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ALLE
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STIMMEN
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FÜR DEN
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WANDEL.
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VON
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HIER AN
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ZUKUNFT.
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DAS GRÜNE WAHLPROGRAMM.
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/GRUENENRW
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BESTE ZEIT
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FÜR NRW
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LIEGT NOCH
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VOR UNS.
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Wir schützen das Klima 6
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Wir geben NRW neue Energie – grün, sicher und dezentral 9
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Wir sorgen für saubere und bezahlbare Mobilität – Verkehrspolitik für das 21. Jahrhundert 15
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Wir schützen Natur und Umwelt 20
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Wir stärken Bäuer*innen, Tiere und Natur 27
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Wir bewahren unsere Landschaften und unseren Boden 31
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Wir machen NRW zum klimaneutralen Industrieland 35
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Wir fördern die Kreislaufwirtschaft 38
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Wir schaffen grünen Boden für das Handwerk 40
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Wir gestalten den Wandel zusammen mit kleinen und mittleren Unternehmen 41
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Wir fördern Innovationen für eine bessere Welt von morgen 45
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Wir schalten die Digitalisierung auf Fast Forward 49
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Wir bauen zukunftsfähig 50
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Wir geben dem Finanzstandort NRW ein Zukunftsprofil 52
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Wir fördern Bildung von Anfang an 53
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Wir stellen Kinder, Jugendliche und Familien in den Mittelpunkt 55
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Wir investieren in Schulen und Ausbildung 58
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Wir schaffen Sicherheit durch Weiterbildung 65
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Wir verbessern die Bedingungen für Studium, Forschung und Lehre – mehr Raum für große Ideen 66
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Wir arbeiten entschlossen gegen Armut 71
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Wir machen Wohnungspolitik für alle 72
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Wir sorgen für faire Arbeit und gute Löhne 75
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Wir investieren in Gesundheit und Pflege 77
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Wir haushalten verantwortungsbewusst und investieren in unsere Zukunft 81
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Wir bauen Beteiligung und Mitbestimmung aus 85
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Wir machen den Staat effektiv, transparent und bürgernah 88
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Wir begreifen Vielfalt als Stärke 90
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Wir fördern Selbstbestimmung und Gleichstellung 94
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Wir schützen Menschenrechte: humanitär und fair für Geflüchtete 96
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Wir stärken das Vertrauen in den Rechtsstaat 98
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Wir sichern den Schutz vor Gewalt 100
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Wir fördern Kultur, Medien und Sport 109
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Wir gestalten gemeinsam Europa und die Eine Welt 115
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Stimme – ob an der Urne oder per Briefwahl zu Hause – bestimmen Sie darüber, in wel-
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che Richtung unser Land steuert.
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Die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht: Noch nie hatte die Landespolitik einen so
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großen Einfluss auf unser aller Alltag. Und es wurde offensichtlich, dass wir eine andere
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Politik als die der schwarz-gelben Landesregierung brauchen: eine Politik, die sich am
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Gemeinwohl orientiert, die vorausschaut und nicht nur auf Sicht fährt und von Krise zu
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Krise stolpert. Eine Regierung, die wirklich bereit ist, konsequent Verantwortung zu über-
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nehmen.
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Mit diesem Programm möchten wir Sie einladen, für diese Politik mit beiden Stimmen
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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu wählen. Denn es macht einen Unterschied, wer unser Land
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regiert, welche Ziele eine Regierung verfolgt und wohin sie das Land steuern will. Wir
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möchten mit Ihnen einen echten Aufbruch wagen in ein Nordrhein-Westfalen, das für alle
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Generationen lebenswert ist. Mit diesem Programm wollen wir mit Ihnen einen Blick in
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eine Zukunft des klimagerechten Wohlstands werfen, in der beste Bildung und Solidarität
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Halt im Wandel geben und wir ein neues demokratisches Miteinander in unserer vielfäl-
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tigen Gesellschaft finden.
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Nordrhein-Westfalen hat schon viele Auf- und Umbrüche erlebt. Unsere Industrie ist in-
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novativ, unsere Gesellschaft ist vielfältig, Zusammenhalt hat bei uns Tradition. Unser
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Land hat den Schlüssel für so vieles schon in der Hand. Wir Grüne trauen Ihnen, trauen
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Nordrhein-Westfalen und uns selbst den Aufbruch zu.
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Machen wir die 2020er zum Jahrzehnt des entschlossenen Handelns und der weitsichti-
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gen Politik. Nur so können wir die schlimmsten Folgen der Klimakrise noch abwenden
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und unsere natürlichen Lebensgrundlagen erhalten. Das ist die Voraussetzung dafür, dass
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die, die nach uns kommen, ein Leben in Freiheit, Sicherheit und Wohlstand genießen
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können.
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Sichern wir gleichzeitig die Zukunft Nordrhein-Westfalens als führendes Industrieland in
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Europa – nicht obwohl, sondern gerade weil wir klimaneutral wirtschaften. Die Techno-
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logien und das Wissen dafür sind in Industrie, Handwerk, Start-ups und Hochschulen
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längst vorhanden. Mehr noch: Viele Unternehmen sind seit langem schon viel weiter als
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die Politik der Landesregierung. Jetzt braucht es die politische Entschlossenheit, den Rah-
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men zu setzen, damit in Nordrhein-Westfalen die Arbeitsplätze der Zukunft entstehen.
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Exzellente, lebenslange Bildung dient als Schlüssel für ein gutes Leben in einer Gesell-
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schaft, die vielfältig ist, und in einer Arbeitswelt, die sich ständig wandelt. Unsere Kinder
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sind unsere Zukunft – behandeln wir sie also auch so! Bringen wir unsere Kitas, Schulen,
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Ausbildungsstätten und Hochschulen endlich auf die Höhe der Zeit und machen wir sie
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zu den schönsten Orten des Landes!
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Erneuern wir das Versprechen, dass es in Nordrhein-Westfalen gerecht zugeht! Denn in
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all diesem Wandel muss eines klar sein: Jeder, der hier lebt, hat das Recht auf ein Leben
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handlung, egal woher man kommt oder wohin man möchte. Ein echter Aufbruch kann nur
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gelingen, wenn alle Menschen ihn mitgehen und als fair empfinden.
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NRW liegt im Herzen Europas. Es ist wirtschaftlich und gesellschaftlich eng verbunden
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mit seinen Nachbarländern und der ganzen Welt. Gerade in Zeiten erstarkender nationa-
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listischer Kräfte kämpfen wir für die europäische und globale Zusammenarbeit und Soli-
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darität und treten für ein geeintes Europa ein.
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Dieses Programm ist unter Mitwirkung vieler Bürger*innen, im Dialog mit Initiativen, Un-
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ternehmer*innen und Engagierten entstanden. Und genauso verstehen wir auch im Land
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politische Verantwortung: Leben wir eine neue Kultur der Beteiligung! Wir sind über-
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zeugt, dass der Aufbruch hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft besser gelingt, wenn
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alle daran teilhaben und ihn mitgestalten können. Unsere Demokratie ist dann stark,
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wenn wir uns auf Augenhöhe begegnen – so verschieden wir auch sein mögen. Ausei-
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nandersetzungen über unsere gemeinsame Zukunft sind anstrengend, aber ohne sie geht
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es in einer Demokratie nicht voran. Investieren wir deshalb in Orte, an denen wir uns
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begegnen, uns auseinandersetzen und Gemeinschaft leben können: in Schulen,
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Schwimmbäder, Jugendzentren und in öffentliche Plätze.
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Einen Aufbruch, wie wir ihn meinen, gestaltet keine Partei und keine Regierung allein.
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Wir Grüne verstehen uns als politische Kraft, die all das ins Parlament und in die Regie-
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rung trägt, was sich überall im Land schon regt: die Hoffnung auf Wandel und ein besseres
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Morgen. Das ist überall im Land zu spüren: in den Unternehmen, die heute schon wie
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morgen wirtschaften; in den Hochschulen des Landes, in denen Technologien erforscht
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werden, die unser Leben besser machen; in den Schulen, in denen die Vielfalt der Schü-
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ler*innen zum Erfolg beiträgt.
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Wir sehen es als unsere Aufgabe an, daraus eine verlässliche Politik zu machen, die über
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die nächste Wahl hinausdenkt. Wir wissen, dass Aufschieben und Nichtstun uns alle am
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Ende mehr kostet. Raus aus dem Reparaturmodus – machen wir Vorsorge zum Leitprinzip
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unseres Handelns! Schaffen wir Sicherheit im Wandel. Mit einer klaren Vision: dem kli-
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magerechten Wohlstand für alle in Nordrhein-Westfalen.
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Dieses Programm legt dafür den Grundstein. Es beschreibt in konkreten Projekten, wie
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der Wandel in Nordrhein-Westfalen gelingen kann. Wir haben uns viel vorgenommen und
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wissen, dass der Weg nicht einfach wird. Mancher Widerstand wartet darauf, mit Argu-
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menten und neuen Mehrheiten überwunden zu werden. Wir setzen auf die Kraft der Über-
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zeugung und auf unsere Erfahrung, gemeinsam Lösungen zu finden, wenn es schwierig
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wird. Wir haben keine Angst vor Fehlern, sondern ziehen unsere Kraft daraus, offen und
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lernfähig zu sein. Inzwischen sind wir Grüne in Nordrhein-Westfalen gesellschaftlich tief
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verwurzelt und erhalten immer mehr Zuspruch. Wir sind in den letzten Jahren inhaltlich
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und personell gewachsen und tragen Führungsverantwortung in zahlreichen Großstädten
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und ländlichen Gemeinden überall im Land.
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Unser Land befindet sich im vielleicht wichtigsten Jahrzehnt seiner Geschichte. Lassen
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Sie uns den Weg der Veränderung gemeinsam gehen. Dazu laden wir Sie ein.
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Klimakrise und das Artensterben sind längst auch in Nordrhein-Westfalen angekommen,
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sie finden direkt vor unserer Haustür statt. Unsere Umwelt hat sich bereits rasant gewan-
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delt. Wer Klima und Umwelt schützt, leistet einen Beitrag zum Frieden und schützt die
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Freiheit von uns und nachfolgenden Generationen.
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Wenn wir jetzt entschlossen handeln, können wir die schlimmsten Auswirkungen der Kli-
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makatastrophe und des Artensterbens noch abwenden. Dafür braucht die Klima- und Um-
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weltpolitik in NRW einen echten Neustart. Um die Brisanz der Klimakrise ins Zentrum
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unseres Handelns zu stellen, werden wir einen Klimavorbehalt einführen.
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Sehr viele Menschen in NRW sind schon längst weiter als die Landesregierung: Es sind
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die vielen Millionen, die beispielsweise eine Solaranlage oder Teile davon besitzen; all
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diejenigen, die Produkte aus der Region kaufen, verstärkt Rad, Bus und Bahn benutzen
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und für einen starken Klimaschutz auf die Straße gehen.
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Wir werden diese Menschen durch eine von der Europa-, Bundes- und Landespolitik ge-
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staltete Rahmensetzung unterstützen, die eine klimaneutrale Gesellschaft tatsächlich
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möglich macht.
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Im Klimaschutz steckt eine riesige Chance für einen sozialen und ökologischen Wandel,
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der das Leben in Nordrhein-Westfalen für alle verbessern wird. Ein klimagerechter Wohl-
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stand, mehr soziale Gerechtigkeit, neue und zukunftsfähige Arbeitsplätze, eine intakte
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Natur und eine höhere Lebensqualität in der Stadt und auf dem Land sind unsere Leit-
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planken.
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Dieser Wandel geht nur mit einer mutigen Politik, die Vorsorge und Verantwortung end-
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lich großschreibt und nicht im Reparaturmodus verharrt. Mit einem Klimaschutz-Sofort-
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programm schlagen wir jetzt die Pflöcke ein, um unser Land möglichst vor 2040 klima-
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neutral zu machen und auf den 1,5-Grad-Pfad des Pariser Klimaabkommens zu kommen.
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Wir werden Vorreiter in Europa und setzen den Green Deal in der Praxis um. Der Kohle-
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ausstieg bis 2030 gehört genauso zu unserem Plan wie ein Industriepakt mit der Wirt-
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schaft und ein Klimavorbehalt für alle Landesgesetze. Mit Sonnenenergie von jedem ge-
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eigneten Dach und Rückenwind für die Windenergie machen wir NRW zum Vorreiter bei
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den erneuerbaren Energien. So schaffen wir zehntausende sichere und gut bezahlte Ar-
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beitsplätze.
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Wir machen das Unterwegssein im Land einfach, sicher, umweltfreundlich und für alle
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bezahlbar. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass unsere Mobilität nicht weiter das Klima
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aufheizt, nicht lärmt und die Luft in unseren Städten nicht verschmutzt. Für Fahrräder
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und Fußgänger*innen gibt es mehr Platz. Dörfer und auch abgelegene Regionen binden
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wir endlich an Bus, Bahn und vernetzte Mobilitätsangebote an. Grüne Oasen in der Stadt
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spenden auch im Sommer Schatten und sorgen für frische Luft. Und auch die Industrie
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wird durch den Umstieg auf erneuerbare Energien und konsequente Kreislaufwirtschaft
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leiser, sauberer und effizienter. Von Dürre und Borkenkäfern gezeichnete Wälder ergrü-
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nen wieder als widerstandsfähige und naturnahe Mischwälder. Mehr Platz für Tiere in den
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Die Landwirte erhalten faire Preise für ihre Produkte und einen Ausgleich für die Leistun-
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gen, die sie für den Umwelt- und Klimaschutz und damit für uns alle erbringen. Wir geben
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der Natur wieder mehr Raum, holen die Schmetterlinge zurück in unsere Gärten und
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Parks, die Fische zurück in die Gewässer und die Bienen wieder zurück auf die Felder und
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Wiesen. Zu diesem Zweck setzen wir die Forderungen der Volksinitiative Artenschutz um
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und reduzieren den Flächenverbrauch ebenso wie den Pestizideinsatz. Wir gehen voran
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und leisten unseren Beitrag im internationalen Einsatz gegen die Klimakrise und das glo-
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bale Artensterben.
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Sofortprogramm für mehr Klimaschutz in NRW
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Nordrhein-Westfalen kann seinen Beitrag zur Erreichung des globalen 1,5-Grad-Ziels leis-
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ten und möglichst vor 2040 klimaneutral werden. Dafür leiten wir die wichtigsten Maß-
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nahmen mit einem Klimaschutz-Sofortprogramm ein. Wir nutzen alle Möglichkeiten, die
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wir auf Landesebene haben, um den Ausbau der Erneuerbaren zu beschleunigen, und
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stellen den Kohleausstieg bis 2030 sicher. Die nächste Landesregierung muss ihre ganze
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Kraft und die Arbeit aller Ressorts auf die Bewältigung dieser Jahrhundertaufgabe aus-
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richten. Wir legen ein Klimaschutzgesetz vor, das hält, was es verspricht. Mit klar defi-
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nierten jährlichen Zielen für jeden Sektor und verpflichtenden Plänen, wie sie erreicht
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werden sollen. Ein Klima-Sachverständigenrat überwacht die Erreichung der Ziele. Kom-
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munen statten wir mit mehr Geld und Personal für den Klimaschutz und den Schutz vor
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Klimawandelfolgen aus. Kommunale Planungen und Konzepte zu Klimaschutz und
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Klimaanpassung sind für uns Teil der Daseinsvorsorge. Daher geben wir den Kommunen
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verbindliche Standards und Unterstützung an die Hand, um Handlungskonzepte für die
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Klimaneutralität und den Schutz vor Klimawandelfolgen vor Ort zu erstellen. Mit klaren
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Regeln und Zielen schaffen wir Planungs- und Investitionssicherheit für die Unternehmen
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im Land. Industrieunternehmen geben wir mit einem Industriepakt gezielt Unterstützung
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für Investitionen in klimaneutrale Prozesse. Damit ergänzen wir auch die Instrumente, die
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umgehend auf Bundesebene auf den Weg gebracht werden müssen. Beim Verkehr senken
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wir die Emissionen mit einem ambitionierten Fahrradgesetz, einem Klima-Check für Stra-
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ßenbauvorhaben und mehr Unterstützung für den Ausbau von Bus und Bahn. Haushalte
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mit geringen Einkommen wollen wir mit höheren Förderquoten in Landesförderprogram-
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men besonders unterstützen. Um bis 2035 unsere Stromversorgung vollständig auf er-
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neuerbare Energien umzustellen, muss die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien
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deutlich erhöht werden. Dafür müssen wir den Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen
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massiv beschleunigen und das Stromnetz ausbauen.
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Wir werden einen Klimavorbehalt für neue Gesetze und Förderprogramme einführen.
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Schon jetzt fordert das Klimaschutzgesetz, dass neue Rechtsverordnungen und Verwal-
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tungsvorschriften den Zielen des Klimaschutzgesetzes nicht entgegenstehen dürfen.
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Diese Regelung werden wir auf Gesetze ausdehnen und konkreter machen: Für jedes Ge-
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setz wird berechnet, wie viel Treibhausgase entstehen oder vermieden werden und wie
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sich das mit den Klimazielen vereinbaren lässt. Gleiches gilt für eine Abschätzung der
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sozialen Auswirkungen. Wir haben hierbei aus Fehlern der Vergangenheit gelernt und
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werden keine Bürokratiemonster, sondern intelligente, rasch umsetzbare Verfahren auf-
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legen. Einen vergleichbaren Klima-Check werden wir für die Förderprogramme des Lan-
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des einführen. Landesgeld darf die Klimakrise nicht weiter anheizen.
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Klimaanpassung: NRW vor der Klimakrise schützen
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Schon heute spüren wir in NRW die Auswirkungen der globalen Erderwärmung. Auch
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wenn es uns gelingt, die Klimaschutzbemühungen deutlich zu erhöhen, wird es zu einem
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weiteren Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur kommen. Land, Städte und Ge-
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meinden, aber z. B. auch die Wald- und Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen müssen
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sich noch besser an die unvermeidbaren Folgen der Klimakrise anpassen, die etwa durch
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Hitze, Dürren, Stürme und Starkregen entstehen. Die im Klimaanpassungsgesetz NRW
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geforderte Klimaanpassungsstrategie werden wir schnellstmöglich mit klaren, messbaren
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Zielen und Maßnahmen vorlegen und eine ambitionierte Umsetzung sicherstellen. Um
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unsere Städte im Sommer zu kühlen, werden wir offene Wasserflächen und mehr Grün in
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die Städte bringen und auf Plätzen, Dächern und Fassaden sowie über Frischluftschneisen
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für Abkühlung sorgen. Bei Starkregen kommt jede Kanalisation an ihre Grenzen, daher
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sind der Umbau anhand des Leitbilds der „Schwammstadt“ und eine Renaturierung von
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Flüssen und Bächen so wichtig. So können die Städte mehr Wasser aufnehmen, speichern
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und im Sommer kühlend wirken. Flächenfraß und Versiegelung werden wir mit intelli-
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genter Stadtplanung Einhalt gebieten. Für diese Aufgaben brauchen die Kommunen mehr
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Unterstützung von Land und Bund. Wir werden die Landesförderungen – beispielsweise
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für die Erstellung von Klimaanpassungskonzepten, die Renaturierung von Flüssen und
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Bächen oder für bauliche Maßnahmen und klimafreundliche Architektur wie z. B. die Fas-
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sadenbegrünung – ausweiten. Dabei werden wir sowohl Maßnahmen für den urbanen als
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auch für den ländlichen Raum forcieren. Auch bei der Klimaanpassung gilt: keine Landes-
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mittel mehr ohne vorherigen Klima-Check. Flächen, die für die Klimaanpassung wichtig
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sind, wollen wir effektiver vor Bebauung oder anderweitiger Versiegelung schützen.
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Erneuerbare Energien gemeinsam ausbauen: schnell, naturverträglich, fair
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Nur mit Strom aus erneuerbaren Quellen bekommen wir die Klimakrise in den Griff. Des-
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wegen stellen wir den Ausbau von Windenergie und Solaranlagen ins Zentrum unseres
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Handelns. Der Großteil der Treibhausgasemissionen stammt aus der Verbrennung von
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Kohle, Öl und Gas. Da wir darauf nicht mehr angewiesen sein wollen, brauchen wir sehr
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lichkeiten für mehr Energieeffizienz genutzt werden. Unser Ziel ist es, die Stromversor-
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gung von Nordrhein-Westfalen bis 2030 zu 80 Prozent und bis 2035 zu 100 Prozent auf
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Erneuerbare umzustellen. Deswegen werden wir umgehend eine echte Ausbauoffensive
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für Windenergie und Photovoltaik auf den Weg bringen. Als Teil dessen werden wir pau-
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schale Mindestabstände zu Wohnbebauungen für neue Windenergieanlagen abschaffen
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und jährliche Mindest-Ausbaupfade für Windkraft und Solar festlegen. Denn von einer
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sicheren Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien hängt nicht nur erfolgrei-
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cher Klimaschutz ab, sondern auch die Zukunft unseres Industriestandortes. Um die Ver-
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sorgungssicherheit auch in einem Energiesystem mit 100 Prozent Erneuerbaren zu ga-
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rantieren, werden wir die richtigen Anreize für Stromspeicher, die Flexibilisierung der
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Stromnachfrage und die Sektorkopplung setzen. Die Ausbauhemmnisse auf Landesebene
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werden wir beispielsweise durch Änderungen in der Landesplanung, dem Klimaschutz-
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gesetz oder der Landesbauordnung aus dem Weg räumen. Daneben werden wir mit einer
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stärkeren Bündelung auf Landes- und Regionalplanebene die Planungen für die erneuer-
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baren Energien beschleunigen und die überörtliche Steuerung im Sinne des Arten- und
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Naturschutzes verbessern. Arten- und Naturschutz sichern, Fairness und Teilhabe für Bür-
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ger*innen auf Augenhöhe sowie eine Beschleunigung und Weiterentwicklung der Pla-
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nungsverfahren gehören für uns beim Ausbau der Erneuerbaren zusammen.
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Digitalisierung für den Klimaschutz nutzen
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Klimaschutz und Digitalisierung sind eng miteinander verwoben und werden unser Land
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grundlegend verändern. Digitale Mittel sind ein wichtiger Baustein, um unsere Gesell-
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schaft klimaneutral umbauen zu können. Mit einer intelligenten Steuerung der Übertra-
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gungsnetze bleibt das erneuerbare Energiesystem stabil – auch wenn Millionen E-Autos
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geladen werden und Wärmepumpen unsere Häuser heizen. Insbesondere in der Industrie
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sind mit stärkerer Digitalisierung noch immer enorme Effizienzgewinne möglich. Gleich-
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zeitig muss die Digitalisierung konsequent an Klimaneutralität und Nachhaltigkeit aus-
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gerichtet werden, damit sie nicht zum Brandbeschleuniger der Klimakrise wird. Auch bei
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der Digitalisierung setzen wir auf den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft, die die Mengen
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an giftigem Elektroschrott senkt, wertvolle Rohstoffe wie seltene Erden der Verwertung
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direkt wieder zuführt und die Abhängigkeit von den globalen Lieferketten abmildert. Wir
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wollen verhindern, dass Effizienzgewinne durch vermeidbaren Datenverbrauch aufgefres-
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sen werden. Mit einer ambitionierten Green-IT-Strategie machen wir daher die öffentliche
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Verwaltung zum Vorreiter bei der Nutzung von Green IT und klimaneutralen Rechenzen-
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tren. Wir werden uns dafür einsetzen, dass der Ausbau des schnellen Internets ab sofort
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allein mit Glasfaser und 5G erfolgt. Unser Ziel ist es, mit einer zukunftsfähigen Infrastruk-
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tur Energieeinsparungen gegenüber vergleichbaren Netzen zu erzielen.
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Den Jobmotor Klimaschutz zum Laufen bringen
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Der Wandel unserer Gesellschaft in Richtung Klimaneutralität bedeutet ein nie dagewe-
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senes Modernisierungsprogramm. Es sichert bestehende Arbeitsplätze und schafft viele
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rhein-Westfalen als Standort eine immer größere Rolle im weltweiten Wettbewerb. Im
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Bereich erneuerbarer Energien, aber auch in der Bauwirtschaft, der Kreislaufwirtschaft
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oder der Industrie werden durch die notwendigen Investitionen in Milliardenhöhe hun-
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derttausende neue Arbeitsplätze entstehen. Indem wir Landesfördermittel mit einem
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Klima-Check klar an einen Nutzen für den Klimaschutz binden, unterstützen wir den Auf-
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bau zukunftsfähiger Wirtschaftsstrukturen und Arbeitsplätze. Schon jetzt arbeiten fast
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500.000 Menschen in unserem Land in grünen Jobs. Diese zukunftsfähigen Jobs müssen
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aber auch nachhaltig im Sinne fairer und sicherer Arbeitsbedingungen sein. Wo das Land
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Einfluss darauf nehmen kann, z. B. bei der Vergabe von Fördermitteln, werden wir tarif-
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vertraglich gesicherte oder mindestens vergleichbare Bedingungen einfordern. In einzel-
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nen Branchen wie der fossilen Energiewirtschaft werden Arbeitsplätze wegfallen. Uns ist
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sehr bewusst, dass der Verlust der Arbeit einen enormen Einschnitt in jede einzelne Bio-
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grafie bedeutet. Wir lassen aber niemanden damit allein, sondern wollen sicherstellen,
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dass Beschäftigte der fossilen Industrien neuen, attraktiven und qualifizierten Jobs mit
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ähnlichen Beschäftigungsbedingungen nachgehen können. Zudem werden wir diese
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Menschen durch Instrumente wie das Qualifizierungs-Kurzarbeitergeld dabei unterstüt-
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zen, sich für zukunftsfähige Arbeitsfelder weiterzubilden.
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Kohleausstieg bis 2030 sozialgerecht umsetzen
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Wir stehen für einen Kohleausstieg, der sich nach den Zielen des Übereinkommens von
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Paris richtet und unserer globalen Verantwortung gerecht wird. 2030 ist das neue Zieljahr
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für den Kohleausstieg auf Bundesebene. Wir setzen dieses Ziel mit einer sofortigen neuen
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Leitentscheidung, die den Rahmen für ein Ende des Braunkohleabbaus bis spätestens
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2030 setzt, rechtssicher um. Wir stellen hierbei die Menschen, den Klima- und den Na-
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turschutz ins Zentrum unseres Handelns. Damit bleiben nicht nur alle Dörfer im Rheini-
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schen Revier erhalten, sondern wir sorgen auch dafür, dass die geretteten Dörfer neu
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erblühen und „Zukunftsdörfer“ werden können. Mit einem Abriss- und Rodungsmorato-
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rium werden wir die weitere sinnlose Zerstörung von Infrastruktur und Heimat verhin-
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dern.
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Die in der Kohleindustrie Beschäftigten verdienen ehrliche Ausstiegsplanungen im Ein-
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klang mit den klimapolitischen Notwendigkeiten. Nur so kann eine verlässliche Planung
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gewährleistet und können kurzfristige Einschnitte vermieden werden. Darüber hinaus set-
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zen wir uns für die besitzseitige Erhaltungs- und Instandhaltungspflicht des Gebäudebe-
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standes und der gewachsenen dörflichen Strukturen und eine Nachnutzung für den unter
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Druck stehenden Wohnungsmarkt ein. Bereits umgesiedelte Menschen sollen ein Vor-
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und Rückkaufsrecht erhalten. Bei der Entwicklung der Dörfer zu lebenswerten und zu-
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kunftsfesten Orten sollen die verbliebenen Anwohner*innen bevorzugt Mitspracherechte
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erhalten und für die Anpassung an die Klimaneutralität Landesmittel bereitgestellt wer-
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den.
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gehört die Minimierung der Auswirkungen der laufenden Tagebaubetriebe, unter ande-
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rem durch einen Mindestabstand von 1.000 Metern zwischen Wohngebäuden und dem
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Tagebau.
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Um den Kohleausstieg für alle sozialverträglich zu gestalten, setzen wir uns für die Ab-
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schaffung von Zwangsumsiedlungen und Enteignungen für Kohle, Sand und Kies ein.
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Die Planungen zur Nachnutzung der Kraftwerksstandorte müssen bereits jetzt beginnen,
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auch wenn die Kraftwerke noch in Betrieb sind und das Abschaltdatum noch nicht konkret
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bekannt ist. Die Kraftwerksstandorte sollten bevorzugt für Zukunfts- oder Übergangstech-
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nologien genutzt werden. Standorte, die dafür nicht benötigt werden, müssen schnellst-
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möglich für eine andere wirtschaftliche Nutzung bereitgestellt werden.
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Die Industrie in unserem Land ist auf eine gleichbleibend hohe Versorgungssicherheit
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angewiesen. Deswegen gehört zum Kohleausstieg untrennbar der Ausbau der erneuerba-
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ren Energien, ganz besonders in NRW. Daneben werden wir uns auch für eine Beschleu-
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nigung des Netzausbaus einsetzen, damit der Windstrom aus dem Norden auch zu uns
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kommt. Neben dem Netzausbau werden Energiespeicher in einem Stromsystem mit 100
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Prozent erneuerbaren Energien auch einen wichtigen Beitrag leisten.
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Ein wichtiger Langzeitspeicher für erneuerbaren Strom ist seine Umwandlung in grünen
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Wasserstoff. Damit der Markthochlauf gelingt, werden wir den Aufbau der notwendigen
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Infrastruktur unterstützen.
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Wir werden den Strukturwandel in den Kohleregionen beschleunigen und die Prozesse
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verbessern. Die großen Flächen in RWE-Besitz müssen schnellstmöglich für zukunftsfä-
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hige Nutzungen zur Verfügung stehen. Gleichzeitig werden wir sicherstellen, dass sich
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RWE auch bei einem vorgezogenen Kohleausstieg nicht aus der Verantwortung für eine
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ordnungsgemäße Rekultivierung und die Ewigkeitskosten des Braunkohleabbaus stehlen
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kann. Wir wollen alte RWE-Betriebsflächen und Flächen, die nicht mehr für den Tagebau
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in Anspruch genommen werden, in einen Grundstücksfonds überführen und so ihre nach-
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haltige Entwicklung ermöglichen. Die Planungen für die Versorgung der Feuchtgebiete
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und die Befüllung der Tagebaurestseen mit Wasser aus dem Rhein müssen umgehend vor
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dem Hintergrund des Klimawandels überprüft und an einen früheren Ausstieg angepasst
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werden. Statt unnötige Autobahnen wiederherzustellen, muss RWE das Geld in eine öko-
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logisch hochwertige Renaturierung investieren. Den Hambacher Wald werden wir in öf-
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fentlichen Besitz überführen, schützen und in einen Ökosystemverbund einbetten, in dem
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er seine Funktion als Rückzugsgebiet für seltene Arten wieder übernehmen kann. Für die
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Wiedervernetzung der alten Waldstrukturen rund um den Hambacher Wald ist der Erhalt
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von ökologischen Trittsteinen und wertvollen Verbindungsflächen essenziell. Daher set-
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zen wir uns für den Erhalt und die nachhaltige Nachnutzung der alten Trasse der A4 und
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der sie umgebenden Fläche ein. Wir stellen die Notwendigkeit der RWE-Planung „Man-
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heimer Bucht“, eine großräumige Sand- und Kiesabgrabung, in Frage und wollen eine
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unabhängige Begutachtung der technischen Notwendigkeit. Wir wollen die verbliebenen
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Siedlungsstrukturen und die Manheimer Kirche erhalten, damit identitätsstiftende kultu-
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relle und touristische Strukturwandelpotenziale gehoben werden können.
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Gerade im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen bieten die Dachflächen ein enormes
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Potenzial für die Energiewende. Etwa die Hälfte des heutigen Stromverbrauchs könnte
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dort erzeugt werden, wenn wir den Turbo für die Solarenergie zünden. Mit Solarenergie
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kommt die Energiewende in die Dörfer und Städte. Wir wollen, dass Solaranlagen zum
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Standard auf unseren Gebäuden werden – zunächst bei öffentlichen Gebäuden und im
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Neubau, perspektivisch auch im Bestand. Dafür brauchen wir faire Rahmenbedingungen
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auf Bundesebene und deutlich weniger Bürokratie. Dazu gehören auch Erleichterungen
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beim Denkmalschutz und die Abschaffung von unnötigen Mindestabständen für nicht
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brennbare Solaranlagen zu Nachbardächern. Um auch Mehrfamilienhäuser endlich flä-
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chendeckend für die Solarenergie zu nutzen, werden wir Mieter*innenstromprojekte be-
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sonders unterstützen. Wir werden die öffentlichen Gebäude von Land und Kommunen zu
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Klimavorbildern machen und so schnell wie möglich alle geeigneten Dachflächen für So-
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laranlagen nutzen. Auch auf Gewerbegebäuden und Neubauten werden Solaranlagen mit
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uns schnell zum Standard. Perspektivisch muss jedes geeignete Dach eine Solaranlage
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zieren. Pachtmodelle und Energiegenossenschaften können hier unterstützend wirken,
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denn nicht jede*r möchte oder kann selbst in eine Anlage investieren.
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Solarparks säumen unser Autobahnnetz
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Auch wenn wir auf jedem Dach Strom erzeugen: Wir brauchen auch den Strom und zu-
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nehmend auch die Wärme aus Freiflächensolaranlagen, um auf Kohle, Öl und Erdgas ver-
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zichten zu können. Auch hier nutzen wir die Standortvorteile von NRW und werden vor
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allem entlang des dichten Netzes der Autobahnen und Bahntrassen Flächen freigeben,
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ebenso bereits versiegelte Flächen wie Parkplätze, Halden und Deponien. So vermeiden
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wir die Flächenkonkurrenz mit der Landwirtschaft und dem Naturschutz. Das gilt noch
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mehr für Agri-Photovoltaikanlagen, bei denen die Stromproduktion mit der Landwirt-
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schaft oder dem Gartenbau auf der gleichen Fläche kombiniert wird. Die ersten Projekte
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werden wir wissenschaftlich begleiten, um Vor- und Nachteile, Potenziale und Hemm-
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nisse ermitteln zu können. Wir wollen mit einem Solarenergie-Erlass unsere Vorstellun-
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gen den Kommunen und Planer*innen erläutern und mit klaren Vorgaben sicherstellen,
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dass die Anlagen Vorteile für den Artenschutz und die Biodiversität bringen. Wie bei der
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Windenergie wollen wir die Menschen und die Standortkommunen im Umfeld der Pro-
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jekte frühzeitig einbeziehen und fair beteiligen.
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Wieder Rückenwind für die Windenergie
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Nach Jahren der Verunsicherung und des Gegenwinds geben wir der wichtigsten erneu-
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erbaren Energie wieder Rückenwind. Denn die Windenergie ist zusammen mit der Photo-
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voltaik das Fundament für Energiewende und Klimaschutz. Wir werden die Grundlagen
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dafür legen, dass jedes Jahr mindestens 200 neue Anlagen, zukünftig auch als Ersatz für
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alte Anlagen (Repowering), gebaut werden können. Damit das gelingt, müssen dem Koa-
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litionsvertrag auf Bundesebene entsprechend 2 Prozent der Landesfläche für die Wind-
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energie gesichert werden. Feste Mindestabstände zur Wohnbebauung passen damit nicht
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ger Wälder werden wir die Windenergie wieder einfacher zulassen. Auch werden wir den
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Bau von Windenergieanlagen in Industrie- und Gewerbegebieten erleichtern und – wo
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immer es möglich ist – Flächen entlang von Autobahnen für Windkraftanlagen nutzen.
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Außerdem werden wir Änderungen auf Bundesebene erwirken, damit ausreichend Flä-
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chen für neue Anlagen bereitstehen. Genauso müssen die Umlagen und Abgaben auf
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Strom und Wärme geändert werden. Wenn mehr als genug Wind weht und die Sonne
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scheint, muss es sich lohnen, den Strom zu speichern, statt die Anlagen herunterzufahren.
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Dafür ist es wichtig, Abgaben und Umlagen auch in Bezug auf die Speicher zu überarbei-
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ten.
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Wir werden die Planungs- und Genehmigungsverfahren durch operative Verbesserungen,
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einheitliche Bewertungsmaßstäbe und klare Fristen beschleunigen. Wir werden den Ar-
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tenschutz auch bei dem notwendigen schnelleren Ausbau weiter stärken, indem Schwer-
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punktvorkommen (so genannte Dichtezentren) windenergiesensibler Arten freigehalten
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werden. Im Gegenzug werden Anlagen in anderen Bereichen einfacher realisiert werden
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können. Mit einem umfangreichen Schutzprogramm helfen wir Vögeln und Fledermäu-
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sen. Repowering wollen wir erleichtern, so dass alte Windenergieanlagen dort, wo es
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keine Artenschutzbedenken gibt, zügig durch leistungsstärkere in der Nähe ersetzt wer-
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den können. Denn diese Standorte sind etabliert und in der Regel breit akzeptiert.
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Power to the People: Bürger*innen an der Energiewende beteiligen
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Die Energiewende wurde viele Jahre lang maßgeblich von Bürger*innen vorangetrieben.
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Mit uns Grünen bekommt die Demokratisierung der Energieversorgung neuen Schwung.
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So profitieren möglichst viele Menschen von günstiger Energie. Bürger*innenenergiepro-
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jekte, z. B. von gemeinwohlorientierten Bürger*innenenergiegenossenschaften bei Wind-
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und Solarparks, unterstützen wir bei der Projektentwicklung mit einem neuen Bürger*in-
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nenenergiefonds. Wir setzen das Landesförderprogramm für Mieter*innenstrom neu auf.
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In der Bundespolitik machen wir uns für attraktiven Mieter*innenstrom stark. Denn gerade
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in unserem Bundesland mit vielen Mehrfamilienhäusern können Mieter*innen noch viel
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stärker am Ausbau der Erneuerbaren profitieren.
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Tempo machen bei Heizungstausch und Gebäudesanierung
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Es ist das heiße Eisen beim Klimaschutz: in 20 Jahren Millionen Gebäude – vom Einfami-
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lienhaus auf dem Land bis zum Büroturm in der Innenstadt – klimaneutral und energie-
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effizient zu heizen. An der Technik scheitert es nicht. Mit Wärmepumpen, Solarthermie,
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Kraft-Wärme-Kopplung oder Fernwärme ist es möglich. Doch das Tempo, in dem jetzt
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gerade alte Heizungen ausgetauscht und Häuser gedämmt werden, reicht nicht aus. Wir
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verdreifachen die Sanierungsrate. Damit Land und Kommunen mit gutem Beispiel voran-
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gehen, werden wir auf Grundlage eines Konzeptes bis 2030 alle Landesliegenschaften
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energetisch sanieren und Solaranlagen auf allen dafür geeigneten Dächern installieren.
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liche Ziel einer klimaneutralen Landesverwaltung 2030 noch zu schaffen. Wir stärken das
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Handwerk, damit der Fachkräftemangel nicht zum Nadelöhr der Wärmewende wird.
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Wir helfen den Kommunen bei der Erstellung kommunaler Wärmeplanungen. Dadurch
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wird klar, wo Nah- und Fernwärmenetze ausgebaut werden können und wo auch in Zu-
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kunft jedes Gebäude einzeln beheizt werden muss. Wir vereinfachen die Förderpro-
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gramme des Landes, machen sie attraktiver und richten sie auf solche Maßnahmen aus,
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die mit dem Ziel der Klimaneutralität in Einklang stehen. Die auf Bundesebene durch die
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Ampelkoalition vorgesehenen Erhöhungen der Energieeffizienzstandards, auch für den
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Bestand, sind eine wichtige Voraussetzung. Beim Heizungstausch geben wir ebenso für
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den Bestand eine Mindestquote für erneuerbare Energien vor.
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Wir stocken die Angebote zur Energieberatung der Verbraucherzentralen auf und machen
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sie kostenfrei. Darüber hinaus unterstützen wir die Kreise und kreisfreien Städte dabei,
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Sanierungsmanager*innen einzustellen und Energiekompetenzzentren aufzubauen. Dort
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sollen die Bürger*innen sich zu Energiewende und Klimaschutz beraten lassen können,
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Vorträge und Schulungen stattfinden und die Technik unmittelbar erlebbar werden. Denn
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gerade im Gebäudebereich gibt es große Energieverluste beim Heizen.
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Fair geht mehr bei der Wärmewende
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Ein warmes Zuhause geht auch ohne CO2-Emissionen und hohe Heizkostenrechnung. Die
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technischen Lösungen dafür sind längst da. Wir wollen, dass es bei der Wärmewende fair
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zugeht. Die kontinuierlich steigende CO2-Steuer sorgt für ehrlichere Preise. Von dem im
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Koalitionsvertrag auf Bundesebene gefundenen Kompromiss, die EEG-Umlage ab 2023
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vollständig abzuschaffen, und dem Bekenntnis, besonders Menschen mit geringeren Ein-
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kommen darüber hinaus bei den Energiepreisen zu entlasten, werden viele Menschen
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profitieren. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass alle Einnahmen aus der CO2-Beprei-
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sung den Menschen möglichst direkt und im Sinne des Klimaschutzes zugutekommen.
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Werden Mehrfamilienhäuser energetisch saniert, geht dies noch zu oft zu Lasten der Mie-
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ter*innen, da die Aufschläge auf die Miete häufig höher sind als die Einsparungen bei den
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Energiekosten. Auf Bundesebene wollen wir deshalb die Kosten fair zwischen den Ver-
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mietenden, den Mietenden und dem Staat aufteilen. Auf Landesebene wollen wir in den
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Förderprogrammen des Landes eine Sozialkomponente mit höheren Förderquoten für
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Haushalte mit niedrigem Einkommen einführen. Viele Menschen können sich eine auf-
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wendige energetische Sanierung ihres Hauses mit den aktuellen Förderungen nicht leis-
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ten. Diese müssen auch mithilfe von Landesmitteln weiter verbessert werden. Zudem
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müssen die Prozesse bei der Nutzung der Landesförderprogramme vereinfacht und weiter
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digitalisiert werden.
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Erdgas nur wohldosiert für den Übergang nutzen
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Erdgas als Brückentechnologie in der Energiewende werden wir auf das zur Versorgungs-
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sicherheit notwendige Maß minimieren. Die dafür geplanten Gaskraftwerke müssen so
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den uns neue Kraftwerke und Pipelines wegen der hohen Baukosten für mehrere Jahr-
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zehnte daran. Daher werden wir dafür sorgen, dass neue Gaskraftwerke nur dort gebaut
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werden, wo sie wirklich für den Übergang gebraucht werden und mit den Klimazielen
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vereinbar sind. Das wird vor allem als Ersatz für Kohlekraftwerke in Fernwärmenetzen
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sein, wo Erneuerbare und Abwärmequellen auf Basis von kommunalen Wärmeplanungen
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noch nicht ausreichend verfügbar sind. Grundvoraussetzung ist, dass sie in Zukunft auch
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mit Wasserstoff oder anderen klimaneutralen Gasen betrieben werden können und die
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Einbindung von Wärme aus erneuerbaren Quellen nicht behindern. Neue Pipelines wer-
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den wir nur genehmigen, wenn sie auch klimaneutrale Gase wie grünen Wasserstoff
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transportieren können.
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Biogas als klimaneutrale Alternative zu Erdgas werden wir nachhaltiger machen. Dazu
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unterstützen wir die Betreiber dabei, auf Gülle und andere Reststoffe umzustellen. Diese
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Umstellung soll möglichst bis 2035 abgeschlossen sein. Die bisher für den Anbau von
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Energiepflanzen genutzten landwirtschaftlichen Flächen können für die Produktion von
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gesunden und regionalen Nahrungsmitteln sowie in partnerschaftlicher Abstimmung mit
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den Landwirten für die Aufforstung von Wald, die Vernässung ehemaliger Moore oder den
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Anbau biogener Rohstoffe für das Baugewerbe und die Industrie genutzt werden.
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Eine weitere Alternative zu Erdgas ist die Geothermie. Wir werden Wärmepumpen weiter
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fördern, die Wärme schon aus wenigen Metern Tiefe für die Beheizung von Gebäuden
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nutzen. Um aus Erdwärme Strom zu produzieren, muss man in Nordrhein-Westfalen mehr
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als 1.000 Meter tief bohren. Wir werden die ersten Forschungsprojekte dazu unterstützen
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und dabei sicherstellen, dass keine Fracking-Verfahren und keine anderen wassergefähr-
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denden Technologien eingesetzt werden.
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Atomausstieg vollenden – Urananreicherungsanlage Gronau schließen
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Auch wenn in Nordrhein-Westfalen seit 20 Jahren kein Atomkraftwerk mehr am Netz ist:
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Der Atomausstieg ist hier noch lange nicht vollendet. Unser Ziel ist es, die Urananreiche-
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rungsanlage in Gronau schnellstmöglich zu schließen. Auf Bundesebene setzen wir uns
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zudem dafür ein, dass das Exportverbot im Atomgesetz auch für die Reststoffe aus der
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Urananreicherung in Gronau gilt.
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Bei der deutschlandweiten Suche nach einem Endlager für den hochradioaktiven Abfall
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bekennen wir uns zum verabredeten Verfahren der Standortsuche. Für die Zwischenlage-
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rung, wie z. B. in Ahaus, braucht es ein unter Beteiligung aller Betroffenen erarbeitetes
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Gesamtkonzept für ganz Deutschland mit einheitlichen Sicherheitsanforderungen. Wir er-
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greifen die Initiative für ein Abschalten grenznaher Atomkraftwerke in unseren Nachbar-
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ländern und schöpfen alle Einspruchsmöglichkeiten aus. Die Standortentscheidung für
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das geplante Logistikzentrum für Atommüll in Würgassen erscheint nicht erst nach der
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Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 fragwürdig. Wir werden die Notwendigkeit und die
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Standortauswahl kritisch prüfen. Der Schutz der Bevölkerung muss oberste Priorität ha-
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ben.
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Bisher werden in Nordrhein-Westfalen lediglich 8,5 Prozent der Wege mit Bus und Bahn
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zurückgelegt. Dies reicht nicht aus, um das Klimaziel im Sektor Mobilität zu erreichen.
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Wir machen umweltfreundliche Mobilität für alle attraktiv, barrierefrei und bezahlbar. Wir
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streben eine Mobilitätsgarantie an, mit der alle Menschen im Land von 5.30 Uhr bis 22.30
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Uhr mindestens im Stundentakt mit einer verlässlichen Verbindung vorankommen – in
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Großstädten und ihrem direkten Einzugsbereich mindestens halbstündlich von 4.30 bis
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23.30 Uhr. Auch für Orte ab 200 Einwohner*innen werden wir ein erweitertes Angebot
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schaffen, um den Umstieg attraktiver zu machen. Die Angebote werden vertaktet, auf an-
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dere Busse und die Bahn abgestimmt, so dass der Umstieg überall attraktiv wird. Flexible
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Bedienkonzepte via App und traditionelle Ruf- oder überörtliche Bürger*innenbusse sind
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gute begleitende Angebote dort, wo ein gut getakteter Busverkehr im Regelbetrieb kaum
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genutzt wird. Wir beenden das Tarifchaos und führen so schnell wie möglich schrittweise
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ein solidarisch finanziertes Bürger*innenticket für ganz NRW ein, das so ausgestattet ist,
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dass es auch für die Menschen auf dem Land fair und für alle bezahlbar ist. Unser Ziel ist
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ein gutes und bezahlbares ÖPNV-Angebot in NRW, das für alle – auf dem Land und in der
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Stadt – unabhängig vom Einkommen nutzbar und attraktiv ist. Den Anfang macht das
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durch das Land getragene kostenlose Ticket für Schüler*innen und junge Menschen bis
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18 Jahre. Auch für Menschen, die einen Freiwilligendienst leisten, bieten wir ein mit dem
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Studierendenticket vergleichbares attraktives Mobilitätsangebot an. Perspektivisch soll
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dieses kostenlos angeboten werden. Für Menschen mit keinem oder nur geringem Ein-
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kommen, z. B. Sozialleistungsbeziehende, soll der ÖPNV bezahlbar sein. Auch für ältere
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Menschen finden wir attraktive Angebote, um für sie die Nutzung des ÖPNVs noch attrak-
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tiver zu machen. Wir senken den Preis für das landesweite Azubiticket und bauen soziale
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Angebote aus. Städte und Kreise, die schneller vorangehen wollen, unterstützen wir aktiv
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bei ihren Modellprojekten. Auch bei der Preisentwicklung des Semestertickets wollen wir
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sicherstellen, dass es für Studierende gut bezahlbar wird. Das Jobticket machen wir
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schrittweise zur Pflicht für öffentliche Arbeitgeber*innen. Die Landesbehörden sollen hier
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mit gutem Beispiel vorangehen.
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Wir bauen das Verkehrsnetz für das 21. Jahrhundert
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Unsere Verkehrswege stammen im Wesentlichen aus vergangenen Jahrhunderten. Sie
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dienen zu großen Teilen dem motorisierten Verkehr und überlassen andere Verkehrsteil-
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nehmer*innen oftmals sich selbst. Dem Umweltverbund muss endlich Vorrang gegeben
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werden. Grüne Verkehrspolitik stellt deshalb Klimaschutz und Lebensqualität endlich in
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den Mittelpunkt. Wir werden Bahnstrecken reaktivieren oder ausbauen und Lücken oder
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Nadelöhre beseitigen, auch grenzüberschreitend. Dazu gehört für uns Grüne ebenso, ge-
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meinsam mit dem Bund das S-Bahn-Netz an Rhein und Ruhr über den RRX hinaus deut-
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lich zu erweitern. Stilllegungen und Entwidmungen von Bahnstrecken soll es nicht mehr
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geben. Damit das funktioniert, verdoppeln wir die Pro-Kopf-Investitionen in Bus, Bahn,
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verkehrsträgerübergreifend in moderne Verkehrswege zu investieren. Die drei Zweckver-
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bände NWL, NVR und VRR stehen für einen Großteil der anstehenden Aufgaben bereit
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und sind gut darauf vorbereitet. Wir wollen sie bei ihrer Entwicklung vom Verkehrsver-
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bund zum Mobilitätsverbund unterstützen. Gemeinsam mit den Zweckverbänden wollen
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wir eine landesweite Verkehrsgesellschaft schaffen, die in der Lage ist, Verkehrsleistun-
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gen zu erbringen, um die Abhängigkeit von Eisenbahnverkehrsunternehmen zu verrin-
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gern. Und wir werden prüfen, ob mit einer neuen Landesinfrastrukturgesellschaft eine
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neue Infrastruktur geplant und unterhalten werden kann. Für uns Grüne hat dabei der
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effektive Schutz vor Lärm und Schadstoffen Priorität. Darum wollen wir die Elektrifizie-
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rung heutiger Dieselstrecken bis spätestens 2030 abschließen. Straßenbauprojekte wer-
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den wir auf den Prüfstand stellen: Der Neubau von Landstraßen soll zurückgefahren wer-
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den und nur noch in Ausnahmefällen erfolgen – dafür sorgen wir mit einem neuen Lan-
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desstraßen-Bedarfsplan. Auch Fördermittel für Kommunen sollen nur noch mit Ausnah-
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men für den Straßenneubau verwendet werden. Wir unterstützen die Einrichtung von
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Shared-Space-Bereichen und ermöglichen autofreie Innenstädte. Bei der Überprüfung der
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Projekte auf Bundesebene werden wir uns dafür einsetzen, den Neu- und Ausbau von
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Autobahnen und Bundesstraßen in NRW – auch den von bereits vorgeplanten Projekten
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– stark zu reduzieren (das betrifft auch Flussquerungen). Geld wollen wir zugunsten der
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Sanierung maroder Straßen und des Ausbaus von Schienen-, Rad- und Fußwegen um-
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schichten.
