir es tun.
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Zukunftsfähige Krankenhäuser
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Beginnen wir mit den Krankenhäusern. Sie sind doch mehr als Gebäude, in denen
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medizinische Versorgung organisiert wird. Sie sind gleichzeitig Arbeitgeber,
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Wirtschaftsfaktor und Garant dafür, dass schnell geholfen werden kann, wenn Hilfe
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gebraucht wird. Genau deshalb – weil Krankenhäuser wichtig für die Gesellschaft sind –
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werden wir landesweit alle Krankenhausstandorte erhalten, manche möglicherweise mit
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verändertem Versorgungsauftrag. Mit Schließungen soll endlich Schluss sein.
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Sie können einem kranken Menschen nicht erklären, dass es für sie oder ihn kein
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Krankenhaus in der Nähe gibt, weil Krankenhausstandorte allein an Faktoren wie
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Bevölkerungsdichte und demografischer Struktur bemessen wurden. Wer krank ist,
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braucht ein Krankenhaus vor Ort. Eines, das so nah ist, dass ein lieber Freund mit
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Blumenstrauß leicht zu Besuch kommen kann. Das Land berücksichtigt bei der
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Krankenhausplanung, dass wohnortnah eine kinderchirurgische Grundversorgung für
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(Klein)Kinder gegeben sein muss.
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Das zu organisieren ist möglich.
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Dafür müssen wir den ambulanten und stationären Sektor neu ordnen. Das heißt, dass wir
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politisch dafür sorgen, dass ambulante Versorgungsangebote und bestehende
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Krankenhäuser enger zusammenarbeiten. Heute trennt man diese Angebote allein aus
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bürokratischen, aber nicht aus medizinischen Gründen. Wir verstehen unseren Auftrag so,
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dass wir solche bürokratischen Unsinnigkeiten zu verändern haben. Wir lösen daher die
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künstlichen Grenzen von ambulant und stationär, von gesetzlicher Krankenversicherung
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und gesetzlicher Pflegeversicherung auf. Zusammenarbeit statt Zuständigkeits-
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abgrenzung. So entsteht mehr Wirtschaftlichkeit ohne neuen Druck auf die Beschäftigten.
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Die Verzahnung der ambulanten und stationären Gesundheitsversorgung benötigt
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entsprechende organisatorische Strukturen. Hierfür werden wir die Möglichkeiten von
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Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) und Integrierten sektorenübergreifenden
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Gesundheitszentren (ISGZ), also die Verknüpfung der ambulanten und der stationären
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Versorgung, besonders in den Fokus nehmen. Bei Planungsgesprächen mit Investoren und
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möglichen Trägern vor Ort setzen wir uns für eine stärkere Einbindung der Kommune bzw.
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der städtischen Beteiligungsorganisationen in die Umsetzung ein.
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Die unwirtschaftlichen Strukturen der Krankenhausfinanzierung müssen reformiert
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werden. Weil ein solcher Prozess langwierig ist, gehen wir in zwei Schritten vor. Wir ändern
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schnell im bestehenden System die finanziellen Rahmenbedingungen und sorgen für
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Entlastung und arbeiten parallel an einem neuen Vergütungssystem gemeinsam mit dem
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Bund.
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Wichtig ist uns dabei, dass wir aus der Corona-Pandemie die richtigen Schlüsse ziehen. Wir
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brauchen eine gute Finanzierung für den Alltag und müssen Reserven anlegen und
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Vorbereitungen für medizinische Krisenfälle treffen. Im besten Falle brauchen wir sie nie,
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aber wenn wir sie brauchen, ist getroffene Vorsorge besser, als überrumpelt zu werden.
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Nie wieder sollen medizinische Masken und Spritzen ausgehen! Wir schaffen gesicherte
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Lieferketten und eine abgestimmte Lagerhaltung für krisenrelevante Produkte wie zum
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Beispiel persönliche Schutzausrüstung, Testkits und Desinfektionsmittel. Gesundheit ist so
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wichtig, dass uns das Lagerhaltungskosten wert ist.
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Neue Kosten werfen immer die Frage auf, wo eingespart werden soll. Für uns ist klar, dass
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dies nicht bei den Beschäftigten, nicht bei der Qualität, nicht bei den Standorten passieren
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darf. Stattdessen machen wir uns dran, Bürokratie und übermäßige Regulierung
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abzubauen. Dass das geht und im Zweifelsfall notwendig ist, haben wir doch nun schon
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monatelang erlebt. Heute impfen auch Apothekerinnen und Apotheker und andere
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Professionen. Dass sie es lange nicht durften, war eine unsinnige Regulierung, von denen
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es sehr viele gibt. Genau diese systematisch zu identifizieren und abzubauen, ist unser
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Auftrag in den kommenden Regierungsjahren.
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Das alles hilft aber nur wenig, wenn jeder Gewinn aus weniger Bürokratie von privaten
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Klinikbetreibern aus dem System genommen wird. Wir wollen guten Gesundheitsschutz
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vor Ort finanzieren und deshalb werden wir die Gewinnentnahme für private
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Klinikbetreiber, Klinikgesellschaften und Klinikkonzerne regulieren. Man darf mit
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Gesundheit Geld verdienen, aber unser Gesundheitssystem darf nicht für den persönlichen
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Vorteil auf Verschließ gefahren werden. Wer diesen Markt nach unserer Regulierung nicht
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mehr lukrativ genug findet, kann sich darauf verlassen: Wir scheuen uns nicht, Kliniken
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wieder in kommunale Trägerschaft zu übernehmen.
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Wir wollen, dass der Kostendruck sinkt und sind deshalb bereit, mehr in Gesundheit zu
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investieren. Im Gegenzug wollen wir aber auch, dass der Druck auf die Beschäftigten im
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Gesundheitswesen merklich sinkt. Dienstleistungen, die in Krankenhäusern anfallen und
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nicht zu den eigentlichen Gesundheitsdienstleistungen gehören – wie zum Beispiel die
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Reinigung, die Küche, die Logistik, die Wäsche – wollen wir nicht länger in
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Tochtergesellschaften ausgliedern lassen. Tarifflucht und Dumpingtarifverträge in diesen
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Bereichen sind unsozial, unwürdig und gesamtwirtschaftlich nicht nachhaltig. Deshalb
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lautet unser Versprechen: Mehr Geld für Gesundheit und mehr Lebensqualität für die
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Beschäftigen.
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Neben den Krankenhäusern leisten auch die Rehakliniken einen wichtigen Beitrag zur
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Gesundheitsversorgung in unserem Land. Zusätzlich sind sie wichtige Standortfaktoren in
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einigen Regionen unseres Landes. Wir werden die Rehakliniken auch bei zukünftigen
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Gesundheitsplanungen in NRW unterstützen.
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Gesundheit für alle in ganz Nordrhein-Westfalen
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Wir wollen in allen Landesteilen einen guten und wohnortnahen Zugang zu medizinischer
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Versorgung und gute vorsorgende Angebote, damit Menschen weniger oft krank werden.
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Dazu stehen wir in Nordrhein-Westfalen vor zwei Herausforderungen: Wir müssen uns
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besonders um die Versorgung in ländlichen Bereichen und um die Versorgung in den
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Stadtteilen kümmern, in denen Menschen mit geringem Einkommen leben. Nach der
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Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Kassenärztlichen
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Vereinigung Westfalen-Lippe werden wir bis zum Jahr 2030 – also in 8 Jahren – rund 1.165
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Hausärztinnen und Hausärzte weniger haben als heute.
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Wir wollen mehr Hausärztinnen und Hausärzte für die ländlichen Bereiche Nordrhein-
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Westfalens und für die Stadtteile, in denen wenig Privatversicherte zu erwarten sind, finden.
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Dazu werden wir Anreizsysteme schaffen – durch Studienstipendien, Praxiskredite und
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mehr Studienplätze für Medizin. Unser Ziel bleibt, dass der erste Anlaufpunkt im
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Gesundheitssystem die Hausärztin bzw. der Hausarzt ist. Auch bei Fachärztinnen und
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Fachärzten und besonders Kinderärztinnen und Kinderärzten gehen wir neue Wege, um
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engagierte Frauen und Männer für diese Aufgabe zu gewinnen.
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Medizinische und rehabilitative Versorgung und Pflege sind eine Teamleistung; in der
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Berufspraxis müssen die Beteiligten Hand in Hand arbeiten. Auf diese gemeinsame
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Zusammenarbeit bereitet das jetzige Ausbildungssystem zu wenig vor. Pflegerinnen,
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Therapeuten sowie Ärztinnen und Ärzte kommen häufig erst im Berufsalltag, aber nicht in
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Ausbildung und Studium miteinander in Kontakt. Wir setzen uns für mehr interdisziplinäre
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Ausbildungsanteile ein, um die Basis für die gemeinsame Zusammenarbeit zu verbreitern.
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Der Fachkräftemangel in der Pflege und den therapeutischen Gesundheitsfachberufen
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wird durch mangelnde Bildungs- und Aufstiegsperspektiven mitverursacht. Wir schaffen in
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Nordrhein-Westfalen auch für diese Berufe die Rahmenbedingungen, um von der
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Ausbildung bis zur Promotion in den entsprechenden Berufsfeldern gelangen zu können.
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Hiermit einher geht die Förderung von Forschung in den Therapieberufen und der Pflege
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auch auf universitärem Niveau.
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Der Einsatz von Hebammen muss flächendeckend sichergestellt werden. Hebammen
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erfüllen eine zentrale Rolle für werdende Mütter und Familien. Man muss sich in Nordrhein-
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Westfalen darauf verlassen können, dass die Geburt eines Kindes gut begleitet wird. Den
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Bedarf an Hebammen werden wir mit zusätzlichen Studienplätzen entsprechen.
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Wir stärken das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und stellen die
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Versorgungssicherheit bei Schwangerschaftsabbrüchen her. Sie sollen Teil der ärztlichen
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Aus- und Weiterbildung sein. Die Möglichkeit zu kostenfreien Schwangerschaftsabbrüchen
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gehören zu einer verlässlichen Gesundheitsversorgung. Sogenannten
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Gehsteigbelästigungen von Abtreibungsgegnerinnen und Abtreibungsgegnern treten wir
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wirksam entgegen. Wir stellen die flächendeckende Versorgung mit
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Beratungseinrichtungen sicher, die zukünftig auch online möglich sein soll. Wir
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unterstützen die Initiativen auf Bundesebene zur Streichung des §219a, damit Ärztinnen
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und Ärzte öffentliche Informationen über Schwangerschaftsabbrüche bereitstellen
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können, ohne eine Strafverfolgung befürchten zu müssen.
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Gleiches gilt für die zahnärztliche Versorgung. Es braucht sie flächendeckend und
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verlässlich im ganzen Land. Sie gehört zu den grundlegenden, notwendigen medizinischen
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Versorgungsangeboten in der Fläche. Die wohnortnahe ausgerichtete Patienten-
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Zahnarzt-Beziehung ist für die Zahngesundheit der Bürgerinnen und Bürger wichtiger
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Bestandteil der Versorgung. Das erklärt sich ganz leicht: Man sollte regelmäßig zur
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zahnärztlichen Kontrolle gehen. Je länger man es aufschiebt, desto schlimmer wird es.
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Neue Praxen müssen barrierefrei sein. Der Ausbau einer barrierefreien Versorgung mit
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Zahnärztinnen und Zahnärzten ist ein wichtiger Baustein in der allgemeinen Versorgung.
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Je weniger Praxen, je weiter die Strecken zum Zahnarzt oder zur Zahnärztin werden, desto
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größer wird die Barriere diese Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Es ist also auch
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ökonomisch sinnvoll, lieber in die breite Prävention, statt in teure Zahnbehandlungen zu
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investieren, die hätten vermieden werden können.
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Wir werden die derzeitigen Lücken bei der medizinischen Versorgung, sei es ambulant
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oder stationär, bei psychischen, neurologischen und orthopädischen Erkrankungen
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schließen.
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Neben der Versorgung mit Krankenhäusern, Haus- und Fachärztinnen und -ärzten wollen
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wir das Wissen der Menschen über ihren Körper und ihre Gesundheit vermehren. Wir
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wollen präventive Angebote, die sehr niedrigschwellig sind und es allen Menschen
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ermöglicht, mehr auf sich und die eigene Gesundheit zu achten. Wir wissen, dass es
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Lebenssituationen und Lebensumstände gibt, die es schwer machen, sich ausreichend um
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sich selbst zu kümmern. Wir wollen verschiedene Wege ausprobieren, um dies zu ändern.
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Wir setzen Gesundheitslotsen ein, die Betroffenen und Angehörigen bei Fragen der
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Gesundheitsförderung und -prävention begleiten. Gesundheitslotsinnen und -lotsen
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können Betroffene und Angehörige auch bei Fragen der häuslichen, stationären und
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sozialen Versorgung beraten und begleiten. Die Krankenkassen können eine aktive Rolle
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bei den Gesundheitslotsen spielen. Diese Lotsinnen und Lotsen wollen wir mit
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Landesmitteln fördern.
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Wir wollen in Ballungsräumen barrierefreie „Gesundheits-Kioske“ einrichten und damit in
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den Stadtteilen sicherstellen, dass es ein leicht zugängliches und barrierefreies Angebot
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vor Ort gibt, bei dem Menschen in Fragen von Gesundheitsförderung, Krankheit und Pflege
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Informationen und Unterstützung bekommen. Dazu gibt es bereits Projekte der AOK, die
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wir landesweit ausbauen wollen. Ziel muss es sein, Menschen in einer persönlichen
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gesundheitlichen Notsituation mit oder ohne Krankenversicherung zu helfen. Die
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Gesundheits-Kioske sollen ein vertrauensvoller und akzeptierter Anlaufpunkt im Stadtteil
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werden. Dazu ist es wichtig, Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen und
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Sprachkenntnissen für die Arbeit vor Ort zu gewinnen. Die Gesundheits-Kioske können
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auch wichtige Aufklärungsarbeit übernehmen: zur Krebsvorsorge, zur Ernährung und für
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Angebote aus dem Bereich Sport. Hier können viele Angebote, die es bereits in einer Stadt
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gibt, gebündelt vorgestellt werden.
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Um Doppelstrukturen in den Kommunen zu vermeiden, können diese Aufgaben auch an
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bereits bestehende und etablierte Beratungsangebote vor Ort angedockt werden.
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Wir fühlen uns dem "Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst" verpflichtet und
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unterstützen die personelle Stärkung und verbesserte digitale Ausstattung des
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Öffentlichen Gesundheitsdienstes.
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Die seelische Gesundheit eines jeden Menschen ist neben der körperlichen Unversehrtheit
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das höchste Gut. Die seelische Gesundheit ist für jeden einzelnen Menschen wichtig sowie
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für die gesamte Gesellschaft. Unsere Lebenswirklichkeit wird sich weiter verändern. Wir
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müssen an unserer Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit arbeiten. Psychische
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Erkrankungen, wie Depression, sowie Suizid und Einsamkeit dürfen keine Tabuthemen
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bleiben. Wir müssen gerade junge Menschen aufklären und sensibilisieren. Wir müssen die
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psychischen Erkrankungen wie Depression enttabuisieren. Wir werden entsprechende
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Präventionsmaßnahmen entwickeln und die Anzahl an ambulanten Therapieplätzen und
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Klinikplätzen auch im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Bereich erhöhen. Wir werden
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Beratungs- und Therapieangebote schaffen, die niedrigschwellig sind und die kurzfristig
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zu erreichen sind. Damit ein Mensch in Not, der Hilfe benötigt, nicht monatelang auf einen
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Termin bei einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten warten muss.
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Besonders Kinder und Jugendliche haben unter der Pandemie gelitten. Die Zahl der
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Kinder, die an Depressionen leiden, ist nochmal gestiegen. Durch den Ausbau von
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schulpsychologischen Angeboten wollen wir den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit
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geben, Lockdown-Erfahrungen zu verarbeiten.
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Wir halten die Versorgungsverpflichtung bei psychischer Erkrankung vor der
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Notwendigkeit einer stationären Aufnahme für erforderlich. Dazu stärken wir die
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gemeindepsychiatrischen Verbünde, wo sie bestehen und unterstützen ihren Aufbau
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landesweit zum Aufbau kooperativer leistungserbringerübergreifender Strukturen zur
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wohnortnahen Versorgung. Diese sollen die Unterstützung unter Berücksichtigung von
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Selbstbestimmung und Zwangsvermeidung in Kooperation sicherstellen.
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Apotheken sind in vielen Regionen ebenfalls erste Anlaufstellen, wenn Menschen sich
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krank fühlen. Wir setzen uns dafür ein, dass es öffentliche, inhabergeführte Apotheken gibt,
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die den gesetzlichen Auftrag zur flächendeckenden barrierefreien Arzneimittelversorgung
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gut leisten können. Apothekerinnen und Apotheker leisten in vielen Situationen einen
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wertvollen Beitrag zur Gesundheit ihrer Kundinnen und Kunden in der ambulanten
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Versorgung.
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Für Familien wollen wir in den von uns neu geschaffenen Familienzentren an den Schulen
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Angebote zur gesundheitlichen Prävention anbieten: Gesunde Ernährung, Sportangebote,
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Angebote zur Förderung der Zahngesundheit und die Begleitung durch Hebammen. All
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das trägt zu besserer Gesundheitsvorsorge bei und senkt damit mittel- und langfristig die
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Gesundheitskosten insgesamt. Ein Zugewinn an Lebensqualität für die Bürgerinnen und
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Bürger sowie eine Entlastung für das Gesundheitssystem.
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Pflege der Zukunft: Neue Konzepte für große Herausforderungen
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In Nordrhein-Westfalen werden aktuell 965.000 Menschen gepflegt. Drei Viertel von ihnen
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erhalten liebevolle Pflege durch ihre Angehörigen zuhause. Eine Leistung der Angehörigen,
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die unseren Respekt verdient, die aber nicht überfordern darf. Wir wissen, dass der Bedarf
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an Pflege in den kommenden Jahren wegen der Alterung unserer Gesellschaft weiter
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ansteigen wird. Wir wissen auch, dass es der Wunsch der meisten Menschen ist, im eigenen
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Zuhause möglichst lange leben zu können. Damit das möglich ist, stellen wir jetzt die
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Weichen:
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Unser Ziel ist es, die pflegenden Angehörigen zu entlasten. Das gilt insbesondere für den
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Personenkreis der vollzeitarbeitenden pflegenden Angehörigen, zum Beispiel durch
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Streichung des Beitragszuschlags für Kinderlose, wenn sie Angehörige pflegen. Dazu
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wollen wir umfassende und ganzheitliche Beratungsangebote schaffen. Wir wollen die
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bisherigen Pflegestützpunkte zu Pflegekompetenzzentren weiterentwickeln und in ihnen
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alles Wissen über gesundheitliche Leistungen, finanzielle mögliche Leistungen und
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Pflegeangebote bündeln. Betroffene und Angehörige sollen hier bestmöglich beraten
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werden, um stationäre Aufenthalte zu vermeiden.
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Wir wollen Pflegestützpunkte einrichten, die eine medizinische und pflegerische
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Grundversorgung bieten. In diesen Pflegestützpunkten sollen neue, fachübergreifende
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Beratungsangebote eingerichtet werden. Dort sollen speziell ausgebildete Lotsen mit
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Betroffenen und Angehörigen persönliche Unterstützungskonzepte entwickeln, die den
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langfristigen Erhalt der Lebensqualität zum Ziel hat. Das umfasst die
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Gesundheitsversorgung ebenso wie den pflegerischen Unterstützungsbedarf und die
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Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe in der näheren Umgebung. So wollen wir
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gewährleisten, dass Menschen mit Unterstützungsbedarf möglichst lange selbstbestimmt
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und zufrieden im eigenen Zuhause leben können. Gleichzeitig werden die Angehörigen so
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entlastet, weil sie auf verlässliche Strukturen mit festen Ansprechpartnerinnen und
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Ansprechpartner vertrauen können. Wenn stationäre Pflege nötig wird, muss sie am
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vertrauten Ort, erreichbar für Angehörige und Bekannte, möglich sein. Wir setzen uns
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daher für wohnortnahe Pflegeplatzversorgung ein.
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Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern pflegen, so genannte „Young Carer“ brauchen
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besonders gezielte Beratung, Unterstützung und Information. Es gilt hier ein
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niedrigschwelliges, gut erreichbares Hilfsangebot zu etablieren.
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Wir wollen ein Projekt aus unserem Nachbarland Rheinland-Pfalz übernehmen und speziell
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und fachübergreifend ausgebildete Fachkräfte als „Gemeindeschwestern“ einsetzen. Die
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Fachkraft soll die Menschen nach vorheriger Anmeldung zuhause besuchen und individuell
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beraten. Das neue Angebot soll Beratung zur hauswirtschaftlichen und gesundheitlichen
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Versorgung, zur Wohnsituation, Möglichkeiten der Mobilität und Pflege von Kontakten
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umfassen. Dazu soll aber auch die Vermittlung gut erreichbarer Teilhabeangebote wie
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Seniorentreffen, Veranstaltungen und Bewegungskurse gehören. Wo solche Angebote
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weniger stark vorhanden sind, sollen die Fachkräfte diese auch anregen. Das schafft einen
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weiteren Baustein für die Entwicklung gesundheits- und selbstständigkeitsfördernder
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Angebote in den Kommunen.
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Weil in den kommenden Jahren mehr Menschen pflegebedürftig werden, die keine
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eigenen Kinder oder andere familiäre Unterstützung am Wohnort haben, wollen wir
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alternative Wohnformen für Menschen mit Unterstützungsbedarf besonders fördern. Dazu
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gehören beispielsweise Senioren- und Pflege-Wohngemeinschaften, die nicht nur ein
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Angebot für ältere Menschen, sondern auch für jüngere Menschen (zum Beispiel mit
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Behinderung oder Pflegebedarf) haben müssen.
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Wir wollen, dass auch Menschen mit Unterstützungsbedarf von den Möglichkeiten der
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Digitalisierung profitieren können. Dazu wollen wir die Entwicklung unterstützender
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digitaler Instrumente fördern, die speziell Seniorinnen und Senioren sowie
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pflegebedürftigen Menschen dienen und ihren Alltag erleichtern.
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Digitalisierung in Pflegeheimen heißt zum Beispiel das Zusammenwirken von
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Pflegepatientin bzw. Pflegepatient, qualifizierter Pflegekraft im Heim und Arzt ohne
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Notwendigkeit von Transporten und des damit verbundenen Verlassens der vertrauten
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Umgebung. Als Nebeneffekt wertet es die Tätigkeit der Pflegekräfte deutlich auf.
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Wichtig für uns ist: Menschen sollen so selbstbestimmt wie möglich und so umsorgt wie
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nötig alt werden können – mit einer flächendeckenden Pflegestruktur.
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Als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind für uns die Arbeitsverhältnisse, in
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denen gepflegt wird, von großer Wichtigkeit. Wir sehen, dass diejenigen, die in der Pflege
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ausgebildet sind und arbeiten, häufig die Ausbildung abbrechen oder im Durchschnitt nach
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sechs Jahren aus dem Beruf aussteigen. Daraus ziehen wir folgende Konsequenzen:
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Wir wollen die Arbeitsbelastungen in den pflegenden Berufen reduzieren, um mehr
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Menschen für diese wichtige Arbeit zu gewinnen. Dazu gehören kürzere, verlässliche und
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damit familienfreundlichere Arbeitszeiten und eine angemessene Entlohnung, bessere
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Aufstiegschancen und Möglichkeiten zur Weiterbildung.
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Zudem wollen wir, dass Pflegende feste Plätze in den Krisenstäben auf kommunaler- und
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Landesebene haben, um dieser Perspektive mehr Gehör zu verschaffen. Wir wollen mit
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Pflegekräften in den intensiven und regelmäßigen Austausch gehen, um zu erfahren, wo
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der Schuh drückt. Und wir wollen diese Druckstellen dann angehen, es dürfen keine tiefen
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Druckgeschwüre werden.
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Wir wollen Menschen, die aus den pflegenden Berufen ausgestiegen sind, zurückgewinnen.
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Durch Programme, die nachqualifizieren und den Wiedereinstieg erleichtern.
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Eine Pflegekammer gegen den Willen der Beschäftigten, eine Zwangsmitgliedschaft, wird
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es mit uns nicht geben. Pflege- und Betreuungskräfte aus dem Ausland, vorwiegend aus
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Osteuropa, sind zu einer wichtigen Säule der häuslichen Versorgung geworden und wir
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begrüßen das Urteil des Bundesarbeitsgerichts zur Entlohnung dieser Menschen. Wir
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wollen deren Arbeitsbedingungen verbessern, klare Regeln für Arbeits- und Ruhezeiten
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und so einen rechtlichen Rahmen für Beschäftigung in der häuslichen Pflege schaffen.
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Der größte Pflegedienst in Deutschland ist die Familie. Pflegende Angehörige sind eine
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entscheidende Stütze bei der häuslichen Pflege. Zeiten der Pflege müssen in der
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Berechnung der Rente berücksichtigt werden und wir müssen organisieren, dass die
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Angehörigen in ihren Berufen nicht abgehängt werden und Pflege, Familie und Beruf
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vereinbaren können und später nicht ausgebrannt und selbst krank werden.
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Neben der Klärung materieller Fragen ist es wichtig, Netzwerke über die Pflegestützpunkte
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zu organisieren und die Angehörigen mit allem wichtigen Wissen zu unterstützen und
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Wege zu weiterer Hilfe zu vereinfachen. Wo immer es möglich ist, schaffen wir
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bürokratische Hindernisse ab. Das Angebot der Tagespflege halten wir für ein wichtiges
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Instrument, um pflegende Angehörige zu entlasten. Daher wollen wir ein Landesprogramm
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zur Förderung von Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeplätze in den Einrichtungen schaffen,
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um flächendeckend und wohnortnah Entlastungsangebote zu schaffen. Darüber hinaus
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wollen wir den Ausbau von Pflegehotels unterstützen, damit Pflegebedürftige und ihre
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Angehörigen auch gemeinsam verreisen können. Außerdem setzen wir uns für die
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Ausweitung des Modellprojekts der AWO Westliches Westfalen ein, die mit ihrer
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Kurberatung pflegenden Angehörigen Kuren analog zum System der Mutter-Kind-Kuren
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anbietet.
