<strong>Dieser Antragsprüfer</strong> nutzt die Gemeinde-Matrix 2.0 als
Bewertungsrahmen und wendet sie systematisch auf Parlamentsanträge aller
deutschen Landtage und des Bundestags an. Parlamentsanträge gestalten die
Rahmenbedingungen, unter denen Gemeinden handeln — ihre Gemeinwohl-Wirkung
zu messen macht sie vergleichbar und transparent.
</p>
</div>
</section>
<sectionid="was-macht">
<h2>Was macht der GWÖ-Antragsprüfer?</h2>
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<p>Jeder Antrag wird automatisch analysiert und erhält:</p>
<ul>
<li><strong>GWÖ-Score (0–10)</strong> — wie stark fördert oder widerspricht der Antrag den fünf Gemeinwohl-Werten?</li>
<li><strong>25-Felder-Matrix</strong> — detaillierte Bewertung für jede Kombination aus Berührungsgruppe und Wert</li>
<li><strong>Wahlprogramm-Treue</strong> — wie gut passt der Antrag zu den Wahl- und Grundsatzprogrammen der Fraktionen, belegt mit verifizierten Zitaten?</li>
<li><strong>Verbesserungsvorschläge</strong> — konkrete Textänderungen im Redline-Format</li>
</ul>
<pstyle="margin-top:0.5rem;">
Ziel ist <strong>Transparenz</strong>: Bürger:innen können nachvollziehen, welche
Anträge dem Gemeinwohl dienen — und welche dagegen arbeiten.
Die Bewertungen sind öffentlich, maschinenlesbar (JSON/CSV/Atom-Feed) und unter CC BY 4.0 lizenziert.
<li><strong>Automatische Zitat-Verifikation</strong> — jedes Zitat wird gegen das
Original-PDF geprüft. Nicht-verifizierbare Zitate werden verworfen.</li>
<li><strong>Typ-Filterung</strong> — nur abstimmbare Drucksachen (Anträge,
Gesetzentwürfe) werden bewertet.</li>
<li><strong>Automatische Neu-Analyse</strong> — wenn ein Zitat nicht auffindbar ist,
wird der Antrag mit der aktuellen Pipeline neu analysiert.</li>
<li><strong>Open Data</strong> — alle Bewertungen sind als JSON und CSV exportierbar
(CC BY 4.0).</li>
</ul>
</div>
</section>
<sectionid="einschraenkungen">
<h2>Einschränkungen</h2>
<divclass="v2-kasten outline-blue">
<ul>
<li><strong>Wertebasierte Einordnung, keine Rechtsprüfung</strong></li>
<li><strong>KI-Bias</strong> — Sprachmodelle können systematische Verzerrungen aufweisen. Bewertungen sind Orientierung, nicht objektive Wahrheit.</li>
<li><strong>Programmabhängig</strong> — Fraktionen ohne hinterlegtes Wahlprogramm erhalten keinen Programm-Vergleich.</li>
<li><strong>Antragstext, nicht Umsetzung</strong> — bewertet wird was im Antrag steht, nicht ob es umgesetzt wird.</li>
"A1": { label: "Grundrechtsschutz in der Lieferkette", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Wenn die öffentliche Hand Büromöbel, IT-Geräte oder Dienstkleidung beschafft: Unter welchen Bedingungen wurden diese hergestellt? Werden Lieferant:innen verpflichtet, Arbeitsschutzstandards und Menschenrechte einzuhalten?</p><p><strong>Theorie:</strong> Die GWÖ versteht Menschenwürde als unteilbar und kettenübergreifend. Das Feld A1 operationalisiert den Zusammenhang zwischen kommunaler Beschaffung und globalem Menschenrechtsschutz.</p>" },
"A2": { label: "Nutzen für die Gemeinde", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Beauftragt die Kommune den Betrieb aus dem Ort — oder den billigsten Konzern aus dem Ausland? Bleiben Steuergelder in der Region?</p><p><strong>Theorie:</strong> Solidarität beginnt in der Nachbarschaft. Die GWÖ misst, ob die Beschaffungspolitik aktiv zur regionalen Wertschöpfung beiträgt.</p>" },
"A3": { label: "Ökologische Verantwortung in der Lieferkette", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Werden bei öffentlichen Aufträgen Klimastandards verlangt? Kommt das Schulessen von regionalen Bauernhöfen?</p><p><strong>Theorie:</strong> Die ökologische Säule der GWÖ fordert, dass Umweltkosten nicht externalisiert werden.</p>" },
"A4": { label: "Soziale Verantwortung in der Lieferkette", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Verdienen die Reinigungskräfte im Rathaus einen fairen Lohn? Werden Mindestlöhne kontrolliert?</p><p><strong>Theorie:</strong> Soziale Gerechtigkeit endet nicht am Werkstor.</p>" },
"A5": { label: "Rechenschaft und Mitsprache bei Beschaffung", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Können Bürger:innen nachschauen, welche Firma den Auftrag bekommen hat — und warum? Gibt es ein öffentliches Vergaberegister?</p><p><strong>Theorie:</strong> Transparenz ist das Immunsystem der Demokratie. A5 misst, ob Beschaffungsprozesse nachvollziehbar sind.</p>" },
"B1": { label: "Ethisches Finanzgebaren", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Liegt das Geld bei einer ethischen Bank — oder bei einer, die Waffengeschäfte finanziert? Gibt es ethische Anlagerichtlinien?</p><p><strong>Theorie:</strong> Die GWÖ betrachtet Geld als Mittel zum Zweck, nicht als Selbstzweck.</p>" },
"B2": { label: "Gemeinnutz im Finanzgebaren", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Fließen Steuergelder in einen Radweg für alle — oder in eine Umgehungsstraße nur fürs Gewerbegebiet?</p><p><strong>Theorie:</strong> Solidarität in der Finanzpolitik heißt: öffentliches Geld dient öffentlichen Zwecken.</p>" },