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Mit dem Bus direkt und abgasfrei ans Ziel
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Um die Verkehrswende in Stadt und Land schnell voranzubringen, werden wir in ein leis-
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tungsstarkes und emissionsfreies Busangebot im ganzen Land investieren. Bis 2025 wer-
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den wir flächendeckend regionale Schnellbuslinien schaffen und so für alltagstaugliche,
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verlässliche Verbindungen zu allen Städten und Gemeinden und – wo entsprechende An-
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gebote fehlen – auch zwischen den verschiedenen Ballungsräumen sorgen. Um auch zu
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Stoßzeiten schnelle Verbindungen zu gewährleisten, wollen wir dem Vorbild anderer
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Länder folgen und dort, wo es möglich ist, Autobahnstandstreifen für Linienbusse öffnen.
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Kommunen sollen außerdem bei der Einrichtung von Busspuren und Vorrangschaltungen
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stärker unterstützt werden. Die Beschaffung von emissionsfreien Bussen werden wir
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durch attraktive Förderbedingungen für die Kommunen und Verkehrsbetriebe vorantrei-
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ben, bei der Neuaufstellung oder Fortschreibung örtlicher Nahverkehrspläne wird die
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Festschreibung klimafreundlicher Antriebe in Zukunft zur Pflicht.
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Sicher, schnell und barrierefrei mit dem Fahrrad durch NRW und darüber hinaus
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Seit einigen Jahren erfreut sich das Radfahren stark steigender Beliebtheit. Bereits rund
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8 Prozent der Wege werden mit dem Rad zurückgelegt. Bewegungen wie die Volksinitia-
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tive Aufbruch Fahrrad NRW fordern, das Fahrrad endlich als vollwertiges Verkehrsmittel
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anzuerkennen und den Radverkehr entsprechend zu fördern. Für uns Grüne ist der Rad-
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verkehr ein zentraler Baustein zur Erreichung unserer Klimaschutzziele. Mit einem ver-
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besserten Radverkehrsgesetz werden wir Grüne die Grundlagen dafür schaffen, dass der
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onsoffensive werden wir dazu nutzen, ein landesweites Radwegenetz aus Radschnellwe-
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gen und Radvorrangrouten zu entwickeln und unsere Kommunen finanziell bei der Pla-
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nung und Umsetzung eigener Radverkehrskonzepte sowie bei der Sanierung bestehender
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Strecken zu unterstützen. Speziell für unsere Städte – wie auch darüber hinaus – achten
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wir dabei auf Radwege mit ausreichender Breite, um die Voraussetzung für eine emissi-
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onsfreie Logistik für die erste und letzte Meile zu ermöglichen. Wir bauen Jobrad-Modelle
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im öffentlichen Dienst konsequent aus und sorgen dafür, dass Fahrräder nach Möglichkeit
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auch in Bussen und Bahnen bequem und gratis mitgenommen werden können. Die An-
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schaffung von Lastenrädern für den gewerblichen und privaten Gebrauch werden wir wei-
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terhin unterstützen. Straßenbau- und -sanierungsmaßnahmen ohne Zusatznutzen für ei-
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nen sicheren und besseren Radverkehr wird es mit den Grünen in Nordrhein-Westfalen
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nicht mehr geben.
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Fußverkehr stärken und mitdenken
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Fußverkehr ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mobilität. Deshalb unterstützen wir die
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Kommunen dabei mit der Planung und Umsetzung einer Fußverkehrsstrategie, Barriere-
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freiheit, Verkehrssicherheit und mehr Aufenthaltsqualität für die Fußgänger*innen vor Ort
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zu schaffen. Dazu gehören eine komfortable, umwege- und barrierefreie Wegeführung
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auf Straßen, Wegen und Plätzen und die Möglichkeit, Straßen sicher zu überqueren. Am-
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pelschaltungen müssen dafür auch für die Fußgänger*innen attraktiv gestaltet sein. Um
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mobilitätseingeschränkte Menschen zu unterstützen, sind z. B. abgesenkte Bordsteine
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und taktile Leitelemente erforderlich.
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Autos der Zukunft: Individuell. Elektrisch. Mobil.
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Stau, Lärm, Abgase, andauernde Parkplatzsuche und steigende Kosten – das Autofahren
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ist gerade in unseren Großstädten für immer mehr Menschen nicht mehr die erste Wahl.
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Andererseits sind gerade Familien im ländlichen Raum, aber auch Unternehmen und an-
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dere Einrichtungen nach wie vor auf den eigenen Wagen angewiesen. Wir setzen deshalb
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auf die Chancen des Elektroantriebs – in Verbindung mit unseren ehrgeizigen Ausbauzie-
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len für die erneuerbaren Energien. In den kommenden 5 Jahren schaffen wir flächende-
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ckende Lademöglichkeiten im privaten und öffentlichen Raum. Dazu werden wir die Park-
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raumverordnung anpassen und öffentliche wie private Ladepunkte, wo möglich in Ver-
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bindung mit Solar- und Speichertechnik, weiter fördern und uns dafür einsetzen, dass
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Lade- und Bezahlstandards möglichst schnell vereinheitlicht werden. Unternehmen, die
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ihren Mitarbeitenden, Kund*innen oder der Nachbarschaft auf ihren Parkplätzen Lade-
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möglichkeiten zur Verfügung stellen, werden wir dafür bei Steuern und Abgaben entlas-
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ten. Wir wollen bei den Stellplatzregelungen noch stärker auf eine Mobilitätswende set-
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zen, indem wir möglichst auf PKW-Stellplätze verzichten und anspruchsvolle Regelungen
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für mehr und gute Fahrradstellplätze schaffen. Für uns Grüne ist es selbstverständlich,
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dass die öffentliche Verwaltung beim Umstieg auf den E-Antrieb vorangeht. Bis spätes-
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tens 2030 wollen wir öffentliche Fahrzeugflotten daher auf regenerative Antriebe um-
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stellen.
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Warum sollen wir uns auf nur ein Fortbewegungsmittel festlegen, wenn wir alle nutzen
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können? In Zukunft steht uns alles zur Verfügung, was uns bewegt. Wir sorgen für echte
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Wahlfreiheit durch die intelligente Vernetzung aller Verkehrsmittel. Dazu bauen wir die
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so genannten Sharing-Angebote für Autos, Fahr- und Lastenräder, Senioren-Scooter und
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andere Leihfahrzeuge aus. Bahnhöfe und Busplätze bauen wir zu Mobilitätsstationen um,
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die den Wechsel vom Auto oder dem Fahrrad in den Zug oder Bus erleichtern. Busse,
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Bahnen und Haltestellen werden endlich flächendeckend barrierefrei. Wir nutzen die
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Möglichkeiten der Digitalisierung, um Angebote wie den Bus auf Bestellung oder Mitfahr-
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dienste zu stärken. Wir schaffen in den nächsten 5 Jahren eine gemeinsame Buchungs-
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plattform für alle Mobilitätsformen. Um eine echte Vernetzung aller Angebote zu errei-
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chen, werden wir private Anbieter verpflichten, Schnittstellen zu Mobilitätsplattformen
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der öffentlichen Hand bereitzustellen. Private Haushalte werden wir beim Umstieg un-
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terstützen, indem wir – analog zur Kaufprämie für E-Autos – eine finanzielle Förderung
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für den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad einführen. Dabei be-
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rücksichtigen wir die besonderen Bedarfe von Menschen mit Behinderung.
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Mehr Sicherheit im Straßenverkehr
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Mit zunehmender Geschwindigkeit erhöht sich nicht nur der Energieverbrauch von Autos,
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auch die Unfallgefahr steigt. Wir Grüne werden darum – mit oder ohne den Bund – für
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mehr Sicherheit auf nordrhein-westfälischen Straßen sorgen. Wir setzen uns weiter dafür
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ein, dass auf Autobahnen und außerorts die Höchstgeschwindigkeiten herabgesetzt wer-
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den. Wir wollen, dass Städte und Gemeinden das grüne Modell eines Regeltempos von
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30 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften umsetzen können. Kommunen können
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dann selbstständig entscheiden, wo im begründeten Ausnahmefall weiter Tempo 50 gel-
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ten soll. Das sorgt nicht nur für mehr Sicherheit im Autoverkehr. Von grüner Verkehrspo-
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litik profitieren endlich auch Kinder, Menschen mit Behinderung, Fußgänger*innen und
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Radfahrende. Ihre Sicherheit muss zukünftig oberste Priorität in der Verkehrspolitik un-
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serer Städte und Gemeinden haben. Deshalb verpflichten wir unsere Kommunen zur Auf-
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stellung von Fuß- und Radverkehrskonzepten und fördern deren Umsetzung.
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Flugverkehr klimaneutral ausrichten, Anwohner*innen schützen
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Unsere globalisierte Welt ist ohne das Flugzeug nicht denkbar. Zugleich ist es wegen
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seines hohen Energieverbrauchs das klimaschädlichste Verkehrsmittel. Nach der Pande-
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mie wollen wir kein Zurück zum unbegrenzten Wachstum des Luftverkehrs, sondern die-
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sen am Ziel der Klimaneutralität ausrichten. Hinzu kommen die starken Belastungen für
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Anwohner*innen durch Fluglärm, Abgase und den An- und Abreiseverkehr. Wir Grüne neh-
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men diese großen Herausforderungen an und machen den Flugverkehr mit einem nach-
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haltigen Flugverkehrskonzept zukunftsfest. Um Kerosin durch klimaneutrale Treibstoffe
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zu ersetzen, wollen wir die Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn zu Vorreitern bei der
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Beimischung von klimaneutralen Treibstoffen machen. Und um die Menschen besser vor
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haltung von Nachtflugverboten fortlaufend überprüfen. Insbesondere am Flughafen
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Köln-Bonn setzen wir uns für ein konsequentes Nachtflugverbot ein. An keinem NRW-
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Flughafen ist ein weiterer Ausbau verkehrspolitisch erforderlich und klimapolitisch ver-
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tretbar. Weder von Seiten des Landes noch der Kommunen soll es zukünftig öffentliche
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Zuschüsse für Flughäfen geben. Inlands- und Kurzstreckenflüge machen wir durch attrak-
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tive Alternativen mit Bus und Bahn so schnell wie möglich überflüssig.
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Für einen klima- und umweltfreundlichen Güterverkehr
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Rund 3,7 Milliarden Tonnen Güter wurden 2020 durch Deutschland bewegt. Davon wur-
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den 3,2 Milliarden Tonnen auf der Straße transportiert, lediglich 500 Millionen Tonnen
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per Zug oder Binnenschiff. Wir Grüne wollen, dass sich endlich mehr auf Wasser und
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Schiene bewegt. Wir bekennen uns zum Ziel der Europäischen Union, 75 Prozent des Gü-
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terverkehrs, der aktuell auf der Straße rollt, auf die Bahn oder das Schiff zu verlagern.
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Den verbleibenden LKW-Verkehr machen wir bis 2035 emissionsfrei. Unser Bahnausbau-
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Programm nutzen wir, um wieder mehr Industrie und Gewerbe ans Bahnnetz anzuschlie-
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ßen und den Ausbau der Schienenstrecken zu den unterschiedlichen Seehäfen endlich
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unter hohen Lärmschutzstandards umzusetzen. Damit sich Multimodalität im Güterver-
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kehr rechnet, befreien wir kombinierte Verkehre rund 50 Kilometern um Häfen und Gü-
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terbahnhöfe von der Maut und setzen uns für vereinfachte und konsequente Genehmi-
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gungsverfahren für den Großraum- und Schwerlasttransport auf Wasserstraßen ein. In
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enger Abstimmung mit Umweltverbänden, Kommunen und der Wirtschaft werden wir ei-
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nen neuen Landeswasserstraßenplan zur Ertüchtigung unserer Schifffahrtswege und Bin-
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nenhäfen erarbeiten. Unser Ziel ist eine zukunftsfähige und klimaneutrale Schifffahrt. Ne-
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ben Investitionen in Forschung und Entwicklung klimaneutraler Antriebe bedarf es auch
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der Anregung einer klimatauglichen, angemessenen Besteuerung von Schiffsdiesel auf
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Bundesebene. Im Wissen um die zunehmend spürbaren Folgen des Klimawandels inves-
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tieren wir in Förderprogramme (z. B. für Niedrigwasserschiffe), die den Schiffsgüterver-
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kehr in NRW fit für die Zukunft machen.
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Oberleitungen, Wasserstoff und Batterien: für jeden Laster der passende Antrieb
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Im Güterverkehr, aber auch auf Baustellen, bei der Müllabfuhr oder der Feuerwehr wird
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Großes bewegt. Wir machen auch den Schwerlastverkehr nachhaltig, indem wir alle Tech-
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nologien und Antriebe fördern, die dazu geeignet sind. Batterie-LKW gibt es schon auf
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nordrhein-westfälischen Straßen und als Modellprojekte fahren die ersten Busse und
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LKW bereits mit Wasserstoff. In Schleswig-Holstein wurden erfolgreich Oberleitungs-
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LKW getestet, auch Baden-Württemberg macht sich auf den Weg. In Zukunft brauchen
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wir all diese Antriebe, um auch in NRW für jedes Nutzfahrzeug die beste Lösung zu finden.
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Als Brückentechnologie werden für eine begrenzte Zeit weiterhin auch Gas-LKW und Bi-
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otreibstoffe benötigt. Neben dem Ausbau der grünen Wasserstoffwirtschaft werden wir
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auch den Ausbau der Infrastruktur für elektrische Antriebe angehen. Unser Ziel ist es, dass
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Lastwagen unser Land bis 2035 emissionsfrei durchqueren können.
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Der Verlust an Tier- und Pflanzenarten spitzt sich jedes Jahr weiter zu. Die Hälfte aller
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Arten ist mittlerweile vom Aussterben bedroht. Wer durch die Natur streift, spürt es: Mit
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den Pflanzen und Tieren gehen über Jahrtausende gewachsene wertvolle Lebensräume
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unwiederbringlich verloren. Dieser Verlust gefährdet unsere Lebensgrundlagen. Darin
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gleichen sich Klimakrise und Artensterben und verstärken sich gegenseitig.
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115.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen haben mit ihrer Unterschrift für die „Volksini-
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tiative Artenvielfalt“ ein deutliches Zeichen für den Artenschutz gesetzt. Das ist auch ein
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großer Erfolg für alle Aktiven, die sich oft ehrenamtlich seit Jahren im Natur- und Um-
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weltschutz engagieren. Wir setzen ihre Forderungen um, stoppen den Flächenfraß, rena-
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turieren Gewässer und ihre Auen und unterstützen eine artenfreundliche Landwirtschaft,
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die im Einklang mit der Natur wirtschaftet. Dazu aktualisieren wir die „Biodiversitätsstra-
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tegie NRW“ mit den neuesten Daten und mit ambitionierten Zielen. Mit einem „Landes-
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programm Biologische Vielfalt“ bringen wir die Landespolitik beim Schutz der biologi-
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schen Vielfalt endlich vom Reden ins Handeln. Für eine verlässliche und zielgerichtete
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Umsetzung sind die 40 biologischen Stationen im Land bestens geeignet. Wir wollen sie
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besser ausstatten und vernetzen, sowohl untereinander als auch mit dem Zentrum für
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Biodiversitätsmonitoring in Bonn. Zugleich wollen wir die Naturschutzverbände als wich-
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tige zivilgesellschaftliche Gruppe stärken und sie als Handelnde im Naturschutz deutlich
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besser unterstützen. Für Wiederansiedlungsprojekte und Erhaltungszuchten wollen wir
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mit den wissenschaftlich geführten zoologischen Gärten zusammenarbeiten.
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Wir verhindern die Versiegelung von immer größeren Flächen zu Lasten der Natur und
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der Landwirtschaft. Zu diesem Zweck verankern wir im Landesentwicklungsplan wieder
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die Zielsetzung, den Flächenverbrauch von aktuell über 8 Hektar pro Tag in einem ersten
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Schritt auf 5 Hektar pro Tag zu begrenzen, bis 2035 auf netto null abzusenken und danach
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langfristig auf eine Nettoentsiegelung von Flächen hinzuarbeiten. Dafür erarbeiten wir
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eine wirksame Strategie mit operativen Zielen und einer Flächenversiegelungsabgabe
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sowie weiteren konkreten Maßnahmen. Mithilfe eines Brachflächenfonds und einer ver-
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besserten Finanzausstattung des Flächenrecyclings starten wir eine Entsiegelungsoffen-
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sive und machen so vorhandene Flächen wieder nutzbar, statt neue Grünflächen zu ver-
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siegeln. Wir führen ein neues Flächenausgleichsmodell ein, in dem die ökologische Qua-
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lität der Kompensationsfläche einen höheren Stellenwert erhält.
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Lebensräume verbinden heißt Arten schützen – die Senne wird zweiter Nationalpark
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Biologische Vielfalt braucht ihren Raum. Wo Lebensräume durch Straßen oder Siedlungen
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zertrennt werden, ist die Belastung für die Tierwelt groß. Aus diesem Grund schaffen wir
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einen übergreifenden Biotopverbund für Nordrhein-Westfalen. Mit der Wiedereinführung
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des Landschaftsprogramms werden wir eine landesweite Konzeption für den Biotop- und
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Artenschutz mit verbindlichen Vorgaben für die Regionalpläne schaffen. Von besonderem
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bund und Hochwasservorsorge optimal zusammen aufgebaut werden können. Das Vor-
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kaufsrecht für Schutzgebietsflächen für Naturschutzverbände muss endlich umgesetzt
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werden. Wir schützen wertvolle Lebensräume durch eine Pestizidminderungsstrategie für
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alle Flächen, ein Verbot von Pestiziden und Mineraldünger in Schutzgebieten sowie durch
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eine bessere Förderung für eine vielfältige Landschaftsstruktur. Dazu muss die Biodiver-
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sitätsstrategie mit einem konkreten Maßnahmenprogramm „Landesprogramm Biologi-
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sche Vielfalt“ umgesetzt werden. Für unsere Schutzgebiete brauchen wir rechtlich bin-
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dende Schutzgebietsverordnungen, in denen festgelegte Erhaltungsziele hinreichend
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quantifiziert und messbar nachgehalten werden können.
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Durch einen Nationalpark in der Senne und weitere neue, möglichst große und zusam-
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menhängende Schutzgebiete schaffen wir zusätzlichen Rückzugsraum für gefährdete Ar-
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ten. Gerade im Verbund von Senne und Teutoburger Wald kann ein weiteres großräumig
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vernetztes Schutzgebiet mit Wald- und Offenlandflächen im Norden des Landes entste-
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hen. Dafür muss der „Teuto“ vor Rodungen und vor weiterem Abbaggern durch die Ze-
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mentindustrie geschützt werden.
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Intakte Moore und Feuchtgebiete liefern einen bedeutenden Beitrag zur CO2-Minderung.
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Auch Grünland mit seinem weiträumigen Wurzelgeflecht ist ein wichtiger CO2-Speicher.
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Wir wollen daher diese Ökosysteme besser schützen, durch gezielte Projekte aufwerten
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und den Wasserhaushalt dieser Lebensräume deutlich verbessern.
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Mehr Artenschutz in unserer Nachbarschaft
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Artenschutz gehört auch in die Stadt. Zum Schutz der Artenvielfalt im städtischen Raum
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setzen wir auf Nachverdichtung und Flächenrecycling, statt intakte Grünflächen zu be-
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bauen. Wir setzen auf Baumpflanzungen, begrünte Fassaden und Dächer, auf starke kom-
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munale Baumschutzsatzungen, renaturierte Gewässer und nicht zuletzt auf einen wirksa-
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men Ausschluss von so genannten Schottergärten in der Landesbauordnung. Pestizide
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haben in Hausgärten, öffentlichen und nicht landwirtschaftlichen Flächen nichts verloren.
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Entlang unserer Straßen muss es wieder summen. Straßengrün umrahmt mehrere tau-
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send Kilometer Straße in Nordrhein-Westfalen. Wir machen eine insektenfreundliche und
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ökologische Pflege des Straßengrüns überall im Land zur Regel und schaffen damit pa-
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rallel zum Straßen- ein Vielfaltsnetz der Arten.
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In unseren Städten wird es nachts nicht mehr richtig dunkel. Diese Lichtverschmutzung
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ist nicht nur ein Problem für unseren Schlaf, sondern auch für die biologische Vielfalt. Mit
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dem Fehlen der Dunkelheit verlieren die nachtaktiven Tiere ihren Lebensraum. Wir ver-
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ankern die Vermeidung von Lichtemissionen – dort, wo es für die Sicherheit nicht not-
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wendig ist – im Landesrecht, etwa durch belastungsärmere Leuchtmittel und klare Re-
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geln für Neubaugebiete.
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Wo Tier und Mensch eng zusammenleben, gibt es immer auch Konflikte, beispielhaft ist
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hier die Rückkehr des Wolfs. Wir werden Rahmenbedingungen schaffen, die Wölfen Le-
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bensräume in NRW bieten und gleichzeitig die Weidetierhaltung ermöglichen. Wolfsma-
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den zuständig sind. Das Land ist in der Pflicht, die Wolfspopulation in NRW so zu mana-
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gen, dass der Hochwasserschutz auf Deichen und die Artenvielfalt im Grünland, in der
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Heide und in Mooren durch Beweidung erhalten bleiben und Schäfereien und andere tier-
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haltende Betriebe ihre Existenz sichern können.
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Klimaschutz und Artenschutz gehen nur zusammen
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Natur- und Artenschutz braucht Klimaschutz und umgekehrt. Die Klimakrise heizt das
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Artensterben und den Verlust von Lebensräumen an. Intakte Ökosysteme wiederum die-
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nen als natürliche CO2-Senken und sind widerstandsfähiger gegen Klimaänderungen.
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Konflikte zwischen dem Ausbau klimanotwendiger Infrastruktur auf der einen und Natur-
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und Artenschutz auf der anderen Seite werden wir auflösen. Durch vorausschauende,
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klare und verbindliche Vorgaben auf Bundes- und Landesebene schaffen wir eine Pla-
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nungskultur, die Umweltregulierung nicht als Fesseln wahrnimmt und Bürger*innen und
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Umweltverbände nicht als „Planungs-Bremse“ abwertet, sondern ihre Ideen wertschätzt.
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Wir bringen Schwung in die Infrastrukturplanung: mit einer Personal- und Nachwuchsof-
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fensive sowie Verbesserungen und Beschleunigungen operativer Abläufe in Planungs-
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und Genehmigungsbehörden sowie in Gerichten. Bürger*innenbeteiligung ist dann er-
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folgreich, wenn sie verbindlich, frühzeitig und auf Augenhöhe stattfindet. Umwelt- und
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Klimaverträglichkeitsprüfungen werten wir auf und stellen sie an den Beginn des Verfah-
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rens. Die Erfahrungen und die Expertise von Naturschutz- und Umweltverbänden wollen
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wir stärker würdigen und eine Nutzung vertraglich regeln.
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Beim Ausbau der Windenergie leiten wir einen Systemwechsel ein. Mit einer Bund-Län-
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der-übergreifenden Bedarfsplanung wollen wir 2 Prozent der Landesfläche nutzen, um
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neue Windkraftanlagen zu bauen. Dabei sind Schwerpunktvorkommen besonders kon-
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fliktträchtiger, windenergiesensibler Tierarten von vornherein aus Flächen für die Wind-
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energie auszuschließen. Mit Schutzprogrammen fördern wir die Population der Tierarten
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in den Schwerpunktvorkommen und überkompensieren damit mögliche negative Auswir-
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kungen auf einen Teil der Population an anderer Stelle. Wo es sinnvoll ist, nutzen wir
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Repowering zum Rückbau von Anlagen an Standorten mit Artenschutzkonflikten. Auch
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technische Lösungen wie die Überwachung der Rotoren in Echtzeit mit Abschaltautoma-
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tik für die Erkennung von Greifvögeln oder Fledermäusen können die Tiere besser schüt-
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zen.
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Umweltverwaltung stärken und Umweltkriminalität konsequent verfolgen
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Starke Gesetze zum Schutz von Umwelt und Natur können nur wirken, wenn sie auch
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konsequent angewandt werden. Die mehr als 30 EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen
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die Bundesrepublik und das Land NRW wegen nicht umgesetzter Umweltgesetzgebung
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stehen sinnbildlich für die Probleme bei der Umsetzung. Als unabhängiger Anwalt der
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Umwelt leistet die Umweltverwaltung einen wichtigen Beitrag zum Schutz der natürli-
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chen Lebensgrundlagen, zum Erhalt öffentlicher Infrastruktur und der Sicherung des Wirt-
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tung. Dazu gehört insbesondere eine bessere finanzielle und personelle Ausstattung, da-
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mit der Umweltschutz nicht an unterbesetzten Behörden scheitert. Mit gezielten Kam-
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pagnen und finanziellen Anreizen unterstützen wir die Gewinnung von Fachkräften.
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„Grüne Telefone“ als unabhängige Umweltbeschwerdestellen werden auf allen Ebenen
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die Regel, damit Missstände nicht im Verborgenen bleiben. Die Kommunikation zwischen
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den Behörden, ehrenamtlichem Naturschutz und Naturschutzbeauftragten, Privatperso-
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nen und Unternehmen stärken wir. Durch die Digitalisierung entlang landesweiter Stan-
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dards zur Verbesserung, Entbürokratisierung und Beschleunigung operativer Maßnahmen
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kann und muss die Arbeit effizienter, transparenter, bürger*innennäher und wirtschaftli-
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cher werden. Für die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen oberhalb von gesetzlichen
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Mindeststandards stärken wir den Vertragsnaturschutz, insbesondere auch mit Mitteln
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des Bundes, deutlich.
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Umweltverbrechen sind keine Kavaliersdelikte. Die von Schwarz-Gelb abgeschaffte
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Stabsstelle Umwelt- und Verbraucher*innenschutzkriminalität setzen wir wieder ein und
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entwickeln sie zu einer zentralen Koordinierungsstelle weiter. Zu ihren Aufgaben gehören
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die Sensibilisierung, die Vermittlung von Wissen und die Vernetzung von Akteuren wie
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(Umwelt-)Behörden, Polizei und Staatsanwaltschaften. Wir bündeln die Arbeit der Straf-
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verfolgungsbehörden in einer neuen „Schwerpunktstaatsanwaltschaft Umweltkriminali-
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tät“ mit landesweiter Ermittlungsbefugnis.
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Wir wahren das Naturerbe in NRW für die nächsten Generationen – mit einer Stiftung
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Naturerbe NRW
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Das Naturerbe in Nordrhein-Westfalen steht durch Privatisierung und Zersiedelung zu-
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nehmend unter Druck. Für uns gilt: Das Naturerbe gehört uns allen und darf nicht hinter
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hohen privaten Zäunen der Gemeinschaft entzogen werden. In einer rechtlich selbststän-
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digen „Stiftung für das Naturerbe in NRW“ bündeln wir die Naturflächen im Besitz des
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Landes in einer zentralen Stelle und schützen sie damit in Kooperation mit der Bundes-
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anstalt für Immobilienaufgaben auf Bundesebene vor Privatisierung. Durch aktiven Zu-
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kauf von Flächen und Flächenaustausch bei Projekten mit landesweiter Bedeutung schaf-
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fen wir einen landesweiten, dauerhaft geschützten Biotopverbund, der für Generationen
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allen Menschen im Land offenstehen und ihnen die Natur erlebbar machen wird.
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Natur und Umwelt lernen – Wir bilden Naturschützer*innen von morgen
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Das Wissen über den Schutz von Umwelt, Natur und Klima ist nicht selbstverständlich.
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Wenn mehr Menschen jeden Alters und aus jedem sozialen Milieu informiert sind, mehr
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Menschen in ihrer ganz eigenen Art und Weise Naturschützer*innen werden, dann können
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wir die Klima- und Artenkrise gemeinsam besser meistern. Dabei leitet uns neben der
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klassischen Umweltbildung das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE),
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das wir in allen Bildungsbereichen fest verankern werden. Das Wissen über die internati-
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onalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) und die sozi-
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sellschaft getragen – von der Kita, über die Lehrer*innenbildung bis zur Senioren-Uni.
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Dafür setzen wir einen Rahmen, der von den Bildungsträgern mit ihren didaktischen Kon-
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zepten mit Leben gefüllt werden kann. In den regionalen Bildungsnetzwerken wird Bil-
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dung für nachhaltige Entwicklung zu einer tragenden Säule. Wir fördern außerschulische
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Kooperationspartnerschaften und bauen die BNE-Regionalzentren zu einem landeswei-
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ten BNE-Landesnetzwerk aus, das mehr Projekte, Netzwerkpartner und kommunale Akti-
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vitäten beinhaltet.
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Ein wirksames Ergebnis ist dann erreicht, wenn sich die Menschen wieder als Teil der
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Natur verstehen, von der sie ebenso abhängig sind wie die Natur von ihnen.
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Unsere Wälder für die nächsten Generationen klimastabil und naturnah entwickeln
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Wälder verdienen unseren besonderen Schutz. Sie sind wesentliche CO2-Senken und Was-
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serspeicher und als solche sind sie unsere stärksten Verbündeten im Kampf gegen die
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Klimakrise. Deswegen hat der Schutz der Wälder in NRW für uns höchste Priorität. Gleich-
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zeitig sind die Wälder selbst im Klima-Dauerstress. Aus diesem Grund machen wir eine
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Waldentwicklung hin zu naturnahen, arten- und strukturreichen Wäldern zum Ziel der
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nordrhein-westfälischen Waldwirtschaft. Hier werden sich selbst erhaltende Dauerwälder
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zum neuen Normal. Das gilt für Wald in öffentlicher Hand genauso wie für den privaten
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Waldbesitz. Damit die Waldentwicklung gelingt, bauen wir das Forstgesetz zu einem Lan-
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deswaldgesetz aus. Außerdem entwickeln wir das Forstliche Bildungszentrum in Arnsberg
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zu einem Waldbildungszentrum weiter, um hier verstärkt ökologische und klimatologi-
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sche Zusammenhänge zu vermitteln. Daneben stärken wir den Waldnaturschutz und wer-
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den weitere Wildnisgebiete wie z. B. den Hambacher Wald und angrenzende Gebiete als
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Referenzflächen für naturnahe Waldentwicklung ausweisen, wie es auch in der Biodiver-
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sitätsstrategie NRW verankert ist.
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Eine naturnahe, klimastabile Waldentwicklung gelingt nur mit den Waldeigentümer*in-
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nen zusammen. Deshalb wollen wir die Förderprogramme für den Waldbesitz nach und
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nach stärken und über die gute forstliche Praxis hinaus ökologisch ausrichten. Wir werden
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geeignete Förder- und Beratungsinstrumente, insbesondere auch für den Vertragsnatur-
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schutz, schaffen, die die Waldentwicklung hin zu einer naturgemäßen Waldwirtschaft vo-
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rantreiben. Forstbetriebsgemeinschaften und forstliche Zusammenschlüsse wie Waldge-
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nossenschaften sind sehr gut geeignet, um die Potenziale kleiner privater Waldflächen
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zu bündeln und die Waldbesitzer*innen fachlich und wirtschaftlich zu unterstützen. Die
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Gründung von Bürger*innenwaldgenossenschaften werden wir unterstützen, um Bür-
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ger*innen aktiv in den Schutz des Waldes mit einzubeziehen. Der wachsenden Wald-
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brandgefahr begegnen wir, indem wir die Kommunen bei der Brandprävention und der
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effektiven Brandbekämpfung unterstützen.
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Naturverjüngung – also der sich selbst erneuernde Wald – ist zentral für eine naturnahe
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Wiederbewaldung von Kahlflächen und den Erhalt klimastabiler Dauerwälder. Ein natur-
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verjüngter Wald ist zudem ein wichtiger Lebensraum für bedrohte Arten. Um die Wald-
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entwicklung hin zu klimastabilen Mischwäldern gestalten zu können, wollen wir Maß-
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nahmen entwickeln, damit Wildbestände ausreichend reguliert und an ein waldverträgli-
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ches Maß angepasst werden. Insbesondere Waldbesitzer*innen kleiner Waldflächen sol-
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len dabei unterstützt werden, eine tierschutzgerechte und ausreichende Bejagung ihrer
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Flächen sicherzustellen.
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Holz ist ein wertvoller nachwachsender Rohstoff, der CO₂ über Jahrzehnte binden kann.
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Deshalb wollen wir in Zukunft Importe aus nicht nachhaltiger Erzeugung vermeiden und
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stärker auf den Baustoff Holz aus regionalen Wäldern setzen. Öffentliche Gebäude sollen
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hierbei eine Vorreiterrolle einnehmen. Wir wollen Holz vorrangig für wertvolle langlebige
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Produkte in einer Mehrfachnutzung einsetzen.
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Sauberes Trinkwasser – immer und überall
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Nitrat, Pestizide, Medikamentenreste und Mikroplastik haben in unseren Gewässern
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nichts zu suchen. Eine der größten Belastungen für unser Trinkwasser geht nach wie vor
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von Nitrateinträgen aus der Landwirtschaft aus. Aber auch der Einsatz von Pestiziden
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setzt unseren Gewässern zu. Diese Stoffeinträge stellen die Wasserversorger bei der Auf-
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bereitung unseres Trinkwassers schon heute vor erhebliche finanzielle Herausforderun-
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gen. Wir unterstützen daher Landwirt*innen und die Wasserwirtschaft beim Schutz von
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Wasser und Umwelt und setzen die bestehenden Regeln zum Gewässerschutz konsequent
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um. Um unser Wasser sauber zu halten, fördern wir nachhaltige Formen der Landnutzung
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und Tierhaltung. Erdgasförderung oder Fracking gefährden unser Trinkwasser. Daher leh-
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nen wir diese Technologien auch aus Gründen des Trinkwasserschutzes ab.
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Wir wenden konsequent das Vermeidungs- und Vorsorgeprinzip und die Herstellerverant-
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wortung bei Verschmutzungen unseres Wassers an. Zur fairen Verteilung der steigenden
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Kosten für die Abwasser- und Trinkwasseraufbereitung setzen wir einen Verursacher-
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fonds auf und reformieren die Abwasserabgabe. So stärken wir die Produktverantwortung
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von Herstellern. Die Wiederverwendung von Abwässern und die Speicherung von Regen-
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wasser werden wir regeln und Anreize zum Wassersparen schaffen. Um unsere Gewässer
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und Böden als Lebensraum und Quelle unseres Trinkwassers zu schützen, muss eine Ver-
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besserung der Klärtechnologie und die dafür notwendige Finanzierung sichergestellt
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werden.
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Wasser ist unser Lebensmittel Nr. 1 und sollte allen Menschen kostenfrei zur Verfügung
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gestellt werden. Daher ergreifen wir die Initiative für eine flächendeckende Trinkwasser-
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versorgung an öffentlichen Plätzen, indem wir die Kommunen in rechtlichen und organi-
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satorischen Fragen unterstützen. Wir setzen die europäische Trinkwasserrichtlinie voll-
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ständig um.
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Die zurückliegenden Hitzesommer und Flutkatastrophen machen die Auswirkungen der
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Klimakrise zunehmend spürbar. Wir entwickeln eine „Zukunftsstrategie Wasser“, um an-
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gemessen auf die Auswirkungen der Klimakrise und deren Folgen reagieren zu können.
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Auch Maßnahmen zur Verteilung der Wasserressourcen schreiben wir darin fest. Die Eu-
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ropäische Wasserrahmenrichtlinie verlangt eine Wiederherstellung des naturnahen Zu-
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standes unserer Gewässer. Diese Vorgaben werden zum Schaden der Umwelt und der
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Menschen schon viel zu lange ignoriert. Das werden wir ändern. Denn lebendige, durch-
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gängige und naturnah fließende Gewässer bilden mit ihren Auen, Mooren, Feuchtwiesen,
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Äckern und Wäldern wichtige Lebensräume für verschiedene Arten und leisten daher ei-
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nen unersetzlichen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität. Im Sinne eines ökologischen
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Hochwasserschutzes verankern wir das Ziel einer naturnahen Gewässerentwicklung mit
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Mooren, Auwäldern und Feuchtwiesen stärker als bisher in der Regional- und Bauleitpla-
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nung und im Landeswassergesetz. Auch Deichrückverlegungen und der Erhalt und die
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Nachverpflanzung von Bäumen auf Deichen unterstützen wir.
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Wo „Wasserschutzgebiet“ draufsteht, muss auch Wasserschutz drin sein. Deshalb überar-
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beiten wir das Landeswassergesetz und stärken den Wasserschutz nach 4 Jahren des
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Rückschritts wieder. Zukünftig muss der Trinkwasserschutz wieder Vorrang vor Interessen
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wie der Kalkstein-, Zement- und Kiesindustrie haben. Wir werden das Verbot des Roh-
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stoffabbaus in allen Trinkwasserschutz- und Reservegebieten deshalb wieder in Kraft set-
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zen.
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Die Klimakrise zwingt uns zu einer Wende im Umgang mit dem Wasser. Eine umfassende
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Neubewertung der wasserwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Regelungswerke
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auf allen Ebenen ist erforderlich. Aber durch die Klimakrise werden auch Hochwasser
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häufiger und heftiger. Wir müssen den Gewässern mehr Raum geben und fördern dies
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durch die Entwicklung natürlicher Rückhalteräume. Derzeit blockieren viele tausend
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Querbauwerke, Wehre und Schwellen die Flüsse und Bäche in NRW. Um die Wasserkraft-
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nutzung mit den Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie in Einklang zu bringen, müs-
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sen insbesondere kleine Wasserkraftanlagen unter ökologischen Aspekten weiterentwi-
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ckelt werden. Fisch- und fließgewässerfreundliche Wasserkraftwerke sollten bevorzugt
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werden und können zur Verbesserung von Fließgewässern beisteuern und gleichzeitig
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einen Beitrag zur Stromerzeugung leisten. Verrohrte Bäche im Stadtgebiet sollten – wo
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möglich – offengelegt und renaturiert werden.
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Saubere Luft – überall in NRW
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Saubere Luft ist überlebenswichtig. Jedes Jahr sterben in Deutschland 70.000 Menschen
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vorzeitig aufgrund schlechter Luft. Gerade Menschen mit geringen Einkommen können
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es sich nicht aussuchen, ob sie an abgas- und feinstaubbelasteten Hauptverkehrsstraßen
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oder in der Nähe einer stickstofflastigen Intensivtierhaltung leben. Insofern ist saubere
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Luft auch eine Frage der Gerechtigkeit. Mit der Wende hin zu schadstoffarmem, emissi-
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onsfreiem Verkehr und Kraftwerk, mehr Stadtgrün und weniger versiegelten Flächen ma-
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belastung durch die Stärkung einer bäuerlichen Landwirtschaft, die ihre Tierbestände
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wieder an die vorhandene Fläche anpasst und in tiergerechten Ställen hält.
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Die Überschreitung von Grenzwerten ist keine Bagatelle, sondern gefährdet die Gesund-
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heit der Menschen. Statt auf die nächste Klage zu warten, setzen wir die Grenzwerte kon-
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sequent um und unterstützen Kommunen und Kreise dabei, bevor es überhaupt zu Klagen
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kommt. Wir legen ein Programm zur Verbesserung des Messnetzes auf, das insbesondere
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bisher ausgesparte Flächen wie Flughäfen, Flusshäfen und Wohnbebauung einschließt.
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Dabei unterstützen wir die EU-weite Anwendung der wissenschaftlich empfohlenen
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Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation. Zurzeit nicht erfasste, aber hochgefährli-
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che Schadstoffe wie Ultrafeinstäube nehmen wir in das Messnetz auf und überwachen sie
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systematisch. Beim Gesundheitsschutz darf es keine Lücken geben. Umweltgerechtigkeit
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machen wir zu einem Querschnittsthema.
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Gute Nahrungsmittel aus einer gesunden Natur – Sicherheit für Landwirt*innen
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Gute Lebensmittel von artenreichen Feldern und von gesunden Tieren, die ihren Bedürf-
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nissen entsprechend gehalten werden, hergestellt von Bäuer*innen mit sicherem Einkom-
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men in NRW: Das ist unser grüner Plan für die Landwirtschaft der Zukunft. Immer mehr
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Menschen wollen regionale, klimafreundliche und gesunde Lebensmittel kaufen – und
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immer mehr Landwirt*innen wollen diese produzieren. Wir geben dieser Bewegung Rü-
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ckenwind und wollen die Bäuer*innen beim Umstieg unterstützen. Die Rechte der Kon-
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sument*innen wollen wir durch einen besseren Verbraucher*innenschutz stärken und die
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Ernährungsbildung fördern. Landwirtschaft und der Schutz von Tieren, Klima, Umwelt
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und Gewässern sind keine Gegensätze, sondern bedingen einander. Ohne eine intakte
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Natur, fruchtbare Böden, sauberes Wasser und ein stabiles Klima können Landwirt*innen
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auf Dauer nicht sicher arbeiten. Schon heute tragen viele Landwirt*innen aktiv zum
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Schutz der natürlichen Ressourcen bei. Sie werden wir weiter unterstützen und allen, die
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den Aufbruch wagen, unter die Arme greifen. Das geht nur im engen und offenen Aus-
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tausch zwischen Landwirt*innen, Verbraucher*innen und Wissenschaftler*innen.
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Unser Leitbild ist eine sich weiterentwickelnde ökologische, strukturreiche und bäuerli-
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che Landwirtschaft mit ihren Prinzipien Tiergerechtigkeit, Gentechnikfreiheit und Freiheit
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von chemisch-synthetischen Pestiziden. Tiere müssen entsprechend ihren Bedürfnissen
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gehalten werden – die industrialisierte Intensivtierhaltung hat damit keinen Platz in der
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Zukunft der Landwirtschaft. Mit der gezielten Förderung naturverträglicher und ressour-
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censchonender Landwirtschaft geben wir mehr und mehr landwirtschaftlichen Betrieben
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die Planungs- und Investitionssicherheit, die sie brauchen. Unser Ziel ist es, den Anteil
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des Ökolandbaus von heute knapp 7 Prozent auf 30 Prozent bis 2030 zu steigern. Ge-
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meinsam mit dem Bund setzen wir die europäischen Vorgaben zur Verringerung des Stick-
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den. Mittelfristig reduzieren wir den Bestand landwirtschaftlich gehaltener Tiere auf ein
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umwelt- und tierverträgliches Maß.
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Landwirtschaft entwickelt sich weiter. Wir wollen dabei die Agrarforschung hin zu einer
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naturverträglichen Landwirtschaft ausweiten, von vielfältigen Fruchtfolgen über wider-
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standsfähige Anbausysteme bis hin zu Agroforstansätzen.
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Eine Landwirtschaft ohne Pestizide – für Bienen, Vögel und Co.
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2.100 Tonnen Pestizide wurden im Jahr 2017 landesweit auf den Feldern ausgebracht –
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mit verheerenden Folgen für die Artenvielfalt auf und neben dem Acker und für die Ge-
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sundheit von uns Menschen. Unser Ziel ist es, die Abhängigkeit der modernen Landwirt-
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schaft von chemisch-synthetischen Pestiziden zu überwinden. Mit einem verbindlichen
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Pestizidreduktionsprogramm halbieren wir den Einsatz von Pestiziden kurzfristig. Beson-
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ders die für die Artenvielfalt kritischen Pestizide und Pestizidgemische finden keinen Ein-
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satz mehr. Als Steuerungsinstrument setzen wir auf eine NRW-Pestiziddatenbank, mit der
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die Abkehr von Pestiziden für alle transparent und planbar wird.
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Wir lassen die Landwirt*innen auf diesem Weg nicht allein. Wo durch die Umstellung
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Mehrkosten anfallen, wollen wir die Landwirt*innen mit Förder- und Ausgleichskonzep-
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ten unterstützen und ihnen mit Beratungsangeboten zur Seite stehen, so beispielsweise
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auch zum Nützlingseinsatz und der biologischen Düngung.
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Die Kosten für Umwelt und Gesundheit, verursacht durch einen aus dem Ruder gelaufe-
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nen Pestizideinsatz, zahlen gerade wir alle, besonders aber die Menschen auf dem Land.
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Mit einer verursacherorientierten Pestizidabgabe, vorzugsweise auf Bundesebene, geben
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wir den Schäden einen ehrlichen Preis und nutzen die Einnahmen gezielt für die Umstel-
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lung auf eine pestizidarme Landwirtschaft und die Wiederherstellung intakter Natur.
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Der Einsatz für Natur, Tiere und Menschen muss sich für die Landwirt*innen lohnen
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Der Großteil der Agrarförderung geht derzeit an die größten Betriebe, nicht an diejenigen,
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die tagtäglich mit großem Aufwand gesunde Lebensmittel im Einklang mit der Natur er-
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zeugen. In Nordrhein-Westfalen werden wir alle Möglichkeiten nutzen, damit das öffent-
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liche Geld von EU, Bund und Land an die Bäuer*innen und Betriebe geht, die mit ihrem
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Schutz von Natur und Tieren eine öffentliche Leistung erbringen. Der Umstieg auf eine
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insekten- und vogelfreundliche Landwirtschaft muss sich lohnen.
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Gerade kleine Feldeinheiten und bäuerliche Betriebe sind gut für die Artenvielfalt und
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bilden das Rückgrat des ländlichen Raums. Mit zielgerichteter Unterstützung bäuerlicher
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Betriebe und dem Abbau unnötiger Bürokratie stoppen wir das Sterben kleiner Höfe.
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Durch den Ausbau sozialökologischer Beratungsangebote für Familienbetriebe (z. B. zur
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Regionalvermarktung, zu partizipativen Ansätzen wie Erzeuger*innengemeinschaften, zu
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solidarischer Landwirtschaft oder Ernährungsräten) bieten wir konkrete und nieder-
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schwellige Hilfe, damit der Generationenübergang und der Übergang in die Landwirt-
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schaft der Zukunft gelingt. Bestehende Programme zum Umbau der Tierhaltung hin zu
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sperrt. Statt umzubauen, geben deshalb viele Betriebe auf. Wir stellen Planungs- und In-
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vestitionssicherheit mit einem landeseigenen Förderprogramm her, das gezielt Bauvor-
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haben kleinerer und mittlerer Betriebe fördert, und schließen so eine Lücke in der Agrar-
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förderung. Wo Arbeitsbedingungen in landwirtschaftlichen Betrieben und dem verarbei-
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tenden Gewerbe untragbar sind, greifen wir hart gegen Ausbeutung durch und unterstüt-
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zen bessere Arbeitsschutzvorgaben auf Bundes- und EU-Ebene.
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Genuss für Artenvielfalt und Natur
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Viele Menschen wünschen sich regionale, handwerkliche Produkte aus einer bäuerlichen
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Landwirtschaft. Wir richten in jedem Kreis und jeder Großstadt ein Zentrum für hand-
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werkliche Lebensmittelverarbeitung ein. In enger Zusammenarbeit mit den Kommunen
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und den dortigen Betrieben wird vor Ort entschieden, was gebraucht wird, vom Wieder-
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aufbau eines kleinen Schlachthofes bis zu einer regionalen Vertriebsstelle.
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Zuverlässige Abnahme schafft Sicherheit. Mit dem „300 mal 30 Prozent“-Programm för-
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dern wir mindestens 300 Kantinen und Mensen von Betrieben, Krankenhäusern, Behör-
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den, Kitas und Schulen dabei, mindestens 30 Prozent ihrer Produkte aus dem Ökolandbau
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zu beziehen und so viel wie möglich regional, direkt von den Betrieben oder regionalen
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Vertriebsnetzen. Zudem fördern wir den Ausbau von (Schul-)Kantinen in NRW, um eine
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gute Ernährung für alle zu ermöglichen. Vollwertige fleischfreie und vegane Angebote
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sollen zur täglichen Selbstverständlichkeit und hochwertiges Biofleisch aus der Region
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besser gefördert werden. So schaffen wir regionale Märkte mit fairen Preisen und Pla-
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nungs- und Investitionssicherheit für landwirtschaftliche Betriebe. Und nicht zuletzt:
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Orte, an denen viele Menschen gesundes und ökologisch produziertes Essen aus ihrer
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Region genießen können!
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12 Millionen Tonnen noch essbare Lebensmittel werden jedes Jahr in Deutschland weg-
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geworfen, ein großer Teil davon auch in NRW. Gemeinsam mit dem Bund weiten wir Pro-
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jekte zur Eindämmung dieser Lebensmittelverschwendung aus, verpflichten den Handel
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und die Produzent*innen, noch genusstaugliche Lebensmittel weiterzugeben, und entkri-
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minalisieren das Retten von Lebensmitteln, das so genannte Containern.
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Tiere haben ein Recht auf ein qualfreies und artgerechtes Leben
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Mit einer ambitionierten „Landesstrategie Nutztierhaltung“ wollen wir die Tierhaltung
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deutlich verbessern und für tiergerechte Haltungsbedingungen in nordrhein-westfäli-
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schen Ställen sorgen.
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Wir verbessern den Tierschutz auf den Schlachthöfen in Nordrhein-Westfalen und fordern
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mobile und dezentrale Schlachtstrukturen. Insbesondere bei tierschutzsensiblen Arbeits-
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bereichen wie dem Zutrieb, der Betäubung und dem eigentlichen Töten muss die bishe-
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rige Akkordarbeit beendet werden. Wir stärken die Kontrollen durch unabhängige Kon-
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trolleur*innen und setzen auf den flächendeckenden Einsatz von Videokontrollen in tier-
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schutzrelevanten Bereichen. Jedes Jahr werden Millionen von Schweinen vor der Schlach-
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tung mit Kohlendioxid betäubt, obwohl es Zweifel an Wirksamkeit und Schmerzfreiheit
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und engagieren uns für die Qualitätssicherung bei Betäubungsgeräten. Nicht medizinisch
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notwendige Amputationen und Eingriffe lehnen wir ab.
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Lange Lebendtransporte bedeuten für die Tiere ungeheure Strapazen und besonders bei
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Jungtieren nicht selten qualvolles Leiden. Wir beschränken Tiertransporte aus und in NRW
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ausnahmslos auf die Dauer von maximal 4 Stunden und genehmigen sie nur unter stren-
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gen Tierschutzauflagen. Diese kontrollieren wir besser und setzen uns für eine Überar-
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beitung der Tierschutzstandards für mehr Tierwohl ein. Da bei Lebendtiertransporten in
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Nicht-EU-Länder die Einhaltung der Tierschutzstandards nicht gewährleistet werden
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kann, werden wir diese Transporte aus NRW beenden und uns für ein bundesweites Ver-
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bot einsetzen.
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Mehr Power für den staatlichen Tierschutz
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Um Tierschutz durchzusetzen, ist es unerlässlich, dass der oder die Landestierschutzbe-
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auftragte in Zukunft endlich weisungsunabhängig agieren kann. Wir machen den Tier-
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schutz in NRW effektiv, indem wir ihn in einem Ministerium bündeln. Die seit Jahren an-
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haltende unzureichende personelle Ausstattung der Veterinärämter hat immer wieder zur
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Konsequenz, dass massive Tierschutzverletzungen nicht geahndet werden. In zu vielen
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Fällen werden Vergehen nicht durch die örtlichen Veterinärämter aufgedeckt, sondern
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durch Tierschützer*innen, Bürger*innen oder Journalist*innen. Nicht selten bringen diese
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sich bei dieser Aufklärungsarbeit selbst in Gefahr. Daher sollten die amtlichen Kontrollen
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gestärkt werden. Wir führen das abgeschaffte Verbandsklagerecht für anerkannte Tier-
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und Artenschutzverbände so schnell wie möglich wieder ein und bauen es aus, indem wir
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eine Feststellungs- und Anfechtungsklage mit der Möglichkeit einer aufschiebenden Wir-
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kung für alle tierschutzrelevanten Bereiche einführen. Wir ändern die Landesbauordnung,
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um den Brandschutz in Ställen zu verbessern, und stellen sicher, dass in Neubauten und
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Bestandsgebäuden die gesetzlichen Standards konsequent umgesetzt werden. Dazu ge-
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hört für uns auch ein schnelles Ende von Anbinde-, Kastenhaltung und isolierter Haltung.