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Die Digitalisierung kann und muss auch in der Pflege genutzt werden. Die Technik
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erleichtert – wenn man sie beherrscht – das selbständige Leben in der eigenen Wohnung
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und die Kontaktaufnahme, wenn man Hilfe benötigt oder auch „nur“ einen kleinen Plausch
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mit Freunden oder Familie halten möchte. Hier sollten wir alle Möglichkeiten nutzen – über
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Anwenderschulungen, Umrüstungen in den Wohnungen und die Digitalisierung der
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Pflegezentren, Pflegedienste und alle weiteren geplanten Angebote.
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Investitionskosten fallen neben den Eigenanteilen in der stationären Pflege an und sind ein
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großer und vor allem steigender Kostenfaktor für Pflegeheimbewohnerinnen und -
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bewohner. Wir setzen uns für eine öffentliche Förderung der Einrichtungen ein, um die
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Investitionskosten zu mindern und Pflegeheimbewohnende so finanziell zu entlasten.
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Gleichzeitig machen wir uns im Bund für eine Deckelung der Eigenanteile stark.
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2.4 BEZAHLBARES WOHNEN FÜR ALLE
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Zuhause soll es schön sein. Die Wohnung gibt Sicherheit und Geborgenheit. Für Familien
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ist die Wohnung das Zentrum des Zusammenlebens. Die Wohnung ist Schutzraum und
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Rückzugsort. Die Wohnung ist wichtig. Genau deshalb kämpfen wir darum, dass Menschen
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nicht aus ihren Wohnungen verdrängt werden – weder im Arbeitsleben noch im Alter. Wir
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schaffen durch Neubau für viele Menschen ein neues, gutes Zuhause, gehen gegen
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steigende Mieten vor und helfen dabei, dass man sich die eigene Wohnung mit normalem
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Gehalt wieder leisten kann.
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Unser Ziel ist es, dass wir in Nordrhein-Westfalen nicht mehr als 30 Prozent unseres
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verfügbaren Haushaltseinkommens für die Miete ausgeben müssen. Das soll für alle zehn
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Millionen Mieterinnen und Mieter in Nordrhein-Westfalen gelten. So bleibt der allergrößte
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Teil des eigenen Einkommens für das gute Leben übrig. Gleichzeitig unterstreichen wir
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unser sozialdemokratisches Aufstiegsversprechen, und werden die Menschen beim
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Streben nach einer Immobilie unterstützen.
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Ob Familien mit oder ohne Kinder, Alleinstehende, Seniorinnen und Senioren, Menschen
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mit Behinderung, Geringverdienende, Studierende oder Wohnungslose: Wir wollen für alle
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Menschen in Nordrhein-Westfalen ein bezahlbares, gutes und barrierefreies Wohnen in
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einem attraktiven, lebenswerten Umfeld schaffen.
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Bezahlbares Wohnen
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Menschen ziehen nach Nordrhein-Westfalen. Das ist gut, denn es zeigt: Unser Land ist
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attraktiv! Diese Attraktivität wollen wir nicht dadurch verlieren, dass hier der Wohnraum
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immer knapper wird. In Nordrhein-Westfalen herrscht Wohnungsnot. Nicht nur in den
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Metropolen, auch in immer mehr kleineren Städten und Gemeinden finden Menschen
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kaum noch Wohnungen, die sie sich leisten können. Die Mieten steigen drastisch und
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fressen Einkommen, Kaufkraft und Wohlstand.
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Wir brauchen pro Jahr 100.000 neue Wohnungen in Nordrhein-Westfalen.
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Wir wollen passgenaue Lösungen erarbeiten – für die verdichteten Großstädte mit
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explodierenden Mieten und Wohnungsmangel ebenso wie für die dünner besiedelten
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Regionen des Landes, in denen es manchmal sogar Leerstände gibt, und dabei gleichzeitig
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den Herausforderungen des Klimaschutzes gerecht werden.
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Die Instrumente sind unterschiedlich, das Ziel ist allerdings gleich: Wir wollen ausreichend
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und guten, bezahlbaren Wohnraum schaffen, überall im Land.
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Um den Bestand an Sozialwohnungen zu halten, benötigen wir 25.000 neue Wohnungen
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mit sozialer Mietpreisbindung jährlich. Die zeitliche Befristung bei öffentlich geförderten
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Wohnungen lässt regelmäßig Wohnungen aus der Mietpreisbindung fallen. Um den
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Wegfall von mietpreisgebundenen Einheiten auszugleichen, müssen jedes Jahr neue
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öffentlich geförderten Wohnungen fertiggestellt werden. Um diesen Zyklus zu
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durchbrechen, werden wir eine zusätzliche Fördersäule für den gemeinwohlorientierten
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Wohnungsbau schaffen. Die Kommunen müssen in die Lage versetzt werden, mit der
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Maßgabe, die Sozialbindung zu erhalten.
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Kommunale Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften entfalten eine
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bremsende Wirkung auf das örtliche Mietniveau. Gemeinwohlorientierte
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Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften sind darüber hinaus besonders
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aktiv im Bau von mietpreisgebundenen Wohnungen, wenn die notwendigen
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Rahmenbedingungen das zulassen. Wir werden die Gründung neuer kommunaler
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Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften unterstützen und fördern.
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Bestehende Unternehmen und Genossenschaften werden wir bei der Realisierung neuer
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Vorhaben unterstützen. Konkret wollen wir kommunalen Wohnungsunternehmen und
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Wohnungsgenossenschaften besonders attraktive Förderkonditionen in der öffentlichen
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Wohnraumförderung einräumen. Dabei werden wir darauf achten, dass Unternehmen mit
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öffentlicher Beteiligung – inklusive Tochterunternehmen – Tarifverträge anwenden.
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Nicht jede Kommune verfügt über ein eigenes Wohnungsunternehmen. Deshalb gründen
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wir eine Landeswohnungsbaugesellschaft. Diese soll im Auftrag der Städte und
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Gemeinden arbeiten, die keine Wohnungsunternehmen haben oder deren
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Wohnungsunternehmen nicht schnell genug neue, bezahlbare Wohnungen schaffen
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können. Sie soll große Projekte entwickeln und umsetzen. Einzelne Gebäude können dann
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an örtliche kommunale und gemeinwohlorientierte Gesellschaften sowie
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Genossenschaften weitergegeben werden oder bei ihr verbleiben. Durch den zusätzlichen
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Ankauf von bestehenden Wohnungen sichern wir bezahlbare Mieten im Bestand und
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schaffen einen neuen, dem Gemeinwohl verpflichteten Akteur am Wohnungsmarkt.
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Wer Wohnungen bauen will, braucht Grundstücke. Deshalb wollen wir in Nordrhein-
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Westfalen die Chance nutzen, dass der Bund seine Grundstücke in unserem Land für
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preisgebundenen Wohnungsbau zur Verfügung stellt. So kann Wohnraum für Studierende,
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Auszubildende, Singles und Familien entstehen.
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Um die Anzahl der notwendigen neuen Wohnungen zu erreichen, braucht es schnellere
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und digitalisierte Planungs- und Genehmigungsverfahren. Voraussetzung für schnelles
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Bauen sind gut ausgestattete, digitalfähige Bauämter in den Kommunen. Wir werden die
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Kommunen finanziell stärken, damit sie in ihren Bau- und Planungsämtern in der Lage sind,
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die Aufgaben personell zu bewältigen. Wir werden Planungs- und Genehmigungsverfahren
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digitalisieren und beschleunigen.
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Wo es Leerstände gibt – auch gewerblicher Art –, müssen sie nutzbar gemacht werden.
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Angefangen von der Förderung des Wohnungserwerbs (Jung kauft Alt, Mietkauf,
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Gründung und Förderung von Genossenschaften) bis zum Abriss zur Aufwertung eines
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Quartiers reicht die Palette. Dort, wo sogenannte Schrottimmobilien die städtebauliche
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Entwicklung verhindern, werden wir die Kommunen unterstützen, dagegen vorzugehen
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und Quartiere attraktiver zu machen. Wir unterstützen die Bemühungen der
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Bundesregierung, kurzfristig das Vorkaufsrecht für Kommunen rechtssicher
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auszugestalten.
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Wo Renovierungsbedarf besteht, muss Modernisierung auf den Weg gebracht werden.
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Dies gilt vor allem für die Klimaziele im Gebäudesektor. Das ist möglich. Konkret gelingt es
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beispielsweise in der ‚Innovation City‘ in Bottrop. Deshalb ist es richtig, diesen lokalen Erfolg
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zum Modell für ganz Nordrhein-Westfalen zu machen.
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Das Wohnungsproblem ist lösbar. Deshalb packen wir es an.
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Mieterschutzland Nordrhein-Westfalen
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Unter einer von uns geführten Landesregierung wird Nordrhein-Westfalen zum
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Mieterschutzland.
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Wir werden landesseitig die Spielräume, die uns das Bundesrecht gibt, nutzen: Dazu gehört
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beispielsweise, die Handlungsmöglichkeiten der Kommunen bei der Ausweisung von
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angespannten Wohnungsmärkten auszuweiten, damit die Mietpreisbremse und andere
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Instrumente zur Bekämpfung der Mietpreisspirale nicht ausgebremst, sondern genutzt
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werden können.
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Die Zahl der Kommunen, in denen mieterschützende Vorschriften gelten, werden wir
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erhöhen. Um einen Mietpreisanstieg bei bestehenden Mietverhältnissen zu begrenzen,
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wollen wir eine Kappungsgrenzenverordnung einführen. Um bezahlbare Mieten zu
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gewährleisten, wollen wir zudem wieder eine Umwandlungsverordnung einführen. Damit
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schaffen wir die Möglichkeit, die Luxusmodernisierung und Umwandlung von
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Mietwohnungen in Eigentumswohnungen zu untersagen, wenn dadurch die
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Wohnungsversorgung der Bevölkerung bedroht wird. Auch eine Mietpreisbremse, mit der
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ein Mietpreisanstieg bei Mieterwechsel begrenzt wird, ist ein wichtiges Instrument des
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Mieterschutzes.
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Wir wollen mehr Mieterschutz, und genau deshalb werden wir aktiv den Mietmarkt in allen
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Kommunen in Nordrhein-Westfalen beobachten und dort eingreifen, wo es nötig ist. Dafür
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schaffen wir eine neue Mieterschutzverordnung. Wir werden die Anwendung der
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Mietpreisbremse erleichtern und die Möglichkeiten des novellierten Bundesbaurechtes
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nutzen.
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Die Möglichkeit, Wohnungen kurzzeitig für zum Beispiel touristische Zwecke zu vermieten,
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werden wir zeitlich begrenzen. Dazu werden wir das Wohnraumstärkungsgesetz
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überarbeiten. Die Kommunen werden wir bei der Umsetzung dieses Gesetzes eng
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einbinden. Darüber hinaus statten wir die Behörden so aus, dass die Umsetzung des
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Gesetzes kontrolliert werden kann.
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Wir wollen die öffentlich-rechtliche Wohnungsaufsicht auch beim Schutz von
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Mieterrechten wieder stärken. Kommunen müssen rechtlich und materiell in die Lage
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versetzt werden, bei groben Verstößen gegen Bauordnungsvorschriften und Mieterrechte
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auch hoheitlich tätig zu werden.
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Die eigenen vier Wände
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Wir wollen mehr Menschen den Traum von den eigenen vier Wänden ermöglichen.
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Eigentum ist nicht nur das Zuhause. Es ist auch Altersvorsorge. Die Aussicht auf ein eigenes
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Heim ist für uns Teil des sozialdemokratischen Aufstiegsversprechens. Aus diesem Grund
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wollen wir die Förderung von Wohneigentum erweitern, damit sich ein deutlich größerer
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Bevölkerungskreis den Traum der eigenen vier Wände erfüllen kann. Die
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Fördervoraussetzungen wollen wir sowohl inhaltlich so anpassen, dass mehr Menschen
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von der Förderung profitieren, als auch die Förderverfahren verschlanken und
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vereinfachen. Der Kauf von Genossenschaftsanteilen kann dabei ein Beitrag sein, wie
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Eigentumsbildung auch in den besonders angespannten Wohnungsmärkten gelingen
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kann. Hierzu kann auch die NRW-Bank zusätzliche Hilfen leisten.
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Beim Erwerb einer ersten selbst genutzten Immobilie insbesondere durch Familien mit
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Kindern werden wir die Grunderwerbsteuer durch ein gezieltes Landesprogramm
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kompensieren.
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Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer wollen wir vor den ungerechten und
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bürokratischen Straßenausbaubeiträgen nach dem Kommunalabgabengesetz bewahren.
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Die Beiträge in oft fünfstelliger Höhe belasten besonders junge Familien sowie
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Rentnerinnen und Rentner. Vor allem letztere geraten dadurch in existenzgefährdende
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Situationen, da ihnen kaum Kredite gewährt werden. Wir werden daher die
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Straßenausbaubeiträge für Anliegerinnen und Anlieger abschaffen und den
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Einnahmeausfall der Kommunen kompensieren.
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Gemeinwohlorientierte Bodenpolitik
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Auch in Nordrhein-Westfalen spekulieren Investoren mit Grundstücken und treiben damit
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die Preise nach oben. Dem schauen wir nicht tatenlos zu, sondern versetzen die Städte und
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Gemeinden in die Lage, entsprechende Maßnahmen zu beschließen.
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Dafür werden wir die Möglichkeiten im Baulandmobilisierungsgesetz für Nordrhein-
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Westfalen nutzen und so alle Potenziale ausschöpfen, um Mietwohnraum zu erhalten und
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mehr Wohnbauflächen zu schaffen.
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Mit einer gemeinwohlorientierten Bodenpolitik wollen wir Baukosten senken. Dafür richtet
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das Land einen Bodenfonds ein. In diesen fließen Grundstücke ein, die das Land in
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Treuhand der Kommunen erwirbt und zu Bauland entwickelt. Baureife Grundstücke
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werden zu Wohnzwecken vergeben. Das erfolgt im Zuge der neuen Gemeinnützigkeit
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ausschließlich in Erbpacht, zu einem günstigen Pachtzins. Die Pachtzinserlöse fließen als
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Tilgungen dem Bodenfonds wieder zu. Auf diese Weise können Grundstücke langfristig für
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bezahlbaren Wohnungsbau gesichert werden und es wird eine kostendämpfende Wirkung
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für den gemeinwohlorientierten Wohnungsbau erreicht.
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Wir werden den Kommunen schnellstens die Möglichkeit geben, eine Grundsteuer C für
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unbebaute Grundstücke einzuführen, um so gegen Spekulation vorzugehen. Die erzeugte
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Mobilisierung von Bauland hat beruhigende Wirkung auf den ganzen Markt.
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Wir werden die Grunderwerbsteuer für die Errichtung mietpreisgebundenen Wohnraums
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durch ein gezieltes Landesprogramm erstatten, um weitere Anreize zur Schaffung von
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bezahlbarem Wohnraum zu setzen.
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Landeseigene Grundstücke werden wir vorrangig für mietpreisgebundenen Wohnungsbau
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zur Verfügung stellen.
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Wir werden insbesondere finanzschwache Kommunen dabei unterstützen, die Entwicklung
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von Baugebieten nicht nur privaten Investoren zu überlassen. Wir werden sie dabei
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unterstützen, selbst zu Akteuren zu werden. Dies kann über kommunale Vorkaufsrechte,
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Entwicklung von Bauland nur bei (zumindest anteiligem) Verkauf an die Kommune sowie
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bei der Entwicklung von Konzeptvergaben geschehen. Damit kommunale Grundstücke vor
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dem Hintergrund der Finanznot einer Kommune nicht allein an den Meistbietenden
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verkauft werden, werden wir Kommunen bei der Nutzbarmachung für Lösungen für
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mietpreisgebundenen Wohnraum unterstützen.
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Die Kommunen werden wir bei der Erstellung kommunaler Wohnungs- und
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Wohnflächenbedarfs-analysen unterstützen und zur Nutzung der Instrumente des
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Baulandmobilisierungsgesetzes (Baugebote, Erleichterung des Ausbaus von
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Dachgeschossen, Grundsteuer C) ermutigen.
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Damit wir beim Wohnungsbau nicht immer mehr Flächen im Land versiegeln, reaktivieren
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und stärken wir Instrumente zur Schaffung von Wohnbauflächen, ohne bisher ungenutzte
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Freiflächen zu bebauen. In sehr vielen Kommunen bestehen noch Potenziale zur
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Verdichtung des vorhandenen Wohnungsbestandes oder des Ausbaus von
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Dachgeschossen. Überdies haben wir gerade in den altindustriell geprägten Regionen
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Brachflächen, die vor der Inanspruchnahme von Freiraum reaktiviert werden müssen.
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Bodenfonds können den Kommunen des Weiteren helfen, ihre Wohnflächenbedarfe zu
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finanzieren. Erhebliche Potenziale ergeben sich auch durch Verbesserungen der Stadt-
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Umland-Beziehungen. Sowohl die Digitalisierung als auch ein massiver Ausbau von Bus
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und Bahn kann einen maßgeblichen Beitrag zur Stärkung der Kommunen, der
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Bekämpfung des Wohnungsmangels und zur Stärkung der Eigentumsbildung leisten, weil
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Immobilien auf dem Land immer noch deutlich erschwinglicher als in den Zentren sind.
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Umbau statt Neubau
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Wir werden zusätzlich ein großangelegtes Programm zum „Umbau statt Neubau“ starten,
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um vorhandene Bausubstanz zu verbessern, Fehlnutzungen entgegenzuwirken, Kosten zu
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sparen und das Klima zu schützen. Der größte Klimaschaden eines Hauses entsteht beim
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Bau. Deshalb ist es sinnvoll, bestehende Bausubstanz möglichst zu erhalten, statt alles
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neuzubauen.
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Häufig ist ein Umbau bestehender Immobilien ressourcen- und umweltschonender als der
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Neubau. Den Baubestand in Nachbarschaften, Orten und Dörfern wollen wir erhalten und
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modernisieren. Wir wollen das Aussterben der Ortskerne bei gleichzeitigem Wachstum am
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Ortsrand (Donut-Effekt) und damit fortschreitende Zersiedelung und Flächenversiegelung
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verhindern. Daher werden wir dazu ermutigen, den aktuellen Bestand zu ertüchtigen und
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klima- und umweltschonend zu sanieren. Damit die Kosten nicht allein getragen werden
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müssen, werden wir die energetische Sanierung sowie den Umbau auf modernen Standard
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und für altersgerechtes Wohnen stärker als bisher fördern.
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Dafür werden Projekte wie „Jung kauft Alt“ fortführen, anpassen und ausweiten.
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Gleichzeitig werden wir stärker als bisher die Stadt-Umland-Beziehungen für eine
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zukunftsorientierte Wohnungspolitik nutzen. Deshalb sorgen wir für bessere
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Verkehrsverbindungen zwischen Stadt und Umland. Die Arbeitswelt wird smarter und auch
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mobiler. Die zunehmende Möglichkeit von Homeoffice kann hier unterstützend wirken.
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Dafür braucht es die entsprechenden Voraussetzungen. Gerade in ländlichen Gebieten ist
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es für einen Arbeitsplatz zuhause unabdingbar, dass es ein vernünftiges Mobilfunknetz und
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eine gute Internetverbindung gibt.
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Einen besonderen Fokus legen wir auf die Barrierefreiheit für alle Generationen: Wir wollen,
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dass die Menschen in Nordrhein-Westfalen auch im Alter dort weiterleben können, wo sie
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verwurzelt sind. Wir werden daher bei Umbaumaßnahmen Barrierefreiheit stärker
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unterstützen.
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Lebenswerte Städte, Gemeinden und Dörfer
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Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Wir legen Wert darauf, dass sich die
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Menschen in ihrem Wohnumfeld wohlfühlen können. Dazu gehört eine gute Nah- und
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Gesundheitsvorsorge, eine breite Bildungsinfrastruktur, ein gesundes und nachhaltiges
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Mikroklima in der Wohnumgebung sowie eine gute öffentliche Nah- und
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Fahrradverkehrsanbindung.
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Die Städte und Gemeinden werden wir bei der Entwicklung von integrierten
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Siedlungskonzepten unterstützen, die alle Aspekte von Wohnen mit kurzen Wegen
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vereinen.
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Die Städtebauförderung und unsere Wohnungspolitik werden wir darauf ausrichten, dass
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die Aspekte von nachhaltigem und gesundem Leben in den Nachbarschaften mit Blick auf
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das gesamte Wohn- und Lebensumfeld Berücksichtigung finden.
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Wir werden die Städte und Gemeinden bei notwendigen städtebaulichen barrierefreien
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Umbau- und Klimaanpassungsmaßnahmen unterstützen. Kommunale und landeseigene
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Gebäude werden wir verpflichtend klimaneutral bauen und möglichst ökologisch
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betreiben. Zum Beispiel mit einem Investitions- und Förderprogramm „Mit Wasser und
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Natur das Quartier lebenswert machen“, um den Auswirkungen des Klimawandels mit
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neuen und Lebensqualität fördernden Konzepten zu begegnen. Grün- und Wasserflächen
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sorgen dafür, dass Wasser Raum und Rückhalt findet, zum Beispiel Stadtgrün oder
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Dachbegrünung. Solche Flächen können Regenwasser gezielt aufnehmen, (zwischen-
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)speichern und wirken zugleich wie große natürliche Klimaanlagen.
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Mit der Internationalen Gartenausstellung IGA 2027 soll an mehreren Orten im Ruhrgebiet
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die grünste Stadtlandschaft der Welt entstehen. Wir unterstützen die IGA 2027, in der wir
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eine große Chance auch für eine integrierte Stadt- und Regionalentwicklung, eine
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zukunftsgerichtete Gestaltung des Landschaftsraumes und die Vernetzung der
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Kommunen im Ruhrgebiet – der schon heute grünsten Industrieregion der Welt – sehen.
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Die Bedürfnisse von Kindern- und Jugendlichen sollen in besonderer Weise berücksichtigt
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werden. Dafür legen wir ein Landesprogramm „1.000 Spielplätze in Nordrhein-Westfalen“
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auf. Kinder und Jugendliche wollen wir bei der Entwicklung neuer Spiel- und Freizeitflächen
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aktiv beteiligen.
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Eine gute Nah- und Gesundheitsversorgung sowie belebte Innenstädte sind für uns der
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Anspruch. Wir werden daher einen „Masterplan Innenstadt“ auf den Weg bringen. Auf
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diesem Weg bringen wir einen attraktiven Mix aus Handel, Arbeit, Wohnen, Kultur,
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Handwerk und Gastronomie in unsere Innenstädte und machen unsere Kommunen zur
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aktiven Kraft der Innenstadtpolitik. Hierzu gehört ein barrierefreier öffentlicher Raum
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einschließlich barrierefreier öffentlicher Toilettenanlagen. Unser Ziel: Ein belebter
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Dorfplatz, eine belebte Innenstadt.
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Corona hat die Krise unserer Innenstädte und Stadtteilzentren offen zu Tage treten lassen.
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Die Innenstädte sind häufig unsere Visitenkarte, Orte der Begegnung, der Kultur, der
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Gastronomie, Hotels, nicht nur des Einkaufens. Zur Strategie der Reaktivierung unserer
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Innenstädte wollen wir auch bessere Möglichkeiten schaffen, das Wohnen in den Städten
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wieder zu ermöglichen. Dazu werden wir die Städtebauförderung des Landes ebenso wie
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das Baurecht im Rahmen unserer Möglichkeiten anpassen. Bestehende
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Förderprogramme des Bundes und der Länder zeigen, dass es vielfältige Ansätze zur
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Verbindung von Online- und stationärem Handel gibt und Wohnen in den Innenstädten
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möglich ist, wenn die soziale und verkehrliche Infrastruktur verbessert wird. Das
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Modellprojekt „Smart Cities“ zeigt zahlreiche Beispiele einer digitalen Stadt, die ihren
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Bürgerinnen und Bürgern zeigt, dass die Digitalisierung vieler Lebensbereiche in den
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Kommunen die Lebensqualität verbessert.
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der Bürgerinnen und
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Bürger:
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digital,
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handlungsfähig,
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verlässlich
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3. EIN MODERNER STAAT DER BÜRGERINNEN UND BÜRGER:
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DIGITAL, HANDLUNGSFÄHIG, VERLÄSSLICH
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Der Staat dient uns Bürgerinnen und Bürgern. Deshalb soll er gut funktionieren. Die
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Corona-Pandemie und Flutkatastrophe haben den Modernisierungsbedarf unseres
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Landes schonungslos offengelegt. Ob Infrastrukturen oder Behörden und Verwaltungen:
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Staatliches Handeln muss schneller und effektiver werden. Es geht darum, das Leben der
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Menschen einfacher zu machen.
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Modernisierung fängt bei richtig verstandener Digitalisierung an. Die Digitalisierung ist kein
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Selbstzweck. Gute analoge Verfahren werden zu guten digitalen Prozessen. Genau deshalb
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beteiligen wir alle entscheidenden Akteure in der Verwaltung und der Zivilgesellschaft am
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Digitalisierungsvorhaben. Es sollen gute digitale Prozesse entstehen, die Verwaltung
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leichter statt schwer machen.
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Ein moderner Staat – digital, handlungsfähig und verlässlich – ist die Voraussetzung für
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gute Politik und funktionierende Demokratie. Als Dienstleister soll der Staat den
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Bürgerinnen und Bürgern partnerschaftlich und auf Augenhöhe begegnen. Gleichzeitig
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sollen sich alle darauf verlassen können, dass es in Nordrhein-Westfalen läuft und
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vorangeht. Das ist unser Anspruch und unser Versprechen.
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Die Voraussetzung eines modernen und handlungsfähigen Staates sind Investitionen in die
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Zukunft, eine nachhaltige Finanzierung sowie ein leistungsfähiger und attraktiver
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Öffentlicher Dienst.