"B3": { label: "Ökologische Verantwortung der Finanzpolitik", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Investiert die Kommune in Solaranlagen? Werden Folgekosten des Klimawandels berücksichtigt?</p><p><strong>Theorie:</strong> Ökologische Nachhaltigkeit muss sich im Haushalt widerspiegeln.</p>" },
"B4": { label: "Soziale Verantwortung der Finanzpolitik", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Bekommen ärmere Stadtteile genauso viel für Spielplätze wie reiche?</p><p><strong>Theorie:</strong> Soziale Gerechtigkeit erfordert bewusste Verteilungsentscheidungen.</p>" },
"B5": { label: "Partizipation in der Finanzpolitik", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Gibt es einen Bürgerhaushalt? Werden Haushaltsentwürfe verständlich aufbereitet?</p><p><strong>Theorie:</strong> Demokratie braucht finanzielle Transparenz.</p>" },
"C1": { label: "Individuelle Rechts- und Gleichstellung", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Werden Frauen gleich bezahlt? Gibt es Schutz vor Mobbing? Anonymisierte Bewerbungsverfahren?</p><p><strong>Theorie:</strong> Die Menschenwürde der Mitarbeitenden ist die Grundlage jeder guten Verwaltung.</p>" },
"C2": { label: "Gemeinsame Zielvereinbarung für das Gemeinwohl", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Hat die Stadt ein Klimaschutzkonzept, das alle Ämter gemeinsam umsetzen?</p><p><strong>Theorie:</strong> Solidarität innerhalb der Verwaltung bedeutet: alle ziehen am selben Strang.</p>" },
"C3": { label: "Förderung ökologischen Verhaltens intern", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Fahren Mitarbeitende mit dem Dienstrad oder dem SUV? Gibt es vegetarisches Essen in der Kantine?</p><p><strong>Theorie:</strong> Die Kommune hat eine Vorbildfunktion.</p>" },
"C4": { label: "Gerechte Verteilung von Arbeit", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Können Eltern in der Verwaltung Teilzeit arbeiten ohne Karrierenachteile?</p><p><strong>Theorie:</strong> Soziale Gerechtigkeit beginnt beim eigenen Personal.</p>" },
"C5": { label: "Transparente Kommunikation intern", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Können Bürger:innen die Sitzungsprotokolle online lesen?</p><p><strong>Theorie:</strong> Transparenz nach innen und außen ist die Voraussetzung für Vertrauen.</p>" },
"D1": { label: "Schutz des Individuums, Rechtsgleichheit", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Werden Bürger:innen auf dem Amt fair behandelt — egal welchen Namen sie tragen?</p><p><strong>Theorie:</strong> Menschenwürde bedeutet: jeder Mensch hat den gleichen Wert.</p>" },
"D2": { label: "Gesamtwohl in der Gemeinde", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Profitiert die ganze Stadt — oder nur ein Stadtteil, eine Altersgruppe?</p><p><strong>Theorie:</strong> Solidarität auf kommunaler Ebene heißt: das Gesamtwohl geht vor Partikularinteressen.</p>" },
"D3": { label: "Ökologische Gestaltung der öffentlichen Leistung", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Kommt der Strom für die Straßenbeleuchtung aus Erneuerbaren?</p><p><strong>Theorie:</strong> Jede kommunale Dienstleistung hat einen ökologischen Fußabdruck.</p>" },
"D4": { label: "Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Kann sich die alleinerziehende Mutter den Kitaplatz leisten?</p><p><strong>Theorie:</strong> Soziale Gerechtigkeit in der Daseinsvorsorge ist der Kern kommunaler Politik.</p>" },
"D5": { label: "Transparente Kommunikation und demokratische Einbindung", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Werden Bürger:innen gefragt, bevor die Straße vor ihrem Haus umgebaut wird?</p><p><strong>Theorie:</strong> Demokratie ist mehr als Wahlen alle vier Jahre.</p>" },
"E1": { label: "Menschenwürdiges Leben für zukünftige Generationen", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Hinterlassen wir unseren Enkeln einen Schuldenberg — oder investieren wir heute so, dass auch 2050 gute Lebensbedingungen herrschen?</p><p><strong>Theorie:</strong> Die Menschenwürde hat eine zeitliche Dimension.</p>" },
"E2": { label: "Beitrag zum Gesamtwohl über die Gemeindegrenzen hinaus", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Hilft der Antrag nur der eigenen Stadt — oder auch den Nachbargemeinden?</p><p><strong>Theorie:</strong> Solidarität endet nicht an der Gemeindegrenze.</p>" },
"E3": { label: "Verantwortung für ökologische Auswirkungen jenseits der Gemeinde", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Denkt die Kommune beim Einkauf an den CO₂-Fußabdruck jenseits der eigenen Grenzen?</p><p><strong>Theorie:</strong> Die ökologische Krise ist global, aber die Verursachung ist lokal.</p>" },
"E4": { label: "Beitrag zum sozialen Ausgleich", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Unterstützt die Stadt strukturschwache Regionen? Gibt es Fairtrade-Beschaffung?</p><p><strong>Theorie:</strong> Soziale Gerechtigkeit im globalen Maßstab ist die anspruchsvollste Dimension der GWÖ.</p>" },
"E5": { label: "Transparente und demokratische Mitbestimmung auf übergeordneter Ebene", text: "<p><strong>Praxis:</strong> Setzt sich die Kommune für mehr Demokratie ein — auch auf Landes- und Bundesebene?</p><p><strong>Theorie:</strong> Demokratie braucht Fürsprecher auf allen Ebenen.</p>" },
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