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Tierversuche reduzieren, Haustiere schützen
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Die Zahl der Tierversuche ist seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau, obwohl die
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Alternativen in den letzten Jahren vielfältiger und aussagekräftiger wurden. Wir setzen
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uns für ein Verbot von Tierversuchen ein, für die es anerkannte tierleidfreie Alternativen
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gibt. Mit klaren Zielvereinbarungen, gezielter Förderung und eindeutigen Vorgaben redu-
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zieren wir die Anzahl der Tierversuche in allen Bereichen deutlich und streben ein Ende
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von Tierversuchen an. Die Forschung mit tierleidfreien Alternativen wollen wir in NRW
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unterstützen. Aber auch im privaten und gewerblichen Bereich muss der Tierschutz noch
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verbessert werden. Deshalb wollen wir in der Tierzucht den Ausstieg aus Überzüchtung
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und Qualzucht vorantreiben. Mit einem Gefahrtiergesetz stellen wir sicher, dass potenzi-
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ell für andere Menschen gefährliche Tiere gut und sicher gehalten werden. Reptilien- und
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Exotenbörsen kontrollieren wir stärker und setzen uns für ihre Abschaffung ein. Das be-
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mung des illegalen Handels mit exotischen Wildtieren und zu deren artgerechter Haltung.
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Wer Haustiere hält, trägt Verantwortung für die artgerechte Haltung und das Wohl des
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Tieres. Eine verpflichtende Identitätsüberprüfung beim Online-Handel und Kennzeich-
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nungs- und Registrierungspflichten sind wichtige bundesweite Maßnahmen, um das Tier-
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wohl besser zu schützen.
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Tierheime übernehmen eine wichtige gesellschaftliche Funktion, werden aber finanziell
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und strukturell vernachlässigt. Viel zu oft ist ihre Finanzierung von Spenden, Mitglieds-
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beiträgen und Sponsoring abhängig. Wir führen landesweit eine verbindliche Vergütung
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von Tierheimen für die Unterbringung von Heimtieren ein, damit die Tierheime sicher
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planen und Tiere bestmöglich schützen können. Seit Jahren sind sich Expert*innen dar-
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über einig, dass Wildtiere unter den Bedingungen nicht ortsfester Einrichtungen (z. B. in
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Zirkusbetrieben) nicht art- und damit tierschutzgerecht gehalten werden können. Trotz
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mehrerer Initiativen des Bundesrates kam es bisher nicht zu einem Verbot der Mitführung
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von Wild- und Großtieren. Noch viel zu oft leiden auch domestizierte Tiere in Zirkus und
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Co. Für domestizierte Tiere in Zirkussen muss sichergestellt sein, dass ihre Unterbringung
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und Versorgung jederzeit tiergerecht gewährleistet ist und den Tierschutzleitlinien ent-
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spricht. Wir setzen uns dafür ein, dass die so genannten Zirkusleitlinien unverzüglich und
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nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen überarbeitet und in diesen Punkten an-
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gepasst werden. Zudem wollen wir zum Wohl von Tier und Mensch den Einsatz von Tie-
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ren, insbesondere Pferden, für Karnevals- und Festumzüge einschränken und setzen da-
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bei auf individuelle Regelungen vor Ort.
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Mit neuen Konzepten gegen den Flächenfraß
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Unser Boden ist eine endliche Ressource. In keinem anderen Flächenland ist er so knapp
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wie im dicht besiedelten NRW. Gleichzeitig ist der Verbrauch von Fläche durch Bebauung
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und den Rohstoffabbau eine der Ursachen für die schlimmsten Umweltprobleme, ange-
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fangen beim Artensterben über Dürre- und Hochwasserereignisse bis hin zur Erderwär-
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mung. Deshalb gilt es, Flächen besonders effizient zu nutzen, indem wir kleinere
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Wohneinheiten planen, stärker in die Höhe als in die Breite bauen und gemeinschaftliche
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Wohnformen fördern. Wir machen endlich Ernst im Kampf gegen den Flächenfraß – mit
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einem klaren Rechtsrahmen und intelligenten Lösungen. Dazu schreiben wir zunächst
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kurzfristig eine Obergrenze für den Flächenverbrauch von 5 Hektar pro Tag im Landes-
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entwicklungsplan (LEP) fest. Bis spätestens 2035 wollen wir dafür sorgen, dass nicht mehr
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Fläche verbraucht als gleichzeitig entsiegelt wird. Um diese Zielsetzung zu erreichen,
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werden wir gezielt Instrumente einführen. Dazu gehören beispielsweise tauschbare Flä-
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chenzertifikate oder – unter anderem – vom Flächeneffizienzquotienten abhängige Ver-
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siegelungsabgaben. Weiterhin werden wir bei dem verbleibenden Flächenverbrauch zu-
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künftig einen wirksameren und ortsnahen ökologischen Ausgleich sicherstellen und ein
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klares Ökopunktesystem einführen.
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Der jahrzehntelange Strukturwandel hat sichtbare Spuren in Form von industriellen und
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gewerblichen Brachflächen hinterlassen. Hier soll Neues entstehen. Doch Entgiftung, Ab-
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riss und Verkehrsanschluss sind für private Investor*innen und Kommunen oft unwirt-
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schaftlich oder einfach nicht leistbar. Darum verstärken wir das Engagement des Landes
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bei der Reaktivierung von Brachflächen. Dazu verstetigen wir den Grundstücksfonds NRW.
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Mit seiner Hilfe geben wir Kommunen die Möglichkeit, Flächen anzukaufen, zu entwi-
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ckeln und neu zu nutzen. Parallel verdoppeln wir die Fördermittel des Landes für die
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Beseitigung von Altlasten in einem ersten Schritt und streben mittelfristig eine weitere
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deutliche Erhöhung an. Wir machen diese Mittel auch gemeinnützigen und gemeinwohl-
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orientierten Grundstückseigentümer*innen zugänglich.
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Mehr Grün, weniger Grau: neue Standards in der Flächenentwicklung
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Unser langfristiges Ziel ist eine Gesellschaft, die nicht mehr Fläche verbraucht, als sie der
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Natur zurückgibt. Bis es so weit ist, setzen wir neue klima- und umweltfreundliche Maß-
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stäbe bei der Flächenentwicklung. Tote Schottergärten, Parkplatzwüsten oder Industrie-
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bauten mit dem energetischen Standard von Wellblechhütten wird es mit uns zukünftig
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nicht mehr geben. Stattdessen setzen wir auf verkehrsberuhigte Plus-Energie-Siedlun-
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gen, Null-Emissions-Gewerbeparks und kühle, artenreiche Gärten. Mit einer Reform der
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Landesbauordnung können wir eigene Standards setzen – wir geben unseren Städten
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und Gemeinden die Möglichkeit, über kommunale Satzungen geeignete Vorgaben für die
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Erschließung von Grundstücken, für nachhaltiges Bauen, regenerative Energiekonzepte,
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die ökologische Gestaltung von Gärten und Freiflächen, die Versickerung von Regenwas-
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ser oder die Begrünung von Dächern festzulegen.
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Wohnen über dem Supermarkt, parken darunter: Wir nutzen bebaute Fläche effektiver
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Den Flächenfraß aufhalten bedeutet auch, bereits bebaute Flächen effektiver zu nutzen.
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Wir geben unseren Kommunen dafür neue Instrumente an die Hand und fördern innova-
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tive Bebauungs- und Nutzungskonzepte. Dazu werden wir die Landesbauordnung ändern,
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um unterschiedliche Nutzungen auf einem Grundstück, z. B. die Wohnung über dem Su-
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permarkt, leichter vereinen zu können. Wir geben Kommunen die Möglichkeit, hierzu Vor-
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gaben zu machen. Um zusätzlichen Wohnraum auf vorhandenen Flächen zu schaffen,
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werden wir Dachausbauten und Aufstockungen fördern und dazu die soziale Wohnraum-
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förderung und die bestehenden Förderprogramme zur Gebäudesanierung erweitern. Wir
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verschärfen das Wohnraumstärkungsgesetz und unterstützen Kommunen bei der Anwen-
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dung von Zweckentfremdungssatzungen. Großflächig betonierten Parkplätzen vor Fir-
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mengebäuden oder Supermärkten werden wir einen planungsrechtlichen Riegel vor-
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schieben und durch die Festschreibung von Tiefgaragen und Parkhäusern Fläche schonen.
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Dabei werden wir dafür sorgen, dass in urbanen Gebieten ganz auf Stellplätze verzichtet
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werden kann, und senken durch bedarfsgerechte Vorgaben für Stellplätze die Baukosten.
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Grund und Boden wird nicht nur für den Siedlungsbau gebraucht. Auch wer Flüsse rena-
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turieren, Landwirt*innen fördern und eine ökologische Forstwirtschaft umsetzen will, ist
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auf die knappe Ressource Boden angewiesen. Was in anderen Bundesländern schon lange
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erprobt ist, wollen wir jetzt in NRW realisieren: Mit einer gemeinnützigen Landgesell-
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schaft können wir Boden für ökologische, aber auch für agrar- und forststrukturelle Zwe-
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cke bevorraten und vergeben. So steuern wir die Bewirtschaftung unbebauter Flächen
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und sorgen für eine gemeinwohlorientierte Nutzung. Um eine auf sozialökologische Be-
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lange abgewogene Grundstücksvergabe zu gewährleisten, schaffen wir eine solide ge-
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setzliche Grundlage zur Bestimmung der Gemeinwohlkriterien und installieren ein unab-
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hängiges und fachübergreifendes Aufsichtsgremium.
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tigten haben hierzulande schon viele Veränderungen gemeistert und daraus neue Stärke
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gewonnen Auch jetzt sind viele Unternehmen und ihre Beschäftigten längst bereit zum
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Aufbruch: Sie wollen NRW zum ersten klimaneutralen Industriestandort machen. Denn
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sie wissen: Die Märkte der Zukunft sind klimaneutral und digital.
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Die Veränderungen sind groß und bedrohen manches Geschäftsfeld und manchen Ar-
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beitsplatz. Eine Politik, die nur darauf bedacht ist, zu erhalten, was keine Zukunft hat,
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wird aber auf Dauer mehr gefährden, als sie bewahrt. Wer jetzt konsequent in die Tech-
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nologien von morgen investiert, wer im besten Sinne vorausschauend vorangeht, wird die
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Veränderungen zum Positiven gestalten können. Das ist unsere Überzeugung und unser
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Angebot.
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Dafür geben wir der Wirtschaft in NRW einen klaren Rahmen und Unterstützung im Wan-
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del. Mit verlässlichen Regeln, in denen es sich für viele kreative Menschen, Initiativen
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und Unternehmer*innen in allen Wirtschaftsbereichen finanziell lohnt, unsere natürlichen
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Lebensgrundlagen zu bewahren. Mit gezielter Förderung, funktionierender, zeitgemäßer
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Infrastruktur und einer durchweg digitalen und deutlich effizienteren Verwaltung. Wir
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werden alle landespolitischen Möglichkeiten nutzen, um die Planungsverfahren für die
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Transformation zur Klimaneutralität zu beschleunigen.
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Die Wirtschaft in NRW hat das Zeug dazu möglichst vor 2040 klimaneutral zu werden,
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indem sie in Kreisläufen denkt, Ressourcen schont und unsere Lebensgrundlagen schützt.
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Wir wollen zeigen, wie es geht. Klimaneutraler Stahl, grüner Wasserstoff, saubere Chemie
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und das Bauen der Zukunft sind die Fundamente für den klimaneutralen Wohlstand. Mit-
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telständische Unternehmen, das Handwerk und die vielen Start-ups sind der Innovations-
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motor in NRW. Damit er nicht stottert, starten wir den Klima-Turbo mit besseren Arbeits-
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bedingungen, unbürokratischer Förderung und einer Fachkräfteoffensive. Wir streiten an
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der Seite der Gewerkschaften für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Mitbestim-
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mung im Wandel. Soziale und solidarische Unternehmen zeigen, wie Wirtschaft für das
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Gemeinwohl funktioniert – mit uns haben sie eine verlässliche Partnerin.
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Wir definieren europäische und globale Verantwortung neu. NRW übernimmt Verantwor-
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tung in Europa und der Welt, ohne Wenn und Aber. Lieferketten, die nur durch Umwelt-
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zerstörung und Ausbeutung funktionieren, gehören der Vergangenheit an. Ganz egal, wo.
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Wir unterstützen eine Handelspolitik, die global gerecht ist und verbindliche soziale und
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ökologische Standards einhält. Unser NRW nutzt EU-Mittel wie die aus dem europäischen
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Green Deal für innovative Ideen für eine klimaneutrale Zukunft und schafft neue, sichere
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Arbeitsplätze.
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Nach den Erschütterungen durch die Corona-Pandemie bauen wir mit den Unternehmen
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eine Brücke in eine bessere Zukunft. Tragende Säule ist die Digitalisierung. Mit uns wird
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der Ausbau der digitalen Infrastruktur zur Chef*innensache. Wir werden dafür sorgen, dass
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das Home-Office nicht mehr an der Internetverbindung hängt und digitale Innovationen
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der Industrie nicht am Ladebalken scheitern. Wir stärken die Verbraucherzentralen, damit
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Verbraucher*innenschutz nicht denen vorbehalten bleibt, die ihn sich leisten können.
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Die Märkte der Zukunft sind klimaneutral. Wer früh und konsequent diesen Weg geht und
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die Lösungen für eine klimaneutrale Gesellschaft entwickelt, wird im globalen Wettbe-
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werb langfristig die Nase vorn haben. Dabei arbeitet die Wirtschaft von morgen innerhalb
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der Grenzen, die unser Planet uns setzt. Zögern, zaudern und warten auf den Rest
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Deutschlands oder gar die ganze EU ist nicht nur ein Risiko für den Klimaschutz, sondern
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insbesondere für den Industriestandort NRW. Denn die nächsten Jahre sind nicht nur für
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den Klimaschutz, sondern genauso für unseren Wirtschaftsstandort entscheidend. Wir
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werden NRW mutig auf den Weg zur Klimaneutralität führen und so die Grundlage für
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nachhaltigen Wohlstand legen. Dies gelingt, wenn Unternehmen Anreize spüren, in die
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Zukunft zu investieren, wenn ihnen klare Regeln aufgezeigt und Unsicherheiten genom-
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men werden. Langfristige Planungs- und Investitionssicherheit ist der Kern grüner Indust-
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riepolitik. Die Instrumente dafür, allen voran Klimaverträge, müssen vor allem auf Bun-
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desebene geschaffen werden. Wir unterstützen die Einführung eines wirksamen Mecha-
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nismus gegen Klima-Dumping auf EU-Ebene. Wir werden aber mit einem Investitionspa-
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ket für die Industrie zusätzliche Impulse auf Landesebene geben. Zudem werden wir den
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Zugang zu Fördergeldern für Energieeffizienzmaßnahmen in Unternehmen transparenter,
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unbürokratischer und damit einfacher gestalten. Mit transparenten und langfristigen
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Klima- und Nachhaltigkeitsstandards und steigenden Quoten für klimaneutrale Produkte
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machen wir öffentliche Aufträge zum Treiber der sozialökologischen Transformation. Mit
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einer Ausbauoffensive für erneuerbare Energien gießen wir das Fundament für eine kli-
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maneutrale, bezahlbare und verlässliche Energieversorgung der Wirtschaft in NRW.
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Mit grünem Stahl den Stahlstandort NRW sichern
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Nordrhein-Westfalen ist der wichtigste Standort der Stahlindustrie in Deutschland und
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Europa. Wir Grüne in NRW setzen uns für den Erhalt einer nachhaltigen, innovativen und
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wettbewerbsfähigen Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen ein. Wir werden uns im Bund
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für einen EU-weit wirksamen Dumping-Schutz einsetzen, der in Zukunft auch Klima-Dum-
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ping verhindert. Gleichzeitig müssen Bund und Land den Unternehmen ermöglichen, in
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neue, klimaneutrale Prozesse zu investieren. Neben degressiven Abschreibungen müssen
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kurzfristig Klimaverträge („Carbon Contracts for Difference“) durch den Bund aufgesetzt
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werden. Diese federn das Investitionsrisiko für die Unternehmen ab und regen sie an,
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Milliarden in Klimaneutralität zu investieren. Die Stahlindustrie in NRW ist schon auf dem
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Weg zu klimaneutralem Stahl mit grünem Wasserstoff. Für uns hat die Versorgungssicher-
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heit der Industrie mit grünem Wasserstoff absolute Priorität. Mit einer Ausbauoffensive
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für erneuerbare Energien und gezielter Förderung bauen wir die heimische Produktion
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von grünem Wasserstoff auf. Gleichzeitig werden wir die notwendigen Importinfrastruk-
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turen für grünen Wasserstoff mit Hochdruck entwickeln und nachhaltig gestalten.
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Die beste Alternative zur Nutzung von Kohle, Öl und Erdgas ist die Umstellung auf Strom
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aus Wind, Sonne und Co. Doch wie in der Stahlproduktion gibt es in der Industrie viele
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Prozesse, bei denen eine direkte Elektrifizierung nicht möglich ist. Für diese Fälle ist grü-
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ner Wasserstoff die Lösung, um dennoch Klimaneutralität zu erreichen. Zusätzlich kann
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er – gespeichert – einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Aber nur
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grüner Wasserstoff aus erneuerbarer Energie bringt einen Vorteil für das Klima. Deswegen
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sind Wasserstoff und der Ausbau von Wind- und Solarenergie untrennbar miteinander
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verbunden. Aktuell gibt es allerdings nicht ausreichend viele Anlagen zur Herstellung von
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grünem Wasserstoff aus Ökostrom, genauso wenig wie es ausreichend viel Strom aus er-
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neuerbaren Energiequellen gibt. Auch in Zukunft wird grüner Wasserstoff weltweit ein
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knappes Gut sein. Daher setzen wir uns dafür ein, dass er dort zum Einsatz kommt, wo es
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keine Alternativen gibt. Das ist neben der Industrie, insbesondere der Chemie-, der Stahl-
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und der Zementindustrie, vor allem der Flug- und der Schiffsverkehr.
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Auch bei einem starken Ausbau der Erneuerbaren wird NRW absehbar den Wasserstoff-
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bedarf nicht vollständig selbst decken können. Der Aufbau von Importinfrastrukturen aus
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Norddeutschland und mit Pipelines aus dem Ausland muss daher neben einer Erneuerba-
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ren-Offensive Priorität haben. Deutschland will bis 2030 Leitmarkt für Wasserstoff wer-
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den. Wir werden dafür sorgen, dass NRW die Chancen nutzt, die sich daraus ergeben. Wir
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machen NRW zu einem führenden Technologiestandort für grünen Wasserstoff. Hierzu
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geben wir der Wasserstoff-Roadmap NRW ein grünes Update, beseitigen regulatorische
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Hürden und unterstützen die erforderlichen Investitionen. NRW hat bereits das größte
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Wasserstoffnetz Deutschlands. Dieses Netz muss mit Hochdruck bedarfsgerecht ausge-
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baut werden. Die Umnutzung bestehender Erdgasinfrastrukturen muss dabei geprüft wer-
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den. Eine Beimischung in die bestehenden öffentlichen Erdgasnetze macht klimapolitisch
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keinen Sinn und würde nur den Wasserstoff für die Industrie weiter verknappen. Die For-
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schung und Entwicklung weiterer alternativer Technologien zur treibhausgasneutralen
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Produktion und Speicherung werden wir fördern und berücksichtigen.
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Damit die Chemie stimmt – Chemieindustrie fit für die Zukunft machen
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Die Chemieindustrie gehört zu NRW und schafft sichere Arbeit für fast 100.000 Menschen.
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Um die Chemieindustrie auf den 1,5-Grad-Pfad zu bringen, gehen wir die zentralen Her-
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ausforderungen beherzt an. So schützen wir das Klima und sichern mit einer nachhaltigen
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Chemieindustrie langfristig den Wohlstand in unserem Land. Allem voran steht die si-
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chere Versorgung mit erneuerbarer Energie. Damit die Chemieunternehmen von Kohle
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und Erdgas auf Strom aus Wind und Sonne umstellen können, werden wir eine Ausbau-
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offensive für erneuerbare Energien umsetzen mit dem Ziel, 2035 eine zu 100 Prozent aus
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erneuerbaren Energien gewonnene Stromversorgung zu haben. Dazu gehört neben neuen
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Anlagen in NRW auch der Ausbau der Stromnetze, damit der Windstrom aus Norddeutsch-
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land zu uns nach NRW kommt.
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Die zweite große Herausforderung ist die Steigerung des Recyclings. Insbesondere beim
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chemischen Recycling ist noch Forschungs- und Entwicklungsarbeit notwendig. Mit dem
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NRW.
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Schließlich überwinden wir die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Wir stärken die
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Bioökonomie in NRW, die mit nachwachsenden Rohstoffen aus einem naturverträglichen
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Anbau eine zukunftsfähige Alternative zu fossilen Grundstoffen für die Chemieindustrie
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bildet. Wir werden ein Förderprogramm des Landes aufsetzen, das unternehmerische Pro-
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jekte in der Bioökonomie gezielt unterstützt und so Arbeitsplätze der Zukunft schafft.
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Wir machen die Kohleregionen zum Leuchtturm für klima- und sozialgerechten Struktur-
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wandel
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Durch den beschlossenen Ausstiegspfad und das Ende der Kohleverstromung ist der
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Strukturwandel im Rheinischen Revier und den Standortkommunen der Steinkohlekraft-
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werke in vollem Gang. Wir machen die Kohleregionen zu Leuchttürmen für einen klima-
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und sozialgerechten Strukturwandel, der neuen Wohlstand, Sicherheit und Lebensquali-
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tät schafft für alle Menschen in der Region: von den Beschäftigten im Tagebau und den
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Kraftwerken bis hin zu den Menschen in den bis heute vom Tagebau bedrohten Dörfern.
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Denn wir begreifen die Gestaltung des Wandels als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
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Auch die geschundene Natur der Region wird mit uns einen höheren Stellenwert bekom-
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men. Lange genug wurde sie rücksichtslos ausgebeutet und zerstört. Ein erfolgreicher,
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klima- und sozialgerechter Strukturwandel im Rheinischen Revier zeigt den Weg für an-
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dere Regionen in NRW und darüber hinaus. Wir werden das Leitbild für den Strukturwan-
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del dazu weiterentwickeln. Generationengerechtigkeit, Klimaschutz und Nachhaltigkeit
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sind dabei für uns zentrale Aspekte. Der vorgezogene Kohleausstieg erfordert besonders
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dringlich einen breit getragenen und von den Menschen vor Ort gemeinsam gestalteten
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Strukturwandelprozess. Wir werden mehr Mitspracherechte für die Zivilgesellschaft, z. B.
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durch Bürger*innenräte, und Räume für den gesellschaftlichen Austausch und zwischen-
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menschliche Begegnungen schaffen. Wir etablieren eine transparente Beteiligungsarchi-
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tektur und klare, verbindliche Kriterien für die Vergabe von Fördermitteln. Jedes von uns
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geförderte Projekt wird einen Beitrag zum Klimaschutz sowie zu einer klima- und sozial-
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gerechten Gesellschaft leisten und im Einklang mit Nachhaltigkeitszielen stehen. Die
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Menschen werden wir mit einer Qualifizierungsoffensive durch den Strukturwandel be-
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gleiten und so auch dem drohenden Fachkräftemangel in vielen klimarelevanten Berei-
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chen begegnen.
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Neben dem Rheinischen Braunkohlerevier steckt auch das Ruhrgebiet weiterhin mitten
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im Strukturwandel. Gleichzeitig bietet es als (ehemalige) Hochburg der fossilen Energie-
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träger eine einzigartige Infrastruktur, die für die Transformation der Industrie von zent-
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raler Bedeutung ist. Das Ruhrgebiet ist eine der führenden Wasserstoffregionen Deutsch-
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lands und soll diesen Standortvorteil in Sinne NRWs weiter ausbauen und damit zur kli-
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maneutralen Transformation NRWs und Deutschlands entscheidend beitragen.
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200.000 Menschen in NRW arbeiten in der Automobilindustrie, viele von ihnen in mittel-
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ständischen Zulieferbetrieben. Die Branche steht vor einem tiefgreifenden Wandel, denn
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das Auto der Zukunft fährt elektrisch, autonom, vernetzt und wird von mehreren Nut-
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zer*innen geteilt. Wir unterstützen die Beschäftigten, diesen Wandel zu meistern, und
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werden gegebenenfalls wegfallende Arbeitsplätze durch attraktive Umschulungen und
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wirtschaftliche Perspektiven sichern. Die Automobilindustrie ist Impulsgeberin für die ge-
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samte NRW-Wirtschaft und soll es auch bleiben – in Zukunft steht sie für die klimaneut-
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rale Industrie 4.0. Dafür siedeln wir in jeder Autoregion in NRW ein Transformationsnetz-
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werk an, finanziert aus dem Zukunftsfonds des Bundes. Diese Netzwerke entwickeln ge-
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meinsam mit den Beschäftigten, den Unternehmen und der Politik vor Ort Strategien
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dazu, wie die Automobilindustrie und die gesamte Region die Chancen des Strukturwan-
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dels nutzen können. Sie beraten, vernetzen und bündeln Erkenntnisse aus Forschung und
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Entwicklung und unterstützen innovative Start-ups beim Markteinstieg. In Bildungsinsti-
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tuten, die an die Netzwerke angeschlossen sind, können sich Beschäftigte in Kooperation
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mit überbetrieblichen Berufsbildungsstätten und den Hochschulen der Region in Sachen
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Zukunftstechnologien und Digitalisierung qualifizieren. Sie sollen regionale Orte für das
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Produkt- und Prozessdesign der Zukunft werden, in denen auch Entscheider aus kleinen
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und mittleren Unternehmen Impulse und Lösungsansätze auf ihrem Weg in die Industrie
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4.0 erhalten.
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Kreislaufwirtschaft – das Ende der Verschwendung
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In einer echten Kreislaufwirtschaft sind Produkte von der Flasche über das Handy bis zum
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Gebäude langlebig, reparierbar, schadstofffrei, wiederverwendbar und leicht recycelbar.
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Unser Ziel für NRW heißt „Zero Waste“ bis spätestens 2050. Wir unterstützen Unterneh-
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men auf dem Weg in die Kreislaufwirtschaft mit gezielten Förderprogrammen und klaren
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Rahmenbedingungen. Landesverwaltungen und landeseigene Betriebe machen wir zu
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Leuchttürmen der Kreislaufwirtschaft. Denn eine Kreislaufwirtschaft, die – wo immer
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möglich – regional verankert ist, schont die natürlichen Ressourcen, schützt das Klima
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und reduziert die Belastung von Böden, Luft und Wasser durch Altlasten und Schadstoffe.
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Noch immer landet viel zu viel Bioabfall in der Restmülltonne und wird dann verbrannt.
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Wir beenden diese Ressourcenverschwendung und setzen die Pflicht zur getrennten Er-
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fassung von Bioabfällen konsequent um. Die kostenlose Biotonne wird überall in NRW
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zum Standard.
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Das beste Recycling kann nicht den steigenden Bedarf an fossilen und nicht nachwach-
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senden Rohstoffen kompensieren. Ein Immer-Mehr an Ressourcenverbrauch kann es an-
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gesichts der Grenzen, die uns unser Planet setzt, nicht geben. Wir unterstützen Forschung
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und Projekte für eine auskömmliche Wirtschaft und Gesellschaft, die in diesen Grenzen
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gedeiht. Mit einem Zukunftsprogramm Bioökonomie und der Einrichtung eines Bioöko-
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senden Rohstoffen als Startpunkt der Produktkreisläufe der Zukunft. Dabei berücksichti-
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gen wir gezielt die Anforderungen an einen gentechnik- und schadstofffreien Anbau und
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eine ökologische Nahrungsproduktion. So schaffen wir die Basis für zukunftsfeste Arbeits-
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plätze in Bereichen wie Landwirtschaft, Chemie, Industrie und Kreislaufwirtschaft.
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Von der Abfall- zur Ressourcenwirtschaft
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Abfälle sind für uns kein Müll, sondern die Ressourcen von morgen. Wir entwickeln den
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ökologischen Abfallwirtschaftsplan zu einem echten Kreislaufwirtschaftsplan weiter. Ne-
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ben Abfallvermeidung und Rohstoffrückgewinnung setzen wir dabei auf regionale Ent-
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sorgungsautarkie, damit die Ressourcen direkt wieder in den regionalen Wirtschaftskreis-
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lauf Eingang finden. Wo auch in Zukunft Deponien benötigt werden, steht für uns der
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Schutz der Bevölkerung und der Umwelt im Vordergrund. Nur mit frühzeitiger, voraus-
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schauender Planung und Beteiligung der Bürger*innen auf Augenhöhe kann das gelingen.
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Vorhandene Altlasten werden in Zukunft systematisch erfasst und – wann und wo immer
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es möglich ist – entfernt. Das Landeskreislaufwirtschaftsgesetz wollen wir novellieren,
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so dass es seinem neuen Namen tatsächlich gerecht wird und auf Landesebene wichtige
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Impulse für eine echte Ressourcenschonung setzt. Wir streben dabei an, dass ressourcen-
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leichte und kreislauftaugliche Produkte bei der Beschaffung des Landes bevorzugt wer-
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den und eine davon abweichende Beschaffung mit einer Begründungspflicht einhergeht.
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Wir wollen Güter und Materialien mit digitalen Produktpässen ausstatten. Im Rahmen
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eines Pilotprojekts in Zusammenarbeit mit der EU werden wir in NRW hier Vorreiterin.
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Neue Industriejobs in einer modernen Kreislaufwirtschaft
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Der Weg in eine klimaneutrale Kreislaufwirtschaft ist für die einstigen Herzkammern der
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Industrie und des Wohlstands in NRW vom Rheinischen Revier bis ins Ruhrgebiet eine
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einmalige Chance, mit sicheren Jobs und gutem Leben in die Zukunft zu gehen. Initiativen
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wie das „Circular Valley Wuppertal“ und die „Greentech.Ruhr“ sind schon heute Leucht-
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turmprojekte mit einer Strahlkraft weit über NRW hinaus. So entsteht vielerorts auch wie-
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der ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, das nach vorn blickt und nicht zurück. Wir un-
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terstützen diese Projekte und werden unter der Dachmarke „Zero.Waste.NRW“ unser Bun-
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desland zu einer Modellregion für das Ende der Wegwerfgesellschaft machen, mit inno-
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vativen Recyclingunternehmen und Forschungsinstituten – von der Batterie bis zu haus-
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haltsnahen Abfällen. Das Bedürfnis, gemeinsam die Wirtschaft der Zukunft zu etablieren,
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ist groß bei den Unternehmen in NRW. Wir stehen für eine Politik, die verlässliche Rah-
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menbedingungen setzt und sie gezielt unterstützt, damit an Rhein und Ruhr der Umbau
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gelingt.
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Für unsere sozialökologische Energiewende setzen wir Grüne auf das starke, hochquali-
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fizierte und innovative Handwerk. Kaum ein Wirtschaftszweig wird im gesamten Spekt-
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rum des Klimaschutzes so sehr gebraucht. Neben vielen anderen Berufsgruppen ist hier
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insbesondere das Bauhandwerk entscheidend. Damit das Handwerk in seiner ganzen
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Breite vom Umbau unserer Infrastruktur profitiert, setzen wir auf eine starke Tarifpartner-
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schaft, branchenspezifische Mindestvergütungen und fairen Wettbewerb. Lohn-Dumping,
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Werkverträge und ausbeuterische Subunternehmermodelle bekämpfen wir und werden
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dafür klare rechtliche Grundlagen schaffen. Weil gerade das Handwerk einer ständigen
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Entwicklung unterliegt, werden wir die Frage, in welchen Gewerken eine Meisterpflicht
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wieder notwendig ist, fortlaufend gemeinsam mit den Innungen, Kammern und der Wis-
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senschaft neu bewerten und Reformbedarf abarbeiten. Wir werden den Betrieben pass-
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genaue Unterstützung anbieten, damit die ökologisch-digitale Transformation auch im
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Handwerk Realität wird. Hierbei ist es uns wichtig, dass sich die Handwerkenden ihre
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Identität – und damit die Souveränität über ihre Daten und Prozesse – erhalten können
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und dass der Zugang zu E-Commerce-Vertriebsmöglichkeiten selbstverständlich wird. So
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schaffen wir Perspektiven für die Fortführung der Betriebe durch die junge Generation.
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Bürokratie, die kleine und mittelgroße Handwerksbetriebe – oft systemrelevant für die
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Umsetzung der Energiewende und für lokale Versorgungsketten – in ihrer Fortführungs-
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perspektive hemmt, muss abgebaut werden.
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Nachfolge fördern
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Der demographische Wandel wird dazu führen, dass viele Betriebe in naher Zukunft neue
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Eigentümer*innen brauchen. Wir wollen die potenziellen Nachfolger*innen bei den An-
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forderungen, die Digitalisierung, Familienfreundlichkeit und Nachhaltigkeit mit sich brin-
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gen, fördern: durch passgerechte Unterstützung und günstige Kredite für geplante Maß-
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nahmen in diesen Bereichen. Unsere vielen kleinen und mittleren Unternehmen, die Ar-
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beitsplätze und den gesellschaftlichen Zusammenhalt sicherstellen, wollen wir erhalten
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und zukunftsfest aufstellen.
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Fachkräfteoffensive für das Handwerk
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Das Handwerk braucht dringend Nachwuchs, denn in den kommenden Jahren gehen zig-
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tausende Meister*innen und Fachgesell*innen der Generation der Babyboomer in den Ru-
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hestand und/oder geben ihre Betriebe aus Mangel an Nachfolger*innen auf. Um Men-
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schen für das Handwerk zu gewinnen, werden wir gemeinsam mit den Innungen und
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Kammern eine Fachkräfteoffensive starten, die aus vier Säulen besteht: Erstens stärken
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wir die duale Ausbildung durch mehr und bessere überbetriebliche Praxisanteile. Dane-
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ben werden wir die Lerninhalte mit Blick auf Klimaschutz, Regionalisierung, Digitalisie-
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rung und Automatisierung weiterentwickeln und eine stärkere Zusammenarbeit von
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dungskooperationen zwischen handwerklicher Ausbildung und einem entsprechenden
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Aufbaustudium mit interdisziplinärem Wissenstransfer. Außerdem verbessern wir die Be-
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dingungen für Azubis, indem wir Lernendenwohnheime fördern, das Azubiticket vergüns-
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tigen und perspektivisch dem Studierendenticket gleichstellen sowie mehr Möglichkeiten
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schaffen, Teile der Ausbildung im Ausland zu absolvieren. Frauen sind in den so genann-
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ten technischen Handwerksberufen unterrepräsentiert. In diesen Berufsfeldern fördern
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wir Maßnahmen zur Erhöhung der Anzahl weiblicher Fachkräfte und Auszubildenden.
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Zweitens verstärken wir die Anstrengungen, um Menschen mit Behinderung oder Men-
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schen mit Zuwanderungsgeschichte für handwerkliche Berufe zu gewinnen. Drittens ver-
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bessern wir die Weiterbildungs- und Aufstiegschancen, indem wir die Meister*innenaus-
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bildung als Zielperspektive analog zum Studium finanzieren, mehr Stipendien vergeben
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und Zugänge zu universitären Ausbildungen für ausgebildete Handwerker*innen verbes-
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sern. Umgekehrt eröffnen wir Wege aus einem technischen oder naturwissenschaftlichen
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Studium ins Handwerk. Viertens werden wir auch die Arbeitsmarktzugänge, die Ausbil-
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dungsanerkennung und die Qualifizierungsmaßnahmen für Handwerker*innen aus dem
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Ausland verbessern.
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Besseres Klima für neue Jobs im Mittelstand
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Was für manche lange undenkbar schien, ist längst Wirklichkeit: BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
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NEN und unsere mittelständisch geprägte Wirtschaft sind selbstverständliche Partner auf
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dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft. Denn ohne einen innovativen Mittelstand, vom
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verarbeitenden Gewerbe über das Handwerk und die unterschiedlichen Dienstleistungs-
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bereiche bis hin zu einer lebendigen und mutigen Gründer*innenkultur, können wir unser
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Ziel einer klimaneutralen Gesellschaft nicht erreichen. Mit unserem sozialökologischen
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Investitionsprogramm und unserem klaren Fokus auf eine Infrastruktur-, Gesundheits-
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und Sozialpolitik, die unser Land zukunftsfest macht, schaffen wir ein Konjunkturpro-
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gramm, von dem insbesondere der nordrhein-westfälische Mittelstand – vom metallver-
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arbeitenden Betrieb bis hin zum Pflegedienst – profitieren wird. Mit unserem klaren Fo-
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kus auf die Erreichung der Klimaziele des Pariser Abkommens schaffen wir einen verläss-
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lichen und berechenbaren Rahmen für Investitionen – bis 2050 und darüber hinaus. So
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schaffen wir in den kommenden Jahren zehntausende neue und zukunftssichere Arbeits-
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plätze in und für NRW.
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Fachkräfte braucht das Land
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Der Fachkräftemangel ist das wohl drängendste Problem in weiten Teilen unserer Wirt-
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schaft. Waren früher vor allem naturwissenschaftliche und Ingenieurberufe betroffen, su-
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chen heute die unterschiedlichsten Branchen dringend nach gut ausgebildeten Men-
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schen. Wir bringen in NRW eine breite Qualifizierungsoffensive auf den Weg, die unsere
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erfolgreichen Strukturen – wie die duale Ausbildung oder den Meisterbrief – stärkt, aber
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wir senken und schrittweise abschaffen. Dazu verbessern wir die Finanzierung außerbe-
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trieblicher und schulischer Ausbildungszentren von Industrie, Handwerk und den sozialen
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Berufen. Wir bauen die Zusammenarbeit von Hochschulen und Berufskollegs aus und ho-
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len so hochqualifizierte Fort- und Weiterbildungsangebote an unsere Berufsschulen. Ler-
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nen auf dem neuesten Stand der Technik, Lernen für die digitale Zukunft: Das wird mög-
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lich in landesweiten Bildungsinstituten und durch eine verbesserte personelle und mate-
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rielle Ausstattung der überbetrieblichen Berufsbildungsstätten, die eine Schlüsselrolle
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beim Wissenstransfer in die betriebliche Praxis übernehmen. Sie sollen regionale Orte für
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die Demonstration von typischen Prozessen in der Produktion der Zukunft werden, in de-
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nen auch Entscheider*innen aus kleinen und mittleren Unternehmen Anregungen für ei-
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gene Wege zur Industrie 4.0 erhalten. Um noch mehr Menschen für Ausbildung und Qua-
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lifizierung zu gewinnen, bauen wir Hürden ab, die Frauen, Älteren, Menschen mit Behin-
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derungen, Jugendlichen oder Menschen mit Migrationsgeschichte oft noch im Weg ste-
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hen. Hierbei legen wir einen besonderen Fokus auf Asylbewerber*innen. Auf allen Ebenen
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unterstützen wir dabei, sie schon in einer frühen Phase in passende Ausbildungsberufe
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zu integrieren bzw. die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen zu erleichtern, um
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so dem Fachkräftemangel und der notwendigen Integration erfolgreich zu begegnen.
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Nach der Krise: Jetzt neu starten
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Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen 2 Jahren entsetzliches Leid über die Welt,
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Deutschland und auch über NRW gebracht. Über 1,5 Millionen Infizierte und über 20.000
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Todesfälle haben bis zum Beginn des Jahres 2022 unsere Gesellschaft auch in NRW tief
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gezeichnet. Für große Teile der Wirtschaft ist die Pandemie ebenfalls eine Zäsur. Beson-
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ders hart hat es Restaurants, Hotels, die Tourismus- und Veranstaltungsbranche, die Kul-
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turwirtschaft, aber auch viele Einzelhändler*innen getroffen. Sie hat zudem offengelegt,
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dass gerade Solo-Selbstständige und Auszubildende zu schlecht abgesichert sind. Ein
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Neustart nach der Corona-Krise muss daher gezielt an diesen Stellen ansetzen. Wir un-
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terstützen den Neustart kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Solo-Selbstständigen,
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Kulturschaffenden und KMU mit bis zu 50 Beschäftigten werden wir bei der Rückzahlung
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der Sofort- und Überbrückungshilfen großzügige Stundungen ermöglichen. Neben diesen
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finanziellen Hilfestellungen werden wir auch die Restrukturierungs- und Insolvenzbera-
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tung für KMU in den kommenden Jahren ausweiten sowie eine zeitnahe Erst- und Folge-
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beratung finanziell unterstützen. So ermöglichen wir gesteuerte Insolvenzverfahren, be-
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wahren Arbeitsplätze und geben kleinen Unternehmen eine Zukunft. Die Absicherung von
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Solo-Selbstständigen und Auszubildenden werden wir verbessern, indem wir ihnen Zu-
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gänge zu sozialen Sicherungssystemen wie dem Kurzarbeitergeld ermöglichen.
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Für lebendige Innenstädte und Ortszentren – den Strukturwandel aktiv gestalten
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Lebendige und attraktive Innenstädte und Ortszentren stiften Identität sowie Gemein-
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schaft und steigern die Lebensqualität. Durch die Transformation des Einzelhandels ste-
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hen unsere Zentren vor einem grundlegenden Wandel. Bereits vor der Corona-Krise ver-
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änderten sich Konsumgewohnheiten und belasteten den stationären Einzelhandel: Ein
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öffnungszeiten und einer vermeintlich bequemen Lieferung direkt ins Haus. Dieser tief-
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greifende Strukturwandel schlägt sich auch auf weitere Dienstleistungsbranchen nieder,
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z. B. Reisebüros und Hotels.
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Wir befähigen Kommunen, ihre Ortskerne und Stadtmitten zu einzigartigen Orten mit An-
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ziehungskraft zu gestalten: Neue Nutzungen, mehr Kunst und Kultur, Kreativität und ein
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stetiger Wandel (z. B. durch Start-ups, Pop-ups und Aktionen) locken Besucher*innen in
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die Zentren. Durch Bildungseinrichtungen schaffen wir gebundene Frequenz. Konsum-
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freie Orte laden zum Verweilen ein und bieten eine hohe Aufenthaltsqualität. Hacker-
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und Maker-Spaces fördern neue Formen des bürgerschaftlichen Engagements und der
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Zusammenarbeit. So verhindern wir Leerstände, Filialisierungen und die Verödung. Dazu
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benötigen Kommunen dauerhaft ausreichende Ressourcen und nicht nur kurzfristige Pro-
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jektgelder.
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Mit einem Fonds stellen wir finanzielle Mittel bereit, damit Kommunen strategisch wich-
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tige Immobilien wie ehemalige Großhandelskaufhäuser erwerben können und so lang-
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fristig ihren Gestaltungsspielraum sichern. Mit einem neuen Landeswettbewerb zeichnen
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wir kommunale Konzepte und Strategien aus, die Innenstädte und Ortszentren lebendig
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machen und ihnen unverwechselbare Profile verleihen.
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Neben Innenstädten und Ortszentren gilt es aber auch, die Städte und Gemeinden gene-
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rell neu aufzustellen und Jahrhundertherausforderungen zu bewältigen: Wo früher nur
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über Parkplätze und Sonntagsöffnungen debattiert wurde, muss es heute um Klima-
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schutz, Digitalisierung und die Mobilitätswende als komplexe und miteinander ver-
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schränkte Herausforderungen gehen. Die sozialökologische Entwicklung der Städte und
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Gemeinden zeigt sich in attraktiven Plätzen, dem Ausbau grüner und blauer Infrastruktur,
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in Umnutzung und Verdichtung sowie in Quartieren für alle. Dazu benötigen Kommunen
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eine dauerhaft ausreichende finanzielle Ausstattung, um beispielsweise eine vorsorgende
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Flächenpolitik betreiben zu können. So können auch partizipative Prozesse unterstützt
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werden, Initiativen aus der Zivilgesellschaft reale Stadträume umgestalten und umnutzen
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sowie lebendige Quartiere entstehen.
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Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken
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Unter diesem Titel hat die rot-grüne Landesregierung bereits 2016 ein erfolgreiches För-
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derprogramm aufgelegt, mit dem Städte und Gemeinden bei der Entwicklung innovativer
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Konzepte für den lokalen Einzelhandel unterstützt werden. Auf Grundlage dieser Erfah-
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rungen helfen wir gerade kleinen Einzelhändler*innen beim Schritt von der Fußgänger-
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zone ins Internet: von der lokalen Online-Handelsplattform über virtuelle Geschäfte, di-
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gitale Einkaufsführer bis hin zur (im Internet längst gängigen) Nutzung anonymisierter
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Kund*innendaten durch den stationären Handel. Wir unterstützen mit zusätzlichen Mit-
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teln für zukunftsweisende Smart-City-Ansätze einen lebendigen Einzelhandel, der die
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Stärken von neuen und traditionellen Geschäftsmodellen verbindet. Kleinen Handelsun-
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ternehmen helfen wir, die Investitionskosten zur Erschließung dieser neuen Absatzwege
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zu stemmen. Nicht zuletzt helfen wir so kleinen Läden dabei, trotz der großen Markt-
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macht von Online-Portalen weiter zu bestehen.
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Warum nicht den Einkauf aus der Fußgängerzone klimaneutral nach Hause liefern lassen?
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Wir Grüne denken City-Logistik neu und machen Logistikketten effizienter, klimafreund-
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licher und zeitsparender. Dazu setzen wir auf Innovationen und die Chancen von Elektro-
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mobilität, Digitalisierung und Vernetzung. In den kommenden 10 Jahren entwickeln wir
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in allen Großstädten, aber auch in interessierten ländlichen Kreisen City-Hubs, die insbe-
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sondere die steigende Zahl von Liefersendungen aus dem Online-Handel mithilfe von
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Echtzeitinformationen bündeln und die so genannte letzte Meile, also die Anlieferung
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nach Hause, klimaneutral organisieren. Lastenräder und Transportfahrzeuge mit alterna-
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tiven Antrieben machen die Zustellung flexibler, leiser und abgasfrei. Bis 2030 soll jeder
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Haushalt Anschluss an Paketboxen haben, um mehrfache Zulieferfahrten zu verhindern.
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Das beruhigt den Verkehr in Wohngebieten und verschafft den Zusteller*innen mehr Zeit.
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Dabei müssen auch die Arbeitsbedingungen der Lieferfahrer*innen deutlich verbessert
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werden, dem Ausbremsen von Betriebsratsgründungen oder der Ausbeutung von Arbei-
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ter*innen treten wir entschlossen entgegen.
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Daten für den Wandel nutzen
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Als Grüne wollen wir die Klimakrise bewältigen, zukunftsfähige Wirtschaftsstrukturen und
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Wertschöpfungsketten ermöglichen und mit Wissen, Wissenschaft und Gestaltungsmut
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der Komplexität unseres Zusammenlebens entgegentreten. Dafür sind Daten und deren
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Verfügbarkeit eine essenzielle Voraussetzung. Die öffentliche Hand muss Datenzugang,
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Datenverfügbarkeit und gemeinwohlorientierte Regeln für das Teilen von Daten in Zu-
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sammenarbeit mit allen politischen Ebenen aktiv vorantreiben. NRW unterstützt die Pläne
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auf Bundesebene für ein Dateninstitut und regulatorische Maßnahmen zur Nutzung von
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Daten durch Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
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Bessere Arbeitsbedingungen in der Logistikbranche
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Die unentwegt wachsende Zahl von Lastwagen und Lieferfahrten schadet Klima und Um-
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welt und überlastet Straßen und Parkplätze. Das schnelle Wachstum der Logistikbranche
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ging in den vergangenen Jahren nicht zuletzt auf die Knochen der Beschäftigten von Spe-
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ditionen, Logistikzentren und Lieferdiensten. Darum setzen wir die erreichten Verbesse-
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rungen bei Lenk- und Ruhezeiten für Fahrer*innen und das Kabinenschlafverbot mit be-
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sonders geschultem Personal konsequent durch. Das gilt auch für Speditionen aus dem
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Ausland, deren Fahrerinnen und Fahrer oft zu Dumping-Löhnen schuften. Wir pochen auf
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eine funktionierende Tarifpartnerschaft – auch im Versandhandel – und verpflichten Lo-
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gistikriesen, die Einhaltung von Tarifverträgen, Mindestlohn und Arbeitszeiten auch in
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ihren Subunternehmen zu garantieren. So sorgen wir für bessere Arbeitsbedingungen und
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fairen Wettbewerb.
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Die Reise- und Tourismuswirtschaft – ein zentraler Wirtschaftsfaktor und millionenfacher
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Arbeitgeber – ist durch die Corona-Krise schwer getroffen. Einige Folgen, etwa der Ersatz
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von Geschäftsreisen durch digitale Konferenzen, werden dauerhaft zu einem Rückgang
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der Übernachtungen in diesen Bereichen führen. Wir helfen der Branche im doppelten
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Sinne nachhaltig auf die Beine. Kleine Unternehmen (KU), die durch Corona in Schieflage
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geraten sind, unterstützen wir beim Neustart. Gemeinsam mit den Branchenverbänden,
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den regionalen Tourismusagenturen und unserer landeseigenen Agentur „NRW.Touris-
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mus“ bauen wir Beratungs- und Unterstützungsangebote aus, um kleinen Betrieben bei
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der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zu helfen. Wir nutzen auch im Tourismus die
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Chancen der Digitalisierung, um Angebote bekannt zu machen und zu verknüpfen, attrak-
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tive Reisepakete zu schnüren und Besucher*innenströme zu lenken. Wir verbinden den
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notwendigen Neustart mit einem echten Aufbruch und machen NRW zur führenden Marke
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für nachhaltigen Tourismus in Deutschland. So hat sich z. B. der erste nordrhein-westfä-
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lische Nationalpark in der Eifel in wenigen Jahren zu einem Highlight für den nachhalti-
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gen Tourismus in NRW entwickelt. An solche Erfolge knüpfen wir an. Wir stellen mit dem
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Nationalpark Senne einen weiteren einzigartigen Naturschatz unter Schutz und eröffnen
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so neue Potenziale für einen sanften und nachhaltigen Naturtourismus in Ostwestfalen.
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So eröffnen wir neue Möglichkeiten für alle, unsere wunderbaren Landschaften von der
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Weser bis zum Rhein neu zu erleben – naturschonend und klimafreundlich. Gleichzeitig
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helfen wir traditionellen Tourismusregionen wie dem Sauerland, neue und nachhaltige
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Tourismuskonzepte zu entwickeln, die im Sommer, aber auch in zukünftig weniger
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schneereichen Wintern Gäste nach NRW locken.
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Gründung beginnt mit Grün: Wir machen NRW zum Start-up-Spitzenreiter
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Bei der Anzahl von Start-up-Gründungen liegt NRW hinter Berlin und Bayern. Das werden
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wir ändern und die Start-up-Szene in NRW auf das nächste Level heben. Dazu verbessern
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wir das Gründer*innen-Stipendium und richten landesweit weitere Gründungszentren (so-
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genannte Hubs) ein, die ambitionierten Gründerinnen und Gründern zur Seite stehen, sei
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es bei der Bewältigung der Bürokratie, der Kapitalsuche oder dem Produktdesign. Wir
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fördern im Land und in den Kommunen One-Stop-Shop-Lösungen und digitalisieren den
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Prozess der Gewerbeanmeldung überall. Durch kluge Schwerpunktsetzungen fördern wir
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dabei insbesondere Gründungen, die einen Fokus auf nachhaltige Entwicklung, Gleich-
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stellung und die Gemeinwohlorientierung und Gemeinwohlbilanzierung legen. Wir gehen
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voran und stärken die digitalen Geschäftsmodelle der Social Entrepreneurs und gemein-
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wohlorientierten Start-ups, indem wir sie bei der Beschaffung und Vergabe der öffentli-
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chen Hand stärker berücksichtigen. Eine geschlechtergerechtere Mittelvergabe erreichen
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wir, indem wir 50 Prozent der Mittel für Frauen bereitstellen und bei der Vergabe von
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Landesmitteln auf eine paritätische Besetzung der Gutacher*innen sowie Jurys setzen. Für
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eine diverse Gründer*innenlandschaft sorgen wir, indem wir Angebote insbesondere für
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Menschen mit Migrationsgeschichte, aber auch für andere gesellschaftlich Benachteiligte
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begleiten, Skalierungskosten zu finanzieren oder gemeinwohlorientierte Gründer*innen
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gezielt fördern zu können. Mikrokredite möchten wir noch niedrigschwelliger gestalten.