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3.1 WIR MODERNISIEREN DIE VERWALTUNG UND MACHEN NORDRHEIN-WESTFALEN
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DIGITALER
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Die Verwaltung muss agiler und digitaler werden. Wir werden die Digitalisierung der
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Landesverwaltung vorantreiben und eng mit der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes
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vernetzen. Gemeinsam mit dem Bund und den Kommunen sorgen wir für eine bürgernahe,
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barrierefreie und effiziente öffentliche Verwaltung, die das Leben der Menschen erleichtert
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und den konkreten Nutzen der Digitalisierung verdeutlicht. Weg vom Silo-Denken hin zu
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einer handlungsfähigen öffentlichen Verwaltung auf allen staatlichen Ebenen. Das steigert
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die Akzeptanz und reduziert mögliche Vorbehalte gegen digitale Prozesse.
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Digitalisierung in Nordrhein-Westfalen machen wir gemeinsam
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Wir wollen die digitale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen für alle Menschen
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gleichermaßen mit niedrigen Hürden nutzbar machen. Hier gilt es, die IT-Infrastruktur in
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allen Kommunen und auch in der Landesverwaltung auf einen aktuellen leistungsfähigen
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Stand zu bringen und die Mitarbeitenden in den Verwaltungen auf diesem Weg von Anfang
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an mitzunehmen; dies unter Beachtung des Gesundheitsschutzes für die Mitarbeitenden.
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Dabei werden wir berücksichtigen, dass nicht alle Menschen digitale Angebote nutzen
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können oder wollen.
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Unser Versprechen ist klar: Für uns ist Digitalisierung kein Stückwerk, sondern folgt einem
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echten Masterplan. Genau diesen erstellen wir am Anfang der kommenden Wahlperiode
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und sorgen dafür, dass bis 2030 unser Land digitales Vorbild in Deutschland wird.
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Für uns ist klar, wir brauchen im Rahmen des Masterplans „Digitales NRW 2030“ eine klare
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Strategie zur öffentlichen Datenhoheit, wir wollen einen Digitalrat gemeinsam mit
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zentralen Akteuren der Digitalisierung einführen und gemeinsam mit der IT- und
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Digitalwirtschaft offene Standards und Schnittstellen definieren. So sorgen wir dafür, dass
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die öffentliche Verwaltung in ganz Nordrhein-Westfalen mit Bürgerinnen und Bürgern und
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Unternehmen unkompliziert zusammenarbeiten kann.
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Die Digitalisierung ist schneller und innovativer als heutige Verwaltungsprozesse. Deshalb
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schaffen wir Experimentierräume und Reallabore, um damit digitale Techniken
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gemeinsam frühzeitig und schnell mit Nutzerinnen und Nutzern zu testen.
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Und weil Digitalisierung Kompetenz braucht und nicht mal eben nebenbei gemacht
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werden kann, schaffen wir attraktive Arbeitsplatzmodelle für IT-Berufe innerhalb der
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Landes- und Kommunalverwaltungen.
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Zudem wollen wir bereits in der Ausbildung in der öffentlichen Verwaltung ein stärkeres
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Gewicht auf digitale Fähigkeiten legen sowie zur Personalgewinnung neue Tarifmodelle
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einführen, Fachkarrieren ermöglichen und den Quereinstieg aus der Praxis mit
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verbesserten Qualifizierungsangeboten erleichtern.
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Gemeinsam mit dem Bund wollen wir für schnelle Verwaltungs-, Planungs- und
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Genehmigungsverfahren sorgen, um private wie staatliche Investitionen schnell, effizient
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und zielsicher umsetzen zu können. Unser Ziel ist es, die Verfahrensdauer mindestens zu
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halbieren. Dadurch treiben wir auch den flächendeckenden Gigabit- und 5G-Ausbau
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konsequent voran. Deshalb werden wir gemeinsame Standards im Rahmen der
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Digitalisierung von Kommunen und Behörden schaffen, um Reibungsverluste künftig zu
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vermeiden. Dazu gehört auch, Behörden und Verwaltungen – vor allem auch auf
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kommunaler Ebene – personell besser auszustatten.
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Wir wollen gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Innovationen unter Beteiligung der
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Zivilgesellschaft bestmöglich fördern und so für eine transparente und partizipative
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Digitalpolitik sorgen, die über alle Politikfelder hinweg strategisch umgesetzt wird.
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3.2 WIR MACHEN DEN ÖFFENTLICHEN DIENST ATTRAKTIVER
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Ein leistungsfähiger öffentlicher Dienst – gute Schulen, eine präsente Polizei und Justiz,
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handlungsfähige Genehmigungsbehörden, eine starke Finanzverwaltung – sind von
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besonderer Bedeutung für die Entwicklung des Landes. Ohne einen handlungsfähigen
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Staat, ohne gute Dienstleistungen für die Menschen durch einen leistungsfähigen
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öffentlichen Dienst verlieren die Bürgerinnen und Bürger Vertrauen in unser Land.
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Angesichts von zurzeit fast 18.000 unbesetzten Stellen beim Land NRW ist die
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Handlungsfähigkeit des Staates akut gefährdet. Deshalb ist die Sicherung der
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Handlungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes in Nordrhein-Westfalen, durch die Besetzung
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offener Stellen, eine zentrale Aufgabe einer neuen Landesregierung. Die dazu notwendige
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Attraktivierung des öffentlichen Dienstes geht nur mit und nicht gegen die Beschäftigten.
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Die alte Landesregierung hat es nicht geschafft, diese Attraktivierung voranzubringen.
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Auch weil sie darüber mit den Gewerkschaften keinen Dialog auf Augenhöhe geführt hat.
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Uns ist bewusst, dass eine Attraktivierung der Öffentlichen Dienstes nicht zum Nulltarif zu
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erreichen ist.
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Um den Öffentlichen Dienst für die jungen Menschen in Nordrhein-Westfalen, aber auch
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für die jetzt Beschäftigten, attraktiver zu machen, werden wir im Dialog mit den
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Beschäftigten und ihren Gewerkschaften ein Maßnahmenpaket erarbeiten und umsetzen.
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Das heißt ganz konkret:
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Wir werden die Arbeitszeit der Beamtinnen und Beamten schrittweise zurückfahren und
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an die Arbeitszeit der Tarifbeschäftigten angleichen. In einem ersten Schritt werden wir zur
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Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf die Arbeitszeit von Beamtinnen und
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Beamten mit kleinen Kindern, mit pflegebedürftigen Familienmitgliedern und im
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Schichtdienst verringern.
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Wir werden die Langzeitarbeitszeiten besser ausgestalten und zu einer Verkürzung der
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Arbeitszeit nutzen.
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Wir werden für eine gerechte und gleiche Besoldung für Lehrkräfte sorgen.
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Wir werden verbindliche Regeln für das Homeoffice schaffen.
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Wir werden die Kostendämpfungspauschale abschaffen.
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Wir werden das Zulagenwesen zeitgemäß ausgestalten. Dies betrifft insbesondere die
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Entwicklung der Zulagen für den Dienst zu ungünstigen Zeiten sowie die Feuerwehr- und
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Polizeizulage.
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Wir werden dem Beispiel anderer Bundesländer folgen und Landesbeamtinnen und
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Landesbeamten die Wahl der Krankenkasse (GKV) ermöglichen, indem das Land einen
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Zuschuss für die Beamtinnen und Beamten zahlt, die sich gesetzlich versichern wollen. So
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schaffen wir echte Wahlfreiheit.
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Wir werden Schritte zur verbesserten Eingangsbesoldung unternehmen.
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Wir werden die sachgrundlosen Befristungen in der Landesverwaltung abschaffen.
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Wir werden die Bewertungskriterien für Beförderungen auf strukturelle Benachteiligung
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von Frauen überprüfen, um die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen für
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Führungspositionen zu ermöglichen.
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Wir werden im öffentlichen Dienst die veränderte, vielfältigere Gesellschaft abbilden. Der
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Arbeitgeber Staat muss die Interkulturalität stärken und bei den Menschen mit
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Migrationsgeschichte ein Interesse am Staatsdienst wecken und Hemmnisse bei der
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Einstellung und Karriere abbauen.
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3.3 DEMOKRATIE VON GRUND AUF STÄRKEN
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Demokratie muss man jeden Tag verteidigen. Sie ist keine Selbstverständlichkeit – auch
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wenn sie sich zum Glück in unserem Alltag oft so anfühlt. Wir wollen ein Land, das sich um
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seine Demokratinnen und Demokraten bemüht, das Demokratie vermittelt und dazu
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erzieht. Wir stehen für das demokratische Nordrhein-Westfalen.
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Wir stärken die Politische Bildung
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Zentrales Instrument zur Stärkung der Demokratie ist die politische Bildung. Sie muss in
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der Kita beginnen, in allen Schulformen fortgesetzt und fester Bestandteil der
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Weiterbildung sein. Der hohe Anteil fachfremd erteilten Politikunterrichts muss reduziert
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werden. Wir werden daher auch das Fach Sozialwissenschaften in bewährter Form wieder
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einführen. Auch im außerschulischen Bereich muss die politische Bildung für alle gestärkt
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werden. Dazu wollen wir die Landeszentrale für politische Bildung als eigenständige
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Einrichtung besser ausstatten. Die Förderrichtlinien wollen wir anpassen, damit bereits
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Projekte mit Teilnehmenden ab 14 Jahren unterstützt werden können. Den jährlichen
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Demokratiebericht für Nordrhein-Westfalen werden wir fortschreiben. Wir werden
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Initiativen zur politischen Partizipation von Menschen mit Behinderung stärken und
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Informationsmedien in leichter Sprache fördern.
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Politische Bildung findet in Nordrhein-Westfalen auf vielfältige Weise statt. Demokratische
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Bildungsorte wollen wir noch stärker in ihrer Arbeit unterstützen und miteinander
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vernetzen. Die wichtige Arbeit der Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen werden wir
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weiter fördern und den Ausbau der Gedenkstätte des Kriegsgefangenenlagers ‚Stalag 326‘
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unterstützen. Wir werden die Grundlage schaffen, dass junge Menschen bis zum Eintritt in
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ihr Berufsleben zumindest einmal eine Gedenkstätte oder einen Erinnerungsort besucht
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haben. In dem Zusammenhang wollen wir auch die internationale Jugendarbeit,
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besonders die Austausche mit Israel, sowie die Präventionsarbeit mit jungen Menschen,
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zielgruppenspezifisch, stärken.
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Wir gehen konsequent gegen Rechtsextremismus vor
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Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, wie zum Beispiel Rassismus, Antisemitismus,
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Antiziganismus sowie rechte Gewalt sind eine zunehmende Bedrohung für das gute
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Zusammenleben der Menschen in Nordrhein-Westfalen. Rechtsradikale versuchen immer
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stärker, Hass als demokratisch legitimierte politische Position zu tarnen.
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Wir stellen uns jeder Form von Rechtsradikalismus entgegen! Jegliche Zusammenarbeit
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mit rechtsradikalen Kräften schließen wir aus und wir werden auch stets klar benennen,
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wenn andere Parteien mit diesen zusammenarbeiten. Eine Verharmlosung des
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Rechtsextremismus durch Verweise und Vergleiche mit anderen Extremismusformen
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lehnen wir ab. Antifaschistische Arbeit in Politik und Zivilgesellschaft hat für uns einen
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hohen Stellenwert. Wir stehen Schulter an Schulter mit all jenen, die sich für unsere
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Demokratie engagieren. Hierzu unterstützen wir die SPD auf Bundesebene bei der
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Loslösung dieses Engagements aus der Projektlogik, hin zu einer langfristigen
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Unterstützung mithilfe eines Demokratiefördergesetzes. Die zukünftige Förderung muss
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zudem auf Tarifsteigerungen reagieren.
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Die Forschung zum Thema Rechtsextremismus und zur Prävention gegen
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Rechtsextremismus in Nordrhein-Westfalen werden wir durch Unterstützung bei ihrer
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Vernetzung und durch ihren Ausbau stärken.
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Auch die Arbeit im Bereich der Beratung und Aufklärung, der Engagierten gegen den Hass
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im Netz, der Opferberatungen und der staatlichen wie insbesondere nicht staatlichen
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Hilfen für Ausstiegswillige werden wir weiter unterstützen und dort, wo es nötig ist,
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ausbauen. Bereits die letzte SPD geführte Landesregierung brachte das „integrierte
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Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus“ auf den Weg. An diesem wollen wir
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anknüpfen, die Evaluierung auswerten und das Konzept gegebenenfalls erweitern. Das
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kommunale Förderprogramm „NRWeltoffen“ wollen wir im Rahmen eines
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Landesdemokratiefördergesetzes von einem Förderprogramm zu einer dauerhaft
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finanzierbaren Aufgabe machen und gleichzeitig ausweiten.
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Die im SPD „Masterplan gegen Rechtsextremismus“ benannten Punkte werden wir
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umgehend umsetzen und, soweit Gesetzesänderungen erforderlich sind, diese auf den
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Weg bringen. Hierzu gehören unter anderem, dass Polizei-, Sicherheits- und
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Justizbehörden für rechtsextreme Einstellungen und Taten stärker sensibilisiert werden
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müssen, und dass ein Lagebild Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung erstellt
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werden muss, das jährlich dezidiert Auskunft darüber gibt, wie Menschen aufgrund ihrer
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Herkunft, Abstammung und Religion Opfer von Gewalttaten, rassistischen Angriffen und
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Unterdrückung werden. Zudem muss dieses Lagebild auch Auskunft über Einstellungen in
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der Gesellschaft zu Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung geben, um bereits
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frühzeitige Warnsignale wahrnehmen und reagieren zu können. Weiter gehört dazu, dass
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die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer gleichermaßen über alle Schulformen hinweg
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gestärkt werden, um allen Schülerinnen und Schülern die gleiche Ausgangsbasis für die
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gesellschaftliche Teilhabe in einer Demokratie zu ermöglichen.
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Wir modernisieren und stärken die Politische Beteiligung
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Politische Beteiligung ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Demokratie. Der Schlüssel zur
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politischen Teilhabe ist das Wahlrecht. Wir streben eine umfassende Reform des
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Wahlrechts und Wahlsystems in Nordrhein-Westfalen an, so dass der Grundsatz der
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Allgemeinheit der Wahl erfüllt, die Wahlbeteiligung erhöht und die Größe des Landtages
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angemessen begrenzt wird. Wir wollen das aktive Wahlrecht für Landtagswahlen auf 16
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Jahre herabsenken und das kommunale Wahlrecht auch auf Ausländer und
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Ausländerinnen aus Nicht-EU-Staaten erweitern. Schließlich treten wir weiterhin für eine
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gleichberechtigte Besetzung von Parlamenten durch ein verfassungskonformes
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Paritätsgesetz ein.
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Damit Kinder- und Jugendliche gut vorbereitet und mündig ihre Wahlentscheidung schon
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mit 16 Jahren treffen können, machen wir die Beteiligung von Kindern- und Jugendlichen
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in den Kommunen zur Pflicht. Dabei legen wir uns keine feste Form der Beteiligung fest,
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sondern ermuntern zum Erproben vielfältiger Formen und Verfahren der Kinder- und
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Jugendbeteiligung im ganzen Land.
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Darüber hinaus wollen wir die parlamentarischen und direktdemokratischen Verfahren
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durch beratende Formen der Bürgerbeteiligung, wie zum Beispiel Bürgerräte, ergänzen,
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ohne das Prinzip der Repräsentation aufzugeben. Auf Landesebene werden wir Bürgerräte
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zu konkreten Fragestellungen einsetzen und hierdurch der sozial ungleichen Teilhabe an
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politischen Prozessen entgegenwirken, indem möglichst viele Interessen frühzeitig
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eingebunden werden, die sonst keine Berücksichtigung finden. Die Erfahrungen mit
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Bürgerräten sollen mittelfristig in ein Bürgerbeteiligungsgesetz einfließen. Zudem werden
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wir auf kommunalen Ebene Verfahren prüfen, die den gemeinsamen Austausch und das
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kollektive Abwägen konkreter Entscheidungsprobleme beinhalten. Außerdem wollen wir
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Kommunen dabei unterstützen, sich Regelungen für ihre Bürgerbeteiligungsverfahren
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(zum Beispiel Bürgerbeteiligungssatzungen) zu geben. So wird für die Menschen in den
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Städten und Gemeinden transparent, wie sie sich außerhalb von Wahlen einbringen
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können. Gleichzeitig wird der kommunalen Selbstverwaltung Rechnung getragen.
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Die Rahmenbedingungen für das kommunale politische Ehrenamt werden wir verbessern,
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zum Beispiel durch familienfreundliche Sitzungszeiten oder digitale Sitzungen. Wir wirken
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außerdem darauf hin, Aufsichtsgremien und Vorstände von öffentlich-rechtlichen
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Unternehmen paritätisch zu besetzen. Die Attraktivität des kommunalpolitischen
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Ehrenamtes soll in Zusammenarbeit mit den kommunalpolitischen Vereinigungen erhöht
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und Rahmenbedingungen angepasst werden, um bisher unterrepräsentierte
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gesellschaftliche Gruppen für die Kommunalpolitik zu gewinnen.
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Wir stärken die Transparenz der politischen Willensbildung durch ein Lobbyregister und
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einen legislativen Fußabdruck.
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Insbesondere bei jungen Menschen ist uns, neben der politischen Bildung, die politische
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Beteiligung besonders wichtig. Daher erkennen wir die Interessensvertretung von
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Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden als das Sprachrohr ihrer Gruppe an und
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möchten ihr die Möglichkeit zusprechen, die Schülerinnen-, Schüler- und
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Studierendenperspektiven in allen Politikbereichen präsent zu machen. Mit diesem
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allgemeinpolitischen Mandat stärken wir die politische Partizipation von jungen Menschen
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und binden sie vermehrt in Entscheidungsprozesse ein.
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Wir stärken das ehrenamtliche Engagement
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Ein weiteres Fundament unserer offenen demokratischen Gesellschaft bildet das
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ehrenamtliche Engagement. Rund sechs Millionen Menschen in unserem Land engagieren
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sich ehrenamtlich – in Vereinen, der Pflege, für Geflüchtete, in Gemeinden, in Initiativen, den
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Hilfswerken, der Feuerwehr. Ein unverzichtbarer Beitrag, damit unser Miteinander gelingt
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und NRW lebens- und liebenswert bleibt. Auch in der Corona-Pandemie und bei der
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Flutkatastrophe zeigten die Menschen in unserem Land, dass sie sich gegenseitig helfen
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und unterstützen. Deshalb werden wir die Ehrenamtlichen in Nordrhein-Westfalen mit ihren
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rund 120.000 Vereinen und Organisationen strukturell stärken. Wir wollen mehr junge
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Menschen für das Ehrenamt begeistern. Eine besondere Herausforderung wird dabei in
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den kommenden Jahren die durch die Corona-Pandemie weggebrochene ehrenamtliche
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Struktur darstellen, die wir gemeinsam mit den Kommunen reaktivieren werden. Hierzu
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werden wir ein Landesprogramm sowie auch kommunale Programme zur
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Demokratieförderung aufbauen. Die Engagementstrategie, inklusive der Kleinstförderung,
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werden wir weiterentwickeln und fortschreiben. Wir wollen gemeinsam mit dem Bund
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Haftungsrisiken reduzieren. Insbesondere in strukturschwachen Regionen wollen wir
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bürgerschaftliches Engagement auch mit Hilfe der Deutschen Stiftung für Engagement
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und Ehrenamt stärken.
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3.4 HANDLUNGSFÄHIGE KOMMUNEN GARANTIEREN LEBENSWERTE HEIMAT
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Lebenswerte Städte und Gemeinden sind die Basis für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
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Kommunen sind Heimat für die Menschen! Denn nur dort, wo Menschen sich zuhause
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fühlen, übernehmen sie auch Verantwortung für ihre Stadt, ihr Dorf und ihr Wohnviertel.
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Hier existieren intakte Nachbarschaften, vor Ort hält man zusammen und gestaltet eine
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gemeinsame Zukunft.
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Nur mit gesunden Finanzen sind Städte und Gemeinden auch politisch handlungsfähig.
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Deshalb wollen wir die Kommunen als Herzkammern unseres demokratischen Systems
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wieder befähigen, aktiv die Zukunft der Städte und Gemeinden zu gestalten und dafür
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sorgen, dass die Stadtparlamente relevante Entscheidungsspielräume haben.
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Verwaltungen müssen mehr sein als Suchmaschinen für das nächste Förderprogramm.
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Zudem müssen kommunale Verwaltungen vom teilweise uneinheitlichen und
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unverhältnismäßig hohen bürokratischen Aufwand bei der Inanspruchnahme, Umsetzung
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und Abwicklung von Förderprogrammen entlastet werden. Wir wollen, dass unsere Städte
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und Gemeinden wieder aus eigener Kraft kommunale Infrastruktur und hochwertige
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öffentliche und bürgernahe Dienstleistungen zur Verfügung stellen können. Eine SPD-
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geführte Landesregierung führt den Dialog mit den Kommunen auf Augenhöhe und bindet
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sie stärker in Entscheidungsprozesse ein.
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Wir lassen die Kommunen bei den Folgen der Coronakrise nicht im Regen stehen
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Dem guten Beispiel anderer sozialdemokratisch regierter Bundesländer folgend, nehmen
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wir die Kommunen bei den Gewerbesteuerausfällen unter den Rettungsschirm. Wir sichern
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für die kommunalen Haushalte 2021 und 2022 entsprechende Ausgleichsmittel in Höhe von
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100 Prozent der pandemiebedingten Einnahmeausfälle zu. Nach Möglichkeit wollen wir die
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Kommunen auch im Jahr 2023 in dieser Weise unterstützen.
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Die Kommunalfinanzen aufgrund der Coronapandemie aufzustocken, war richtig und
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notwendig. Wir lehnen aber die „Kreditierung“ ab, wie es die schwarz-gelbe
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Landesregierung umgesetzt hat. Unter einer SPD-geführten Landesregierung wird es
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keine Rückforderung der Ausgleichsbeträge für 2021 und 2022 und in späteren Jahren
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geben. Vielmehr werden wir die Kommunen auch in den Jahren 2023 bis 2025 wirksam vor
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den coronabedingten Lasten schützen. Deswegen braucht es echte finanzielle
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Unterstützung, um die Kommunen nicht in eine „neue“ Altschuldenfalle laufen zu lassen.
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Wir stellen die Kommunalfinanzen auf neue und nachhaltige Füße
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Gemeinsam mit dem Bund schaffen wir eine Lösung für die kommunalen Altschulden,
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damit Zukunfts- und Entwicklungsperspektiven landesweit wieder gleich stark werden.
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Notfalls werden wir eine landeseigene Lösung schaffen.
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Wir werden die Kommunen in die Lage versetzen, zielgerichtet in Zukunftsprojekte (wie
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zum Beispiel attraktive Innenstädte) investieren zu können. Hierfür stellen wir daher
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ausreichende Mittel bereit.
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Wir machen die Kommunen widerstandsfähig für künftige Krisenzeiten. Dazu braucht es
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eine dauerhafte und aufgabenangemessene Grundfinanzierung der Städte, Gemeinden
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und Kreise. Wir stellen zudem fest, dass viele Kommunen an Kapazitätsgrenzen stoßen,
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was die Inanspruchnahme der vielfältigen Förderprogramme der Bundes- und
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Landesebene angeht. Zunehmend müssen Städte und Gemeinden zusätzliche
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Personalressourcen nur für die Administration von Fördermitteln einsetzen. Dem wollen
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wir Rechnung tragen und die breite Förderkulisse übersichtlicher und weniger bürokratisch
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gestalten, zugunsten einer verbesserten Grundfinanzierung der Kommunen. Wir werden
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daher den Verbundsatz schnellstmöglich auf zunächst 24 Prozent anheben. Die Anhebung
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des Verbundsatzes auf 25 Prozent verknüpfen wir mit der Evaluation der
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Förderprogramme, um hierdurch freiwerdende Finanzmittel zur Gegenfinanzierung
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einzusetzen.
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Wir stärken daher den kommunalen Finanzausgleich. Er soll die unterschiedlichen
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wirtschaftlichen Bedingungen unserer Kommunen ausgleichen und so das Erreichen
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gleichwertiger Lebensbedingungen befördern. Die Verlagerung von Mitteln hin zu
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finanzkraftunabhängigen Zuweisungen lehnen wir ab. Das Gemeindefinanzierungsgesetz
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(GFG) ist so auszugestalten, dass echte Zuweisungen die Last für die kommunale Ebene
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wirksam reduzieren – und zwar auch bei deren Sozialausgaben.
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Die Kommunen brauchen mehr Unterstützung bei den Ausgaben der Kinder- und
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Jugendhilfe. Hier werden wir ansetzen und partnerschaftlich eine Lösung für die
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Aufwärtsdynamik bei den Kosten erreichen. Wir brauchen einen familienpolitischen
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Neustart in der Kinderbetreuung mit fairer Kostenverteilung. Weitere familienpolitisch
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sinnvolle Maßnahmen bringen wir gerne auf den Weg, aber wir stellen sicher, dass dann
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auch der Grundsatz gilt: Wer bestellt, der bezahlt auch. Wir stellen so sicher, dass das Land
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keine Versprechen macht, die von den Kommunen finanziert werden müssen.
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Wir stellen Förderprogramme und das kommunale Vergaberecht auf den Prüfstand, um
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bürokratische Hemmnisse zu beseitigen. Insbesondere die Kommunen, die kaum in der
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Lage sind, Eigenbeiträge im Rahmen von Förderprogrammen zu erbringen, brauchen
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unsere Unterstützung. Tariftreue, die Unterbindung von Kinderarbeit, Nachhaltigkeit und
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Klimaschutz werden wir in einem modernen Vergaberecht garantieren, ohne dafür
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kommunale Vergabeprozesse zu verlängern. Gerade in der Zeit nach Corona brauchen
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wir unsere Kommunen als Impulsgeber für einen Konjunkturaufschwung.
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Gute Zusammenarbeit
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Wir bekennen uns zu interkommunaler und regionaler Zusammenarbeit – und fördern
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diese. Das Wohlergehen der eigenen Kommunen darf nicht durch ruinösen Wettbewerb
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auf dem Rücken der Nachbarn aufbauen.
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Der Titel Ruhr-Konferenz versprach viel, hielt aber nach einem mittelmäßig organisierten
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Ideenprozess leider nur wenige der gemachten Versprechungen. Zahlreiche gute
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Projektideen verlaufen im Sand. Kaum ein Projekt wurde zeitnah und stringent realisiert.
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Die Ergebnisse sind bisher dürftig.
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Unser Ziel ist es, sinnvolle Projekte der bisherigen Ruhr-Konferenz fortzusetzen und den
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Prozess gleichzeitig so weiterzuentwickeln bzw. neu aufzusetzen, dass die zentralen
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Themen, wie beispielsweise die Entwicklung von Infrastruktur, Wissenschaft und
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Wirtschaft, mit einer klaren und verbindlichen Umsetzungsidee versehen werden. Diese
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wollen wir konsequent verfolgen und innovativ in zukunftsweisender Art und Weise
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umsetzen.
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Zukunftsfähige Daseinsvorsorge
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Die kommunalen Unternehmen gewährleisten vor Ort eine hochwertige öffentliche
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Daseinsvorsorge in den Bereichen Wohnen, Energie, Entsorgung, Verkehr, Wasser,
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Gesundheit, Pflege und Telekommunikation. Mit den kommunalen Unternehmen befinden
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sich wichtige Teile der lokalen Infrastruktur in Händen der Bürgerinnen und Bürger. Wir
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werden die Strukturen für kommunale Unternehmen weiter verbessern und unterstützen
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die vielfältigen Kooperationen mit der örtlichen Wirtschaft.
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Unsere Sparkassen sind ein Erfolgsmodell. Wir wollen sie weiter stärken. Eine Privatisierung
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des Sparkassensektors kommt für uns nicht in Frage. Durch die anhaltende
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Niedrigzinsphase und immer höhere Regulierungsanforderungen vom Bund und der EU
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ist ihr Geschäft schwieriger geworden. Trotzdem bleiben die Filialdichte und die
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Kundennähe ein Markenkern der Sparkassen. Wir setzen uns dafür ein, dass die
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Beschäftigten in den Sparkassen weiterhin angemessen entlohnt werden und die
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Tarifbindung nicht infrage gestellt wird.
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3.5 ZUKUNFTSINVESTITIONEN UND NACHHALTIGE FINANZEN
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Nordrhein-Westfalen braucht eine finanzpolitische Gesamtstrategie zur Überwindung der
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gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und zur
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zukunftsorientierten Neuaufstellung des Landes. Zu dieser Strategie gehören ein
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Zukunftsinvestitionsprogramm, eine Haushaltspolitik, die die Probleme im Land anpackt
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und ein Programm für den sozialen und wirtschaftlichen Neustart in NRW aus dem
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Rettungsschirm.
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Die Infrastruktur in Deutschland ist in vielen Bereichen nicht zukunftsfest. Das wollen wir
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nicht beklagen, sondern schlicht ändern.
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Wir folgen hierbei klar den Hinweisen der Wissenschaft. Denn inzwischen sind sich alle
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führenden Wirtschaftsinstitute Deutschlands einig, dass Haushaltskonsolidierung um
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jeden Preis und notwendige Investitionen nicht zusammenpassen. Allein in Nordrhein-
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Westfalen besteht eine Investitionslücke von mindestens 27 Milliarden Euro. Ein
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Kaputtsparen aus dieser Krise darf und wird es mit uns nicht geben.
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Deshalb werden wir ein Zukunftsinvestitionsprogramm auflegen, um den Investitionsstau
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in NRW zu bekämpfen. Insbesondere bei Schulen, durch die Neuauflage des Programms
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„Gute Schule 2020“, das die alte Landesregierung auslaufen ließ, und durch
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Zukunftsinvestitionen zur Bekämpfung des Klimawandels, zur Neuaufstellung des
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Gesundheitswesens, gegen die Wohnungsnot und für die Digitalisierung. Dabei investieren
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wir sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltig.
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Dafür gehen wir auch alternative Finanzierungswege. Wir haben gelernt: Das Programm
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„Gute Schule 2020“ war ein Erfolg. Die Abwicklung und Bereitstellung der Mittel über die
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NRW.Bank und die Tilgung durch den Landeshaushalt sind ein Modell, was auch für
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zukünftige Investitionsausgaben umgesetzt werden sollte. Hierbei können andere Länder
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wie Berlin oder Hamburg Vorbilder sein.
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Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie werden uns noch lange
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begleiten. Wir werden die negativen Folgen aktiv bekämpfen: durch Maßnahmen gegen
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die soziale Spaltung, durch Programme zur Bekämpfung von Bildungsrückständen, durch
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eine Stärkung der Gesundheitsvorsorge, durch die Unterstützung wirtschaftlich
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gefährdeter Branchen wie Gastronomie, Schaustellerinnen und Schausteller,
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Veranstalterinnen und Veranstalter sowie durch eine bessere finanzielle Ausstattung der
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Kommunen. Dazu werden wir ein aus dem NRW-Corona-Rettungsschirm finanziertes
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Programm für den wirtschaftlichen und sozialen Neustart in NRW auf den Weg bringen.
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Dazu werden wir prüfen, ob der Corona-Rettungsschirm über 2022 hinaus genutzt werden
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kann, um einen wirklichen Neustart aus der Krise zu meistern. Auch hier können andere
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Bundesländer Vorbild sein. Gleichzeitig werden wir einen Tilgungsplan zur Rückzahlung der
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„Coronaschulden“ des Landes vorlegen.
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Jede Betriebsprüferin bzw. jeder Betriebsprüfer bringt im Schnitt mehr als eine Millionen
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Euro Mehreinnahmen für die öffentliche Hand. Wir werden das Personal in diesem Bereich
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weiter verstärken, weil es sich direkt finanziell positiv auswirkt.
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Den Kampf gegen jede Form der Steuerhinterziehung, -vermeidung und -betrug werden
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wir in der erfolgreichen Tradition unseres ehemaligen NRW-Finanzministers Norbert
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Walter-Borjans konsequent weiterführen – sei es gesetzgeberisch oder personell. Hierzu
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werden wir auch die Möglichkeiten der Digitalisierung der Steuerbehörden nutzen. Wir
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dürfen den Entwicklungen nicht hinterherrennen, sondern müssen sie schon im Keim
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ersticken. Die juristische Aufarbeitung des betrügerischen Steuerraubs durch CumEx
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werden wir aktiv unterstützen.
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Das Gleiche gilt für den Bereich Geldwäsche. Die Länder haben hier die Aufgabe,
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Nichtfinanzinstitutionen, Maklerinnen und Makler, Notarinnen und Notare sowie
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Händlerinnen und Händler zu überwachen. Es bedarf massiv mehr Personal und Mittel, um
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dieser Aufgabe nachzukommen. Hier müssen mögliche Gesetzeslücken geschlossen
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werden. Wir werden die Einrichtung einer Landesbehörde zur Bekämpfung der
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Geldwäsche, in der die bisher zersplitterten Zuständigkeiten auf Landesebene gebündelt
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werden sollen, prüfen.
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Durch die gescheiterte Reform der Erbschaftssteuer und der Wiedereinführung einer
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Vermögenssteuer werden die finanziellen Spielräume der Länder eingeschränkt. Diese
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Mittel fehlen für dringend notwendige Maßnahmen. Zusätzliche finanzielle Spielräume
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können so nur durch steigende Steuereinnahmen aufgrund wirtschaftlicher Dynamik
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entstehen. Umso wichtiger ist es, durch staatliche Investitionen und die Unterstützung der
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Wirtschaft für den Neustart aus der Krise diese Dynamik zu fördern.
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Geringe Steuereinnahmen aufgrund von Entscheidungen des Bundes, zum Beispiel durch
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sogenannte Superabschreibungen, sind für den Landeshaushalt nicht finanzierbar.
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Entsprechende Einnahmeverluste müssen den Ländern und Kommunen kompensiert
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werden.
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Befristete Hilfen des Bundes für Integration, Bildung und weitere Aufgaben müssen
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verstetigt werden.
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Wir als SPD stehen für eine starke und handlungsfähige öffentliche Hand. Wir wollen die
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Finanzmittel aufbringen, die es für gute Schulen, gute Straßen und Brücken sowie für eine
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moderne Verwaltung braucht. So machen wir das Leben vieler Menschen besser und
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stärken aktiv die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Denn LKWs müssen über Brücken
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fahren, Züge müssen rollen, Fachkräfte müssen ausgebildet werden. Deshalb ist eine
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Landesregierung, die investiert, das Rückgrat eines erfolgreichen Landes. Investitionen in
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die Zukunft, mehr Mittel für Bildung und entschlossene Maßnahmen gegen die Folgen der
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Pandemie werden dazu beitragen, zukünftige finanzielle Belastungen für das Land zu
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vermeiden. Genau so eine Landesregierung wollen wir anführen.
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miteinander
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leben wollen
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4. WIE WIR (MITEINANDER) LEBEN WOLLEN
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4.1 WIR SCHAFFEN MODERNE MOBILITÄT: VERLÄSSLICH, BEZAHLBAR, ÖKOLOGISCH
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Mit uns wird es diesen derzeitigen Stillstand in Nordrhein-Westfalen nicht mehr geben.
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Unser Ziel ist eine umfassende Verkehrs- und Mobilitätswende, um umweltschonender,
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verlässlicher, barrierefrei und für alle bezahlbar unterwegs zu sein.
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Mobilität ist für uns ein zentraler Baustein der Daseinsvorsorge, Voraussetzung für
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gleichwertige Lebensverhältnisse und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und
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Logistikstandorts Nordrhein-Westfalen. Wir wollen und wir müssen die
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Verkehrsinfrastruktur unseres Landes ausbauen und modernisieren, auch damit die
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vielfältigen Mobilitätsangebote für die Menschen zukunftssicher aufgestellt sind.
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Wir nehmen dafür Geld in die Hand, um deutlich mehr in die öffentlichen
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Verkehrsangebote und in die Verkehrsinfrastruktur unseres Landes zu investieren.
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Wir wollen, dass unser Land seinen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele für 2030
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und 2045 leistet. Deshalb werden wir uns für eine deutlich stärkere Verlagerung von
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Verkehrsanteilen auf die Anbieter öffentlicher Verkehre, wie den öffentlichen
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Personennahverkehr (ÖPNV), den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) sowie die
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Deutsche Bahn für die Fernstrecken, einsetzen. Hand in Hand mit unseren europäischen
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Nachbarn bauen wir Nordrhein-Westfalen zur Drehscheibe für nationale und
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internationale Nachtzugverbindungen aus. So fördern wir durch klimaneutrale
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Fernverbindungen die Stellung Nordrhein-Westfalens als Mobilitätshub, sichern
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Arbeitsplätze, unterstützen den Tourismusstandort und fördern zugleich den europäischen
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Austausch. Auch die Schienengüterverkehre und die Verkehre auf den
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Binnenwasserstraßen wollen wir nachhaltig und stärker fördern. Zu unserem Aufbruch in
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der Mobilitätspolitik gehört die Umsetzung von Barrierefreiheit, eine umfassende
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Digitalisierung sowie auch eine Erhöhung des Innovationstempos.
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Wir wollen die Verkehrswege so ausbauen, dass alle Verkehrsträger attraktive Angebote
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für die Mobilität der Menschen und der Wirtschaft bieten können. Das bedeutet einen
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erheblichen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur vom Fuß- und Radverkehr über ÖPNV und
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Schiene bis zur Stärkung der Binnenschifffahrtswege. Mobilitätsangebote müssen für alle
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erreichbar und bezahlbar sein, denn Mobilität sichert gesellschaftliche Teilhabe und
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wirtschaftlichen Erfolg.
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Fuß- und Radverkehr (Nahmobilität)
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Wir wollen die Nahmobilität deutlich stärken. Das bedeutet einen Umbau der
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Verkehrsinfrastruktur, insbesondere in den Kommunen sowie viele Maßnahmen zur
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Steigerung der Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer. In diesem
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Zusammenhang unterstützen wir die Vision Zero mit dem Ziel, die Anzahl der Toten und
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Schwerverletzten im Straßenverkehr auf null zu senken. Die Förderung der Nahmobilität
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ist besonders wichtig. Deswegen wollen wir eine Stabsstelle Nahmobilität direkt beim
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Landesverkehrsministerium schaffen.
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Wir wollen die Radwegenetze im Land ausbauen und Lücken in den Vorrangnetzen für
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den Radverkehr schließen. Die bereits definierten Radschnellwege werden mit uns auch
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schnell Gestalt annehmen. Dazu nutzen wir die neuen Chancen des Bundes, um Planungs-
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und Bauverfahren zu beschleunigen.
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Allein werden wir all das nicht schaffen. Insbesondere die Kommunen sind unsere Partner
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und zentrale Akteure für die Verkehrswende. Gemeinsam wollen wir mit den Kommunen
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konkrete Ziele für die Fahrrad- und Nahmobilität vereinbaren und die vereinbarten
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Maßnahmen mit ausreichend finanziellen Mitteln hinterlegen. Das gilt vor allem für die
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Umgestaltung der vorhandenen Verkehrsflächen und den Ausbau der zugehörigen
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Infrastruktur, wie zum Beispiel Radwegenetze, Fahrradabstellanlagen und
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Servicestationen oder Ladestationen für E-Bikes und Pedelecs.
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Schienenverkehr, ÖPNV und SPNV
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Für den von uns angestrebten Modernisierungsschub ist auch eine durchgängige
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Digitalisierung der Kundenangebote für den Personenverkehr erforderlich. Mit
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landeseinheitlicher Kunden-App auf dem Smartphone und kilometergenauer Abrechnung
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der Beförderungsleistung wollen wir für ganz Nordrhein-Westfalen einen wichtigen Schritt
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in die digitale Zukunft machen.
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Dieser Mobilisierungsschub soll an den ländlich geprägten Räumen des Landes nicht
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vorbeigehen. Deshalb werden wir die Erreichbarkeit von ÖPNV- und SPNV-Angeboten für
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jeden Menschen im Land per Mobilitätsgarantie, das heißt ab der eigenen Haustür bis zum
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nächsten Anknüpfungspunkt öffentlicher Verkehrsinfrastruktur, gewährleisten.
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Aber nicht nur der ländliche, sondern auch der urbane Raum hat Anforderungen an einen
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modernen ÖPNV. Insbesondere in einem polyzentrischen Raum, wie dem Ruhrgebiet,
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ergeben sich aus dieser dicht verwobenen Vielzahl der Städte ganz besondere
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Anforderungen der Menschen an einen attraktiven und metropolengerechten ÖPNV aus
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einem Guss. Daher unterstützen wir die Bestrebungen im Ruhrgebiet, beispielsweise die
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vielen kommunalen Nahverkehrspläne zeitlich und inhaltlich stärker aufeinander
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abzustimmen und insbesondere die Stadtgrenzen überschreitenden Verkehre zu
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optimieren.
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Wir werden die Elektrifizierung und Reaktivierung von Bahnstrecken weiter vorantreiben,
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das vorhandene Streckennetz ausweiten und barrierefreie Mobilitätsstationen zur
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Verknüpfung von Mobilitätsangeboten verschiedenster Art besonders fördern. Auch die
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Schienengüterverkehre wollen wir in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn AG im
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Rahmen unserer Möglichkeiten entschlossen fördern, um die Straßen vom Güterverkehr
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zu entlasten.
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Den Dschungel an Sonder-Tickets und Monatskarten für junge Menschen werden wir
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abschaffen. Für Schülerinnen und Schüler werden wir ein kostenfreies Ticket einführen.
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Damit entlasten wir nicht nur die Schulträger, Kommunen und Verkehrsunternehmen von
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erheblicher Bürokratie, sondern stärken die umweltfreundliche Mobilität von Kindesbeinen
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an. Wir werden die Zuschüsse des Landes zum Sozialticket erhöhen, um Mobilität auch
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über die Stadtgrenzen hinweg zu ermöglichen.
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Wie bereits im Kapitel 2.1 „Die gute Arbeit von morgen“ ausgeführt, werden wir die Kosten
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für das Azubiticket reduzieren und dem Niveau von Studierendentickets angleichen.
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Unser langfristiges Ziel ist ein durch eine Umlage solidarisch finanzierter, ticketloser ÖPNV
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für alle Bürgerinnen und Bürger. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist das 365-Euro-
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Ticket.
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Damit mehr Bürgerinnen und Bürger den ÖPNV in Anspruch nehmen, müssen die
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Kommunen und ihre Verkehrsverbünde in die Lage versetzt werden, ihr Angebot
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auszubauen und kostengünstig zu gestalten. Land und Bund müssen sich daher stärker
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als bisher an den Betriebskosten beteiligen. So beschreiten wir gemeinsam den Weg hin
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zu einer landeseinheitlichen Tarifstruktur bei Bussen und Bahnen.
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Ein attraktiver öffentlicher Personennahverkehr setzt Verlässlichkeit der
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Mobilitätsangebote voraus. Grundlage dieser Verlässlichkeit ist eine gute personelle
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Ausstattung der Verkehrsunternehmen mit qualifizierten Arbeitskräften. Deswegen
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werden wir uns auch zukünftig für tarifliche und soziale Standards und gute
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Ausbildungsbedingungen für die Beschäftigten einsetzen. Die Privatisierung des ÖPNV ist
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gescheitert; wir setzen uns für die Stärkung des Ausbaus des ÖPNVs in öffentlicher Hand
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ein.
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Straßenverkehr
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Hauptverkehrsträger in Nordrhein-Westfalen ist weiterhin die Straße mit jeweils rund 70
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Prozent Verkehrsanteil bei Personen und Gütern. Deshalb werden wir die Investitionen in
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den Erhalt des vorhandenen Landesstraßennetzes fortführen und die Kommunen
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weiterhin verlässlich unterstützen. Gute Straßenverhältnisse verhindern Staus und senken
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die Lärmbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner.
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Hinsichtlich der Autobahn GmbH werden wir uns, mit Blick auf die neue Zuständigkeit des
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Bundes in Nordrhein-Westfalen, für die Einsetzung eines politischen Beirates einsetzen, um
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eine landesseitige demokratische Kontrolle und Interessenvertretung zu gewährleisten.
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Die Abarbeitung des Bundesverkehrswegeplans 2030, insbesondere was den
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vordringlichen Bedarf mit Engpassbeseitigung angeht, werden wir weiterhin nachhaltig
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unterstützen.
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Mit Blick auf den Zustand unserer Autobahnbrücken ist es im Interesse unseres
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Bundeslandes hier im engen Austausch mit der Autobahn GmbH zu stehen und unsere
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Interessen bestmöglich zu vertreten. Der Neubau der Rahmedetalbrücke an der BAB45
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muss mit allen in der Zuständigkeit des Landes liegenden Mitteln begleitet und
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vorangetrieben werden. Betroffene Anwohnerinnen und Anwohner, die Stadt Lüdenscheid
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und alle umliegenden betroffenen Kommunen, aber auch die heimischen Unternehmen
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werden wir konkret entlasten und unterstützen.
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Der erschreckende Anstieg des Straßengüterverkehrs treibt unser Land weiter in den Stau.
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Deswegen werden wir uns dafür einsetzen, eine vermehrte Verlagerung von
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Güterverkehren auf die Schiene und die Binnenwasserstraßen zu bewirken.
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Den Ausbau der E-Mobilität werden wir als ein weiteres zentrales Element einer
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gelingenden Verkehrswende weiter fördern. Dazu gehört auch die Entwicklung der
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entsprechenden Infrastruktur, wie zum Beispiel von Ladesäulen.
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Luftverkehr
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Der Luftverkehr ist das Tor in eine globalisierte Welt. Auch hier wollen wir Nordrhein-
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Westfalen zukunftsorientiert fortentwickeln. Das heißt Planungssicherheit für die
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Flughäfen durch ein Nordrhein-Westfalen-Luftverkehrskonzept einerseits und vermehrten
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Lärmschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner andererseits.
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Das dezentrale Luftverkehrssystem in Nordrhein-Westfalen hat sich bewährt. Wir
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brauchen auch zukünftig die Anbindung der Regionen an die Hubs des internationalen
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Luftverkehrs und einen Frachtflughafen Köln/Bonn, der 7 Tage die Woche und 24 Stunden
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am Tag geöffnet ist. Wir wollen das verbinden mit einem wirksamen Schutz der
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Anwohnerinnen und Anwohner vor Fluglärm und sonstigen Emissionen, indem wir auf den
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Einsatz modernsten Fluggeräts drängen. Zudem werden wir eine stärkere Spreizung von
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Start- und Landeentgelten für die Fluggesellschaften unter ökologischen Gesichtspunkten
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schaffen. Das gilt auch für die Überschreitung von Betriebszeiten.
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Wir werden uns für die Abschaffung von Wettbewerbsverzerrungen zwischen dem
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Luftverkehr und anderen Verkehrsträgern wie der Bahn einsetzen. Das bedeutet, mit einer
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starken Stimme in Berlin und Brüssel auf eine Harmonisierung der Rahmenbedingungen
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für alle Verkehrsträger zu dringen, vor allem in Bezug auf eine Besteuerung von
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Flugkerosin und die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
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Binnenschifffahrt
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Die Binnenschifffahrt in Nordrhein-Westfalen ist ein schlafender Riese, den wir wachrütteln
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wollen. Mit 720 Kilometern Binnenwasserstraßen, davon 240 Kilometer Rhein und 480
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Kilometer Schifffahrtskanälen, sowie mit rund 120 Häfen verfügt unser Land über eine
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starke Infrastruktur für diesen Verkehrsträger. Mit Blick auf den Gütertransport liegen hier
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erhebliche Kapazitäts- und Entwicklungspotenziale. Die Binnenschifffahrt in Nordrhein-
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Westfalen kann einen wichtigen Beitrag zu einer umfassenden Verkehrswende, mit Blick
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auf mehr Klimaschutz und moderne Mobilität, leisten, indem deutlich mehr Güter auf dem
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Wasser und nicht mehr auf der Straße transportiert werden. Deswegen wollen wir
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Nordrhein-Westfalen als Hafen- und Logistikstandort weiter ausbauen.
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Wir werden uns zuallererst dafür einsetzen, dass der Instandhaltungsstau bei den
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Binnenwasserstraßen in Nordrhein-Westfalen schneller überwunden wird. Darüber hinaus
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wollen wir uns für den zukunftsgerechten Ausbau dieser Bundesverkehrswege, nämlich die
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Beschleunigung von Brückenanhebungen für mehrlagigen Containerverkehr, für größere
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Wendebecken in den Häfen und für mehr trimodale Standorte einsetzen. Den Bau einer
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zweiten Schleuse für den Hafen Dortmund werden wir auch weiterhin in Berlin einfordern.
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Dazu gehört für uns auch die Sicherung von Entwicklungsflächen für unsere Häfen.
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Wir begrüßen die Initiative der neuen Bundesregierung zur Stärkung der Hinterland-
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Anbindungen unserer Häfen. In Berlin werden wir mit Nachdruck dafür werben, dass diese
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Politik auch unserem Land Nordrhein-Westfalen zugutekommt, was die Anbindung an die
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für uns wichtigen Häfen in Belgien und den Niederlanden angeht.
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Wir selbst wollen einen stärkeren Beitrag zur Förderung der Binnenschifffahrt leisten. Zu
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unserer modernen Mobilitätspolitik gehört ein Förderprogramm zur Ökologisierung der
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Binnenschifffahrt, mit dem die Emissionen der Dieselmotoren von Binnenschiffen im
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Bestand minimiert werden. Damit wollen wir konkret den in Nordrhein-Westfalen
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ansässigen Binnenschiffern durch ein Zuschuss- und Kreditprogramm in Abstimmung mit
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der NRW.Bank helfen. Darüber hinaus werden wir uns gegenüber dem Bund dafür
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einsetzen, Hemmnisse bei der Landstromversorgung von Binnenschiffen im steuerlichen
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Bereich zu beseitigen und eine Wiedereinführung der Negativbescheinigung für
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Großraum- und Schwerguttransporte prüfen.
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4.2 KLIMA, UMWELT UND ARTENVIELFALT SCHÜTZEN
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Der Erhalt unseres Planeten ist für uns eine Querschnittsaufgabe. Wie wir diese Aufgabe
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lösen wollen, haben wir unter anderem in den Kapiteln 2.1 „Die gute Arbeit von morgen:
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Sozial, digital, klimaneutral“ oder 4.1 „Wir schaffen moderne Mobilität: Verlässlich,
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bezahlbar, ökologisch“ deutlich gemacht.
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Unsere weiteren Schritte, diese Ziele zu erreichen sind:
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Flächenverbrauch durch Kooperation und konsequente Planung stoppen
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Wir halten fest an unserem Ziel, den täglichen Flächenverbrauch auf fünf Hektar zu
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begrenzen. Dabei sind wir nicht naiv; denn wir wissen, dass wir auch in Zukunft Flächen
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brauchen, zum Beispiel um den dringenden Bedarf an bezahlbaren Wohnungen zu decken,
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Maßnahmen zum Klimaschutz, der Energiewende und der Klimaanpassung vorzunehmen,
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um Gewerbegebiete auszuweisen oder Fahrradwege zu bauen. Wichtig dabei ist, dass wir
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dafür vermehrt auf innerörtliche, bereits erschlossene Flächen setzen und auf die
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Ausweisung von Flächen auf der grünen Wiese weitgehend verzichten – und die
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Innenentwicklung gemeinschaftlich mit den unterschiedlichen öffentlichen und privaten
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Akteuren angehen. Zusätzlich werden wir die in weiten Gebieten unseres Landes
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existierenden Brachflächen ehemaliger Industriestandorte für die Bedarfe in den Blick
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nehmen und wieder nutzbar machen.