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Um jungen Unternehmen den Zugang zu Kapital zu erleichtern, werden wir auch das be-
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stehende Instrument der (zeitlich begrenzten) „stillen Teilhaberschaft“ (so genanntes
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Mezzanine-Kapital) ausbauen. Um jungen Eltern den Schritt in die Selbstständigkeit zu
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erleichtern, werden wir eine Bundesratsinitiative zur Einführung eines Elterngeldes für
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Gründer*innen starten. Außerdem vereinfachen und erleichtern wir den Zugang zu öffent-
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lichen Fördermitteln und Zuschüssen für Start-ups.
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Innovationen und Spitzentechnologie brauchen Köpfchen, Mut und Wagniskapital
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Die nordrhein-westfälische Wissenschaft, unsere Traditionsunternehmen und auch die
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Gründer*innenszene verfügen über Fachkompetenz und unternehmerischen Mut. Wir sor-
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gen dafür, dass sie für die Ideen und Technologien der Zukunft auch das notwendige
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Wagniskapital erhalten. Mit einem grünen Wagniskapitalfonds stellen wir gemeinsam mit
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Bund und Ländern staatlich abgesichertes Kapital zur Verfügung, mit dem auch große
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Investitionen, insbesondere in Bereichen wie Greentech, Künstliche Intelligenz, nachhal-
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tige und smarte Mobilität, Life Sciences, Quantencomputing oder der IT-Sicherheits-,
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Kommunikations- und Biotechnologie, abgesichert werden können, bei denen Hausban-
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ken das Risiko einer Finanzierung scheuen. So befördern wir nicht nur den nachhaltigen
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technologischen Fortschritt, sondern geben Start-ups und dem forschenden Mittelstand
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dauerhaft eine Heimat in NRW. Dabei stellen wir sicher, dass Unternehmerinnen in be-
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sonderem Maße von dem Fonds profitieren, denn sie kamen bei der klassischen Wagnis-
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kapitalfinanzierung bisher zu kurz.
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Arbeiten, wo man lebt: Home-Office und Co-Working ausbauen
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Die Arbeit im Home-Office prägt spätestens seit Corona das Arbeitsleben von Millionen
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Menschen in NRW. Auch Co-Working-Spaces werden immer beliebter – Arbeitsplätze, die
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Selbstständige und Unternehmen gemeinsam mit anderen nutzen, meist zu einem Bruch-
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teil der Kosten, die eigene Büros, Studios, Labore oder Werkstätten verursachen würden.
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In jedem Fall sind diese neuen Arbeitsorte flexibler, kommunikativer und flächensparen-
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der. Zusätzlich haben sie das Potenzial, Pendelverkehre zu reduzieren. Wir Grüne werden
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Home-Office und Co-Working darum besonders fördern, indem wir Home-Office im öf-
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fentlichen Dienst ausbauen, die verstärkte Anmietung oder Bereitstellung von wohnort-
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nahen Co-Working-Arbeitsplätzen – insbesondere in zurzeit leerstehenden Bestandsim-
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mobilien – seitens öffentlicher Arbeitgeber unterstützen und dafür die rechtlichen Rah-
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menbedingungen schaffen. Wir streben eine Anpassung der Arbeitsstättenverordnung an
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die flexibleren Anforderungen der mobilen Arbeit an, ohne Gesundheits- oder Sicher-
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heitsstandards zu senken. Insbesondere im ländlichen Raum und in dezentralen Stadttei-
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len werden wir die Gründung privatwirtschaftlicher und genossenschaftlicher Co-Work-
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ing-Spaces finanziell fördern, indem wir die Städtebau- und Strukturförderung für ent-
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sprechende Vorhaben öffnen. Wir setzen uns auf Landes- und Bundesebene für eine
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starke betriebliche Mitbestimmung in der neuen Arbeitswelt ein. Konkret werden wir das
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rät*innen und Jugend- und Auszubildendenvertretungen in den Dienststellen unseres
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Landes für die Arbeit 4.0 ausreichend gewappnet sind.
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Weniger, schneller, effizienter: mit digitalen Lösungen Bürokratie vereinfachen
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Generationen von Politiker*innen haben ihn versprochen: den Bürokratieabbau. Auch wir
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können die Bürokratie nicht abschaffen, aber wir machen sie digitaler, schneller und ef-
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fizienter und bauen so Belastungen für Selbstständige und Unternehmen ab. Unser Ziel
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ist es, dass Unternehmen sämtliche Behördenkontakte, Statistikpflichten und Steueran-
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gelegenheiten über eine zentrale Plattform abwickeln können. Behördliche Entschei-
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dungs-, Genehmigungs- oder Prüfungsprozesse werden wir mithilfe digitaler Anwendun-
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gen beschleunigen und – wo das möglich ist – ganz automatisieren. Auch die Arbeit von
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Stadt-, Kreis- und Gemeinderät*innen wird digital. Dazu werden wir in einem Beteili-
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gungsprozess mit Öffentlichkeit und Unternehmen bis Ende 2023 Maßnahmen für eine
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digitale Strukturreform für die Landesbehörden und kommunalen Verwaltungen erarbei-
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ten. Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen werden wir von übermäßigen Bürokra-
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tieanforderungen und Aufzeichnungspflichten entlasten, indem wir Bagatellgrenzen ein-
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führen bzw. anpassen, Statistikabfragen bündeln und das Prinzip der Änderungsmittei-
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lung (Daten werden nur bei signifikanten Veränderungen übermittelt) ausweiten.
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Besondere Lagen erfordern besondere Maßnahmen – wir machen Wirtschaftsförderung
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extra für Frauen und marginalisierte Menschen
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Frauen genau wie kleinere marginalisierte Gruppen stehen aus unterschiedlichen Grün-
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den vor höheren Hürden, um in der Wirtschaft Fuß zu fassen. Das gilt für die Vergabe von
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Führungspositionen ebenso wie für die Möglichkeiten, sich selbstständig zu machen oder
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ein Unternehmen zu gründen. Damit sich das ändert, werden wir in allen Wirtschaftsför-
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derprogrammen des Landes NRW – von der Gründungsförderung bis zur Hightech-For-
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schung – ein separates Budget ausschließlich für die Förderung von Frauen sowie
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genderqueeren Menschen, Menschen mit Behinderung und Menschen mit Migrationshin-
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tergrund reservieren. Davon unbenommen behalten oben genannte Menschen weiterhin
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Zugang zu den „freien“ Mitteln der Fördertöpfe. So stellen wir sicher, dass Frauen wie
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auch marginalisierte Personengruppen an allen Wirtschaftsfördermaßnahmen partizipie-
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ren, und ermutigen jene Menschen, die als Ganzes die Mehrheit der deutschen Bevölke-
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rung widerspiegeln, bestehende Widerstände zu überwinden und sie als Gemeinschaft
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abzubauen. Besondere Beachtung sollen darüber hinaus mehrfach marginalisierte Men-
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schen bekommen, da diese oft vor zahlreichen Hürden stehen, was sich stets in ihrer
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wirtschaftlichen Realität widerspiegelt.
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Gemeinwohl
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Unsere bestehende Wirtschaftsweise sprengt neben den planetaren auch gesellschaftli-
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che Grenzen. Deswegen ist es für uns von herausragender Bedeutung, sich das grundge-
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setzliche Ziel allen Wirtschaftens wieder klarer vor Augen zu führen: das Gemeinwohl.
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Gemeinnützige Arbeitgeber*innen in Kultur, Sport oder sozialen Bereichen leisten täglich
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ihren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beitrag, um unser Land voranzubringen. Wir
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möchten zusätzlich Purpose-Unternehmer*innentum, Sozialunternehmen, Genossen-
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schaften, Sharing-Projekte, solidarische Gemeinschaften („Commons“) stärken sowie die
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nachhaltige und solidarische Plattform-Ökonomie in unserem Land mit geeigneten Bera-
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tungs- und Unterstützungsstrukturen (z. B. Wirtschaftsförderung 4.0) unterstützen.
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Zugleich gehen wir mit den landeseigenen Betrieben bzw. Beteiligungen als gutem Bei-
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spiel voran, wir setzen uns für ein Pilotprojekt für die Gemeinwohlbilanzierung von lan-
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deseigenen Betrieben in der kommenden Legislaturperiode ein und laden privatwirt-
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schaftliche Unternehmen mit einer Beratungsunterstützung ein, an diesem Pilotprojekt
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teilzunehmen.
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Wir machen den Verbraucherschutz fit für die Aufgaben von morgen
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Die Corona-Pandemie hat zwangsläufig viele Dienstleistungen in den virtuellen Raum
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verlagert. Auch die Verbraucherzentrale NRW hat damals schnell reagiert und ihre Bera-
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tungsformate an die Pandemiebedingungen angepasst. Auf diese Weise konnte den Rat-
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suchenden kompetente und verlässliche Hilfestellung angeboten werden. Eine Entwick-
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lung, die auch nach dem Ende der Pandemie bleiben wird, denn sie macht vieles einfa-
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cher, insbesondere für Menschen, die weniger mobil sind. Deshalb werden wir die Ver-
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braucherzentralen beim Ausbau ihrer digitalen Angebote unterstützen, damit noch mehr
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Menschen von den wichtigen Angeboten profitieren können.
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Damit die Energie- und Wärmewende gelingt, sind große Investitionen der Privathaus-
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halte notwendig. Viele Menschen vertrauen auf die unabhängige Beratung der Verbrau-
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cherzentralen, bevor sie eine Solaranlage anschaffen oder ein Sanierungsprojekt begin-
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nen. Wir werden daher die Beratungsstrukturen der Verbraucherzentralen in NRW im Be-
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reich Energiewende und Klimaschutz deutlich aufstocken und viele Angebote kostenfrei
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zur Verfügung stellen.
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Für uns gehört eine unabhängige Verbraucherberatung zur Daseinsvorsorge. Gemeinsam
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mit der Verbraucherzentrale NRW wollen wir das Netz der Beratungsstellen ertüchtigen,
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nötigenfalls erweitern und deren Finanzierung langfristig sichern.
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Arbeiten im Home-Office, Filme streamen in der Freizeit, Meetings mit Geschäftskund*in-
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nen oder das digitale Bürger*innenbüro – in vielen Situationen benötigen Menschen und
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Unternehmen eine funktionierende und schnelle Internetverbindung. Davon ist NRW zu
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oft noch weit entfernt. Mit einem Genehmigungs-Turbo und gezielter Förderung bringen
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wir schnelles Internet mit Glasfaser und 5G spätestens 2030 an jede Haustür. Wir unter-
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stützen Kommunen und ihre Verwaltungen beim Netzausbau und dem Stopfen von Funk-
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löchern mit Mobilfunkkoordinator*innen vor Ort. Wir machen endlich Tempo bei der Aus-
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stattung öffentlicher Einrichtungen mit freiem WLAN. So kommt die digitale Zukunft zu
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allen Menschen in NRW!
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Digitalisierung vor Ort fördern
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Die Digitalisierung passiert direkt vor der Haustür, ob nun in der Straße eine Glasfaser-
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leitung verlegt wird oder die Kommune einen neuen digitalen Service anbietet. Wir bera-
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ten und fördern die Kommunen, damit sie die Digitalisierung vor Ort besonders durch die
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konsequente Internalisierung von Digitalisierungskompetenzen eigenständig und nach-
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haltig gestalten können. Dazu gehören die Förderung für eine digitale Infrastruktur, eine
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digitale Verwaltung sowie eine Green-IT-Strategie. Dafür schaffen wir die rechtlichen
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Rahmenbedingungen und Ansprechpartner*innen auf Landesebene. Gemeinsam mit dem
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Städte- und Gemeindebund professionalisieren wir den Wissenstransfer zwischen den
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Kommunen, indem wir Erfahrungen und Best Practices zentral sammeln und durchsuch-
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bar machen. Damit alle Generationen auf die verbesserte Infrastruktur zurückgreifen kön-
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nen, werden wir digitale Angebote speziell für ältere Menschen verstärken und Bildungs-
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angebote für digitale Medien ausbauen.
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Damit Kommunen intelligent, ressourcenschonend und klimaneutral werden, bringen wir
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die Konzepte von „Smart City“ und „Zero-Emission-City“ zusammen und fördern eine
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schnelle und breite Umsetzung. Um Klima und Menschen zu entlasten, fördern wir mobi-
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les Arbeiten. Wir helfen Kommunen, Co-Working-Spaces und Standorte für mobiles Ar-
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beiten aufzubauen, um damit unter anderem jungen Gründer*innen flexible Arbeitsum-
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gebungen anbieten zu können. Wir sorgen dafür, dass Home-Office im öffentlichen Dienst
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möglich wird, wo immer es geht und die Beschäftigten es wünschen. Dazu gehören ent-
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sprechende Ausstattungen und IT-Strukturen, der rechtliche Rahmen und andere Anpas-
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sungen der Verwaltung an die veränderte Arbeitswelt. Wir schaffen neue Räume für Grün-
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der*innen, die sich durch den Strukturwandel in den Kommunen ergeben. Um Gründun-
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gen im Bereich der digitalen Wirtschaft besser zu fördern, schaffen wir die richtigen Be-
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ratungsstrukturen, bauen die Gründungsförderung an Hochschulen aus und stärken die
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Start-up-Kultur – insbesondere im ländlichen Raum.
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Schulanmeldung, Bauantrag, Personalausweis: Wir wollen, dass alle Behördengänge in
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Zukunft auch digital möglich sind. Die digitalen Dienste und Informationen der öffentli-
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chen Hand machen wir einfach nutzbar und gestalten sie barrierefrei. Je wichtiger das
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Internet im Alltag wird und je öfter auch Teile des gesellschaftlichen Lebens im digitalen
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Raum stattfinden, desto wichtiger ist es, von dessen Nutzung niemand auszuschließen.
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Es ist wichtig, dass alle einen Zugang zu einer schnellen Internetleitung haben und auch
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in der Lage sind, mit dieser Technik selbstbestimmt umzugehen. Für Menschen ohne ei-
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genes Endgerät setzen wir uns für frei verfügbare PC-Arbeitsplätze in öffentlichen Ein-
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richtungen ein. Alle Bevölkerungsgruppen sollen digitale Dienste nutzen und davon pro-
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fitieren können, barrierefrei, leicht verständlich und in verschiedenen Sprachen. Wir sor-
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gen dafür, dass von der Kindertagesstätte bis zur Berufsschule Grundkenntnisse der In-
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formatik sowie Digital-, Medien- und Quellenkompetenz besser vermittelt werden und
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dazu die Aus- und Weiterbildung auch des Lehrpersonals weiterentwickelt wird. Mit ei-
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nem Projekt „Digital mobil im Alter“ fördern wir die Nutzung digitaler Kommunikations-
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und Informationstechnologien für ältere Menschen und den Aufbau von Initiativen zur
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Stärkung der digitalen Teilhabe im Alter. Wichtig ist aber vor allem für Senior*innen: Der
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persönliche Kontakt in Ämtern muss weiterhin möglich bleiben.
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Besser bauen
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Gebäude werden in aller Regel errichtet, um sie über Jahrzehnte hinweg zu nutzen. Die
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Art und Weise, wie wir heute bauen, hat einen entsprechend langfristigen Einfluss auf die
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Gesundheit von Menschen, Klima und Umwelt. Mit einer neuen ökologischen Landesbau-
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ordnung werden wir NRW zum Vorreiter einer nachhaltigen, ressourcenschonenden Bau-
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kultur machen und den Bausektor in den kommenden 10 Jahren vollständig auf klima-
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neutrale Bauweisen und kreislauffähige Baumaterialien umstellen. Um Ressourcen zu
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schonen und den so genannten grauen Energieverbrauch (der bei der Herstellung von
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Baumaterialien wie z. B. Zement entsteht) zu senken, fördern wir den modernen Holzbau
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mit Holz aus regionaler Erzeugung – auch für öffentliche Gebäude – und machen Solar-
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energie zum Standard auf jedem neuen oder renovierten Dach. Dort, wo Solarenergie
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nicht zum Einsatz kommt, sollte die Begrünung von Dächern als Alternative genutzt wer-
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den. Öffentliche Bauprojekte müssen auf diesem Weg ihrem Vorbildcharakter gerecht
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werden. Darum sorgen wir dafür, dass in NRW schon bis 2025 öffentliche Gebäude nur
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noch klimafreundlich und nachhaltig errichtet werden.
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Wir machen Gebäude und Straßen von heute zum Rohstofflager für morgen
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Bauabfälle machen rund die Hälfte unseres Müllaufkommens aus. Diese Bilanz ist umso
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gravierender, da die Produktion der so entsorgten Baustoffe das Klima enorm belastet.
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So macht allein die Betonproduktion etwa 8 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes aus.
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cycelten Baumaterialien. Um NRW zum Vorreiter einer nachhaltigen Baukultur zu ma-
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chen, investieren wir – beispielsweise im Rheinischen Revier – in die Materialforschung
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sowie die Entwicklung und den Aufbau funktionierender Baustoffkreisläufe. Im Rahmen
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unserer neuen Landesbauordnung werden wir erstmals feste Quoten für die Verwendung
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recycelter Baustoffe wie z. B. Kies, Sand oder Festgesteine festschreiben. Bei Bauaufträ-
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gen des Landes werden wir die Wiederverwertbarkeit und den Einsatz von Recyclingbau-
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stoffen wie Beton, Glas oder Sekundäraluminium zum ständigen Ausschreibungskriterium
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machen.
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Rohstoff- und Baustoffpolitik für eine lebenswerte Zukunft
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Die Spuren der Gewinnung von Kies und anderen Gesteinen haben einige Regionen
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NRWs, vor allem entlang des Niederrheins, in der Kulturlandschaft Haltern – Lippe –
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Haard oder in Teilen des Bergischen Landes, tiefgreifend verändert. Längst sind hier tief-
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greifende gesellschaftliche Konflikte um die Zerstörung der Landschaft oder die Ver-
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schlechterung des Grundwassers entbrannt, die durch die ideologische Bagger-Politik von
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Schwarz-Gelb weiter verschärft wurden. Wir werden den Rohstoffabbau in NRW grundle-
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gend reformieren. Den Bedarf an zusätzlichen Rohstoffen werden wir durch mehr Res-
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sourceneffizienz und den Umstieg in die Kreislaufwirtschaft schrittweise zurückführen.
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So bringen wir Versorgungssicherheit und Umweltschutz zusammen und befrieden ge-
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sellschaftliche Konflikte. Die Ereignisse von Blessem haben gezeigt: Der Abbau von Bo-
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denschätzen in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten, noch dazu in Überschwemmungs-
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gebieten, kann Leben und Eigentum von Menschen gefährden. Wir werden bestehende
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Genehmigungen für Kiesgruben und Co. überprüfen, genauso wie die Regeln, nach denen
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in NRW neue genehmigt werden.
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Abbauplanung reformieren, Rohstoffe für kommende Generationen bewahren
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Die bisherige Praxis beim Abbau von Locker- und Festgesteinen wie Sand, Kies, Kalk oder
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Schiefer führt letztlich dazu, dass die Rohstoffunternehmen einen Freifahrtschein für die
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Erschließung neuer Abbauflächen haben. Wir unterstützen die Forderungen des Nieder-
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rheinappells von 2019. Zur Entlastung bei der Ausweisung neuer Flächen und zur Ver-
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meidung weiteren Faktenschaffens sind kurzfristig im Landesentwicklungsplan die Ver-
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sorgungszeiträume von 25 Jahren wieder auf maximal 15 Jahre zu reduzieren, wobei der
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regionale Bedarf unserer heimischen Bauindustrie und nicht zurückliegende Abbaumen-
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gen Grundlage der Berechnung sein muss. Fehlanreize bauen wir durch diese neue Be-
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darfsermittlung ab, die schrittweise steigende Wiederverwendungsquoten bereits im
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Kreislauf befindlicher Rohstoffe einbezieht und so Anreize für mehr Baustoffrecycling
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setzt. Wir werden die Planungen zukünftig auf Landesebene steuern. Ausgewiesene Flä-
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chen können bis zum Abbau für erneuerbare Energien genutzt werden.
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Anders als z. B. beim Abbau von Braunkohle ist die Beseitigung der landschaftlichen Spu-
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ren und der Umweltfolgen des Rohstoffabbaus von Locker- und Festgesteinen weitge-
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gen, die die dauerhaften Folgen wie abgesenkte Grundwasserspiegel, gerodete Wälder
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oder bleibende Baggerseen sowie die Kostenträgerschaft verbindlich regeln. Mit der Ein-
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führung einer Rohstoffabgabe auf jede Tonne abgebauten Gesteins schlagen wir zwei
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Fliegen mit einer Klappe. Wir beteiligen die Unternehmen und Endkunden an den Folge-
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kosten des Rohstoffabbaus und setzen gleichzeitig Anreize für den Einsatz alternativer
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Baustoffe. Einnahmen aus der Rohstoffabgabe sollen z. B. für die Altlastensanierung und
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die Flächenentsiegelung verwendet werden.
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Sparkassen als Partnerinnen von Kommunen und Mittelstand stärken
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Die Sparkassen sind ein unterschätzter Wirtschaftsfaktor in NRW: Mit 86 Instituten, Ein-
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lagen von 251 Milliarden Euro, einem Kreditvolumen von 230 Milliarden Euro und einem
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Marktanteil von bis zu 50 Prozent spielen sie eine entscheidende Rolle für den Finanz-
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standort NRW. Die Institute sind vor Ort meist eng verwurzelt, unterstützen lokale Kin-
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dergärten, Sportvereine und Kunstprojekte. An der ökologischen und digital-nachhaltigen
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Transformation in Kommunen und Mittelstand, aber auch an der Finanzierung von Start-
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ups beteiligen sich die Sparkassen allerdings zu selten. Auch die Eigenanlagen von Spar-
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kassen und die Anlageberatung für Privat- und Geschäftskunden sollen nach ESG-Krite-
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rien erfolgen und zum Standard werden. Ein Grund hierfür ist der enge Rechtsrahmen des
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Sparkassengesetzes. Damit unsere Sparkassen ihr finanzielles Potenzial und ihre wirt-
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schaftliche Kompetenz künftig freier entfalten können, werden wir dieses anpassen.
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NRW.BANK zur grünsten Landesförderbank machen
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Wir wollen die NRW.BANK stärken und ihre Rolle als Unterstützerin für die sozial-ökolo-
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gische und digital-nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft ausbauen.
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Die Verwirklichung dieser Transformation erfordert die Aktivierung und Mitwirkung vieler
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Stakeholder. Einen Baustein bildet die landeseigene Förderbank NRW.BANK. Als haus-
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haltsunabhängige und wettbewerbsneutrale Landesförderbank erbringt sie bei der Un-
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terstützung der mittelständischen Wirtschaft, unserer Kommunen und bei der Wohnraum-
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förderung eine Reihe von Leistungen, die den Menschen in Nordrhein-Westfalen zugute-
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kommen. Um die Rolle der NRW.BANK für die sozial-ökologische und digital-nachhaltige
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Transformation zu stärken, ergänzen wir ihren staatlichen Auftrag um das Förderziel
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„Transformation“ und richten das Geschäftsmodell der NRW.BANK und ihre Förderstrate-
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gie an den Zielen „Transformation“, „Nachhaltigkeit“ und den Empfehlungen des
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Sustainable-Finance-Beirats der Bundesregierung aus. Unser Ziel ist es, die NRW.BANK
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zur grünsten Landesförderbank Deutschlands zu machen.
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demie hat vor allem die Jüngsten besonders hart getroffen. Menschlich, sozial und beim
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Lernen ist viel auf der Strecke geblieben. Dabei ist Bildung ein Schlüssel dazu, dass alle
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Menschen ein erfülltes Leben in einer friedlichen, gerechten und nachhaltigen Welt leben
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können.
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Unsere Kinder sind unsere Zukunft – sie verdienen Bildung auf der Höhe der Zeit. Die
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Welt wandelt sich. Sie wird digital und global, erfordert Teamwork und die Fähigkeit,
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neue Probleme zu lösen. Wie sollen Bildungseinrichtungen Schritt halten, wenn nicht
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einmal das WLAN funktioniert und die Deutschlehrerin wieder nur einen Halbjahresver-
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trag bekommt? Wir investieren deshalb in Gebäude, in digitale Ausstattung und vor allem
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in gut ausgebildete Menschen, die im Bildungssystem arbeiten und mit vollem Einsatz
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einfühlsam Gestaltungskompetenzen vermitteln. Wir investieren gemeinsam mit Unter-
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nehmen in Orte der modernsten beruflichen Bildung. Junge Menschen wollen die Welt
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erkunden und lernen – sorgen wir dafür, dass sie ihre Potenziale zur Entfaltung bringen
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können!
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Bildungsgerechtigkeit erreichen wir nur durch gute Bildung von Anfang an. Gerade in den
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frühen Jahren wird der Grundstein für das spätere Leben gelegt. Unser Bildungssystem
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muss dabei allen dieselben Chancen geben und akzeptieren, dass unsere Gesellschaft
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immer unterschiedlicher und herausfordernder wird. Kitas und Schulen mit besonderen
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Herausforderungen verdienen dabei unsere besondere Unterstützung. Das ist auch wich-
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tig, damit Bildungserfolg und sozialer Aufstieg nicht mehr abhängig sind von Elternhaus,
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Herkunft und Postleitzahl.
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Alle sollen selbst entscheiden, welchen Bildungsweg sie einschlagen. Ausbildung oder
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Studium dürfen nicht zum finanziellen Risiko werden, sondern verdienen gesellschaftli-
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che Unterstützung – gebührenfrei, mit günstigen Bus- und Bahntickets, Assistenzen für
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Menschen mit Behinderung und bezahlbarem Wohnraum. Längst ist es normal, die Ent-
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scheidung für einen Beruf nicht mehr für das ganze Leben zu treffen. Mit mehr Weiterbil-
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dung in jeder Lebensphase schaffen wir Halt im Wandel.
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Die nordrhein-westfälische Hochschullandschaft ist so dicht und vielfältig wie die in
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kaum einer anderen Region, sie steht für Exzellenz und gesellschaftliche Verantwortung.
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Forschende und Studierende gestalten den Wandel ganz entscheidend mit. Wir stehen für
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freie Hochschulen, an denen hochwertige Lehre, gute Arbeitsbedingungen und exzellente
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Forschung Hand in Hand gehen.
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Mehr Chancen für alle Kinder – frühkindliche Bildung ausbauen
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Kinder brauchen Kinder. Gemeinsam mit Gleichaltrigen in der Kita oder Kindertages-
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pflege zu spielen, zu singen, zu essen und sich auszuprobieren macht Kindern Freude und
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ein gutes Angebot für frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung machen. Dafür
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werden wir die frühkindliche Bildung in NRW ausbauen und qualitativ weiterentwickeln.
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Gute pädagogische Arbeit braucht qualifizierte Fachkräfte und Qualität braucht Zeit. Wir
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beteiligen in einem intensiven fachlichen Austausch Erzieher*innen und Träger an Fragen
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zu Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und der Qualität der Bildungsarbeit. Die Per-
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sonalkapazitäten müssen so berechnet werden, dass sie die alltäglichen Anforderungen
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und die Arbeitsrealität in den Kitas auch wirklich abbilden. Erzieher*innen brauchen Zeit
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für Fortbildungen, Urlaubstage müssen einberechnet werden und auch Krankheitsfälle
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dürfen nicht zu alltäglicher Personalknappheit führen. Die Kita-Leitung braucht Zeit, um
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die Organisation der Einrichtung zu regeln, die pädagogische Arbeit zu begleiten und in
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Netzwerken mit den umliegenden Grundschulen, den Familienbildungsstätten und dem
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Jugendamt zusammenzuarbeiten. Wie viele Kinder pro Erzieher*in betreut und wie viel
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Zeit für Leitungsaufgaben sowie Fortbildung gebraucht werden, werden wir anhand wis-
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senschaftlicher Standards neu regeln. Zur Entlastung der Erzieher*innen und Kita-Leitun-
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gen werden wir auch Verwaltungsstellen und Hauswirtschaftskräfte in den Kitas finan-
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zieren. Der Mix aus ausgebildeten Erzieher*innen und studierten Kindheitspädagog*innen
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macht ein gutes Betreuungsteam aus. Die Ausbildungs- und Studienplätze an den Berufs-
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schulen und Hochschulen werden wir dem Bedarf in der Berufspraxis entsprechend aus-
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bauen. Auch die Kindertagespflege in NRW möchten wir bedarfsgerecht ausbauen und
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setzen uns dafür ein, dass auch die Fachberatungsstellen für Kindertagespflege hinrei-
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chend ausgestattet und für ihre vielfältigen Aufgaben gut qualifiziert sind.
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Gute Bildung von Anfang an – Qualität in der Kindertagesbetreuung verbessern
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In den ersten Jahren der Kindheitsentwicklung geschieht unglaublich viel. Kinder lernen
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krabbeln, machen die ersten Schritte und beginnen, Wörter so lange auszusprechen, bis
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der erste Satz sitzt. Die frühkindliche Bildung legt den Grundstein für faire Bildungschan-
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cen. Wir wollen Kinder in ihrem Recht auf gesunde Entwicklung und Beteiligung von Be-
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ginn an stärken. Kinder wollen ihren Alltag und ihre Lebenswelt mitgestalten. Wir unter-
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stützen Kitas und Kindertagespflegeeinrichtungen bei der Umsetzung von Beteiligungs-
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konzepten. Wir unterstützen Einrichtungen dabei, alle Kinder in ihren Bedarfen zu stärken
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und sie in ihrer Entwicklung zu begleiten. Die ersten Jahre sind die wichtigsten für die
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sprachliche, motorische und kognitive Entwicklung. Sprachmittler*innen, Logopäd*innen
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und andere Therapeut*innen sollen von den Kitas unbürokratisch ins Team einbezogen
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werden. Daneben ist die Mehrsprachigkeit Teil der Lebensrealität von vielen Kindern. Sie
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wollen wir in den Kitas fördern. Bewegung und gesunde Ernährung sind elementar für
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die kindliche Entwicklung. Deshalb möchten wir die Bewegungs- und Gesundheitsförde-
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rung von Kindern in Kitas, Schulen und der Kindertagespflege besonders stärken. Für flä-
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chendeckende Programme der gesundheitlichen Bildung an Kitas und Schulen sollen lo-
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kale Netzwerke aufgebaut werden, etwa zwischen dem Öffentlichen Gesundheitsdienst,
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Ärzt*innen, Krankenkassen und Sportvereinen. Eine qualitativ hochwertige Mittagsver-
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pflegung wird in Kitas und der Kindertagespflege mit uns beitragsfrei. Kitas in einem
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Umfeld, in dem viele Familien erschwerte Startbedingungen haben, verdienen besondere
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dem wir zusätzlich Kita-Sozialarbeiter*innenstunden fördern. Die kulturelle Bildung in
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Kitas werden wir stärken, damit diese auch im Vorschulalter keine Frage des Geldbeutels
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der Eltern ist.
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Mehr Erzieher*innen in die Kitas
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Gute Bildung braucht gute Fachkräfte. Wir wollen Kitas, die die besten Bedingungen für
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unsere Kleinsten und gute Arbeitsbedingungen für unsere Fachkräfte bieten. Für qualita-
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tiv und quantitativ gut ausgestattete Kitas brauchen wir deutlich mehr Fachkräfte. Damit
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die Erzieher*innen ausreichend Zeit für die Kinder haben, muss die Tatsache einbezogen
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und berechnet werden, dass die Kräfte auch einmal krank werden, Urlaub machen oder
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sich fortbilden. Das wird uns durch die Umsetzung eines Bündels von Maßnahmen gelin-
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gen: Der Beruf Erzieher*in braucht Wertschätzung. Er ist verantwortungsvoll, und das
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sollte sich in den Arbeitsbedingungen und der Vergütung widerspiegeln. Klar ist auch,
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dass wir Fachkräfte ausbilden müssen. Die Ausbildungskapazitäten müssen wir steigern.
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Die Zahl der Studienplätze an den Hochschulen im Fach Erziehungswissenschaften muss
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dem Bedarf in der Berufspraxis gerecht werden. Dabei wollen wir auch unterschiedliche
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Zugänge zum Beruf ermöglichen. Die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) wird gut ange-
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nommen und soll ausgebaut werden. Dabei sind Teilzeitausbildungen zu ermöglichen.
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Außerdem wollen wir Kitas, die ausbilden, mehr Mittel geben.
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Die Kita von heute muss die Vielfalt unserer Gesellschaft abbilden. Die Anerkennung von
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ausländischen Abschlüssen sollte deshalb praktikabel sein. Zudem gibt es an den Kitas
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noch immer zu wenig männliche Erzieher. Mit gezielter Ansprache wollen wir sie für die-
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sen Beruf gewinnen. Dazu legen wir speziell für Jungen ein Programm auf, das sie beson-
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ders im Rahmen der Berufswahlorientierung und der Betriebspraktika an soziale Berufe
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heranführen soll. Auch sind Menschen mit anderen Berufserfahrungen für das Team wert-
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voll. Der Quereinstieg in den Beruf Erzieher*in muss qualitativ hochwertig ausgerichtet
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sein, aber auch unkomplizierter werden. Wir werden die praxisintegrierte Ausbildung zur
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Fachkräftegewinnung fördern. Den Alltagshelfer*innen, die zu Corona-Zeiten in den Kitas
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eingesetzt wurden, wollen wir durch Weiterqualifizierung das Angebot machen, in den
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Kitas zu bleiben. Zur Entlastung der pädagogischen Fachkräfte ist das Alltagshelfer*in-
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nenprogramm kurzfristig ein wichtiger Beitrag und soll zunächst fortgeführt werden.
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Kinder und Jugendliche haben etwas zu sagen – beteiligen wir sie
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Wie sollte der Spielplatz vor Ort ausgestaltet sein? Wann fährt der Bus zurück nach
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Hause? Was ist das nächste Bauprojekt der Stadt? Kinder und Jugendliche sind von poli-
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tischen Entscheidungen direkt betroffen. Wir wollen sie in die Gestaltung ihrer Umgebung
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einbeziehen. Denn sie sind die Expertinnen und Experten für ihre Lebenswelt. Aus diesem
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Grund werden wir die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen in der Gemein-
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gungen von Kindern und Jugendlichen durchzuführen, um ihre Belange vor Ort besser
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wahrzunehmen. Auch von der Landespolitik sind junge Menschen direkt betroffen. Daher
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soll der Jugend-Check für Gesetzesvorhaben durch ein regelmäßiges Jugend-Monitoring
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zu den Auswirkungen politischer Entscheidungen auf junge Menschen ergänzt werden.
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Zudem stärken wir kommunale Jugendparlamente und sichern die Beteiligung von Ju-
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gendlichen durch eine Stärkung des Landesjugendrings. Gemeinsam mit den Jugendver-
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bänden und unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen erarbeiten wir eine Beteili-
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gungsstrategie auf Landesebene. Kinder und Jugendliche haben das Recht, über ihre Zu-
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kunft mitzuentscheiden. Deshalb setzen wir uns für die Absenkung des Wahlalters auf 16
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Jahre ein. Auf Basis einer Evaluation des Wahlalters 16 wollen wir das Wahlalter gegebe-
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nenfalls weiter absenken.
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Für eine eigenständige und inklusive Jugendarbeit
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Kinder und Jugendliche lernen nicht nur auf den Schulbänken. Auch die Kinder- und Ju-
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gendarbeit hat einen starken Einfluss auf ihre Persönlichkeitsentwicklung. Junge Men-
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schen brauchen Freiräume, um sich auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu machen.
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Demokratie, Antirassismus, Geschlechtergerechtigkeit, Frieden und Menschenrechte sind
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zentrale Themen der Jugendverbandsarbeit und der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.
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Hier wird unmittelbar erfahrbar, wie sich Gesellschaften gestalten, und gleichzeitig wird
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die eigene Identitätsentwicklung unterstützt. Wir werden bewährte Projekte der Offenen
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Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendverbandsarbeit strukturell verankern. Die Ju-
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gendarbeit vor Ort ist kein zusätzliches, sondern ein notwendiges Angebot. Daher werden
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wir die Kommunen dabei unterstützen, die Kinder- und Jugendarbeit und die Offene Kin-
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der- und Jugendarbeit allen Kindern und Jugendlichen diskriminierungsfrei zur Verfügung
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zu stellen. Den Kinder- und Jugendförderplan machen wir inklusiv. Unser Ziel: Die Kinder-
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und Jugendarbeit ist offen für alle Kinder und Jugendlichen und bildet unsere vielfältige
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Gesellschaft ab. Wir werden die erforderlichen Mittel bereitstellen, damit Angebote der
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Kinder- und Jugendarbeit barrierefrei gestaltet werden können.
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Queere Jugendzentren sichern und ausbauen
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Wir wollen queere Jugendarbeit nachhaltig fördern. Hier wollen wir ein besonderes Au-
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genmerk auf die ländlichen Räume und eine Intersektionalität legen. Die Arbeit von quee-
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ren Zentren und Jugendzentren muss überregional gedacht und im Landesförderplan
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langfristig abgesichert werden, da diese einen Anlaufpunkt für queere Menschen in den
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Regionen bilden.
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Mehr Familienzentren für NRW
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Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder. Dadurch entstehen viele Fragen und Unsi-
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cherheiten, aber auch einfach das Bedürfnis nach Austausch. Kitas, die zu Familienzentren
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weiterentwickelt wurden, sind solche Orte des Austauschs, der Weiterbildung und einer
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niedrigschwelligen Unterstützung von Eltern. Wir wollen Kitas und Träger auf dem Weg
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gen, die Eltern haben, hören nach der Kita nicht auf. Im Gegenteil: Der Übergang von der
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Kita zur Grundschule und die Unterstützung von Familien, die Grundschulkinder haben,
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ist ebenso wichtig. Grundschulen werden wir daher zu Orten der Bildung, Beratung, Be-
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gegnung und Unterstützung von Familien weiterentwickeln. Die Vernetzung der Kita- und
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Grundschulfamilienzentren mit anderen Einrichtungen im Stadtteil, in dem Eltern leben,
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führt zu einer ganzheitlichen Beratung und Hilfestellung. Um dies zu erreichen, wollen
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wir die Familienbildung, Familienpflege und die Familienberatung in NRW stärken. Wir
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setzen uns für eine Familienbildung ein, die von den Kindern, Jugendlichen und Eltern
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mitgestaltet wird.
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Mehr Zeit für die Familie
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Morgens das eine Kind zur Kita bringen, das andere in die Schule und dann auch noch
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rechtzeitig am Arbeitsplatz sein. Nach dem Feierabend dann schnell die Kinder vor Kita-
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und Schulschluss abholen: Junge Familien geraten bei der Organisation ihres Alltags im-
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mer mehr unter Zeitdruck. Das ist der Grund dafür, dass wir kommunale Zeitbüros fördern
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wollen, in denen ermittelt wird, welche Betreuungszeiten Eltern und Kinder brauchen
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und wo Busfahrpläne so optimiert werden, dass sie den Familien mit Kindern in den Stoß-
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zeiten helfen. Entsprechend können die Zeitbedürfnisse von Bürger*innen, Unternehmen,
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ÖPNV-Anbietern, Schulen, Kitas und Dienstleistenden besser abgestimmt werden. Klar ist
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aber auch, dass Arbeit und Familie vereinbar sein müssen. Dabei sind auch die Arbeitge-
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ber*innen gefordert. Daher werden wir das Netzwerk „Familienfreundliches Unterneh-
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men@NRW“ gründen, um einen Austausch zwischen den Unternehmen, Wissenschaft-
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ler*innen, Verbänden und der Politik zu fördern. Auch die öffentliche Verwaltung hat bei
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der Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine Vorbildfunktion, weshalb wir sie familien-
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freundlich gestalten werden.
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Trennung und Scheidung führen häufig zu individuellen Belastungen von Kindern und
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Erwachsenen. Wir stärken die Familienbildung und -beratung bei der Unterstützung von
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Familien in und nach einer Trennung, auch bei Themen wie der Aufteilung von Sorgear-
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beit.
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Bessere Bedingungen für Alleinerziehende
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Es gibt viele Familienformen – Kinder allein zu erziehen ist eine davon. Die Anforderun-
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gen an alleinerziehende Eltern sind hoch. Sie sind besonders auf eine verlässliche Infra-
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struktur angewiesen, die es ihnen ermöglicht, Familie und Erwerbsarbeit gut vereinbaren
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zu können. Deshalb werden wir die Kinderbetreuung in Randzeiten ausbauen und Pro-
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jekte fördern, bei denen Kinder in den Randzeiten in ihrem Zuhause betreut werden.
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Wenn ein Kind einen Notfall hat oder ins Krankenhaus muss, möchten Eltern bei ihrem
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Kind sein. Gibt es aber weitere (jüngere) Kinder, dürfen diese nicht immer mitgebracht
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werden, brauchen aber Betreuung. Auch hierfür ermöglichen wir eine Betreuung in Not-
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situationen. Alleinerziehende, die behördliche Angelegenheiten regeln müssen, brauchen
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Hilfe aus einer Hand. Wir werden kommunale Familienberatungsstellen und freie Träger
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auch dringend benötigen, ist Stressabbau. Daher werden wir entsprechende Erholungs-
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und Gesundheitsprogramme fördern.
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Regenbogenfamilien unterstützen
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Familie ist für uns dort, wo Kinder sind oder Menschen dauerhaft Verantwortung fürei-
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nander übernehmen. Egal ob Mutter-Vater-Kind-Familie, lesbische Mütter, schwule Väter,
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Trans*-, Inter- und Regenbogeneltern mit Kinderwunsch – Familien in NRW sind vielfältig
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und bunt. Und so vielfältig sind auch die Fragen, mit denen Regenbogenfamilien kon-
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frontiert sind. Dabei brauchen Regenbogenfamilien eine fachkundige Beratung und Be-
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gleitung durch geschulte Menschen, denen die verschiedensten Familienkonstellationen
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samt den rechtlichen Hürden vertraut sind und die vorbehaltlos Hilfestellung geben kön-
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nen. Deswegen ist eine „Landeskoordinationsstelle Regenbogenfamilien“ dauerhaft zu
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garantieren und personell angemessen auszustatten. Immer noch erfahren Regenbogen-
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familien Ausgrenzung. Deswegen braucht es eine Koordination der Fort- und Weiterbil-
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dungen von Mitarbeiter*innen in Behörden und Familienberatungsstellen.
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Bildungsaufbruch in unseren Schulen
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Schon lange kennen wir die Herausforderungen, vor denen Schüler*innen, Eltern und alle,
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die in Schulen arbeiten, stehen. Unser Schulsystem ist unterfinanziert, es fehlt an gut
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ausgestatteten und modernen Räumlichkeiten und entsprechenden Lernmitteln. Schü-
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ler*innen sind teils massivem Leistungsdruck und hoher psychischer Belastung ausge-
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setzt. Der Lernerfolg der Schüler*innen ist abhängig von ihrer Herkunft, Bildungsnähe
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und der Finanzkraft ihrer Eltern. Wir sehen im gemeinsamen Lernen aller Kinder und da-
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mit in den integrierten Schulformen die größten Chancen, Kinder auf die Herausforde-
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rungen der Zukunft vorzubereiten und mehr Bildungsgerechtigkeit zu schaffen. An dem
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Ziel einer Schule, an der alle Kinder willkommen sind und gemeinsam lernen, halten wir
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fest.
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Die Corona-Pandemie hat alle bekannten Probleme noch verschärft, viel Unsicherheit er-
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zeugt und große Schäden an Körper und Seele vieler Kinder und Jugendlicher verursacht.
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Sie mussten am meisten verzichten und tragen schwer an den Folgen der Pandemie.
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Menschlich und fachlich ist seit Anfang 2020 viel verloren gegangen, was selbst über die
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Maßen engagierte Pädagoginnen und Pädagogen allein nicht auffangen können. Jetzt
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geht es darum, der Schule ihren Sinn und ihre Seele zurückzugeben und die Probleme
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beherzt anzugehen. Wir wollen, dass unsere Kinder sich in ihrer Schule wohlfühlen und
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dort wieder gerne leben und lernen. Dies bedeutet für die gesamte Gesellschaft einen
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enormen Kraftakt – den wir im besten Sinne begleiten und gestalten wollen. Wir wollen
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den Schulen wieder Verlässlichkeit geben und klare Zielperspektiven für die Qualitäts-
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entwicklung und setzen dafür die notwendigen Standards.
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und Ländern nutzen, um künftig Investitionsprogramme, etwa für Sanierung und Neubau
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an besonders herausfordernden Standorten, auf den Weg zu bringen und auch personelle
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Unterstützung, z. B. beim Ganztag, bei der Inklusion und der Sozialarbeit, zu verstärken.
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Wir wollen die Kommunen bei der Sanierung und Modernisierung ihrer Schulen unter-
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stützen – und zwar nicht nur mit neuen Krediten, sondern auch bei der Tilgung wie schon
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beim Programm „Gute Schule 2020“. Die Aufgabenverteilung bei der Steuerung von
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Schulentwicklungsplanungen und bei der Finanzierung von Schulen zwischen Land und
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Städten und Gemeinden wollen wir gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden
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neu verabreden. Die vom Bund zur Verfügung gestellten Investitionsmittel, die Schulbud-
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gets für Schulen in benachteiligten Regionen und Quartieren sowie die zusätzlichen Stel-
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len für Schulsozialarbeiter*innen werden wir nach sozialen Kriterien verteilen, damit sie
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vor allem dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Eine mögliche Ini-
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tiative des Bundes zur Änderung des Grundgesetzes zur Verbesserung der Bund-Länder-
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Kooperation im Bildungsbereich werden wir unterstützen.
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Die Grundschulen legen wichtige Grundlagen für den weiteren Bildungsweg – ihre Arbeit
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wollen wir besonders fördern. Wenn Kinder zwischen dem 1. Juli und dem 30. September
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geboren sind, wollen wir den Eltern die Entscheidung über die Einschulung überlassen.
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Wir wollen unsere Schulen fit für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts machen
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und Innovationen ermöglichen. Dafür werden wir unseren Schulen mehr pädagogische
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Freiheit geben, denn sie wissen selbst am besten, was ihre Schüler*innen brauchen. Dazu
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fördern wir das Lernen in Projekten und jenseits von Fachgrenzen, ermöglichen den Schu-
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len Alternativen zum klassischen Notensystem und stärken eine Feedbackkultur auch
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durch die Schüler*innen. Zur pädagogischen Freiheit gehören ebenso mehr Entschei-
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dungskompetenzen in Personalfragen für die Schulen, mehr Ressourcen, mehr Unterstüt-
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zung und ein Förderprogramm bei der Schulentwicklung. Innovative Schulentwicklung
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wie in den „Primusschulen“ soll schulgesetzlich verankert werden.
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Modern, digital, vielfältig: eine Schule, die auf die Zukunft vorbereitet
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Die Herausforderungen für und die Erwartungen an Schule und Bildung steigen stetig.
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Die Welt ist im Wandel und ein Großteil der Schulkinder von heute wird zukünftig in
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Berufen arbeiten, die wir jetzt noch gar nicht kennen. Für das Verständnis von und den
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Umgang mit dieser grundlegenden Transformation ist Bildung ein Schlüssel. Dabei sind
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Informatikkompetenzen die Grundlage für soziale Teilhabe und den gesamtgesellschaft-
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lichen Fortschritt in der digitalen Gesellschaft. Darauf muss die Schule reagieren.
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Wir sorgen dafür, dass informatische Grundlagen allen zugänglich werden und das Lernen
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mit digitalen Medien in allen Schulen in NRW funktionieren kann und zur Selbstverständ-
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lichkeit im Schulalltag wird. Dabei fördern wir insbesondere die Medienkompetenz der
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Schüler*innen. Damit dies möglich ist, statten wir alle Schüler*innen und Lehrer*innen
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mit mobilen Geräten aus und sichern diese Ausstattung langfristig ab. Wir wissen um die
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enorme Aufgabe, auch die Lehrkräfte hierfür fit und mit neuen Medien und Techniken
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len wir in den nächsten 5 Jahren eine Fortbildungsoffensive für alle, die in unseren Schu-
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len arbeiten, durchführen.
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Wir werden den Mittelabfluss des Digitalpakts beschleunigen, die Erarbeitung des vom
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Bund geplanten Digitalpakts 2.0 eng begleiten und seine schnelle Umsetzung in Nord-
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rhein-Westfalen gemeinsam mit den Kommunen organisieren.
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Auch der Umgang mit der gesellschaftlichen Realität von Mehrsprachigkeit, Inklusion,
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unterschiedlicher Herkunft und den Hintergründen der Schüler*innen verlangt spezielle
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Fertigkeiten und Kenntnisse. Und schließlich gilt es, auch unser Wertesystem, unsere De-
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mokratie zu stärken und unsere Umwelt und unser Klima zu schützen. Wir unterstützen
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die Initiative „SoWi bleibt“ für Schulen und Hochschulen und werden den Fokus an Schu-
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len noch stärker auf die Bereiche Politik, Sozialwissenschaften und Gesellschaft legen.
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Wir werden außerdem Schwerpunkte in den Bereichen „Bildung für nachhaltige Entwick-
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lung“, „Antidiskriminierung“ und „Politische Bildung“ legen und die Weichen dafür stellen,
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dass außerschulische Bildungsangebote und -orte verstärkt genutzt werden. Wir fördern
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kurz- und langfristige Austauschbegegnungen in allen Schulformen. Lehrkräfte sollen bei
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der Etablierung und Durchführung von Austauschprojekten unterstützt werden.
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Wir fördern die Mehrsprachigkeit und das Erlernen von Sprachen in den Schulen und stär-
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ken damit die europäische und internationale Sprachfähigkeit und Verständigung. Die
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Schule der Zukunft setzt vermehrt auf Gestaltungskompetenzen statt auf reines Fakten-
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wissen. Die Mitwirkung von Schüler*innen- und Elternvertretung soll auf der kommuna-
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len Ebene verankert werden.
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Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche in der Schule eine gesunde und bewusste
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Ernährung praktisch erleben und einüben können, ohne die Eltern finanziell zu belasten.
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Deshalb werden wir Schulen und Schulträger mithilfe von Förderprogramen dabei unter-
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stützen, Schulverpflegung gesünder und nachhaltiger zu machen.
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Wir wirken der Stigmatisierung und Diskriminierung geschlechtlicher und sexueller Min-
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derheiten entgegen und werden die Lehrpläne entsprechend überarbeiten. Dazu gehört
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auch ein diskriminierungsfreier Sexualkundeunterricht.
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Wir wollen die niedrigschwellige Beratung von Eltern stärken, die auch die pädagogi-
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schen Leistungen von Schulen einbezieht. Die Intensivierung und Institutionalisierung
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der schulischen Wirkungsforschung und Sozialindizes im Rahmen von regionaler bzw.
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lokaler Bildungsberichterstattung streben wir an.