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Dabei nehmen wir mehrere Strategiebausteine zur Umsetzung der flächenpolitischen Ziele
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in den Blick: Die Steuerung über Raumordnung, die Bauleitplanung als Instrument der
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sparsamen Nutzung der Fläche und der Innenentwicklung, bodenrechtliche Ansätze zur
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Mobilisierung von Innenentwicklungspotenzialen, die (Weiter-)Entwicklung kommunaler
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Bodenpolitik und ihre Ausrichtung auf eine effiziente und effektive Baulandbereitstellung,
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verbindliche regionale Planungen, Flächenentwicklung in interkommunaler
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Verantwortung, interkommunale Interessensausgleiche sowie der Einsatz von fiskalischen,
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Finanzierungs- und Förderinstrumenten. Dabei wollen wir das Förderinstrumentarium so
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ausrichten, dass es für Kommunen – auch in interkommunaler Kooperation – attraktiv ist,
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Brachflächen, deren Nachnutzung nicht aus sich heraus rentierlich ist, zum Schutz des
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Freiraums trotzdem dem Flächenrecycling zuzuführen. Mit einer Flächenrecycling-
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Offensive wollen wir die bestehenden rechtlichen, wirtschaftlichen, verfahrensbezogenen
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und planerischen Hemmnisse für die Neunutzung von brachliegenden und belasteten
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Flächen beseitigen. Hierzu werden wir ein Instrumentarium bereitstellen, dass es den
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Kommunen erlaubt, nicht-rentierliche Flächen zu erwerben und zu entwickeln.
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Endliche Rohstoffe sparsam nutzen
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Nordrhein-Westfalen ist reich an Primärrohstoffen wie Kies und Sand. Damit decken wir
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weit mehr als nur den hiesigen Bedarf. Dadurch kommt es derzeit zu einem, nicht nur vor
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Ort, als übermäßig empfundenen Abbau, der die Landschaft irreversibel verändert und
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dabei keine Rücksicht darauf nimmt, dass die Ressource endlich ist. Wir werden deshalb
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eine landesweite Rohstoffstrategie einführen, die den verantwortungsvollen Abbau
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oberflächennaher, nicht-nachwachsender Rohstoffe zum Ziel hat. Dazu gehört auch eine
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Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenabbau bzw. -einsatz. Dies geht mit
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einer kritischen Überprüfung des Bedarfsbegriffs einher: Künftig darf der Bedarf nicht
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mehr allein aus den aktuellen Fördermengen berechnet werden.
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Im Falle von Kies und Sand wollen wir die Förderung schrittweise zurückführen und den als
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Baustoff benötigten Primärrohstoff parallel dazu durch recycelten Bauschutt ersetzen. Da,
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wo eine Substitution endlicher Rohstoffe nicht umgesetzt werden kann, müssen über
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Forschung und Entwicklung schnellstmöglich Alternativen gefunden bzw. schonendere
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Verfahrensweisen entwickelt werden, damit wir unsere Heimat auch für kommende
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Generationen bewahren können. Deshalb werden wir in die Baustoff-Forschung sowie die
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Entwicklung moderner Recycling-Anlagen investieren. Diese sollten, wenn möglich, dort
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entstehen, wo absehbar Förderstätten durch Aufbereitungsstätten ersetzt werden
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könnten. Unter diesen Gesichtspunkten werden wir den Landesentwicklungsplan
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entsprechend anpassen sowie den Versorgungszeitraum wieder auf 20 Jahre verkürzen.
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Wasser als Lebensmittel Nummer eins schützen: Für eine nachhaltige und
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klimaangepasste Wasserbewirtschaftung
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Wir wollen zusammen mit den Kommunen und den Akteuren der Wasserwirtschaft ein
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nachhaltiges und langfristiges Konzept „Nachhaltiges Wassermanagement 2030“
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entwickeln. Dabei orientieren wir uns an der im Sommer 2021 veröffentlichten „Nationalen
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Wasserstrategie“. Das Konzept Wassermanagement wird konkrete Maßnahmen
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benennen zum Schutz bei Starkregen und Hochwasser, Hitzeperioden, Dürre und
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Wassermangel sowie einer langfristigen, sicheren Trinkwasserversorgung.
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Wir wollen die zukünftigen Wasserbedarfe, Wasserentnahmen und Wasserdargebote
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identifizieren und quantifizieren sowie diese Erkenntnisse für ein nachhaltiges landesweites
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Wassermanagement (Erfassung der Wasservorkommen und der Wassernutzung,
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verstärkte Vernetzung der Wasserversorgungsgebiete, Krisenmanagement bei
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Wetterextremen) der Zukunft nutzen.
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Wir werden festlegen, wer zu welchem Zweck und welcher Qualität und Quantität Wasser
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bei Knappheit nutzen darf, die Trinkwassergewinnung durch die Regionalplanung sichern
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sowie Wasserschutzgebiete im Interesse der Allgemeinheit schützen, um so schon heute
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eine sichere Wasserversorgung für die Zukunft zu gewährleisten. Die Entnahme und
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Neubildung von Grundwasserständen werden wir durch ein neues, nachhaltiges
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Management regeln. Dabei werden wir auch die Anbindung der Gewässer an ehemalige
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Auen, deren Vernetzung mit dem Grundwasser sowie neue Überflutungsflächen
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einbeziehen.
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Wasser und Stadtgrün wollen wir gegen die Überhitzung der Städte nutzen und dabei das
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Prinzip der Schwammstadt stärker in der Stadtplanung fördern. Durch
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Flächenentsiegelung wollen wir die Grundwasserbestände sichern, Industrie- und
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Gewerbegebiete nachhaltig und ökologisch so gestalten, dass trotz des Mangels an
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Flächen und der fortschreitenden Versiegelung die Biodiversität weiterentwickelt werden
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kann. Die Renaturierung und die Förderung von Biodiversität insbesondere an Gewässern
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wollen wir stärken und fördern. Wir wollen Förderprogramme für die Ökolandwirtschaft
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ausbauen sowie den Einsatz von Dünger und von Pestiziden reduzieren.
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Wir wollen den Ursachen und Folgen des Klimawandels, insbesondere durch den Ausbau
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grüner Infrastruktur auch im urbanen Raum sowie durch innovative Konzepte begegnen.
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Kompakte Metropolen und Städte mit einer dezentralen Konzentration erweisen sich als
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besonders geeignet, um eine klimawandelgerechte Stadtentwicklung zu unterstützen, wie
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man beispielsweise am Thema „Schwammstadt“ erkennt. Wir wollen den Ausbau und die
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Weiterentwicklung klimaschonender und klimaangepasster Infrastrukturen vorantreiben.
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Wir wollen die Lehren aus der Flutkatastrophe aufnehmen und in unsere Politik einbinden.
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Deshalb setzen wir uns für klimaresiliente Städte und das Konzept der Schwammstadt ein.
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Artenschutz stärken, biologische Vielfalt in Nordrhein-Westfalen erhalten
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Über 43.000 verschiedene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten gibt es in Nordrhein–Westfalen.
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Diese große biologische Vielfalt wollen wir erhalten. Vielerorts ist dieses Naturerlebnis noch
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möglich, aber leider ist dieses scheinbare Idyll immer stärker gefährdet. Rund 45 Prozent
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der Tier- und Pflanzenarten sind gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits
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ausgestorben.
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Deshalb unterstützen wir die von der Volksinitiative Artenvielfalt Nordrhein-Westfalen
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aufgeführten Handlungsfelder für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt in
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Nordrhein-Westfalen. Wir werden die Ziele der Volksinitiative umsetzen. Dazu gehört, den
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Flächenfraß verbindlich zu stoppen, Schutzgebiete wirksam zu schützen, naturnahe und
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wilde Wälder zuzulassen, naturverträgliche Landwirtschaft aktiv voranzubringen, den
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Biotopverbund zu stärken und auszuweiten, lebendige Gewässer und Auen zu sichern, den
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Artenschutz in der Stadt zu fördern und den Nationalpark in der Senne auszuweisen.
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Wir werden die Überarbeitung des Leitfadens Artenschutz voranbringen, um mit
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standardisierten Kriterien und Verfahren den Ausbau der Windenergie zu ermöglichen,
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Rechtssicherheit zu schaffen und gleichzeitig effektiven Artenschutz zu ermöglichen. Denn
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Klimaschutz ist gleichzeitig aktiver Artenschutz.
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Die hohe Bedeutung von Hecken und Feldgehölzen sowohl für die Landwirtschaft als auch
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für die Artenvielfalt wird von uns unterstützt. Wir werden ein landesweites Konzept
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vorlegen, um die Zerschneidungseffekte von Lebensräumen durch Verkehrswege zu
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minimieren und die Verbindung von Freiräumen zu erhöhen. Auf diese Weise schaffen wir
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in Nordrhein-Westfalen ein landesweit sichtbares und gefördertes System und Zeichen
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des vernetzten Artenschutzes.
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Unser Wald ist mehr als nur ein Sehnsuchtsort
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Der Wald erfüllt viele Funktionen. Er speichert CO2, sichert Natur- und Artenschutz und
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filtert unser Trinkwasser. Zudem liefert er uns den alternativen Baustoff Holz. Er ist für viele
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Menschen Erholungsort und zugleich die Lebensgrundlage vieler Waldbesitzerinnen und
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Waldbesitzer. Trockenperioden und Borkenkäfer haben unsere Waldbestände stark
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reduziert. Statt grüner Wälder prägen vielerorts nun braune Flächen unsere Landschaften.
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Wir wollen den Aufbau klimastabiler Wälder durch eine aktive naturnahe
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Waldbewirtschaftung. Dazu muss der Wildbestand im nötigen Umfang durch ein
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waldfreundliches Jagdmanagement reguliert werden. Eine naturnahe
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Waldbewirtschaftung heißt für uns, eine konsequente Umstellung auf
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Ökosystemleistungen, für die wir Fördermöglichkeiten bereitstellen werden.
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Gleichzeitig haben wir eine Pflicht neben der Reduktion von Emissionen auch dafür zu
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sorgen, dass Kohlenstoffsenken wie Wälder und Moore schnellstmöglich renaturiert und
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dem Klimawandel angepasst werden. Reine Monokulturen haben aufgrund des
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Borkenkäfers und den klimatischen Veränderungen keine Chance mehr. Der Nutzen der
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Kohlenstoffsenken muss im Vordergrund stehen – nicht die Rohstoffe wie Torf. Deswegen
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werden wir den Torfabbau verhindern.
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4.3 DEN AGRARSTRUKTURWANDEL GERECHT GESTALTEN:
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GESUNDE ERNÄHRUNG, TIERWOHL, LANDSCHAFTS- UND KLIMASCHUTZ
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Landwirtschaft geht uns alle an, auch in einem Industrieland wie Nordrhein-Westfalen.
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Landwirtinnen und Landwirte versorgen uns mit Lebensmitteln, pflegen Kulturräume,
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stützen den ländlichen Raum und sind wichtige Akteure im effektiven Schutz von Natur,
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Artenvielfalt und Klima. Landwirtschaftliche Betriebe sind oft seit Generationen in
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Familienhand. Um ihren Fortbestand zu sichern, müssen wir sie auch im Strukturwandel
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der Landwirtschaft stärken. Wir wollen neue Möglichkeiten und Perspektiven für die
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Zukunft schaffen und fördern. Deshalb werden wir, wenn nötig, das Baurecht ändern, um
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Agri-PV im großen Stil zu ermöglichen. Niedrige Erzeugerpreise, hohe Investitionskosten,
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steigende Boden- und Pachtpreise und eine benachteiligte Marktposition gegenüber
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großen Abnehmern setzen die Landwirte ebenso unter Druck wie der Klimawandel und
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das Artensterben.
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Gleichzeitig wächst das Interesse vieler Menschen an der Herkunft und Qualität ihrer
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Lebensmittel. Verbraucherinnen und Verbraucher stellen hohe Anforderungen an
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Ernährung, Tierwohl und Produktionsbedingungen.
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Wir wollen Landwirtinnen und Landwirten ermöglichen, wieder von guter Arbeit gut zu
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leben. Wertschätzung für Lebensmittel beginnt beim Respekt für diejenigen, die sie
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produzieren. Das gilt für Familienbetriebe, Beschäftigte und Saisonarbeitskräfte.
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Regionale Wertschöpfung stärken, faire Marktbedingungen für landwirtschaftliche
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Betriebe fördern, Bodenmarkt regulieren
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Wir wollen dem Agrarstrukturwandel und den Konzentrationsprozessen auf allen Stufen
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der Wertschöpfung mit stärkerer Regionalisierung begegnen. Wir wollen kürzere,
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regionale Wertschöpfungsketten neu aufbauen und vernetzen. Wir setzen uns für
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dezentrale, vielfältige Verarbeitungs- und Vertriebsstrukturen in den Regionen und
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regionale Wertschöpfungszentren ein. Das stärkt die Marktpositionen der Landwirtinnen
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und Landwirte gegenüber Großabnehmern. Aus demselben Grund setzen wir uns für die
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effektive Umsetzung der europäischen Richtlinie zu unlauteren Handlungspraktiken und
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deren Ergänzung um das Verbot von Dumpingpreisen ein. Zeitgleich müssen wir Landwirte
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und Landwirtinnen entlasten, insbesondere durch eine Bodenreform.
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Landwirtschaftsflächen wollen wir zudem mit einem Schutzstatus versehen, der sich an
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ihrer Ertragsfähigkeit und ökologischen Wertigkeit orientiert.
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Gesundes Essen als soziale Frage: Ernährungspolitik kommunal und
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zivilgesellschaftlich verankern
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Um das zu erreichen, müssen wir unsere Ernährung ändern. Wir wollen in der Breite eine
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Ernährungsweise unterstützen, die unserer Gesundheit und dem Klima dient, und so
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landwirtschaftlichen Betrieben neue Absatzmärkte erschließt. Wir wollen eine stärkere
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regionale und kommunale Verankerung der Ernährungspolitik.
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Gesunde Ernährung ist dabei auch eine soziale Frage. Noch immer spielt unser Einkommen
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eine zu große Rolle in unserer Gesundheit – auch weil gesunde Lebensmittel teuer sind. Es
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muss jedem Menschen möglich sein, sich gesund zu ernähren. Indem wir dafür sorgen,
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bekämpfen wir nicht nur unmittelbare Gesundheitsfolgen, sondern auch die wachsende
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soziale Ungleichheit.
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In der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung werden wir die Nachhaltigkeitsstandards
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der DGE perspektivisch verbindlich machen, um eine ausgewogene und ökologisch
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nachhaltige Ernährung zu befördern. Über die Beschaffung für die
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Gemeinschaftsverpflegung werden wir einen stetig wachsenden Markt für die regionale
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Landwirtschaft und für Bio-Produkte schaffen, der allen Menschen Zugang zu gesunder
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Ernährung ermöglicht, und den ökologischen Wandel der Landwirtschaft bestärkt.
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Natur und Klima schützen, Engagement entlohnen
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Unser Ziel ist es, Landwirtschaft und Umweltschutz nicht länger als Gegensätze, sondern
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als komplementär zu sehen. Wir unterstützen eine multifunktionale Landwirtschaft, der wir
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bei öffentlichen Leistungen zusätzliche betriebliche Perspektiven bieten, zum Beispiel in
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den Bereichen Naturschutz und Landschaftspflege.
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Diese öffentlichen Leistungen kann man in konkretem Handeln messen und bewerten.
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Daher setzen wir uns für die Implementierung von Bewertungssystemen für Nachhaltigkeit
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ein, die alle Stufen der Wertschöpfungskette beinhalten. Dadurch können „wahre Preise“
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der Produktion sichtbar gemacht werden. Ziel muss eine Gemeinwohlprämie sein, die
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positive, bisher am Markt unvergütete Leistungen entlohnt, wie Artenschutzmaßnahmen,
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gute Arbeitsbedingungen, schonende Bodenbearbeitung etc. So können auch die
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gesellschaftlichen Kosten von Nahrungsmittelproduktion preislich abgebildet werden
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(Nachhaltigkeitsbilanzierung). Dadurch werden Marktvorteile derjenigen ausgeschlossen,
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die auf Kosten von Umwelt oder Sozialstandards einen Wettbewerbsvorteil erzielen – das
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Fleisch aus klimaschädlicher Massentierhaltung darf nicht länger einen preislichen Vorteil
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gegenüber fair und umweltverträglich produziertem Fleisch haben. Ein solcher
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Paradigmenwechsel dient der Nachhaltigkeit der Produktion und dem respektvollen
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Umgang mit Landwirtinnen und Landwirten.
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Besonders dringend ist der Handlungsbedarf in der intensiven Tierhaltung. Wir wollen
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Tierhalterinnen und Tierhaltern helfen, Haltungssysteme tierwohlgerechter umzugestalten
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und so mit weniger Tieren ein angemessenes Auskommen zu erzielen. Wir werden uns
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dafür einsetzen, ein verpflichtendes staatliches Tierwohllabel für alle Tierarten auf
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Bundesebene einzuführen. Wir unterstützen eine Finanzierung des Umbaus der
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Nutztierhaltung nach den Leitlinien des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung. Auch eine
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an die eingesparten Klimagase gekoppelte Prämie für Betriebe, die ihre Bestände
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reduzieren, ist in diesem Kontext denkbar.
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4.4 SOZIALER ZUSAMMENHALT DURCH SOZIALEN AUSGLEICH
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Die Herstellung gleicher Lebenssituationen und Lebensbedingungen sowie insbesondere
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die Verbesserung der Chancen sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen ist der Antrieb
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für die Politik der Sozialdemokratie.
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Die Unterschiede bei den Chancen für Menschen wollen wir beseitigen und beginnen dabei
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bei der Unterstützung der Kinder sowie der Menschen in besonders herausfordernden
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Lebenssituationen und sichern soziale Teilhabe für alle.
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Ehrenamt
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Die Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden und den freien Trägern der sozialen
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Unterstützung für alle Lebenslagen halten wir für einen wesentlichen Baustein unseres
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Sozialstaates. Sie sind eine Stütze des Sozial- und Gesundheitswesens. Die Hilfsdienste
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unterstützen im Gesundheits-, Sanitäts- und Bevölkerungsschutz. Insbesondere die
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ehrenamtlich engagierten Menschen tragen mit ihrem Einsatz wesentlich dazu bei, unsere
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Gesellschaft zu erhalten und verdienen unsere Wertschätzung.
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Wir werden Menschen jeden Alters das Recht auf einen Freiwilligendienst einräumen. Wir
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werden das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) sowie das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ)
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angemessen mit einer Landesförderung unterstützen und die Fördersätze auf das Niveau
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des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) anheben. Um Menschen, die einen Freiwilligendienst
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absolvieren, noch stärker die Wertschätzung der Gesellschaft zu zeigen, werden wir die
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kostenlose Nutzung aller Verkehrsmittel im ÖPNV in Nordrhein-Westfalen ermöglichen.
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Armut
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Wir kämpfen aktiv gegen Armut und Ausgrenzung. Wir fördern die Teilhabe des Einzelnen,
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unabhängig von Einkommen. Wir bieten gleiche Lebenschancen für alle Menschen in
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Nordrhein-Westfalen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung oder
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des Glaubens. Das Erkennen von strukturellen Benachteiligungen durch
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Sozialberichterstattung ist Grundlage für die zielgerichtete Bekämpfung von Armut und
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zur Förderung von benachteiligten Quartieren und Stadtteilen.
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Wir unterstützen die Einführung der bundesweiten Kindergrundsicherung, damit Kinder
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nicht in Armut aufwachsen. Die Unterstützung aller Kinder durch allgemeine
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Lernmittelfreiheit setzen wir fort. Ebenso unterstützen wir die angemessene Erhöhung der
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Grundsicherung für Erwachsene.
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Um Armut und Ausgrenzung zu verhindern, unterstützen wir die Beratungsangebote der
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Schuldnerberatung und des Verbraucherschutzes.
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Wir werden die Arbeitslosenzentren und Erwerblosenberatungsstellen weiter fördern und
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ihre Arbeit stärken.
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Housing first
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Wir unterstützen das Konzept „housing first“ zur unmittelbaren Bekämpfung von
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Wohnungslosigkeit.
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Alle Menschen haben ein Recht auf eine eigene Wohnung, in der man selbst wählen darf,
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welcher Unterstützung man bedarf. Wohnraum wird nicht an Bedingungen der Annahme
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von Hilfsangeboten geknüpft. Beratung und Unterstützung ist an die Menschen und ihre
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individuellen Bedürfnisse zu orientieren und ihre Wahlfreiheit wird berücksichtigt.
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Einsamkeit
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In den Zeiten der sozialen Distanzierung, nicht zuletzt durch die Pandemie ist Entfremdung,
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Einsamkeit und Isolation zu einem breiten Phänomen geworden. Soziale Beziehungen
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spielen für die psychische und physische Gesundheit eine große Rolle.
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Wir fördern daher unterschiedliche Möglichkeiten der Begegnung für alle
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Lebenssituationen. Isolation und Einsamkeit sind Querschnittsaufgaben der
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Landesregierung und werden auf der zuständigen Ebene von Staatssekretärinnen und
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Staatssekretären koordiniert.
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Erhaltung des Lebensumfeldes im Alter
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Die demografische Entwicklung und die Entwicklung der Zahl der pflegebedürftigen
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Menschen erfordern konkrete Aktivitäten und Maßnahmen, damit auch in dieser
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Lebensphase die Teilhabe am Leben gesichert und der Zugang zu allen Angeboten und
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Dienstleistungen im jeweiligen Lebensraum möglich ist. Das Alten- und Pflegegesetz
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Nordrhein-Westfalen sieht deswegen ausdrücklich die Förderung der Entstehung,
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Entwicklung und Qualität von Dienstleistungen vor. Bisher fehlt es an
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jedweder Konkretisierung, welche Strukturen und Angebote im Lebensraum unverzichtbar
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sind und wie diese erhalten bzw. entwickelt und dazu auch gefördert werden können. Wir
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werden zur Klärung und Konkretisierung ein Forschungsprojekt vergeben und nach
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dessen Ergebnis konkrete Maßnahmen zur weiteren Förderung entwickeln.
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Die demografische Alterung ist eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft in
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Nordrhein-Westfalen. Die Lebensphase Alter ist vielfältig und bedarf einer differenzierten
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Herangehensweise: Von der Frage älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über
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gesellschaftspolitische Teilhabe älterer Menschen bis zum Thema Pflege Hochbetagter.
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Wir betrachten Alter nicht nur aus der Perspektive der Risiken, sondern ebenso aus der
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Perspektive der Chancen und Potenziale. Die Bekämpfung der sich ausweitenden
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Altersarmut ist eine zentrale Aufgabe. Zur Gestaltung der demografischen Alterung ist die
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Stärkung der Alternsforschung in Nordrhein-Westfalen unerlässlich. Insbesondere werden
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wir die Kommunen dabei unterstützen, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern.
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Kommunale Vertretungen von Seniorinnen und Senioren sowie Teilhabe- und
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Lernmöglichkeiten älterer Menschen werden wir weiter stärken. Dabei ist die
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Generationensolidarität elementar für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft.
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Langfristige Finanzierung der Demenz- und Wohnberatungsstellen
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Demenz- und Wohnberatung sind unabdingbar, damit pflegebedürftige oder von
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Pflegebedürftigkeit bedrohte Menschen so lange wie möglich im vertrauten eigenen
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Wohnumfeld leben können. Wir werden die langfristige Finanzierung dieser Beratung
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sicherstellen.
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Ausbau der Kurzzeit- und Tagespflege
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Wir werden den Ausbau der Kurzzeit- und Tagespflegeplätze vorantreiben und dabei
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prüfen, ob eine verbesserte Investitionskostenförderung dabei wirksam ist. Für die
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Weiterentwicklung der Tagespflege streben wir ein Programm zur Erhaltung und
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Verbesserung der Selbstbestimmungs- und Teilhabefähigkeit der Teilnehmenden und
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dafür eine gesonderte Förderung an.
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In Wohneinrichtungen werden wir selbstbestimmte Teilhabe durch das Wohn- und
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Teilhabegesetz (WTG) etablieren.
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Beratung, Unterstützung und Begleitung
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Pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie chronisch kranke
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Menschen beklagen mangelnde Transparenz und fehlende Unterstützung bei der
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Beantragung von Leistungen des Sozialgesetzbuches, der Begleitung bei der Ausführung
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von Leistungen und bei der Durchsetzung ihrer Rechte, obwohl in den Sozialgesetzbüchern
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eine Vielzahl von Auskunfts- und Beratungsmöglichkeiten geregelt sind und darüber
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hinaus eine große Zahl weiterer Beratungs- und Unterstützungsangebote durch
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Nichtregierungsorganisationen vorgehalten werden. Oftmals finden sich die Schnittstellen
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des gegliederten Systems auch in den Beratungsstrukturen wieder. Es mangelt danach
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nicht an gesetzlichen Regelungen, offensichtlich aber an Vernetzung und individueller
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Begleitung. Wir werden die Diskrepanz zwischen vorhandenen Strukturen bzw. rechtlichen
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Grundlagen und dem tatsächlichen Unterstützungsbedarf wissenschaftlich untersuchen
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lassen und auf dieser Grundlage geeignete Maßnahmen zu einer besseren Vernetzung der
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Strukturen und individueller Unterstützung der Betroffenen ergreifen.
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Menschen mit Behinderung nutzen Assistenz- und Betreuungskräfte. Deren Qualifikation
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ist nicht definiert. Wir werden Angebote der Qualifizierung für Assistenz- und
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Betreuungskräfte einführen.
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Wir wirken darauf hin, dass chronisch kranke Menschen in Nordrhein-Westfalen stärker
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unterstützt werden. Hierzu sollen Möglichkeiten geschaffen werden, die eine langfristige
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Verbesserung der Lebensumstände der Betroffenen bewirken. Ziel muss es sein, in die
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Forschung der verschiedenen Krankheitsverläufe zu investieren und die persönliche
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Situation der chronisch Kranken zu verbessern.
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Inklusion
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Wir stärken die Inklusion von Anfang an und ermöglichen individuelle Teilhabe auch für
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Menschen, die im Laufe ihres Lebens Behinderungen erwerben oder erkranken. Teilhabe
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am Arbeitsleben und am gesellschaftlichen Leben unterstützen wir für alle Menschen in
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Nordrhein-Westfalen. Die Beratung und Beschäftigung von Menschen, die im Laufe ihres
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Arbeitslebens eine Behinderung erworben haben, werden wir fördern.
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Dazu unterstützen wir die medizinische Rehabilitation und schließen die Lücken bei der
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Versorgung von Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen. Die
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Weiterentwicklung von ambulanten und stationären Versorgungsformen zu
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eigenverantwortlichem Leben und der Teilhabe am Arbeitsmarkt treiben wir voran. Die
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guten Erfahrungen mit Coaching und Gesundheitsberatung zur Unterstützung von
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Langzeitarbeitslosen setzen wir fort.