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Wir bringen mehr Personal in die Schule
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Unterrichtsausfall, Lehrkräftemangel in vielen Fächern und Schulen am Kapazitätslimit –
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nicht erst die Corona-Pandemie zeigt, dass unser Schulsystem auf Kante genäht ist. Des-
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halb muss endlich Schluss sein mit unbesetzten Stellen und Flickschusterei statt echter
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Vorsorge und Problemlösung. Die Schulen brauchen keine Leer-Stellen auf dem Papier
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des Landeshaushaltes, sie brauchen reale Menschen in multiprofessionellen Teams, um
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die Corona-Lücken zu schließen und Schüler*innen darin zu bestärken, selbstbewusst
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vertrauen.
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Wir wollen mit einer Ausbildungsreform und zusätzlichen (Weiter-)Qualifizierungs-mög-
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lichkeiten endlich alle Schulformen bedarfsgerecht mit Lehrkräften versorgen. Wir ent-
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lasten das pädagogische Personal von Verwaltungsaufgaben, damit mehr Zeit fürs Lehren
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bleibt. Ein modernes Schulsystem braucht eine Lehrer*innenausbildung, mit Blick auf die
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Individualität der Schüler*innen. Deshalb wollen wir eine Studienreform, die durch duale
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Elemente und Studiengänge erweitert wird. Mit den Lehrer*innenverbänden wollen wir
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die überfällige Neubewertung der Lehrer*innenarbeitszeit angehen. Deshalb werden wir
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mit Kulturagent*innen, Inklusionspat*innen, Schulsozialarbeiter*innen, Schulpsycho-
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log*innen, Quereinsteiger*innen, Verwaltungskräften, IT-Fachkräften und Administra-
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tor*innen sowie Expert*innen aus der Zivilgesellschaft und vielen anderen Menschen da-
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für sorgen, dass unsere Schüler*innen ein breites Bildungsangebot in allen Schulformen
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und damit echte Chancen für ihre Zukunft erhalten. Kulturelle Bildung in der Schule soll
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gestärkt werden. Angebote in Kooperation mit Kulturinstitutionen und der Freien Szene
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sollen ausgebaut und bedarfsorientiert gefördert werden.
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Wir werden die Diversität der Lehrkräfte weiter steigern. Dafür wollen wir insbesondere
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Menschen mit Fluchterfahrung für die Arbeit an Schulen gewinnen und befähigen. Unnö-
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tige Hürden beim Seiten- und Quereinstieg sowie bei der Anerkennung ausländischer
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Schulabschlüsse und Berufserfahrungen bauen wir ab.
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Grundschulen, aber auch Schulen in herausfordernden Lagen sowie die Berufskollegs sind
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besonders vom Lehrer*innenmangel betroffen. Wir wollen die Lehrer*innenversorgung –
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insbesondere die der Schulen der Sekundarstufe I in herausfordernden Lagen – besser
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steuern und dafür die Möglichkeiten des Personalrechts und der Reduzierung von Unter-
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richtsverpflichtungen, aber auch finanzielle und laufbahnbezogene Anreize nutzen. Dabei
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haben wir die Fach-, Werkstatt- und Technischen Lehrkräfte und die Situation der Seiten-
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und Quereinsteiger*innen besonders im Blick.
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Wir wollen mit einer praxisnahen Ausbildungsreform und zusätzlichen (Weiter-) Qualifi-
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zierungsmöglichkeiten endlich alle Schulformen bedarfsgerecht mit Lehrkräften versor-
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gen und die Attraktivität im Beruf sowie die Aufstiegschancen erhöhen.
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Neben Fortbildungsangeboten aller Art, digitalen, analogen wie hybriden, sollten dabei
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Vernetzungs- und Kommunikationsangebote im Mittelpunkt stehen, um „Peer Learning“
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sowie „Co-Creation--Prozesse“ zu ermöglichen.
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Die gleiche Besoldung für alle Lehrämter (A13 als Eingangsbesoldung) – nicht nur für die
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neu ausgebildeten Lehrer*innen – ist unser Ziel.
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Wir bauen die ganztägige Bildung aus
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Immer noch gibt es in Nordrhein-Westfalen zu wenig Ganztagsplätze in der Grundschule
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– nur knapp die Hälfte der Grundschüler*innen hat hier Platz. Das werden wir ändern.
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Dabei geht es nicht nur um den reinen Ausbau, sondern auch um die Qualität. Guter Ganz-
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tag beginnt nicht erst, wenn der Unterricht endet. Deshalb wollen wir, dass Schulen eng
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hängen, ob Kinder die Chance auf eine beitragsfreie ganztägige Bildung bekommen und
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ihre Eltern Familie und Beruf vereinbaren können.
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Deshalb wollen wir den vom Bund beschlossenen Rechtsanspruch auf einen Ganztags-
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platz in der Grundschule für eine breite Ausbauoffensive in unserem Land nutzen. Wir
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wollen endlich verbindlich festlegen, welche Qualität der Ganztag haben muss – bisher
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ist dies abhängig von der Finanzkraft der Kommune, den Bedingungen für die im Ganztag
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Beschäftigten und den Möglichkeiten an der Schule. Es muss selbstverständlich werden,
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dass Schule mehr ist als Unterricht und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
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Zeit und Raum braucht! Dafür verdoppeln wir die Finanzierung des Ganztags auf 4.000
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Euro pro Platz und werden mit einem vom Land breit unterstützten Anreizprogramm
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200.000 zusätzliche Plätze einrichten, um für den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch gut
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vorbereitet zu sein.
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Wir machen Bildung unabhängig vom Geldbeutel
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Immer noch hängt Bildungserfolg in Deutschland vom Geldbeutel und der Herkunft der
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Eltern ab. Die Beschaffung von Lernmitteln, Gebühren in Kitas und Ganztagsschulen, Se-
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mesterbeiträge, der Kauf digitaler Endgeräte, Bildungsfahrten und Ausflüge, gesundes
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Mittagessen – die Kosten sind teilweise immens, die Möglichkeiten staatlicher Unterstüt-
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zung unübersichtlich und überbürokratisiert. Je geringer das Einkommen, umso höher ist
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die Belastung der Familien durch diese Kosten. Die Entwicklung von Kindern und Jugend-
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lichen darf aber nicht vom Geld abhängig sein – schon gar nicht in einem so reichen Land
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wie Deutschland.
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Deshalb wollen wir die Lernmittelfreiheit auf digitale Lernmittel ausweiten. Unser Ziel
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ist, dass Bildung für alle beitragsfrei wird. Auf dem Weg dahin werden wir landesweit
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einheitliche Elternbeitragstabellen für Kitas, Kindertagespflege und offene Ganztags-
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schulen einführen, die eine gerechte soziale Staffelung der Gebühren und eine Gebüh-
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renbefreiung für Geringverdienende vorsehen. Wir wollen den gebundenen Ganztag an
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Grund- und weiterführenden Schulen ausbauen.
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Der Ganztag muss qualitativ hochwertig sein. Dazu gehört, dass der Arbeitsplatz attraktiv
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für multiprofessionelles Personal ist.
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So wollen wir den Einstieg in eine beitragsfreie Bildung schaffen und für einen System-
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wechsel sorgen: Wir setzen auf frühe Hilfen statt später Reparaturen.
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Uns ist es wichtig, ungleich zu behandeln, was ungleich ist. Wir werden die staatlichen
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Mittel zukünftig nach Bedarf und nicht mehr mit der Gießkanne verteilen. Anhand eines
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soliden und transparenten schulscharfen Sozialindexes werden wir zusätzliches Lehrper-
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sonal, mehr Sozialarbeiter*innen und weitere Stellen sowie zusätzliche Finanzen ver-
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stärkt an die Schulen an herausfordernden Standorten verteilen.
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Inklusion ist ein Menschenrecht – und Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Die UN-
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Behindertenrechtskonvention ist die Leitlinie unserer Bildungspolitik. Inklusion ist eine
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Aufgabe aller Schulformen und ein Gewinn für alle Schüler*innen. Zugleich ist sie in allen
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Bereichen der Bildung eine große Herausforderung. Sie braucht Zeit und Beharrlichkeit.
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Wir wollen uns dem stellen. Unser Ziel ist weiterhin eine Bildung der Vielfalt: Alle Kinder
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sind an allen Schulen und an allen Schulformen willkommen und werden zu dem für sie
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bestmöglichen Abschluss begleitet. Abschulung und (unfreiwillige) Klassenwiederholun-
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gen soll es nicht mehr geben. Gelingende Inklusion ist eine Frage der Ressourcen, ge-
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meinsames Lernen ist eine Bereicherung für alle. Wir werden deshalb alles tun, bei den
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besonderen Herausforderungen finanziell und personell zu unterstützen, etwa durch fest
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installierte multiprofessionelle Teams, Sonderpädagog*innen und Fortbildungen wie
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auch über Barrierefreiheit und inklusionsfördernde Raumausstattung in den Gebäuden
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sowie Inklusionskoordinator*innen auf Schulleitungsebene. Dazu gehören auch landes-
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weite und vom Land finanzierte Baustandards. Auf diesem Weg müssen als Zwischen-
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schritt die Vorreiterschulen besonders ausgestattet werden. Sie sollen an ein kommuna-
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les/regionales Unterstützungszentrum direkt angebunden sein, in dem Schulpsychologie,
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Jugend- und Sozialhilfe, Beratung und Fortbildung zur Verfügung stehen. Für Kinder mit
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Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und Rechnen schaffen wir die rechtlichen Voraus-
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setzungen für die bestmögliche Unterstützung: Wir überarbeiten den LRS-Erlass und er-
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arbeiten erstmals für NRW einen Dyskalkulie-Erlass.
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Schulen zu Orten ohne Diskriminierung machen
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Rassismus, Antisemitismus, Homo- und Transfeindlichkeit und andere Formen gruppen-
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bezogener Menschenfeindlichkeit sind eine Realität im Alltag vieler Menschen, auf der
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Straße, im Netz und in Institutionen. Diese Art der Diskriminierung macht vor unseren
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Schulen nicht Halt. Deswegen müssen Schüler*innen und Lehrkräften für Hass, Hetze und
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sexualisierte Gewalt – gerade im Netz – sensibilisiert werden.
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Und noch immer beeinflussen rassistische Zuschreibungen die Bildungschancen junger
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Menschen. Wir verstehen Vielfalt und Mehrsprachigkeit als Chance und Potenzial, das wir
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ausschöpfen wollen. Wir wollen deshalb Demokratiebildung, Sensibilität für Formen und
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Auswirkungen von Diskriminierung und rassismuskritische Aufklärungsarbeit in den
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Schulen des Landes verbindlich etablieren und fördern. Wir werden dementsprechende
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Inhalte in die Fort- und Weiterbildungsplanung aufnehmen. Das schulische Personal soll
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dabei durch regelmäßige Fortbildungen und Handreichungen in seiner Handlungssicher-
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heit unterstützt werden. Dazu gehört auch eine geschlechtersensible Sprache.
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Programme wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und „Schule der Vielfalt
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– Schule ohne Homophobie“ und andere Antidiskriminierungsprogramme und Pro-
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gramme, die die gesellschaftliche Vielfalt fördern, werden wir ausbauen und an strengere
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und umfangreichere Kriterien binden, die Rassismus und Diskriminierung nachhaltig ent-
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gegenwirken. In den Lehrplänen und Schulbüchern werden wir rassismuskritische Inhalte
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und die Aufarbeitung der deutschen und europäischen Kolonialgeschichte stärker veran-
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kern. Wir werden den kritischen Umgang mit sozialen Medien und deren Inhalten zum
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den schulischen Inhalten verankern. Politische Bildung muss europa- und friedenspoliti-
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sche Kompetenz fördern und globale Konfliktlagen, die auch Zuwanderungsbiografien
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prägen, berücksichtigen.
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Ausbildung deutlich stärken
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Egal ob im Rheinland oder in Ostwestfalen-Lippe, unabhängig vom elterlichen Einkom-
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men, einer Einwanderungsgeschichte oder einer Behinderung: Jugendliche brauchen Per-
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spektiven. Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung kann eine gute Basis sein, um die
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eigene Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Dafür werden wir eine Ausbildungsgarantie
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einführen, die es allen Jugendlichen ermöglicht, einen vollwertigen Berufsabschluss zu
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erreichen. Wir werden prüfen, inwieweit Unternehmen, die bislang nicht ausbilden, soli-
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darisch an der Ausbildung der Fachkräfte von morgen beteiligt werden können.
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In der Berufsorientierung finden Jugendliche Unterstützung bei der Suche nach dem rich-
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tigen Ausbildungsberuf. Sie muss an allen Schulformen stattfinden und die Schülerinnen
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und Schüler abschluss- und geschlechterunabhängig gleichermaßen ansprechen. Wir set-
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zen uns für die Weiterentwicklung des Erfolgsmodells „Kein Abschluss ohne Anschluss“
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ein, fördern weiterhin die Berufseinstiegsbegleitung sowie Programmansätze wie „Kurs
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auf Ausbildung“. Für Menschen mit Behinderungen wollen wir diese weiter stärken und
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dabei nicht die Behinderung zum Schwerpunkt der Beratung machen.
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Damit alle Jugendlichen auch in Krisenzeiten in die Zukunft starten können, wollen wir
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außerbetriebliche Ausbildungsmöglichkeiten erweitern und jungen Menschen eine Aus-
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bildung garantieren. Wir unterstützen theoriereduzierte Ausbildungen für junge Men-
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schen mit Behinderung und statten Berufsschulen so aus, dass sie diese Auszubildenden
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adäquat beschulen können. Wir fördern die Möglichkeiten, neben beruflichen Qualifika-
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tionen auch weiter Schulabschlüsse zu erwerben, und stärken dadurch die Bildungsgänge
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in den Berufskollegs.
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Unternehmen profitieren, wenn sie ihre Fachkräfte von morgen ausbilden. Uns ist wichtig,
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dass nicht nur große, sondern auch kleine und mittelständische Betriebe ausbilden. Wir
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fördern Verbundausbildungen, an denen sich mehrere Betriebe beteiligen. Können sie
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wegen ihrer Spezialisierung nicht alle Inhalte der Ausbildung selbst vermitteln, überneh-
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men die Partnerbetriebe diesen Teil. In die überbetrieblichen Lehrinhalte werden die The-
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men Digitalisierung und Klimaschutz aufgenommen. Des Weiteren profitieren Auszubil-
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dende und Ausbildungsbetriebe von europäischem Austausch. Wir starten eine Informa-
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tionskampagne über Angebote, die im Kontext von Erasmus+ zur Verfügung stehen und
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treten vor allem mit kleinen und mittelständischen Betrieben in den Dialog, um für die
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Möglichkeiten von Erasmus+ zu werben.
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Ausbildung und Studium schließen sich nicht aus: Wir erleichtern das berufsbegleitende
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Studium und schaffen mehr duale Studiengänge. Der Meisterabschluss ist in Deutschland
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und weit darüber hinaus ein Qualitätsmerkmal handwerklicher Arbeit, den es zu erhalten
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und zu stärken gilt. In unserem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) ist eine Meisterin
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oder ein Meister einem akademischen Bachelor gleichgestellt. Der DQR ist bisher nur ein
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Gleichstellung von beruflicher und akademischer Ausbildung auch Eingang in die Realität
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findet.
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Auszubildende unterstützen
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Für angehende Auszubildende muss es leichter werden, für ihre Ausbildung in andere
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Regionen zu ziehen. Wir setzen uns ein für die Errichtung von Lernenden-Wohnheimen,
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also gemeinsamen Wohnheimen etwa für Azubis, Studierende und Sprachkursteilneh-
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mer*innen. Azubitickets im ÖPNV wollen wir mit Studierendentickets gleichstellen. Mit
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einem Ausbildungsfonds, in den alle Unternehmen einzahlen, stellen wir sicher, dass die
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finanzielle Last verteilt wird. Ausbildungen müssen flexibler werden. Teilzeitausbildun-
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gen ermöglichen auch jungen Eltern oder Personen, die aufgrund von Erkrankungen we-
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niger belastbar sind, einen Abschluss. Gemeinsam mit den Unternehmen und anderen
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Akteuren wollen wir benachteiligte Jugendliche besonders unterstützen, einen Ausbil-
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dungsplatz zu bekommen und zu behalten. Ausbildungsbetriebe sollen außerdem die Si-
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cherheit haben, dass die Azubis, die einen ungesicherten Aufenthaltsstatus haben, nicht
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von einer Abschiebung bedroht werden.
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Mehr Anschluss mit Abschluss – für alle
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Jede*r fünfte Schulabgänger*in verbleibt in NRW dauerhaft ohne jede berufliche Qualifi-
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kation. Diesem Trend wirken wir mit einem Landesprogramm entgegen, das junge Men-
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schen über ihre beruflichen Möglichkeiten aufklärt und bei der Orientierung hilft. Eine
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solche Beratung soll auch Azubis offenstehen, die nach ihrer Ausbildung nicht übernom-
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men werden.
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In unserer Gesellschaft haben zu viele Menschen keinen Schulabschluss, keine Ausbil-
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dung, erhebliche Probleme beim Rechnen, Schreiben und Lesen – den Grundfertigkeiten
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für echte gesellschaftliche Teilhabe. Jede und jeder soll das Recht haben, einen Schulab-
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schluss zu erwerben oder eine Ausbildung abzuschließen. Um dies umzusetzen, werden
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wir die Angebote im zweiten Bildungsweg – etwa von Volkshochschulen und Einrichtun-
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gen in freier Trägerschaft – verstärken, die Berufskollegs zu regionalen Zentren der be-
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ruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung ausbauen und bei Bedarf auch außerbetriebliche
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Ausbildungsangebote ausweiten. Ausbildungsgehälter und Gehälter nach der Ausbildung
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müssen deutlich ansteigen. Das Land NRW geht dabei bei seinen eigenen Beschäftigten
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und Bediensteten mit gutem Beispiel voran.
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Das gerade verabschiedete Weiterbildungsentwicklungsgesetz des Landes haben wir mit-
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gestaltet und Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Stärkung der politischen Bil-
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dung als Aufgabe in den Weiterbildungseinrichtungen verankert. Wir werden nun die dau-
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erhafte Dynamisierung der Finanzierung für die gemeinwohlorientierte Weiterbildung
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schen – unabhängig von Herkunft oder Geldbeutel – erreichen. Dazu wollen wir auch die
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Bildungsberatung im Lebenslauf ausbauen. Zu einer auskömmlichen Finanzierung der öf-
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fentlich geförderten Weiterbildung gehören auch Honorare für Kursleitungen und päda-
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gogisches Personal in entsprechendem Umfang. Dies dient der Qualitätssicherung von
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Weiterbildungsangeboten. Ebenso setzen wir uns für die dauerhafte fachliche Unterstüt-
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zung der Weiterbildungslandschaft durch die Supportstelle Weiterbildung und die Lan-
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desorganisationen für Weiterbildung ein. Dabei sind die Berufskollegs, die in staatlicher
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Verantwortung verbleiben müssen, von zentraler Bedeutung.
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Alle Bürger*innen, ob jung oder alt, sollten außerdem kompetent mit der digitalen Ver-
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waltung und mit sozialen Medien umgehen können. Insbesondere bei Senior*innen be-
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stehen hier Unsicherheit und ein entsprechender Nachholbedarf. Wir fördern deshalb ent-
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sprechende niederschwellige Qualifizierungsangebote.
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Mehr Fachkräfte von morgen durch bessere Weiterbildungsmöglichkeiten
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In vielen Branchen, sei es im Handwerk oder in den so genannten Care-Berufen (pädago-
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gische, Gesundheits- und Pflegeberufe), fehlen Fachkräfte. Mit einer Reform der Meister-
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ausbildung, Meistergründungsprämien und mehr Stipendien erhalten Handwerker*innen
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bessere Aufstiegschancen.
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Wir ermöglichen Qualifizierungen für den Seiteneinstieg in Berufe wie die Kindertages-
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pflege. In den Gesundheits- und Pflegeberufen sind die Anforderungen an die Qualifika-
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tionen des Lehrpersonals gestiegen. Wir schaffen berufsbegleitende Qualifizierungsmög-
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lichkeiten, z. B. für das Lehrpersonal in der Pflege.
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Den Weg zum Studium ebnen
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Studieren ist in der Regel ein Vollzeitjob ohne Einkommen und erfordert finanzielle Un-
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terstützung. Viele Studierende müssen ein Studium mit Behinderung oder chronischer
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Erkrankung bewältigen oder mit Care-Arbeit und anderen Verpflichtungen in Einklang
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bringen. Dafür brauchen sie finanzielle Unterstützung und flexible Studienmodelle. Wir
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sehen den Staat in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass ein Studium nicht am Geld-
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beutel oder an anderen sozialen Hürden scheitert. Bei der Preisentwicklung der Semes-
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terbeiträge wollen wir sicherstellen, dass sie für Studierende gut bezahlbar werden. Um
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mehr Wohnungen für Studierende zu schaffen, fördern wir deren Neubau und Sanierung
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über erhöhte Zuschüsse an die Studierendenwerke. Und um die soziale Infrastruktur an
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den Hochschulen zu verbessern, erhöhen wir auch die übrigen Zuschüsse an die Studie-
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rendenwerke. Mit einer Studienstarthilfe von bis zu 1.000 Euro fördern wir bedürftige
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Studienanfänger*innen unbürokratisch und schnell. Auch im weiteren Studienverlauf be-
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dierende die Kosten für zwingend benötigte Studienmaterialien übernehmen. Dadurch
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und durch eine verlässliche Unterstützung des NRW-Zentrums für Talentförderung, aber
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auch durch die zusätzliche Unterstützung für Hochschulen, fördern wir Chancen für alle.
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Wir bauen das Angebot an Teilzeitstudiengängen aus. Wir stärken die Beauftragten für
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Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung und machen Inklusion zur
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Querschnittsaufgabe in Forschung, Lehre und Administration. Und wir fördern den Aus-
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bau der psychologischen Beratung an Hochschulen und Studierendenwerken. Wir fördern
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in Bildung und Forschung vielfältige Perspektiven und fördern Talente durch Programme
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zur Förderung von Diversity Management an Hochschulen. Wir stärken die internationale
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und interkulturelle Kompetenz, indem wir mehr Studierenden die Teilnahme an Erasmus+
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und anderen Austauschprogrammen ermöglichen. Wir setzen uns zudem dafür ein, dass
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die Zulassungsvoraussetzungen für Bachelor- und Masterstudiengänge transparenter
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kommuniziert werden.
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Wir verbessern die Lehre an Hochschulen in NRW für alle
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Wir wollen die Lehre an den Hochschulen in NRW für alle verbessern und insgesamt in-
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klusiver gestalten. Dafür wollen wir die Betreuungsrelation massiv verbessern. Wir för-
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dern die barrierefreie Lehre unter anderem durch die Anschaffung von Induktionsschlei-
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fenanlagen und durch barrierefreie Einrichtung. Wir schaffen die Anwesenheitspflichten
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wieder ab und setzen uns für die Abschaffung von Letztversuchsregeln ein, um die (psy-
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chische) Belastung von Studierenden zu senken. Wir stärken die Stellung des Senats ge-
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genüber Hochschulrat und Rektorat und machen die viertelparitätische Besetzung im Se-
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nat, soweit rechtlich möglich, wieder zum Standard. Nachteilsausgleiche wollen wir stu-
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dierendenfreundlicher ausgestalten. Die Interdisziplinarität der Lehre und den Austausch
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zwischen den Fächern fördern wir unter anderem über die Möglichkeit eines Studium
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Generale. Das Praktische Jahr im Medizinstudium gestalten wir – im Rahmen unserer
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Kompetenzen – NRW-weit und insbesondere an den Universitätskliniken fairer und stu-
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dierendenfreundlicher.
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Wir schaffen berufsbegleitende Studienplätze und Teilzeitstudiengänge, z. B. für das
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Lehrpersonal in der Pflegeausbildung und in anderen Gesundheitsfachberufen.
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Gute Arbeitsbedingungen an NRW-Hochschulen
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Gute Lehre für Studierende und bahnbrechende Forschung sind nur möglich, wenn die
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Arbeitsbedingungen an den Hochschulen stimmen. Mit Geldern von Land und Bund, kla-
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ren und verbindlichen rechtlichen Rahmenbedingungen und Unterstützung für Vereinba-
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rungen vor Ort fördern wir gute Arbeitsbedingungen und planbare Karrierewege an den
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Hochschulen unseres Landes. Dazu gehören vor allem Dauerstellen für Daueraufgaben,
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planbare Qualifikationsverläufe – einschließlich der Anstellungen für die volle Dauer von
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Promotions- und Habilitationsphasen, neue Karrierewege abseits einer Professur sowie
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Wiedereinstiegsmöglichkeiten. Studentische Hilfskräfte brauchen einen eigenen Tarifver-
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tretungsrechten an den Hochschulen. Wir wollen mehr Stellen für wissenschaftliche Mit-
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arbeiter*innen und Juniorprofessuren, für die nach einer erfolgreichen Bewährungszeit
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eine unbefristete Professur garantiert wird. Wissenschaftliche Karrieren von Frauen un-
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terstützen wir mit einem Mentoring- und Stipendienprogramm für Promotionen und Ha-
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bilitationen. Besetzungskommissionen sollen quotiert besetzt werden. Gute Arbeit
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braucht auch eine starke Mitbestimmung. Wir stellen rechtlich sicher, dass die Vertre-
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ter*innen von Beschäftigten und Studierenden in den Hochschulgremien, z. B. durch ein
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ehrenamtliches studentisches Rektoratsmitglied, angemessen mitbestimmen können. Als
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Beitrag für gute Arbeitsbedingungen und Klimaschutz ermöglichen wir den Beschäftigten
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an den Hochschulen Jobtickets für Bus und Bahn.
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Wissenschaft nachhaltig machen
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Ohne die Wissenschaft könnten wir die Klimakrise weder verstehen noch Lösungen fin-
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den. Umso wichtiger ist es, dass Hochschulen sich selbst als Vorreiter und Vorbilder für
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Klimaneutralität verstehen. Wir richten daher ein Programm für eine klimaneutrale Wis-
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senschaft bis 2035 ein. Dazu gehört ein Modernisierungsprogramm, das den Sanierungs-
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stau in der Wissenschaft abbaut. Wir fördern die Einrichtung von Green Offices mit stu-
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dentischer Beteiligung an den Hochschulen, die als zentrale Anlauf- und Vernetzungs-
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stellen zum Thema Nachhaltigkeit fungieren. Hochschulen, Universitätskliniken und Stu-
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dierendenwerke werden damit klimagerecht mit hohen, zukunftsfähigen Standards sa-
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niert und zukünftig barrierefrei und inklusiv gebaut. Bei Bauprojekten sollen Hochschulen
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paritätisch besetzte begleitende Baukommissionen einsetzen können. Wir wollen die
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Lehre nachhaltig machen, indem mehr Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Stu-
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diengängen vermittelt wird. Dafür fördern wir einen öffentlichen Dialog mit allen Ak-
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teur*innen an den Hochschulen. Damit wir noch bessere Instrumente und Wege zur Kli-
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maneutralität finden, richten wir einen Teil der Forschungsförderung des Landes zeit-
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weise auf diesen Schwerpunkt aus. Wir setzen uns für einen besseren Transfer von Wissen
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zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft ein.
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Globale Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam lösen. Deshalb fördern wir in Stu-
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dium, Forschung und Lehre die internationale Vernetzung und Zusammenarbeit auf Au-
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genhöhe. Dabei setzen wir Schwerpunkte auf Themen wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit,
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sozialer Zusammenhalt und Pandemiebekämpfung.
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Forschung „Made in NRW“ fördern
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Wie löst die Gesellschaft soziale Probleme? Wie werden Konflikte und Kriege verhindert?
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Was kann die Wirtschaft machen, um das Klima zu schützen? Antworten darauf liefert
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Forschung „Made in NRW“. Diese unterstützen wir mit einer besseren Finanzierung der
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Institute der „Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft“. Die Forschung an Hochschulen für
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angewandte Wissenschaften stärken wir durch eine Reduzierung der Lehrverpflichtung
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von Professor*innen, mit zusätzlichen Professuren und Stellen für wissenschaftliche Mit-
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arbeiter*innen. Wir sichern den wissenschaftlichen Nachwuchs dieser Hochschulen durch
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schung. Die Friedens- und Konfliktforschung, einschließlich der naturwissenschaftlich-
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technischen, fördern wir dauerhaft mit angemessenen Mitteln und einem landesweiten
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Netzwerk. Dass öffentlich geförderte Forschung transparent ist und dem Frieden dient,
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stellen wir über die Wiedereinführung der Zivilklausel rechtlich sicher. Kooperationen mit
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Partner*innen in autoritären Regimen müssen auf unseren freiheitlichen Werten auf-
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bauen und Forschung und Lehre darf nicht durch externe Einflussnahme eingeschränkt
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werden. Die Forschung an alternativen Methoden zu Tierversuchen unterstützen wir, um
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die Anzahl der Tierversuche in der Wissenschaft weitgehend zu reduzieren. Wir stärken
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diejenige Forschung, die den Weg in eine echte Kreislaufwirtschaft eröffnet – hin zu Re-
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cycling, nachhaltigen Materialien und Produkten. Forschung und Lehre zur Ökologie des
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Waldes fördern wir besser und setzen uns dafür ein, dass nachhaltige und soziale Wirt-
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schaftswissenschaften wie z.B. die Plurale Ökonomik mehr berücksichtigt werden. Vor
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dem Hintergrund des von der Bundesregierung geplanten Zentrums für Alternsforschung
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wollen wir dieses wichtige Forschungsfeld in NRW weiter profilieren.
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Für nachhaltige Transformation und die Lösung gesellschaftlicher Probleme bildet starke
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Forschung und Lehre in den Geistes-, Kultur und Sozialwissenschaften eine wichtige
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Grundlage. Wir fördern diese langfristig und legen besonderen Wert auf ihre Einbindung
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in interdisziplinäre Projekte.
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Digitalisierung, die dem Menschen dient – aus unseren Hochschulen in die Welt
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Nur ein kleiner Teil der digitalen Technologien und Anwendungen kommt aus Europa.
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Das führt zu Abhängigkeiten und Konflikten, etwa wenn andere Länder und Unternehmen
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ein deutlich anderes Verständnis von Datenschutz haben als wir. Daher wollen wir die
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interdisziplinäre Digitalisierungsforschung, vor allem auch in Bezug auf soziale und ethi-
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sche Aspekte sowie die Technikfolgenabschätzung, und die Entwicklung digitaler Lösun-
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gen in NRW stärker fördern. Insbesondere IT-Sicherheit, Data Science und neue Quanten-
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technologien werden dabei gezielt unterstützt. Wir fördern die Forschung und Entwick-
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lung zu Künstlicher Intelligenz (KI) erheblich stärker, insbesondere in den Bereichen
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Nachhaltigkeit, Verwaltung und Mittelstand. Dabei setzen wir auf eine solche KI, die da-
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ten- und energiesparsam sowie im Ergebnis diskriminierungsfrei ist und die unserem Da-
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tenschutzniveau entspricht. Wir fördern die Digitalisierung der Wissenschaft in For-
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schung, Lehre, Verwaltung, Infrastruktur und Services. Das beinhaltet den Weg zu einer
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Open Science – mit offenem Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, Forschungs-
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daten und Bildungsmaterialien sowie der Nutzung von Open-Source-Software. In Ergän-
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zung sollen Studium in Präsenz und digitales Lernen sinnvoll kombiniert und weitere
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digitale Formate und Innovationen eingeführt werden. Durch problem- oder projektori-
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entierte Gestaltung wird das forschende und selbstständige Lernen gestärkt. Hochschul-
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didaktische Initiativen werden gefördert.
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zu schätzen gelernt, was unsere Gesellschaft stark macht: Verantwortung füreinander
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übernehmen und Gemeinsinn leben – über Grenzen hinweg. So stark unser Streben nach
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individueller Freiheit und dem persönlichen Glück ist – so sehr brauchen wir auch unsere
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Mitmenschen und den sozialen Zusammenhalt, um uns zu entfalten. Das gilt besonders
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in Phasen des Umbruches. Diese Erfahrung ist für NRW nicht neu, hier standen die Men-
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schen schon oft zusammen. Jetzt geht es um eine neue Politik, die aus dem „Wir“ Wirk-
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lichkeit macht.
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Ein solidarisches, inklusives und lebenswertes NRW – das ist ein Land, in dem kein
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Mensch in Armut leben muss. Ein Ort, an dem man von der eigenen Arbeit leben und eine
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Familie versorgen kann. Ein Land, in dem jede*r eine Chance auf dem Arbeitsmarkt be-
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kommt, auch ein zweites oder drittes Mal. Ein Land ohne Barrieren, in dem alle Menschen
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– mit oder ohne Beeinträchtigung – gemeinsam leben und teilhaben können. In dem die
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Mieten bezahlbar sind und auch in ländlichen Regionen der Supermarkt, Ärzt*innen oder
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die Apotheke erreichbar sind.
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Unser Gesundheitssystem ist im internationalen Vergleich gut aufgestellt. Doch es ist
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nicht gut genug, solange diejenigen, die für die Gesundheit anderer arbeiten, selbst dabei
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krank werden, weil es in Teilen zu Überlastung und Unterversorgung kommt. Wir streiten
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für ein Gesundheitssystem, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Ob der Notarzt
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rechtzeitig ankommt, ob man eine wichtige Vorsorgeuntersuchung erhält oder ob man
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würdevoll gepflegt wird, darf nicht vom Wohnort, der Herkunft oder der Lebenslage ab-
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hängen. Das Recht auf Gesundheit gilt für alle gleichermaßen, unabhängig vom Versiche-
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rungsstatus.
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Wo wir zusammentreffen, entsteht Gemeinschaft. Gerade eine vielfältige Gesellschaft
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braucht Räume, in denen sich die Menschen begegnen, austauschen und so zusammen-
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wachsen. Das geschieht in öffentlichen Schwimmbädern, Büchereien und auf öffentlichen
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Plätzen. Um dieses gemeinsame Eigentum aller Bürger*innen ist es in NRW vielerorts
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nicht gut bestellt, besonders in Städten und Gemeinden mit wenig Geld – also genau
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dort, wo viele Menschen in Armut leben und Kinder und Jugendliche besondere Unter-
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stützung brauchen. Mancherorts schließt das Schwimmbad oder das Jugendzentrum, an-
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derswo fährt außer dem Schulbus kein Nahverkehr oder es fehlt das Geld zur Sanierung
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eines Marktplatzes. Das sind Schulden, die nicht in den Büchern stehen, die aber unsere
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Zukunft schwer belasten. Wir werden die Städte, Gemeinden und Kreise unterstützen,
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damit sie stark für ihre Bürger*innen sein können. Und wir werden alle Kräfte bündeln,
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damit NRW in die Zukunft investiert.
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Kein Geld für die Waschmaschinenreparatur, entscheiden müssen, ob man lieber frisches
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Gemüse kauft oder sich die Busfahrt leistet – all das verursacht Stress und macht krank.
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Auf Landesebene können wir die Gründe für Armut nicht restlos beseitigen – für eine
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gerechte Steuerpolitik und die Ausgestaltung des Bürgergelds zur Überwindung des
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Hartz-IV-Systems ist der Bund zuständig. Aber gemeinsam mit den Akteuren aus der
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Wohlfahrtspflege, den Gewerkschaften und Verbänden, der Wirtschaft, den Kommunen
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und den Betroffenen wollen wir Armut spürbar reduzieren. Dabei übernehmen wir Ver-
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antwortung: Wir sorgen für gute Kinderbetreuung, damit Eltern arbeiten können. Wir un-
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terstützen ehemals Langzeitarbeitslose dabei, wieder dauerhaft in der Arbeitswelt Fuß zu
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fassen, und wir ermöglichen den kostenlosen Zugang zur Schuldner- und Verbraucherin-
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solvenzberatung für alle diejenigen, die Rat suchen. Vor allem stärken wir den sozialen
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Wohnungsbau und schaffen bezahlbaren Wohnraum. Viele Menschen sind arm, obwohl
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sie arbeiten. Deshalb brauchen wir faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen.
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Menschen in prekären Lebensverhältnissen sind von gesellschaftlichen Krisen und Ver-
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änderungen wie der Corona-Pandemie und dem Klimawandel besonders betroffen. Damit
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Kommunen bessere ganzheitliche Maßnahmen zur Armutsprävention, Gesundheitsförde-
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rung und Klimafolgenanpassung entwickeln können, unterstützt das Land sie bei der
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kommunalen Sozial- und Stadtentwicklungsplanung.
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Pakt gegen Kinderarmut
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In NRW sind besonders viele Minderjährige von Armut betroffen. Es gehört zu ihrer Le-
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benswirklichkeit, dass sie Freund*innen nicht nach Hause zum Essen einladen können
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oder eine Geburtstagseinladung meiden müssen, da sie sich kein Geschenk leisten kön-
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nen. Sind diese alltäglichen Beschränkungen schon schwierig genug, so gehen die Folgen
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von Armut noch weit darüber hinaus. Deshalb werden wir einen „Pakt gegen Kinderarmut“
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auflegen, um gemeinsam gegen Kinderarmut zu kämpfen. Denn Armut hat viele Gesich-
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ter. Wir werden die kommunalen Präventionsketten in NRW flächendeckend ausbauen.
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So werden wir gemeinsam mit den Kommunen dafür sorgen, dass sich vor Ort Erzieher*in-
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nen, Lehrer*innen, Ärzt*innen, Sozialpädagog*innen, Verbände und Verwaltung vernet-
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zen, um den Kindern gut abgestimmte Hilfsangebote zu machen. Durch die Einführung
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der Kindergrundsicherung werden finanzielle Mittel bei den von Armut betroffenen Kin-
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dern endlich ankommen. Gemeinsam mit der Bundesregierung werden wir dafür sorgen,
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dass die Mittel des Bildungs- und Teilhabepakets von Eltern auch abgerufen werden. Da-
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für wirken wir an der Umsetzung des Kinderchancenportals mit, durch das die Mittel für
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Kinder einfacher zugänglich sind. Wir stärken außerdem die Familienberatung und -un-
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terstützung in den Stadtteilen und schaffen so niedrigschwellige Zugänge für Kinder und
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Familien.
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Jugendliche, die in Armut leben, brauchen Angebote, die sie erreichen. Nicht jede*r schafft
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es aus eigenem Antrieb, die Vielzahl von Behörden aufzusuchen. Wir werden die Street-
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work bzw. die Mobile Jugendarbeit so ausstatten, dass sie die Arbeit in den am meisten
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betroffenen Stadtteilen ausbauen können. Eine umfassende Beratung und Hilfestellung
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ist notwendig, auch für die so genannten Careleavers, also diejenigen Jugendlichen, die
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nach ihrer Volljährigkeit die stationäre Jugendhilfe verlassen. Wir fördern Jugendhäuser,
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die von Jugendlichen und jungen Erwachsenen für Freizeitangebote aufgesucht werden.
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Bei Bedarf vermitteln wir sie an geeignete Beratungsangebote. Hierzu zählt vor allem die
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Jugendberufshilfe. Sie berät ganzheitlich mit dem Schwerpunkt berufliche Entwicklung,
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nimmt aber auch Wohnungsprobleme und psychosoziale Schwierigkeiten in den Blick.
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Dieses Angebot wollen wir ausbauen. Wenn ein Leben zu Hause nicht mehr möglich ist,
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werden wir Jugendliche vor einem Leben auf der Straße schützen. Hierfür werden wir die
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Jugendwohnheime in NRW ausbauen, in denen auch junge Volljährige wohnen dürfen.
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Schuldner*innenberatung garantieren – Beratungsstrukturen optimieren
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Wir optimieren die Schuldner*innenberatung und reagieren damit auf die Folgen der
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Corona-Krise, in der noch mehr Menschen in eine prekäre finanzielle Lage geraten sind.
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Nur mit kompetenter Beratung können sich überschuldete Privatpersonen wirtschaftlich
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und sozial stabilisieren. Diese Hilfe erbringen vor allem die Schuldner- und Insolvenzbe-
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ratungsstellen. Sie unterstützen bei der Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt, fördern
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die Eigeninitiative der Betroffenen und ermöglichen neue Zuversicht und soziale Teil-
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habe. Für die Schuldnerberatung sind die Kommunen zuständig, für die Insolvenzbera-
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tung hingegen das Land. Diese unterschiedlichen Zuständigkeiten verhindern eine effek-
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tive Beratung. Wir wollen, dass beide Beratungsinstrumente besser ineinandergreifen und
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auch gescheiterte Gewerbetreibende unterstützen. Wir werden die Trennung schnellst-
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möglich beenden, so wie es in anderen Bundesländern bereits geschieht. Die Einleitung
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eines Verbraucherinsolvenzverfahrens sollte immer das letzte Mittel sein. Stattdessen ist
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es inzwischen zu einem gängigen Verfahren geworden. Dazu tragen auch und gerade die
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öffentlichen Gläubiger wie Finanzämter oder Arbeitsagenturen bei. Außergerichtliche Ei-
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nigungsversuche unter Beteiligung dieser Gläubigergruppen kommen meist nicht zu-
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stande. Dort, wo das Land Einfluss auf die Gläubiger hat, ändern wir das. Gemeinsam mit
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Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und Verbraucherschutzorganisationen entwickeln wir
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außerdem Qualitätsstandards für die Arbeit der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzbe-
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ratung.
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Bezahlbarer Wohnraum in ganz NRW
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In vielen Städten und Gemeinden in NRW fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Insbeson-
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dere das untere und mittlere Segment des Wohnungsmarktes ist in den Ballungsgebieten
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alle landesrechtlichen Möglichkeiten nutzen, um im bestehenden preiswerten Woh-
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nungsbestand Mietpreissteigerungen zu begrenzen und den Mieter*innenschutz zu stär-
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ken. Im letzten Jahrzehnt hat sich die Anzahl der geförderten Wohnungen nahezu halbiert,
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da die Mietpreisbindungen für sie ausgelaufen sind. Dieser Tendenz stellen wir uns ent-
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gegen und unterstützen Kommunen dabei, die Bindungen aufzukaufen, zu verlängern und
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auch neue Bindungen zu kaufen. Mieter*innenschutzbestimmungen wie die Mietpreis-
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bremse und die Kappungsgrenze weiten wir aus, um Mieter*innen vor Luxussanierungen
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und starken Mietpreissteigerungen zu schützen. So sichern wir preisgünstigen Wohn-
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raum. In Gebieten, in denen der Wohnungsmarkt angespannt ist, beschränken wir die
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Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen, damit der Wohnraum be-
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zahlbar bleibt und diejenigen, die in Mietwohnungen wohnen, nicht durch die Umwand-
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lung in Eigentumswohnungen verdrängt werden.
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Außerdem wollen wir die Fördermittel für den Bau von sozialen und preiswerten Woh-
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nungen erhöhen. Wir sorgen mit attraktiven Zinsbedingungen und Tilgungsnachlässen
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für eine Option deutlich längerer Mietpreisbindungen. Unser Ziel ist die Schaffung von
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deutlich mehr günstigen Wohnungen pro Jahr durch Neubau und Umnutzung. Dazu ge-
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hört auch die Förderung von Werkswohnungen, z. B. für die Unterbringung von Pflege-
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kräften.
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Hierfür fehlt es den Kommunen an eigenem Grund und Boden. Wir werden sie rechtlich
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und finanziell in die Lage versetzen, eine vorsorgende Grundstückspolitik betreiben zu
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können. Wir sorgen dafür, dass öffentliche Flächen nicht mehr nach dem Höchstgebot,
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sondern nach sozialen, inklusiven, städtebaulichen, ökonomischen und ökologischen Kri-
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terien vergeben werden. Wir bevorzugen kommunale Wohnungsbaugesellschaften, ge-
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meinwohlorientierte Wohnungsunternehmen und Genossenschaften bei der Vergabe von
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baureifen Flächen und fördern die Neugründung von Genossenschaften und Baugruppen.
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So bleibt die Bodennutzung langfristig sozial. Die sozialgerechte Bodennutzung soll als
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Staatsziel in die Landesverfassung aufgenommen werden. Neue Wohnungen sollen direkt
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klimaneutral gebaut und vorhandene modernisiert werden, um Klimaschutz auch im Ge-
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bäudebereich wirksam umzusetzen. Dies soll konsequent gefördert werden und damit
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sozial gerecht geschehen. Neben der Förderung von energetischer Modernisierung durch
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den Bund werden wir daher die Förderprogramme des Landes ausweiten. Auch stärken
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wir die Teilhabe und Selbstständigkeit von Menschen mit Behinderungen, indem wir wie-
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der klare Standards für barrierefreien Wohnraum sowie barrierefreie Quartiere/Stadtteile
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in die Landesbauordnung aufnehmen und bei Neubauten standardmäßig für unter ande-
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rem rollstuhlgerechte Wohnungen sorgen. Die Einhaltung der UN-Behindertenrechtskon-
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vention verpflichtet uns dazu, selbstständiges Wohnen mit begleitender Unterstützung
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und Pflege auch dann zu ermöglichen, wenn eine Heimunterbringung günstiger wäre.
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Wir stehen an der Seite von Mieter*innen, die Angst haben müssen, aus ihren Quartieren
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verdrängt zu werden. Deshalb werden wir dafür eintreten, dass die Kommunen das In-
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strument der sozialen Erhaltungssatzung schneller, effektiver und rechtssicher einsetzen
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können.
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Wir unterstützen Kommunen dabei, ihre Stadtteile so umzugestalten, dass sich alle Ge-
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nerationen darin wohlfühlen und hier selbstbestimmt leben können. Grüne Oasen mit
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fußläufiger Erreichbarkeit für alle, gute Versorgungsstrukturen und die Möglichkeit, an-
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dere Menschen zu treffen, schaffen Lebensqualität und fördern die Gesundheit. Ältere
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Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen finden Versorgungssicherheit sowie je-
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weils die Unterstützung und Beratung, die zu ihrer Situation passt. Kinder können sicher
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spielen, Jugendliche erhalten Gestaltungsräume. Plätze und Grünflächen bieten Raum für
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Begegnung und Erholung. Barrierefreie Wohnungen, inklusive Wohnprojekte, Mehrgene-
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rationenwohnen und ambulante Pflegekonzepte – auch für ehemals wohnungslose Per-
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sonen – werden ausgebaut. Die Nachbarschaft für alle Generationen ist fußgängerfreund-
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lich, barrierefrei und trägt damit zur öffentlichen Gesundheit („Public Health“) bei.
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Damit die Kommunen diese und weitere Ideen umsetzen können, schaffen wir ein ein-
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heitliches Förderprogramm „Quartier inklusiv“, das die verschiedenen Bereiche umfasst.
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Kommunen, die dem WHO-Netzwerk „Age-friendly cities and communities“ (altersge-
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rechte Stadt und altersgerechte Gemeinde) beitreten wollen, werden dabei unterstützt.
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Dadurch werden Senior*innen in das Quartier integriert, was Einsamkeit lindert und auch
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gesundheitlichen Problemen vorbeugt. Dieses Konzept muss sowohl in Großstädten als
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auch im ländlichen Raum Anwendung finden. Wir fördern den Einsatz von technischen
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und digitalen Hilfsmitteln zum Ausgleich von Beeinträchtigungen und setzen Lots*innen
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ein, die ältere Menschen befähigen, digitale Kommunikations- und Informationstechno-
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logien zu nutzen.
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Vereinsamung und Armut bestimmen die Lebenssituation vieler älterer Menschen. Sozi-
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ale Netze und Treffpunkte, soziale und kulturelle Angebote im Quartier sowie digitale
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Vernetzungsstrukturen und Mobilität tragen zur Teilhabe am Leben bei. Diese werden wir
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ebenso unterstützen und fördern wie die Arbeit der Selbsthilfe und der Vereine.
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Landesinitiative „Mehr Platz zum gemeinsamen Spielen“
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Kinder brauchen Bewegung und frische Luft. Damit alle Kinder sich auch außerhalb der
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Wohnung mit Freund*innen treffen und ohne Gefahr Roller fahren und Ball spielen kön-
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nen, brauchen sie Platz und eine anregende und sichere Umgebung. Mit unserem Förder-
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programm „Mehr Platz zum Spielen inklusiv“ können Kommunen bereits bespielbare Flä-
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chen (Spielplätze, Parks, Bolz- oder Skateplätze) im öffentlichen Raum erhalten und bar-
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rierefrei für das gemeinsame Spielen von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung aus-
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bauen. Zusätzlich ermöglichen wir, dass Kommunen ihre Bauprojekte so planen, dass sie
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Freiräume zum Spielen erhalten und verbessern. Grundbedingung dabei ist, dass die Kin-
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der und Jugendlichen wesentlichen Einfluss auf die Planungen haben und sich mindes-
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tens genauso beteiligen können wie Vereine oder (Nachbarschafts-)Initiativen.
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Neue Wege gegen Wohnungslosigkeit
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Wohnen ist ein Menschenrecht! Dem werden wir in der kommenden Legislaturperiode
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Geltung verschaffen, indem Menschen in ihren Wohnungen bleiben können oder wieder
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Maßnahmen gegen drohende Wohnungslosigkeit zu ergreifen. Wir stärken den öffentlich
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geförderten Wohnungsbau und unterstützen die Kommunen beim Kauf von Belegungs-
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rechten, unter anderem für diejenigen, denen die Zugänge zum freien Wohnungsmarkt
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erschwert werden. So erreichen wir, dass auch Personen mit geringem Einkommen und
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in schwierigen Lebenslagen eine angemessene Wohnung finden.
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Mit einem landesweiten Aktionsplan, der bestehende Förderprogramme zusammenführt
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und bedarfsgerecht ergänzt, tragen wir als Land NRW zum EU-Ziel bei, bis 2030 Obdach-
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losigkeit zu überwinden. Menschen, die bereits wohnungslos sind, wollen wir wieder eine
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dauerhafte, menschenwürdige Unterbringung verschaffen. Gemeinsam mit ihnen müssen
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– ausgehend von ihrer jeweiligen aktuellen Lebenslage – Maßnahmen entwickelt wer-
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den, die ihnen den Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben ebnen. Dort,
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wo es noch keine ausreichenden Unterstützungsangebote für Wohnungslose gibt, bauen
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wir sie bedarfsgerecht aus. Dazu gehören unter anderem spezielle Angebote für Frauen,
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Haustierbesitzer*innen, queere Menschen und Menschen ohne deutsche Staatsangehö-
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rigkeit. Darüber hinaus unterstützen wir Familien, die wohnungslos geworden sind oder
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von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Gerade Kinder und Jugendliche brauchen in dieser
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familiären Notlage Schutz und Unterstützung. Der Ansatz „Housing first“ bedeutet, Woh-
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nungslose ohne in Deutschland übliche Vorbedingungen wie „Trainingswohnen“ in eine
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normale Wohnung zu vermitteln. Zusätzlich werden persönliche Hilfen angeboten.
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Dadurch können sich die Betroffenen stabilisieren und wieder ein selbstbestimmtes Le-
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ben führen. Gerade Frauen bietet dieser Ansatz Schutz vor Gewalt und Ausbeutung, die
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sie häufig im Tausch für Übernachtungsmöglichkeiten erfahren. Wir werden „Housing
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first“ in ganz NRW bedarfsgerecht ausweiten und soziale Träger und Kommunen dabei
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unterstützen, geeignete Wohnungen aufzukaufen und z. B. auch für begleitete selbstver-
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waltete Wohnprojekte dauerhaft zur Verfügung zu stellen. Zudem wollen wir wohnungs-
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losen Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf ein selbstbestimmtes Wohnen in
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der eigenen Wohnung im Quartier ermöglichen und unterstützende Wohnprojekte för-
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dern.