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Die Unterstützung für die LAG (Landesarbeitsgemeinschaft) Selbsthilfe NRW wollen wir
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weiter ausbauen und auch die Arbeit des Landesbehindertenrats stärken.
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Drogen
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Die vom Bund geplante Freigabe von Cannabis begleiten wir mit einem flächendeckenden
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Präventions- und Jugendschutzprogramm.
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Die Beratung von Suchtgefährdeten und deren Angehörigen sichern wir ab. Der
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Unterstützung von Familien und Kindern kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.
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Frauen
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Die Gleichstellung von Frauen und Männern fördern wir aktiv. Wir wirken gezielt auf einen
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Ausgleich von Benachteiligungen hin.
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Die psychosoziale Beratung für Frauen werden wir langfristig sichern und barrierefrei
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ausbauen, ebenso wie Frauenberatung, Frauenhäuser, Mädchenberatung, Beratung für
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Prostituierte und Opfer von Menschenhandel.
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Schwangerschaftskonfliktberatung ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsfürsorge
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für Frauen.
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Gynäkologische Praxen müssen einen barrierefreien Zugang erhalten, überall.
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4.5 INNERE SICHERHEIT STÄRKEN, LEBEN IN FREIHEIT SCHÜTZEN
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Wir wollen, dass sich alle in unseren Städten und Gemeinden geborgen fühlen. Wir sorgen
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für ein geschütztes, lebenswertes Wohnumfeld.
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Es gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Staates, für die Sicherheit der Bevölkerung
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Sorge zu tragen und diese vor Übergriffen und Kriminalität zu schützen. Für uns gehört
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dazu auch das Erscheinungsbild des öffentlichen Raums im Sinne von Pflegezustand,
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Sicherheit und Ordnung. Nur sehr reiche Menschen können sich einen schwachen Staat
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leisten und sich gegebenenfalls selbst schützen. Die Allgemeinheit ist jedoch auch hier auf
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einen handlungsfähigen Staat angewiesen. Wir werden auch bei dieser Aufgabe die
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Handlungsfähigkeit des Staates erhöhen.
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Freiheit und Sicherheit denken wir zusammen. Sie bedingen sich für uns gegenseitig.
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Sicherheit ist eine Voraussetzung für ein freies, selbstbestimmtes Leben. Umgekehrt dürfen
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Freiheitrechte nicht durch eine einseitige und ausschließliche Fixierung des Staates auf
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Sicherheitsbedürfnisse erstickt werden. Denn sämtliche Maßnahmen zur Stärkung der
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inneren Sicherheit müssen letztendlich das Ziel verfolgen, unser Leben in Freiheit zu
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schützen und zu bewahren. Der Staat muss für eine vernünftige Balance zwischen beiden
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Polen einstehen und eine vorausschauende Politik betreiben, die gegen Kriminalität und
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ihre Ursachen konsequent vorgeht, dabei aber Augenmaß wahrt.
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Wir stehen deshalb für eine Innenpolitik, in der Sicherheit eine gesamtgesellschaftliche
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Aufgabe ist. Wir brauchen dazu eine breite Einbindung aller relevanten gesellschaftlichen
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Akteurinnen und Akteure sowie Gruppen: Sicherheitsbehörden, Wissenschaft, Vereine und
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Verbände, Schulen und nicht zuletzt auch engagierte Bürgerinnen und Bürger.
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Prävention
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Dabei setzen wir vor allem auch auf die Prävention von Kriminalität. Wir müssen in Zukunft
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stärker vorausschauend und vorbeugend agieren. Es reicht nicht, erst dann einzugreifen,
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wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Die „beste Kriminalität“ ist nach wie vor
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diejenige, die niemals stattfindet!
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Präventionsprogramme zur Bekämpfung von Jugendkriminalität und politischem und
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religiösem Extremismus werden wir deshalb ausbauen und verstetigen. Damit verhindern
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wir frühzeitig, dass sich Menschen von einem friedlichen Zusammenleben und unseren
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freiheitlichen und demokratischen Werten entfernen.
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Eine gute Kriminalprävention beginnt dabei bereits auf der kommunalen Ebene. Denn in
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den Kommunen besteht ein unersetzbares Wissen über die lokalen Gegebenheiten und
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Probleme. Kriminalpräventive Räte bieten hier die Möglichkeit, alle relevanten Beteiligten
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der Sicherheitspolitik – Polizei, Jugend- und Sozialämter, Sozialarbeiter und
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Sozialarbeiterinnen sowie Wohlfahrtsverbände – an einen Tisch zu bringen und
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Kriminalität und ihre Ursachen vor Ort koordiniert zu bekämpfen. Die kriminalpräventiven
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Räte auf kommunaler Ebene wollen wir deshalb stärken und weiter ausbauen.
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Darüber hinaus werden wir einen „Masterplan Licht“ für die Städte und Kommune auflegen,
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der insbesondere an dunklen Stellen wie beispielsweise Bahnhöfen, Parkanlagen, Brücken
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und Unterführungen positive Wirkung entfalten soll.
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Daneben werden wir uns dafür einsetzen, dass vor Ort die Zusammenarbeit mit der
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Landes- und Bundespolizei sowie den kommunalen Ordnungsbehörden verbessert wird.
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Hierzu bieten sich vor Ort vereinbarte Ordnungspartnerschaften bzw. Doppelstreifen von
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Polizei und kommunalem Ordnungsdienst an.
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Und nicht zuletzt beinhaltet eine vorausschauende Sicherheitspolitik auch, die soziale Kluft
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zu überwinden und Aufstiegschancen und Wohlstand für alle wieder möglich zu machen.
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Dafür sind starke Kommunen, eine starke Wirtschaft mit guten und fairen Löhnen für die
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Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie gute Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten die
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Bedingung. Hierfür machen wir uns stark. Wir geben den Menschen in Nordrhein-
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Westfalen soziale Sicherheit und fangen sie auf, wenn es einmal im Leben nicht so gut
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läuft.
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Unsere Polizei vor Ort: freundlich und hilfsbereit
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Wir wollen die Präsenz unserer Polizei in den Stadtquartieren und auf den Straßen vor Ort
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verstärken. Polizei muss für die Menschen sichtbar, schnell ansprechbar und schnell am
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Einsatzort sein. Die Bezirksbeamtinnen und -beamten sind für uns dafür unerlässlich. Sie
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schaffen mit ihrer wertvollen Arbeit Nähe zwischen Polizei und Bevölkerung und sind
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gleichzeitig ein Frühwarnsystem für die Probleme vor Ort. Wir wollen deshalb diesen
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Bezirksdienst erhalten und weiter ausbauen. Das stärkt sowohl die objektive
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Sicherheitslage als auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in unser
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Gemeinwesen.
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Die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpartner unterstreicht unseren
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Politikansatz. Rechtsextremismus und die Ausübung rechtswidriger Gewalt haben in
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unserer Polizei keinen Platz und müssen konsequent aus dem Dienst entfernt werden! Wir
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werden nicht akzeptieren, dass eine kleine Minderheit den guten Ruf unserer in Demokratie
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und Rechtsstaat fest verankerten Polizei beeinträchtigt.
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Die rechtsextremen Chatgruppen und die Fälle rassistisch motivierter Polizeigewalt in
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Nordrhein-Westfalen machen deutlich, dass es nicht bei Absichtserklärungen bleiben darf.
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Wir werden daher die Handlungsempfehlungen der Stabsstelle „Rechtsextremistische
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Tendenzen in der Polizei NRW“ umsetzen und ihre Wirksamkeit fortlaufend prüfen. Um den
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Betroffenen die Möglichkeit zu eröffnen, Gerechtigkeit zu erfahren, werden wir außerdem
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eine unabhängige Beschwerdestelle einrichten. Im Zuge dessen wollen wir die Stelle eines
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bzw. einer Landespolizeibeauftragten etablieren. Diese beauftragte Person soll für die
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Aufklärung rechtswidriger Polizeigewalt zuständig sein und als Anlaufstelle für Betroffene
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sowie für Polizeikräfte dienen, die bei ihren Kolleginnen und Kollegen rechtswidriges
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Handeln bemerken.
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Um die Debatte auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen fortzusetzen,
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werden wir schließlich eine Studie im Sinne eines Lagebilds „Rechtsextremismus und
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Rassismus“ in Auftrag geben.
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Für die anspruchsvolle Arbeit unserer Polizistinnen und Polizisten bedarf es einer guten
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Ausbildung mit ständiger Fort- und Weiterbildung. Für ihren oft gefährlichen Einsatz für
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uns rüsten wir die Polizei bestmöglich aus, damit sie sich gut schützen kann. Das gilt vor
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allem für ihre digitale Ausstattung. In einer zunehmend digitalisierten Welt darf die Polizei
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in ihrer technischen Ausstattung nicht hinterherhinken. In diesem Zusammenhang wollen
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wir zukünftig auch ein noch stärkeres Augenmerk auf die Bekämpfung von neuen
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Kriminalitätsformen – wie zum Beispiel Internetkriminalität – sowie auf die Möglichkeiten
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der digitalen Fahndung richten.
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Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten sowie gegen die Einsatzkräfte von Feuerwehr,
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Ordnungsamt und Rettungsdiensten ist nicht hinnehmbar und muss konsequent verfolgt
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werden. Dies ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Wir wollen sicherstellen, dass sämtliche
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Gewaltdelikte gegen Einsatzkräfte durch die Behördenleitungen angezeigt und vor Gericht
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verhandelt und ausgeurteilt werden. Nur so erfahren die Opfer Wertschätzung und die
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Täterinnen und Täter Konsequenzen.
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Kriminalität bekämpfen
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Wir werden eine weitere Aufstockung des Personals der Polizei vornehmen, denn bedingt
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durch die aktuell hohe Anzahl an Pensionierungen und den Zuwachs an Aufgaben kommt
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es nach wie vor zu personellen Engpässen bei der Polizei. Das führt zum Beispiel bei der
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Kripo dazu, dass eine effiziente Verbrechensbekämpfung oftmals nur unter erschwerten
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Umständen wahrgenommen werden kann und dass Ermittlungserfolge im Bereich der
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Kontrollkriminalität – wie zum Beispiel bei Drogen- oder Bandendelikten – spärlicher als
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erforderlich ausfallen, da hier mit einem hohen Personaleinsatz gearbeitet werden muss.
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Wir werden in diesem Zusammenhang für eine Personalentwicklung „aus einem Guss“ für
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die gesamte Polizei sorgen. Die jährlichen Einstellungszahlen werden wir so erhöhen, dass
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es zu einem deutlichen Personalaufwuchs kommt. Die im Koalitionsvertrag des Bundes
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“Mehr Fortschritt wagen” verabredete Verstetigung des Pakts für den Rechtsstaat
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unterstützen wir damit aktiv. Wir wirken zudem der aktuellen Überlastung, den
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Überstundenbergen und den strukturellen Defiziten bei der Kriminalitätsbekämpfung
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entgegen. Dabei ist es unser Ziel, bei den Einstellungen auch die Vielfalt in unserer
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Gesellschaft abzubilden. Zudem wollen wir im Rahmen der bewährten Polizeiausbildung
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geeignete Fördermaßnahmen entwickeln, um die aktuell hohe Abbruchquote in der
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Polizeiausbildung zu reduzieren.
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Wir wollen das sogenannte „Dunkelfeld“ erhellen, denn bei der Kriminalitätsentwicklung
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liegen in zu vielen Bereichen – zum Beispiel bei der organisierten Kriminalität, bei
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Sexualdelikten oder bei der häuslichen Gewalt – nur unzureichende Daten vor. Die jährliche
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polizeiliche Kriminalstatistik gibt nur einen Teilaspekt der Kriminalitätslage wieder. Um ein
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vollständiges Bild über die Kriminalitätsentwicklung zu erlangen und um die Maßnahmen
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zur Kriminalitätsbekämpfung künftig gezielter auszurichten und zu verbessern, werden wir
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deshalb einen regelmäßigen Periodischen Sicherheitsbericht erstellen lassen.
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Wir wollen unserer Polizei helfen, bessere Strategien und Lösungen bei der
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Kriminalitätsbekämpfung zu entwickeln. Wir werden deshalb ein Institut für
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Sicherheitsforschung errichten, das zukünftig als unabhängige Schnittstelle zwischen
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Wissenschaft, Politik und Praxis dient. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen hier
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gesammelt, gebündelt und für die Politik und die praktische Arbeit der Sicherheitsbehörden
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verfügbar gemacht werden. Darüber hinaus werden wir einen unabhängigen und
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interdisziplinären Sachverständigenbeirat einrichten, der Landtag und Landesregierung zu
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sämtlichen innenpolitischen Fragen berät. Als politisch unabhängige Stimme – ähnlich dem
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„Rat der Wirtschaftsweisen“ – soll er abseits der Tagespolitik langfristige Themen setzen
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und Handlungsoptionen aufzeigen.
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Wir werden uns aller verfügbaren rechtlichen Mittel bedienen, um organisierte Kriminalität
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schon im Ansatz zu bekämpfen. Die Bekämpfung der organisierten Kriminalität ist in den
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letzten Jahren zu kurz gekommen und benötigt einen „langen Atem“ und eine umfassende
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Strategie. Wir werden für ihre Verfolgung mehr personelle Ressourcen bereitstellen.
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Entscheidend ist, dass bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität zukünftig stärker
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dort angesetzt wird, wo es den Verbrecherinnen und Verbrechern am meisten weh tut. Und
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hier ist es das Geld, das die wesentlichen Anreize für die Straftaten setzt. Wir werden
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deshalb die behördenübergreifende Zusammenarbeit ausbauen und die Gewerbe- und
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Finanzkontrollen ausweiten, um die Geldwäsche effizienter als bisher zu bekämpfen.
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Neben der Polizei und der Staatsanwaltschaft müssen dabei auch die Finanzämter, die
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Jobcenter, die Ausländerbehörden sowie Ordnungs- und Jugendämter beteiligt sein.
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Als weltweit drittgrößtes Standbein der Organisierten Kriminalität gilt die
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Umweltkriminalität. Sie verursacht schwerste Schäden an der Natur,
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Menschenrechtsverletzungen und Militarisierung. Wir werden daher die Bekämpfung der
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Umweltkriminalität insgesamt stärken. Unter anderem schaffen wir dazu in der künftigen
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Landesregierung eine neue Stabsstelle Umweltkriminalität.
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Mit der konsequenten Einziehung von illegalem Vermögen werden wir der organisierten
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Kriminalität die Grundlage für weitere kriminelle Geschäfte nehmen. Dafür werden wir die
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Finanzämter mit genügend Steuerfahnderinnen und Steuerfahndern sowie Analysten
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ausstatten, um so illegale Finanzströme und Steuerhinterziehung konsequent ahnden zu
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können.
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Kriminalpolitik darf keine Bevölkerungsgruppe unter Generalverdacht stellen. Zur
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Bekämpfung der organisierten Kriminalität bedarf es mehr als nur
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öffentlichkeitswirksamer Razzien. Hier geht es insbesondere darum, nicht nur Boten,
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sondern Bosse vor Gericht zu bringen, um die konsequente Einziehung von illegalem
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Vermögen sowie um Ausstiegs- und Präventionsangebote für Familienangehörige. Auch
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die zunehmende Bandenkriminalität im Zusammenhang mit der Sprengung von
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Geldautomaten wollen wir entschieden bekämpfen. In diesem Zusammenhang wollen wir
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die Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden in den Niederlanden weiter intensivieren und
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gemeinsam mit Sicherheitsbehörden sowie Banken und Sparkassen erreichen, dass die
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Verbesserung der technischen Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz vor Sprengungen von
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Geldautomaten weiter forciert werden.
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Wir wollen sichere und attraktive Bahnhöfe, denn der heutige Zustand vieler Bahnhöfe
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wird oftmals als „Angstraum“ wahrgenommen. Menschen fühlen sich unwohl und unsicher.
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Das ändern wir, indem wir mit dem Bund, der Deutschen Bahn und den Verkehrsverbünden
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ein Konzept für die Einführung einer „Bahnhofsaufsicht“ entwickeln. Diese soll als
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Ansprechpartnerin für Fahrgäste dienen und als „Kümmerer vor Ort“ für eine
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Verbesserung des Zustands der Bahnhöfe und Haltepunkte sorgen. Zudem wollen wir eine
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verbesserte Zusammenarbeit und Vernetzung der verschiedenen Akteure – Bundespolizei,
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Landespolizei, DB-Sicherheitsdienst, kommunale Ordnungsdienste sowie
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Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter – erreichen, die für die Sicherheit an den Bahnhöfen
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und ihrem unmittelbaren Umfeld verantwortlich sind. Darüber hinaus wollen wir die
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Einrichtung von dauerhaften Waffenverbotszonen im Umfeld der großen Bahnhöfe.
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Wehrhafte Demokratie – Wir zeigen klare Kante gegen Extremismus
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Wir wollen die Bekämpfung des politischen und religiösen Extremismus weiter ausbauen
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und den Kampf gegen Gewalt und Terror, Hasskriminalität und rassistische
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Volksverhetzung verstärken. Denn ein demokratischer Rechtsstaat muss wehrhaft sein! Er
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hat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, sich und die mit ihm verbundenen Werte
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zu schützen und sich Verfassungsfeinden jedweder Richtung energisch entgegenzustellen.
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Die größte Gefahr für die Demokratie droht dabei derzeit durch den Rechtsextremismus.
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Für diese Aufgaben wollen wir Polizei und Verfassungsschutz stärken, ohne dass sie dabei
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ihre Bürgerorientierung aufgeben. Menschenfeindliche Positionierungen innerhalb
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staatlicher Institutionen werden wir nicht dulden. Wer sie meldet und die Verfolgung
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ermöglicht, kann auf besonderen Schutz zählen. Wir werden dafür sorgen, dass die
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Behörden für rechtsextreme Einstellungen und Taten stärker sensibilisiert werden.
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Zwingend erforderlich ist eine Unterbindung des Waffenbesitzes in Händen von
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Extremistinnen und Extremisten. Hierzu setzen wir uns für eine noch strengere
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Überwachung ein. Die Mitgliedschaft in extremistischen Netzwerken bedeutet, dass
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zwangsläufig der Entzug des Waffenscheins erfolgt.
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Offene Haftbefehle gegen Rechtsextremisten und Rechtsextremistinnen sind
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schnellstmöglich zu vollstrecken. Auch die Auswertung und Analyse dieser offenen
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Haftbefehle muss umgehend erfolgen. Wir wollen Ermittlungen gegen rechtextreme
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Täterinnen und Täter bündeln. Wir prüfen daher zusätzliche Zuständigkeiten der
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Zentralstelle Terrorismusverfolgung Nordrhein-Westfalen (ZenTer NRW) bei der
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Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf.
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Die Bekämpfung des Phänomens der Hasskriminalität, und insbesondere die Bekämpfung
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der Verbreitung hasserfüllter Parolen, wollen wir deutlich verstärken. Es darf nicht
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hingenommen werden, dass Extremistinnen und Extremisten versuchen das
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gesellschaftliche Klima in unserem Land zu vergiften. Denn eine solche Hetze gegen
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andere Menschen ist häufig nur die Vorstufe für tätliche Gewalt. Verfassungsschutz und
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Polizei wollen wir deshalb insbesondere auch zur Bekämpfung von extremistischer
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Hasskriminalität im Internet weiter personell aufstocken, ebenso wie die Zentral- und
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Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen. Zudem wollen wir erreichen, dass bei der
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Bekämpfung der Extremisten und Extremistinnen neben den staatlichen
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Ermittlungsbehörden und der Justiz auch die Betreiber entsprechender
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Internetpattformen wie Facebook oder YouTube stärker in die Pflicht genommen werden.
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Sie müssen Botschaften mit menschenverachtenden und extremistischen Inhalten zügiger
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und energischer als bisher entfernen.
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In diesem Zusammenhang wollen wir flankierend auch die Präventionsmaßnahmen gegen
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Extremismus weiter intensivieren. Eine wichtige Maßnahme ist in diesem Zusammenhang
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die Ausdehnung des zur Bekämpfung des Islamismus eingeführten Programms
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„Wegweiser“ auf sämtliche Formen des Extremismus. Wir wollen, dass die bisherigen
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Anlaufstellen ergänzend zu den guten Angeboten der Mobilen Beratungsteams gegen
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Rechtsextremismus und den Beratungsstellen für Opfer rechtsextremer und rassistischer
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Gewalt zu Präventionszentren ausgebaut werden.
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Wir werden eine kritische Bestandsaufnahme der eingriffsintensiven „Sicherheitsgesetze“
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der letzten Jahre durchführen. Es muss umfassend evaluiert werden, welche Eingriffe in
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die Grundrechte sich tatsächlich als verhältnismäßig, weil unbedingt notwendig erwiesen
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haben. Wir werden das bestehende Versammlungsgesetz durch ein
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Versammlungsfreiheitsgesetz ersetzen. Wir werden es nicht zulassen, dass Rechtsextreme
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die Tage zum Gedanken an die Opfer der NS-Gewaltherrschaft und Shoa missbrauchen
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und die Opfer verächtlich machen.
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Feuerwehr, Rettungsdienste und Katastrophenschutz
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Wenn man eines aus der Pandemie und der Flutkatastrophe im Juli 2021 lernen kann,
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dann: dass der Bevölkerungsschutz in Nordrhein-Westfalen ganz neu gedacht werden
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muss. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und wollen die Strukturen – im wahrsten
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Sinne des Wortes – krisenfest machen.
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Im Katastrophenfall werden wir den Krisenstab auf Landesebene einberufen. Wir werden
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Gemeinden und Kreise im Katastrophenschutz, der zusammen mit anerkannten
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Hilfsorganisationen aufgestellt ist, eine dauerhaft bessere organisatorische und finanzielle
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Unterstützung geben.
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Dafür werden wir regionale Lage- und Führungszentren bei den Bezirksregierungen
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einrichten und eine einheitliche Stabs- und Leitstellensoftware für eine bessere Vernetzung
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des Lagebilds im Katastrophenfall zwischen sämtlichen Ebenen – Kreisen, kreisfreien
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Städten, Bezirksregierungen und Landesregierung – beschaffen. Außerdem wollen wir
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dafür sorgen, dass Spontanhelfende im Krisenfall effizienter koordiniert werden.
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Wir stärken die Einsatzkräfte in der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr. Dazu werden wir
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einheitliche Mindeststandards für den Personaleinsatz in den kommunalen
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Ordnungsdiensten festlegen und landesweite Aus- und Fortbildungsangebote für ihre
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Beschäftigten schaffen.
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Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen sind in vielen Bereichen ehrenamtlich
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organisiert und leisten hervorragende Arbeit. Wir sorgen dafür, dass sie auf eine moderne
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Ausstattung, ein breites Angebot an Aus- und Weiterbildung, vereinfachte Freistellung der
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Arbeitgeber sowie bei Bedarf auf psychologische Unterstützung zurückgreifen können.
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Wir entwickeln das BHKG und die Katastrophenschutzpläne des Landes konsequent
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weiter. Die vorhandenen Landeskonzepte werden wir quantitativ und qualitativ (hier vor
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allem mit Blick auf Logistik, IT, psychosoziale Notfallversorgung und internationale
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Zusammenarbeit) ausbauen. Es braucht ein Ressourcenmanagement zur Vorhaltung
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unter anderem von technischer Ausstattung im Katastrophenschutz, notwendigen
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medizinischen Produkten für die Bevölkerung (Stichwort: Masken) und behelfsmäßiger
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Infrastruktur (Stichwort: Ersatzbrücken). Auch auf Kreisebene wollen wir verbindlich
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Katastrophenschutzpläne einführen.
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Wir sorgen für eine effiziente und zielgerichtete Warnung der Bevölkerung in
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Notsituationen. Das modulare Warnsystem muss ausgebaut werden – dabei verstehen wir
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analoge Sirenen und Hinweistafeln genauso als Bestandteil eines Warnmixes wie Apps,
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Cell-Broadcast-Systeme und die Einbindung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Städte,
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Gemeinden und Kreise werden vom Land beim Ausbau der Warn-Infrastruktur vor Ort
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unterstützt. Warnungen wirken nur dann, wenn die Bevölkerung ausreichend informiert
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und sensibilisiert ist. Wir streben daher eine flächendeckende Förderung der
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Selbsthilfefähigkeit der Bürgerinnen und Bürger an.
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Wir machen die Kommunikation von Einsatzkräften und Behörden krisenfest. Die
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Erfahrungen der Flutkatastrophe haben uns gezeigt, wie anfällig Festnetz-Anschlüsse,
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Mobilfunknetze und Digitalfunk im Katastrophenfall bzw. bei länger anhaltenden
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Stromausfällen sind. Dem wollen wir mit der Bereitstellung von satellitengestützter Technik
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als Rückfallebene begegnen. Gleichzeitig soll das Land die Verwundbarkeit eigener
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Einrichtungen und Liegenschaften der kritischen Infrastruktur untersuchen.
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Wir werden dafür sorgen, dass die Bereichsausnahme bei der Vergabe der
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rettungsdienstlichen Leistungen für die kommunalen Rettungsdienste und anerkannten
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Hilfsorganisationen rechtssicher angewendet werden kann.
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Den Wiederaufbau in den Hochwasser-Gebieten intelligent und sozial gerecht
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gestalten
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Die Hochwasser-Katastrophe im Juli 2021 hat Menschenleben gekostet, Existenzen
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zerstört und eine unfassbare Schneise der Verwüstung gezogen. Angesichts der
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Opferzahlen handelt es sich um die schlimmste Naturkatastrophe in der Geschichte des
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Landes. Neben dem Ahrtal sind auch viele Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen,
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insbesondere im Süden des Landes betroffen. Zwischen Stolberg und Erftstadt, zwischen
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Bad Münstereifel und Rheinbach, von Swisttal bis Euskirchen und in anderen Kommunen
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im Rheinland und der Eifel hat das Wasser eine Schneise der Verwüstung hinterlassen.
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Trotz großer Spendenbereitschaft, trotz Soforthilfen, trotz der Wiederaufbauhilfen stehen
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die Menschen und auch die Kommunen weiterhin vor immensen Herausforderungen.