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Sozialen und inklusiven Arbeitsmarkt stärken
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Alle Menschen sollen Chancen und Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt bekommen. Wir
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unterstützen Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen keine oder nur geringe Ein-
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stiegschancen in den ersten Arbeitsmarkt haben, über den so genannten Sozialen Arbeits-
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markt, so dass sie in Unternehmen wieder Fuß fassen können. Um die Betroffenen in ihren
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Lebenssituationen zu stabilisieren und ihnen die nötige Unterstützung zu geben, setzen
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wir auf eine staatlich unabhängige Beratungsstruktur auf Augenhöhe. Die Arbeit der Ar-
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beitslosenzentren und Erwerbslosenberatungsstellen werden wir bedarfsgerecht weiter
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finanzieren.
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beitsplatz zu finden, und tragen daher ein überproportional größeres Risiko, auch lang-
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fristig arbeitslos zu sein, als Menschen mit der gleichen Qualifikation ohne Behinderun-
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gen. Wir streben einen inklusiven Arbeitsmarkt an, in dem selbstverständlich Menschen
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mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten, wenn sie dies wünschen. Wir streben
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eine faire Entlohnung für die Arbeit in den Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
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an. Für die konkrete Umsetzung erwarten wir Impulse aus dem noch laufenden bundes-
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weiten Beteiligungsvorhaben zur Entwicklung eines transparenten, nachhaltigen und zu-
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kunftsfähigen Entgeltsystems in den WfbM. Die Angebote von Werkstätten für behinderte
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Menschen werden wir stärker auf die Integration sowie die Begleitung von Beschäfti-
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gungsverhältnissen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ausrichten. Darüber hinaus entwi-
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ckeln wir die Teilhabeangebote auch für diejenigen weiter, deren Ziel nicht oder nicht
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nur die Teilhabe am Arbeitsleben ist.
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Wir machen die Erfüllung der gesetzlichen Pflicht zur Beschäftigung Schwerbehinderter
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zum notwendigen Kriterium bei der Vergabe öffentlicher Aufträge. Für die Landesverwal-
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tung streben wir an, deutlich mehr schwerbehinderte Menschen als bisher zu beschäfti-
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gen. Gleichzeitig senken wir die Hürden für Unternehmen, Menschen mit Behinderung
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einzustellen. Betriebe erhalten Beratung, wie sie Stellen individuell für Bewerber*innen
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mit Behinderung zuschneiden können. Wir erleichtern die Rahmenbedingungen für Inklu-
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sionsbetriebe und fördern aktiv deren Gründung. Inklusionsbetriebe sind Unternehmen
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des allgemeinen Arbeitsmarktes, die zwischen 30 und 50 Prozent Menschen mit Behin-
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derungen beschäftigen.
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Für Personen, die ihre berufliche Qualifikation im Ausland erworben haben, soll die An-
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erkennung ihrer Qualifikation unbürokratischer werden, etwa durch die Anerkennung
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mehrsprachiger Zeugnisse.
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Faire Arbeitsbedingungen stärken
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Der Krankenpfleger und die Busfahrerin, der Supermarktverkäufer und die Betonbauer*in
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– sie alle verdienen faire Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz. Wir reformieren
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die Vergabekriterien bei öffentlichen Aufträgen so, dass nicht nur die Einhaltung des Min-
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destlohns, sondern auch weitere soziale und ökologische Standards wie die Tarifbindung
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verpflichtend werden. Damit konkurrieren die Unternehmen über die gute Qualität ihrer
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Produkte und Dienstleistungen untereinander, nicht aber über niedrige Löhne. Das stärkt
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NRW als nachhaltigen Wirtschaftsstandort. Dienstleistungsjobs in der Landesverwaltung
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wie Reinigungskräfte und Pförtner*innen werden wir nicht weiter outsourcen und so faire
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Arbeitsbedingungen garantieren. Arbeitsschutz-Mindeststandards müssen auch für die
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EU-Arbeitnehmer*innen gelten, die auf den Feldern, in den Fleischbetrieben oder der Lo-
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gistik usw. in NRW arbeiten. Gleichzeitig unterstützen wir die Arbeit der Einrichtungen
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der fairen Mobilität in NRW. Wir verbessern den Arbeitsschutz durch mehr finanzielle und
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personelle Ressourcen, um ausbeuterische Arbeitsverhältnisse zu bekämpfen. Arbeits-
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freie Sonntage sollen die Regel sein. Deshalb werden wir das Ladenöffnungsgesetz (LÖG
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NRW) anpassen.
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Beruf und Lebenssituation müssen zusammenpassen. Wir helfen Unternehmen, familien-
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und pflegefreundlich zu werden. Das Recht auf Home-Office wird unterstützt und in de-
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zentralen Co-Working-Spaces können sich die Mitarbeiter*innen einen wohnortnahen Ar-
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beitsplatz außerhalb ihrer eigenen Wohnung einrichten und lange Anfahrtszeiten zum
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Unternehmen einsparen. Wir unterstützen die Einführung von Lebensarbeitszeitkonten
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und gehen selbst voran, indem wir sie für Landesbeamt*innen umsetzen. Damit kann die
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Arbeitszeit in allen Lebensphasen angepasst werden, so dass Mitarbeiter*innen z. B. mehr
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Zeit haben, um ihre Angehörigen zu pflegen. Ausbildung und Studium in Teilzeit erleich-
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tern wir. Viele fitte Senior*innen wollen weiterhin arbeiten, um sich sinnvoll zu betätigen.
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Dies wollen wir ermöglichen und fördern.
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Gesundheitsprävention stärken
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Prävention hält gesund und entlastet das Gesundheitssystem, wenn sie umfassend in al-
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len Politik- und Lebensbereichen umgesetzt wird. Wir geben deshalb dem Sport, guter
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Ernährung und dem Gesundheitswissen einen höheren Stellenwert und stärken den Öf-
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fentlichen Gesundheitsdienst. Wir legen Wert auf einen breiten Impfschutz und unterstüt-
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zen zielgruppengerechte Aufklärungskampagnen, z. B. zu sexuell übertragbaren Krank-
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heiten. Einsamkeit und Stress prägen den Alltag vieler Menschen und gefährden ihre Ge-
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sundheit. Die frühe Vermittlung von Kompetenzen zur psychischen Gesundheit wollen
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wir daher durch eine Kampagne unterstützen. Zur Gesundheitsprävention gehören aber
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auch der Schutz des Klimas, gesunde Atemluft sowie gesunde Ernährung und ausrei-
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chende Bewegung.
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Gut versorgt in Stadt und Land: Vorfahrt für Gesundheitsregionen
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Unsere Ziele sind eine hohe Qualität, Verlässlichkeit und eine gute Erreichbarkeit der
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Gesundheitseinrichtungen für alle Patient*innen. Gerade in ländlichen, unterversorgten
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Regionen sichern wir die medizinische Versorgung durch „Gesundheitsregionen“ mit en-
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ger Anbindung an die Kommunen. Hier werden ambulante und stationäre Angebote ge-
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meinsam geplant. Kooperation und gute Versorgung wollen wir belohnen. Die Kommu-
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nen können gemeinwohlorientierte, interprofessionelle Gesundheits- und Pflegezentren
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errichten. Diese Initiativen wollen wir als Modellprojekte fördern und damit die Zusam-
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menarbeit der verschiedenen Gesundheitsberufe stärken. Deutschlandweit fehlen gerade
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in ländlichen Bereichen Krankenhäuser, die für Notfälle gebraucht werden. Andererseits
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gibt es Krankenhäuser, die planbare, hochspezialisierte Eingriffe so selten durchführen,
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dass sie mit der Qualität von spezialisierten Häusern mit hohen Fallzahlen nicht mitkom-
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men. Regionen müssen so versorgt sein, dass Patient*innen im Notfall oder bei Beginn
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einer Geburt in kürzester Zeit ein Krankenhaus erreichen können. Dabei können Kranken-
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häuser in öffentlicher Hand eine wichtige Rolle spielen, weshalb wir weitere Privatisie-
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führen. Für planbare komplexere Eingriffe ist die Fahrzeit weniger ausschlaggebend.
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Wichtiger ist es, dass eine durchgehend gute Qualität in der Versorgung angeboten wird,
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die sowohl das subjektive Wohlbefinden von Patient*innen als auch die Arbeitszufrieden-
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heit der Beschäftigten umfasst. Wir planen die Krankenhausversorgung so, dass sich die
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Krankenhäuser enger mit ambulanten Einrichtungen wie Arztpraxen und anderen Thera-
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pie- und Pflegeangeboten oder Rehabilitationseinrichtungen verbinden. Mittels patien-
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tenorientierter Digitalisierung werden die Angebote besser vernetzt. Weiterhin wird beim
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(Um-)Bau von Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen der
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Hitze- und Klimaschutz berücksichtigt.
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Gesundheitsämter schützen uns alle: den Öffentlichen Gesundheitsdienst stärken
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Es ist das vorrangige Ziel aller Aktivitäten und Maßnahmen im Bereich öffentlicher Ge-
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sundheit, Bedingungen zu schaffen, in denen möglichst alle Menschen gesund leben kön-
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nen. Psychiatrische Hilfen und Hilfen für suchtkranke Menschen sind zentrale Teilberei-
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che eines umfassenden Verständnisses des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD). Der
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ÖGD führt Schuleingangsuntersuchungen durch, bietet Impfungen an und ist verantwort-
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lich für den Infektionsschutz. Die Mitarbeitenden im Gesundheitsamt koordinieren und
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leisten psychosoziale Hilfen. Sie überwachen die Qualität des Trinkwassers, beraten zur
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Lebensmittelhygiene und vielem anderen mehr. Während der Corona-Pandemie ist be-
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sonders deutlich geworden, wie wichtig der ÖGD ist. Er leidet aber unter langjährigem
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Verwaltungsabbau, chronischer Unterfinanzierung und Personalmangel. Das wollen wir
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ändern. Wir heben die finanziellen Mittel für den ÖGD an und etablieren einen eigenstän-
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digen Tarif für das medizinische Personal. Wir stärken die Verantwortung des Landeszent-
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rums für Gesundheit. Wir werden die Strukturen zur Bekämpfung von Pandemien deutlich
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verbessern und dazu den Pandemierahmenplan überarbeiten, damit dieser Mechanismen
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wie feste Krisenstäbe, wissenschaftliche Beratung, die Einrichtung von Pandemieräten,
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regelmäßige Anpassungen sowie viele präventive Maßnahmen enthält. Ein gestärkter öf-
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fentlicher Gesundheitssektor wird die Funktionsfähigkeit von Meldesystemen, die Bevor-
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ratung von Schutzmaterial und viele weitere Faktoren überwachen. Wir ermöglichen eine
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gute digitale Ausstattung, einheitliche Standards und Schnittstellenkompatibilität zur
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elektronischen Patientenakte. Durch Nachwuchsprogramme in Kooperation z. B. zwi-
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schen Hochschulen und Ärztekammern lernen Studierende den ÖGD als Tätigkeitsfeld
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kennen. Ärzt*innen und Sozialpädagog*innen, Stadtplaner*innen und Gesundheitswissen-
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schaftler*innen: Zusammen sind sie ein Team, das mit verschiedenen Perspektiven die
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Gesundheitsprävention insbesondere für benachteiligte Gruppen verbessert.
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Psychische Gesundheit verbessern
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Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder in einer psychischen Krise brauchen
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schnelle Hilfe, damit sich ihr Leid lindert. Schon seit mehreren Jahren existieren Empfeh-
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lungen, wie Betroffene besser unterstützt und ihre Menschenrechte gewahrt werden kön-
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nen. Wir setzen diese Empfehlungen des „Landespsychiatrieplans“ endlich um! Dazu ge-
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zeiten zur ambulanten Behandlung – unter anderem durch mehr psychotherapeutische
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Kassenzulassungen, die sich am tatsächlichen Bedarf orientieren – zu verkürzen und
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Zwangseinweisungen in psychiatrische Kliniken zu reduzieren. Digitale Bausteine wie Vi-
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deosprechstunden ergänzen die Angebote. Wir unterstützen ein gleichberechtigtes Mit-
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einander von Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften, beziehen Menschen mit Psychi-
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atrieerfahrung und Behinderung in den Prozess mit ein und setzen uns für eine Entstig-
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matisierung von psychischen Erkrankungen ein. Wir stärken die Ausbildung von Psycho-
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therapeut*innen und lehnen Rasterpsychotherapie ab. Menschen mit psychischen Erkran-
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kungen wollen wir die Übersicht über vorhandene Therapie- und Hilfsangebote erleich-
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tern, z. B. durch eine Informationsplattform in Kooperation mit Kommunen und Kassen-
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ärztlichen Vereinigungen.
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Für eine inklusive und diskriminierungsfreie Gesundheitsversorgung
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Menschen in ärmeren Verhältnissen erkranken häufiger und sterben früher. Die Gesund-
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heitsversorgung von Menschen mit Behinderungen weist große Lücken auf. Viele Ge-
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flüchtete, Obdachlose, Menschen ohne Papiere und manche EU-Zugewanderte sind nicht
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krankenversichert. Eine angemessene Versorgung im Krankheitsfall gehört jedoch zu den
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elementaren Menschenrechten. Deshalb wollen wir die Kommunen dabei unterstützen,
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die Gesundheitsversorgung dieser Gruppen zu sichern und den „anonymen Kranken-
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schein“ einführen. Wir bauen die „Clearingstellen“ flächendeckend aus und sichern deren
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Finanzierung. Sie helfen, den Krankenversicherungsstatus zu klären. Um Menschen mit
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Behinderungen besser zu versorgen, entwickeln wir gemeinsam mit Fachleuten und Be-
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troffenen einen ressortübergreifenden Inklusionsplan, der Hürden im Gesundheitswesen
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abbaut und die Inklusionsforschung stärkt. Wir machen verbindliche Vorgaben zur Barri-
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erefreiheit bei der Bedarfsplanung und sorgen für mehr Flexibilität und Patient*innenori-
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entierung bei der Therapie- und Heilmittelversorgung. Diskriminierende Strukturen und
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Praktiken im Gesundheitssystem untersuchen wir systematisch, um Gegenmaßnahmen zu
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entwickeln. Diskriminierungssensibilität soll Teil der Aus-, Fort- und Weiterbildung in den
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medizinischen und Gesundheitsberufen werden.
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Geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung und Selbstbestimmung fördern
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Diagnostik und Therapie sind in der Medizin noch immer auf einen männlichen „Norm-
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körper“ ausgerichtet. Das hat Nachteile für alle, die dieser Norm nicht entsprechen. So
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zeigen Frauen bei einem Herzinfarkt andere Symptome und andere Immunreaktionen bei
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Impfungen als Männer. Dadurch werden Krankheiten zum Teil nicht erkannt und behan-
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delt. Manche Medikamente wirken anders – das kann gefährlich werden. Trotzdem wird
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die Bedeutung des Geschlechts in vielen Studien ignoriert. Bei Landesförderungen im
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Gesundheitsbereich berücksichtigen wir die Geschlechterperspektive: So werden Daten
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in Studien oder Projekten geschlechtergerecht erfasst und ausgewertet. In der Geburts-
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hilfe stellen wir die Bedürfnisse von Eltern und Kindern in den Mittelpunkt. In der Stadt
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und auf dem Land muss eine gute Versorgung vor, während und nach der Geburt gewähr-
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leistet werden. Wir fördern Hebammenkreißsäle und selbstständige Hebammen, die in
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gen in der Geburtshilfe müssen verbessert werden. Wir wollen das Recht auf Selbstbe-
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stimmung stärken und freiwillige Beratungsangebote rund um Schwangerschaft und
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Schwangerschaftsabbruch ausbauen. Entscheidet eine Frau sich für einen Abbruch, muss
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sie die Möglichkeit bekommen, diesen wohnortnah durchführen zu lassen. Dazu gehört
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auch die Verankerung des Themas Schwangerschaftsabbrüche in der medizinischen Aus-
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, Fort- und Weiterbildung. Sexuelle Gesundheit ist komplex und oft mit Berührungsängs-
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ten verbunden. Deshalb werden wir uns für interdisziplinäre Zentren für sexuelle Gesund-
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heit einsetzen. Diese sollen den gesamten Bereich der sexuellen Gesundheit abdecken,
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von der Testung sexuell übertragbarer Krankheiten bis hin zu Beratungs- und Bildungs-
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angeboten, z. B. über Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbrüche. Zur Bildung sol-
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cher Zentren sollen bereits bestehende Strukturen genutzt werden. Die Zusammenarbeit
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von Kliniken, Aidshilfen, den Gesundheitsämtern und anderen Initiativen, Vereinen und
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Verbänden, die sich bereits mit sexueller Gesundheit beschäftigen, stärken wir durch eine
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planungssichere staatliche Förderung.
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Gute und bezahlbare Pflege mit besseren Arbeitsbedingungen
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Selbstbestimmt leben und dennoch gut versorgt sein – das wünschen sich viele Men-
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schen im Alter. Pflege muss die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention erfüllen,
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kultur- und LSBTIQ*-sensibel (LSBTIQ* steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*-, in-
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ter*- und queere Menschen) ausgerichtet sein. Das Angebot ist aber vielfach noch geprägt
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durch Großheime. Anstatt sie weiter auszubauen, setzen wir auf Alternativen wie Wohn-
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und Hausgemeinschaften mit einem umfassenden Pflegeangebot und neuen Versor-
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gungsformen im Quartier. Über den Ausbau ambulanter Pflege sowie der Tages-, Nacht-
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und Kurzzeitpflege und Angebote wie Quartierstützpunkte oder Nachbarschaftszentren
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sichern wir Pflege rund um die Uhr ab. So entlasten wir auch pflegende Angehörige, die
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noch immer den Großteil der Pflege und Unterstützung erbringen.
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Wir wollen erreichen, dass möglichst viele Städte und Kreise ihre Pflegeinfrastruktur mit
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der „verbindlichen Pflegebedarfsplanung“ im Interesse der Bevölkerung gestalten, so
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dass vorrangig freigemeinnützige und kommunale Träger berücksichtigt werden. Bisher
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geschieht der Ausbau von Pflegeplätzen zu oft durch große Investoren, die in rendite-
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trächtige Anlagen investieren. Von der Bundesebene erwarten wir eine „doppelte Pflege-
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garantie“: Der Eigenanteil der Pflegekosten – ambulant wie stationär – wird gedeckelt
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und dadurch planbar und bezahlbar. Alle darüber hinaus entstehenden Pflegekosten für
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eine bedarfsgerechte Versorgung übernimmt die Pflegeversicherung. Wir werden uns zur
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Erreichung dieser Ziele aktiv in die bis 2023 abzuschließende Ausgestaltung der Pflege-
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versicherung einbringen. Gute Pflege gelingt nur mit gut qualifiziertem Personal, besse-
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ren Arbeitsbedingungen, einer angemessenen Bezahlung und mit verbessertem Personal-
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schlüssel für alle Berufsgruppen in der Pflege, Hauswirtschaft und im Sozialen Dienst.
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Deshalb müssen wissenschaftlich fundierte, verbindliche Personalbemessungsinstru-
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mente in der stationären sowie in der Langzeitpflege vollumfänglich umgesetzt werden,
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um mehr Zeit für eine ganzheitliche Versorgung zu schaffen. Wir bauen die Zahl der Aus-
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geausbildung auch dadurch, dass mehr Lehrkräfte die Auszubildenden unterrichten und
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die Praxisanleitungen in den Betrieben gestärkt werden. Gemeinsam mit dem Bund set-
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zen wir auf die weitere Akademisierung in der Pflege, die mit einer echten Übertragung
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von Aufgaben einhergehen muss. Zurzeit bauen engagierte Fachkräfte die Pflegekammer
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auf. Ein Prozess, der nur mit breiter Zustimmung und demokratischer Legitimation Erfolg
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haben kann. Dabei müssen Kosten und Nutzen durch echte Mitspracherechte in Einklang
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gebracht werden. Wir werden den Dialog zwischen Pflegekammer, Gewerkschaften, Ver-
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bänden und anderen Berufskammern unterstützen, um gemeinsam für bessere Rahmen-
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bedingungen im Gesundheitswesen zu sorgen.
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Drogen- und Suchtpolitik ohne Kriminalisierung
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Eine moderne Drogen- und Suchtpolitik setzt weitestmöglich auf Selbstbestimmung, klärt
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über Risiken auf und hilft substanzabhängigen Menschen, Schäden durch riskanten Dro-
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genkonsum zu reduzieren. Kinder und Jugendliche werden besonders geschützt. Gerade
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die Cannabis-Verbotspolitik ist aber ungeeignet: Zurzeit erhalten Kinder und Jugendliche
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Cannabis einfach auf dem Schwarzmarkt. Und Erwachsene, die gelegentlich Cannabis
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konsumieren, werden bevormundet und kriminalisiert. Sobald bundesgesetzliche Ände-
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rungen dies zulassen, werden wir in NRW die kontrollierte Abgabe an volljährige Konsu-
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ment*innen zügig und aktiv begleiten. Ein besonderes Augenmerk legen wir neben klas-
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sischer Spielsucht auch auf neuere Erscheinungsformen der Sucht, von denen besonders
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jüngere Menschen betroffen sind, z. B. Online-Sucht. Dabei müssen Jugend-, Suchthilfe
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und Gesundheitssystem zielgruppenspezifisch kooperieren sowie Betroffene und Ange-
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hörige einbeziehen. Die Therapieübergänge wollen wir verbessern. Wir begegnen den
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rechtlichen Entwicklungen im Gaming-Sektor (digitale Spiele) wenn notwendig mit Auf-
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klärungskampagnen. Wir unterstützen die Städte und Kommunen dabei, dass Suchtbera-
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tungsstellen und besonders Drogencafés und Konsumräume weiterhin gefördert werden
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und deren Standorte gesichert bleiben. Die zielgruppenspezifischen Hilfeangebote und
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Beratungsstrukturen stärken wir.
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Verantwortungsbewusst haushalten
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Nachhaltig wirtschaften heißt für uns, verantwortungsbewusst mit den uns zur Verfügung
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stehenden Steuermitteln der Bürger*innen umzugehen, eine moderne und leistungsfä-
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hige Verwaltung zu garantieren, den öffentlichen Besitz und die Infrastruktur unseres
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Landes zu erhalten und in eine lebenswerte Zukunft zu investieren. Wir wollen, dass alle
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finanzpolitischen Entscheidungen am 1,5-Grad-Ziel sowie an den sozialen Folgen gemes-
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sen werden.
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Der Großteil der Landeseinnahmen kommt aus Steuern, für deren gesetzliche Ausgestal-
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tung der Bund zuständig ist. Das Land hat nur wenig Spielraum für eine Steuerung der
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eigenen Einnahmen. Gleichzeitig ist ein großer Posten – etwa ein Drittel der Ausgaben –
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für Lehrkräfte in den Schulen, für Polizei, Justiz und Finanzverwaltung. Neben der Stär-
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kung der Qualität unseres öffentlichen Dienstes wollen wir vor allem die öffentlichen
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Investitionen in eine zukunftsfähige Infrastruktur stärken. Das bedeutet auch, die über-
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schuldeten Kommunen mit einem Altschuldenfonds wieder in die Lage zu versetzen,
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diese Investitionen eigenständig tätigen zu können. Zum jahrzehntelang aufgebauten In-
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vestitionsstau kommt mindestens noch bis zum Jahr 2022 die Bewältigung der finanziel-
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len Folgen der Pandemie hinzu. Land und Kommunen werden weniger Steuern einneh-
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men sowie coronabedingte Mehrausgaben haben und gleichzeitig müssen die negativen
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Folgen in Wirtschaft und Gesellschaft weiter abgefedert werden. Die für solche Notlagen
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in der Schuldenbremse verankerte Ausnahmemöglichkeit wollen wir mit dem bestehen-
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den Rettungsschirm weiter nutzen und wenn nötig ausbauen, um zielgerichtete und wirk-
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same Hilfen auf den Weg zu bringen. Auch im Landeshaushalt achten wir auf den Schutz
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des Klimas. Deshalb werden wir einen Klima-Check auch für die Ausgaben des Landes
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einführen. Die Anlagen des Landes wie den Pensionsfonds und die NRW.BANK richten wir
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weiterhin konsequent auf nachhaltiges Investment und das 1,5-Grad-Ziel aus.
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Nachhaltiger Investitionspakt für NRW
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Wir werden mit einem grünen Zukunftspakt NRW nachhaltige Investitionen stärken, die
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Konjunkturimpulse mit der ökologisch-sozialen Transformation unseres Landes verbin-
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den. Die öffentliche Infrastruktur in NRW leidet unter einem massiven Investitionsstau,
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besonders in den Städten und Gemeinden, die diesen aus eigener Kraft nicht bewältigen
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können. Wir brauchen deutlich mehr Investitionen in die Infrastruktur von morgen: bei
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den Bildungseinrichtungen, der Digitalisierung, der Mobilitätswende, beim Klimaschutz
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und bei der Anpassung an die Klimafolgen. Diese Zukunftsinvestitionen werden sich für
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künftige Generationen rechnen und ihnen Spielräume und ihre Freiheit sichern. Deshalb
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werden wir die verfassungsrechtlichen Spielräume der Schuldenbremse nutzen und neue
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Wege der Finanzierung ausschließlich für Zukunftsinvestitionen außerhalb des Landes-
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haushalts schaffen.
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Solide Finanzen für lebenswerte Kommunen
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Wir werden dafür sorgen, dass unsere Städte und Gemeinden wieder über Mittel verfügen,
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um eigenständig in Bildung und Betreuung, lokale Mobilität und – vom Radweg bis hin
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zum kommunalen Solarkraftwerk – in die kommunale Infrastruktur investieren zu kön-
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nen. Dazu werden wir einen Altschuldenfonds einrichten, um die Gemeinden beim Schul-
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denabbau zu unterstützen. Damit die Kommunen Förderprogramme abrufen können, wer-
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den wir sie mit einem angemessenen Anteil an den Kosten für das Projektmanagement
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im Rahmen der förderfähigen Ausgaben unterstützen. Auch die Steuerausfälle aus der
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Corona-Krise müssen solidarisch ausgeglichen werden.
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Es hat sich leider eingespielt, dass aus Berlin und Düsseldorf immer neue Aufgaben auf
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die Städte und Gemeinden übertragen werden. Gleichzeitig steigen die gesellschaftlichen
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Herausforderungen und damit auch die Anforderungen an die lokale Ebene. Allerdings
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stellt, muss auch bezahlen. Oder: Wer eine Aufgabe definiert, muss auch für die Finanzie-
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rung sorgen.
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Gleichzeitig wollen wir ruinösem Steuer-Dumping entgegenwirken, bei dem Kommunen
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sich gegenseitig Wirtschaftskraft streitig machen, ohne dass zusätzliche Impulse für In-
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novationen oder neue Arbeitsplätze entstehen. Wir werden Anreize setzen, damit Kom-
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munen kooperieren und die Gewerbesteuer gemeinsam vereinnahmen können. Die Ge-
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meindefinanzierung regeln wir so, dass sie Steuer-Dumping unattraktiv macht.
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Wir wollen die kommunalen Förderprogramme bei der Antragstellung und Abrechnung
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vereinfachen und sie stärker am Bedarf und der Finanzkraft ausrichten.
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Wir wollen bei der kommunalen Vergabepraxis den Aspekt der Nachhaltigkeit stärken.
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Hierzu werden wir die rechtlichen Vorgaben anpassen. Zukünftig soll neben der Wirt-
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schaftlichkeit auch der Grad der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit eines Ange-
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bots berücksichtigt werden.
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Steuerhinterziehung und Steuerbetrug wirksam bekämpfen
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Unserem Gemeinwesen gehen in ganz Deutschland jedes Jahr geschätzte 100 Milliarden
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Euro durch Steuerhinterziehung verloren. Geld, das wir dringend für gute Schulen und
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Zukunftsinvestitionen brauchen. Wir werden diesen Betrug entschieden bekämpfen, in-
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dem wir die Finanzverwaltung und die Steuerfahndung ausbauen und sie technisch und
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digital fit machen. Dazu gehört beispielsweise, dass Meldestellen nach Baden-Württem-
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berger Vorbild umfassend digitalisiert werden. Wir werden die Ausbildungskapazitäten
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erweitern und im Wettbewerb um die besten Köpfe die Attraktivität unserer Finanzver-
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waltung steigern.
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Fördermittel effektiv für einen echten Wandel einsetzen
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Auch die EU stellt große Mengen an Fördermitteln bereit, um die europäische Wirtschaft
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bei ihrem Beitrag zur Erfüllung der Klimaziele zu unterstützen und um diejenigen Regio-
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nen zu fördern, die besonders vom Strukturwandel betroffen sind. Das sind in NRW nicht
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nur die Kohlereviere, sondern sämtliche Regionen, in denen CO2-intensive Industrien be-
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heimatet sind. Bei der Verteilung der europäischen Fördermittel sind uns zwei Punkte
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besonders wichtig: Die Gelder der EU sind nicht dazu gedacht, Löcher in den nationalen
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Haushalten zu stopfen. Sie sollen stattdessen in neue Projekte und Unternehmungen flie-
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ßen, Innovationen anstoßen und damit einen zusätzlichen Nutzen zu den nationalen Pro-
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grammen stiften. Zweitens muss darauf geachtet werden, dass die geförderten Projekte
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auch tatsächlich einen Beitrag zu wichtigen Zielen beim Klimaschutz, der Erhaltung der
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Artenvielfalt und der Digitalisierung leisten.
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Menschen in unserem Land. Ob in der Nachbarschaftshilfe, im Frauenhaus, im Katastro-
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phenschutz oder im Stadtrat. Sie stehen füreinander ein, heißen Geflüchtete willkommen,
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demonstrieren für die Rechte von queeren Menschen, kämpfen für globale Gerechtigkeit,
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gestalten die europäische Einigung und sorgen so dafür, das Versprechen unserer Demo-
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kratie einzulösen: Wir sind verschieden und dabei gleich an Rechten und Würde.
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Demokratie ist nie fertig, sie ist immer in Bewegung. Wir sind schon weit gekommen und
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haben gleichzeitig noch viel zu tun. Kinder und Jugendliche sollen über ihre Zukunft mit-
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entscheiden, statt nur vom Spielfeldrand zuzuschauen – deshalb senken wir das Wahlal-
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ter auf 16 Jahre ab. Frauen steht die Hälfte der Macht in unserem Land zu, auch in unseren
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Parlamenten. Wir werden noch viel mehr Menschen mit Einwanderungsgeschichte den
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Weg zur Wahlurne bereiten und unser Wahlrecht modernisieren, damit möglichst alle
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Wählenden repräsentiert werden. Wir sprechen die Einladung aus, Entscheidungen nicht
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über den Kopf der Bürger*innen zu treffen, sondern mit einer neuen Politik der Beteili-
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gung.
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In Zeiten von Wandel und Umbruch erneuern wir das Versprechen, dass Politik Verant-
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wortung auch für schwierige Entscheidungen übernimmt, zu Fehlern steht und transpa-
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rent arbeitet. Nordrhein-Westfalen hat in den letzten Jahren schwere Krisen erlebt – das
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Hochwasser, Corona und seine Folgen. In der Krise zeigt sich, wer wir sind. Ob wir vo-
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rausschauend handeln oder Dienst nach Vorschrift tun – das ist eine Frage von Führung
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und von funktionierenden Strukturen. Deshalb ist Vorsorge unser politisches Leitprinzip.
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Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig zu wissen: Der Staat schützt mich, er handelt vo-
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rausschauend und ist so ausgestattet, dass er auch auf Unvorhergesehenes reagieren
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kann. Unser Leitbild ist ein Staat, der seinen Bürger*innen im besten Sinne des Wortes zu
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Diensten ist, der es leicht macht, ihn zu verstehen und sich einzubringen. Der digital,
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technisch und personell bestens ausgerüstet ist und der Datenschutz, Privatsphäre und
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Souveränität jeder Person auch im digitalen Raum respektiert und schützt.
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Vielfalt und Nordrhein-Westfalen sind seit langem untrennbar miteinander verknüpft.
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Vielfalt ist herausfordernd und gleichzeitig eine Chance. Sie zu gestalten und Konflikte
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auszuhandeln, begreifen wir als unseren politischen Auftrag. Schon viele Male ist unser
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Land über sich hinausgewachsen, um Einwandernde und Geflüchtete willkommen zu hei-
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ßen. Es wird durch Einwanderung reicher. Neue Perspektiven ermöglichen neue Ideen,
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die uns weiterbringen und uns helfen, mit Herausforderungen fertig zu werden. Wir kön-
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nen Menschen eine neue Heimat bieten, die ihre alte verloren haben. Sie kommen mit
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großer Hoffnung auf Frieden, Freiheit und Sicherheit. Gemeinsam mit ihnen machen wir
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uns die Errungenschaften unserer Gesellschaft neu bewusst. Wir kämpfen gemeinsam mit
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ihnen für eine starke Demokratie, in der es gerechte Chancen für alle gibt und in der
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Glaubensfreiheit, Geschlechtergerechtigkeit und queere Rechte eine Selbstverständlich-
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keit sind.
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großer wirtschaftlicher Stärke hat es auch eine führende Rolle innerhalb der Bundesre-
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publik. Daraus erwächst der Auftrag, dieses Gewicht auch in der europäischen und inter-
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nationalen Politik geltend zu machen. Mit einer grünen Landesregierung wird Nordrhein-
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Westfalen dieser Verantwortung nachkommen. Wir machen in Nordrhein-Westfalen, Ber-
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lin, in Europa und auch darüber hinaus Demokratie, Freiheit, Gleichstellung und die Wah-
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rung der Menschenrechte zur Richtschnur unserer Politik. Das gilt für internationale Han-
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delsverträge ebenso wie für die europäische Gesetzgebung. Freihandelsabkommen zu
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Lasten von Menschen, Umwelt und Klima in den Partnerländern lehnen wir ab. Und wir
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fordern weiterhin eine europäische Flucht- und Migrationspolitik, die das Recht auf Leben
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und Unversehrtheit zur obersten Maxime macht.
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Neue Politik der Beteiligung und des Dialogs
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Demokratie lebt vom Mitmachen! Beteiligung hilft uns, Lösungen zu finden, die von allen
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mitgetragen werden. Sie kann politische Entscheidungen verbessern, weil die Alltagser-
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fahrung und das Wissen der Bürger*innen einfließen. Das ist gerade jetzt besonders wich-
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tig – denn wir stehen vor großen gesellschaftlichen Umbrüchen, wollen unsere gesamte
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Infrastruktur klimafest machen. NRW wird gleichzeitig immer vielfältiger. Diese Verände-
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rung begleiten wir mit einer Kultur der Beteiligung und des Dialogs. Wir setzen eine*n
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zentrale*n Ansprechpartner*in der Landesregierung für Beteiligung und Dialog ein. Wir
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stärken die direktdemokratischen Elemente unserer Landesverfassung deutlich. Wir be-
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rufen Bürger*innenräte zu ausgewählten Zukunftsthemen ein. Denn Erfahrungen aus dem
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Bund und anderen Ländern zeigen, dass Bürger*innenräte stark darin sind, konstruktive
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Lösungen im Dialog zu finden. Zufällig und repräsentativ ausgewählte Bürger*innen be-
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raten über eine konkrete Fragestellung und erarbeiten Handlungsempfehlungen. Diese
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muss das Parlament dann beraten. Zudem erleichtern wir direkte Demokratie, indem wir
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die Mindestanzahl einzureichender Unterschriften für Begehren und Initiativen reduzie-
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ren, die Bedingungen für die Unterschriftensammlung vereinfachen und die direktdemo-
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kratische Mitbestimmung bei deutlich mehr Themen ermöglichen.
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Versammlungsfreiheit schützen
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Unsere Demokratie lebt davon, dass wir frei und ohne Angst unsere Meinung öffentlich
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sagen können. Für dieses Recht haben viele mutige Menschen lange gekämpft. Sich mit
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Gleichgesinnten auf Demonstrationen oder Kundgebungen für eine Sache einsetzen zu
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können ist ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Demokratie.
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Wir wollen ein Versammlungsrecht, das Versammlungen in NRW ermöglicht und schützt.
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Es soll für jede*n unbürokratisch möglich sein, Versammlungen anzumelden und rechts-
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sicher durchzuführen. Auch das Recht auf hör- und sichtbare Gegendemonstrationen
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schützen wir. Der Schutz der persönlichen Daten ist bei Versammlungen von besonders
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sammlungsgesetz des Bundes hinausgeht, lehnen wir ab. Jegliche Form der Datenerhe-
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bung hat offen zu erfolgen. Wir orientieren uns an vielen anderen Ländern und wandeln
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– wo angemessen – Straftatbestände des Bundesgesetzes in Ordnungswidrigkeiten um,
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etwa beim Vermummungsverbot. Die von der Landesregierung betriebene Kriminalisie-
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rung der Klimagerechtigkeitsbewegung sowie antifaschistischer Demonstrationen lehnen
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wir ab.
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Ernst nehmen, wem die Zukunft gehört: Kinder und Jugendliche
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Politik darf nicht auf Kosten der nächsten Generationen gehen. Kinder und Jugendliche
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haben das Recht, über die Welt, in der sie leben, und über ihre Zukunft mitzuentscheiden.
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Wir werden das aktive Wahlalter für die Landtagswahlen deshalb in einem ersten Schritt
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auf 16 Jahre senken. So erreichen wir auch, dass alle politischen Akteure die Belange der
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Jugendlichen besser in den Blick nehmen. Auf Basis einer Evaluation des Wahlalters 16
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wollen wir das Wahlalter gegebenenfalls weiter absenken. Kinderrechte sind in der Lan-
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desverfassung verankert und müssen gelebt werden. Mit einem verbindlichen Jugend-
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Check werden wir die Gesetzesentwürfe daraufhin prüfen, wie sie das Leben von jungen
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Menschen beeinflussen. In den Kitas und Schulen sollen Beteiligungskonzepte verankert
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und verlässlich gelebt werden, so dass Kinder Demokratie von Beginn an erfahren und in
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ihrer Selbstwirksamkeit gestärkt werden. Auch auf kommunaler Ebene werden wir der
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Jugend ein verbindliches Mitspracherecht garantieren. Dazu werden wir den Gemeinden
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per Gesetz verbindlich vorschreiben, für die Interessen von Jugendlichen besondere Ver-
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tretungen oder Beauftragte zu bestellen. Durch die bessere Einbindung in den demokra-
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tischen Prozess müssen die Gemeinden die Interessen der Jugendlichen stärker wahrneh-
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men.
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Ein Vielfalts-Update für unsere Demokratie
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Vielfalt ist in Nordrhein-Westfalen gelebte Normalität. Wer hier lebt, soll das Recht ha-
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ben, unsere Gesellschaft mitzugestalten und mitzuentscheiden. Wir wollen die struktu-
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rellen und institutionellen Hürden abbauen, die bisher eine gleichberechtigte Beteiligung
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verhindert haben. Wir richten das politische Ehrenamt und die gesellschaftlichen Rah-
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menbedingungen so aus, dass sich jede*r – unabhängig von Schulabschluss, Einkommen
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oder individueller Lebenssituation – aktiv am politischen Prozess beteiligen kann. Auch
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Bürger*innen aus anderen EU-Staaten sollen das Recht bekommen, an Landtagswahlen
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teilzunehmen. Ausländer*innen aus Nicht-EU-Staaten, die seit langem in NRW ihren Le-
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bensmittelpunkt haben, erhalten das kommunale Wahlrecht. Mehrstaatlichkeit wird hier
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gelebt und gehört zu einem modernen Staat. Die von der Bundesregierung geplanten
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Erleichterungen im Staatsangehörigkeitsrecht, die Mehrfachstaatsangehörigkeit und er-
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leichterte Einbürgerungen vorsehen, werden wir dafür nutzen, offensiv für Einbürgerun-
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gen zu werben. Wer sich eine Meinung bilden und aktiv mitgestalten will, muss verstehen
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können und verstanden werden. Mehrsprachigkeit, Leichte Sprache, Gebärdensprache
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und Blindenschrift sind ein ganz bedeutsamer Schlüssel für gleichberechtigte Teilhabe.
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Wir erweitern die sprachliche Vielfalt, insbesondere in öffentlichen Institutionen. Wir
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und die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderung in politischen Prozessen zu erhöhen.
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Wir wollen die Rechte des Kreistages gegenüber Landrat und Verwaltung stärken und
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vom Kreistag zu wählende Kreisbeigeordnete einführen.
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Zivilgesellschaft und ehrenamtliche Arbeit unterstützen
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Demokratie ist nur so stark wie die Gesellschaft, die sie unterstützt. Ob beim Schwimm-
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training, im Kita-Förderverein, bei der freiwilligen Feuerwehr oder in der Kirchenge-
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meinde: Ehrenamtlich engagierte Menschen in NRW sorgen entscheidend dafür, dass der
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Laden läuft, und tragen die Interessen und Anliegen der Bürger*innen in die Öffentlich-
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keit. Wir werden dem bürgerschaftlichen Engagement und der Beteiligung von Bürger*in-
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nen einen deutlich höheren Stellenwert in der Regierungspolitik einräumen. Hierfür spielt
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die langfristige Absicherung von Verbänden, Vereinen und zivilgesellschaftlichen Orga-
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nisationen eine entscheidende Rolle. Wir werden die Ehrenamtsstrategie des Landes NRW
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weiterentwickeln und so erreichen, dass sich alle Menschen ganz einfach engagieren kön-
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nen, unabhängig von Wohnort, Alter, Herkunft, Behinderung oder sexueller Identität. Be-
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sonders in ländlichen Gemeinden unterstützen wir ehrenamtlich Engagierte durch För-
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derscouts. Sie helfen, Fördergelder für gemeinwohlorientierte Projekte zu beantragen.
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Wir bauen den Freiwilligendienst aus, bei dem viele jungen Menschen sich engagieren
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und im Rahmen eines freiwilligen Jahres Erfahrungen sammeln. Wir sorgen dafür, dass
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Freiwillige zukünftig bei Kulturangeboten und beim ÖPNV ähnliche Vergünstigungen und
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Ermäßigungen bekommen wie beispielsweise Schüler*innen, Azubis und Studierende.
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Kommunalpolitisches Engagement erleichtern
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Tausende Menschen übernehmen in NRW ehrenamtlich Verantwortung in der Kommu-
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nalpolitik. Wir machen die kommunalen politischen Gremien fit für die Digitalisierung.
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Dafür erweitern wir die Gemeindeordnung so, dass sie demokratische Teilhabe digital
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möglich macht. Wir werden mit den Kommunen sicherstellen, dass alle gewählten Ver-
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treter*innen die technischen Möglichkeiten haben, an digitalen Sitzungen teilzunehmen.
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Das umfasst Hardware, Software und Schulungen.
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Viele Menschen, z. B. Berufstätige und Menschen mit Verantwortung für Kinder oder An-
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gehörige, die gepflegt werden müssen, werden von dem derzeit hohen zeitlichen Mehr-
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aufwand abgeschreckt, den kommunales Engagement mit sich bringt. Dabei ist es begrü-
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ßenswert, wenn mehr Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen
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in der Kommunalpolitik mitmischen. Wir wollen auf kommunaler Ebene die Teilhabe stär-
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ken, so dass unter anderem Gremien wie Jugend-, Senioren-, Migrations- und Inklusions-
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beiräte geschaffen werden. Mehr Personalmittel für die hauptamtliche Unterstützung der
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Fraktionen in kommunalen Gremien entlasten die Mandatsträger*innen.
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Ob in Schulen, bei der Polizei, in Gerichten oder im Gesundheitsamt – gut ausgebildete
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und motivierte Mitarbeitende sind das Fundament eines Staates, der funktioniert und
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handlungsfähig bleibt. Doch dieses Fundament hält nicht von allein. Wir müssen handeln,
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um es für die Zukunft zu stärken. Derzeit sind ca. 20.000 Stellen in der Landesverwaltung
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unbesetzt. Unsere Behörden bestehen den harten Wettbewerb um die besten Köpfe nur,
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wenn die Arbeit im öffentlichen Dienst attraktiver wird. Gemeinsam mit den Interessen-
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vertretungen für die Beschäftigten und mit den Gewerkschaften werden wir deshalb ei-
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nen neuen Rahmen für einen modernen öffentlichen Dienst mit attraktiven Arbeitsbedin-
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gungen schaffen. Den Kern bildet ein Lebensarbeitszeitkonto, mit dessen Hilfe Beschäf-
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tigte eine flexible wöchentliche Arbeitszeit erhalten, um damit frühere Pensionierungen
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oder Auszeiten, z. B. für Sorgearbeit, zu schaffen. Wir werden auch die Voraussetzungen
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und Rahmenbedingungen für mobiles Arbeiten überprüfen und anpassen, damit der öf-
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fentliche Dienst auf der Höhe der Zeit bleibt. Nicht zuletzt werden wir die Gleichstellung
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im öffentlichen Dienst vorantreiben. Denn in unseren Behörden gibt es noch viel zu tun,
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um die „gläserne Decke“ für Frauen zu überwinden und ihnen gleichberechtigte Auf-
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stiegschancen – auch in Spitzenpositionen – zu garantieren. Dafür werden wir die Instru-
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mente für eine gleichberechtigte Personalentwicklung nutzen und ausbauen. Bausteine
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dazu sind: Mentoringprogramme, bereichsübergreifende Vernetzung, Jobsharing sowie
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das Führen in Teilzeit oder Teams.
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Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst verurteilen wir. Mit den Gewerkschaf-
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ten und den Kommunen wollen wir durch geeignete Mittel – wie etwa baulichen Maß-
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nahmen in Räumen mit Publikumsverkehr sowie Deeskalationstrainings – dafür sorgen,
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dass Angriffe und Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst auf Landes- und
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kommunaler Ebene verhindert und besser verfolgt werden.
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Ein Staat, der funktioniert
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In unseren Behörden geben tagtäglich gut ausgebildete Fachleute ihr Bestes für unser
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Gemeinwesen. Und trotzdem ist der Kontakt zur Verwaltung für viele Bürger*innen und
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Unternehmen umständlich. Das liegt oft an veralteter Technik und überholten Strukturen
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und Abläufen. Wir investieren in den freundlichen, effektiven Staat mit einfacheren,
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grundsätzlich digitalen Verfahren für die Menschen. Aber auch der direkte Kontakt und
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Vor-Ort-Termine bei den Behörden bleiben für viele Menschen wichtig und müssen des-
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halb weiterhin möglich sein. Nur mit einer zukunftsfähig aufgestellten Verwaltung kann
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der Staat die vielen an ihn gerichteten Ansprüche und Aufgaben erledigen. Damit überall
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digital gearbeitet wird, weiten wir das E-Government-Gesetz vollständig auf die Kommu-
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nen aus. Das Land unterstützt die Kommunen bei der Implementierung digitaler Verfah-
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ren und der entsprechenden Software, damit kein Flickenteppich entsteht, auf dem sich
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jede Kommune gezwungen sieht, ihre eigene Lösung entwickeln zu müssen. Und wir nut-
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zen die Digitalisierung der Verwaltungsabläufe, um gleichzeitig moderne Arbeitsweisen
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Transparenz, flexibel und mit flachen Hierarchien. Diese Vision werden wir in ausgewähl-
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ten Pilotbehörden mit Ansätzen von „New Work“ und agilen Methoden ausprobieren. Wir
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schaffen Verwaltungsinkubatoren, in denen Behörden und ihre Mitarbeiter*innen an-
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spruchsvolle Projekte außerhalb der etablierten Strukturen zur Reife entwickeln können.
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So ermöglichen wir einen sanften und erfolgversprechenden Übergang in den Betrieb und
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einen Kulturwandel in der Verwaltung.
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Der lernende Staat: gewappnet für die nächste Krise
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Unser Land befindet sich seit einigen Jahren im Krisenmodus – zuerst die anhaltende
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Hitzewelle, dann die Pandemie und schließlich im Sommer 2021 das verheerende Hoch-
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wasser: Das alles beeinträchtigte und beeinträchtigt noch immer unser aller Leben. Die
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Krisen decken aber auch schonungslos auf, wo Politik und Verwaltung Nachholbedarf
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haben. Wir wollen aus ihnen lernen, damit unsere Gesellschaft krisenfester wird. Denn
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die Herausforderungen werden angesichts der Klimakrise in Zukunft nicht kleiner, son-
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dern größer. Wir versetzen Politik und Verwaltung in die Lage, vorausschauend und plan-
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voll zu handeln. Wir machen Vorsorge zu unserem Leitprinzip. In Nordrhein-Westfalen
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kommt der Landesregierung dabei eine Schlüsselrolle zu. Wir brauchen eine bessere Kul-
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tur der Zusammenarbeit und des Informationsaustausches zwischen den einzelnen Be-
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hörden und Ebenen. Zur vorausschauenden Politik gehören Katastrophenpläne für den
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Ernstfall und mehr Investitionen in die Forschung. Wer gut vorbereitet ist, kann planvoll
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handeln und Schaden abwenden. Deshalb gilt für uns: Eine wichtige Grundlage für unsere
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Politik legen Wissenschaft und Forschung, sei es beim Klima oder in Pandemien.
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Transparenzoffensive starten, Korruption bekämpfen
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Die Menschen in Nordrhein-Westfalen haben ein Recht darauf, zu wissen, wer sich in
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welcher Weise an einem Gesetzgebungsverfahren beteiligt. Dafür führen wir ein verbind-
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liches und öffentliches Lobbyregister für die Landesregierung und den Landtag sowie
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einen umfassenden „legislativen Fußabdruck“ ein. Dieser macht transparent, welche Or-
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ganisationen und Lobbyinteressen Einfluss auf die Erarbeitung eines Gesetzes genommen
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haben. Das Abstimmungsverhalten der Landesregierung im Bundesrat machen wir trans-
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parenter und wir setzen uns dafür ein, dass dies für den ganzen Bundesrat leicht nach-
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vollziehbar wird.
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Nicht allein durch die Maskenskandale der Union ist offensichtlich geworden, wie schnell
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Glaubwürdigkeit verloren geht und wie stark dieser Vertrauensverlust dem Parlamenta-
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rismus zusetzt. Wir wollen daher das Abgeordnetengesetz überarbeiten, so dass Parla-
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mentarier*innen ihre Nebeneinkünfte ab dem ersten Euro angeben müssen und ihnen
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bezahlte Arbeit für Lobbyorganisationen verboten ist. Die „Abkühlzeit“ für Mitglieder der
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Landesregierung vor einem Wechsel in den Lobbyismus verlängern wir auf die Dauer des
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Bezugs vom Übergangsgeld, längstens auf 24 Monate.
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Wir setzen uns für den wirksamen Schutz von Whistleblower*innen ein. Sie schützen die
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Beachtung der Rechtsordnung und damit das Funktionieren des demokratischen Systems.
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nen auf Missstände hinweisen können. Hierfür schaffen wir eine unabhängige Prüfstelle
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und setzen uns für einen Fonds zur finanziellen Unterstützung von Whistleblower*innen
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ein.
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Korruption, Steuerhinterziehung und Geldwäsche sind Rechtsverstöße mit verheerenden
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Auswirkungen auf den Wettbewerb und den freien Markt, für Umwelt und Menschen. Wir
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gestalten die öffentliche Beschaffung transparenter und treffen Vorkehrungen gegen In-
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teressenskonflikte. Wir wollen die Angebote zur Korruptionsprävention der öffentlichen
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Verwaltung ausbauen und unterstützen die Einrichtung von Ombudsstellen.
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Sichere öffentliche IT – offene und verfügbare Daten und Software
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Wir vertrauen der öffentlichen IT viel an. Ob Schüler*innendaten, Stromnetze oder Kran-
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kenversorgung – ohne IT läuft nichts in unserer Gesellschaft. Jede Sicherheitslücke kann
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fatale Folgen haben. Deshalb sichern wir höchste Standards für die IT-Sicherheit und den
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Datenschutz bei Behörden des Landes und den Kommunen gesetzlich ab. Deutlich mehr
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Behörden sollten außerdem den IT-Grundschutz des Bundesamtes für Sicherheit in der
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Informationstechnik umsetzen. Wir fördern die gemeinsame Forschung von Hochschulen,
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Unternehmen sowie Unternehmensgründungen im Bereich IT-Sicherheit.
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Auf öffentlich zugängliche Informationen zugreifen zu können, ist Grundlage unseres de-
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mokratischen Staatsverständnisses. Land und Kommunen sammeln und erstellen mit gro-
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ßem Aufwand riesige Datenmengen. Und die können sehr nützlich sein, etwa für Medien,
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Bürger*inneninitiativen, die Wissenschaft oder auch innovative Unternehmen. Wir ermög-
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lichen mehr Teilhabe am „Datenschatz“ in Form von nicht personenbezogenen Daten.
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Was der Staat finanziert, muss allen zugänglich sein. Wir schreiben in einem Informati-
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onszugangsgesetz fest, dass staatliche Stellen ihre Informationen proaktiv maschinenles-
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bar und unter Berücksichtigung der Open-Data-Kriterien veröffentlichen. Wir stärken
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hierbei die Rechte der Bürgerinnen und Bürger für einen schnellen Informationszugang.
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Mit uns werden Open Data, Open Source und Open Access zum Standard für alle öffent-
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lichen Stellen – vom Ministerium bis in die letzte Amtsstube.
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Zusammen unsere Einwanderungsgesellschaft gestalten
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NRW ist der Inbegriff von Vielfalt. In unserem Bundesland leben 18 Millionen Menschen,
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mehr als 5 Millionen von ihnen haben eine Einwanderungsgeschichte. Damit verfügt un-
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ser Bundesland über eine Einwanderungsgeschichte, die es über Jahrhunderte hinweg zu
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dem gemacht hat, was es ist. Die verschiedenen Etappen, in denen Menschen aus den
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unterschiedlichsten Ländern unser Bundesland mit verschiedensten kulturellen Einflüs-
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sen geprägt und bereichert haben, sind Teil unserer Identität und müssen lebendig ge-
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halten werden. Das Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutsch-
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stützen werden. Wir wollen darüber hinaus die Geschichte der Migration als gesamtge-
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sellschaftliche Geschichte von NRW stärken.
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Wir setzen uns dafür ein, dass alle gleichermaßen sichtbar sind, dieselben Chancen auf
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Teilhabe haben und ihre Stimmen Gehör finden. Wir wollen deshalb Mehrsprachigkeit
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fördern und ihre Anerkennung in unserer Gesellschaft stärken, internationale Menschen-
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rechtsbildung ausbauen und Organisationen und Vertretungen von Menschen mit Ein-
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wanderungsgeschichte stärker fördern und einbeziehen. Ihre angemessene Repräsenta-
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tion – insbesondere in öffentlichen Institutionen – ist eine Aufgabe, die wir mit Nach-
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druck vorantreiben werden.
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Wir sehen NRW auch in der Verantwortung, erinnerungskulturelle Angebote noch breiter
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zu fassen und ebenso die deutsche sowie europäische Kolonialgeschichte und ihre Folgen
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bis hin zu wirtschaftlichen Verflechtungen bis in die Gegenwart systematisch aufzuarbei-
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ten. Hierzu wollen wir ein Konzept entwickeln, das sowohl die historische Aufarbeitung
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der Verantwortung in NRW als auch eine Auseinandersetzung mit dem Thema in Bil-
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dungs- und Kultureinrichtungen sowie in Stadtquartieren umfasst.
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Gemeinsam gegen Diskriminierung: Antidiskriminierungsgesetz einführen und Antidiskri-
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minierungsarbeit ausweiten
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Jeder Mensch ist unterschiedlich, das macht unser Zusammenleben interessant und dy-
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namisch. Wir wollen eine Gesellschaft, in der sich alle Menschen mit Selbstvertrauen und
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ohne Angst entfalten können. Die Chancen in unserem Land sind aber immer noch nicht
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gleich verteilt. Nach wie vorerleben Menschen wegen ihres Namens, aufgrund einer ras-
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sistischen Zuschreibung ihrer Religion, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Identität, auf-
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grund einer Behinderung oder ihrer sozialen Herkunft Diskriminierungen am Arbeitsplatz,
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bei der Wohnungssuche oder in der Freizeit. Oft werden Menschen aufgrund mehrerer
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Merkmale diskriminiert und manchmal führt eine Benachteiligung zu weiteren. Benach-
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teiligungen gibt es in vielen alltäglichen Lebensbereichen, etwa in der Schule, Ausbil-
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dung oder bei Behördengängen. Diskriminierung in Institutionen und Behörden findet
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dabei nicht unbedingt als absichtsvolle Benachteiligung von Einzelpersonen statt, son-
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dern hier spiegeln sich noch immer Stereotype und Vorurteile – bewusst oder unbewusst
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– wider. Diesen strukturellen Benachteiligungen werden wir mit mehreren Maßnahmen
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entgegenwirken.
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Wir wollen es allen Menschen ermöglichen, Diskriminierungen in den Zuständigkeitsbe-
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reichen des Landes – wie etwa der Schule oder der Polizei – zu melden und gegen diese
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auch rechtlich vorzugehen. Die Möglichkeiten für Betroffene, sich effektiv gegen erlebte
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Diskriminierung zu wehren, werden wir mit einer Landesantidiskriminierungsstelle und
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einem Landesantidiskriminierungsgesetz ausbauen. Indem wir ein Verbandsklagerecht
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einführen, können sich Betroffene auf Wunsch auch von ihren Verbänden vertreten las-
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sen.
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Beratungsnetz für alle Formen von Diskriminierung. Die bisherigen Servicestellen für An-
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tidiskriminierungsarbeit wollen wir deshalb flächendeckend ausbauen. Eine Landesanti-
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diskriminierungsstelle vertritt diese Servicestellen auf Landesebene und schafft innova-
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tive Wege, um die Bevölkerung über Diskriminierungsformen aufzuklären. Mit eigenen
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Studien soll die Landesantidiskriminierungsstelle Diskriminierung und strukturelle Be-
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nachteiligungen offenlegen und gleichzeitig Handlungsempfehlungen für die Antidiskri-
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minierungspolitik in NRW erarbeiten.
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Behörden der Zukunft: Partnerinnen der Vielfalt
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Unsere Behörden sollen ein Spiegelbild und ein Dienstleister unserer vielfältigen Gesell-
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schaft sein. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind wichtige Ansprechpartner*in-
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nen für Anliegen und Probleme. Egal, ob es um einen neuen Pass oder um Wohngeld
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geht, der Gang zum Amt sollte für alle gleichermaßen zugänglich, verbindlich und ver-
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ständlich sein.
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Unser Ziel ist es, die Verschiedenheit unserer Gesellschaft, die wir in NRW bereits leben
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und die uns ausmacht, in unsere Verwaltung zu tragen und sie dort zu verankern. Dabei
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unterstützen wir unsere Landesbehörden und Kommunen. Und daher intensivieren wir
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für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst auf Landesebene Weiterbildungsmaßnah-
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men, die internationale Menschenrechte, Interkulturalität und Antidiskriminierung bein-
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halten, und führen verpflichtende Fortbildungsmodule ein. Mehrsprachigkeit in Behör-
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den, bei der Polizei und in Notdiensten bauen wir aus, egal, ob der Kontakt online, tele-
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fonisch oder persönlich erfolgt. Unser Ziel ist es, dass öffentliche Einrichtungen für die
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soziale, kulturelle und geschlechtliche Vielfalt unserer Gesellschaft sensibilisiert sind und
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diese selbst abbilden. Dafür entwickeln wir verbindliche und messbare Zielvorgaben in
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den Behörden. Auch sollten sich Führungskräfte mit internationaler Biografie in den Ver-
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waltungen stärker miteinander vernetzen können. Wenn Beschäftigte des Landes rechts-
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extremes und menschenverachtendes Handeln an den Tag legen, muss konsequent mit
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den Mitteln des Straf- und Disziplinarrechts dagegen vorgegangen werden.
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Barrierefrei leben – Teilhabe ohne Schranken
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Jeder Mensch hat eigene Wünsche und Träume. Sie können sich auf die Berufswahl be-
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ziehen, auf Freizeitaktivitäten oder eine bestimmte Wohnform, in der man leben möchte.
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Die Chancen, sich eigene Ziele zu stecken und diese zu erreichen, müssen in einer diver-
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sen und inklusiven Gesellschaft gleich verteilt sein. Die UN-Behindertenrechtskonvention
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basiert auf dem Menschenrecht auf eine gleichberechtigte Teilhabe. Ihre Umsetzung wer-
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den wir auf Basis des weiterzuentwickelnden Aktionsplans konsequent voranbringen und
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gleichzeitig das Inklusionskataster und die Teilhabeberichterstattung ausbauen. Wir stat-
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ten die Monitoringstelle für die Behindertenrechtskonvention bedarfsgerecht aus und
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stärken die Unabhängigkeit der Landesbeauftragten für Inklusion und Patient*innen.
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Mehr Teilhabe geht nur, wenn Menschen mit Assistenz- und Hilfsmittelbedarf schnelle
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wegs ist, sollte ohne große Umwege und ohne fremde Hilfe sein Ziel erreichen können.
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Menschen, egal ob mit oder ohne Behinderung, sollen den Beruf erlernen oder in die
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Selbstständigkeit gehen können, für die sie sich interessieren. Sich ehrenamtlich zu en-
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gagieren, z. B. ein politisches Mandat zu bekleiden oder in einem Sportverein mitzuwir-
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ken, soll allen Menschen möglich sein. Auf dem Arbeitsmarkt erleichtern wir es Unter-
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nehmen und Ausbildungsbetrieben, ihre Pflicht tatsächlich zu erfüllen, Menschen mit Be-
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hinderung einzustellen, und überzeugen sie von den Vorteilen. Wir planen Barrierefreiheit
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durch Änderungen im Bauwesen und der Quartiersentwicklung von Beginn an ein, wenn
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öffentliche Gebäude oder Wohnungen gebaut werden. Politische Abläufe und Verwal-
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tungsprozesse kommunizieren wir in Leichter Sprache, in Gebärdensprache, mit Unterti-
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teln oder in Blindenschrift barrierefrei und für alle Menschen leicht verständlich. Dabei
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berücksichtigen wir auch die besonderen Interessen von Menschen mit nicht sichtbaren
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Behinderungen oder psychischen Erkrankungen. Wir tauschen uns im Inklusionsbeirat auf
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Augenhöhe mit Betroffenen aus und fördern die organisierten Selbstvertretungen von
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Menschen mit Behinderung stärker. Gemeinsam finden wir Lösungen für die Bereiche, die
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noch nicht für alle auffindbar, zugänglich und nutzbar sind. Nur so garantieren wir echte
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Teilhabe.
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Lernen für religiöse Vielfalt und Toleranz
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Ob und was Schüler*innen in NRW glauben, wird immer vielfältiger. Deshalb ist es wich-
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tig, dass jede*r Schüler*in von der ersten Klasse an wirklich die freie Wahl hat, am kon-
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fessionellen Religionsunterricht teilzunehmen oder nicht. Ab der ersten Klasse soll flä-
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chendeckend Unterricht in Praktischer Philosophie angeboten werden. Hemmnisse für
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den seit 2015 möglichen Umbau von Bekenntnisschulen in bekenntnisfreie Grundschulen
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werden wir abbauen. Wir unterstützen den islamischen Religionsunterricht auf Grundlage
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unserer Verfassung. Er leistet einen wichtigen Beitrag für die Gleichberechtigung und In-
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tegration muslimischen Lebens. Dafür wird eine entsprechende akademische Ausbildung
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des Lehrpersonals in Deutschland, in unserem Fall in NRW, benötigt. Wir wollen die Stim-
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men liberaler Muslime und Musliminnen in der Kommission für islamischen Religionsun-
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terricht stärken. Aus anderen Staaten gesteuerte Verbände gehören nicht in die Kommis-
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sion. Mittelfristig wollen wir den Religionsunterricht im Diskurs mit den Religionsgemein-
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schaften – auf Basis des Grundgesetzes, in dem dieses Fach verankert ist – zu einem
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kooperativ-konfessionellen Unterricht weiterentwickeln, der auch den islamischen Reli-
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gionsunterricht mit einbezieht.
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Das Recht auf Religionsfreiheit schützen
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Religion ist für viele Menschen in NRW ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags und prä-
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gender Teil der eigenen Identität und der Deutung der Welt. Die Freiheit, den eigenen
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Glauben zu leben, ist ebenso ein Menschenrecht wie das Recht, keine Weltanschauung
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oder Religion auszuüben. Der Staat muss diese Rechte gewährleisten und schützen. Re-
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ligionsgemeinschaften sind ein wichtiger Teil unserer Zivilgesellschaft. In ihnen engagie-
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zung für einen positiven Beitrag zur demokratischen Gesellschaft ist, dass Religionsge-
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meinschaften die Grundprinzipien der Verfassung achten, sich dem öffentlichen Diskurs
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stellen und nicht fundamentalistisch agieren. Das gilt insbesondere dann, wenn sie mit
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dem Staat kooperieren. Islamische Gemeinschaften können und sollen als Religionsge-
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meinschaften anerkannt werden, wenn sie die rechtlichen Voraussetzungen dafür erfül-
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len, denn muslimisches Leben gehört zu NRW. Die vier großen muslimischen Verbände
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erfüllen diese Voraussetzungen aber derzeit nicht. Wir unterstützen die Imam-Ausbildung
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in NRW und werden muslimisches Engagement fördern. Jüdinnen und Juden sind ein Teil
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unserer vielfältigen Gesellschaft. Gemeinsam mit den jüdischen Gemeinden und Institu-
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tionen wollen wir die Vielfalt jüdischen Lebens noch sichtbarer machen und Begegnung
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und Austausch ermöglichen. Dem Antisemitismus in all seinen Facetten werden wir uns
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konsequent entgegenstellen.
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Verhältnis von Staat und Kirche weiterentwickeln
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Die christlichen Kirchen sind für uns ein wichtiger Bündnispartner im Kampf für Men-
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schenrechte, die Seenotrettung, gegen die Klimakrise oder für eine gerechtere Welt. Das
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Land und die Kommunen pflegen viele Kooperationen mit ihnen – etwa in den Bereichen
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Bildung, Kinder- und Jugendarbeit oder Gesundheitsversorgung. Diese gewachsene Be-
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ziehung wollen wir erhalten und wo nötig weiterentwickeln, denn der Staat muss selbst
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grundsätzlich weltanschaulich neutral handeln. Daher verbietet sich die „Ehrfurcht vor
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Gott“ als allgemeines Bildungsziel. So plädieren wir für eine Novelle des Feiertagsgeset-
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zes, die das bestehende generelle Verbot von Kultur- und Tanzveranstaltungen an „stil-
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len“ Feiertagen überwindet, sofern diese keinen störenden Charakter haben. Außerdem
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wollen wir, dass allen ein individueller Feiertag im Rahmen der bestehenden Urlaubsre-
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gelungen ermöglicht wird – sowohl in der Schule wie auch im Arbeitsleben. Wir unter-
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stützen das Anliegen, die Kirchenaustrittsgebühr und mit dem Austritt einhergehende
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bürokratische Hürden abzuschaffen und im öffentlichen Dialog mit den Kirchen dem Auf-
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trag des Grundgesetzes endlich nachzukommen und die altrechtlichen Staatsleistungen
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abzulösen.
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Die Hälfte der Macht den Frauen
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Es ist Zeit für eine feministische Regierung und Politik in NRW, mit der wir uns alle ge-
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meinsam für Geschlechtergerechtigkeit einsetzen. Frauen verdienen die Hälfte der Macht
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– im Landtag und in den Gemeinderäten genauso wie in Schlüsselstellen der Verwaltung.
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Gremien besetzen wir deshalb grundsätzlich mindestens zur Hälfte mit Frauen. Mit einem
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Paritätsgesetz sorgen wir dafür, dass zur Wahl des Landtags 2027 auch in den anderen
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Parteien deutlich mehr Frauen auf den Landeslisten und in den Direktwahlkreisen zur
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Wahl stehen. Gleichstellung ist eine Querschnittsaufgabe, denn sie berührt alle politi-
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schen und gesellschaftlichen Bereiche: die Stadtplanung genauso wie die Planung von
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Projekte und Initiativen. Wir sorgen dafür, dass die Interessen und Bedarfe von allen Ge-
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schlechtern bei allen politischen Entscheidungen berücksichtigt werden.
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Das Land und die Kommunen bewegen Gelder in Milliardenhöhe, planen Straßen, unter-
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stützen Unternehmen und investieren viel Geld in die kommunale Infrastruktur. Haus-
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haltspolitik ist aber nicht geschlechterblind. Finanzentscheidungen haben unterschiedli-
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che Auswirkungen auf Frauen und Männer. Wir stärken eine geschlechtergerechte Haus-
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haltspolitik durch die konsequente Umsetzung eines Gender-Budgeting-Ansatzes und
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stellen sicher, dass öffentliche Investitionen und Ausgaben den Geschlechtern gleicher-
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maßen zugutekommen. Für die echte Chancengleichheit von Frauen und Männern benö-
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tigen wir Forschung zum Thema Geschlechtergerechtigkeit. Wir möchten daher den Wis-
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senschaftsbereich der Gender Studies fördern und ausbauen, um große Erkenntnislücken
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endlich zu schließen und wissenschaftlich fundiert Politik zu machen.
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Frauen verdienen – wirtschaftliche Unabhängigkeit stärken
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Unser Ziel: Frauen verdienen für gleichwertige Arbeit den gleichen Lohn, sind wirtschaft-
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lich unabhängig und im Alter gut abgesichert. Was selbstverständlich klingt, muss endlich
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Realität werden! Wir setzen uns ein für gleiche Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen
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in allen Berufsfeldern. Die systemrelevanten Care-Berufe wie die in Pflege und Erziehung,
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die zu über 70 Prozent von Frauen ausgeübt werden, sollen finanziell und strukturell
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aufgewertet werden. Wir nutzen die Möglichkeiten der Landespolitik, um die wirtschaft-
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liche Situation von Frauen zu verbessern und Beruf und Familie besser „unter einen Hut“
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zu bekommen. Grundlage dafür ist, die Qualität und Quantität von Betreuungsplätzen in
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Kindertagespflege, Kita und Ganztagsbetreuung in den Schulen zu erhöhen.
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Queeres Leben in NRW – selbstbestimmt und diskriminierungsfrei
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Wir streiten seit unserer Gründung dafür, dass Lesben, Schwule, bisexuelle, trans*, inter*,
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nicht binäre und queere Menschen (LSBTIQ*) mit und ohne Fluchtgeschichte in NRW
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selbstbestimmt, ohne Ausgrenzung und Angst leben können. Vielfalt ist gelebter Alltag
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in unserem Land und die vielen CSDs und Pride-Demonstrationen haben längst einen
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festen Platz in unserer Gesellschaft. Trotzdem gehören Ausgrenzung und Diskriminierung
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für viele queere Menschen zu ihren alltäglichen Erfahrungen. Deshalb werden wir Be-
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troffenen und Verbänden das Recht geben, rechtlich gegen Diskriminierung vorzugehen.
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Das schreiben wir in einem Landesantidiskriminierungsgesetz fest. Wir stärken queeres
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Leben und die Vielfalt unserer Zivilgesellschaft, indem wir den „Aktionsplan für queeres
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Leben“ weiterentwickeln und konsequent umsetzen. Er sorgt für Gleichstellung durch
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Aufklärung, Bildung und Schutz, soll in allen Ministerien umgesetzt und als Querschnitts-
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aufgabe dauerhaft verankert werden. Wir bauen das Angebot von niedrigschwelliger und
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intersektionaler Beratung, Koordination, Kinder- und Jugendarbeit, Senior*innenarbeit,
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psychosozialer Beratung und Selbsthilfegruppen aus und stärken es. Insbesondere auch
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jenseits der großen Städte wollen wir Angebote schaffen und bestehende finanziell ab-
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sichern. Wir unterstützen das vielfältige zivilgesellschaftliche Engagement der queeren
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gen wir ein wirksames Konzept für die Bekämpfung von Hasskriminalität vor. Dazu gehö-
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ren fachlich qualifizierte und lokal verankerte Kontaktstellen für LSBTIQ*, die Opfer von
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Hasskriminalität und Gewalt geworden sind, und verpflichtende Fortbildungen in der Po-
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lizei zur Sensibilisierung zu LSBTIQ*-Themen und Hassverbrechen. Die Geschichte der
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Diskriminierung und Verfolgung queerer Menschen in unserem Land werden wir aufar-
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beiten, Opfer entschädigen und Orte der Erinnerung schaffen.
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Sexarbeiter*innen verdienen unsere Unterstützung
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Wir trennen klar zwischen Sexarbeit und Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung.
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Letzterer ist ein abscheuliches Verbrechen, das wir mit allen Mitteln bekämpfen. Sexar-
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beiter*innen brauchen, wie andere Berufstätige auch, sichere Arbeitsbedingungen sowie
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eine Kranken- und Sozialversicherung. Wir sichern spezialisierte Beratungsstellen ab, ins-
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besondere im ländlichen Raum, die Sexarbeiter*innen beraten, unterstützen und bei Be-
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darf auch Hilfe beim Ausstieg aus der Sexarbeit leisten. Wir stärken die rechtliche und
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soziale Lage von in der Sexarbeit Tätigen und wirken Diskriminierung und Stigmatisie-
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rung entgegen. Das geht am besten, wenn wir mit den Betroffenen im Austausch stehen
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und ihre Lebensrealität genau kennen. Wir werden den Runden Tisch Prostitution wieder
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ins Leben rufen.
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NRW wird ein sicherer Hafen: Landesaufnahmeprogramm für Geflüchtete
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Wir wollen jenen Menschen Schutz bieten, die vor Gewalt und Krieg fliehen müssen. Aber
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noch immer verharren Geflüchtete dicht gedrängt in provisorischen Lagern auf den grie-
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chischen Inseln oder an den europäischen Außengrenzen. Noch immer ertrinken jedes
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Jahr Menschen auf der Flucht im Mittelmeer. Die europäische Flucht- und Asylpolitik muss
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menschlicher werden. Statt die Festung Europa weiter auszubauen und uns abzuschotten,
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müssen wir neue und unterschiedliche Zugänge schaffen und Zuwanderung erleichtern.
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Wir unterstützen das Engagement von zivilen Seenotretter*innen. Sie springen dort ein
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und retten Menschenleben, wo die Institutionen der Mitgliedsstaaten und der Europäi-
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schen Union versagen. Wir unterstützen die Pläne des Bundes, eine staatlich koordinierte
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und europäisch getragene Seenotrettung im Mittelmeer einzurichten. Wir stehen an der
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Seite der zahlreichen Kommunen in NRW, die Geflüchteten in Not einen sicheren Hafen
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bieten. Mit einem eigenen Landesaufnahmeprogramm wollen wir diese Bereitschaft zur
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Aufnahme von Menschen in besonders prekären Notsituationen, etwa von aus Seenot
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Geretteten, unterstützen. So soll das Land in Zusammenarbeit mit den Kommunen die
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Möglichkeit erhalten, Menschen auf der Flucht bei uns Schutz zu bieten. Zudem wollen
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wir erreichen, dass sich NRW mit einem Sonderprogramm an der Aufnahme jesidischer
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Frauen aus dem Nordirak beteiligt.
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Wir brauchen klare Maßstäbe für die Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten
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hier in NRW. Die individuellen Bedürfnisse, Wünsche und Möglichkeiten von Kindern, Fa-
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milien oder chronisch Kranken müssen wir dabei stets im Blick behalten. Lange Aufent-
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haltszeiten in Landesunterkünften lehnen wir ab. Das Konzept von Zentralen Unterbrin-
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gungseinrichtungen (ZUE) halten wir für gescheitert. Gemeinsam mit den Kommunen
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wollen wir weg von übergroßen und isolierten Einrichtungen und hin zu dezentralen und
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kleineren Wohneinheiten mit genügend persönlichen Rückzugsorten. Denn gerade zu Be-
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ginn brauchen Menschen mit einer Fluchtgeschichte Ruhe und Privatsphäre in geschütz-
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ten Räumen, wo sie ankommen und sich sicher fühlen können. Wir schaffen Schutzräume
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für Frauen, Kinder und queere Geflüchtete. Ehrenamtliche, die freie Wohlfahrtspflege und
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andere zivile Akteure leisten bei der Beratung und Betreuung der Geflüchteten einen un-
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erlässlichen Beitrag, den wir hoch schätzen und weiterhin stärken wollen. Allerdings kann
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und darf die ehrenamtliche Unterstützungsarbeit die staatliche Grundversorgung nicht
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ersetzen. Ebenso ist eine umfassende Gesundheitsversorgung zentral. Auch hier wollen
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wir neue Standards setzen, die helfen, Erkrankungen frühzeitig zu identifizieren und ent-
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sprechend zu behandeln. Auch für psychische Beratungen, besonders für Mädchen und
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Frauen, wollen wir einen niedrigschwelligen Zugang schaffen. Geflüchteten Kindern, die
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in den Landesunterkünften untergebracht sind, werden wir den Zugang zum Unterricht
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in Regelschulen ermöglichen.
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Eine gute Flüchtlings- und Integrationspolitik gelingt nur im Schulterschluss mit den
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Kommunen. Wir wollen daher den Austausch zwischen den Kommunen, etwa den kom-
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munalen Integrationszentren und dem Land, in diesem Bereich ausbauen und die Kom-
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munen dabei unterstützen, gemeinsam verbindliche Standards für Flüchtlingsunterkünfte
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zu entwickeln, die die individuellen Schutzbedürfnisse der Betroffenen beachten. Um die
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Kommunen hier zu unterstützen, erhöhen wir die Pauschale im Flüchtlingsaufnahmege-
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setz, die keine Unterscheidung zwischen Asylbewerber*innen und Geduldeten macht, so
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dass die Kosten für die Kommunen angemessen sind.
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Integration von Anfang an ermöglichen und sichere Bleibeperspektiven schaffen
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Wir wollen allen Geflüchteten Integrations-, Teilhabeangebote und Sprachkurse von An-
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fang an ermöglichen, unabhängig vom Aufenthaltsstatus und der Bleibeperspektive. Sie
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schaffen für die Ankommenden die Basis für ein eigenständiges Leben in unserer Gesell-
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schaft. Der Verbleib in internationalen Förderklassen soll sich nach den individuellen Be-
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darfen richten und kann entsprechend verlängert werden. Damit auch Frauen mit Kindern
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die Kurse belegen und erfolgreich abschließen können, bauen wir begleitende Kinderbe-
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treuungsangebote aus. Wir wollen die kommunalen und zentralen Ausländerbehörden als
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wichtige Partner stärker in Integrationsprozesse einbinden. Diese neuen „Willkommens-
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behörden“ sollen Migrant*innen, insbesondere Geflüchtete, auf ihrem Weg zu mehr ge-
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sellschaftlicher Teilhabe und der Arbeitsmarktintegration begleiten und fördern und
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ebenso die Spielräume für Bleibeperspektiven für Geduldete weitreichend nutzen. Dieses
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Modell setzt auf individuelle und aktive Beratung sowie auf Zusammenarbeit mit den
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Klient*innen. Wir setzen uns beim Bund dafür ein, dass Abschiebehindernisse gewahrt
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TIQ* und wegen Gewalt gefährdete Frauen vor einer Abschiebung in Unrechtsregime und
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Kriegsregionen bewahrt werden. Asylverfahren müssen zügiger bearbeitet werden, aber
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gleichzeitig immer fair sein, individuelle Bedürfnisse berücksichtigen und transparent
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sein. Die Anforderungen an Asylbewerber*innen müssen sich stets am praktisch Leistba-
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ren orientieren. Bei einer Aufenthaltsbeendigung müssen Abschiebungen immer das
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letzte Mittel sein. Wir setzen uns dafür ein, mildere Mittel zur Abschiebehaft als Alterna-
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tive auszuschöpfen, und wollen garantieren, dass die Rechte der Betroffenen geachtet
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werden. Perspektivisch setzen wir uns für die Abschaffung der Abschiebehaft ein. Denn
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die Inhaftierung von Menschen, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen, stellt
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eine massive Einschränkung ihrer Rechte dar. Abschiebungen in Kriegs- und Krisenländer
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wie aktuell Afghanistan und Syrien lehnen wir grundsätzlich ab.
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Justiz modernisieren und entlasten
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Unsere Gerichte und Staatsanwaltschaften kämpfen schon jetzt mit Personalmangel. Un-
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besetzte Stellen in der IT gefährden die Digitalisierung der Justiz. In den nächsten Jahren
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werden überdurchschnittlich viele Richter*innen und Staatsanwält*innen in Pension ge-
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hen. Darauf müssen wir frühzeitig reagieren. Deshalb benötigen wir moderne, flexiblere
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und familienfreundlichere Strukturen, die insbesondere für Frauen die Tätigkeit in der
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Justiz attraktiver machen. Die Justiz muss zudem ein besonderes Augenmerk darauf rich-
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ten, die Vielfalt der Bevölkerung in ihren Reihen abzudecken – gerade auch in den Füh-
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rungsebenen. Migrationsgeschichte oder eine Vielfaltsdimension darf kein Hindernis sein.
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Momentan ist die Justiz mit zu vielen Aufgaben betraut. Dadurch dauern Verfahren viel
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zu lang. Um die Strafverfolgung effektiver zu machen, werden wir die Justiz von einigen
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Aufgaben entlasten und das Personal aufstocken. Wir werden die gesetzlichen Bestim-
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mungen dafür schaffen, dass in Nordrhein-Westfalen niemand wegen Bagatelldelikten zu
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einer Haftstrafe verurteilt wird. Hierzu werden wir Vereinbarungen mit den Verkehrsver-
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bünden abschließen, um ticketloses Fahren im ÖPNV als nicht anzuzeigenden Vertrags-
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konflikt einzustufen. Zudem wollen wir die NRW-Richtlinien zum Besitz und Konsum von
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Cannabis anpassen und den Grenzwert auf 15 Gramm anheben. Ersatzfreiheitsstrafen
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wollen wir weitgehend abschaffen und durch ein System der Abgeltung durch gemein-
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nützige Arbeit ersetzen. Auch den Jugendarrest, insbesondere den Freizeitarrest, wollen
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wir auf den Prüfstand stellen. Sie sind als Mittel der Abschreckung wie auch der Erziehung
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ungeeignet. Wir halten individuelle Angebote für sinnvoller. Besonders der so genannte
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Warnschussarrest widerspricht dem wichtigen Strafrechtsgrundsatz der Verhältnismäßig-
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keit. Wir unterstützen zudem die geplante Verstetigung des Paktes für den Rechtsstaat
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zwischen Bund und Ländern und die Erweiterung um einen Digitalpakt.
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Wir wollen Ersatzfreiheitsstrafen weitgehend abschaffen und durch ein System der Ab-
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geltung durch gemeinnützige Arbeit ersetzen. Ein wichtiges Prinzip des Rechtsstaates ist
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es, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind und Strafen ohne Ansehen der Person
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von unabhängigen Gerichten verhängt werden. Das ist derzeit nicht uneingeschränkt ge-
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währleistet, da verhängte Geldstrafen von Menschen mit entsprechendem wirtschaftli-
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chem Hintergrund leicht „aus der Portokasse“ bezahlt werden können, arme Menschen
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hingegen in manchen Fällen ersatzweise ins Gefängnis müssen. Das ist nicht nur unge-
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recht und bestraft Vermögenslose doppelt, es erzielt auch nicht den erhofften abschre-
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ckenden Effekt bei Vermögenden. Die Abgeltung von (Geld-)Strafen durch gemeinnützige
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Arbeit gibt der Gesellschaft etwas zurück und dürfte einen stärkeren selbstreflektierenden
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Effekt haben.
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Bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen in Haftanstalten
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Eine Gesellschaft muss sich auch daran messen lassen, wie sie mit Straftäter*innen um-
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geht. Und diejenigen, die mit Inhaftierten arbeiten, haben gute Arbeitsbedingungen ver-
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dient. Wir streben eine Verbesserung des Personalschlüssels an und wollen den Berufs-
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weg im Justizvollzugsdienst insgesamt attraktiver gestalten. Denn die Beschäftigten in
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den Haftanstalten kämpfen mit einer sehr hohen Arbeitsbelastung und Überstunden-Kon-
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tingenten. Das führt zu einem erhöhten Krankenstand und zu Einschränkungen für die
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Gefangenen (weniger Unterricht, Sportangebote, Therapieplätze, Arztbesuche usw.). Ei-
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nen Schwerpunkt bei zusätzlich geschaffenen Stellen sollten die Fachdienste im psycho-
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logischen, pädagogischen, seelsorgerischen und medizinischen Bereich bilden. Die Freien
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Träger der Straffälligenhilfe sind wichtig für erfolgreiche Resozialisierung. Inhaftierte ha-
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ben einen Anspruch auf eine humane Unterbringung. Der jetzige, oft baufällige Zustand
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einiger Haftanstalten darf deshalb kein Dauerzustand bleiben. Zudem birgt er Sicher-
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heitsrisiken, z. B. mangelnden Brandschutz. Eine Modernisierungsoffensive bietet Chan-
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cen für eine menschenwürdige Neukonzeption von Haftanstalten in baulicher und archi-
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tektonischer Hinsicht. Damit werden Möglichkeiten geschaffen, Vollzugspläne bzw. -ziele
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erfolgversprechender umzusetzen und zugleich den Bediensteten den Arbeitsalltag zu
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erleichtern. Damit Menschen seltener erneut straffällig werden, muss auch der persönli-
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che Umgang mit Inhaftierten respektvoller werden. Zusätzlich braucht es Modellprojekte
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nach norwegischem Vorbild mit Vorbereitung und Unterstützung bei der privaten und
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beruflichen Wiedereingliederung.
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Einfach an das Recht kommen
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Jeder Mensch in NRW muss einfach an sein Recht kommen. Wir wollen, dass Menschen,
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die aufgrund ihrer persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnisse nicht aus eigenen Mit-
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teln den Rechtsweg beschreiten können, noch besser proaktiv über ihre Rechte und Mög-
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lichkeiten zu Beratungs-, Verfahrens- und Prozesskostenhilfe in einfacher und verständ-
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licher Sprache aufgeklärt werden.
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wird unter anderem nach dem Berliner Vorbild das Projekt „Wir im Rechtsstaat“ auch in
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Nordrhein-Westfalen eingeführt. Hier geben Richter*innen und Staatsanwält*innen halb-
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tägige Kurse, in denen Bürger*innen über ihre Rechte und Pflichten im deutschen Rechts-
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staat aufgeklärt werden. Die Kurse werden z. B. in Vereinen, Flüchtlingsunterkünften oder
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Schulen stattfinden.
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Jede*r Bürger*in hat in Nordrhein-Westfalen das Recht auf ein faires Verfahren. Das ist in
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unserem Rechtsstaat eine zentrale Botschaft, auf die Verlass sein muss. Vorurteile und
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Pauschalisierungen sind Hindernisse, die diesem Recht entgegenstehen. Mit Aktionsta-
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gen und Fortbildungen sensibilisieren wir alle Mitarbeitenden in der Justiz für Vielfalts-
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themen wie Migration, Religion, Behinderung, Gender und LSBTIQ*, um individuelle und
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strukturelle Barrieren abzubauen und um zukünftig untereinander und im Umgang mit
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Bürger*innen möglichst diskriminierungsfrei zu agieren.
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Starkes Recht gegen Hass und Hetze
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Das Internet und die sozialen Medien nehmen immer mehr Platz im gesellschaftlichen
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Leben ein. Neben vielen Erleichterungen und neuen Möglichkeiten, sich zu vernetzen,
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sind dort auch Räume für verachtende, beleidigende, rassistische und diskriminierende
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Kommentare und Handlungen entstanden. Hatespeech kann für die direkt Betroffenen
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auch in der analogen Welt zur echten Gefahr werden. Zudem ist Hatespeech schädlich für
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die demokratische Debattenkultur, da rechtsextreme Akteure immer wieder versuchen,
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demokratische Positionen, die für Vielfalt und Minderheitenrechte einstehen, zum Ver-
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stummen zu bringen. Zur Bekämpfung von Hassrede und Gewalt im Netz sind eine effek-
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tive Strafverfolgung, eine zwischen Bund und Land gut verzahnte Meldestruktur, eine
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personell gut ausgestattete Beratungsstruktur sowie Öffentlichkeitskampagnen notwen-
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dig, die sich Hass und Hetze entgegenstellen. Wir werden außerdem die Zentral- und
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Ansprechstelle Cybercrime in der Justiz sowie das Cybercrime-Kompetenzzentrum beim
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Landeskriminalamt NRW im Bereich Hatespeech ausbauen und speziell geschulte An-
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sprechpersonen für Betroffene bei der Staatsanwaltschaft und der Polizei einsetzen.
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Kinder besser schützen
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Nicht erst seit den furchtbaren Fällen von Kindesmissbräuchen in Lügde, Münster und
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Bergisch Gladbach wissen wir: Beim Schutz von Kindern vor sexualisierter Gewalt – im
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persönlichen Umfeld und im Internet – sowie anderen Formen der Kindeswohlgefähr-
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dung bleibt weiter viel zu tun. Der Untersuchungsausschuss zu den Fällen sexualisierter
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Gewalt in Lügde hat gravierende Mängel in der staatlichen Struktur zum Schutz von Kin-
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dern aufgedeckt. Diese vielschichtigen Mängel wollen wir mit großem Nachdruck besei-
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tigen. Gemeinsam mit den Kommunen und den Landesjugendämtern werden wir dafür
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sorgen, dass überall in NRW die gleichen fachlichen und personellen Standards in der
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Jugendhilfe gelten. Wir stärken die bestehenden Netzwerke des Kinderschutzes vor Ort.
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Gewalterfahrung und anderer Formen der Kindeswohlgefährdung ausbauen. Alle am Kin-
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derschutz Beteiligten aus Jugendhilfe, Justiz, Polizei, Bildungs- und Gesundheitswesen
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arbeiten in Zukunft in verlässlichen und dauerhaften Netzwerken zusammen. Die Koordi-
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nation dieser Netzwerke in den Kommunen finanziert das Land.
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Wir richten die Stelle einer bzw. eines unabhängigen Landesbeauftragten für die Belange
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des Kinderschutzes und der Kinderrechte ein. Bei der Stelle der bzw. des Beauftragten
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soll ein Betroffenenrat angesiedelt sein, um Betroffene besser einzubeziehen. Zu den Auf-
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gaben der bzw. des Beauftragten gehört auch die Aufarbeitung von sexueller Gewalt ge-
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gen Kinder und Jugendliche in der Vergangenheit, unter anderem in der Kirche und in
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anderen gesellschaftlichen Institutionen. Wir stärken kindgerechte Verfahren in Justiz und
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Polizei sowie die Fortbildung von Richter*innen und Staatsanwält*innen und in der Poli-
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zei. Dort sollen auch Kompetenzen bei kindgerechten Vernehmungen gestärkt werden.
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Wir wollen dafür sorgen, dass den Betroffenen bei der Polizei kompetente Partner*innen
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zur Seite stehen.
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Gewalt gegen Frauen und genderqueere Personen entschieden bekämpfen
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Jede Frau, die von Gewalt betroffen oder bedroht ist, muss in NRW Unterstützung und
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Schutz finden. Das ist unser Anspruch. Dafür stärken wir das bestehende System der Frau-
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enhäuser, Frauenberatungsstellen, Notrufe und Interventionsstellen. Die Frauenhilfest-
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ruktur werden wir durch langfristige Finanzierungszusagen unterstützen. Gleichzeitig
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entwickeln wir das Schutz- und Unterstützungssystem mit allen Beteiligten weiter. So
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wird das Angebot barrierefreier und richtet sich künftig stärker auch an Kinder, die Opfer
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von häuslicher Gewalt sind und gezielte Hilfs- und Unterstützungsangebote brauchen.
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Auch für genderqueere Personen wollen wir eine passgenaue Unterstützung schaffen, die
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unter anderem durch separate Rückzugsräume und speziell geschultes Personal gewähr-
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leistet wird. Präventive Täterarbeit bauen wir aus. Wir wollen ein starkes Bündnis gegen
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Sexismus. Die gerichtsverwertbare vertrauliche Beweissicherung setzen wir flächende-
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ckend, wohnortnah um. Für trans* Frauen muss der Zugang zu Frauenhilfestrukturen so-
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wie ihr Schutz in diesen gewährleistet werden.
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Wir entwickeln das Hilfesystem so weiter, dass Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt
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die Unterstützung erfahren, die sie brauchen. Dazu werden wir modellhaft Clearingstellen
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erproben, die allen Frauen rund um die Uhr offenstehen und sie dabei unterstützen, die
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passgenaue Hilfe zu finden. Außerdem setzen wir bei Polizei und Justiz Schwerpunkte bei
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der effektiven Bekämpfung von Gewalttaten gegen Frauen und queere Personen. Das be-
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inhaltet schnelle Ermittlungen, schnelle Strafverfahren und eine bessere Bewertung von
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Risikofällen.
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Häusliche Gewalt koordiniert bekämpfen
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Wir werden die Koordinierungsstelle zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Män-
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ner weiterentwickeln und durch ein Monitoring zum Stand der Umsetzung von Gewalt-
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schutzmaßnahmen in NRW ergänzen. Damit setzen wir die Istanbul-Konvention weiter
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men und unterstützt die Weiterentwicklung der Gewaltschutzeinrichtungen und ihrer Zu-
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sammenarbeit. Darüber hinaus werden wir ein Monitoring zum Umsetzungsstand der Is-
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tanbul-Konvention in NRW entwickeln. Um innerfamiliäre Konflikte gar nicht erst eska-
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lieren zu lassen, braucht es präventive Täter*innenarbeit. Diese wollen wir ausbauen.
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Auch Männer werden Opfer häuslicher Gewalt. Wir werden die Schutz- und Unterstüt-
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zungsstrukturen, die sich an männliche Opfer von Gewalt richten, ausbauen. Das erfordert
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zusätzliche Ressourcen und darf nicht zu Lasten der bestehenden Frauenhilfeinfrastruk-
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tur gehen. Die Interventionsstellen bei häuslicher Gewalt wollen wir finanziell stärken
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und als Anlaufstellen für alle Opfer häuslicher Gewalt, unabhängig vom Geschlecht, wei-
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terentwickeln.
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Betroffene unterstützen, die den Gerichtsprozess wagen
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Opfer von Sexualdelikten, Stalking und Bedrohungen erstatten in viel zu vielen Fällen
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keine Anzeige. Ein Grund dafür ist die hohe Belastung der Opfer im anschließenden Ge-
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richtsprozess. Das werden wir ändern und uns für eine den Vorwürfen angepasste Zeu-
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genvernehmung einsetzen. Kein Opfer solcher Straftaten darf mehr Angst davor haben,
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die Täter*innen anzuzeigen. Zudem werden wir die Childhood-Häuser in NRW stärken, in
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denen die notwendige Begleitung von Kindern und Jugendlichen bei Missbrauchserfah-
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rung in kinderfreundlicher Umgebung unter einem Dach koordiniert und strukturiert wird.
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Neue Wege beim Opferschutz und bei der Resozialisierung
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Wir werden neue Wege beim Opferschutz und bei der Resozialisierung straffällig gewor-
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dener Menschen gehen, um für mehr Sicherheit für die Bevölkerung zu sorgen. In einem
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neuen Opferschutzgesetz werden wir den Opferschutz stärken und dort oder in einem
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eigenen Landesresozialisierungsgesetz die Resozialisierung berücksichtigen. Außerdem
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werden wir den Übergang vom Strafvollzug in die Freiheit besser organisieren, so dass
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ehemalige Straftäter*innen nicht arbeits- oder obdachlos werden und die nötige Unter-
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stützung erhalten, um gesellschaftlich Fuß zu fassen.
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Oft ist die Haft nicht die gesellschaftlich sinnvollste Strafe, da sie den Bestraften auch
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nach der Verbüßung ausgrenzt. Deshalb werden wir alternative Sanktionsformen im
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Sinne von Haftvermeidung stärker in den Vordergrund rücken. Insgesamt werden wir mit
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der Vereinheitlichung von Gesetzes- und Verwaltungsvorschriften für mehr Klarheit bei
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Struktur und Zuständigkeiten sorgen, so dass mehr Personal und Geld für den effektiven
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Opferschutz und die Resozialisierung zur Verfügung steht. Sowohl der Opferschutz als
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auch die Verbesserung der Lebenslage straffällig Gewordener stehen dabei für uns im
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Mittelpunkt.
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stattet
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Dass Nordrhein-Westfalen ein grundsätzlich sicheres Land ist, liegt auch an der guten
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Arbeit der Polizei. Als Trägerin des staatlichen Gewaltmonopols muss sie gut aus- und
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fortgebildet, personell gut aufgestellt und angemessen ausgestattet sein. Wir nehmen
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das Leitbild der Polizei-NRW ernst und wollen eine bürger*innenorientierte, professio-
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nelle und rechtsstaatliche Polizei. Die hohen Einstellungszahlen bei der Polizei werden
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wir aufrechterhalten und bei den Einstellungen die Vielfalt der Gesellschaft abbilden.
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Trotz der hohen Einstellungszahlen wollen wir eine hohe Qualifikation der Kommissara-
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nwärter*innen garantieren. Dazu müssen die Ausbildungsstätten (LAFP/HSPV) personell
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und sachlich weiter ausgebaut, die persönliche Betreuung während der Praktika gewähr-
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leistet und gleichzeitig die LAFP/HSPV-Qualitätsansprüche an die Kommissaranwär-
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ter*innen gewahrt werden. Wir wollen für mehr Beamt*innen im Bezirks- und Schwer-
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punktdienst sorgen, um die wichtige sozialraumorientierte Polizeiarbeit im „Veedel“ oder
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Stadtteil zu stärken. Sie sollen auf die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren wie z. B.
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kommunalen Diensten, Beratungsstellen und Streetworker*innen setzen. Damit leisten
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wir einen Beitrag zur Kriminalitätsbekämpfung und erhöhen das Sicherheitsgefühl der
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Bürger*innen. Flächendeckende und anlasslose Videoüberwachung, Software zur Erken-
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nung biometrischer Merkmale und eine weitere Nutzung der Palantir-Software ohne die
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Zustimmung der Landesdatenschutzbeauftragten und ohne eine gesetzliche Grundlage
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lehnen wir ab. Wir stehen für eine rationale, verhältnismäßige Innenpolitik, anstatt Bür-
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gerinnen und Bürger unter einen Generalverdacht zu stellen. Die Befugnisse von Polizei
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und Verfassungsschutz wollen wir im Rahmen einer Überwachungsgesamtrechnung fort-
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laufend überprüfen. Eine Ausstattung mit Tasern lehnen wir – außerhalb der Spezial-
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kräfte – aufgrund der gesundheitlichen Gefahren, des hohen Fortbildungsbedarfes für die
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Beamt*innen und der beschränkten Einsatzsituationen ab. Die begonnene Ausstattung
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des Wachdienstes mit Tasern werden wir rückgängig machen.
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Angesichts der immer größeren Anforderungen – beispielsweise in den Bereichen Kin-
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desmissbrauch, Umweltkriminalität, Geldwäsche, organisierte Kriminalität (Mafia) – wer-
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den wir die Kriminalpolizei personell und in der Aus- und Fortbildung stärken. Dabei er-
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möglichen wir Spezialisierungen und fördern Fachkarrieren. Die gesundheitlichen Belas-
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tungen im Polizeidienst sollen durch eine Überprüfung der Schichtdienstmodelle und den
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Ausbau von Krisenintervention und Supervision verringert werden. Die Fortbildung, ins-
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besondere der Führungskräfte, beispielsweise bei der Deeskalationskompetenz, der Sen-
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sibilisierung gegen Rechtsextremismus und Rassismus, bei Hasskriminalität sowie der
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Menschenrechtsbildung, stärken wir weiter und führen verpflichtende Module hierzu ein.
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Wir streben die rechtssichere Einführung einer individualisierten und anonymisierten
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Kennzeichnung unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Beamt*innen an.
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Polizei und Bürger*innen brauchen einfach verständliche und verfassungsfeste Rechts-
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grundlagen. Grundrechtseingriffe müssen auf das unbedingt Erforderliche beschränkt
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werden. Weitreichende, aber begrifflich unscharfe Eingriffsbefugnisse helfen auch den in
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schwierigen Situationen handelnden Polizeibeamt*innen nicht. Deshalb wollen wir die
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Polizeirechtsverschärfungen aus dem Jahr 2018 korrigieren und die Polizeiarbeit damit
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auf eine effektive, aber grundrechtssensible Basis stellen. Präventive Freiheitseingriffe
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ohne eine konkrete Gefahrenlage lehnen wir ab. Vorbeugende Ingewahrsamnahmen wol-
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len wir auf eine Dauer von 48 Stunden begrenzen und den Betroffenen einen Rechtsbei-
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stand beiordnen. Anlassunabhängige Kontrollen werden wir abschaffen; kontrollierte
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Personen sollen zukünftig eine schriftliche Bestätigung (so genannte Kontrollquittung)
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erhalten, mit der sie die Begründung der Maßnahme später überprüfen lassen können.
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Gemeinsam gegen Rassismus in der Polizei
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Alle Menschen – unabhängig von Hautfarbe, Religion, Migrationsgeschichte, Geschlecht
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oder sexueller Identität – müssen darauf vertrauen können, dass die Polizei sie schützt
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und nicht diskriminiert. Daher wiegen die Fälle von Rassismus und anderen menschen-
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verachtenden Äußerungen in der Polizei schwer. Alle Rechtsextremismus-Verdachtsfälle
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müssen lückenlos aufgeklärt werden und der Entstehung menschenverachtender Einstel-
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lungen muss entgegengewirkt werden. Die Handlungsempfehlungen der Stabsstelle
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„Rechtsextremistische Tendenzen in der Polizei NRW“ werden wir umsetzen und die Maß-
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nahmen fortlaufend weiterentwickeln. Dazu gehören Präventions- und Reflexionsmög-
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lichkeiten in der Polizei sowie Regelungen zur Rotation. Zudem wollen wir verpflichtende
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Fortbildungen zum Themenfeld Rechtsextremismus und Rassismus und zu anderen men-
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schenverachtenden Einstellungen einführen und die Meldung von Hinweisen erleichtern.
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Führungskräfte müssen besser qualifiziert und sensibilisiert werden, damit sie Verdachts-
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fälle besser einschätzen und intervenieren können. Zusätzlich werden wir eine wissen-
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schaftliche Studie zu rassistischen und anderen menschenverachtenden Einstellungen
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bei der Polizei NRW in Auftrag geben.
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Ein*e unabhängige*r Polizeibeauftragte*r für NRW
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Die Polizei greift durch ihre Maßnahmen zum Teil empfindlich in die Freiheitsrechte der
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betroffenen Personen ein. Wie jedes Verwaltungshandeln ist auch polizeiliches Handeln
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überprüfbar. Einzelverfahren vor Gerichten oder im qualifizierten Beschwerdemanage-
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ment sind aber nicht geeignet, mögliche strukturelle Fehlentwicklungen innerhalb der
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Polizei aufzudecken. Whistleblower*innen in der Polizei müssen deshalb besonders ge-
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schützt werden und ihre Anliegen vorbringen können, ohne irgendwelche Nachteile
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fürchten zu müssen. Wir wollen daher die Stelle einer bzw. eines unabhängigen Polizei-
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beauftragten beim Landtag NRW ansiedeln. Die Stelle soll sowohl für Bürger*innen als
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auch für Polizeibeamt*innen ansprechbar sein, den Landtag bei der Beratung von Themen
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zur Polizei unterstützen und regelmäßig einen Tätigkeitsbericht vorlegen. Die bzw. der
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teneinsichts-, Befragungs- und Betretungsrechte erhalten. Wir wollen überprüfen, wie
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straf- und disziplinarrechtliche Ermittlungsverfahren, z. B. bei Vorwürfen unverhältnismä-
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ßiger Gewaltanwendung oder menschenverachtenden Äußerungen, verbessert werden
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können – im Interesse der Betroffenen und im Sinne der Polizei.