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Damit die Menschen in diesen Kommunen nicht abgehangen werden und damit die
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Kommunen wieder lebenswert werden, muss noch viele Jahre Aufbauhilfe geleistet
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werden. Wir werden den Wiederaufbau besonders in den Blick nehmen und alles
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daransetzen, dass die Kinder, die dort aufwachsen, die Menschen, die dort leben, die
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gleichen guten Chancen auf ein besseres Morgen haben wie anderswo in unserem
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Bundesland.
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Dazu werden wir die Verfahren der Aufbauhilfen beschleunigen und verschlanken, damit
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die Hilfsgelder schneller bei den Menschen und betroffenen Unternehmen ankommen.
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Außerdem werden wir die Kommunen dabei unterstützen, die verlorengegangene
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Infrastruktur so schnell wie möglich wiederherzustellen.
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Zur Bewältigung der traumatischen Erlebnisse werden wir ein Traumazentrum in
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Kooperation mit ärztlichen und psychotherapeutischen Anbietern einrichten. Darüber
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hinaus setzen wir uns für eine Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung ein
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und werden auf zusätzliche Kassensitze für Psychotherapeutinnen und -therapeuten
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drängen.
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In vielen schwer betroffenen Kommunen haben sich zivilgesellschaftliche Akteure und
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ehrenamtlich Helfende zusammengetan, die sich um die alltäglichen kleinen und großen
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Herausforderungen der Flutbetroffenen kümmern. Dieses Engagement verdient unseren
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größten Respekt und unsere Wertschätzung. Die Angebote der psychosozialen Hilfen
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werden wir besser vernetzen und inhaltlich unterstützen.
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Die Planungsverfahren für Hochwasserschutzmaßnahmen werden wir beschleunigen und
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Hochwasserschutz- und Starkregenkonzepte stärker fördern, wie auch die sich daraus
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ergebenden Maßnahmen.
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Auf Bundesebene werden wir uns für eine Pflichtversicherung für Elementarschäden
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einsetzen. So wird es möglich, Eigentum auch in Bereichen zu versichern, die von
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Versicherungen derzeit nicht versichert werden. Auf diesem Wege lassen sich
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Versicherungsprämien auf mehrere Schultern verteilen und somit für alle tragbarer
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gestalten.
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Wir legen ein Sonderprogramm „Aufholen nach dem Hochwasser” auf. Mit diesem
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Programm können unter anderem betroffene Unternehmen beispielsweise Anreize durch
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einen befristeten und mehrjährigen Erlass der Gewerbesteuer bekommen. Kommunen
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können mit Hilfe dieses Sonderprogramms gezielt die Lebens- und Lernumstände ihrer
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Bürgerinnen und Bürger verbessern.
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4.6 DIE JUSTIZ IN NORDRHEIN-WESTFALEN MUSS WIEDER EINEN SPITZENPLATZ
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EINNEHMEN
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Auch die Justiz in Nordrhein- Westfalen wird mit uns wieder den Spitzenplatz unter den
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Bundesländern belegen, den sie bereits vor Jahren hatte. Das zu erreichen, bedeutet für
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uns, dass wir ihr die Rückendeckung und das Vertrauen entgegenbringen, das sie verdient
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hat. Nur so erhalten wir auf Dauer eine leistungsfähige und durchsetzungsfähige Justiz.
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Daher werden wir es unterlassen, auf Beurteilungen von Richterinnen und Richtern aus
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dem Ministerium heraus Einfluss zu nehmen. Auch werden wir den Einfluss aus dem
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Ministerium auf einzelne Ermittlungsverfahren wieder entscheidend reduzieren.
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Aus Nordrhein-Westfalen werden wir wieder wichtige justizpolitische Debatten, wie zum
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Beispiel beim Unternehmensstrafrecht oder bei der Entkriminalisierung von
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Bagatellkriminalität auf Bundesebene, anstoßen und die entscheidenden Lösungsansätze
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bieten. Mit einer angemessenen tatsächlichen Personalausstattung, gut bezahlten und
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hoch motivierten Bediensteten ist dieses Ziel wieder erreichbar. Dafür wollen wir jeden
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Geschäftsbereich in den Blick nehmen und keinen vergessen. Wir wissen, dass es von den
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Vereinen und Verbänden der Justiz viele gute Ideen für eine Verbesserung der Arbeit gibt.
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Diesen Sachverstand wollen wir nutzen und eine Beteiligung auf Augenhöhe für die besten
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Lösungen ermöglichen.
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Gute Arbeit in der Justiz
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Wir werden dafür sorgen, dass der Justiz die erforderlichen Stellen nicht nur auf dem
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Papier, sondern auch tatsächlich zu Verfügung stehen. Die Verstetigung des Paktes für
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den Rechtsstaat, gemeinsam mit dem Bund, ist hierfür ein wichtiger Schritt. Die Zahl der
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befristeten Stellen werden wir reduzieren und sachgrundlose Befristungen auch in der
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Justiz abschaffen. Dazu gehören auch besoldungsrechtliche Verbesserungen in der Justiz.
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Wir werden die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zur Eingruppierung von
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Justizbeschäftigten in Serviceeinheiten und Geschäftsstellen bei Gerichten und
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Staatsanwaltschaften in Nordrhein-Westfalen endlich umsetzen. Außerdem werden wir
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dafür sorgen, dass das angestellte Pflegepersonal in den Justizvollzugsanstalten so wie
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die Beamtinnen und Beamten eine Zulage erhalten werden. Ferner werden wir für die
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Beamtinnen und Beamten der Justiz zukünftig ein Wahlrecht zwischen Beihilfe und
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gesetzlicher Krankenversicherung ermöglichen.
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Wir werden dafür sorgen, dass Vertretungen für ehrenamtliche Richterinnen und Richter,
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so wie jetzt schon in der Arbeitsgerichtsbarkeit, auch in den anderen Gerichtsbarkeiten
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gewählt werden können. Auch werden wir für eine bessere Freistellungsregelung für die
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ehrenamtlichen Richterinnen und Richter sorgen und sie so wirksam unterstützen.
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Berufsbetreuer und Berufsbetreuerinnen leisten einen wichtigen gesellschaftspolitischen
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Beitrag. Diesen gilt es, zu würdigen. Dazu gehört es, dass es zu einer ehrlichen Evaluierung
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der jetzigen Vergütung kommt, um so eine Gesamtauskunft über den Reformbedarf im
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Vergütungssystem zu erhalten. Wir werden diese Evaluierung durchführen, um mit den
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Erkenntnissen mit der Bundesebene ins Gespräch zu kommen. Wir wollen ihnen mit einer
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Öffentlichkeitskampagne die notwendige Wertschätzung geben und zugleich um dringend
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notwendige neue Berufsbetreuer und Berufsbetreuerinnen werben.
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Mit uns wird der Strafvollzug wieder den Stellenwert erhalten, der ihm gebührt. Das heißt
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für uns, mehr Personal und eine bessere Bezahlung. Wir werden mehr Tempo beim
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Neubau bzw. bei der Modernisierung der Justizvollzugsanstalten machen. Schon bei den
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Planungen werden wir die Personalvertretungen und Beschäftigten einbeziehen, damit
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konsequent auch für den Schutz der Bediensteten gesorgt wird.
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Das Projekt „Schwitzen statt Sitzen“, der Vorrang von gemeinnütziger Arbeit vor dem
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Verbüßen einer Ersatzfreiheitsstrafe, werden wir wieder forcieren.
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Sicherheit bedeutet immer auch, die Sicherheit der Beschäftigten in der Justiz auszubauen.
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Die Justizbeschäftigten, wie zum Beispiel die Gerichtsvollzieher und
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Gerichtsvollzieherinnen, aber auch im Justizvollzug oder in den Wachtmeistereien, die
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durch ihren täglichen Kontakt mit Menschen einer größeren Gefahr ausgesetzt sind, selbst
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Opfer von Übergriffen zu werden, haben ein Recht darauf, diesen Schutz zu erhalten.
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Diesem Anspruch werden wir gerecht werden.
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Wir werden die bisherige Reform des Juristenausbildungsgesetzes durch die schwarz-
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gelbe Landesregierung korrigieren, indem wir unter anderem einen in das Jura-Studium
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integrierten Bachelor einführen und die Möglichkeit des „Abschichtens“ wieder einführen.
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Staatsanwaltschaften wollen wir in Aus- und Fortbildung stärker als bisher sensibilisieren
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für Missstände im Bereich des Arbeitsschutzes sowie für Verstöße gegen
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Mitbestimmungsrechte, wie die Verhinderung von Betriebsratsgründungen.
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Gleichberechtigter Zugang, Opferschutz, Resozialisierung und mehr Digitalisierung
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Für uns ist der gleichberechtigte Zugang zum Recht ein Teil der Daseinsvorsorge, der
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möglichst niederschwellig und landesweit, auch im ländlichen Raum, gewährleistet werden
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muss. Wir wollen daher ein flächendeckendes und niedrigschwelliges
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Rechtsberatungsangebot, das mit den bestehenden Angeboten verzahnt werden sollte.
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Das Ziel des Strafvollzugs ist die Resozialisierung und damit die Förderung der
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gesellschaftlichen Teilhabe aller Menschen in Straffreiheit. Die (Wieder-)Eingliederung von
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straffällig gewordenen Menschen beginnt schon bei der Inhaftierung und dauert auch
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nach der Haftentlassung an. Wohnraum, Arbeit und ein stabiles soziales Umfeld sind
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wesentliche Grundbedingungen für eine gelungene Resozialisierung. Wir setzen uns daher
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ein für den Erhalt von Wohnung und Arbeitsplatz während der Haftzeit und bieten
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Unterstützung beim Kontakt zu Familie und Nahestehenden. Inhaftierten mit Kindern soll
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in den Justizvollzugsanstalten ein Familienleben so gut es geht ermöglicht werden. Wir
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setzen uns dafür ein, dass Strafgefangene auf digitale Anforderungen in Bildung, Beruf
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und Gesellschaft vorbereitet werden. Wir werden entsprechende Maßnahmen verbessern
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und ausweiten. Um den Übergang nach der Haft gut zu gestalten, setzen wir den
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eingeschlagenen Kurs der Verstärkung des pädagogischen Personals in der Justiz fort
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und intensivieren die Zusammenarbeit mit der freien Straffälligenhilfe. Als Grundlage dafür
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schaffen wir ein Resozialisierungsgesetz.
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Die erste Stufe für den Rechtsfrieden im Land bleibt aber, Prozesse durch vorgerichtliche
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Instrumente, wie die gute Arbeit der Schiedsleute oder Mediationsverfahren, zu vermeiden.
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Nach einer Entscheidung gehört dann aber auch die schnelle Vollstreckung dazu. Daher
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wollen wir die Arbeit der Gerichtsvollzieher und Gerichtsvollzieherinnen effektiver und noch
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besser machen; dazu werden wir das „Schwert der Justiz“ – wie sich die
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Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher selbst bezeichnen – schärfen.
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Beim Opferschutz werden wir einen stärker ressortübergreifenden und landesweiten
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Ansatz verfolgen. Wir setzen uns dafür ein, dass eine Stiftung nach bayerischem Vorbild
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gegründet wird, aus der Opfer von Straftaten Entschädigungen erhalten können, soweit
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dies aus anderen gesetzlichen Entschädigungen nicht oder nicht ausreichend geschieht.
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Die Stiftung soll auch aus Mitteln der Vermögensabschöpfung gespeist werden.
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Wir wollen die Kinder und Jugendlichen, die Opfer einer Gewalttat geworden sind, durch
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die Schaffung kinderfreundlicher, interdisziplinärer und behördenübergreifender Zentren
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eine kindgerechte Anhörung bzw. Vernehmung ermöglichen. Wir werden die Einrichtung
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von “Childhood-Häusern”, die nach dem internationalen Konzept der “Childhood-
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Foundation” errichtet werden sollen, mitvorantreiben und finanzielle Voraussetzungen
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schaffen. Kinder- und opfergerechte Justiz sind eine wichtige Voraussetzung, zum Beispiel
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posttraumatische Belastungsstörungen und Traumata, die erhebliche Folgekosten
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bedeuten, zu vermeiden.
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Wir werden dem Thema der psychisch Kranken im Justizvollzug endlich den Stellenwert
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einräumen, der ihm gebührt, im Interesse der Kranken, aber auch im Interesse der im
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Justizvollzug Bediensteten. Hierzu bedarf es unter anderem endlich konsequenter
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baulicher Maßnahmen nicht nur im Justizvollzugskrankenhaus.
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Resozialisierung ist das Ziel des Strafvollzugs. Wir werden prüfen, wie zukunftsfähig die
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Resozialisierung in Nordrhein-Westfalen innerhalb und außerhalb des Strafvollzugs
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aufgestellt ist. Gerade für junge Menschen, die straffällig geworden oder von Haft bedroht
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sind, bedarf es gut verzahnter Hilfeangebote. So sollten Bewährungsauflagen dazu
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genutzt werden, neben einem nötigen Strafübel auch Unterstützung zu gewähren.
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Eine moderne Justiz in Nordrhein-Westfalen wird eine digitalere Justiz sein. Dieser Weg
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muss aber mit den Beschäftigten und den Personalvertretungen gemeinsam beschritten
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werden. Dieser Prozess muss mit den notwendigen personellen und finanziellen
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Ressourcen ausgestattet werden.
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4.7 VIELFALT UND ZUSAMMENHALT, FLUCHT UND INTEGRATION
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Religionspolitik für eine offene Gesellschaft
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Die religiöse Vielfalt der Menschen in Nordrhein-Westfalen ist eine große Stärke unseres
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Landes. Wir stehen dafür ein, dass alle Menschen in Nordrhein-Westfalen ihre im
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Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit frei ausüben können.
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In Kirchengemeinden und Religionsgemeinschaften findet wichtiges Engagement statt,
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das gesellschaftlichen Zusammenhalt schafft – und das zumeist ehrenamtlich. Die Kinder-
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und Jugendarbeit bietet nicht nur Freizeitgestaltung, sondern auch lebendige
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demokratische Bildung. Im Bereich der Integration leisten Kirchen und
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Religionsgemeinschaften unersetzbare Leistungen. Und die kulturelle Landschaft wird
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durch die Chöre, Kirchenmusik und vieles weitere bereichert. Nicht zuletzt in der Corona-
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Pandemie hat sich gezeigt, wie sehr sich Haupt- und Ehrenamtliche in den
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Kirchengemeinden und Religionsgemeinschaften um ältere Menschen kümmern. Wir
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erkennen in Kirchen und Religionsgemeinschaften wichtige Partner für eine gemeinsame
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Gestaltung einer gerechten Welt.
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Den guten Austausch mit den Kirchen, den jüdischen Gemeinden und den islamischen
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Verbänden, sowie weiteren wichtigen Stimmen und Persönlichkeiten der Musliminnen und
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Muslime in Nordrhein-Westfalen wollen wir fortsetzen und intensivieren.
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Es ist unsere Verpflichtung, jüdisches Leben in Nordrhein-Westfalen sowohl zu schützen
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als auch zu stärken. Dafür werden wir unter anderem die Position der
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Antisemitismusbeauftragten in Nordrhein- Westfalen weiter stärken. Neben der
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Ausweitung der Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen von religiösen Einrichtungen,
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insbesondere Synagogen und Moscheen, und weiteren sensiblen Einrichtungen müssen wir
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die vermehrten antisemitischen Vorfälle sichtbarer machen und stärker verfolgen. Daher
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werden wir die Meldestelle Antisemitismus in den regulären Betrieb überführen und um
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weitere Meldestellen für andere menschenfeindliche Vorfälle ergänzen. Hierbei werden wir
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auf einen guten Austausch zwischen bestehenden Strukturen und neuen Meldestellen
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achten, um Synergien zu gewinnen und Doppelstrukturen zu vermeiden.
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Der islamische Religionsunterricht ist ein wichtiger Fortschritt im Zusammenleben in
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religiöser Vielfalt im Land. Bei der Organisation werden wir sicherstellen, dass ausländische
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Regierungen keinen Einfluss auf die Gestaltung des Unterrichts erhalten, aber gleichzeitig
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eine Einbindung der in Deutschland organisierten Verbände sichergestellt ist.
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Die Kinderschutzkommission im Landtag gibt wertvolle Hinweise und Empfehlungen auch
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zum Schutz der Opfer bei den zahlreichen sexualisierten Gewalttaten. Daher werden wir
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die Arbeit der Kinderschutzkommission fortführen.
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Wir schätzen die sozialen Hilfe- und Unterstützungsleistungen von freien
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Wohlfahrtsträgern, die mit öffentlichen und privaten Trägern Hilfebedarfe decken. Bei der
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Übernahme von Hilfeleistungen soll es nicht automatisch oder vorrangig zur Auswahl des
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preisgünstigsten Anbieters kommen. Gemeinsam mit Gewerkschaften werden wir daran
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arbeiten, dass Beschäftigte in der gesamten Sozialwirtschaft, unabhängig von der
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Trägerschaft, gute Arbeitsbedingungen und Tariflöhne erhalten. Tariflohn zu zahlen, darf
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nicht zu Wettbewerbsnachteilen unter den Trägern führen. Soziale Dienstleistungen
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werden größtenteils durch öffentliche Mittel finanziert. Mögliche Gewinne
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privatwirtschaftlicher Träger sollen für Verbesserungen der Leistungen eingesetzt werden.
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Wir werden uns an dem im Koalitionsvertrag im Bund zwischen SPD, Grünen und FDP
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vereinbarten Prozess beteiligen, in dem eine einvernehmliche Lösung zwischen Bund,
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Ländern und Kirchen zur Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen erarbeitet werden
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soll.
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Eine solidarische und humanitäre Flüchtlingspolitik
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Wir stehen für eine humanitäre und solidarische Asyl- und Flüchtlingspolitik. Wir
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unterstützen die Städte und Kommunen, die sich zu sicheren Häfen erklärt haben. Wir
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werden ein Landesaufnahmeprogramm für Nordrhein- Westfalen einrichten, welches das
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Ziel verfolgt, besonders schutzbedürftige Geflüchtete und Binnenvertriebene aus
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humanitären Gründen in Nordrhein-Westfalen aufzunehmen. Wir werden die
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Unterbringung von Geflüchteten in Nordrhein-Westfalen neu organisieren. Die zentralen
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Unterbringungseinrichtungen (ZUE) werden wir abschaffen und durch ein
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Unterbringungskonzept ersetzen, das eine schnelle dezentrale Unterbringung der
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Hilfesuchenden sicherstellt.
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Wir organisieren gelingende Integration
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Mit dem Landesintegrationsplan für Geflüchtete haben wir 2015 begonnen; nun wollen wir
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den Fokus auf eine schnelle Arbeitsmarktintegration und schnelle Einschulung von Kindern
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und Jugendlichen legen. Dazu gehören zügige und unbürokratische Anerkennung der
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Berufsqualifikationen, Nachqualifizierungen, Weiterbildungen und eine gezielte
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fachspezifische Sprachförderung. Frauen sollen durch bessere Betreuungsmöglichkeiten
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für Kinder und gezielte Ansprache für den Arbeitsmarkt gewonnen werden und
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gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Integration funktioniert
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am besten mit der Familie. Wir begrüßen daher, dass sich der Bund für die Angleichung
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der Regelungen für den Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten an die Regelung
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für Flüchtlinge einsetzt, und werden dies auch für den Geschwisternachzug bei
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unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen unterstützen. Gut integrierte Geflüchtete, die
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ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten, sollen schneller einen rechtssicheren
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Aufenthaltsstatus erhalten. Wir werden zusammen mit der Bundesebene ihre
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Einbürgerungsmöglichkeiten erleichtern und Kettenduldungen vermeiden.
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Für uns ist klar, dass die Integrationsräte auf kommunaler Ebene ein wichtiger Bestandteil
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der politischen Beteiligungsstruktur für Menschen mit internationaler Familiengeschichte
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in Nordrhein-Westfalen sind. Daher werden wir ausschließlich den Integrationsrat als
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Beteiligungsgremium etablieren und dessen Entscheidungskompetenzen und Ausstattung
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sowie Entsendungsrechte grundlegend reformieren. Dieses ist für uns bindend, solange es
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kein kommunales Wahlrecht für Drittstaatenangehörige gibt und somit die Chance auf
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politische Teilhabe nicht anderweitig als durch Integrationsräte gewährleistet ist.
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Fachkräftemangel
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Nicht nur die Alterung unserer Gesellschaft macht die Einwanderung von Fachkräften für
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eine lebendige Wirtschaft erforderlich; Zuwanderung ist für uns eine Bereicherung. Daher
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begrüßen wir, dass auf Bundesebene die Einreise- und Aufenthaltsmodalitäten vereinfacht
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werden. Unser Beitrag für das Ankommen in Nordrhein-Westfalen wird sein, dass wir
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Sprach-, Integrations- und Orientierungskurse für alle Zugewanderten öffnen und
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ausweiten.
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Doppelte Staatsbürgerschaft
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Die doppelte Staatsbürgerschaft sowie vereinfachte Einbürgerungsvoraussetzungen
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gehören zu den wichtigsten Maßnahmen für gleichberechtigte Teilhabe. Dafür werden wir
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eine Einbürgerungsoffensive starten und alle Möglichkeiten in Nordrhein-Westfalen
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ausschöpfen, um die Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts an die aktuellen
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gesellschaftlichen Verhältnisse anzupassen.
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Diskriminierungsfreies Land
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Unser Ziel ist eine diskriminierungsfreie und chancengerechte Gesellschaft.
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Neben der Etablierung eines Antidiskriminierungsgesetzes, werden wir auf Landesebene
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eine Antidiskriminierungsstelle einrichten. Diese soll netzwerkartig beratend, forschend
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und vor allem öffentlichkeitswirksam tätig sein. Diskriminierende und rassistische
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Handlungen finden auf der kommunalen Ebene statt. Wir werden uns dafür einsetzen, dass
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unsere Kommunen die nötige beratende und finanzielle Ausstattung für die Gestaltung
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von Antidiskriminierungskonzepten erhalten.
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Interkulturelle Öffnung
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Wir stehen für eine offene und plurale Gesellschaft. Diese Haltung werden wir im
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öffentlichen Dienst leben und die interkulturelle Öffnung der Verwaltung vorantreiben,
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indem wir vor allem diskriminierungsfreie Bewerbungs- und Zugangsverfahren sowie
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kultursensible Weiterbildungen etablieren werden.
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Migrantenselbstorganisationen
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Die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen ist für uns selbstverständlich. Für Menschen
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mit Einwanderungsgeschichte ist dies noch immer nicht selbstverständlich. Daher werden
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wir die Unterstützung der Migrantenselbstorganisationen (MSO) fortführen und sie stärker
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in integrationspolitische Diskurse und Prozesse einbinden.
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4.8 WIR FÖRDERN DIE GLEICHSTELLUNG ALLER GESCHLECHTER
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Für uns sind alle Menschen gleich. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Ungleichheiten zu
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beseitigen. Es geht einfach besser, wenn man gemeinsam handelt. Uns ist wichtig, dass
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Frauen und Männer gleichstark auf allen politischen Ebenen vertreten sind. Dies werden
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wir auf eine gesetzliche Grundlage stellen.
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Wir wollen, dass nicht schon in der Sprache und Ansprache die Unterschiede der
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Geschlechter deutlich werden. Daher werden wir auf eine geschlechtergerechte und
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geschlechterneutrale Sprache im Land und in den Kommunen achten.
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Wir bekämpfen konsequent Gewalt gegen Frauen und Mädchen
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Gewalt, insbesondere gegen Frauen und Mädchen ist für uns nicht akzeptabel. Deswegen
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werden wir einen Landesaktionsplan ins Leben rufen, der sich flächendeckend mit den
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Hilfs-, Beratungs- und Präventionsangeboten, unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der
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Zielgruppe, beschäftigt (Istanbul-Konvention). Wir wissen, dass Frauen und Mädchen mit
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Behinderung einem besonderen Risiko für Gewalterfahrungen ausgesetzt sind und
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weniger Möglichkeiten der Inanspruchnahme von Hilfsangeboten vor Ort haben. Deshalb
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möchten wir mehr barrierefreie Anlaufstellen (Mädchen- und Frauenhäuser sowie
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unabhängige Beratungsstellen) für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Nordrhein-
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Westfalen schaffen. Dass es dabei nicht allein um den Abbau von baulichen Barrieren,
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sondern um vielfältige Barrieren geht, werden wir beachten.
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Frauen und Mädchen, die Gewalt erfahren, brauchen unsere Hilfe. Wir fordern einen
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Rechtsanspruch zur kostenlosen Aufnahme und Unterbringung aller schutzbedürftigen
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Frauen und Mädchen. Deshalb werden wir Geld in die Hand nehmen, um das Frauen- und
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Mädchenhilfesystem, insbesondere die Frauenhäuser, aber auch die Beratungsstellen
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gegen Zwangsheirat, sowie den Runden Tisch gegen Beschneidungen von Mädchen,
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auszubauen.
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Auch Cyber-Mobbing ist Gewalt. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, dass die
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Beratungs- und Hilfesysteme auch bei dieser Form der Gewalt angepasst und ausgebaut
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werden müssen.
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Queere Generationen im Blick
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Wir setzen uns dafür ein, dass LSBTIQ*-Jugendliche stärkende Räume erfahren können. In
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queeren Jugendtreffs und -gruppen sollen sie ohne Sorge vor Queerfeindlichkeit
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zusammen ihre Freizeit verbringen und Unterstützung finden können. Daher werden wir
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queere Jugendangebote sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum fördern. Hierzu
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sind auch ergänzende digitale Angebote geeignet. Ebenso setzen wir uns dafür ein, dass
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die LSBTIQ*-Kinder- und Jugendarbeit in die Jugendförderpläne aufgenommen wird.
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Auch die aktuelle Generation von LSBTIQ*-Seniorinnen und -Senioren nehmen wir in den
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Blick und werden die Träger von Einrichtungen der Altenhilfe sensibilisieren, dass eine
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LSBTIQ*-kultursensible Pflege und Betreuung zum Standard wird.