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Effektive Zusammenarbeit bei der Polizei
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In keinem anderen Bundesland ist die Polizeistruktur so kleinteilig wie in Nordrhein-
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Westfalen. Die Vielzahl der Behörden sowie ihre unterschiedlichen Größen und Zustän-
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digkeiten führen zu gravierenden Nachteilen bei der Aufgabenerfüllung. Gerade der
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schreckliche Fall sexualisierter Gewalt in Lügde zeigt, dass eine Polizeistrukturreform
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dringend erforderlich ist, weil die örtlichen Polizeibehörden große bzw. komplexe Ver-
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fahren strukturell nicht leisten können. Daher müssen die Aufgaben und Zuständigkeiten
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der Kreispolizeibehörden vereinheitlicht und regional gebündelt werden. So wird die Po-
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lizeiarbeit überall in NRW effektiver und komplexe Fälle können besser bearbeitet wer-
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den. Wir werden dafür sorgen, dass die Polizei weiterhin überall in Nordrhein-Westfalen
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ansprechbar ist.
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Kriminalpolitik auf solider Faktenbasis
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Um die kriminalitätsbezogene Sicherheitslage richtig einschätzen zu können, reichen die
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Ergebnisse der Polizeilichen Kriminalstatistik nicht aus. Diese betrachtet nur die der Po-
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lizei bekannt gewordenen Fälle, bis diese an die Staatsanwaltschaft abgegeben werden.
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Das Dunkelfeld, also Taten, die der Polizei nicht angezeigt wurden, bleibt hingegen un-
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berücksichtigt. Mögliche Veränderungen von Kriminalitätstrends bleiben so unerkannt.
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Es wird auch nicht erfasst, ob die gemeldeten Verdachtsfälle überhaupt angeklagt wurden
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und ein Urteil erging. Wir wollen, dass die Sicherheits- und Kriminalpolitik in NRW auf
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einer rationalen und evidenzbasierten Grundlage beruht. Wir setzen uns daher für einen
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periodischen Sicherheitsbericht unter Einbindung externer Wissenschaftler*innen ein. So
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soll eine regelmäßig aktualisierte Bestandsaufnahme der kriminalitätsbezogenen Sicher-
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heitslage erfolgen, die über die bloße Analyse der Kriminalstatistik und der Strafverfol-
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gungsstatistiken hinausgeht und Dunkelfeldstudien, Ursachenforschung und die Sicher-
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heitswahrnehmungen der Bürger*innen einbezieht.
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Vertrag für Demokratie: entschieden gegen Rechtsextremismus
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Wir schließen einen Vertrag für die Demokratie: Die Arbeit gegen Rechtsextremismus,
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Rassismus, insbesondere gegen Rom*nja und Sinti*zze, Muslim*innen, schwarze Men-
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schen und asiatisch gelesene Personen, und Antisemitismus kann nur gemeinsam mit der
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demokratischen Zivilgesellschaft gelingen. Wir wollen die Zivilgesellschaft durch einen
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Fördertopf unterstützen, aus dem kleinere Initiativen und Bündnisse unbürokratisch
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Kleinstfördersummen beantragen können. Die Beratungsstruktur gegen Rechtsextremis-
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mus –angefangen bei der Opferberatung über die mobile Beratung gegen Rechtsextre-
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erhaft absichern. Wir werden das kommunale Förderprogramm „NRWeltoffen“ auf weitere
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Kommunen ausweiten und das integrierte Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus
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und Rassismus weiterentwickeln. Das Landesnetzwerk gegen Rechtsextremismus wollen
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wir mit einer eigenen Geschäftsstelle stärken. Auch die Arbeit der Gedenkstätten und an-
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derer Träger der (historisch-)politischen Bildung ist ein wichtiger Beitrag für die Stärkung
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der demokratischen Kultur und die Sensibilisierung für die Gefahren des Rechtsextremis-
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mus. Um die politische Bildung in Nordrhein-Westfalen als wichtigen Bestandteil der De-
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mokratiebildung zu stärken, wollen wir die Landeszentrale für politische Bildung beim
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Parlament ansiedeln und sie durch einen externen wissenschaftlichen sowie zivilgesell-
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schaftlichen Beirat stärken.
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Konsequentes Handeln gegen rechte Gewalt
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Die größte Gefahr für unsere Gesellschaft geht vom Rechtsextremismus aus. Die Sicher-
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heitsbehörden brauchen dringend bessere Analyseinstrumente, um die Gefahr durch neue
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Tätertypen erkennen zu können. Offene Haftbefehle gegen Rechtsextremisten müssen
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schnell vollzogen werden. Wir werden die Handlungsempfehlungen des NSU-Untersu-
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chungsausschusses NRW vollständig umsetzen.
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Das Wissen über rechtsextreme und rassistische Strukturen und Entwicklungen ist unab-
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dingbar für den Kampf gegen rechts. Deshalb werden wir die Rechtsextremismus-for-
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schung in NRW stärken und ein Monitoring im Bereich Rechtsextremismus sowie zu men-
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schenfeindlichen Einstellungen in der Gesellschaft einführen. Außerdem setzen wir auf
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Dunkelfeldstudien und ein Lagebild Rechtsextremismus, um das Verständnis über die Di-
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mensionen von Hasskriminalität und die Entwicklung im rechtsextremen Spektrum zu
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verbessern. Zudem werden wir ein öffentlich zugängliches Archiv zum Rechtsextremis-
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mus in NRW fördern.
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Neue bzw. verstärkt auftretende Phänomene machen neue Beratungsangebote notwen-
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dig. Wir werden ein Angebot schaffen, das das Umfeld von Verschwörungsgläubigen un-
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terstützt. Außerdem werden wir eine personell gut ausgestattete Melde- und Beratungs-
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struktur für die Betroffenen von Hatespeech schaffen. Zur Unterstützung der Kommunen
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im Umgang mit Rechtsextremismus wollen wir eine juristische Beratungsstelle auf Lan-
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desebene einrichten.
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Auch in NRW kommt es immer wieder zu rassistisch und antisemitisch motivierten An-
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griffen auf Synagogen, Moscheen oder Kultureinrichtungen. Wir setzen auf deutlich bes-
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sere Schutzkonzepte für diese Einrichtungen und in migrantisch geprägten Stadtteilen.
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Wichtig ist dabei die Einbindung der Communities in die Entwicklung von Maßnahmen
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des Landes.
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Ganzheitliches Handlungskonzept gegen gewaltbereiten Islamismus weiterentwickeln
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Von salafistischen und dschihadistischen Netzwerken geht weiterhin eine ernstzuneh-
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mende Gefahr für unsere Gesellschaft aus. Die Sicherheitsbehörden müssen gewaltberei-
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dern. Aber auch die Präventionsarbeit gegen den gewaltbereiten Salafismus und Jihadis-
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mus als gesamtgesellschaftliche Aufgabe haben wir im Blick und möchten diese gemein-
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sam mit allen gesellschaftlich relevanten Akteur*innen stärken und ausbauen. Das von
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uns angestoßene ganzheitliche Handlungskonzept gegen den gewaltbereiten verfas-
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sungsfeindlichen Salafismus werden wir weiterentwickeln.
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Den Verfassungsschutz neu ordnen
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Der Verfassungsschutz soll die Feinde unserer freiheitlichen Demokratie und die Gegner
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unserer vielfältigen Gesellschaft beobachten und dabei einen klaren Fokus auf verfas-
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sungsfeindliche, gewaltbereite Bestrebungen legen. Auf diesen Kern seiner Tätigkeit wer-
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den wir ihn beschränken. Den Einsatz von besonders grundrechtsproblematischen Befug-
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nissen wie Staatstrojanern zur Überwachung elektronischer Geräte, die die IT-Sicherheit
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aller Bürger*innen gefährden, lehnen wir ab. Die Befugnisse des Verfassungsschutzes flie-
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ßen in die Überwachungsgesamtrechnung ein. Nachrichtendienstliche Befugnisse, darun-
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ter insbesondere den Einsatz von V-Leuten, werden wir auf ihre Verhältnismäßigkeit
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überprüfen und auf das Nötigste begrenzen. Zur umfassenden Kontrolle des Verfassungs-
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schutzes richten wir die Stelle einer bzw. eines ständigen Sachverständigen beim Parla-
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mentarischen Kontrollgremium ein, um das Gremium bei der Kontrolle des Verfassungs-
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schutzes, insbesondere bezüglich des Einsatzes von V-Leuten, zu unterstützen. Zudem
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schaffen wir mehr Transparenz über die Arbeit des Verfassungsschutzes durch öffentliche
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Sitzungen des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Landtags. Wir fördern die Grün-
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dung eines unabhängigen Forschungsnetzwerks zur Erforschung und Dokumentation von
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Strukturen und Zusammenhängen von demokratie- und menschenfeindlichen Bestrebun-
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gen. Dazu gehört auch die Evaluation von Maßnahmen zur Prävention, Intervention und
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von Aussteigerprogrammen, die vom Land angeboten oder gefördert werden. Sowohl der
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Verfassungsschutz als auch das Forschungsnetzwerk informieren die Öffentlichkeit und
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das Parlament über ihre Erkenntnisse und über aktuelle Entwicklungen verfassungsfeind-
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licher und gewaltbereiter Gruppierungen und Phänomene, wie der Verbreitung von Ver-
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schwörungsmythen.
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Katastrophenschutz: aus der Pandemie und der Hochwasserkatastrophe lernen
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Aus der Corona-Pandemie und der Hochwasserkatastrophe vom Juli 2021 werden wir Leh-
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ren ziehen und den Katastrophenschutz in NRW so verändern, dass er deutlich gestärkt
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wird. Das Engagement der Einsatzkräfte von Feuerwehren, anerkannten Hilfsorganisatio-
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nen, Technischem Hilfswerk sowie den Spontanhelfer*innen ist unverzichtbar. Die Struk-
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turen des Katastrophenschutzes müssen so angepasst werden, dass Gefahren besser er-
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kannt werden und die Einsatzkräfte schneller das tun können, wofür sie ausgebildet wer-
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den: im Ernstfall anderen zu helfen.
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Zur Katastrophenvorsorge führen wir verbindliche Katastrophenschutzbedarfspläne auf
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Ebene der Kreise und kreisfreien Städte ein. Im Katastrophenfall soll die Landesebene
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Verantwortung übernehmen und die Kreise und kreisfreien Städte unterstützen. Um die
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nötigen wir ein eigenes Katastrophenschutzamt auf Landesebene. Die Aktivierung des
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Krisenstabes der Landesregierung werden wir verbindlich regeln, damit die Kommunika-
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tion mit den unterschiedlichen Behörden effektiv, schnell und einheitlich gelingt. Wir
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stärken die Koordination zwischen Bund, Ländern und Hilfsorganisationen, um auf euro-
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päischer Ebene einen effektiven grenzübergreifenden Katastrophenschutz zu erreichen.
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Im Katastrophenfall müssen Warnsysteme so gestaltet sein, dass sie möglichst alle Men-
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schen erreichen und für diese auch leicht verständlich und nachvollziehbar sind. Gemein-
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sam mit den Kommunen und den Akteuren im Katastrophenschutz werden wir die Selbst-
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hilfefähigkeit der Bürger*innen stärken.
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Wir werden auch die Forschung für den Katastrophenschutz und das Krisenmanagement
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in NRW stärken. Alle bisherigen Berichte und Evaluationen zu Katastrophenszenarien
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werden wir auf den Prüfstand stellen, um den Verbesserungsbedarf für NRW zu ermitteln.
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Außerdem braucht das Land eine eigene Katastrophenschutzplanung, um sich auf die
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Möglichkeit weiterer Katastrophen, beispielsweise einen großflächigen langanhaltenden
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Stromausfall oder einen Angriff auf die digitale Infrastruktur, vorzubereiten. Auch die Prä-
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vention und Bekämpfung von Wald- und Naturflächenbränden müssen deutlich verbes-
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sert werden, wie die Brandereignisse der letzten Jahre eindrücklich gezeigt haben.
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Ehrenamt im Brand- und Katastrophenschutz in seiner Vielfalt stärken
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Die Arbeit von Ehrenamtlichen im Brand- und Katastrophenschutz ist unverzichtbar. Das
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verdient Anerkennung, Unterstützung der Feuerwehren und der anerkannten Hilfsorgani-
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sationen sowie gute Bedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Ehrenamt. Der
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enge Austausch mit den Akteuren im Brand- und Katastrophenschutz ist uns wichtig. Wir
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wollen die Ehrenamtskarte weiter ausbauen, beispielsweise auch durch kostenlose Fahr-
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ten mit Bus und Bahn. Wer einen Führerschein für Rettungsfahrzeuge erwirbt, macht das
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im Dienst der Gesellschaft und bekommt deshalb in Zukunft mehr finanzielle Unterstüt-
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zung. Wir werden außerdem eine Feuerwehrrente nach dem Thüringer Modell prüfen.
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Unsere Gesellschaft ist vielfältig – wir wollen, dass sich das auch bei Feuerwehren und
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im Katastrophenschutz widerspiegelt. Projekte zur Stärkung der Sichtbarkeit von Vielfalt
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und Antidiskriminierungsarbeit unterstützen wir. Gemeinsam mit den Organisationen
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wollen wir den Anteil von Frauen sowohl im Haupt- wie auch im Ehrenamt deutlich er-
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höhen. Die Kinder- und Jugendarbeit bei den Feuerwehren und Hilfsorganisationen un-
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terstützen wir. Die Brandschutzerziehung und die Verankerung von Schulsanitätsdiensten
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unter Beteiligung der Kinder und Jugendlichen sowie Erste-Hilfe-Kurse an Schulen wer-
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den wir ausweiten.
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Die Kunst- und Kulturszene in NRW bietet uns allen eine große Dichte verschiedenster
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Museen, Clubs, Konzertsäle, Bühnen und freier Angebote. Kultur und die Künste unter-
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halten nicht einfach nur. Sie sind das Lebenselixier unserer Demokratie, sie geben Im-
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pulse und halten der Gesellschaft kritisch den Spiegel vor. Wir Grüne stehen daher für
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eine transparente, beteiligende und vielfältige Kulturpolitik. Wir geben Nordrhein-West-
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falens einmaliger Kulturlandschaft Sicherheit und stehen für ihren Erhalt und Ausbau. Wir
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Grüne setzen uns auch künftig für eine deutliche Erhöhung der Kulturförderung im Land
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ein. Dabei werden wir neben den etablierten Kunstformen auch weiterhin die freie Kunst-
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szene und Soziokultur fest im Blick haben. Unser Ziel ist, dass die NRW-Kulturszene nach
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der Corona-Krise wieder als Nährboden unserer offenen und vielfältigen Gesellschaft auf-
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lebt. Künstler*innen, Bühnentechniker*innen, Bühnen und Kulturvereine brauchen dafür
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finanzielle Sicherheit. Bis die Auswirkungen der Pandemie abklingen, setzen wir weiter-
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hin auf spezielle Förderungen. Für eine bessere und verlässliche Kulturförderung stärken
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wir außerdem die Finanzen der Städte, Gemeinden und Kreise. Denn sie sind wichtige
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Geldgeber für die Kultur vor Ort. Mittelfristig entwickeln wir die Förderlandschaft des
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Landes weiter und machen sie krisenfest. Dafür untersuchen wir die Förderstrukturen und
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beziehen vor allem die Erfahrungen aus der Corona-Krise mit ein. Wir achten besonders
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darauf, dass die Verwaltungen von Bund, Land und Kommunen in der Kulturförderung
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besser zusammenarbeiten und Kreativität nicht im Bestimmungs- und Zuständigkeits-
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wirrwarr verpufft.
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Kulturschaffende und Künstler*innen besser absichern
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Wenn wir eine freie und vielfältige Kultur wollen, müssen wir auch die Bedingungen dafür
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schaffen, dass Menschen kreativ werden können. Viele Kultur- und Medienschaffende ar-
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beiten mit großem Engagement unter prekären Bedingungen, verdienen wenig oder un-
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regelmäßig und sind nicht ausreichend für das Alter abgesichert. Die Kunstförderung darf
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deshalb nicht allein am Output orientiert sein, sondern muss auch die soziale Sicherung
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der Künstler*innen zum Ziel haben. Von Seiten des Landes NRW werden wir bis zum Ende
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der Pandemie die Stipendienprogramme fortsetzen und dann evaluieren, welche Ele-
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mente zu einer dauerhaften Kulturförderung gehören können. Über eine Gagenunter-
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grenze für Solo-Beschäftigte an öffentlichen Theatern – auf und hinter der Bühne – ver-
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bessern wir außerdem die Arbeitsbedingungen von Künstler*innen.
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Mehr Raum für Kultur
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Kultur braucht Platz! Sie gedeiht in Erfahrungs- und Freiräumen – und zwar am besten
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mitten unter uns, dort, wo die Menschen leben und arbeiten. Wir schützen und schaffen
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Kulturräume in ganz NRW und machen unsere Städte und Dörfer damit lebenswerter. Wir
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unterstützen Kommunen, die eine kulturelle Zwischennutzung leerstehender Gebäude
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lichkeiten, wie etwa Versicherungskosten Wir unterstützen die Kommunen finanziell bei
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der Organisation von Reallaboren, in denen Visionen für die Entwicklung konkreter Maß-
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nahmen entwickelt werden. Um NRW als Standort der Kunst- und Kulturproduktion zu
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stärken, fördern wir Produktionsräume für die Kunst, die gemeinsam und kostengünstig
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genutzt werden können. Nach dem Konzept des Werkkunsthauses NRW und dem Vorbild
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der Werkstätten des Kulturwerks des Berufsverbands Bildender Künstler*innen Berlin
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werden wir flexibel nutzbare Werkstätten schaffen, um Künstler*innen eine bessere Inf-
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rastruktur für ihre Produktion zur Verfügung zu stellen. Auch Landesgebäude und freiste-
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hende Flächen des Landes eignen sich für solche kulturellen Projekte oder Zwischennut-
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zungen. Dafür machen wir den Weg frei. Wir werden NRW.URBAN und den Bau- und Lie-
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genschaftsbetrieb NRW dafür in die Pflicht nehmen, mit den Kommunen zu kooperieren.
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Wir passen die Anforderungen zum Lärmschutz so an, dass zwischen dem berechtigten
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Ruheinteresse von Anwohner*innen und den Anforderungen an lebendige Kulturräume
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ein fairer Ausgleich stattfindet. Dass Clubs erstmals auch rechtlich als kulturelle Orte an-
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erkannt sind, begrüßen wir sehr. Wir werden in NRW dafür sorgen, dass dies rechtlich
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entsprechend umgesetzt wird und Clubs vor Verdrängung geschützt werden.
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Kultur ist für alle da – Zugang zur Kultur erleichtern
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Kunst und Kultur unterstützen Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung. Wer früh und
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möglichst intensiv die eigene Kreativität entwickeln kann, wird sich sozial, kulturell und
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menschlich auch später im Leben deutlich besser zurechtfinden. Kunst und Kultur sensi-
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bilisieren darüber hinaus für die Umwelt und das menschliche Miteinander über alle Gren-
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zen hinweg. Deshalb wollen wir Grüne in NRW gut begonnene Projekte wie „Kultur und
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Schule“, „Kulturrucksack NRW“ oder auch „JeKits – Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Sin-
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gen“ klug und modern weiterentwickeln. Wir werden die Förderangebote bedarfsgerecht,
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bürokratie- und barriereärmer gestalten. Wir wollen die musischen Fächer in den Schulen
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wieder stärken, Theater-, Museums- und Konzertbesuche sollten künftig auch zum schu-
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lischen Kanon kultureller Bildung gehören. Dabei sollen auch grundsätzliche Überlegun-
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gen wie ein „Kultur Ticket NRW“ oder vor Ort der freie Eintritt für Schulklassen sowie
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insgesamt eine weitreichende sozialverträgliche Teilhabe an Kultur und Kunst in NRW
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künftig eine noch wesentlich größere Rolle spielen. Hier wollen wir entsprechende Mo-
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dellprojekte vorantreiben. Auch Kooperationsmodelle zwischen Freier Szene und öffent-
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lichen Kultureinrichtungen sollen verstärkt gefördert werden. Wir werden einen Kultur-
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pass für Jugendliche und junge Erwachsene erproben, was beispielsweise in Frankreich
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bereits praktiziert wird.
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Erinnerungen bewahren und aus ihnen lernen
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Die Verbrechen des Nationalsozialismus prägen uns und unser Land weiter. Wir alle tra-
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gen Verantwortung dafür, die Erinnerung an die Opfer der NS-Zeit wachzuhalten und aus
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dieser Erinnerung heraus für unsere Demokratie und unsere gesellschaftlichen Freiheiten
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einzutreten. Es gibt nur noch sehr wenige Zeitzeugen, die von ihren Erlebnissen berichten
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schen Bezug zur NS-Geschichte. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass die Erinnerung für
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alle Menschen lebendig und erfahrbar gemacht wird, und sichern daher die Arbeit der
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Gedenkstätten finanziell weiter ab. Wir sind außerdem offen dafür, neue Erinnerungsorte
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zugänglich zu machen und mit entsprechenden Angeboten auszustatten – auch um an
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die Opfer des Rechtsextremismus in der Nachkriegsgeschichte zu erinnern. Wir setzen
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uns weiterhin für den Ausbau und die Weiterentwicklung der Gedenkstätte Stalag 326 in
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Schloß Holte-Stukenbrock ein. Rechtspopulistischen und anderen Kräften, die einen
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Schlussstrich unter das Gedenken setzen wollen, stellen wir uns entschieden entgegen.
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Denkmalschutz in Nordrhein-Westfalen stärken – baukulturelles Erbe erhalten
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Denkmäler zu schützen heißt, unsere kulturelle Identität zu schützen und zu bewahren.
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Es bedeutet, gleichermaßen Geschichte und Zeitgeist an authentischen Orten der Erinne-
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rung lebendig zu halten. Der Schutz und die Pflege des kulturellen Erbes in der Bundes-
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republik Deutschland ist ein länderübergreifender gesellschaftlicher Auftrag, den wir
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Grüne in NRW stärken wollen. Mit dem geplanten Denkmalschutzgesetz der schwarz-gel-
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ben Landesregierung droht dieser Schutz zu bröckeln und macht insbesondere die Bau-
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denkmäler zum Spielball politischer und wirtschaftlicher Interessen. Wir Grüne wollen
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deshalb die Stellung der bei den Landschaftsverbänden angesiedelten Denkmalfachäm-
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ter für Baudenkmalpflege mit ihrer fachlichen Expertise erhalten und die bewährte Zu-
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sammenarbeit zwischen den Unteren Denkmalbehörden und den Fachämtern belassen.
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Gleichzeitig gilt es, in intelligenter Weise ökologisches und klimagerechtes Bauen mit
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dem Denkmalschutz zu vereinbaren. Hierzu wollen wir in einen Dialog mit den Fachver-
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bänden und Denkmalschutzbehörden eintreten.
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Den Kunstbetrieb vielfältiger und ökologischer machen
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Gesellschaftliche Vielfalt ist ein kultureller Schatz. Das sollte sich auch in den Kulturein-
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richtungen Nordrhein-Westfalens widerspiegeln. Vielfalt wird mit uns Programm – und
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zwar besonders dort, wo das Land und die Kommunen die Kultur finanziell fördern. Öf-
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fentlich geförderte Einrichtungen werden wir dabei unterstützen, die gesellschaftliche
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Vielfalt und die Barrierefreiheit stärker zu berücksichtigen – etwa im Programm, bei der
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Besetzung von Künstler*innen, Leitungspositionen oder Jurys. Bei der Besetzung von In-
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tendanzen müssen endlich Frauen stärker zum Zuge kommen. Neue Leitungs- und Orga-
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nisationsformen als Alternativen zum überkommenen, stark hierarchischen Intendanzmo-
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dell sollen nicht die Ausnahme, sondern die Regel werden. Machtmissbrauch und Diskri-
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minierung in kulturellen Institutionen muss entgegengewirkt und die Mitwirkung und
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künstlerische Freiheit der Künstler*innen gestärkt werden. Durch die Förderung von Mo-
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dellprojekten regen wir die Entwicklung neuer kollektiver und partizipativer Strukturen
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an.
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Kunst und Kultur spielen eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Klimakrise. Zum
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einen können sie selbst ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern, zum anderen wich-
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tige Impulse für eine nachhaltige Transformation unserer Gesellschaft geben. Immer
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Einsatz, ressourcenschonender zu arbeiten. Wir unterstützen diese Bemühungen ebenso
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wie die Einrichtung einer „Green Culture Desk“-Beratungsstelle und eines „Green Cul-
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ture“-Fonds des Bundes.
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Ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk für alle
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Unsere Demokratie lebt davon, dass wir uns eine Meinung bilden und demokratisch um
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den besten Weg streiten können. Dafür brauchen wir Journalist*innen, die unabhängig
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und kritisch arbeiten können. Und wir benötigen ein vielfältiges Angebot an Zeitungen,
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Online-, Radio- und Fernsehsendungen. Wir stehen zu einem pluralistischen, von staatli-
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chen Institutionen unabhängigen und kritischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, denn er
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sichert unabhängigen, allen zugänglichen Journalismus. Wir verteidigen den WDR ent-
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schieden gegen populistische Attacken von rechts und sichern weiterhin seine Finanzie-
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rung ab. Gleichzeitig wirken wir darauf hin, dass der WDR sich mit der Gesellschaft wei-
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terentwickelt und relevant bleibt. Wir unterstützen ihn dabei, auch jene Zielgruppen zu
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erreichen, bei denen er sich bisher schwertut, also etwa die Jugendlichen oder Menschen
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mit Migrationserfahrung. Ebenso wie die Formate und Inhalte müssen auch die Gremien
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des WDR in Zukunft die gesellschaftliche Vielfalt unseres Landes besser abbilden. Wir
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setzen uns außerdem dafür ein, dass die Mediatheken aller öffentlich-rechtlichen Sender
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zu gemeinsamen Plattformen weiterentwickelt werden.
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Demokratie braucht Medienvielfalt und Lokaljournalismus
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Eine offene Gesellschaft braucht vielfältige Informationsquellen und Medien, in denen
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Meinungen ausgetauscht und Entscheidungen kritisch hinterfragt werden. Doch gerade
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die Vielfalt an lokalen Zeitungen und Radiostationen schrumpft. Damit sich keine „Infor-
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mationswüsten“ ohne unabhängige Berichterstattung zu Politik, Kultur und Gesellschaft
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bilden, unterstützen wir die lokale Medienvielfalt und werden dies über eine neue, ge-
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meinsame Medienanstalt der Länder absichern. Wir geben der Idee des gemeinnützigen
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Journalismus Rückenwind, so dass Bürger*innenmedienvereine und Redaktionsnetzwerke
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ihre wichtige Arbeit leichter über Spenden finanzieren können. Gerade dort, wo sich der
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herkömmliche Lokaljournalismus zurückzieht, sind diese Initiativen wichtig, um vor Ort
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kritischen Journalismus aufrechtzuerhalten. Wir Grüne stehen zum „NRW-Zwei-Säulen-
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Modell“ und für eine starke Lokalradioszene. Die NRW-Landesmedienanstalt leistet hier
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bereits gute Unterstützungsarbeit, die wir fortsetzen werden. Wir unterstützen die Forde-
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rung der Landesmedienanstalten nach einem Update des Medienkonzentrationsrechts,
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das zukünftig alle relevanten Mediengattungen und -märkte – insbesondere auch auf
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dem Feld der digitalen Medien – in den Blick nehmen muss.
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Medienkompetenz für alle – gegen Fake News
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Frei zugängliche Informationen sind der Rohstoff für unsere Meinungsvielfalt und Demo-
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kratie. Wenn sie gefälscht und manipuliert werden, ist das ein Angriff auf unsere freie
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rade das Internet und die sozialen Medien beinhalten beides und bedürfen stärkerer
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Selbstkontrolle und Regulierung. Deshalb ist es so wichtig, dass alle Bürger*innen in NRW
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lernen, kompetent mit Informationen und Medien umzugehen – von klein auf und bis ins
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hohe Alter. Wir unterstützen Bürger*innenmedien-Kompetenzprojekte, die Bürger*innen
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und insbesondere Schüler*innen in NRW befähigen, Falschmeldungen und Fake News zu
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erkennen, zu kontern und selbst als Fakten-Checker*innen zu arbeiten. Die wichtige Ar-
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beit des 2020 neu gegründeten „Landesverbandes Bürgermedien NRW“ unterstützen wir.
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Dabei richten wir unseren Blick nicht nur auf deutschsprachige Medien, sondern auch auf
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internationale. Denn es ist bekannt, dass zunehmend auch ausländische, autokratische
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Strukturen versuchen, mit Desinformationskampagnen die politische oder gesellschaftli-
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che Willensbildung hier zu beeinflussen. Demokratiefeindlichen, desinformierenden und
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hetzerischen Inhalten schieben wir einen Riegel vor. Wir fördern Medienkompetenz und
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Fakten-Checks. Das Recht auf Gegendarstellung wollen wir ausweiten, eine konsequente
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Strafverfolgung sicherstellen und unsere Sicherheitsbehörden entsprechend sensibilisie-
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ren und ausstatten. Gleichzeitig setzen wir uns für eine deutliche Wiederausweitung des
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mehrsprachigen Angebots des WDR ein, damit unabhängige Medienangebote auch alle
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Menschen in NRW erreichen.
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Medien-, Film- und Kreativwirtschaft fördern
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NRW ist ein Film- und Medienland. Die Branche ist ein eigenständiger, wichtiger Wirt-
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schaftsfaktor, dessen Innovationskraft auch für andere Branchen immer bedeutsamer
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wird. Wir stärken ihn weiter durch Förderung und kluge Vernetzung mit anderen, auch
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internationalen Förderzusammenhängen. Auch das „Mediennetzwerk NRW“ soll weiter
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gestärkt werden. Dabei spielen Ausbildungs- und Förderangebote wie die „internationale
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filmschule köln“, das „Mediengründerzentrum NRW“ und das „GamesLab Cologne“ eine
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zentrale Rolle. Ebenfalls unterstützen wir nach wie vor ganz besonders die erfolgreiche
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Arbeit der Film- und Medienstiftung NRW. Die Gründerförderung in Kreativwirtschaft und
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Kultur wollen wir in Kooperation mit den Fach- und Kunsthochschulen in NRW weiter
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ausbauen und zusätzlich auch eine effektive Popkulturförderung in NRW etablieren. Wir
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wollen das fotografische Erbe in größtmöglicher Vielfalt erfassen, erforschen und bewah-
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ren. Wir unterstützen daher die Initiative des Bundes ein Deutsches Fotoinstitut in NRW
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anzusiedeln.
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Sport für alle in nächster Umgebung
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Mit seinen vielen ehrenamtlich Engagierten ist der organisierte Sport wortwörtlich die
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größte Bürger*innenbewegung in NRW, die Werte einer offenen und solidarischen Gesell-
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schaft vermittelt und jüngeren Menschen vorlebt. Fairness, Respekt, Teamgeist und Viel-
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falt stehen dabei im Vordergrund. Auch jenseits von Vereinen und Verbänden finden sich
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Menschen zusammen, um gemeinsam Sport zu treiben und in Bewegung zu bleiben. Des-
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halb werden wir Bewegungsmöglichkeiten für alle Generationen in die Wohnumgebung
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integrieren. Frei zugängliche Sportmöglichkeiten erfreuen sich großer Beliebtheit, för-
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dern das Zusammenleben in den Quartieren und stärken die Gesundheit. Deshalb werden
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programmen des Landes als Förderkriterium mit aufnehmen. Das Miteinander im Sport,
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das gemeinsame Bewegen, die vielfältige Bildungsfunktion gerade des organisierten
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Sports und die aktivierende Förderung von Bewegung braucht aber neben der guten Er-
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reichbarkeit der Infrastrukturen Menschen, die – vielfach ehrenamtlich – anderen und
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der Gesellschaft den Sport erst ermöglichen. Wir schätzen und wissen um die existenzi-
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elle Bedeutung von Trainer*innen, Übungsleiter*innen, Vereinsverantwortlichen oder
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Stadtteilakteur*innen. Gerade in der Post-Corona-Zeit wollen wir mit Kampagnen und
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Maßnahmen – auch in Abstimmung mit dem organisierten Sport und seinen Bildungs-
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werken – dieses Engagement neu beleben, denn auch die beste Sportstätte benötigt
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Übungsleiter*innen für ihre Bewegungsangebote.
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Sport braucht eine intakte und nachhaltige Infrastruktur
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Sport ist für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wichtig. In den Vereinen, auf Sport-
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plätzen, in Hallen und Schwimmbädern kommen Menschen verschiedener Herkunft, un-
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terschiedlichsten Alters und unterschiedlichster Lebenserfahrungen zusammen. Sport
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hält uns fit und fördert unsere Gesundheit. Wir Grüne unterstützen deshalb den Sport im
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Land aus voller Überzeugung. Viele vereinseigene Sportstätten werden zurzeit durch das
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Programm „Gute Sportstätten 2022“ instandgesetzt. Den Erfolg des Programms werden
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wir evaluieren und das Programm weiterentwickeln. Auch die finanzielle Unterstützung
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der Kommunen für den nachhaltigen und klimagerechten Umbau der Sportstätten (jegli-
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cher Art, auch jenseits der Norm) muss gewährleistet werden. So bedarf es im Bereich der
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Kunstrasenplätze plastikfreier Alternativen, im Bereich der Quartiersentwicklung auch
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der Umnutzung von früher anderweitig genutzten Flächen. Wir setzen uns insbesondere
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für eine gute Bäderinfrastruktur ein und stärken den Schwimmunterricht an Schulen und
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in Vereinen. Unser Ziel ist es, dass jedes Kind bis zum Ende der Grundschulzeit die Mög-
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lichkeit hat, schwimmen zu lernen.
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Sportförderung und Sportgroßveranstaltungen, von denen alle profitieren
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Wir Grüne sehen Sportgroßveranstaltungen als integratives und einendes Element an.
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Außerdem profitieren sowohl der Leistungs- als auch der Breitensport von solchen
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Events. Um ihre Akzeptanz zu fördern, sollen sie in Nordrhein-Westfalen unter der Maß-
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gabe von Nachhaltigkeit und Kostentransparenz und unter Beteiligung der Bürger*innen
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in Zukunft begleitet und vorangetrieben werden.
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Sport und Bewegung leisten wichtige Beiträge zur gesundheitlichen Prävention. Wir wer-
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den den Präventionsgedanken noch stärker in die Sportförderung integrieren. Prävention
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und Gesundheitsförderung sind ein Mehrwert für alle, aber insbesondere für ältere Men-
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schen. Unser Ziel ist es, die Förderung der guten, eigenverantwortlichen Arbeit des Lan-
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dessportbundes NRW nach Good-Governance-Kriterien transparent und rechtssicher zu
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gestalten und gleichzeitig die Wünsche von Sportler*innen ohne Zugehörigkeit zu einem
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Verein ausgewogen zu berücksichtigen. Hierfür ist es richtig, sich in einer neu zu schaf-
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fenden Landessportkonferenz mit allen wichtigen Sportakteur*innen an einen Tisch zu
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in NRW die Möglichkeit haben, entsprechend ihren Wünschen und Fähigkeiten Sport zu
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treiben.
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Wir stärken den Kampf gegen physische, psychische und sexualisierte Gewalt und entwi-
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ckeln das Programm „Schweigen schützt die Falschen“ gemeinsam mit dem Landessport-
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bund weiter. Wir bauen darüber hinaus eine unabhängige Anlaufstelle auf.
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Dialog im Sport fördern, E-Sport unterstützen
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Wir Grüne werden dem Sport ein verlässlicher Partner dabei sein, Sportveranstaltungen
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zu dem zu machen, was sie sein sollten: ein Ereignis, an dem die ganze Gesellschaft teil-
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nehmen kann. Dafür sollen regelmäßige Dialogformate und Fan-Hearings die Kommuni-
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kation und Kooperation zwischen allen Beteiligten verbessern und das Engagement ge-
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gen Gewalt, Diskriminierung, Ausgrenzung und Hass im Sport stärken. Wir setzen dabei
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ausdrücklich darauf, die organisierte Fanszene als aktiven Teil der Zivilgesellschaft ein-
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zubeziehen. Ebenso gehören die Polizei, die „Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze“,
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die Ordnungsbehörden, Vereine und Verbände sowie Fanprojekte und Fanbeauftragte zu
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den Gesprächspartner*innen.
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Wir unterstützen Gaming-Kultur und E-Sport. Wir setzen uns dafür ein, dass E-Sport-Ver-
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eine als gemeinnützig anerkannt werden. Um Austausch und Verständigung zwischen
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beiden Welten zu fördern, unterstützen wir gemeinsame Projekte von E-Sport und klassi-
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schem Sport. Ähnlich wie beispielsweise beim klassischen Fußball die Themen Rassismus
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und Vielfalt machen wir auch beim eSport gesellschaftliche Themen zum Gegenstand von
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Förderung und Austausch.
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NRW vernetzt Europa – global denken, lokal handeln
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NRW liegt als bevölkerungsreichstes Bundesland im Herzen Europas und profitiert als
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starke Wirtschaftsregion von der europäischen Integration. Wir sind überzeugt, dass wir
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die sozialen und ökologischen Herausforderungen des Klimawandels nur auf internatio-
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naler Ebene bewältigen können. Ganz besonders zählen wir dabei auf unsere europäi-
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schen Partner*innen. Wir streben die Schaffung einer europäischen föderalen Republik
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an. Mit diesem Ziel unterstützen wir aktiv die Konferenz zur Zukunft Europas.
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Wir gründen eine Europa-Stiftung, die die europäischen Werte und die unterschiedlichen
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Facetten einer lebendigen Demokratie in der schulischen und außerschulischen Bildung
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fördert. Damit schaffen wir eine Koordinierungs- und Ansprechstelle für die zahlreichen
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dezentralen Angebote in NRW. Indem die Stiftung ebenfalls den europaweiten Austausch
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zwischen Kommunen und Regionen stärkt, erneuert sie den europäischen Zusammenhalt
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und macht die Errungenschaften der Europäischen Union für die Bürger*innen vor Ort
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erlebbar. Auch die EU-Programme Erasmus+ und Horizon Europe wollen wir so umsetzen,
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dass sie möglichst viele erreichen. Wir setzen uns von NRW aus für die Einhaltung der
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tritte nach dem Brexit verhindern und halten entschieden gegen antidemokratische An-
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griffe.
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Wir kämpfen weiter für ein echtes Lieferkettengesetz
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Viele Jahre haben Grüne im Bundestag und im Europäischen Parlament für ein Lieferket-
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tengesetz gekämpft, welches Arbeitnehmer*innenrechte und Umweltstandards auch in
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Drittländern schützt und deutsche und europäische Unternehmen für Verstöße ihrer Lie-
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feranten in die Verantwortung nimmt. Das 2021 beschlossene Gesetz ist für uns Grüne
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eine herbe Enttäuschung. CDU, CSU und SPD haben ein Gesetz beschlossen, das zwar eine
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Lieferantenhaftung vorsieht, die Ausnahmen aber zur Regel macht. Maßgebliche Teile
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der deutschen Unternehmen werden vom Gesetz nicht erfasst. Bis es ein echtes Liefer-
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kettengesetz gibt, werden wir vorangehen und die öffentliche Beschaffung in NRW durch
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ein neues Tariftreue- und Vergabegesetz nach nachhaltigen und sozialen Kriterien aus-
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richten. Darüber hinaus werden wir die Kommunen im Land bei der Umsetzung einer
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nachhaltigen Beschaffung unterstützen. Städte und Gemeinden unterstützen wir auf
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Wunsch bei Ausschreibungen in Bezug auf Nachhaltigkeit, Tariftreue und soziale Krite-
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rien. Pilotkommunen sollen ihr Wissen an andere weitergeben können.
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NRW arbeitet für eine nachhaltige Entwicklung in der EU und global
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Die Umsetzung der Agenda 2030 und der Klimaziele geht zu langsam voran. Wir setzen
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die Ziele im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie NRW um, indem wir die UN-Nachhaltig-
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keitsziele als festen Bestandteil in allen Landesressorts etablieren und auch die Kommu-
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nen dahingehend unterstützen. Außerdem führen wir einen verpflichtenden Nachhaltig-
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keits-Check ein, um bei Gesetzentwürfen und bei der Vergabe öffentlicher Aufträge zu
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prüfen, ob soziale und ökologische Standards eingehalten werden. Der europäische Green
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Deal stellt für uns einen klaren Handlungsauftrag dar, bis 2040 klimaneutral zu sein. Wir
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wollen in NRW vorangehen und uns dieser Verantwortung stellen und möglichst vor 2040
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klimaneutral werden. Grundlage dafür ist auch ein fairer und nachhaltiger Handel. Die
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Handelsabkommen CETA und Mercosur lehnen wir deshalb in ihrer jetzigen Form ab. Un-
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ser Ziel muss sein, unseren Kindern einen Planeten zu hinterlassen, der lebenswert ist.
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Neben fairer Entlohnung und Arbeitssicherheit ist die Kreislaufwirtschaft ein wichtiger
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Baustein. Um die begrenzten Ressourcen der Erde zu schonen und Energie einzusparen,
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müssen so viele Produktionsverfahren wie möglich im Kreislauf geführt werden. Hierfür
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brauchen wir beispielsweise nachhaltiges Produktdesign und mehr recyclingfähige Roh-
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stoffe. Die dafür nötigen Maßnahmen möchten wir gemeinsam mit Branchenvertreter*in-
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nen, Verbänden, Gewerkschaften und der Zivilgesellschaft umsetzen. Das Land muss hier
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als Partner auftreten und die Industrie bei dieser Aufgabe finanziell unterstützen. Bran-
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chenverträge können dafür den geeigneten Rahmen bilden.
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Viele Menschen engagieren sich in unserem Bundesland ehrenamtlich für den globalen
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Süden. Sie bauen gemeinsam mit ihren Partner*innen dort Projekte auf. Immer mehr Ver-
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braucher*innen kaufen fair gehandelte Produkte und sie alle leisten damit einen ganz
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persönlichen Beitrag. Diese zivilgesellschaftlichen Aktivitäten wollen wir unterstützen
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durch den Ausbau von „Eine Welt Netz NRW“, dem Dachverband entwicklungspolitischer
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Vereine und engagierter Personen in NRW, sowie durch verstärkte Kampagnen für fairen
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Handel. In unserem Land existiert eine gute Struktur von Angeboten zur Nachhaltigkeits-
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bildung. Diese bestehenden Strukturen wie die Stiftung „Umwelt und Entwicklung NRW“
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und das Programm „Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit“ wollen wir
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ausbauen, um mehr Menschen damit zu erreichen. Auch die internationale Zusammenar-
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beit mit den beiden NRW-Partnerländern Südafrika und Ghana wollen wir intensivieren.
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Wir fördern globale Partnerschaften von Vereinen, Verbänden, Kommunen, Wissenschaft
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und Betrieben aus NRW. Einen wichtigen Aspekt bilden hierbei der beiderseitige Aus-
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tausch und Kooperationsprojekte von Studierenden, Schüler*innen und Auszubildenden.
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Städtepartnerschaften für Nachhaltigkeit
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Viele unserer Städte und Gemeinden haben enge Beziehungen mit ihren Partnerregionen
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überall auf der Welt und führen gemeinsam Projekte aus, auch in der kommunalen Ent-
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wicklungspolitik. Wir wollen deshalb gemeinsam mit unseren Kommunen ein Konzept
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entwickeln, das die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele, Menschenrechte und den
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fairen Handel zu zentralen Aspekten bestehender und zukünftiger Städtepartnerschaften
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macht.
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Auch ist Nordrhein-Westfalen Mitglied der internationalen „Under2 Coalition“, die mit re-
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gionalen Maßnahmen die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius begrenzen will. Kom-
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munale Klimapartnerschaften sollen dabei eine tragende Rolle spielen, um auf kommu-
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naler Ebene einen Beitrag zu den globalen Herausforderungen zu leisten. Denn es sind
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maßgeblich unsere Städte und Gemeinden, die europäische und internationale Vereinba-
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rungen umsetzen und mit Leben füllen. Klimapartnerschaften helfen ihnen dabei, sich
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untereinander zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Projekte um-
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zusetzen. Damit die Kommunen Ansprechpartner*innen haben, wenn sie eine Klimapart-
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nerschaft aufbauen wollen, schaffen wir eine Koordinierungs- und Beratungsstelle auf
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Landesebene, die sie bei ihrem Vorhaben unterstützt und begleitet. Außerdem stellen wir
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Finanzmittel für kommunale Entwicklungszusammenarbeit im Gemeindefinanzierungs-
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gesetz zur Verfügung.
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NRW als Standort für Internationales verankern
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NRW ist mit seiner Bundesstadt Bonn ein wichtiges Zentrum für internationale und Eine-
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Welt-Politik. Wir stehen zum Bonn-Berlin-Gesetz und werden diesen besonderen Standort
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mit einer vertraglichen Zusatzvereinbarung weiter unterstützen. Allein die UN sind hier
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mit 20 Einrichtungen vertreten, hinzu kommen noch über 150 weitere internationale In-
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arbeit. In Bonn ebenfalls beheimatet ist das „Bundesministerium für wirtschaftliche Zu-
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sammenarbeit und Entwicklung“, das „Deutsche Institut für Entwicklungspolitik“, die „Ge-
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sellschaft für Internationale Zusammenarbeit“ und das „Bonn International Center for
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Conversion“. Mit dieser breiten Struktur aus Wissenschaft, internationalen Organisationen
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und NGOs soll das Land NRW Vorreiter bei der Entwicklungszusammenarbeit sein. Wir
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wollen NRW als wichtigen Stand- und Konferenzort für Menschenrechte und Friedensbil-
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dung, Nachhaltigkeitsstrategien und Demokratisierungsprozesse etablieren.
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NRW: Hafen für Menschenrechte und Teil der Einen Welt
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Wir leben in einem funktionierenden Rechtsstaat, dessen Aufgabe es ist, die Rechte seiner
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Bürger*innen zu schützen. Was für uns so selbstverständlich klingt, ist es für viele Jour-
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nalist*innen, Abgeordnete, Wissenschaftler*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen,
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Frauen, LSBTIQ*, Menschen mit Behinderung, Angehörige von Minderheiten in vielen
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Ländern dieser Erde nicht. Sie werden von Unrechtsregimen als Regimegegnerinnen und
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-gegner angesehen und wegen ihrer Arbeit oder lediglich aufgrund ihres Glaubens, ihres
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Aussehens oder ihrer Orientierung im eigenen Staat unterdrückt, bekämpft, verfolgt.
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Wir wollen diesen Menschen in NRW einen sicheren Hafen bieten, in dem sie ihre Arbeit
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fortsetzen können und vor Repressalien geschützt sind. Im Bundestag verabschiedeten
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Abgeordnete bereits 2003 das Programm „Parlamentarier schützen Parlamentarier“, aus
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dem schon 100 Patenschaften hervorgegangen sind. Die Abgeordneten nutzen dabei ihr
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Netzwerk, um bedrohte Parlamentarier*innen und andere Menschenrechtsaktivist*innen
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aufzunehmen. Ein solches Programm wollen wir auch für NRW schaffen und die bisheri-
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gen Erfolge bei der Verteidigung von Menschenrechten weiter voranbringen.
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wir haben Ihnen in diesem Programm aufgezeigt, mit welchen Projekten wir den Aufbruch
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in Nordrhein-Westfalen zum Gelingen bringen wollen.
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Wir trauen Ihnen und uns sehr viel zu mit diesem Programm, keine Frage. Ein Programm,
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das verspricht, alles bliebe beim Alten, wäre nicht ehrlich. Denn der Wandel um uns
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herum ist längst da, er verschwindet nicht, wenn wir die Augen vor ihm verschließen. Zur
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Ehrlichkeit gehört auch, einzuräumen, dass diese Veränderung manche mehr, manche
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weniger fordern wird. Der Wandel, in dem wir uns befinden, wird bestehende soziale und
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gesellschaftliche Schieflagen verschärfen, wenn wir ihn einfach so auf uns zukommen
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lassen. Wir, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, wollen den Wandel so gestalten, dass er die Le-
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bensqualität aller hebt. Das geschieht nicht von allein, wir müssen uns aktiv dafür ein-
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setzen.
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Deshalb wünschen wir uns für den anstehenden Wahlkampf und die nächste Regierung
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von Nordrhein-Westfalen eine offene Debatte. Eine Debatte, in der ein neuer Vorschlag
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nicht nur deshalb abgetan wird, weil er von einer anderen Partei kommt. Wir stehen für
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ein neues demokratisches Miteinander und einen neuen Regierungsstil. Denn wir wissen,
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dass ein Land mit über 17 Millionen Menschen nur im Team regiert werden kann. Wir
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versprechen, Sie als Bürgerinnen und Bürger auch nach dem Wahltag stärker mit einzu-
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beziehen. Denn auf die großen Zukunftsfragen findet niemand die Antwort allein. Wir
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machen als Partei Vorschläge, aber Ihr Wissen und Ihre Perspektiven machen politische
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Entscheidungen erst richtig gut. Das zeichnet modernes Regieren im 21. Jahrhundert aus.
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Sie kennen nun unsere inhaltlichen Vorschläge. Zu Recht fragen Wählerinnen und Wähler
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aber auch nach der Umsetzbarkeit von Wahlversprechen. Ein Wahlprogramm kann man
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aus zwei verschiedenen Blickwinkeln schreiben: mit einem Auge bereits auf mögliche
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Koalitionspartner und deren Interessen schielend, begrenzt auf das sicher Umsetzbare,
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um ja niemanden zu enttäuschen. Oder man schreibt es mit einem offenen Blick auf einen
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Horizont, der weiter geht als bis zum Ende der nächsten Legislaturperiode. Wie Sie sehen
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konnten, haben wir uns für diesen Weg entschieden. Und zwar, weil wir überzeugt sind,
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dass sich Wandel und Aufbruch nur mit einer positiven Vision von einem besseren Morgen
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gestalten lässt.
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Wir haben Ihnen dargelegt, wie wir Nordrhein-Westfalen zu einer klimaneutralen Indust-
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rieregion entwickeln wollen, in der sozialer Zusammenhalt und echte Chancengleichheit
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in einer vielfältigen Gesellschaft Realität werden.
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Viele unserer Projekte sind sehr ehrgeizig. Sie setzen voraus, dass auch bundespolitisch
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die Zeit der Mutlosigkeit endet. Und sie sind abhängig von den finanziellen Spielräumen,
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die das Land NRW und seine Kommunen in Zukunft haben und sich erstreiten können.
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Wir können deshalb nicht versprechen, dass jedes der Projekte eins zu eins Realität wird.
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Selbst dann nicht, wenn wir – und dafür kämpfen wir – die nächste Landesregierung
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entscheidend mitgestalten. Was wir versprechen können: Wir werden mit allem, was uns
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zur Verfügung steht, daran arbeiten, NRW besser, gerechter und nachhaltiger zu machen,
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für alle, die sich in unserer Gesellschaft auf den Weg in eine klimaneutrale und gerechte,
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in eine bessere Zukunft machen wollen. Wir laden Sie ein, Teil dieser Bewegung zu wer-
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den.
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