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Wir wissen aber auch: Alt ist man nicht erst, wenn man pflege- und betreuungsbedürftig
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ist. Wir werden auch die queere Seniorinnen- und Senioren-Arbeit inklusive
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Freizeitangeboten fördern und Beratungsstellen unterstützen. Wo es gewünscht ist, gilt es
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auch generationenübergreifenden Austausch, etwa bei queeren Wohnprojekten in
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Mehrgenerationenhäusern, zu unterstützen.
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Nordrhein-Westfalen ein Land der vielfältigen Kultur
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Unternehmen treffen ihre Standortentscheidungen heute unter anderem auch danach, wie
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eine Stadt oder eine Region „Diversity“ lebt. Moderne und erfolgreiche Unternehmen
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haben längst erkannt, dass eine offene Unternehmenskultur und ein diskriminierungsfreies
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Arbeitsfeld wichtige Chancen eröffnen, um im Wettkampf um die besten Talente zu
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bestehen. Diese Unternehmenskultur wollen wir unterstützen, indem wir das aktive
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Diversity-Management durch regelmäßige Workshops und die Unterstützung von inner-
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und überbetrieblichen LGBTIQ*-Netzwerken sowie Zusammenschlüsse anderer von
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Diskriminierung betroffenen Gruppen fördern, um bestehende Vorbehalte sichtbar
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abzubauen und Diskriminierung zu bekämpfen.
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CSDs fördern Akzeptanz und Sichtbarkeit
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Die CSD Straßen- und Kulturfeste sind bunt. Durch eine strukturelle und finanzielle
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Sockelförderung wollen wir die CSD Feste nicht nur in Köln, sondern im ganzen Land
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ermöglichen. Nicht nur den CSD, sondern die Vielfältigkeit des queeren Lebens in
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Nordrhein-Westfalen wollen wir durch die Zusammenarbeit zwischen den LSBTIQ*-
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Netzwerken und dem Tourismus NRW e.V. sichtbarer machen. Nordrhein-Westfalen soll so
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eine bevorzugte Destination der LSBTQ*-Community werden.
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4.9 FÜR EINE VERLÄSSLICHE BASIS UND MUTIGE ENTWICKLUNG IN DER
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KULTURPOLITIK
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Kultur ist keine brotlose Kunst, sondern Nahrung für Geist und Seele. Die Kulturförderung
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liegt uns am Herzen. Wir werden in den nächsten zwei Regierungszeiten die bisherige
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Förderung verdoppeln und wollen damit unter anderem dafür sorgen, dass die
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Kultureinrichtungen an Digitalisierungsprozessen und zukünftigen, weiteren Entwicklungen
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partizipieren können.
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Wir wollen eine grundlegende Stärkung der Soziokultur, der Interkultur, der Inklusion, der
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Breitenkultur und kultureller Angebote in der Fläche sowie einer daraufhin ausgerichteten
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Förderstruktur. Hierzu zählen auch die Anerkennung, Förderung und Stärkung der
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Außendarstellung der vielfältigen und diversen Gesellschaft und ihrer unterschiedlichsten
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Mitglieder in den Künsten. Unterrepräsentierte Gruppierungen sollen mittels Ausbildung,
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Programmen, Vermittlung und Quoten gefördert werden.
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Um auch LSBTIQ*-Kultur hinreichend zu würdigen, wollen wir ein jährliches Kulturfestival
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von nationaler Bedeutung in Anlehnung an die Hirschfeld-Tage etablieren.
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Wert und Würde
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Künstlerinnen und Künstlern geben wir Sicherheit, indem wir sie besser fördern, ihre soziale
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Absicherung ausbauen, die Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern auch in der Kunst
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vorantreiben und für faire Honorarvereinbarungen sorgen.
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Unser Handeln zielt auf Diversität und Differenziertheit unter Achtung der Gleichwertigkeit
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aller Menschen ab. Wir werden bei Kulturförderung darauf achten, dass die
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Gendergerechtigkeit umgesetzt wird. Das im Kulturgesetz verankerte Mindesthonorar
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werden wir deutlich anheben.
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Der demokratische Wertekanon auf der Bühne muss auch das Handeln hinter dem
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Vorhang bestimmen. Alle Akteurinnen und Akteure im System sind – ohne Wenn und Aber
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– in ihrer Würde zu schützen. Dazu werden Hilfs- und Beratungsangebote sowie geeignete
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Kontrollmechanismen etabliert und weiterentwickelt sowie gegebenenfalls die Förderung
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beendet, wenn ein systemisches Fehlverhalten vorliegt.
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Starke Stadt und attraktives Land
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Kunst und Kultur ist für alle da, egal ob auf dem Land oder in der Stadt. Im Idealfall ergänzt
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sich das Kulturangebot von Stadt und Land und bereichert sich wechselseitig. Weder der
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ländliche Raum noch die Städte dürfen kulturell ausbluten. Daher werden wir die
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Daseinsvorsorge in den Kommunen weiter konsolidieren und für einen Ausbau und
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Anschluss der ländlichen Angebote sorgen.
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Hierzu gehören zum Beispiel die Unterstützung eines flächendeckenden Angebots von
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Bibliotheken und Musikschulen sowie der Ausbau von Jugendkunstschulen, aber auch eine
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stärkere Förderung von Aufführungen der darstellenden Kunst in der Region durch die
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Landestheater und Freie Gruppen, der Ausbau der Soziokultur sowie eine deutliche
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finanzielle Aufwertung von Chören, Laienkultur und Volksmusik.
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UNESCO-Welterbe
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Wir werden die liegengelassene Chance, das Ruhrgebiet mit seinen einzigartigen kreativen
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und kulturellen Erlebnis- und Industriekulturorten als UNESCO-Welterbe anzuerkennen,
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aktiv unterstützen und die Beantragung proaktiv befördern.
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Gute Orte drinnen und draußen und in der Nähe
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Entfalten kann man sich da, wo man sich wohl fühlt. Wir werden ein umfangreiches
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Programm „Gute Kulturorte 2025“ auflegen, mit dem insbesondere kleinere Bühnen, Kinos,
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Clubs, Orte der Populär-kultur, Begegnungsstätten und ortsnahe Angebote sowie
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Erinnerungsstätten auf den heutigen technischen, energetischen und barrierefreien Stand
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gebracht werden, aber auch digitale und hybride Formen oder Outdoor-Veranstaltungen
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ermöglicht werden können.
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Alle Menschen im Nordrhein-Westfalen der Kulturen
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Kunst und Kultur sind geeignet, Menschen Sinn zu vermitteln, ihnen beim Verständnis von
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Leben und Welt und der Gestaltung derselben zu helfen sowie diese zu verschönern. Kunst
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und Kultur unterstützen Menschen dabei, sich das Leben in einer spezifischen Umgebung
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zu erschließen, und sie können ihnen Heimat geben. Kunst und Kultur bieten die Möglichkeit
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der Verständigung der Einzelnen im Spannungsverhältnis zu anderen und der sie
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umgebenden Natur. Im günstigsten Fall trägt dies zur Herausbildung einer
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verantwortlichen Position gegenüber der Gemeinschaft und der Umwelt bei.
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Der Anspruch unseres Leitbildes „Kultur für alle“ muss konsequent weitergedacht und
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umgesetzt werden. Alle Menschen müssen über kulturelle Kompetenzen und
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Teilhabemöglichkeiten verfügen können. Dies umschließt die Kulturelle Bildung, die „Kultur
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von- und miteinander“ und den Willen zur Vielfalt sowie eines alle Gruppen ansprechenden
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Kulturkanons. Kulturelle Bildung bedarf dauerhafter, gut ausgebauter
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Vernetzungsstrukturen zwischen den Kulturinstitutionen und den allgemeinbildenden
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Angeboten.
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4.10 VIELFÄLTIGE UND UNABHÄNGIGE MEDIEN STÄRKEN
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Unsere demokratische Gesellschaft lebt durch die grundgesetzlich geschützte Meinungs-
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und Pressefreiheit. Die Meinungs- und Pressefreiheit wiederum ist nur durch unabhängige
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Journalistinnen und Journalisten und eine freie Presse möglich. Diese Grundsätze sind für
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uns unabdingbar. Genauso unabdingbar ist daher auch, dass die Medienschaffenden
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einerseits faire und sichere Arbeitsverhältnisse haben und andererseits in ihrer
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grundrechtsrelevanten Berufsausübung vor Gewalt und Bedrohungen geschützt sind. Wir
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wollen weiterhin die Vielfalt unabhängiger Medien sichern und fördern daher neue Ideen
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und Konzepte sowie den Ausbau des barrierefreien Angebots, mit Gebärden bei
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Nachrichten, Sondersendungen, Regierungserklärungen etc. sowie Angebote in leichter
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Sprache.
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Für einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk
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Mit dem WDR hat Nordrhein-Westfalen die größte Landesrundfunkanstalt. Wir stehen zu
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einem WDR mit Vollprogramm und einer auskömmlichen Beitragsfinanzierung. Mehr
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Inhalte, die der WDR erstellt oder in Auftrag gibt, müssen mit Creative-Commons-Lizenzen
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frei lizenziert sein, vor allem Bildungsinhalte und Inhalte aus den Bereichen Nachrichten,
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Information und Wissen.
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Bei der Zusammensetzung des WDR-Rundfunkrates werden wir dafür Sorge tragen, dass
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die gesamte gesellschaftliche Breite der Interessen weitgehend widergespiegelt wird, und
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dabei auch gesellschaftlich relevante Gruppen berücksichtigen, die bislang nicht oder nicht
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mehr im Rundfunkrat vertreten sind.
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Wir begrüßen Überlegungen zu einer Medienplattform, die die Qualitätsinhalte der
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öffentlich-rechtlichen Medien Europas für alle Bürgerinnen und Bürger grenzüber-
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schreitend zugänglich macht.
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Für vielfältigen Lokaljournalismus
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Ohne lokale Nachrichten, sei es im Funk oder in Papierform, sind wir nicht gut informiert,
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was vor Ort gerade passiert. Wir wollen den Lokaljournalismus stärken und seine
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crossmediale Weiterentwicklung fördern. Der deutschlandweit einmalige NRW-Lokalfunk
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ist und bleibt unverzichtbar sowohl für lokale und regionale Informationen als auch für den
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Katastrophenschutz. Wir werden den NRW-Lokalfunk mit den eigenständigen
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Redaktionen erhalten.
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Um professionellen Journalismus auch in Zukunft finanzieren zu können, streben wir die
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Verankerung von Journalismus im Gemeinnützigkeitsrecht und die Förderung einer
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gemeinsamen Vermarktungsplattform sowie die Entwicklung weiterer
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Finanzierungsmöglichkeiten, wie Stiftungsmodelle, an. Ehrenamtliches journalistisches
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Engagement, wie die Bürgermedien, werden wir unterstützen.
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Die Landesanstalt für Medien NRW sichert, unter anderem durch ihre
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Journalismusförderung, die redaktionelle Vielfalt in unserem Land. Sie soll künftig auch
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digitale Innovationen am Standort NRW fördern können, wenn sie dazu beitragen,
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journalistische Inhalte auffindbarer zu machen, besser zu verbreiten oder bei der
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Vermarktung zu unterstützen.
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Für eine sichere Online-Welt
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Desinformation und Hate Speech im Internet müssen wir durch die Stärkung von
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Medienkompetenz für Jung und Alt entschieden entgegentreten. Dafür wollen wir den
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Medienkompetenzrahmen sowie Medienkompetenzprojekte, wie die der Landesanstalt für
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Medien, konsequent weiterentwickeln. Den Schutz von Kindern und Jugendlichen im
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Internet und in den sozialen Medien wollen wir stetig verbessern. Wir wollen Frauen in der
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Gaming Szene unterstützen, da sie hier unterrepräsentiert sind, und Sexismus in der Online-
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Welt bekämpfen.
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Wir sind nicht schutzlos, wenn Suchmaschinen und Netzwerke Inhalte selektieren und
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filtern, denn wir werden im Rahmen des Medienstaatsvertrages deren Regulierungsbedarf
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angehen und so die Vielfaltsicherung in den sozialen Netzwerken stärken. Auch vor dem
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Hintergrund des wachsenden Einflusses von Sprachassistenten auf die Auswahl von
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Medieninhalten wollen wir die Auffindbarkeit journalistischer Inhalte im Netz verbessern.
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Werbung im Netz wollen wir stärker kontrollieren, um Manipulationen vorzubeugen. Wir
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setzen uns für einen freien Zugang zum Internet für alle sowie für Netzneutralität ein.
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Für innovative Konzepte
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Spielen macht Spaß und in Nordrhein- Westfalen haben wir viel Spaß. Denn Nordrhein-
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Westfalen ist deutschlandweit der Games-Standort Nummer eins. Wir ruhen uns aber nicht
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auf dem Siegertreppchen aus, sondern wollen ein neues Veranstaltungsformat mit
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wechselnden Standorten in Nordrhein-Westfalen etablieren, um die kreative Energie der
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Netzcommunity mit der Qualität und Erfahrung der klassischen Medien
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zusammenzubringen. Neben etablierten Medienstandorten wollen wir insbesondere auch
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den Standort Ruhrgebiet stärken.
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Die erfolgreichen Institutionen in Nordrhein-Westfalen, wie die Film- und Medienstiftung,
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das Grimme-Institut, die Internationale Filmschule und das Mediengründerzentrum
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Nordrhein-Westfalen, wollen wir fördern und weiterentwickeln.
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4.11 NORDRHEIN-WESTFALEN ALS SPORTLAND NUMMER EINS STÄRKEN
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Nordrhein-Westfalen ist Sportland Nummer eins durch die zahlreichen aktiven
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Sportlerinnen und Sportler, sowohl im Breiten- als auch im Spitzensport. Sie machen die
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Sportvereine lebendig. Deshalb werden wir in die örtlichen Sportstätten investieren, damit
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auch sie den Platz eins einnehmen. Unser besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die
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Barrierefreiheit. Menschen mit und ohne Behinderung, Ältere und Jüngere sollen – auch
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gemeinsam – aktiv sein können und dabei Erfolge erleben und Spaß haben.
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Fit für Sport – wir machen die Sportstätten fit
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Moderne Sporthallen und Schwimmbäder mit allen technischen Vorzügen von heute,
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ordentliche und ausreichende Umkleiden sowie Sportplätze und Anlagen, auf denen man
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vernünftig Ballsport oder Leichtathletik betreiben kann, müssen in Nordrhein-Westfalen
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wieder die Regel sein. Daher werden wir das Projekt „Moderne Sportstätten“ fortsetzen
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und mit den notwendigen Mitteln ausstatten, um die Sanierung sowohl kommunaler als
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auch vereinseigener Sportstätten zu unterstützen und weiter voranzutreiben.
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Begeisterung für den Sport wecken
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Wir wollen Kinder und Jugendliche für den Teamgeist und den fairen Wettbewerb durch
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den Sport begeistern. Dafür werden wir einmalig den Jahresbeitrag für den Eintritt in einen
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Sportverein übernehmen. Unser Ziel ist, zusammen mit den Sportvereinen, mindestens
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500.000 Kinder und Jugendliche für den organisierten Sport zu begeistern.
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Jedes Kind wird schwimmen können
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Mit uns wird es wieder selbstverständlich, dass jedes Kind schwimmen lernt. Wir werden
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dafür insbesondere die Schwimmbäder ertüchtigen und jedem Kind ein Angebot – sowohl
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in als auch außerhalb der Schulzeit – unterbreiten. Mit uns wird es wieder selbstverständlich
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sein, dass jedes Kind schwimmen lernt. Wir unterstützen dabei die Kommunen, damit sie
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in der Lage sind, regelmäßiges Schulschwimmen zu ermöglichen.
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Landessportbund als verlässlichen Partner der Landespolitik unterstützen
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Unser verlässlicher Partner im Sportbereich ist der unabhängige Landessportbund NRW.
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Gemeinsam mit dem Landessportbund NRW wollen wir den Pakt für den Sport eng
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abgestimmt ausbauen und zuverlässig zusammenarbeiten.
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Spitzensport braucht Breitensport
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Vorbilder spornen an, selbst sportliche Erfolge zu erreichen. Wir wollen die bestmögliche
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Förderung unserer sportlichen Talente; insbesondere im Spitzensport wollen wir die
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Förderung des Nachwuchses unterstützen, auch im Parasport.
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Disqualifizierungen nach einer sportlichen Karriere wird es mit uns nicht geben. Deshalb
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werden wir duale Karrieren für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler besser
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unterstützen – nicht nur bei öffentlichen Behörden, sondern auch im Studium, in der
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Ausbildung und in der Berufstätigkeit. Entsprechende Kooperationsvereinbarungen zur
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Förderung der dualen Karriere für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler zwischen dem
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Land Nordrhein-Westfalen und Kommunen wollen wir fördern.
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Sportgroßveranstaltungen in Nordrhein- Westfalen auch weiterhin ermöglichen
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Sportliche Großveranstaltungen begeistern in Nordrhein-Westfalen. Deswegen werden wir
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uns dafür einsetzen, dass auch zukünftig sportliche Events in Nordrhein-Westfalen
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stattfinden und unterstützen entsprechende Bewerbungen aus den Sportverbänden.
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Die olympischen Werte – Höchstleistung, Freundschaft und Respekt – müssen zukünftig
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auch wieder für Ausrichter der olympischen und paralympischen Spiele gelten.
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Deutschland und Nordrhein-Westfalen können das gewährleisten. Auch in Zukunft wollen
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wir Bewerbungen aus der Rhein-Ruhr-Region für gesellschaftlich breit getragene
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Olympische und Paralympische Spiele unterstützen. Für uns ist es selbstverständlich, dass
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dabei die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie der sozialen,
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ökologischen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit Grundlage sind.
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Gegen Gewalt und Ausgrenzung
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Für uns haben Rechtsextremismus, Antisemitismus und andere Formen
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gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Sport nichts verloren. Deswegen werden wir
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Fanprojekte und Initiativen von Vereinen, die sich gegen psychische, physische und
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sexualisierte Gewalt im Sport richten, unterstützen.
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4.12 NORDRHEIN-WESTFALEN IM HERZEN EUROPAS
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Unser Bekenntnis für Europa ist grenzenlos. Wir stehen uneingeschränkt für die großen
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europäischen Werte. Dazu gehören für uns die Charta der Grundrechte der EU, die
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Europäische Säule sozialer Rechte mit ihren 20 Grundsätzen, ein starkes System der
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sozialen Sicherung, ein gemeinsames, humanitäres und funktionierendes
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Migrationssystem und der Kampf gegen jegliche Form der Diskriminierung. Es muss klar
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gelten: Wer sich nicht an unsere gemeinsamen Werte hält, darf auch keine Mittel erhalten.
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Unser Herz schlägt für Europa und wir stehen zu einem Europa der Regionen, in dem
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Kommunen, Regionen und die Zivilgesellschaft vor Ort gestärkt werden und
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grenzüberschreitend zusammenarbeiten. Nicht nur im Dreiländereck von den
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Niederlanden, Belgien und Nordrhein-Westfalen ist Europa gelebte Wirklichkeit. Wir wollen
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die gute Zusammenarbeit in den Bereichen Schule oder Beruf, Industrie oder Mobilität,
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Gesundheit oder Recht weiter ausbauen! Die Arbeit der Euregios sowie die
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grenzüberschreitende Kooperation der Kommunen wollen wir stärken.
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Wir wollen die Beratung ausbauen, um grenzenloses Arbeiten, Leben, Studieren und mehr
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weiter zu vereinfachen. Das geschieht unter anderem durch einen Ausbau der
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Beratungsangebote auf kommunaler Ebene sowie GrenzInfoPunkte in den Euregios, eine
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bessere Verknüpfung der Angebote der Staaten sowie digitale Angebote, auf die
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mehrsprachig zugegriffen werden kann.
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Neben der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn, ist es insbesondere
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Aufgabe der Europe Direct Zentren, Vorhaben der EU in der Fläche zu kommunizieren und
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als Anlaufpunkte für die Zivilgesellschaft Informations- und Diskussionsveranstaltungen
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zur EU-Politik anzubieten. Die Zusammenarbeit der Landesregierung mit den Europe
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Direct Zentren wollen wir ausbauen. Ihre Arbeit vor Ort wollen wir auf Landesebene durch
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Angebote der Koordination und Unterstützung, insbesondere in der Außendarstellung und
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Öffentlichkeitsarbeit, fördern.
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Recht und Sicherheit
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Grenzenloses Leben braucht gemeinsame Sicherheit. Wir bauen die Zusammenarbeit bei
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Prävention, Strafverfolgung und Justiz insbesondere mit Belgien und den Niederlanden
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weiter aus. Dazu stärken wir zum Beispiel gemeinsame Lagezentren mit zusätzlichem
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Personal und sorgen für die schnelle Weitergabe von Informationen; all das natürlich im
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Einklang mit Freiheits- und Bürgerrechten.
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Europäische Förderung braucht eine verlässliche Landesregierung
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Kommunen, Einrichtungen und Kooperationen brauchen für viele Projekte, die mit EU-
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Förderung finanziell unterstützt werden, eine Ko-Finanzierung des Landes NRW. Diese
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europäische Förderung braucht eine verlässliche Landesregierung als Partner, die solche
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Projekte, sofern sie bereits von der EU ausgewählt wurden, ohne Verzögerung bewilligt
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und mit entsprechender Ko-Finanzierung ausstattet.
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Die Auslandsgesellschaft NRW wollen wir für die europäische Gemeinschaftsbildung enger
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einbinden und fördern.
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Städtepartnerschaften
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Die Städtepartnerschaften unserer Städte und Gemeinden wollen wir fördern und
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unterstützen. Projektorientierte Zusammenarbeit zwischen europäischen Kommunen,
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insbesondere mit anderen (potenziellen) Industriezentren, wollen wir gezielt fördern, um
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voneinander zu lernen und den Weg zu einer nachhaltigen Art des Wirtschaftens zu
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beschreiten.
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4.13 EINE WELT – UNSERE GLOBALE VERANTWORTUNG
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Wir blicken über unseren Tellerrand hinaus und wir wissen um unsere Verantwortung in
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einer globalisierten Welt. Die Bewahrung des Friedens in Europa ist gerade in diesen Zeiten
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der zunehmenden Spannungen in der Welt die unabdingbare Voraussetzung für eine
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gedeihliche Entwicklung auch in NRW. Daher engagieren wir uns für ein Europa des
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Friedens, der Entspannung, der Abrüstung und der Zusammenarbeit, insbesondere mit
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den europäischen Nachbarländern. Wir brauchen internationale Kooperation, um die
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globalen Herausforderungen wie die Klimakrise, die Pandemie, Flucht und Migration sowie
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die wachsende soziale Ungleichheit auf der Basis der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten
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Nationen zu meistern. Die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN (SDG) setzen für uns
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Maßstäbe und wir wollen zu deren Umsetzung beitragen. Deshalb werden auch wir uns für
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eine konsequente Einhaltung und Weiterentwicklung des Lieferkettengesetzes einsetzen
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und weiterhin auch auf Bundesebene dabei mithelfen, dass die grundsätzlich beschlossene
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globale Mindestbesteuerung von Konzerngewinnen umgesetzt werden kann.
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Wir werden darauf achten, dass bei internationalen Handelsverträgen der staatliche und
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kommunale Spielraum bei der Gestaltung der Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand sowie
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der Entscheidungsspielraum des Europäischen Parlaments und der nationalen Parlamente
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zur regulatorischen Gestaltung, soweit öffentliche Interessen berührt sind, nicht durch
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administrative Handelsausschüsse eingeschränkt wird. Auch dürfen ausländische
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Unternehmen in ihren Klagerechten nicht bessergestellt werden als nationale
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Unternehmen. Internationale Handelsverträge müssen weniger entwickelten Ländern eine
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faire Entwicklungschance einräumen und wirksame, sanktionierbare Vorschriften zur
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Nachhaltigkeit und guten Arbeit enthalten.
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Unsere Partnerschaft mit den afrikanischen Ländern Ghana und Südafrika wollen wir
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intensivieren, denn ein intensiver Austausch und eine gute Zusammenarbeit gerade beim
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Aufbau einer nachhaltigen Wirtschaft, beim Klimaschutz mit Schwerpunkt erneuerbare
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Energien (dezentrale Solar- und Windenergieanlagen und Parks, Speichertechniken,
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Pumpspeicherkraftwerke und die Produktion von grünem Wasserstoff) können zu einer
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echten gegenseitigen Bereicherung auch für unseren heimischen Industriestandort führen.
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Darüber hinaus wollen wir internationale Städte- und Schulpartnerschaften sowie die
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Partnerschaften auch in den Bereichen des internationalen Wissenstransfers, bei
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Forschungsprojekten und Ausbildungsaufenthalten intensiveren.
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Viele zivilgesellschaftliche Initiativen, Kommunen und auch Unternehmen haben sich im
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Bereich des Fairen Handels bereits auf den Weg gemacht. Wir wollen sie auch in ihrer
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entwicklungspolitischen Bildungsarbeit weiterhin fördern und ihnen die Möglichkeit der
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landesweiten Vernetzung geben. Wir treten dafür ein, dass die öffentliche
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Beschaffungspraxis auf kommunaler und Landesebene wieder verstärkt an sozialen,
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ökologischen und menschenrechtlichen Kriterien ausgerichtet wird.
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Bonn erfüllt nicht nur als Bundesstadt, sondern auch als UN-Stadt und regelmäßiger
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Tagungsort der Weltklimakonferenz eine wichtige nationale und internationale Funktion
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im Bereich nachhaltige Entwicklung, internationaler Klimaschutz sowie weltweite
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Energiewende. Diese Rolle ist für Nordrhein-Westfalen wichtig. Daher wollen wir sie stärken
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und ausbauen, auch indem wir endlich einen Bonn-Vertrag als verbindlichen Zusatz zum
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Bonn-Berlin-Gesetz mit der Bundesregierung abschließen und Bonn als zweites
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bundespolitisches Zentrum festigen.
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SPD-Landesverband Nordrhein-Westfalen
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Nadja Lüders
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Werdener Straße 4
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40227 Düsseldorf
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Telefon: 0211 136220
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E-Mail: info.nrw@spd.de
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Für euch
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gewinnen wir
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das Morgen.
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